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Tech-Review.de

  • Montag, 27. September 2021
CoolerMaster HAF 932

CoolerMaster HAF 932: Im Test

Einleitung

Nach den großen Erfolgen der Cosmos- und der Stacker-Serie - auch außerhalb der Gamerszene - kommt nun der Nachfolger in den Handel und muss sich nun gegen die starke Konkurrenz und die hohen Erwartungen beweisen. Dadurch, dass die beiden Vorgänger so verdammt erfolgreich waren, muss der HAF932 von CoolerMaster den gleichen Standard an Verarbeitung, Leistung und Features bieten können, um das gespannte Publikum nicht zu enttäuschen.

Die genaue Bezeichnung des neuen "Ungetüms" lautet HAF Tower RC-932-KKN1-GP - black und präsentiert sich in großer und mächtig wirkender Form. Der HAF932 kommt nicht nur mit einem großen Lüfterpark an den Start, sondern bietet zudem laut Hersteller auch innovative Features im Bereich der Wasserkühlung an.

Ob sich der HAF932 nun an die Erfolgsgeschichte seiner beiden Vorgänger anknüpfen kann wird dieser Testbericht Ihnen nun zeigen.

Der Lieferumfang

Sicherer Transport wird gerade bei stoßempfindlichen Gehäusen bei Caseking groß geschrieben, und daher erhielten wir den HAF932 sicher verpackt und in Top Zustand. Bereits der Karton des Towers lässt das Konzept von CoolerMaster's-Towerschmiede erahnen. Hier steht die Power im Vordergrund, und durch die Mischung zwischen CAD-Zeichnung und einem Abbild des Towers wird dieses auch klar.

Das mitgelieferte Zubehör ist eigentlich schon bereits Standard bei CoolerMaster. Lediglich die zusätzlichen Rollen, welche man durch die bereits vormontierten Standfüße austauschen kann, werden nur bei dieser Art der Tower, meist Big-Tower, mitgeliefert.

Lieferumfang im Detail:

  • CoolerMaster RC-HAF 932 Gehäuse
  • Installationsanleitung (mehrsprachig, jedoch kein Deutsch)
  • Befestigungsmaterialien
  • 12V Stromverlängerungskabel
  • Festplatten-Entkopplungsrahmen (bereits verbaut)
  • Laufwerksblende für 3,5"-Laufwerke, welche in 5,25"-Schächte eingebaut werden

Die technischen Daten

  • Maße:
    230 x 545 x 575 mm (BxHxT)
  • Gewicht:
    ca. 13,2 Kg
  • Mainboard-Formfaktor:
    ATX, Micro-ATX, E-ATX
  • Lüfter:
    1 x 230 x 230 x 30 mm (Front, 19dB(A) , 700 U/Min, Red LED)
    1 x 230 x 230 x 30 mm (Seitenteil, 19dB(A) , 700 U/Min)
    4 x 120 x 120 x 25 mm (Seitenteil, optional statt 230mm Lüfter)
    1 x 230 x 230 x 30 mm (Deckel, 19dB(A), 700 U/Min)
    2 x 120 x 120 x 25 mm (Deckel, optional statt 230mm Lüfter)
    1 x 120 x 120 x 25 mm (Deckel, optional)
    1 x 140 x 140 x 25 mm (Rückseite, 17dB(A), 1200 U/Min)
    1 x 120 x 120 x 25 mm (Rückseite, optional statt 140mm Lüfter)
    2 x 120 x 120 x 25 mm (Boden, optional)
  • Laufwerksschächte:
    6 x 5,25 Zoll (extern)
    1 x 3,5 Zoll (extern, in 5,25-Zoll-Schacht)
    5 x 3,5 Zoll (intern)
    Erweiterungsslots: 7
  • Netzteil:
    Standard ATX PS2 / EPS 12V (optional)
  • I/O Panel:
    4 x USB 2.0
    1 x eSATA
    1 x Firewire
    1 x je Audio IN/OUT
  • Material:
    SECC, Kunststoff
Die Anleitung ist leider nicht in deutscher Sprache

Die Optik

Die Optik ist für jeden Kaufinteressenten eines der wichtigsten Kriterien, welche entscheidend für das weitere Kaufverfahren sind. Aus diesem Grund haben die Designer von CoolerMaster auch versucht den Tower mächtig wirken zu lassen. Ebenfalls sollten die verschiedenen Komponenten wie die Mesh-Elemente und das Side-Window auch optisch eine Harmonie bilden.

