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  • Freitag, 17. September 2021
Corsair Dominator DDR3 PC1600 C9

Corsair Dominator DDR3 PC1600 C9: Ein echtes Undervolt-Wunder?

Einleitung

Zugegeben: Der Speicher ist nicht mehr brandneu.
Allerdings steht die Dominator-Serie von Corsair für hohe Qualität bei guten Übertaktungs-Eigenschaften.
Das alleine wäre schon Grund genug den Speicher zu testen und das Ergebnis in einem Review zu präsentieren.

Doch es gibt einen weiteren Grund: Die aktuellen Core i7, i5 und i3 - Prozessoren aus dem Hause Intel.
Warum das interessant ist? Das ist einfach: Die getesteten RAM-Module sind für eine Spannung von 1,80 Volt ausgelegt. Der im Core i7 integrierte Speichercontroller z.B. darf aber maximal 1,65 Volt erhalten.

Ein Widerspruch? High End ohne High End RAM?
Wir haben die Probe aufs Exempel gemacht und Erstaunliches festgestellt. Es gilt zu beachten, dass die Ergebnisse dieses ungewöhnlichen Versuches wenig repräsentativ für die Übertaktungseigenschaften des RAM-Kits bei den vollen 1,80 V oder gar darüber sind, da unsere Tests mit der von Intel maximal angegebenen RAM-Spannung von 1,65 Volt durchgeführt wurden.

Der Speicher

Das Kit verfügt über 2 x 2 GB große Speicherriegel und trägt die genaue Bezeichnung TW3X4G1600C9D.
Der Name beinhaltet alle wichtigen Informationen: Die Riegel arbeiten mit 1600 MHz und 9-9-9-24.

Die Corsair Dominator hat große Heatspreader

Da DDR3 RAM eher von hohen Takten als von niedrigen Latenzen profitiert, sind die CL9 zu verschmerzen, obwohl es hier schnellere Modelle gibt.

Die Optik des edel anmutenden Speichers weiß zu überzeugen und bietet pure Eleganz. Der Heatspreader ist großzügig bemessen. Insgesamt ist ein Riegel 5,3 cm hoch. Nimmt man den Heatspreader mithilfe der drei Torx-Schrauben ab, ist ein Riegel nur noch 4,3 cm hoch. Daher sollte man den Platz neben, bzw. unter dem CPU-Kühler gut einschätzen, damit es nicht zu Inkompatibilitäten kommt. Demontiert man die Kühlrippen, lassen sich auch Wasserkühler, z.B. MIPS Corsair Edition, befestigen.

Die Corsair Dominator-Riegel

Die Eindruck lässt Gutes erahnen. Also wollen wir sehen wieviel die Corsair Dominator hergeben und ob sie ihrem wohlklingendem Namen gerecht werden. Doch zuvor wollen wir Ihnen auf der nächsten Seite das Testsystem vorstellen.

Das Testsystem und Testmethode

Mainboard:
Gigabyte GA-P55A-UD7 (BIOS vF5a)

CPU:
Intel Core i7 860 @ 4,0 GHz

Arbeitsspeicher:
2 * 2 GB Corsair Dominator DDR 3 (TW3X4G1600C9D)

Grafikkarte:
ATi RADEON 4870 X2 @ 800/1000 MHz

Software:
Windows 7 Professional Edition 64bit
Everest
Sandra
Sciencemark
3D Mark Vantage

Die montierten RAM-Riegel im System

Da Speicher- und CPU-Takt bei den neuen Core-Modellen von Intel vom gewählten Basistakt abhängen, stellt sich ein Problem ein, sofern man nur den Arbeitsspeicher übertakten will. Hebt man den Basistakt, erhöht sich zwar der Speichertakt, jedoch gleichzeitig auch der Prozessortakt. Wir haben versucht, soweit möglich, dem entgegen zu wirken, indem wir den CPU Multiplikator angepasst haben um möglichst 2,80 GHz Prozessortakt zu erhalten. Die Ergebnisse müssen also entsprechend interpretiert werden.

Die Ergebnisse

Die in der Einleitung erwähnte Diskrepanz zwischen 1,80 Volt Soll-Spannung der Module und der von Intel maximal angegebenen Spannung von 1,65 Volt aufgrund des im Prozessor integrierten Speichercontrollers, waren wir über die ersten Versuche äußerst überrascht.

Der Speicher wurde von unserem Gigabyte P55A-UD7 automatisch mit 1,5 V versorgt und mit 1600 MHz angesprochen. Wir fixierten diesen Wert also und erwarteten ohne Spannungsanhebung keine nennenswerten Taktsteigerungen. Doch die Corsair Dominator überraschten uns, indem sie sich bei besagten 1,5 V bis 1860 MHz takten ließen. Ein sehr ansehnliches Ergebnis, wenn man beachtet, dass die Riegel somit ganze 0,3 V unter der Werksangabe liefen. Doch die Dominator hießen nicht so, wenn sie nicht mehr zuließen.

Wir erhöhten also die Ram-Spannung auf 1,65 V um zu sehen, was mit dem von Intel angegebenen Maximum noch möglich ist. Die folgenden Taktsteigerungen waren aber leider nur mit auf 10-10-10-24 entschärften Timings möglich. Insgesamt erreichten die Dominator 2004 MHz bei 1,65 V Spannung.

Folgend sehen Sie was das konkret für Speicherdurchsatz, etc. bedeutet.

Wir ließen die beiden Corsair-Riegel unseren Testparcour durchlaufen und testeten mit Everest, Sandra, Sciencemark und 3D Mark Vantage. Für den Letzteren ließen wir unsere i7 860 mit jeweils 3,34 GHz laufen.

Tibor Bársony meint …

Tibor Bársony

Auch wenn die Messergebnisse wohl nur wenig Aussagekraft haben, da der Speicher stets mit zu wenig Spannung betrieben wurde, sind die Ergebnisse durchaus interessant. Immerhin zeigen sie ganz deutlich, dass man als Besitzer eines Core i7-Systems keinen sogenannten „Low Voltage“-Speicher benötigt um hohe Taktraten beim Speicher zu erzielen. Die Testergebnisse spiegeln eines aber mit Sicherheit wieder: Die Corsair Dominator sind Übertaktungsmodule, wie sie im Buche stehen. Auch die Verarbeitung und Optik sind über jeden Zweifel erhaben.

Wer edlen Arbeitsspeicher mit ordentlich Taktreserven sucht, liegt hier mit Sicherheit richtig. Daher hat sich das Dominator-Kit seine Awards redlich verdient.

  • Positiv
  • OC per Undervolting
  • Edle Verarbeitung und Optik
  • Viel Taktreserve
  • Auch für Core i7 und Co tauglich
  • Neutral
  • - / -
  • Negativ
  • - / -

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