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Tech-Review.de

  • Freitag, 10. Juli 2020
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Fujitsu DPS-500QB

Fujitsu DPS-500QB: Qualitätsprodukt um <15€?

Einleitung

Vor kurzem wurden wir auf ein Netzteil bei einem Deutschen Elektronik-Versender pollin.de aufmerksam, welcher im Ruf steht, Restposten sehr billig anzukaufen und zu verkaufen. Da dieses Modell hoch gelobt wurde, haben wir uns entschieden, dem Gerät eine Chance zu geben und haben es bestellt. Das Netzteil stammt von Delta, einem der besten Fertiger für ATX Netzteile, die es momentan gibt. Im Endkundenmarkt ist Delta kaum vertreten, sondern beschränkt sich meist auf den OEM Markt. Genau für diesen war dieses Netzteil auch gedacht - eine Auftragsfertigung für Fujitsu. Aus den Anschlüssen und der Leistung folgernd vermutlich für kleinere bis mittlere Workstations.

Was macht dieses Netzteil interessant für Privatkunden? Es ist momentan für 14,95 € erwerbbar, bietet 500 Watt, alle erdenklichen Anschlüsse und - angeblich - aktuelle und hochqualitative Elektronik. Da wir das selbst überprüfen wollen, liegt nun ein DPS-500QB hier und wird in diesem Review ausführlich getestet. Wenn es hält, was versprochen wird, so wäre es eine hervorragende Option für billige bis mittelteure Gaming-PCs.

Viel Spaß beim Lesen!

Spezifikationen und Features

Da dieses Netzteil nie als Endkundengerät geplant war, kommt es ohne irgendeine Verpackung daher und im Lieferumfang ist nichts als das Gerät selbst. Pollin hat allerdings auf der Homepage ein recht ausführliches Datenblatt, aus welchem sich erste Informationen über das Gerät herauslesen lassen.

Da das Netzteil eine Auftragsarbeit war, verfügt es über keine 80+ Zertifizierung. Im OEM Markt besteht keine Notwendigkeit für eine solche Einstufung, der Auftraggeber weiß ohnehin genau was er bekommt. Laut Datenblatt pendelt die Effizienz bei 230V zwischen 82 % (20 % und 100 % Last), und 85 % (50 % Last). Erstaunlicherweise soll es bei 115 Volt exakt dieselben Werte erreichen, was wir bislang bei keinem Netzteil in der Form gesehen haben. Damit erfüllt es die 80+ Norm am 230 Volt Netz, und 80+ Bronze an 115 Volt.

Als "Features" sind dort folgende aufgelistet:

  • 500 Watt Ausgangsleistung
  • 100-240 Volt AC Eingangsspannung
  • 5 Volt 4 Ampere Auxiliary Voltage (Diese wird dem PC bei ausgeschaltetem System weiterhin zugeführt, zum Beispiel zur Versorgung von USB Ports)
  • Aktive PFC
  • Lüfterregelung (nach PC 2004 Norm)
  • 92 mm Lüfter
  • Die (nicht ATX-konformen) Maße: 165 x 98 x 152.5 mm (l x h x b)

Die Auflistung umfasst etwas andere Informationen, als sie bei Consumernetzteilen üblicherweise gegeben werden. Wichtig dabei sind vor allem die Maße - das Netzteil passt nicht in jedes ATX Gehäuse, da es etwas zu hoch ist. Ein einzelner 92 mm Lüfter verspricht darüber hinaus keinen wirklich leisen Betrieb.

Das Netzteil verfügt über drei getrennt abgesicherte 12 Volt Schienen. Diese, sowie die 3,3 Volt und 5 Volt Schienen, sind allesamt mit 18 Ampere abgesichert. Die 3,3 Volt und 5 Volt Schiene sind kurzzeitig (10 s) mit bis zu 20 Ampere belastbar, die 12 Volt Schiene mit maximal 19 Ampere – ebenfalls für 10 s. Diese Angabe deutet auf sehr empfindliche Schutzschaltungen hin, welche bei Überstrom schnell auslösen. Die meisten Netzteile für den Endkundenmarkt sind etwas weniger sensibel was die Auslösung der OCP betrifft.

Maximale Dauerleistung sind 500 Watt, kurzzeitig (wieder für 10 s) kann das Netzteil auch 550 Watt bereitstellen. Das reicht für so gut wie jedes System mit einer Grafikkarte locker aus.