Wir müssen zugeben, dass dieses nur teilweise gelungen ist. Vergleicht man nun die beiden Vorgänger so wird schnell klar, dass dort eine eindeutige Linie gefahren wurde, während beim HAF eher das Gefühl von "Kuddelmuddel" aufkommt. Nach ersten User-Meinungen durch Recherchen im Internet nach Veröffentlichung der Pressenews zum HAF, haben wir doch leider eine eher negative Resonanz festgestellt. Viele User empfanden die Kombination aus Plexiglas, SECC-Stahl, Kunststoff, Mesh und Lochraster nicht sehr ansprechend.

Ebenso fiel der helle Innnenraum mehreren Usern sehr negativ auf. Wiederum sind wir der Meinung, dies ist natürlich als subjektiv zu betrachten, dass der HAF durchaus seine optischen Vorzüge hat und sich rein optisch auch mit den Vorgängern messen kann.

Das Cooler Master HAF932

Der Lack des Towers kann zu Recht als dunkelschwarz bezeichnet werden. Während einer sehr dunklen Nacht im Laufe der Testzeit kam es schon mal vor, dass auch das Testlabor nur gering beleuchtet war. Hier war außer der LED-Leuchten sowie dem beleuchten Lüfter vom Tower selber nichts mehr zu sehen. Dies nochmal als Veranschauung zum Lack, denn die Fotos geben dies nur sehr spärlich wieder. Der Lack ist ausreichend dick, zudem mit gutem Haftgrund aufgetragen und ist dadurch ebenfalls sehr stoßresistent.

Leider sieht es da im Innenraum mit dem Lack nicht gerade toll aus. Hier sind starke Verneblungen von der Außenlackierung zu finden, welches z.B. bei einem gut beleuchteten Inneren nicht gerade positiv zu bewerten ist.

An der Unterseite der Front befindet sich ein sehr großzügiger Meshbereich, versteckt hinter Kunststoffrillen, welche einen direkten Einblick auf das Meshgitter sowie dem dahinter liegenden, in rot leuchtenden, Lüfter bieten.

Auch die Laufwerksblenden haben Meshgitter-Elemente und passen sich so in die Optik ein. Ein cooles Feature, welches wir a) befürworten, da es Installationserleichterung beim Laufwerkseinbau bietet und b) zugleich wieder einen optischen Mangel darstellt.

Die Blenden lassen sich ganz bequem und auch sehr einfach durch ein innovatives Clip-System an den Seiten aus dem Gehäuse lösen. Der Nachteil dieses Features ist jedoch die Sichtbarkeit von hellen Laufwerksrahmen. Viele Laufwerke bieten verschiedenfarbige Blenden für die Front an, jedoch sind nicht alle Laufwerke auch gleich in komplett schwarzem Rahmen gefertigt, so dass dieses helle Material durch die Clip-Löcher zu sehen ist.

CoolerMaster hat auch hier wieder auf die Metallblenden gesetzt, was wir leider schon seit geraumer Zeit ansprechen, denn diese sind einfach nicht mehr zeitgemäß und bedeuten für den User nur mehr Arbeit beim Einbau seiner Komponenten.

Die Front-Slotblenden sind aus Metall und müssen rausgebrochen werden

Was wir sehr schön finden, also ich als Autor jedenfalls, ist die Kombination aus dem Seitenfenster mit Gitterlook und dem darunter befindlichen Lüfter, auf den wir im Abschnitt "Kühlung" näher eingehen werden.

