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Tech-Review.de

  • Montag, 27. September 2021
SteelSeries Siberia v2

SteelSeries Siberia v2: Im TRV Test!

Einleitung

Mit dem Siberia v2 weitet die dänische Firma, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiert, ihren Audiosektor weiter aus. Der Nachfolger des Siberia, das schon 2009 zum Weihnachtsgeschäft als allererstes Headset aus dem Hause SteelSeries auf den Markt kam, wurde kurzerhand mit einem Mikrofon ausgestattet und ist nun auch für Online-Gefechte bereit. Neben dem guten Aussehen, soll das Headset jedoch auch in anderen Sektoren auftrumpfen: klasse Wiedergabe von Audiomaterial und eine perfekte Sprachaufnahmen sollen DAS ideale Gamer-Headset und Trend-Objekt perfektionieren. Es befinden sich derzeit zwei Versionen des v2 auf dem Markt: eine USB-Variante und eine, die über die klassischen 3,5mm Klinkenkabel angeschlossen wird. Letztere befindet sich in unserem Testlabor. Wir sind gespannt, wie sich das Siberia v2 in der Praxis schlagen wird und wünschen allen Lesern viel Spaß beim Lesen des Tests.

Die technischen Daten

Herstellerangaben:

  • Kopfhörer:
    Frequenzumfang: 18 – 28.000 Hz
    Impedanz: 32 Ohm
    Empfindlichkeit (bei 1 kHz): 112 dB
  • Mikrofon:
    Richtcharakteristik: Uni-direktional
    Frequenzumfang: 50 – 16.000 Hz
    Sensitivität: -38 dB
  • Schnittstelle:
    Anschlüsse: 3,5 mm
    Kabellänge: 1 + 2 = 3 m (9,8 ft.)

Featureübersicht Mikrofon:

  • Frequenzgang: 50 Hz bis 16 kHz
  • Richtcharakteristik: eindimensional
  • Empfindlichkeit: -38 dB
  • Ausziehbar aus Ohrmuschel

Der Lieferumfang

  • SteelSeries 7H Headset
  • 1 m Kabel mit Anschluss an Headset und 2 x 3,5 mm Klinkenausgang für Kopfhörer und Mikrofon
  • 2 m Verlängerungskabel
  • Sticker "SteelSeries"
  • Informationsblatt zum Wechseln der Ohrpolster
  • Warnung vor eventuellen Gehörschäden
  • Informationsbroschüre zu anderen SteelSeries Produkten
Der Lieferumfang

Der Lieferumfang fällt wie gewohnt komplett aus. Das Verlängerungskabel ist mit seinen zwei Metern definitiv sehr praktisch - durch insgesamt drei Meter Kabellänge ist man nicht unbedingt an seinen PC gebunden. Die Einteilung finden wir jedoch weniger gelungen, denn um das Headset an die Wand zu hängen, oder auf dem Regal abzulegen, das weiter links vom Nutzer steht/hängt ist das angebrachte Kabel zu kurz. Kommt die zwei Meter Verlängerung hinzu, gibt es wieder Kabelgewirr.

Geliefert wird das Siberia v2 in einem schmucken Karton. Das Headset an sich ist im Karton in eine orangene Plastikverpackung gefasst, die leider ein wenig fusselt und somit orangene Partikel auf dem schwarzen Prachtstück hinterlässt.

Die Optik und Verarbeitung

Auf den ersten Blick fällt einem natürlich die Ähnlichkeit zu seinem direkten Vorgänger auf. Das Headset besteht aus schwarzem Plastik und die Ohrmuscheln aus weichem Kunstleder. Der Bügel ist gepolstert.

Der verwendete Kunststoff macht einen hochwertigen Eindruck, nichts klappert und es gibt keine scharfen Kanten. Durch den Klinkenanschluss wird dem Nutzer ermöglicht, das Headset an anderen Wiedergabegeräten wie z.B. Handys oder MP3-Playern zu nutzen. Der Mikrofon-Arm lässt sich in seiner gesamten Länge ein- und wieder ausziehen und ist sehr flexibel - ein Abbrechen ist somit fast unmöglich. Hiermit stellt SteelSeries sicher, dass man auch ohne lästiges Mikrofon ein vollwertiges Headset mit sich tragen kann.

