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Tech-Review.de

  • Montag, 27. September 2021
Creative Sound Blaster Tactic 3D Alpha

Creative Sound Blaster Tactic 3D Alpha: Gaming-Headset im Test

Einleitung

Im Kino kann man inzwischen nicht nur 3D Filme genießen, sondern der passende Sound hat sich ebenfalls merklich verbessert. Sattere Bässe und damit eine wirklich eindrucksvolle Kulisse - passend zum Film. So ist es nicht verwunderlich, dass auch im Bereich des PC-Audio diese Sound-Komponente Einzug hält. Die Firma Creative will mit ihrem neuen Sound Blaster Tactic 3D Alpha in eine neue Sphäre des Musikgenusses bei Headsets vorstoßen und hat sich mit THX einen starken Partner an Land gezogen. Die Zielgruppe des neuen Ohrbrüllers soll dabei die Gaming-Gemeinde sein. Gerade bei Actionreichen Spielen ist eine genaue Ortung der Ziele anhand der auftretenden Akustik jener besonders wichtig. Darum schwören viele Pro-Gamer auf guten 3D-Sound.

Das neue Dual-Mode 3D-Headset, welches sowohl für PC als auch für den Mac geeignet ist, wird auf den nun folgenden Seiten unterschiedlichen Testbedingungen gegenübergestellt und zeigen, ob der versprochene Soundgenuss auch wirklich präsent ist. Dabei werden wir uns ebenfalls der beiliegenden Software widmen und diese auf Ihre Funktionen hin zu überprüfen.

Der Lieferumfang

Durch den Lieferumfang, welcher alle relevanten Komponenten enthält, kann mit dem Headset direkt losgelegt werden. Die Software "TacticControl-Systemsteuerung", welche auch Treiber für Systeme vor Windows 7 enthält, muss auf der Homepage von Creative separat bezogen werden. Dabei unterscheidet sich der Download separat für Mac- und Windowssysteme. Eine CD oder wenigstens einen kleinen Hinweis darauf auf der Verpackung wäre aber besser gewesen. Das Betriebssystem ab Vista/Windows 7 lädt sich beim Anschließen des Gerätes die benötigten Treiber selbständig in die Treiberdatenbank.

Natürlich möchte man beim Musik hören nicht mit dem Kopf am Tower verweilen und eine angemessene Kabellänge ist hierbei natürlich ein MUSS. Mit zwei Metern Grundlänge und knapp 2,20 m in Kombination mit dem USB-Adapter ist es ausreichend lang, erlaubt aber keine großen Sprünge.

Der Lieferumfang
  • Sound Blaster Tactic3D Alpha mit abnehmbaren Mikrofon und integrierter Lautstärkeregelung
  • THX TruStudio Pro Dual Mode™ USB Adapter
  • Kurzanleitung
  • Software
  • TacticControl-Systemsteuerung, mit LiveTouch optimiert
  • Benutzerhandbuch

Die Features

Angeschlossen wird das neue Alpha-Headset über die altbekannten 3,5"-Klinkenstecker oder aber durch die Verwendung des USB-Adapters. Für die Nutzung unter Windows 7 und des USB-Adapters lädt sich das Betriebssystem den Treiber selbst aus dem Internet herunter. Es lässt sich das Headset also auch ohne Tactic-Systemsteuerung betreiben, allerdings ohne die Soundeigenschaften wirklich ausnutzen zu können. Daher empfiehlt sich die Installation der Software schon alleine wegen der umfangreichen Einstellungen, auf die wir im Praxisbereich noch näher eingehen werden.

Beiliegend sind auch zwei Bücher/Hefte, ein großes und ein kleines. Beim Großen handelt es sich um ein mehrsprachiges und gut bebildertes Installationshandbuch, indem dann auch erstmalig auf die Notwendigkeit des Downloads samt URL hingewiesen wird. Alle Schritte sind gut und leicht verständlich in 13 Sprachen abgebildet.

Das zweite, kleinere Buch enthält die allgemeinen Sicherheitshinweise, wie z.B. das von der Verwendung im Straßenverkehr abgeraten wird, ein Hinweis auf die angepasste Lautstärke um Gehörschäden zu vermeiden, sowie die Gewährleistungsinformationen. Dieses mal in 18 Sprachen.