Dieses Design-Feature bietet somit die Möglichkeit direkt ins Innere des Gehäuses zu blicken und verdeckt damit auch nicht den Blick auf exklusive verbaute Komponenten. Sicherlich ist hier wieder der Lack ein Dorn im Auge, denn der Innenraum ist in einem Grauton gehalten, was sich mit bunten Beleuchtungselementen oder auch Hardwarekomponenten sicherlich "beißen" wird. Daher kommt wohl auch die negative Bemerkung einiger User über den neuen HAF in einschlägigen Foren und Blogs.

Der Deckel des Gehäuses beherbergt so einige Spielereien. Darunter auch ein sogenanntes I/O-Panel. Dort befinden sich der Power- sowie der Resetbutton, 4 x eine USB-Schnittstelle in der Version 2.0 (auch abwärtskompatibel), einen Firewire-Anschluss (IEEE 1394) und je eine Audio-In- sowie Out-Buchse z.B. zum Anschluss eines Headsets.

Auf der Oberseite befindet sich zudem noch eine Ablagefläche mit einer Gummimatte, unter der sich noch ein kleines Feature versteckt. So können Sie dort z. B. Ihre USB-Sticks ect. ablegen oder bei eingebauter Wasserkühlung Ihren Ausgleichsbehälter direkt befüllen. Leider hat CoolerMaster hier nicht mitgedacht und die Öffnung extrem klein gehalten. Das Befüllen mag ja damit leichter gehen, nur bekommt kein normaler Mensch den Deckel des Ausgleichsbehälters auf. Es gibt zwar Varianten mit abziehbarem Deckel, aber dies sollte ja nicht der Sinn sein. Auch konnten wir im Netz keinerlei Informationen zusammentragen, um Ihnen sagen zu können was für ein Ausgleichsbehälter mit welcher Kapazität dort einzubauen geht, damit Sie das Einfüll-Loch nutzen können.

Etwas ist uns bei den USB-Anschlüssen jedoch aufgefallen, auch wenn es keine Einschränkung in irgendeiner Funktion darstellt. Und zwar ist es bei z. B. USB-Sticks schon bereits Standard, dass an einer Seite des Sticks eine LED platziert ist. Mit fünf verschiedenen USB-Sticks haben wir dies überprüft und jedes Mal festgestellt, dass die LED der Sticks nach unten zeigt und somit nicht im Blickfeld des Users ist. Bei einigen Versionen leuchtet der gesamte Stick, und da ist sowas uninteressant. Hier hätte CoolerMaster die USB-Buchsen einfach um 180° drehen sollen, damit auch die LEDs der Sticks im Sichtfeld der User sind und dadurch der Transfer von Daten auch gesehen werden kann. Wie aber schon anfänglich gesagt ist dies keine Einschränkung, sondern nur ein Verbesserungsvorschlag von uns.

Die Rückseite des Towers ist eigentlich bereits Standard und zeigt Ihnen nur zwei offensichtliche Dinge, welche im Vergleich zu anderen Towern anders sind. Dies wäre zum Einen der Netzteileinbau. Hier haben Sie die Möglichkeit das Netzteil sowohl oben als auch unten zu montieren.

Zum Zweiten sind die Schlauchdurchführungen an der Abdeckplatte angebracht. Dies hat den Vorteil, wenn Sie einen externen Radiator haben, dass Sie mit dem Einbau des Netzteils selber entscheiden können ob die Schläuche von oben oder von unten aus dem Gehäuse kommen. Damit ist dies sehr variabel.

Was auch sehr positiv bei diesem Tower auffällt ist die Möglichkeit, die vorinstallierten Gummifüße, welche zugleich zum Entkoppeln von auftretenden Vibrationen dienen sollen, durch die im Lieferumfang befindlichen Rollen zu ersetzen.

Die Installation ist denkbar einfach, denn es ist nur ein Kreuz-Schraubendreher nötig um die Schrauben der Gummifüße zu lösen und um die neuen Schrauben zu befestigen. Hier sei aber auch nochmal erwähnt, dass durch die Verwendung der Rollen zwar das Handling des Towers deutlich besser ist, es jedoch dann keine Entkopplung zum Fußboden hin mehr gibt. Die Rollen bestehen aus Hartplastik und geben so die ankommenden Vibrationen ungefiltert an den Fußboden ab.