Am Kabel befindet sich noch eine „Fernbedienung“, mit der man die Lautstärke regulieren und das Mikrofon ein- bzw. ausschalten kann.

Die Klinkenanschlüsse und der Kabel-Lautstärkeregler

Um den Sitz des Headsets zu veranschaulichen, haben wir statt einem nicht vorhandenen Glaskopf mal das Sparschwein Model stehen lassen:

Der Tragekomfort

Erdrückend. Das denkt man sich zumindest beim ersten Aufsetzen des Headsets. Das Siberia ist angenehm leicht, presst die Polster jedoch mit einem hohen Druck an den Kopf. Für User wie unseren Tester mit einem relativ großen Kopf kann dies auf Dauer bei stundenlangem Tragen doch einigermaßen unangenehm werden. Für alle anderen entfaltet sich hier der pure Genuss - kein Verwackeln und optimaler Tragekomfort.

Die ohrumschließenden Polster der Ohrmuscheln schirmen die Umwelt perfekt ab, Nebengeräusche werden nur sehr leise wahrgenommen. Bei Menschen mit sehr großen Lauschern kann die runde Form (anstatt Oval wie bei anderen Headsets) unter Umständen drücken.

Das Testsystem

  • Desktop-PC:
    Intel Core i5 750
    EVGA P55 V
    4 GB DDR3 Corsair Dominator
    ATI Radeon HD 5770

Für alle Tests wird die X-Fi Soundkarte Creative Titanium verwendet. Der Crystalizer bleibt ausgeschaltet. Die Mikrofoneindrücke sind alle durch Audioaufnahmen von Audacity 1.3 entstanden.

  • Vergleichsaudiogeräte:
    Sennheiser PC161
    Teufel Concept C100

Die Sprachqualität

In schnellen Online-Games ist eines sehr wichtig: die Kommunikation. Das Sprechen über Ventrilo oder TeamSpeak und Konsorten hat den langsamen Chat ersetzt und so gut wie jeder Gamer hat ein vollwertiges Headset an seinem PC.

Um den Teammitgliedern klare, ausreichend laute Anweisungen zu erteilen, ist ein gutes Mikrofon unersetzlich, wichtiger fast als der perfekte Sound. Nach dem Herausziehen des Mikrofons aus der linken Ohrmuschel des Siberia v2 müssen wir zuerst die relativ geringe Länge feststellen - es reicht bis ganz knapp vor den Mund. Dies soll der Qualität der Audioaufnahme aber nicht schaden.

Mit diversen Freunden und Tech-Review Mitarbeitern haben wir den direkten Test gemacht und können schon vorab sagen: Wir wurden besser verstanden als mit unserem Sennheiser PC161. Abweichungen der Position des Mikrofons machen hier nur sehr geringe Unterschiede in Sachen Stimmenqualität.

Wir werden aber noch einmal konkreter: trotz einer Straße als unmittelbares Nerv- und Nebengeräusch, setzte sich unsere Stimme stets davon ab. Laute Atmung ist durch das Mikrofon, aufgrund der vorteilhaften Positionierung, nicht zu hören. Eine zusätzliche Rauschunterdrückung war in unserem Test nicht nötig, da alle Aufnahmen klar und deutlich wahrgenommen wurden.

In puncto Sprachqualität sind wir also sehr angetan von SteelSeries Siberia v2 und ziehen es definitiv einem Sennheiser PC161 vor.

Praxistest Musik

Kommen wir zum zweiten, sehr wichtigen Punkt, die Audiowiedergabe. In diesem Unterpunkt behandeln wir die Ausgabequalität der Musik.

Wenn man nur auf das Datenblatt schaut, wirkt das Siberia v2 recht imposant im Vergleich zu früheren Modellen, im Vergleich zu Headsets anderer Marken jedoch wieder relativ schwach ausgestattet. Es gibt kein Surround-Sound, kein Force-Feedback und auch keine Software. Dennoch verspricht SteelSeries einen kristallklaren Sound.