Über die Aufteilung der Stecker auf die einzelnen Schienen verlieren Datenblatt und Aufkleber kein Wort, diese werden wir später selbst am Platinenlayout ablesen.

Äußeres und Lieferumfang

Wie bereits angesprochen, kommt das Netzteil ohne eine Verpackung und entsprechend auch ohne irgendwelches Zubehör daher. Schrauben, Kabelbinder und ein Netzkabel, sowie eine kleine Anleitung, was üblicherweise zum guten Ton bei Netzteilen gehört, erhofft man hier vergeblich. Ebenso eine Garantiekarte - Bei einem OEM Netzteil, welches nie für Endkunden gedacht war, kann man als Endkunde auch keine erwarten. Es sei denn, es ist in dem Fujitsu-Rechner verbaut, für den es entwickelt wurde.

Auf den ersten Blick wirkt das Netzteil mit seinem silbernen Stahlgehäuse wie ein typisches billiges No-Name-Netzteil. Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass mehr dahintersteckt. Das Blech ist eher dick und stabil, alle Öffnungen sind sehr sauber gestanzt und es hat keine einzige scharfe Kante nach außen hin. Es ist nicht auf Ästhetik getrimmt, aber die Verarbeitungsqualität ist durchaus auf einem hohen Niveau. Einen Netzschalter sucht man bei diesem Netzteil leider vergebens, es wurde keiner verbaut.

Die Kabelausstattung

Die Kabel sind entsprechend dem Gehäuse. Unspektakulär, aber hochwertig.
Sleeves, Flachbandkabel oder ähnliches findet man natürlich keine, da diese bei einem OEM Netzteil, wo es einzig auf das Preis/Leistungsverhältnis ankommt, sinnlos wären. Die Kabel sind simple, mit Kabelbindern zu Strängen gebündelte Einzeladern. Sie sind nicht sonderlich flexibel und dürften sich beim Einbau ziemlich schwer verlegen lassen. Delta hat, je nach dem, wie viel Strom ein Kabel im Betrieb bereitstellen muss, 18 AWG oder 22 AWG Kabel verwendet. Erstere sind Standard bei teureren ATX Netzteilen, aber bei wenig belasteten Kabeln (Sense-Leitungen, beispielsweise) reichen die von Delta verwendeten 22 AWG Leitungen vollends aus. Im Betrieb konnten wir keine Erwärmung an irgendeinem Kabelstrang feststellen, ebenso war der Spannungsabfall bis zur Grafikkarte trotz des hohen Strombedarfs vernachlässigbar gering. Die Stecker sind qualitativ hervorragend und lassen sich allesamt gut ein/ausstecken, wackeln nicht und sind stabil.

Hier die Kabelstränge im Detail (Werte entnommen aus dem Datenblatt):

Bezeichnung der Kabel Kabel-Länge in cm
ATX 24 Pin 40
CPU 8 Pin 42
PCI-E 8 Pin und PCI-E 6 Pin 65 & 73
PCI-E 8 Pin undPCI-E 6 Pin 65 & 73
4x SATA 60 & 65 & 70 & 75
3 x SATA und 1 xMolex 27 & 34 & 41 & 54
10 Pin(Fujitsu-eigen, nicht beötigt) 40

Technik im Detail

Ein Hinweis vorweg:
Nicht nachmachen! Ihr begebt euch in Lebensgefahr wenn ihr ein Netzteil aufschraubt!

Bei einem solchen Netzteil wird erfahrungsgemäß auf das Innere weit mehr Wert gelegt als auf das Äußere. Da sich das Äußere bereits unspektakulär, aber hochwertig präsentierte, und Delta als einer der Besten OEMs gilt, sind die Erwartungen entsprechend hoch.

Im Inneren findet man eine saubere und aufgeräumte Platine von Delta, eine kleine Netzfilterplatine und einen 92mm Lüfter. Direkt an der Netzbuchse sind ein X-, sowie zwei Y-Kondensatoren verbaut. Auf der Filterplatine folgen dann eine Schmelzsicherung und ein 510 Volt Varistor als Schutz gegen Spannungsspitzen aus dem Netz.