Die Innenaustattung

Nachdem wir uns nun so intensiv mit der Außenseite des Gehäuses beschäftigt haben wird es auch Zeit, sich den Innenraum mal etwas genauer anzuschauen.

Beim Öffnen der Klappe fällt direkt der große Lüfter in der Seitenklappe auf, zu dem wir auch im Bereich der Kühlung zu sprechen kommen werden. Was hier wieder auffällt ist, dass auch die Seitenklappen von innen keine schwarze, sondern auch die gleiche graue Lackierung haben wie der gesamte innere Bereich.

Direkt in die Augen fällt uns der Bereich der HDD-Module. Hier lassen sich fünf 3,5"-Laufwerke wie z. B. Festplatte im Raidverband einbauen. CoolerMaster setzt hier auf ein innovatives System, welches einen leichten Ein- bzw. Ausbau der empfindlichen Hardware ermöglicht. Zugleich ist das HDD-Modul um 90 % gedreht und die Moduleinheiten direkt zum Anwender gerichtet. Dies hat den Vorteil, dass die Festplatten schnell gewechselt werden können.

Gebremst wird diese Aktion lediglich durch die Verkabelung, denn wenn Sie zum Beispiel eine Festplatte in der Mitte eines Verbundes entfernen wollen kommen Sie nicht drumherum auch das andere Seitenteil des Gehäuses zu öffnen.

Der Vorteil wiederum ist, dass Sie an einer zentralen Stelle die Kabel Ihrer Festplattenlaufwerke verwalten und diese an der Rückseite der Mainboard-Wand auch sauber und vor Blicken geschützt verlegen können.

Neben dem HDD-Modul stechen auch direkt darüber die Laufwerksschächte der 5,25"-Laufwerke ins Blickfeld des Betrachters. Sechs externe 5,25"-Schächte und wahlweise ein externer 3,5"-Laufwerksschacht stehen dem User zur Verfügung. Damit bietet der HAF932 genügend Platz für die verwendeten Laufwerkslösungen.

Für einen schraubenfreien Einbau verwendet CoolerMaster hier das bereits bewährte Clip-Verfahren durch ein patentiertes Einrast-Arretierungssystem. Leider mussten wir feststellen, dass dieses System nur einseitig zum Einsatz kommt und die Laufwerke auf der anderen Seite nur durch zusätzliche Schrauben gehalten werden. Hier wurde unserer Meinung nach an der falschen Stelle gespart, denn unsere Testlaufwerke ließen sich auch nach der Arretierung noch bewegen. Bei unserer Lüftersteuerung haben wir sogar den Fall gehabt, dass sich jene bei dessen Bedienung ins Gehäuseinnere verschiebt, so dass ein umständliches "Wiederausziehen" nötig war. Hier musste dann die gute alte Schraubenmethode verwendet werden.

Netzteilschacht:
Wie wir ja schon auf der vorherigen Seite erwähnten, lässt sich das Netzteil entweder unter dem Gehäusedeckel oder am Gehäuseboden montieren. Möchten Sie nun Ihr Netzteil im Deckel platzieren, so müssen Sie den dortigen Lüfter demontieren, damit genug Platz für den Einbau zur Verfügung steht. Entsprechende Stegbleche sind bereits montiert.

Der Obere Netzteil-Montageplatz

Für die Anbringung des Netzteils am Boden ist dort eine Art Gittergerüst vormontiert. Dies soll einen guten Airflow für das Netzteil sicherstellen, lässt sich jedoch mit wenigen Handgriffen und einem Schraubendreher demontieren.

