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Tech-Review.de

  • Mittwoch, 05. August 2020
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Wavemaster MOODY BT 2.1

Wavemaster MOODY BT 2.1: ein günstiges Soundsystem

Einleitung

Noch vor gut 10 Jahren war es üblich neben dem Monitor lediglich zwei kleine Lautsprecher zu nutzen, oder jene sogar direkt im Bildschirm integriert zu haben. Natürlich konnte man bei solchen Modellen keinen guten Sound erwarten, dies war damals aber oftmals auch nicht nötig. Zumeist gab es in der Wohnung eine Baustein- oder Kompaktanlage die diesen Job übernahm - jedenfalls meistens. Inzwischen hat sich diese Einstellung gewandelt und der Trend geht heutzutage immer mehr dahin, bei der Zusammensetzung eines neuen Computersystems auch gleich passende Audiohardware zu erwerben, welche dem Nutzer ein gutes Sounderlebnis am Rechner beschert. Diese Entwicklung ist nicht verwunderlich, denn die PCs haben aufgrund ihrer immer leistungsstärkeren Komponenten die externen Geräte wie z.B. DVD-Player teilweise komplett ersetzt. Dabei ist die Qualität der Medienwiedergabe kontinuierlich besser geworden und so bedarf es für den Musik- oder Filmgenuss auch einer guten Ausgabequelle in Form einer qualitativen Anlage.

Jener Bereich ist das Arbeitsumfeld unseres heutigen Testkandidaten, das MOODY BT 2.1 der Firma Wavemaster - ein Soundsystem bestehend aus zwei Satelliten und einem Subwoofer mit Bass-Reflex-Technologie. Sicherlich kann man mit einer 2.1 Konfiguration keinen klar definierbaren Raumklang erwarten, dazu fehlen diesem System einfach mindestens zwei weitere Lautsprecher um das Rundum-Gefühl zu realisieren, aber es ist perfekt für Anwender die ihren Fokus eher auf Musik- oder Sprachwiedergabe legen, als auf Filme samt richtungstreuer Wiedergabe - wie es zum Beispiel bei einem 5.1-System möglich wäre.

Toll finden wir, dass der Hersteller Wavemaster seine Produkte nicht einfach immer neu erfindet, sondern jene Modelle kontinuierlich weiterentwickelt. So gab es das Moody vor einiger Zeit bereits schon zu kaufen, allerdings ohne den Präfix "BT" und ist mit dieser Revision nun neu aufgelegt.

Das Gespann punktet dabei nicht nur mit einem günstigen Preis von rund 100 Euro, sondern bringt tolle Features wie die kabellose Signalübertragung über Bluetooth und einer Gesamtleistung von stolzen 65 Watt (RMS) - gesplittet sind das je Satellit 15 Watt und für den Subwoofer nochmal 35 Watt obendrauf, gepaart mit einem Frequenzbereich zwischen 30 Hz - 20 kHz. Des Weiteren bekommt der Käufer neben einer kabelgebundenen, stylisch sehr ansprechenden Bedieneinheit auch noch Anschlussmöglichkeiten für zwei 3,5 mm-Klinkenstecker (Line-In) an der Steuerung, als auch an der Rückseite des Subwoofers direkt. Alles als reines Stereosignal. Optisch ist das Set komplett in Schwarz gehüllt und setzt mit Zierrahmen oder Markenname kleine Akzente. Dabei ist das System so konzipiert, dass es sich bequem im Schrank, unter dem Tisch oder im Regal verstauen lässt, also sehr kompakt ist.

Was das MOODY aber nun im Kern zu bieten hat, ob uns der Sound überzeugen kann und wie es um die allgemeine Qualität bestellt ist, klären wir für Euch auf den nächsten Seiten. Viel Spaß beim Lesen!

Lieferumfang

Die Soundanlage kommt sicher verpackt in einem weißen Karton zum Kunden, der neben diversen Abbildungen vom Produkt selbst, auch über die Kernfeatures des Systems sowie über die technischen Daten informiert. Hierbei sticht besonders ein blauer Aufkleber ins Auge, der mit dem Text "Wireless Streaming Bluetooth" auf die Möglichkeit der kabellosen Signalübertragung per Bluetooth hinweist. Eine Funktion, die dieses aktualisierte MOODY-System vom Vorgänger klar abhebt. Denn das reine MOODY 2.1 System kam vor ein paar Jahren ohne ein derartiges Feature zum Kunden, kann jedoch über einen optionalen, nur 25 Euro teuren Kauf der Streamport-Bedieneinheit erweitert und so ebenfalls zur Bluetooth-Empfangsstation umgebaut werden. Sehr clever!

Hat man den Karton erst einmal geöffnet, fällt direkt die sichere Verpackungsweise auf. Hier setzt Wavemaster auf eine Hartschalenhülle, bei der die Einzelteile zu jeder Seite hin über genügend Luft verfügen, sodass ein eventueller Stoß von außen keinen Schaden anrichten kann. Zudem zentriert dies alles in der Verpackung und hält es an seinem vorgesehenen Platz. Die beiden Satelliten-Lautsprecher sowie der Subwoofer selbst sind darüber hinaus zum Schutz vor Kratzern mit einer weichen Schutzhülle ummantelt - sehr schön! Alles was beim Transport, also z.B. auch lackmäßig Schaden nehmen könnte, wurde an dieser Stelle sehr sicher verpackt. Die Kabel sind indes in einer einfachen Tüte verstaut und befinden sich beim Auspacken in einer vorgefertigten Ablagemulde in der oberen Hartschale.