  • Treiber: 40 mm-Neodym-Magnet
  • Frequenzbereich: 20 Hz ~ 20 kHz
  • Impedanz: 32 Ohm
  • Empfindlichkeit: 100 dB/mW
  • Mikrofontyp: Kondensatormikrofon mit Geräuschunterdrückung
  • Frequenzumfang: 80 Hz ~ 14 kHz
  • Impedanz: < 2,2 kOhm
  • Empfindlichkeit: -41 dBV/Pa
  • 3,5 mm Klinkenstecker für Kopfhörer und Mikrofon
    oder USB 2.0-Stecker vom Typ A
  • Kabellänge: 2 m

Die Optik und Verarbeitung

Beim auspacken des Headsets fällt das Material gleich sehr negativ auf. Die Kanten gerade am Bügel sind Teilweise noch scharfkantig und allgemein wirkt das verwendete Kunststoff billig. Dies ist sehr schade, denn optisch ist das Alpha wirklich nicht schlecht.

Links und rechts ist die Rückseite der Lautsprecher (auch Treiber genannt) unter einer durchsichtigen, aber leicht schattierten Scheibe zu bestaunen, umgeben von einer blau durchscheinenden Dämmung, die zeitgleich als optischer Rahmen fungiert. In der Mitte ist dann jeweils das Sound-Blaster Logo zu sehen.

Auf dem Bügel selbst ist oberhalb und mittig das Tactic 3D-Logo zu finden, ebenso wie zu jeder Seite gerichtet der ALPHA-Schriftzug. Optisch harmonieren diese eingravierten Schriftzüge wirklich gut und verpassen dem Headset damit einen gewissen sportiven Charakter.

Was nochmal die Verarbeitung betrifft, so kann man wirklich sagen, dass diese enttäuschend ist. Nicht durch fehlerhafte Montage oder ähnliches, sondern allein durch das subjektive Empfinden durch das sehr geringe Gewicht und dem minderwertig anfühlendem Kunststoff. Für knapp 40,-€ Kaufpreis hätte dies nicht sein müssen.

Der Lautstärkeregler, zeitgleich Mute-Funktion für das Mikrofon, befindet sich ca. 50 cm vom Headset entfernt und ist durch die Halteklammer stehts gut zu erreichen und damit einfach zu bedienen.

Die Kabelsteuerung mit Lautstärkeregler.

Der Tragekomfort

In Punkto Tragekomfort macht das Alpha-Headset zunächst eine gute Figur, so lassen sich die Bügel an jeder Seite durch ein Arretierungssystem individuell verlängern. Auch eine seitliche Bewegung der Lautsprecher ist möglich, da diese mit einem Kugelgelenk am Bügel befestigt sind. Hierdurch lassen sich die Brüllkörper vertikal aber auch durch leichte Drehbewegung optimal an den Kopf des Trägers anpassen. Ein wichtiger Pluspunkt.

Beim längeren Tragen ist das geringe Gewicht wieder sehr förderlich, auch durch die ohrumschließenden Lederpolster sowie der Bügelpolsterung ist das Headset echt angenehm zu tragen. Anders sieht es hier beim Druck aus. Für den Geschmack des Testers ist der Anpressdruck zu hoch, sodass bereits nach keiner halben Stunde des Tragens sich Kopfschmerzen und erhöhten Druck auf den Ohren bemerkbar machten.

Bei unserem anderen Headset der Firma Sennheiser traten diese Beschwerden nicht auf. Da wir den Druck jedoch testmäßig noch nicht erfassen können und das Empfinden natürlich subjektiv ist, schon alleine durch die Abweichung aufgrund unterschiedlicher Kopfgrößen, fällt die die Wertung dessen zwar negativ aus, aber nicht sehr ins Gewicht.

Das Testsystem

  • Mainboard: MSI DKA790GX (Platinum)
  • CPU: QuadCore AMD Phenom II X4 Black Edition 965, 3300 MHz
  • RAM: 6 GB (DDR2-800 DDR2 SDRAM)
  • Gehäuse: Cooler Master Testbench v1.0
  • OS: Windows 7 - 64 Bit

Die Software

Die Software "Sound Blaster Tactic(3D) Systemsteuerung" muss zunächst auf der Herstellerseite heruntergeladen werden und umfasst insgesamt 82 MB für Windows und knapp 28 MB für den Mac.