Mainboardeinbau:
Genau wie beim Cosmos, so ist auch beim HAF eine Einbauschablone für die korrekte Positionierung der Abstandshalter für das Mainboard mit im Lieferumfang enthalten. Beim Cosmos war diese jedoch bereits auf der Mainboardplatte befestigt, und hier erhalten Sie eine zusammengefaltete Papierschablone, welche Sie eher umständlich auf die Platte legen und festkleben müssten. Dies haben wir uns in diesem Test erspart und die Schablone nur drübergelegt. Auf dem folgenden Bild sehen Sie nämlich das Problem: Es ist durch die gefaltete Art nicht sehr praktisch im Verlegen.

Eine Einbauschablone für die korrekte Mainboard-Abstandshaltermontage

Der CoolerMaster HAF932 ist sehr großzügig bemessen, und daher ließ sich das Mainboard auch sehr bequem einbauen. Auch für große Grafikkarten ist durch die 90°-Drehung des HDD-Modules ausreichend Platz vorhanden.

Kabelmanagement:
Im Bereich des Kabelmanagements konnte uns der HAF voll überzeugen. Die Seitenwand bietet zur Mainboardplatte ausreichend Platz für eine gründliche Verlegung aller wichtigen Kabel im System, zudem lassen sich auch die Kabel der Festplatten praktisch dahinter verstecken. Dadurch, dass mehrere Löcher mit abgerundeten Kanten oder speziellem Kantenschutzband vorhanden sind, lassen sich auch kürzere Kabel im "Hinterzimmer" des Gehäuses verstauen.

Die Sockelaussparung ist mit einem Kantenschutzband versehen, um verlegte Kabel zu schützen

Leider mussten wir eine fatale Stelle bemerken, welche uns nicht nur einfach störte, sondern den Betrieb des Computers gefährden könnte. Die Idee mit dem gedrehten HDD-Modul ist super, auch dass alle Kabelelemente sich hinter dem Mainboard verstecken lassen, aber genau an der Stelle wo die Kabel vom HDD-Modul zur Rückseite geführt werden (wenn man diese nicht durch die Löcher steckt, sondern direkt hinten lang legt) haben wir eine sehr scharfe Kante feststellen müssen. Bisher auch die einzige scharfe Kante beim gesamten Gehäuse. Leider eine sehr fatale Stelle. Hier weisen wir aber auch nochmal ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei unserem Tower um ein Testsample handelt und dieses Problem eventuell bereits erkannt und beseitigt worden ist oder dass es sich bei uns um eine Ausnahme handelt. Bisher sind uns nämlich keine weiteren Informationen im Internet bekannt, wo Anwender oder Testseiten jene Stelle bemängeln.

Karteneinbau:
Der Einbau und der sichere Halt von Karten ist gerade bei "Schwergewichten" keine unwichtige Angelegenheit, denn schließlich kann ein nicht korrekter Sitz einer Karte schon einen Fehler produzieren, da vielleicht einzelne Pins keinen richtigen Kontakt im Kartensockel herstellen können.

Als wir uns das gewählte System vom HAF angeschaut haben, waren wir schon sehr skeptisch, denn dieses System war uns schon vom NZXT Apollo bekannt und erwies sich dort nicht gerade als stabil und langanhaltend zuverlässig. Hier wurden wir jedoch eines Besseren belehrt, denn anscheinend setzte man hier auf besseren Kunststoff und bessere Befestigungen. Unsere Grafikkarte konnte so mit einem festen und dennoch anhaltenden Druck im Gehäuse eingebaut werden und die Außenwand gab auch keine Anzeichen eines Verbiegens von sich, wie es beim Apollo bei schweren Karten vorkommen konnte. Sehr schön zu sehen, dass auch die Kritik der Anwender Früchte trägt und an dem Problem gearbeitet wurde.

Die PCI-Slotblenden sind geklippt und lassen sich schnell entfernen

Nachdem wir Ihnen nun alle Features gezeigt und Sie bestimmt gemerkt haben, dass die Kühlung noch nicht erwähnt wurde, wollen wir Sie auch nicht länger warten lassen und bitten Sie nun einfach eine Seite weiter zum Kühlbereich zu klicken, in dem Sie alles über die verbauten Lüfter sowie dem gesamten Kühlkonzept nebst gemessener Temperaturen lesen können.