Das Siberia kann mit seinen 50mm Lautsprechern für einen sehr guten Klang sorgen und das ist ja das, was zählt. Die Bässe sind teilweise ein wenig schwach, etwa bei Hardcore/Hardstyle Musik. Der Sub-Bass, als Hintergrundmusik eingespielt gleicht es dafür aber wieder aus - für ein Headset klingt der Bass im Großen und Ganzen jedenfalls sehr gut.

Die Mitten wurden präzise wiedergegeben. Streich- und Zupfmusik kommen in "Down by the Hillside" von Fiddler's Green sehr exakt rüber. Bei der Wiedergabe von Gorillaz "White Flag" wurden wir von einer perfekten Darstellung der Trommeln und Streichinstrumente im Intro überrascht. Danach setzt der Bass sehr präzise ein.

In "Veriset Aparat" der finnischen Band Korpiklaani stellen wir jedoch fest, dass Folk-Metal solange gut dargestellt wird, wie Streichinstrumente gespielt werden. Der eigentlich harte Gitarrenpart wirkt ein wenig dumpf. Verwunderlich, denn Oasis' Dauerbrenner "Wonderwall" wird auf der Akustikgitarre perfekt dargestellt.

Insgesamt gesehen, kann das Siberia v2 jedoch im Sektor Musik überzeugen.

Praxistest Filme

Im Sektor Film bestätigt sich so gut wie perfekte Stimmenwiedergabe. Der Bass könnte druckvoller sein, liefert aber auch so schon genug Power für ein Headset. Wer also gerne mal in Ruhe einen Film schauen möchte und seine Nachbarn dabei nicht ärgern mag, der kann auf das Siberia v2 bauen.

Praxistest Spiele

Durch den fehlenden Surround-Sound ist die Gegnerortung in Spielen wie "Counter-Strike" oder "Sniper - Ghost Warrior" nicht 100 Prozentig präzise, reicht aber aus um die Entfernung auf ein paar digitale Meter abzuschätzen.

In Rennspielen wie dem neuen Need for Speed kommen die Motor- und Umgebungsgeräusche sehr gut zur Geltung. Ein brummender Bass verzückt hier den User. Die Tiefe, die das Headset in Spielen wie "Arcania: Gothic 4" oder "Call of Duty 6" bietet, haben wir uns bei unserem Sennheiser PC161 nicht vorstellen können - man ist mittendrin.

Im wohl wichtigsten Sektor für SteelSeries kann das Headset auch am meisten punkten - nur der fehlende Surround-Klang trübt das Gesamtbild.

Kai-Hendrik Schroeder meint …

Kai-Hendrik Schroeder

Zwar hat das Siberia v2 viel Konkurrenz in seinem Preisbereich zwischen 60 und 80 Euro, doch kann es sich gut behaupten. Natürlich liefern diverse Headsets mit Raumklang eine bessere Ortung und sind für Profi-Spieler wohl empfehlenswerter. Für "Normalos" reicht die Ortung in Ego-Shootern, Sport-/Renn-/ und Rollenspiele werden ebenfalls stark dargestellt.

Das in drei verschiedenen Farben erhältliche Headset lädt auch zu einer abendlichen Filmsession ein und ebenso das Musikhören beim Arbeiten oder unterwegs ist ein Genuss. Herausragend ist das Mikrofon, die glasklare Stimmenwiedergabe und Abschirmung von Nebengeräuschen.

Schlussendlich tragen die gute Verarbeitungsqualität, das Design und das geringe Gewicht zu einem angenehmen Tragekomfort bei.

  • Positiv
  • Edle Optik und saubere Verarbeitung
  • Sehr hoher Komfort
  • Tolle Kabelummantelung
  • Ausgewogener, feiner Klang besonders in Mitten
  • Sehr gutes Mikrofon
  • Neutral
  • - / -
  • Negativ
  • Nicht optimale Aufteilung der Kabellängen
  • Teils schwacher Bass in Film und Musik
  • Nichts für große Ohren/Köpfe

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