Im Detail sind im Lieferumfang also zwei Satelliten enthalten, der große Subwoofer, eine Fernsteuerung aka Streamport, ein Kabel mit beidseitigen 3,5 mm Klinkenstecker und zum Schluss noch ein 3,5 mm Klinkenbuchse-zu-Cinchstecker-Adapter. Weiter gibt es noch zwei mehrsprachige Bedienungsanleitungen dazu, eine für das Wavemaster MOODY Set an sich und eine speziell für den Streamport, also der Bluetooth-Steuerung innerhalb der Fernbedienung.

Lieferumfang im Detail:

  • Subwoofer
  • 2x Satellitenlautsprecher inkl. Anschlusskabel
  • kabelgebundene Fernbedienung „Streamport“
  • 1 Kabel; 3,5 mm Stereo-Klinkenstecker -> 3,5 mm Stereo-Klinkenstecker
  • 1 Adapter; 2x Cinch Stecker -> 3,5 mm Stereo-Klinkenkupplung
  • Gebrauchsanweisung

Technische Daten

Damit das Musikerlebnis natürlich Freude bereitet und sich die investierten 100,- Euro lohnen, muss die Kennleistung einfach passen. Was nützt einem schließlich eine optisch perfekte Anlage, wenn nur ein leises Quieken zu hören ist? Sprich: Es muss auch ordentlichen Musik in einer entsprechenden Qualität wiedergeben werden können. Das Soundsystem kommt hierzu mit zwei mal 15 Watt bei den Satelliten, sowie einmal 35 Watt Ausgangsleistung (RMS) beim Subwoofer daher, was für so ein kleines System durchaus eine gute Leistung darstellt, aber nicht zum redaktionellen Höhenflug führt. Hierbei verfügen ebengenannte Komponenten über eine Impedanz von üblichen 4 Ohm, der 3-kanalige Verstärker ist dabei im Woofer verbaut und besitzt ein integriertes Netzteil, welches per Netzschalter komplett vom Strom getrennt werden kann.

Das MOODY verfügt über mehrere Audioeingänge, darunter zwei mal Line-In (1&2) sowie über eine integrierte Bluetooth-Funktion, mit der der Anwender in der Lage ist, seine digitalen Musikstücke direkt vom Smartphone, PC, oder Tablet per Bluetooth-Verbindung auf das Soundsystem zu streamen - damit also komplett kabellos. Zum Anschluss der Line-In-Kanäle stehen hierbei zwei 3,5 mm Stereo-Klinkenstecker sowie Cinch zur Verfügung, ein passendes Adapterkabel ist ebenfalls vorhanden. Und weil die Anzahl an Unterhaltungselektronik in deutschen Heimen stetig steigt, sie zugleich aber auch immer energiesparender sein müssen, hat Wavemaster an dieser Stelle vorgesorgt und dem Soundsystem einen echten Standby-Modus verpasst, der über die verbundene Bedieneinheit "Streamport" aktiviert werden kann und weniger als 0.5 Watt verbrauchen soll. Wem dies dennoch zu viel ist, der kann direkt am Woofer das komplette System über einen normalen Hauptschalter ausschalten. Dazu muss der Anwender jedoch hinter den Subwoofer greifen, was im Regal oder unterm Schreibtisch schon lästig werden kann. Später im Test überprüfen wir für euch natürlich mit einem Energiemessgerät den tatsächlichen Verbrauch sowohl im Standby als auch bei normaler und maximaler Nutzung.

Technische Daten:
Hersteller Wavemaster
Modellbezeichnung MOODY BT 2.1
Lautsprecher: Subwoofer 16,5 cm Langhub-Tieftöner
Satelliten 7 cm Breitbandlautsprecher mit Phase-Plug
Verstärker: integriert (3 Kanäle)
Ausgangsleistung: Subwoofer 35 Watt
Satelliten 2 x 15 Watt
=> 65 Watt RMS
Frequenzbereich: Subwoofer 30 - 150 Hz
Satelliten 150 - 20.000 Hz
Impedanz: Subwoofer 4 Ohm
Satelliten 4 Ohm
Eingangsempfindlichkeit: Line-1 Subwoofer 500 mV
Line-2 Bedieneinheit 250 mV
Bedieneinheit: mit On/Standby, Lautstärkeregler, Umschalter Bluetooth/Line, Kopfhöreranschluss (verstärkt) und Line-In - jeweils 3,5mm Klinke
Bluetooth: A2DP Standard für kabellose, digitale Signalübertragung (ab BT 2.1)
Satellitenlautsprecher: kompakte Bauweise mit Wandaufhängung, abnehmbaren Schutzabdeckungen und 3m Anschlusskabel
Subwoofer: Holzgehäuse mit Bassreflex-Technologie, Bassregler, Höhenregler und Netzschalter
Netzteil: intern, 100-240 Volt ~ 50/60 Hz, 0.7 A max., Standby Power <0.5 W (230 V)
Anschlüsse: 2 x 3,5 mm Stereo Klinkenstecker, Cinch (Ausgang), Bluetooth
Max. Stromverbrauch: 85 Watt
Maße (BHT): Satelliten = 90 x 145 x 103 mm
Subwoofer = 245 x 248 x 275 mm
Bedieneinheit (Ø x H) = 70 mm x 35 mm
Preis ~ 100 €
Garantie 2 Jahre (Händler)
Produktseite MOODY BT 2.1
Preisvergleich Geizhals Deutschland
Herstellerangabe