Ist die Software erst mal installiert, das System neu gestartet, kann es mit der Konfiguration auch schon losgehen. Beim ersten Start der Software wird nach der obligatorischen Produktregistrierung gefragt, sowie Produktupdates angeboten. Benötigt man dies alles nicht, so kann es beruhigt weg geklickt werden.

Gestartet sieht die Tactic-Systemsteuerung in dessen Aufmachung sehr futuristisch und leicht Star-Trek-mäßig aus. Gefällt dem Redakteur auf Anhieb also schon mal. Auf der linken Seite ist dabei die Profilauswahl zu finden. In der Mitte finden wir die Regler das Mikrofon- sowie die Masterlautstärke samt Mute-Funktion. Im rechten Bereich sind dann die sogenannten LiveTouch-Registerkarten, welche einen direkten Einstieg in die Funktionen bieten.

Wie Eingangs schon erwähnt verfügt die Software über einen umfangreichen Manager, welcher bereits vorgefertigte Profile bekannter eSport-Gamer mit dessen favorisierten Konfiguration bietet - passend zum angegeben Spiel oder Genre. Dabei werden sämtliche Regler wie Lautstärke, Bass uvm. entsprechend eingestellt. Jeder Anwender kann eine Vielzahl von eigenen Profilen erzeugen, mit Namen versehen, diese exportieren sowie auch fremde Konfigurationen importieren. Damit kann der User seine Lieblingseinstellungen auf jedem beliebigen PC, welcher die die Tactic-Software enthält, seine Profile importieren und ist so sehr flexibel in seiner Anwendung.

Unter der Funktion "THX TRUSTUDIO PRO" verbirgt sich ein echt tolles Feature. Hier lassen sich diverse Soundmodifikationen wie kräftigeren Bass, klarere Töne oder automatisch angepasste Lautstärke einstellen. Im Vergleich zum Normal-Modus üblicher Headsets, also der betriebssystenüblichen Grundeinstellung ohne Software, haben wir beim Aktivieren der THX-Funktion (nur im Kombination mit dem DUAL-MODE USB Adapter) direkt eine bemerkenswerte Soundverbesserung feststellen können. Auch wenn es sich hierbei um kein wirkliches Surround-Headset handelt, lässt sich mit der Software und dank THX so einiges verbessern. Die Stimmen klinken klarer, die räumliche Wahrnehmung steigt oder die Ortung von Klängen wird detailreicher. Dieses Feature ist echt Top!

Mit dem Equalizer lassen sich ebenfalls, oftmals auch bei HiFi-Anlagen verwendet, vorgefertigte Sound-Konfigurationen je nach Musikart auswählen.

Eine richtig coole Spielerei ist das "SoundFX"-Modul mitdessen Hilfe sich die eigene Stimme z.B. in einen Dämon oder vielen weiteren Characteren verändern lässt. In der Sprachausgabe wirklich lust, wenn auch ein bisschen Träge in der Anwendung. Spricht man zu schnell, so kommt das Modul nicht mit und die Ausgabe wird unverständlich. Insgesamt ist es ein echt witziges Feature.

Für die Grafikfreaks unter den Anwendern kann auch die Farbe der Linien und Button an den eigenen Geschmack oder Windowsstyle angepasst werden. Reine spielerei.

Zum Schluss gibt es noch ein kleines Sicherheitsfeature. So lässt sich mit der Passcode-Funktion das Programm vor ungewollten Veränderungen schützen. Wirklich Sinn macht dies jedoch nur, wenn man den PC mit mehreren Menschen teilt.

Das THX Zertifikat
Das THX auf der Verpackung und der Software verrät vor allem Eines: Es erfüllt bestimmte Normen, die die Filmgruppe von George Lucas (Star Wars) eingeführt hat. Für Viele ist ein solches Zertifikat ein Qualitätsmerkmal. Für Andere wiederum zeigt es lediglich, dass der Hersteller bereit ist die Lizenzgebühren für den Titel zu kaufen. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Es muss jedoch auch festgehalten werden, dass THX nicht gleich THX ist. Zunächst für Kinosäle vorgesehen hat es sich auch auf andere Bereiche, wie Receiver und sogar Werkstoffe etabliert.

