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Tech-Review.de

  • Samstag, 19. Juni 2021
Creative Sound Blaster X-Fi Titanium Fatal1ty Champion

Creative Sound Blaster X-Fi Titanium Fatal1ty Champion: High-End-Soundkarte im Test!

Einleitung

Creatives SoundBlaster-X-Fi-Serie bildet seit nunmehr fast fünf Jahren den guten Ton bei Gamer-Soundkarten. Hauptsächlich ist es der Environmental Audio Extensions oder kurz EAX genannten Technik geschuldet, dass Creative immer noch Marktführer bei Spiele-Soundkarten ist. Mittlerweile gibt es zwar auch andere Soundkarten, welche den neusten Standard unterstützen, diese benutzen aber auch die X-Fi-Chips von Creative und sind meist teurer als ihre Pendants. Das derzeitige Top-Modell für Spieler hört auf den Namen SoundBlaster X-Fi Titanium Fatal1ty Champion Series Retail. Es gibt auch noch eine Bulk-Variante ohne 5,25-Zoll-Einschub, die zusätzlich noch auf die aufwendige Verpackung und die Kurzanleitung verzichtet.

Die Länge des Produkt-Namens steht in direktem Zusammenhang zur Ausstattung. Neben den Eigenschaften, die den Namen X-Fi zu einer anerkannten Marke gemacht haben, gesellen sich noch weitere hinzu, die im Alltag durchaus zu gefallen wissen. In unserem Test prüfen wir, ob der stolze Preis von 150 Euro gerechtfertigt ist.

Die technischen Daten

Herstellerangaben:

Soundkarte:

  • 24 Bit Analog/Digital-Wandlung der analogen Eingangssignale mit 96 kHz Abtastrate
  • 24 Bit Digital/Analog-Wandlung digitaler Signale bei 96 kHz zum analogen 7.1 Lautsprecher-Ausgang
  • 24 Bit Digital/Analog-Wandlung digitaler Stereosignale bei 192 kHz zum Stereo-Ausgang
  • Abtastraten für 16- bis 24-Bit-Aufnahmen: 8/11,025/16/22,05/24/32/44,1/48 und 96 kHz
  • ASIO 2.0-Unterstützung bei 16 Bit/44,1 kHz, 16 Bit/48 kHz, 24 Bit/44,1 kHz, 24 Bit/48 kHz und 24 Bit/96 kHz mit Direct Monitoring
  • Erweiterte SoundFont-Unterstützung bis zu 24 Bit Auflösung
  • API-Unterstützung: WDM, EAX 5.0, Direct Sound, Direct Sound 3D, Open AL, WASAPI
  • 64 MB X-RAM

Anschlüsse der Soundkarte:

  • Mikrofon-Eingang/Line-Eingang
  • Ausgang für Kopfhörer/linken und rechten Front-Lautsprecher
  • Ausgang für linken und rechten Seiten-Lautsprecher
  • Ausgang für Center-Lautsprecher/Subwoofer Ausgang für linken und rechten Rear-Lautsprecher
  • Optischer SPDIF-Digitalausgang
  • Optischer SPDIF-Digitaleingang
  • Intel HD Front Panel-Anschluss
  • Anschlüsse für X-Fi-E/A-Modul
  • PCI-Express-1x-Anschluss

Anschlüsse des 5,25-Zoll-Einschubes (X-Fi-E/A-Modul):

  • AUX-Eingang
  • Kopfhörer-Ausgang
  • Mikrofon-Eingang

Systemvoraussetzungen:

  • Freier PCI Express®-Steckplatz (x1, x4 x8 oder x16)
  • Microsoft® Windows® 7, Vista SP1 oder Windows® XP (x64, Service Pack 2 oder Media Center Edition 2004)
  • Intel® Pentium® 4, AMD® Athlon™ oder äquivalenter Prozessor mit mindestens 1,6 GHz
  • 256 MB RAM (512 MB für Windows® Vista)
  • 600 MB freier Speicherplatz auf der Festplatte
  • CD-ROM- oder DVD-ROM-Laufwerk

Der Lieferumfang

  • SoundBlaster-X-Fi-Titanium-Fatal1ty-Champion-Series-Soundkarte
  • X-Fi-E/A-Modul
  • Anschlusskabel für 5,25-Zoll-Einschub
  • Kurzanleitung
  • Piktogramm für Anschlusskabel
  • Software CD