Das Soundsystem im Detail

Das MOODY BT ist allgemein äußerst kompakt gestaltet, komplett in Schwarz getaucht und kommt mit einem sehr platzsparenden Subwoofer zum Kunden. Beim Vorgänger hat man auf Silber als vorherrschende Farbe, sowohl bei den Satelliten als auch bei der Gestaltung des Subwoofer-Gehäuses gesetzt, was vielen Leuten aber wohl nicht mehr zeitgemäß vorkam - zumindest hat der Hersteller dieses Design mit der neuen Version farblich auf modern getrimmt. Der aus MDF-Holz gefertigte Woofer ist mit seinen Abmaßen von 24,5 x 24,8 x 27,5 Zentimetern (B x H x T) beinahe quadratisch und bringt lediglich runde 4 Kg auf die Waage, das verglichen mit ähnlichen Soundanlagen eher in Richtung Leichtgewicht tendiert. Durch eben dieses geringe Gewicht ist das Handling sehr angenehm und man muss sich keine Sorgen darüber machen, ob ein nicht so stabiles Regal unter der Last eventuell zusammenbricht.

In der Front des Würfels werkelt ein 16,5 cm großer Langhub-Tieftöner, der mit einem ebenfalls vollständig in schwarz lackiertem Lochraster als Frontblende samt Zierrahmen verkleidet wurde. Abgesehen von eingebrachten Stanz-Akzenten im Gitter ist die Front sehr dezent designt. Dieses "Understatement" setzt sich auch über die abgerundeten Kanten fort, welche vom aufgebrachten Furnier nahezu perfekt miteinander verschlossen wurde, sodass nur minimale Spalten und unter genauerer Betrachtung an den Stößen zu erkennen sind. Die Oberseite erhält durch diese modernen Kanten rundum einen kleinen Rahmen und wirkt leicht nach oben "gezogen", sodass man hier auch ohne Probleme leicht rollende Dinge ablegen könnte. Als einziges Designelement setzt Wavemaster in diesem Bereich auf einen am Rand befindlichen Aufdruck des Firmennamens in weißer Schriftfarbe.

Damit die entstehenden Gehäuse-Vibrationen nicht direkt auf den Untergrund übertragen werden, setzt der Hersteller an der Unterseite auf vier kleine Filz-Puffer. Jene sorgen für einen sicheren Stand, dienen als Vibrationsentkopplung und erlauben es aber dennoch das Gespann z.B. unterhalb des Schreibtisches auf einem glatten Boden hervorzuziehen - z.B. um ans Bedienfeld auf der Rückseite zu gelangen. Die Rutschfestigkeit ist also eher beschränkt. Je nach eingesetzten Untergrund ist diese mal besser, mal schlechter.

Auf der Rückseite befinden sich der Bassreflexkanal, welcher einem besseren Tiefgang und Pegel erlaubt, sowie alle Anschlussbuchsen für die Audioquellen. Das eingebaute Reflexrohr ist mit einer Randwölbung gestaltet, die sehr modern wirkt und zugleich hochwertig verarbeitet scheint. Darüber hinaus ist hier das Typenschild angebracht, welches einen kleinen Einblick über wichtige technische Detail preisgibt.

Die Rückseite des Subwoofers

Rechtsseitig montiert ist, wie eben schon genannt, das komplette Anschlussfeld samt Verstärker untergebracht. Im oberen Abschnitt gibt es hierbei zwei Regler (Bass, Treble), mit dem der Anwender die Intensität sowohl des Basses als auch von den Höhen her regulieren kann. Diese Regler sind optisch ansprechend gestaltet und haben einen sehr angenehmen Schwergang samt spürbarer Endposition, welche damit auf der einen Seite die Feinjustierung erleichtert und zugleich das ungewollte Überdrehen verhindert. Darunter ist dann die erste Line-In Buchse zu sehen, was zugleich die Haupteingangsquelle für das Audiosignal darstellt. Ebenfalls einen Stock tiefer wird das sogenannte Streamport, also die kabelgebundene Bedieneinheit eingesteckt. Die beiden Satelliten werden über Cinch-Stecker, welche an den Anschlusskabeln der beiden Lautsprecher angebracht sind, mit dem Subwoofer und damit auch mit dem Verstärker verbunden. Ganz unten ist dann noch der Hauptschalter zu sehen, über den die komplette Anlage deaktiviert und so vom Strom getrennt werden kann.