Wie will man jedoch schalldämmende Stoffe mit Kinosälen vergleichen? Deswegen existiert eine ganze Reihe von THX-Zertifikaten, die lediglich sicherstellen, dass das Produkt, welches das Logo trägt, bestimmte Mindestanforderungen erfüllt. Hier sei jedoch angemerkt, dass es auch reihenweise Produkte gibt, die diese Anforderungen erfüllen ohne ein THX-Zeichen zu besitzen. Die entsprechenden Firmen haben sich dann lediglich die Lizenzgebühren gespart.

Im Falle des Creative SoundBlaster Tactic 3D handelt es sich um die Zusammenarbeit zwischen Creative und THX, indem eine Softwarekomponente samt passender Hardware konzipiert wurde, die den Klangeindruck deutlich verbessern soll. Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier und hier.

Die Sprachqualität

Im ersten Testschritt kommt das Mikrofon an die Reihe, welches über einen Klinkenanschluss direkt mit demm Headset verbunden wird.

Am linken Hörer kann das Mikrofon per Klinke angedockt werden.

Es ist in sich flexibel und am Mundstück einen Schaumstoff-Überzug, welcher das bekannte "Puff" beim Sprechen vermindern soll. Wir halten die Möglichkeit der Demontage des Mikrofons für sehr Vorteilhalt, da es nur zum Einsatz kommt wenn es Nötig ist und die Gefahr einer Beschädigung dessen gemindert ist. Dumm ist hier jedoch der Schaumstoffüberzug, welcher sich bereits nach der ersten Nutzung verabschieden wollte. Er ist nur einfach aufgezogen und verfügt über keine Befestigung, sodass hier beim Umgang mit dem Headset darauf geachtet werden sollte, das Teil nicht zu verlieren.

Ein Headset kommt meist bei Skype- oder Multiplayeraktionen zum Einsatz und da diese Soundpakete von den Programmen oder auch in Online-Games komprimiert werden, haben wir uns im Test auf eine Aufnahme mit dem Windows-Recorder sowie auf etliche Skype- und Multiplayersessions beschränkt. Dies war notwendig, denn wir sind leider kein Soundlabor und besitzen dementsprechend keine geeigneten Gerätschaften, um spezielle Töne wahrheitsgetreu zu erzeugen. Wir denken jedoch, dass auch unsere subjektive Beurteilung der Sprachqualität als Richtergebnis zu bewerten ist. Subjektiv auch deshalb, weil jeder Mensch eine andere Stimme mit unterschiedlicher Frequenz hat und diese auch beim Sprechen ständig in Lautstärke sowie Tonlage variiert.

Wir haben also, wie schon erwähnt, mehrere Recorder-Aufnahmen gestartet - dies sowohl im Gebäude als auch draußen. Die Testkriterien waren dabei die saubere Aufnahme, die Rauschunterdrückung und das sich die Aufnahme auch auf das Gesprochene reduziert und keine überflüssigen Umgebungsgeräusche mit aufgenommen werden.

Wir haben die Aufnahme einmal ohne Schaumstoffüberzug und ohne Rauschunterdrückung sowie dann noch mit der Kombination aus Schaumstoffüberzug und Rauschunterdrückung getätigt. Im ersten Fall war festzustellen, dass das Mikrofon ohne Schutzüberzug sehr empfindlich gegen Luftströme ist. Um eine saubere Aufnahme hinzu bekommen mussten wir das Mikrofon sehr weit weg vom Mund positionieren um diese "Puff"-Effekte zu umgehen. Bei einer Aufnahme im Freien war jeder Windstoß für das Mikrofon störend und fand sich auf der Aufnahme in Gestalt des unschönen Rauschens wieder.

Anders sieht es mit dem Überzug und der Kombination dessen mit eingeschalteter Rauschunterdrückung aus. Hier erhalten wir in beiden Szenarien wirklich gute Aufnahmen. Verbunden mit der VoiceFX-Funktion lassen sich bestimmt schöne und auch lustige Dingen realisieren.