Auf dieses Schutzglied folgt ein Filter bestehend aus drei X-Kondensatoren, zwei Drosseln und vier Y-Kondensatoren, sowie eine Einschaltstromverzögerung aus einem Relais und einem NTC, welche verhindert, dass beim Einschalten - solange sich die Kondensatoren aufladen - eine zu starke Stromspitze aus dem Netz gezogen wird. Eine sehr aufwändige und hochwertige Eingangsfilterung für ein ATX Netzteil. Nach einem Brückengleichrichter und einem 10µF Folienkondensator zur Glättung der Gleichspannung geht ein Kabel auf die Hauptplatine.

Die aktive PFC steuert ein NCP1653A von ON Semiconductor. Dieser kann eine primärseitige OPP und OCP bereitstellen. Beim Schaltwandler scheint Delta sich für eine etwas ungewöhnliche Lösung entschieden zu haben. Anstatt einen dafür entwickelten Chip zu verwenden, wurde selbst eine Lösung entwickelt, vermutlich im Zusammenhang mit dem AS339P, welcher sich direkt neben dem PFC Controller befindet. Als Primärkondensatoren kommen zwei 270µF, 450V Modelle von Rubycon aus der MXG Reihe zum Einsatz.

Auch sekundärseitig finden sich (fast) nur Rubycon Kondensatoren. Bis auf einige Kleinere sind alle aus der ZLH-Serie. Die vorhin angesprochene Ausnahme sind zwei kleine Nichicon-Elkos auf dem Steuer-Board der Sekundärseite. Rubycon (und auch Nichicon) gehören allgemein zu den Herstellern mit den zuverlässigsten Kondensatoren. Allerdings sind in diesem Netzteil keine Feststoffkondensatoren an kritischen Punkten verbaut, welche um Einiges robuster gegen hohe Strombelastungen in Filtergliedern sind. Nichtsdestotrotz sollten die verbauten Kondensatoren eine hervorragende Lebensdauer haben. Die Kondensatorbestückung wechselt bei Delta teilweise stark. Je nach dem, von welchem Hersteller sie gerade Kondensatoren lagernd haben, kann die Bestückung auch abweichen. Allerdings kommen üblicherweise ausschließlich ähnlich hochwertige, japanische Kondensatoren zum Einsatz.

Auf der Steuerplatine des Sekundärbereichs finden sich, neben zwei kleineren Chips, zwei integrierte Schaltkreise. Einer ist ein LM324, ein vierfach-Operationsverstärker, der Zweite wurde scheinbar überlabelt, unter dem aufgedruckten Namen ist kein Datenblatt findbar. Wir gehen aufgrund der zwei Chips davon aus, dass OVP und UVP vorhanden sind. Sicher vorhanden ist eine OCP auf jeder einzelnen Schiene, da die Messshunts alle vorhanden und mit der Steuerplatine und einem der zwei ICs verbunden sind. Somit kann man davon ausgehen, dass alle wichtigen Schutzschaltungen vorhanden sind und das Netzteil somit hervorragend abgesichert ist.

Wie man an den zwei kleinen, senkrecht montierten Platinen im Sekundärbereich erkennen kann, bietet dieses Netzteil DC-DC Wandler für 5 Volt und 3,3 Volt. Das sollte hervorragende Spannungswerte unter Last und Crossload bewirken und ist in diesem Preisbereich kaum anzutreffen.

An der Lötqualität gibt es nichts auszusetzen. Das (für seinen Leistungsbereich ungewöhnlich komplexe) PCB ist beidseitig mit hervorragender Lötqualität und hochwertigen Komponenten bestückt.

Der verbaute 92 mm Lüfter

Der verbaute Lüfter ist ein AUB0912VH, ein 92 mm Lüfter von Delta selbst. Wider Erwarten ist er, trotz seiner kleinen Abmessungen und hohen Drehzahlen, im Idle nicht wirklich aufdringlich und unter Last sogar kaum aus dem Gesamtsystem herauszuhören, schaufelt dabei aber sehr viel Luft und hält das Netzteil angenehm kühl. Er verfügt über ein "Superflo Bearing", ein weiterentwickeltes Gleitlager, welches laut Delta leise und sehr langlebig sein soll. Der Luftstrom entspricht dem in klassischen ATX-Netzteilen: Der Lüfter saugt Luft aus dem Gehäuseinneren an, diese strömt durch das Netzteil und tritt dann (ohne bemerkbare Erwärmung, selbst unter Volllast) aus dem PC aus.