Die Installation

Die Installation der Soundkarte selbst geht wie bei jeder anderen PCI-Express-Karte vonstatten. Der 5,25-Zoll-Einschub lässt sich durch das Lösen von vier Schrauben an der Unterseite aus seinem Rahmen entfernen und in einem kleineren 3,5-Zoll-Schacht montieren. Dabei muss allerdings auf den Chinch-Eingang an der Vorderseite verzichtet werden, da sich dieser am großen Einbaurahmen befindet. Bei der Verkabelung zwischen Soundkarte und Einschub ist Obacht geboten. Bei unserem Testsystem haben wir die beiden Kabel nahe an den Stromkabeln für Mainboard und Grafikkarte des Netzteils verlegt.

Dies hat zu stetig wiederkehrenden sporadischen Knackgeräuschen bei der Benutzung von Kopfhörern am Front-Einschub geführt. Ein Umverlegen der Kabel, so dass ein zehn Zentimeter großer Abstand zwischen den Stromkabeln und den Signalkabeln gewahrt bleibt, beseitigte die Störgeräusche jedoch weitestgehend.

Die Software

Die mitgelieferte Software entspricht in vielen Teilen der, die auch anderen Creative Soundkarten und Headsets mit integrierten Soundkarten, wie dem Sound Blaster ARENA Surround, beigelegt wird. Nutzer, die mit anderen aktuellen Creative-Produkten zu tun hatten, finden sich auch sofort in der „Audio-Systemsteuerung“ und der „Unterhaltungs Konsole“ zurecht. Haben Sie Letztere vor sich sind Sie im „Unterhaltungsmodus“. Dem zur Seite stehen noch die Modi „Spielemodus“ und „Audioerstellungsmodus“.

Die Modi bieten verschiedene Voreinstellungen und Optimierungen im Bezug auf die jeweiligen Anwendungsgebiete. Im „Audioerstellungsmodus“ wird neben der Bitgenauen Audio-Wiedergabe unter anderem auch eine niedrige Latenz beim Audio-Streaming ermöglicht. Der „Unterhaltungsmodus“ sorgt für eine bessere Klangqualität und der „Spielemodus“ für höhere Frameraten. Auf unserem Testsystem verstummte jedoch öfters sämtlicher Ton beim Umschalten der Modi.

Durch das Wechseln in einen anderen Modus lässt sich das Problem wieder beheben, da das jedoch eine kleine Verzögerung hat, ist dieser Fehler besonders ärgerlich und kann einen im schlimmsten Fall eine Minute an Zeit kosten. Sporadisch erklang auch der vom Mikrofon des angeschlossenen Headsets aufgenommene Ton in den Lautsprechern beziehungsweise dem Kopfhörer des Testsystems, ohne Zutun eines Nutzers. Solche Software-Patzer dürfen bei einer seit zwei Jahren erhältlichen Soundkarte nicht mehr auftreten.

Positiv gefallen hat uns die Zusammenarbeit der Software mit dem Einschub. Wenn Surround-Lautsprecher an der Soundkarte stecken und Sie einen Stereo-Kopfhörer vorne an den Klinken-Anschluss stecken, wird automatisch in den „X-Fi CMSS 3D“-Modus (Creative Multi Speaker Surround) geschaltet, der eine gute 5.1-Surround-Emulation über Stereo-Kopfhörer erzeugt. Außerdem merkt sich die Software automatisch welche Lautstärke vorher für den Kopfhörer eingestellt war. Somit kann man zum Beispiel mit weniger Handgriffen vom lauteren Musik-Genuss mit den angeschlossenen Boxen in eine Skype Konferenz mit Headset wechseln.

Der Klang

Testsetup:

  • Teufel Concept E
  • Speedlink Medusa 5.1
  • Beyerdynamic DTX900

Kommen wir nun zu der wohl wichtigsten Eigenschaft, dem Klang. Hier punktet die X-Fi ganz klar und lässt die Patzer bei der Software wieder vergessen. Wie ihre Schwester-Karten liefert die Soundblaster X-Fi Titanium Fatal1ty Champion Series einen ausgewogenen und weichen Klang über das gesamte wahrnehmbare Frequenzspektrum. Beim Musik hören Muss sich die X-Fi-Serie zwar Mitbewerbern wie der ASUS Xonar oder der Auzentech Bravura geschlagen geben, jedoch unterstützen diese nicht EAX in der neusten Version, was sie wenig interessant für Spieler macht.

