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Tech-Review.de

  • Mittwoch, 01. Dezember 2021
Creative Pebble v3

Creative Pebble v3: Runde Stereolautsprecher im Kompaktformat

Ein PC ohne Soundausgabe ist auch nur die halbe Miete, sei es bei diversen Hinweisen seitens des Betriebssystems oder das neueste Katzenvideo im Internet, ohne Ton fühlt es sich allerdings komisch an. Doch nicht jeder Rechner bietet von Haus aus bereits einen integrierten Lautsprecher an oder aber die verbauten Lösungen erzeugen, was die Qualität der Tonausgabe anbelangt, geradezu Retrogefühle an die späten 90er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts, als lediglich blecherne Töne das PC-Gehäuse verließen. Um nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen zu schießen und für viel Geld eine vollausgestattete HiFi-Anlage in den Raum aufzustellen, nur um endlich Benachrichtigungen des OS hören zu können, gibt es einen Markt für preiswerte, aber qualitativ ansprechende Geräte. In diesen Bereich will Creative mit der mittlerweile dritten Version der Pebble-Lautsprecher auftrumpfen. Diese verfügen neben der zwei 5,7 Zentimeter großen Treibern in runden Satellit-Gehäusen mit einer kombinierten Maximalleistung von 16 Watt auch über die Möglichkeit, sowohl per USB-C, 3.5mm AUX oder Bluetooth-Schnittstelle angesteuert zu werden. Zudem verspricht der Hersteller eine einfache Bedienung. Abgerundet wird das Paket durch den Preispunkt von 38 Euro (Stand: 30.09.2021).

Wie gut diese Kombination funktioniert, erfahrt ihr auf den nächsten Seiten. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Lieferumfang

Die Verpackung besitzt ein schlichtes Farbdesign in Weiß mit einem orangen Zierstreifen auf Vorder-, Ober- und Rückseite, wirkt aber durch die zahlreichen Aufdrucke, Texte sowie eine große Beispielgrafik für die Verwendung am Laptop auf der Front keineswegs leer. Auf allen erwähnten Flächen ist zudem jeweils der Herstellername, Produktbezeichnung sowie ein kurzer Hinweis über die Pebble v3, dass es sich um Lautsprecher handelt, zu finden. Der Deckel zeigt mittig eine Abbildung beider Lautsprecher sowie rechts eine Aufzählung, versehen mit kleinen Piktogrammen, der wichtigsten Eigenschaften und Besonderheiten. Vier der für Creative bedeutendsten Features stellt die Rückseite in insgesamt sechs verschiedenen Sprachen vor, darunter die Bluetooth-Funktion und den Gain-Schalter für eine zuschaltbare Verstärkung.

Zum Schutz vor Transportunfällen hat Creative beide Lautsprecher in einer Luftpolsterfolie eingewickelt und so sicher in der Verpackung untergebracht- Durch diese Maßnahme, und dem stabilen Karton, erreichten uns die Pebble v3 auch in einwandfreiem Zustand. Der Lieferumfang fällt eher schmal aus, wir freuen uns jedoch über den beigelegten USB-C auf USB-A Adapter, welcher uns für den Anschluss an Netzgeräten oder älteren PCs als sehr sinnvoll erscheint. Wir vermissen jedoch ein AUX-Kabel. Ansonsten gibt es noch eine Schnellstartanleitung sowie mehrere Beipackzettel mit rechtlichen Hinweisen.

Technische Daten

Hersteller Creative
Modellbezeichnung Pebble v3
Abmessungen (BxHxT) 123 x 120 x 118 mm
Verbindung USB-C, AUX, Bluetooth 5.0
Lautsprecher Zwei 5,7 cm Treiber, zwei passive Strahler
Leistung 8 Watt (Spitze: 16 Watt)
Frequenzbereich 100-17000 Hz
Bedieneinheit Lautstärkeregler, Modi-Schalter, Gain-Schalter
Anschlüsse USB-C mit 1,2 Meter Kabel, AUX-Buchse
Gewicht 670 Gramm
Zubehör USB-C auf USB-A Adapter
Preis ~ 38 Euro
Garantie 2 Jahre (Hersteller)