Was anschlusstechnisch eher enttäuscht, ist, dass es keinen optischen Signaleingang (S/PDIF über TOSlink-Kabel) an der Anlage gibt oder gar einen HDMI-Port. Zugegeben, gerade letztgenanntes ist aktuell eher in höherpreisigen Modellen vorzufinden und daher noch zu verschmerzen, allerdings fällt zumindest der optische Anschluss bei Audioanlagen und vielen weiteren Geräten bereits unter den normalen "Standard". Viele PC-Mainboards bieten inzwischen direkt auf beim I/O-Shield ab Werk entsprechende Anschlüsse an. Wieso an dieser Stelle gerade beim universell einsetzbaren MOODY drauf verzichtet wurde, ist nicht verständlich. Das Fehlen dieser Option lässt den Anwendungsbereich doch schon ein wenig schrumpfen. Wer das Soundsystem z.B. für seine Spielekonsole nutzen möchte, hat bei der aktuellen PlayStation4 schon mit Einschränkungen zu kämpfen. Hierbei bestünde nämlich nur die Möglichkeit das Gerät über Bluetooth zu koppeln. In einigen Fällen gibt es aber Anwender, die bereits eine nicht geringe Anzahl weitere BT-Geräte mit der Konsole gekoppelt haben und es dadurch zum Teil miteinander zu Inkompatibilitäten kommt. Oder aber die maximale Anzahl, also das Limit an der Konsole koppelbaren Geräten wurde erreicht. Wäre eines der beiden Szenarien der IST-Fall, gäbe es keine weitere Möglichkeit das Soundsystem anderweitig zu verbinden.

Weiteres Beispiel: Bei der XBox One könnte der Anwender beide Geräte nur mit Hilfe eines optional erhältlichen Audiokonverters, also eines Adapters mit dem MOODY verwenden, da bei der Konsole lediglich die Schnittstellen "S/PDIF" und "HDMI" für die Tonausgabe mit an Bord wären. Bluetooth wird nicht unterstützt. Dieses ist der gröbste und bisher auch einzige Kritikpunkt, den wir bis hierhin festgestellt haben. Es wäre also mehr als kundenfreundlich, wenn in einer eventuellen nachfolgenden Revision 3.0 zumindest die optische Schnittstelle integriert werden würde.

Bei den Satelliten handelt es sich um Kunststoff-Gehäuse, die einen eingelassenen, sieben Zentimeter großen Breitbandlautsprecher mit sogenanntem Phase-Plug in der Mitte besitzen, welche je 15 Watt Ausgangsleistung (RMS) für die mittleren bis hohen Töne bereitstellen können. Trotz ihrer geringen Größe von 9,0 x 14,5 x 10,3 Zentimetern ist dies schon mehr Power als es andere Soundsysteme bzw. deren Satelliten mit oftmals nur 7 oder 9 Watt Ausgangsleistung im angestrebten Preissegment aufweisen. Für die optimale Ausrichtung auf dem Tisch oder im Regal - nämlich leicht nach oben - sind die ebenfalls in schwarz lackierten Lautsprecher vorne auf zwei spitz-zulaufende Füße gestellt, welche am Ende aus Gummi gefertigt worden sind und ebenfalls als Vibrationsschutz als auch für eine bessere Rutschfestigkeit sorgen sollen. Gleichzeitig bietet die Rückseite des Gehäuses die Möglichkeit, die Satelliten auch direkt an die gewünschte Wand zu montieren, entsprechende Löcher sind also vorhanden.

Im normalen Zustand - nach dem Auspacken - ist je Satellit an der Front noch eine abnehmbare Staubschutzabdeckung montiert, welche am unteren Bereich das Wavemaster-Emblem trägt. Entfernt man diese Abdeckung (solche Teile sind eben Geschmackssache), so hat man direkten Blick auf den Treiber. Oberhalb dessen ist erneut der Markenname "Wavemaster" und ganz unten noch "Designed by HMC Germany" aufgedruckt. Ganz unten befindet sich mittig noch ein Loch, bei dem wir zunächst auf einen weiteren Bassreflexkanal tippten, es aber lediglich eine Vertiefung ist, die am inneren Ende mit Kunststoff verkleidet wurde. Das Anschlusskabel ist jeweils mit dem Lautsprecher fest verbunden und mit einer Länge von rund drei Metern ausreichend lang gewählt.

Wie schon mehrfach erwähnt, bringt das Soundsystem eine kabelgebundene Bedieneinheit mit, den sogenannten "Streamport". Dabei handelt es sich im Kern um einen großen Lautstärkeregler, die Bluetooth-Empfangseinheit und parallel um einen Signalport für den zweiten Line-In sowie dem Kopfhöreranschluss - darüber hinaus ist jener noch mit einer zweifarbigen LED als Statusanzeiger bestückt. Des Weiteren kann über den Lautstärkeregler das MOODY in eine Standby-Stellung gebracht werden, bei der das System deaktiviert und auf unter 0,5 Watt Verbrauch sinken soll. Verbunden wird die Fernbedienung über ein langes Kabel, welches allerdings deutlich dicker ist als alle anderen des Systems und sich auf dem Schreibtisch beim Verlegen gerne mal von seiner störrischen Seite zeigte - speziell wenn es ungünstig oder verdreht aufgewickelt gelagert worden ist.