Praxistest Musik

Wir uns eine Wav.-Datei rein für die Basswiedergabe erstellen lassen und uns diese mit dem Alpha Headset angehört. Ziel dieses Tests war es zu schauen, ob das Headset den hohen Bassdruck ohne klirren und zerren wiedergeben kann - und dies auch bei voll aufgedrehter Lautstärke. Das Ergebnis war mehr als zufriedenstellend.

Das Headset konnte die Kombination verschiedenster Bassstufen- sowie dessen Variationen ohne ein Auftreten von merklichen Tonverfälschungen oder dem gerade bei sehr tiefen Basstönen bekannten "klirren" abspielen und erzeugte im vollen Umfang ein schönes Sounderlebnis. Die Bässe wurden sauber produziert und klangen auch keineswegs dumpf oder "unwirklich". Ein sehr gutes Testergebnis. Mit dem Equalizer der Software lassen sich diese Einstellungen noch an die Benutzerwünsche anpassen.

Als nächste Teststufe haben wir uns dann verschiedene WAVE-Songs angehört, wie z.B. vom Interpreten Van Halen und seinem Titel "Top Gun Theme", mit denen die Klangqualität beurteilt werden konnte. Da es sich bei diesen Songs nicht um irgendwelche Lieder handelt, sondern um Dateien mit unterschiedlichen Streich-, Schlag- und Zupfinstrumenten sowie verschiedene Geräuschen aus Elektronik, Stimme und andere Soundeffekte, lässt sich die klangetreue Wiedergabe gut überprüfen.

Praxistest Filme

Um die Qualität der Soundwiedergabe von Filmen zu bewerten, haben wir uns unter anderem die Filme "Hancook" sowie "Predators" auf den Bildschirm geholt. Gerade beim zweitgenannten Film gibt es diverse Szenen, die eine gute Soundkulisse voraussetzen, damit die Spannung an der Stelle auch beim Betrachter ankommt und Gänsehautfeeling erzeugt. Das Alpha-Headset konnte in diesem Test zeigen, dass auch ein günstiger Krachmacher in der Lage ist die Bässe sauber abzubilden und dies in Kombination mit weiteren Nebengeräuschen.

Bei sehr lauten Szenen, bei denen viele verschiedene Tonarten gleichzeitig in hoher Lautstärke präsent sind, verliert es jedoch gerade im Bass an Druck. Er ist zwar da, durchaus wuchtig, jedoch verschwimmen die Töne an dieser Stelle schnell, sodass sich der Bass nicht sauber abzeichnet. In den Mitten hingegen lieferte das Alpha eine gute Leistung ab. Die Sprache der Darsteller war auch in hitzigen Situationen kristallklar zu verstehen und wir wurden zu keiner Zeit beim Sound wirklich enttäuscht. Für rund 40€ Kaufpreis ein sehr guter Abschluss dieses Tests.

Praxistest Spiele

Anschließend haben wir unsere PC-Games anlaufen lassen und uns durch Counter-Strike, Battlefield, Medal of Honor sowie auch FarCry 2 gespielt. Dabei haben wir die Wiedergabe der Soundeffekte, der Sprache sowie die räumliche Wahrnehmung überprüft. Nutzt man das Headset über die Klinkenschlüsse, so sind die Töne nicht sehr detailliert ausgeprägt und verschwimmen zum Teil.

Mit dem USB-Adapter hingegen bekommt man ein wirklich gutes räumliches Feeling und auch kleine Dinge wie die Aufprallgeräusche von Handgranaten waren damit wirklich gut zu hören. Raum- oder Schallklänge wurden wahrheitsgetreu wiedergegeben und erzeugen ein sehr gutes Klangerlebnis.

Die Leistungsbewertung

Da wir natürlich auch die Gesundheit unserer Lesergemeinschaft nicht außer Acht lassen wollten, haben wir die maximale dB-Leistung mit einem Schallpegelmessgerät im Realbetrieb gemessen.

Dass es sich hierbei um einen nicht unwichtigen Test handelt zeigt die Tatsache, dass eine Beschallung des Trommelfells über einen längeren Zeitraum (z.B. täglich 8 Std.) bereits bei 90 dB Gehörschäden hervorruft. Ein startender Düsen-Jet im Abstand von 100 m erzeugt einen Schalldruck von 110-140 dB und bereits bei einer kurzfristigen Einwirkung von einer Quelle mit 120 dB verursacht einen irreparablen Gehörschaden, welcher nicht direkt merkbar sein muss, aber Langzeitschäden verursachen kann. Die Schmerzgrenze eines Menschen ist bei 134 dB erreicht.