Mit ihren Außenmaßen von 123 x 120 x 118 Millimeter (je Satellit) sind die Pebbles ausreichend kompakt, um auf nahezu allen Tischen ihren Platz zu finden. Die hell kupferne Farbe der 57-mm-Treiber sind praktisch das Einzige, was sich von dem sonst dunklen, schwarz-grauen Design hervorhebt. Dieses dafür jedoch sehr stilbewusst. Sämtliche Kabel, wie der 1,2 Meter lange USB-Anschluss oder die 1,35 Meter Verbindung zwischen den beiden Lautsprechern, sind bereits fest mit dem jeweiligen Gehäuse verbunden und können nicht abgesteckt werden. Sie sind jedoch flexibel ausgeführt und lassen sich daher gut verlegen. Die Länge ist grundlegend ausreichend, um sie bei einem größeren Tisch weiter auseinander stellen zu können. Jedoch mag, bedingt durch die Position der nächsten Steckdose, das USB-Kabel ein Stück zu kurz sein.

Die USB-Audioleistung der Pebbles V3 versprechen im Vergleich zum Vorgänger zudem nochmal verbessert worden sein, sodass bei einem höheren Ausgangspegel keine Verzerrungen mehr auftreten sollen. Die größeren 57-mm-Treiber liefern mit 50% lauterem Audiopegel eine viel höhere Klangintensität ab. Stromversorgung und Audio läuft komplett über USB-C. Ihr habt kein USB-C? Das macht nichts, denn wie wir schon beim Auspacken sehen konnten, hat Creativ natürlich auch einen passenden Adapter zu USB-A hinzugelegt. Damit ist ein Anschluss an einen normalen Netzstecker problemlos möglich.

Am rechten Satelliten (die Basisstation) befindet sich der Lautstärkeregler, welcher ebenso als Power-Schalter fungiert. Dreht man ihn komplett nach links, schalten sich die Lautsprecher aus. Dreht man ihn nach rechts, schalten sie sich an und die Lautstärke steigt. Eine kleine, blaue respektiv grüne LED neben dem Drehregler zeigt den AN/AUS-Status an. Rechts des Reglers befindet sich der kleine Bluetooth-Knopf (hierzu später mehr bei "Aufbau und Inbetriebnahme"). Rückseitig ist zudem auch der AUX-Anschluss für weitere externe Audioquellen.

Ebenfalls dort befindet sich jeweils eine weitere schwarze Scheibe. Das sind die passiven Radiatoren, welche die Funktion haben, etwas mehr Schwung, also Leistung und Resonanz, aus kleineren Soundsystemen zu holen. Diese werden selbst nicht mit Strom versorgt, sondern von dem internen Luftdruck der Front-Treiber in "Aktion gesetzt", um den kleinen Pebbles bei niedrigeren Oktaven einen zusätzlichen Schub des Klanges zu geben.

Die Schräge der Treiberfläche wurde in einem 45°-Winkel angesetzt. In den meisten Fällen sind sie somit nämlich nicht nur ideal in Richtung der Ohren ausgerichtet, sondern auch passend, um von ihrer Standposition den Klang im Raum zu verteilen.

Unterseite des rechten Sateliten mit Gain-SchalterAuf der Unterseite der Basisstation entdeckt man den GAIN-Schalter. Dieser aktiviert den Hochverstärkermodus zur Pegeloptimierung. Die Akustikleistung bietet dann 8 Watt RMS mit einer Spitzenleistung von bis zu 16 Watt. Hiermit möchte Creative gewährleisten, dass ihr auch Musik und Filme mit einem unverzerrten und knackigen Sound genießen könnt. Für einen stabilen und rutschfesten Stand sorgt ein breiter Gummiring auf der Standfläche.

Setup

Unabhängig von Einsatzort und Verwendungszweck ist die Inbetriebnahme ein Kinderspiel, beziehungsweise nicht aufwendiger als bei anderen Lautsprechern. Am einfachsten geht es natürlich, wenn sowohl der Strom als auch die Audiodaten direkt über den USB-C Anschluss kommen. Das könnte beispielsweise von einem Laptop sein oder der Standrechner, wir konnten im Test jedoch auch ein Android 11 Smartphone problemlos dazu überreden, sowohl die Energie als auch die Ausgabe über die Pebbles abzuwickeln. Im Vergleich dazu ist die Verbindung über den 3,5mm Klinkenanschluss insofern aufwendiger, da hier kein entsprechendes Kabel beiliegt und zudem der Strom noch immer angesteckt werden muss. Generell muss bei dem Bluetooth- und AUX-Modus immer eine Stromversorgung per USB erfolgen. Daher wären hier dann zwei Stecker notwendig. In beiden Fällen leuchtet die Status-LED links des Lautstärkereglers in einem blassen Türkis.