Hinweis: Wie ebenfalls beim Lieferumfang bereits angemerkt, gibt der Hersteller Wavemaster speziell für den Streamport eine zusätzliche Bedienungsanleitung mit. Dies ist darin begründet, weil sich auch die Vorgängerversion des MOODY allein durch den Austausch der Bedieneinheit mit der Bluetooth-Funktion erweitern lässt. In ebengennanter sowie auch in der normalem Anleitung gibt es einen für den Anwender wichtigen Hinweis, welchen wir erwähnen möchten. Man darf bei der Verwendung der Anlage in den Line-In Eingängen keine Signalquelle eines Audiosystems verwenden, die zusätzlich verstärkt wurde. Dies ist gerne mal bei Soundkarten oder gar einer zweiten Anlage mit "Speaker-Out" der Fall. In beiden Line-In Buchsen des MOODY darf also nur eine nicht nochmal zusätzlich verstärkte Audioquelle zum Einsatz kommen - wie zum Beispiel das normale LINE-Out am Mainboard des Computers. Wavemaster gibt dazu an, dass ansonsten ein Schaden am Audiosystem durch Überlastung nicht ausgeschlossen werden könnte.

Verarbeitung

Diesen Punkt können wir sehr schnell abarbeiten: Die Verarbeitung des MOODY BT ist für einen Preis um die 100 Euro ausgezeichnet. Der Lack ist überall sauber aufgetragen, nichts wirkt billig oder minderwertig umgesetzt und besonders der hochwertige Streamport weiß zu begeistern. Kleine Makel gibt es beim Einsatz von MDF-Holz jedoch immer, sodass wir auch beim Subwoofer keine 100% spaltfreien Stöße beim Korpus vorfanden. Diese halten sich jedoch so sehr in Grenzen, dass sie eigentlich kaum der Rede wert wären. Insgesamt sind wir von der gebotenen Qualität wirklich positiv überrascht, hätten jedoch auch die Satelliten gerne in einem MDF-Gehäuse vorgefunden. Zur Optimierung der kompakten Bauweise wurde jedoch darauf verzichtet - verständlich.

Bedienung

Damit man das Soundsystem in Betrieb nehmen kann, muss es lediglich an der Rückseite am Netzschalter eingeschaltet und natürlich mit einer Audioquelle verbunden werden. Mittels eines Umschalters am Streamport lässt sich zwischen Line-In und Bluetooth switchen. Leider ist dieses unserer Meinung nach zu schwergängig und auch nicht gerade gut zu greifen. Steht der Schalter auf erstgenanntem, also "Line" wird das System sofort aktiv und fängt an die Musik wiederzugeben. Mittels großem Aluminium-Regler an der Bedieneinheit lässt sich die Lautstärke dabei sehr fein justieren und auf die eigenen Bedürfnisse anpassen. Bezüglich beider Line-Quellen kann sinniger Weise immer nur jeweils eine zur gleichen Zeit verwendet werden. So wird die am Subwoofer befindliche Buchse stumm geschaltet, wenn der Nutzer die Anschlussbuchse am Streamport verwendet. Gleiches gilt auch, wenn ein Kopfhörer in die Schnittstelle "Phones" eingesteckt wird, wobei hier sowohl Subwoofer als auch die Satelliten gemutet sind. Entfernt man das Gerät wieder vom Bedienteil, schaltet der 3-kanalige Verstärker automatisch wieder auf den Anschluss am Subwoofer um.

Über die zwei Drehregler an der Rückseite des Subwoofers kann der Anwender darüber hinaus die Intensität vom Bass und die Abbildung höhere Tonbereiche regulieren, allerdings sollte man sich hierfür mit verschiedenen Musikstücken wirklich Zeit nehmen und unterschiedliche Einstellungen ausprobieren, um die für sich optimale Konfiguration zu finden. Es ist schließlich sehr umständlich für jede Änderung beim Woofer z.B. unter den Schreibtisch zu klettern oder den Würfel aus dem Regal zu nehmen. An dieser Stelle hätten wir es genau deswegen auch als praktikablere Lösung empfunden, wenn die Pegelregler an der Front oder an der Seite untergebracht gewesen wären - leider gibt es kaum ein Hersteller, der dies so handhabt.

Bluetooth: Um die Bluetooth-Funktion zu nutzen, ist ein Gerät notwendig, welches mit BT 2.1 kompatibel ist. Kommt so eines zum Einsatz, muss man beim Streamport auf "BT" umschalten - was durch eine blau blinkende LED signalisiert wird. Nun kann der Anwender im Sender (z.B. dem Smartphone) nach verfügbaren Geräten in der Nähe suchen, der Eintrag "Streamport" erscheint. Anschließend nur noch das Gerät koppeln. Die LED der Bedieneinheit leuchtet jetzt durchgehend blau und die Wiedergabe beginnt. Das Umschalten zwischen den Eingangsquellen "Line" und "BT" am Bedienteil erzeugt bei der Wiedergabe, gerade beim BT, immer eine Verzögerung von zwei/drei Sekunden, was auf jeden Fall akzeptabel ist und nachfolgend begründet wird.

Lautstärke je Quelle: Kommen mobile, akkubetriebene Geräte wie Smartphones oder auch MP3 Player zum Einsatz, so besitzen diese Medien wie bei mobilen Audioquellen typisch, meist einen relativ niedrigen Ausgangspegel (ab etwa 300 mV) im Vergleich zu stationären Audioquellen mit Netzspannungsversorgung, welche meist über einen Pegel zwischen 775 mV bis 2000 mV verfügen. Möchte der Anwender beide Quellen in einem Verstärker verwenden, so kommt es zwangsläufig zu teils sehr starken Lautstärkeschwankungen. Ist ein Verstärker beispielsweise für mobile Geräte ausgelegt, so wird er eine relativ niedrige Pegelspannung beim Line-In-Port verlangen, was bei stationären Audioquellen dann zum Übersteuern führen könnte. Ebenso gibt es das gegenteilige Szenario, wobei der Verstärker zum Beispiel für stationäre, mit einer zusätzlichen Netzspannung gespeiste Geräte samt hohem Line-In-Pegel ausgelegt ist. Hierbei würde die Lautstärke beim Betreiben von mobilen Geräten an diesem Port niemals die maximale Ausgangsleistung erreichen können.