Als maximalen Schallpegel hat Creative Tactic 3D laut Datenblatt einen Schalldruck von 104 dB. Einige Hersteller achten jedoch nicht auf dessen Einhaltung und so können auch mal höhere Werte, wenn auch nur kurzfristig, erreicht werden. Und dies kann auf die Gesundheit des Kunden, speziell auf dessen Gehör gehen.

Um praxisnahe Werte zu erhalten, haben wir deshalb die verschiedenen Songs und Töne in voller Lautstärke abspielen lassen und das Messgerät genau zwischen die Lautsprecher platziert.

Das Headset in der Leistungsmessung.

Egal welche Sounddatei wir auch nutzten und was für extreme Geräuschkulisse aus den Lautsprechern des Alpha-Brüllers kam, der maximale von uns mehrfach gemessene Wert ist 93,3 dB(A) und damit noch unterhalb der Herstellerangabe. Im Durchschnitt pegelte sich das Messgerät im Bereich von ~85 dB ein und liegt damit noch unter der schmerzhaften sowie schadhaften Grenze. Auf der nächsten Seite kommen wir zum abschließenden Fazit.

Mario Kramer meint …

Mario Kramer

Das Headset wurde von uns auf den vorangegangen Seiten intensiv begutachtet, diverse Tests hat es über sich ergehen lassen müssen, damit kommen wir zum abschließenden Fazit. Als Ergebnis der Tests muss man sagen, dass der User für die 40€ Kaufpreis jede Menge guten Sound, jedoch kein sehr hochwertiges Headset bekommt. Gestört hat uns sehr die billig wirkende Wahl des Kunststoffen sowie der in der Empfindung des Redakteurs, zu hohe Anpressdruck. Zweites ist jedoch rein subjektives Empfinden des Trägers - Kopf mit 58cm Umfang zu groß? Dann wäre es aber nur für kleiner Gehirnverpackungen geeignet. Eine genaue Aussage hierzu lässt sich nicht treffen, denn einem weiteren Tester mit fast identischem Kopfumfang störte der Druck nicht. Packen wir die zweite Kritik also in die Kategorie Geschmackssache!

Die Software bietet eine Vielzahl interessanter Features wie die THX-Tru-Komponenten oder die lustigen Effekte des VoixeFX-Moduls, all dies wertet die Soundkulisse nochmal deutlich auf und gefällt uns durchaus. Unsere Skype-Konferenzen, Gamingsession und die Musikbeschallung wirkte allesamt deutlich detaillierter und ausgeprägter in der Gesamtdarstellung des Sounds. Tontechnisch konnte es sogar unser deutlich teureres Sennheiser-Headset schlagen. Lediglich im Bereich des Film-Sounds haben wir leichte schwächen in der klaren Darstellung des Basses verzeichnen können, dieses jedoch nur bei der Überscheidung mehrfacher Töne in hoher Lautstärke. Eine gelungende Leistung. An dem Material sollte Creative auf jeden Fall aber noch arbeiten, denn die Wahrnehmung der Qualität eines Produkts ist genauso wichtig wie die schließliche Leistung, wovon das Headset ordentlich bieten konnte - und alles innerhalb der Spezifikationen.

Aufgrund des wirklich guten Sounds, den kräftigen Bässen sowie schönen Mitten bekommt das Headset für den gleichzeitig günstigen Preis den Preis-/Leistungs-Award der Redaktion verliehen.

  • Positiv
  • Sehr guter Sound
  • Einfache Handhabung der Software
  • Gute Qualität von Tonaufnahmen
  • VoiceFX - lustige Spielerei
  • Kabellänge gerade noch am Limit (für Anschluss am Heck eines PC's)
  • Weiche Polster und gute Ergonomieanpassung an den Kopf des Trägers
  • Guter Preis
  • Neutral
  • - / -
  • Negativ
  • Softwarelink nur im Handbuch zu finden
  • Das Kunststoff wirkt sehr minderwertig
  • Der Kunststoffüberzug des Mikrofons geht schnell verloren
  • Leichte Schwächen im Film-Test

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