Letztgenannter Punkt gilt auch für die Verbindung per Bluetooth, nach einem kurzen Druck auf den kleinen Knopf rechts des Reglers wechselt die LED in schnell blinkendes Grün über und zeigt damit den aktivierten Pairing-Modus an. Nach der Kopplung pulsiert das Lämpchen langsam in derselben Farbe. Die Wiederverbindung mit einem bereits gekoppelten Gerät funktioniert unserer Erfahrung nach zuverlässig und schnell.

Bedienung

Dank der wenigen Bedienelemente, welche zudem meistens selbsterklärend sind, gilt hier dieselbe Maxime wie beim Setup: Es ist ein Kinderspiel. Der Lautstärkeregler dient ebenfalls als Ein-/Ausschalter, ganz nach links gedreht kümmert er sich, mit einem unüberhörbaren Klick, um den Stromfluss. Der kleine Schalter mit dem Bluetooth-Symbol rechts davon schaltet durch die gleichnamige drahtlose Verbindung und der kabelgebundenen Verbindung durch. Praktisch ist, dass die Lautsprecher automatisch erkennen, ob die Audiodaten per USB oder Klinke geliefert werden und entsprechend auswählt, wenn Bluetooth nicht gewünscht ist.

Zuletzt findet sich auf der Unterseite des rechten Lautsprechers der bereits erwähnte "Gain"-Schalter, über welchen eine Verstärkung zuschaltbar ist. Creative empfiehlt hierfür eine Stromversorgung von mindestens 10 Watt, das entspricht 5 Volt bei 2 Ampere bei gängigen Netzsteckern. Bei einer Unterversorgung kann es zu einer verringerten Lautstärke kommen.

Hinweis vorweg: Bevor wir uns dem wohl wichtigsten Teil des Testberichtes widmen, möchten wir darauf hinweisen, dass die Beurteilungen bezüglich der wahrgenommenen Klangbilder subjektiv betrachtet werden sollte. Da jeder Mensch Klänge unterschiedlich angenehm - oder eben unangenehm wahrnimmt, müssen die wertenden Aussagen des Redakteurs als persönliche Ansicht angesehen werden. Zudem möchten wir anmerken, dass der Praxistest ohne entsprechend teurem Equipment durchgeführt wurde, sondern mit Geräten, die eher dem normalen Umfeld und Nutzungsbereich des Produktes entsprechen. Als Hauptquelle der Signale dient der private Laptop des Redakteurs, für die Bluetooth-Verbindung das Smartphone, ein Xiaomi Poco X3 mit ArrowOS 11, einer auf Android 11 basierenden Custom-ROM. Die Testumgebung entspricht der eines realen Einsatzumfeldes in einem geschlossenen Raum, daher für eine Bewertung zur Benutzung im Alltag auch gut geeignet.

Musik-Test

Unser Audiotest

Wir haben uns für eine aussagekräftige Beurteilung der Musikwiedergabe diverse Titel aus den verschiedenen Genres ausgesucht und wollen hierbei auf die Stärken und Schwächen der Creative Pebble v3 eingehen. Folgende Musiktitel haben wir uns beim Test angehört, um soundtechnisch ein breites Spektrum abdecken zu können:

  • Beethoven - 9. Sinfonie - Letzter Satz (Ode an die Freude, Europahymne)
  • Howard Shore - Concerning Hobbits (Lord of the Rings Soundtrack)
  • Hans Zimmer - Cornfield Chase (Interstellar Soundtrack)
  • Adele - Rolling in the Deep
  • Rise Against - Savior
  • Papa Roach - Last Resort
  • Green Day - Holiday / Boulervard of Broken Dreams
  • Hardwell - Spaceman
  • Dimitri Vegas & Like Mike - Mammoth
  • Bring Me The Horizon - Throne
  • Ozzy Osbourne - Crazy Train