Aus diesem Grund verfügt das MOODY über zwei unterschiedliche Audioeingänge: einem Line-In für stationäre Geräte (mit hohem Line-In-Pegel) an der Rückseite des Subwoofers und zusätzlich über einen zweiten Line-In, der speziell für mobile Geräte mit geringem Pegel optimiert ist, an der Bedieneinheit. Damit bietet das Lautsprechersystem auch mit portablen Quellen volle Leistungsfähigkeit mit maximal möglicher Lautstärke.

Standby: Um das Soundsystem in den Energie- oder Standby-Modus zu versetzen, also zu deaktivieren, genügt es das Reglerrad über einen spürbaren Rasterpunkt hinaus weiter nach links zu drehen, bis ein deutliches "Klick" zu hören ist und es nicht weiter geht. Zugleich erlischt damit dann auch die LED-Statusanzeige, das System ist deaktiviert.

Vorwort

Bevor wir mit der Beurteilung der Klangqualität beginnen, wollen wir noch einmal darauf hinweisen, dass die Beurteilung unsererseits auf rein subjektiver Basis geschieht und dieses auch entsprechend bedacht werden muss. Jeder Mensch nimmt Klänge unterschiedlich wahr und bestimmt, was für einen selbst als angenehm oder entsprechend unangenehm gilt. Mangels komplett schalltotem Raum und superteurem Mess-Equipments, geben wir hier daher nur die Meinung des testenden Redakteurs wieder.

Praxistest Musik

Für die Beurteilung der Musikwiedergabe haben wir unseren Testparcours mit entsprechenden Musiktiteln aus den verschiedenen Genres bestückt und gehen in einer Gesamtbewertung auf die Stärken und Schwächen ein.

  • Klassik:
    Beethoven – Für Elise
  • Pop:
    The Script - Hall of Fame ft. will.i.am
  • Rock:
    Bruce Springsteen - Streets of Philadelphia
    Tenacious D - Dude I Totally Miss You live
    Top Gun Anthem (Guitar) Bret Snyder
    Original composition by Harold Faltermeyer & Steve Stevens
  • Elektro/Techno:
    Flux Pavillion – Bass Cannon
    DJ Antoine - Work your
  • Metal / Power Metal:
    Metallica - Nothing Else Matters

Beurteilung:
Insgesamt ist der Klang als zusammenfassende Beurteilung für den Part Musik als angenehm warm zu bezeichnen, also eine gute Mischung zwischen den tiefen, mittleren und hohen Tönen. Leider sind speziell die Mitten im oberen bis mittleren Bereichen ihres Frequenzspektrums deutlich ausgeprägter, weswegen selbst ein manuelles Nachregulieren mit dem Höhenregler am Subwoofer nicht half, die gelegentlichen Wechsel zwischen Präsenz und Hintergrund der Hochtöne zu vermeiden. Im Detail ist damit gemeint, dass innerhalb einer Passage im Lied, z.B. mit Streichinstrumenten, diese akustisch mal näher in den Vordergrund treten und wenige Momente später wieder anteilig von den Mitten überlagert werden. Dies lässt darauf schließen, dass der Frequenzgang bzw. dessen Abstimmung nicht immer perfekt linear verläuft. Dennoch muss erwähnt sein, dass wir dieses Phänomen nur bei ganz wenigen Stellen unserer Testsongs feststellen konnten und auch nur, wenn man wirklich sehr genau und konzentriert reinhört. Die Abstimmung ist für ein 2.1 System insgesamt aber wirklich sehr angenehm, kann von hoch bis tief alle Töne zumeist klar und deutlich in einer sehr angenehmen Mischung wiedergeben.

Was den Bass anbelangt so ist hier in Anbetracht eines Kaufpreises von unter 100,- € jede Menge Power vorhanden, die darüber hinaus sehr pegelfest zu Werke geht. Während der Wiedergabe setzt der Subwoofer seinen Schwerpunkt auf voluminösen Tiefbass, was allerdings hin und wieder dazu führt das die feinen Konturen des Tons verloren gehen und dabei vorallem in den tieferen Bassregionen die unterschiedlichen Frequenzbänder verschwimmen. So etwas macht den Bass von seiner Ausgestaltung her eher breiter und weniger klar. Zusammenfassend macht es dennoch Spaß hier zuzuhören und das Gespann konnte für unseren Geschmack eine gute Abstimmung präsentieren. Mit Hilfe der beiden Regler für die Intensität der Bässe und der Höhen direkt am Subwoofer lässt sich bequem festlegen, auf welchen Tonbereich der Fokus gelegt werden soll, darüber hinaus lassen sich auch obengenannte Phänomene minimieren.