Delta hat auch bei der Elektronik und Bestückung kein normales Consumer-Modell abgeliefert. Angefangen bei der Eigenentwicklung im Primärkreis, über die hervorragenden Kondensatoren, bis zum heute eher selten anzutreffenden 92 mm Lüfter. Nichtsdestotrotz ist das Netzteil hinsichtlich der Verarbeitungs- und Bauteilqualität hervorragend.

Da die Verteilung der Anschlusskabel auf die drei 12 Volt Schienen nicht im Datenblatt geführt ist, haben wir diese von der Platine abgelesen:

+12V1:
- PCI-E 8 Pin und PCI-E 6 Pin (1)
- CPU 8 Pin

+12V2:
- CPU 8 Pin

+12V3:
- 4 x SATA
- 3 x SATA und 1 x Molex
- PCI-E 8 Pin und PCI-E 6 Pin (2)
- ATX 24 Pin

Für einen Spielerechner ist diese Aufteilung etwas ungünstig. Die CPU hat Zugriff auf zwei Rails, obwohl jede aktuelle Desktop-CPU bereits mit einer Rail mehr als genug Strom (216 Watt bei 12 Volt 18 Ampere) bekommen würde. Die Grafikkarte hingegen, die eher viel Strom braucht, muss sich eine Schiene mit der CPU und die zweite mit Board und Laufwerken teilen.

Testumgebung

Das Netzteil wurde mit unserer neuen Lastbank getestet und durchgemessen. Zum Vergleich haben wir allerdings alle anderen Testsamples - die wir zur Hand hatten - ebenso gemessen. Konkret belasten wir die Testkandidaten in bis zu 17 verschiedenen Stufen. Ca. 2 Ampere auf je 5 Volt und 3,3 Volt sind fix, während an die 12 Volt Schiene zwischen 0 und 16 Halogenbirnen zu je 50 Watt angeschlossen werden können. Spannungen messen wir dabei mit einem Fluke 177, den Strom der 12 Volt Schiene mit einer Stromzange aus dem Hause Uni-T, genauer einem UT210E. Die primärseitig aufgenommene Leistung wird mit einem Profitec KD 302 gemessen und die Lautstärke in 20 cm Abstand zum Luftauslass des Netzteils mit einem Voltcraft SL-100. Für weitere Informationen zum Messsystem haben wir einen eigenen Artikel dazu geschrieben.

Lastbank samt Messgeräten

Effizienz

Kommen wir zu den Praxistests, um zu sehen, wie sich unser Testkandidat an der Testlast schlägt. Dafür haben wir es in 50 Watt Schritten belastet und Effizienz sowie Spannungsstabilität bestimmt.

Die Effizienz ist, wie bereits vom Datenblatt ablesbar, eher am unteren Ende unseres Rankings an Vergleichs-Netzteilen angesiedelt und etwas unter 80+ Bronze Niveau (Cougar LX500). Im höheren Leistungsbereich wird sie allerdings erheblich besser, als sie es noch bei wenig Leistung ist. Leider löst die sehr empfindliche OCP des Netzteils aus ehe wir es vollständig belasten konnten. Das lag am durch unsere Strombegrenzung nicht ganz entfernten Einschaltstrom der Lampen sowie an der sehr sensiblen OCP welche Delta in diesem OEM Gerät verbaut hat. Mehr als 400 Watt Last war für uns hiermit nicht möglich - schade, denn es wäre interessant gewesen zu sehen, wie sich die bei der Abschaltung noch steigende Effizienzkurve bei höheren Lasten weiter verhält.

Spannungsregulation

Wie wir bereits bei der technischen Analyse festgestellt haben, verfügt dieses Netzteil über DC-DC Wandler, welche für eine gute Spannungsregulierung sorgen dürften. Eine zu niedrige oder zu hohe Spannung kann Komponenten beschädigen oder das System instabil werden lassen. Die Grenzen der Diagramme stellen die ATX-Norm dar. Werte, die außerhalb der roten strichlierten Linien liegen, sind somit auch gleichzeitig außerhalb der ATX-Norm.

Wie schon die DC-DC Wandler vermuten ließen, ist die Spannungsregelung des DPS-500 QB exzellent. Selbst wenn, wie im Test, fast nur die 12 Volt Schiene belastet wird, bleiben alle Spannungen bis auf minimale Schwankungen konstant und weit innerhalb der ATX Normen.