Kühlsystem

Das Kühlkonzept des CoolerMaster HAF932 ist gut durchdacht und kommt mit einer Menge Wind daher. So haben wir im HAF932 im Seitenteil (mit Window) einen 230 x 230 x 30 mm Lüfter mit einer Umdrehungszahl von ca. 700 U/min. Im Deckel befindet sich selbiger Lüfter noch ein Mal. In der Front macht ein beleuchteter LED-Lüfter mit den selbigen Abmaßen (230 x 230 x 30 mm) seine Arbeit, befördert Frischluft ins Innere des Gehäuses und führt zugleich die Abwärme der Festplatten in die Gehäusemitte, wo dann die anderen Lüfter für den Abtransport zuständig sind.

Im Heckbereich des Gehäuses werkelt ein 140 x 140 x 25 mm Lüfter mit ca. 1200 U/min vor sich hin und sorgt ebenfalls für einen reibungslosen Abtransport der entstehenden Wärme.

Dies ist aber noch nicht alles, denn auch optional hat der HAF932 einiges zu bieten: So lassen sich die verbauten Lüfter auch gegen bis zu neun herkömmliche 120 mm-Modelle austauschen, wobei vier im Seitenteil, zwei im Deckel, zwei im Boden und einer im Heck seinen Platz finden kann. An dieser Stelle merken Sie schon, dass wir mit der Menge an Wind nicht übertrieben haben.

Aber auch an den Geräuschpegel haben die Leute von CoolerMaster gedacht und daher nur qualitativ hochwertige Silentlüfter verwendet, welche im Betrieb kaum wahrnehmbar ihren Dienst tun. Gesteuert über eine optionale Lüftersteuerung kann der Pegel noch weiter herabgesenkt werden. Eine Alternative ist auch der Anschluss an die 7V-Leitung. Praktisch ist auch, dass alle Lüfter mit einem Adapter versehen sind, mit dem Sie jenen entweder an eine Lüftersteuerung per 3-Pin-Molex sowie einem Anschluss auf dem Board oder aber auch direkt am Netzteil anschließen können.

Ein Molex-Adapter kann an den Lüftern angeschlossen werden. Dann laufen sie aber mit 100%.

Wir haben uns auch dem maximalen Geräuschpegel angenommen, dazu alle Lüfter auf volle Leistung drehen lassen und dann den Pegel an verschiedenen Stellen mit einem Schallpegelmessgerät gemessen.

Gemessen haben wir von je 1m Entfernung in mehreren Schritten zu unterschiedlichen Uhrzeiten (wegen Umgebungsgeräuschen) und haben daraus dann folgende Messwerte erhalten:

Wie schön an den Messungen zu sehen ist, ist der Tower trotz voller Leistung aller Lüfter inklusive dem CPU- und Grafikkartenlüfter relativ leise. Durch die Mesh-Elemente dringen die Schallwellen auch ungefiltert nach außen, was bei sehr lauten Lüftern sehr störend sein kann. Beim HAF932 jedoch ist der Tower angenehm leise.

Das Kühlkonzept sieht folgendermaßen aus:

Auf diesem Bild haben wir den Lüfter aus dem Seitenteil weggelassen, damit ein Einblick ins Innere möglich ist. Der Lüfter im Seitenteil bläst frische Luft ins Innere und komplettiert somit das Konzept des HAF932 in Punkto Kühlung.

Wasserkühlungstauglichkeit:
Für Freunde der feuchten Kühlung ist der HAF932 auch sehr interessant. Durch die doppelte Netzteilposition ist es dem Anwender möglich zu bestimmen, wo er seinen Radiator unterbringen kann. So bietet der HAF Platz für Single-, Dual- und Triplle-Radiatoren, wobei es hier eine kleine Einschränkung gibt. Bauen Sie nämlich einen Triple-Radiator in den Deckel des Towers, so sind die ersten beiden 5,25"-Schächte nicht mehr nutzbar. Im Deckel befinden sich zudem bereits die Löcher zur einfachen Montierung der Radiatoren.