Praxistest Spiele

PC-Spiele sind heute mehr als eine bloße Unterhaltungs-Sparte geworden, zum Teil sind die Titel bei der Entwicklung mit Hollywood-Filmen gleichzusetzen - vom Budget her aber auch vom hohen Grad der Detailarbeit. So verwundert es nicht, dass sich auch die Atmosphären im Spiel stetig verbessert haben, sich Trailer oder Zwischensequenzen musikalisch sehr hochwertig darstellten und auch im Ingame die Effektgeräusche immer realer klingen. Wir wählten bei diesem Test die Spiele Call of Duty MW3 sowie den Titel Battlefield 4 als Testumgebung und absolvierten in mehrstündigen Kämpfen zahlreiche Kämpfe.

Beurteilung:
Drohende Schreie der Gegner, das Knarzen der Türen, der Wind, erschreckende Explosionen oder Schüsse ... alles kein Problem für das MOODY BT. Durch den starken Bass und der warmen Gesamtabstimmung der Höhen und Mitten war das akustische Erlebnis in den Testspielen mehr als zufriedenstellend. Es ist uns zu jeder Zeit möglich gewesen, die gegnerischen Stimmen unserer Kontrahenten schnell und zielgenau zu lokalisieren, je nach Nähe war die Präsenz dann mal lauter oder leiser zu vernehmen - sowohl links als auch rechts im Satellit. Selbst feine Tonagen aus dem Hintergrund eines Spiele-Levels - wie zum Beispiel die lebhaften Geräusche vom wehenden Wind oder dem starken Regen - konnte das Soundsystem sehr real rüberbringen und hat uns in diversen Situation den Puls deutlich in die Höhe schnellen lassen. Wirklich gut gefiel dabei, dass der Subwoofer in Kombination mit den Satelliten bei Schüssen oder beim Explodieren von Handgranaten die unterschiedlichen Nuancen, also erst das Fallen lassen der Granate auf den Boden und danach die Sprengung, klar und differenziert voneinander wiedergeben konnte. So macht Zocken echt Spaß.

Praxistest Filme

Beim letzten Teil unserer Ton-Bewertung widmen wir uns der Wiedergabe von Filmen. Hierbei wählten wir mit "Star Trek - Into Darkness" sowie "Avatar" (beide auf Blu-Ray) sehr aktiongeladene Filme, die darüber hinaus ein hohes Maß an Textpassagen oder orchestraler Hintergrundmusik bieten.

Beurteilung:
Selbst in dieser fordernden Disziplin sind der voluminöse Bass und die warme Gesamtabstimmung wirklich angenehm anzuhören. Aber auch hier zeigte sich wieder das oben bereits angesprochene Phänomen mit der Verschiebung zwischen den Hoch- und Mitteltönen innerhalb ihrer Frequenzbereiche. Eben noch klar zu vernehmende Stimmen werden dann so zum Beispiel plötzlich durch ein Nebengeräusch in ihrer Intensität und Klarheit ein wenig gedämpft. Insgesamt bleiben die Konturen aber größtenteils erhalten, eine klare Differenzierung der Tonlagen ist also ohne weiteres möglich. Jedoch ist dies Meckern auf hohem Niveau, denn wer bei dem angestrebten Preisrahmen wirklich High-End-Sound mit absolut perfekter und linientreuer Abstimmung erwartet, ist sich der Komplexität dessen nicht bewusst. Das kann so ein System - schon gar nicht als 2.1-Variante - vollumfassend und in dem Budgetbereich erfüllen. Für den Normalanwender mit gehobenen Ansprüchen liefert das System eine solide und realitätsgetreue Darstellung der Töne ab, die einem den Film wirklich genießen lassen. Bässe sind kraftvoll, Explosionen spürbar, die Stimmen der Akteure stets klar und deutlich vom Rest der Kulisse zu trennen. Wir sind zufrieden.

Leistungsbewertung

Da wir natürlich auch die Gesundheit unserer Lesergemeinschaft nicht außer Acht lassen wollten, haben wir die maximale dB-Leistung mit einem Schallpegelmessgerät im Realbetrieb gemessen.

  • Subwoofer aus 20 cm: 88,2 dB
  • Satelliten aus 20 cm: 99,8 dB

Ebenso haben wir überprüft, ob der Hersteller sein Versprechen mit dem niedrigen Verbrauchswerten speziell auch im Standby-Betrieb einhalten kann.

  • Standby-Verbrauch: 0,15-0,2 Watt
  • Verbrauch im Normalbetrieb (Bass auf 50%, Lautstärke auf 30%): ~6 Watt
  • Maximal-Verbrauch: ~69 Watt

In unserem eigenen Test auf 100% Lautstärke + 100% Bass kamen wir auf rund 69 Watt, laut Energiemessgerät. Dies ist jedoch abhängig von den genutzten Musikstücken unterschiedlicher Frequenz. Wir verwendeten hier gestaffelte Frequenzdateien ab 15 Hz zur Ermittlung der maximalen Watt-Leistung, natürlich aber auch normale Musikdateien als FLAC und MP3 zur dB-Messung. Der Hersteller gibt hier maximal 85 Watt an, was einen theorethischem Wert darstellt, welcher nur mit geeigneten Messeinrichtungen und Dauerton erreichbar und messbar ist. Wenn man seine Nachbarn ärgern möchte, so bietet das Soundsystem mehr als genug *Whumms*, um mehr als nur die Teller im Regal zum Klirren zu bringen. Super!