Das Netzteil ist von Anfang an deutlich hörbar, wird dafür allerdings im Laufe des Tests nicht lauter sondern behält eine konstante Lautstärke bei. Hier sieht man erneut die nicht an Endkunden orientierte Plattform - bei einer Workstation ist maximale Lebensdauer wichtiger als ein angenehm leises System im Idle. Während das Netzteil unter Volllast von nicht-Silent-PCs zwar übertönt wird, ist es doch immer wahrnehmbar.

Schutzschaltungen

Bei diesem Netzteil möchten auch wir noch zu den Schutzschaltungen, einem sehr wichtigen Teil eines Netzteils, einige Worte verlieren. Üblicherweise sind diese mit einem normalen System als Testlast sehr schwer zum Auslösen zu bekommen. Selbst eine sehr stark übertaktete R9 290X in Heaven, oder gar FurMark, hat bislang noch keines der im Vergleichstest aufgeführten Netzteile zum Abschalten gebracht.

Das hier getestete Fujitsu Netzteil war das Erste, bei dem sich unser Testsystem im Betrieb sowohl am PC als auch an der Lastbank abgeschaltet hat. Beim Versuch, +100 mV auf die Grafikkarte zu geben und einen Heaven-Benchmark zu starten, schaltete das Netzteil zuverlässig innerhalb der ersten 30 Sekunden ab, obwohl die GPU auf zwei Rails verteilt angesteckt war. Interessanterweise lag der Gesamtverbrauch des Systems dabei unter der maximalen Leistung des Netzteils.

Daraus kann man folgern, dass das DPS-500 QB eine sehr empfindlich eingestellte OCP hat. Die Tests an der Lastbank haben diese Vermutung dann weiter bestätigt. An sich ist das nicht schlecht, ganz im Gegenteil. Kombiniert mit der hier vorliegenden, etwas ungünstigen, Aufteilung der Kabel auf die Rails hingegen kann das je nach Hardware durchaus problematisch sein. Wer vor hat, eine stark übertaktete R9 290X oder eine ähnlich leistungshungrige Grafikkarte zu verwenden, könnte mit diesem Netzteil ähnliche Probleme haben wie wir mit unserem Testsystem.

Moritz Plattner meint …

Moritz Plattner

Dieses Netzteil ist nicht für private Spielerechner entwickelt und das merkt man auch an manchen Stellen. Besonders nennenswert ist hier die fehlende Kompatibilität mit vielen ATX Gehäusen.

Nichtsdestotrotz liefert das Netzteil eine akzeptable, wenn auch nicht mehr ganz zeitgemäße Effizienz, gepaart mit einer grundsoliden und modernen Technik. Hochwertige Bauteile und eine sehr gute Spannungsregulierung runden das Gesamtpaket ab.

Der Lüfter ist leider im Idle recht gut hörbar, während er unter Last vielen Spielerechnern kaum herauszuhören ist - silent-geeignet ist das Netzteil aber keineswegs!

In seiner Preisklasse ist dieses Netzteil absolut konkurrenzlos. Selbst viele erheblich teurere Netzteile kommen technisch nicht an die hervorragende Plattform von Delta ran. Angesichts des Preises sind auch die ungünstige Railverteilung, der nicht ganz leise Lüfter und die niedrige Effizienz durchaus verschmerzbar. Für billigere Spielerechner ist dieses Netzteil eine klare Empfehlung, bei teurerer Hardware sollte dann auch ein leiseres Netzteil, welches auch beim Übertakten nicht abschaltet, in das Budget eingeplant werden.

Sehr wichtig ist aber, vor dem Kauf die Maße des Netzteils mit dem Platz im Gehäuse zu vergleichen. Sonst kann es passieren, dass man ein nicht einbaubares Netzteil erwirbt.

  • Positiv
  • Preis/Leistung
  • Viele Anschlusskabel
  • Hervorragende Spannungsregulierung
  • Nur japanische Elektrolytkondensatoren
  • Unter Last nicht aufdringlich...
  • Neutral
  • Negativ
  • ...im Idle aber hörbar
  • "Billiges" Aussehen, nicht gesleevte Kabel
  • Aufteilung der +12 Volt Schienen
  • Effizienz
  • Maße nicht ATX-Konform

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