Beurteilung

Die Pebble v3 liefern ein unaufgeregtes, aber angenehmes Klangerlebnis mit leichten Schwächen in der Bassdarstellung, was jedoch aufgrund der kleinen Treiber und einem nicht vorhandenen Subwoofer soweit keine Überraschung ist. Gut gefiel uns hierbei die Darstellung von Stimmen als auch von sanfteren Tönen, lediglich hinter besonders kräftigen Instrumenten fehlt dann doch das gewisse Etwas, um wirklich überzeugend zu wirken. Beispielsweise kommt die Bass Drum in Rock und Metal immer wieder etwas zu kurz oder der Drop bei EDM ist nicht so kräftig, wie man es gewohnt sein mag. Dennoch eignen sich die Pebble v3 für die Musikwiedergabe und wissen hier bei ihrem Preis zu überzeugen.

Für die Wiedergabe von Webvideos, Livestreams und ähnlichem überzeugt uns der heutige Testkandidat ebenfalls vollends. Auch für die meisten gestreamten Inhalte reichen die Lautsprecher, dank der guten Stimmwiedergabe, völlig aus, nur auf knallige tiefe Tonlagen muss wiederum verzichtet werden. Als ernstzunehmende und ausgewogenere Alternative zu den Laptoplautsprechern beim gemütlichen Serienschauen taugen die Pebble v3 allemal was.

Simon Sternbauer meint …

Simon Sternbauer

Für nicht einmal 40 Euro, ohne Versandkosten, bieten die Creative Pebble v3 ein gutes Gesamtpaket und wenig Angriffsfläche für schwerwiegende Kritik. Nebst einem optisch gelungenen Design, welches sich in schlichte Office-Umgebungen gut eingliedert und auf keinen Fall übertrieben auffällig ist, weiß auch die Anschlussvielfalt und Bedienung zu überzeugen. Die einfachste und komfortabelste Funktion ist die Verbindung über USB-C an einem passenden Anschluss an Laptop, Standrechner oder sogar einem Smartphone. Alternativ stehen auch Bluetooth 5.0 und die Möglichkeit per AUX mit 3.5 mm Klinke zur Verfügung, hierbei muss aber der Strom separat über den USB-Anschluss zugeführt werden. Passenderweise liegt hierfür auch ein USB-A Adapter bei, womit die Kompatibilität zu den meisten Netzsteckern gesichert ist. Einzig allein das fehlende AUX-Kabel vermissen wir, da nicht jede(r) so eines zu Hause frei herumliegen hat, das würde den Lieferumfang komplettieren.

Klanglich lassen die Lautsprecher wenig Raum für Kritik, nur der Bass ist weniger satt und eindrücklich, als wir es uns gewünscht haben. Im Gegenzug entschädigt aber eine gute Stimmwiedergabe sowie ein ausgewogenes Gesamtbild bei den restlichen Frequenzanteilen. Für alltägliche Dinge wie Videokonferenzen, YouTube-Videos oder die neuste Netflix-Serie ist das mehr als ausreichend und weiß zu überzeugen, allem voran im Vergleich zu den verbauten Lautsprechern in vielen Laptops, Monitoren und Smartphones.

Wer auf Bluetooth verzichten kann, für den lohnt sich der Blick auf die Vorgänger Pebble v2, welche bereits ab 25 Euro erhältlich sind. Wer doch nach etwas mehr Bass verlangt, könnte sich das Modell Pebble Plus ansehen. Hier steht neben den beiden Lautsprechern desselben Designs noch ein kleiner Subwoofer für die Sounderzeugung zur Verfügung. Bluetooth ist auch hier nicht zu finden, mit 28 Euro jedoch erneut deutlich preiswerter als die Pebble v3.

  • Positiv
  • Gutes Klangbild
  • Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • Einfaches Setup und Bedienung
  • USB-C auf USB-A Adapter im Lieferumfang
  • Hübsches Design mit unauffälliger Farbkombination
  • Neutral
  • Schwächen in der Bass-Darstellung, jedoch nicht gravierend
  • Negativ
  • Kein AUX-Kabel mit dabei

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