Bild Musik :copyright: Katharina Hopp | Bild Film :copyright: Rainer Sturm | Bild Sprache :copyright: Cornelia Menichelli | @pixelio.de

Mario Kramer meint …

Mario Kramer

Elegant, kompakt, leistungsstark und sehr angenehm im Ton... dies sind Attribute mit denen das MOODY BT bei uns im Test punkten konnte. Aber fassen wir die Eindrücke der letzten Seiten doch nochmal zusammen: Zunächst gibt es auf der positiven Seite natürlich viel zu berichten, so haben wir nicht nur einen ansprechenden Preis, sondern eben auch ein modern gehaltenes Soundsystem für das Regal oder den Schreibtisch, welches sich aufgrund des geringen Gewichtes und den kompakten Abmaßen eigentlich überall unterbringen lässt. Die beiden Satelliten produzieren dabei genug Lautstärke um auch mittlere bis größere Räume zu beschallen. Darüber hinaus lassen sie sich an der Wand montieren und das ausreichend lange Anschlusskabel bietet dem Anwender jede Menge Freiheiten, was die Positionierung anbelangt.

Ebenfalls sehr positiv ist der Subwoofer mit seinem platzsparendem Aufbau und der einfachen Verkabelung aufgefallen. Tonmäßig liefern beide Komponenten ein gutes Ergebnis ab, sind durch die nicht zu harte Abstimmtung eher warm abgerundet und damit für Musik, Film und Gaming unserer Meinung nach bestens geeignet. Der voluminöse Bass unterstützt die zumeist klaren Mitten und Hochtöne sehr kraftvoll und schafft es beinahe mühelos die Möbel zum Vibrieren zu bewegen. Des Weiteren ist die Bedienung sehr benutzerfreundlich gestaltet. Der Streamport stellt die Zentraleinheit dar, bietet über Bluetooth eine moderne Schnittstelle zu mobilen Endgeräten und ist nebenbei auch noch sehr schön anzusehen. Was den Energieverbrauch anbelangt hat Wavemaster hier überkorrekte Angaben versprochen, denn wird ermittelten im Standby unter 0,2 Watt (0,5 W lt. Hersteller), bei normaler Anwendung geringe 6 Watt und im maximalen Betrieb rund 70 Watt - was eine umweltschonende, weil energiesparende Sprache spricht.

Negative Eigenschaften hat das System aber leider auch zu bieten, was allerdings im Preisrahmen nicht verwundert. So störte uns eben sehr, dass es keine optische Schnittstelle gibt, oder man nicht auf HDMI setzten konnte. Die meisten neuen Geräte kommen mit eben genannten Anschlüssen zum Kunden, weswegen zumindest ein optischer Signaleingang (S/PDIF) wünschenswert und preislich sicherlich realisierbar gewesen wäre. Auch bei der Wiedergabe der verschiedenen Tonfrequenzen ist das MOODY nicht frei von Kritik. Die Bässe konzentrieren sich eher auf den Tiefbass-Bereich und dadurch verschwimmen hin und wieder die Konturen im mittleren Bass-Sektor. Gleiches gilt für die Höhen, welche gelegentlich durch die Mitten überlagert werden. Jene Probleme sind allerdings nicht von permanenter Natur, sondern unregelmäßig anzutreffen, was auf eine nicht perfekte Abstimmung schließen lässt. Für den Normalanwender jedoch ist die eher warmtönige, also gut gemischte Abbildung der Frequenzen und der breite Bassbereich positiv, weil es zumeist ohne Probleme möglich bleibt die verschiedenen Tonarten voneinander klar und differenziert wahrzunehmen. Es ist also kein Einheitsbrei der erzeugt wird, sondern eher eine wirklich gut klingende Kombination aus kräftigem Bass, guter Mitten und den sehr präsenten aber passend portionierten Höhen. Aus diesem Grund ist es für uns auch ohne schlechtes Gewissen möglich eine Kaufempfehlung für das knapp 100,- Euro teure MOODY BT 2.1 auszusprechen. Für Fans guter Musik zu einem kleinen Preis: „Hier könnt Ihr bedenkenlos zugreifen!“.

  • Positiv
  • Gute Soundabstimmung
  • Kräftiger, voluminöser Bass, kaum brummen
  • Praktischer Streamport als Bedieneinheit
  • Unterstützung von Bluetooth
  • Energiesparender Standby-Modus
  • Eingangs-/Pegelabhängige, automatische Lautstärkenregulierung
  • Gute Verarbeitungsqualität und Zusammenstellung der Materialien
  • Optisch sehr ansprechend, dezenter Aufbau
  • Kompakte Bauweise, leichtes Gewicht
  • Kabel ausreichend lang
  • Klinken-Cinch-Adapter
  • Super einfache Inbetriebnahme
  • Ausführliche Dokumentation
  • Aufrüstmöglichkeit der Vorgängerversion mit BT über den 25,-€ teuren Streamport
  • Wirklich angemessener Preis
  • Neutral
  • Negativ
  • Durchgehende Klarheit der Frequenzen nicht immer gesichert (hier speziell die Höhen)
  • Bass überspielt teilweise die Konturen der Töne
  • Drehregler für Bass und Hochtöne schwer zu erreichen
  • Fehlende, aktuelle Anschlussstandards
  • Umschalter am Streamport schwergängig

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