Der große Deckellüfter kann demontiert und durch ein Wasserkühler-Radiator ersetzt werden

Auch der Boden des Gehäuses ist bereits für Wasserkühlungen vorbereitet und bietet für Radiatoren durch ein großzügiges Mesh-Element genug Kühlung, um einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten. Beim Einbau muss lediglich die Netzteilschiene, welche für den Abstand zuständig ist, entfernt werden.

Auch der Boden des Gehäuses ist bereits für Wasserkühlungen vorbereitet, die Netzteilschiene muss dann aber raus

Wenn Sie einen externen Radiator verwenden, dann können Sie beim HAF932 selber entscheiden ob die Schläuche von oben aus dem Gehäuse führen sollen oder jene am unteren Teil der Rückwand nach draußen geführt werden sollen. Hierfür hat CoolerMaster die Schlauchdurchführungen in die Netzteilabdeckung gebohrt und bietet damit Flexibilität, denn jene kann je nach Position des Netzteils oben oder unten montiert werden.

Die Netzteilabdeckung hat Durchführungslöcher für Wasserkühlerschläuche

Natürlich haben wir bei diesem Tower auch ein Live-Test gemacht und die Temperaturen gemessen. Auch dabei haben wir für Sie wieder ein Diagramm mit den erreichten Werten erstellt, welche wir nach 60 Minuten Idle- und 60 Minuten Lastbetrieb ermittelten. Die Raumtemperatur betrug dabei ca.22°C.

Unser Testsystem bestand aus:

Das fertig montierte Testsystem

Hinweis: Alle erreichten Werte stellen nur die Messungen an unserem Testsystem dar. Die Werte können von Computer zu Computer und der Verwendung verschiedenster Komponenten stark variieren!

Nach all dieser Testerei wird aber auch Zeit für ein abschließendes Fazit.

Mario Kramer meint …

Mario Kramer

Trotz der gehäuften Mankos, die wir im Laufe dieses ausführlichen Testes feststellen konnten, hat sich der HAF932 dennoch bei uns bewährt. Nach unserer subjektiven Meinung kommt er zwar nicht an die beiden Vorgänger heran, ist jedoch auch nicht allzuweit davon entfernt. Gute Konzepte und eine stabile Bauweise zeichnen den HAF aus. Mit seinen 13,2 Kilogramm ist er jedoch auch kein Leichtgewicht - durch den verwendeten SECC-Stahl aber sehr stabil. Durch die mitgelieferten Rollen lässt sich das Ungetüm auch praktisch verschieben.

Bis auf die Sache mit der scharfen Kante bei dem HDD-Modul und dem Lack im Inneren sowie der Sichtbarkeit von hellen Laufwerksgehäusen bei den Laufwerksschächten ist der Tower durch und durch als akzeptabel anzusehen.

Mit 139,90 Euro ist er zudem im Vergleich zu seinen Kollegen auch noch deutlich günstiger, aber keineswegs billiger. Qualität ist bei CoolerMaster oberstes Kriterium und wird mit dem HAF932 auch bewiesen. Das Gehäuse eignet sich hervorragend für temperaturgefährdete Systeme wie Server etc., denn die Kühlung ist 1A und hat uns in diesem Punkt vollkommen überzeugt.

  • Positiv
  • Verarbeitungsqualität
  • Kühlung
  • Material
  • Design
  • Laufruhe der verwendeten Lüfter
  • Anzahl der Lüfter
  • Top-Panel mit gängigen Anschlüssen
  • eSATA-Anschluss im Top-Panel
  • Festplattenmodule
  • Wasserkühlungstauglichkeit
  • Stabilität
  • Variable Netzteilposition
  • Variable Position der Schlauchdurchführung
  • Neutral
  • - / -
  • Negativ
  • Scharfe Kante beim HDD-Modul
  • Rollen nicht vibrationsfilternd
  • Einseitige Arretierung der Laufwerke zu schwach
  • Kleine Design-Makel wie z. B. bei den Laufwerksschächten bei verwendeten Laufwerken mit hellem Gehäuse

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