Musik:

  • Deep Purple – Highway Star
  • Rainbow – Diffcult to Cure
  • Dire Straits – Sultans of Swing
  • Mozart – Requiem
  • John Coltrane and Duke Ellington – Take the Coltrane

Filme:

  • Doom
  • Leon der Profi

Spiele:

  • Bioshock
  • Quake 4(dt.)

Beim Musik-Hören kann der Crystalizer seine Stärken voll ausspielen. Gerade, wenn das Ausgangsmaterial MP3s mit einer Bitrate von nur 128kbits sind, vermag die X-Fi diese aufzuwerten. Bei Musik-Dateien im FLAC-Format oder sehr hoch codierten MP3s sind dagegen kaum Verbesserungen raus zu hören. Klanglich werden Höhen, Mitten und Tiefen besser aufgelöst, sofern das Ausgangsmaterial "verbesserungswürdig" ist. Subjektiv wird man dann durch einen satteren Ton belohnt. Gerade Schlagzeug-Becken, wie zum Beispiel in Sultans of Swing von den Dire Straits oder Stairway to Heaven von Led Zeppelin, klingen einfach definierter und besser. Eine Phantommitte wird ebenfalls recht überzeugend erzeugt. Der Surround-Upmix CMSS-3D hingegen sollte beim reinen Musik-Hören hingegen ausgeschaltet bleiben. Mitten und Bässe verlieren stark an Volumen und der Frequenzverlauf wird unnatürlich.

In Filmen enttäuscht die X-Fi ebenfalls nicht. Auch hier schafft der Crystalizer nochmal etwas mehr klangliche Definition, aber vor allem mehr Mitten und Bass. CMSS-3D kann zwar nicht mit einem echten 5.1-System mithalten, bietet dem Nutzer jedoch trotzdem einen Mehrwert gegenüber normalem Stereo-Klang. Allgemein entwickelt die Ego-Perspektiven-Szene aus „Doom“ ein starkes Mittendrin-Gefühl. Die X-Fi setzt noch einen oben drauf. Genauso sieht es in „Leon der Profi“ aus. Geräusche jeder Art sind stets klar zu orten und klingen natürlich.

Kommen wir nun zur Parade-Disziplin von Creative-Soundkarten: Spielen. EAX 5.0 vermag atemberaubende Klangbilder zu erzeugen. Der Kugelhagel in Quake 4(dt.) wirkt akustisch nochmal beklemmender, wenn man zusätzlich akustisch orten kann, woher auf einen geschossen wird. Bioshock kann schon in seiner Eröffnungs-Szene präsentieren, wie eindrucksvoll der Ton durch den Einfluss verschiedener Materialien und Umgebungen, wie Wasser, gedämpft und verändert werden kann. Hier kann die Raumklang-Technik von Creative Ihre lange Feature-Liste voll ausspielen.

Fabian Lein meint …

Fabian Lein

Für Spiele-Fans, die neben High-End-Grafik auch nicht auf eine standesgemäße Klangkulisse verzichten wollen, führt auf jeden Fall kein Weg an einer X-Fi-Karte vorbei. Abgesehen von den abgespeckten Extreme-Audio-Modellen, die kein EAX 5.0 unterstützen, ist jedes Modell der Reihe einen Blick wert. Ob es unbedingt die Titanium-Fatal1ty-Champion-Series-Version in der Retail-Variante sein muss – Jein. Die Bulk-Variante ohne 5,25-Zoll-Einschub kostet nur knappe 100 anstatt 150 Euro.

Die normale X-Fi Titanium für den PCI-Express-Slot ist schon für ungefähr 60 Euro zu haben und bietet abgesehen vom Front-Einschub alle Ein- und Ausgänge der größeren Modelle. Die Retail-Version der X-Fi Titanium Fatal1ty Chamion Series können wir daher nur gut betuchten Gamern ans Herz legen, die sich einen Nutzen von dem Front-Einschub versprechen. Allen anderen raten wir zur normalen Titanium, die den momentan günstigsten Einstieg in die voll ausgestattete X-Fi-Serie für den PCI-Express-Anschluss darstellt.

  • Positiv
  • Sehr guter Klang
  • Viele Eingänge
  • Crystalizer
  • CMSS-3D-Funktion
  • Neutral
  • - / -
  • Negativ
  • Preis
  • Schlecht abgeschirmte Kabel
  • Software-Bugs

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