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Tech-Review.de

  • Sonntag, 29. November 2020
InWin 703

InWin 703: Im Test

Einleitung

Der taiwanische Gehäusehersteller In Win hat es sich zur Aufgabe gemacht, optisch ansprechende PC-Cases für jeden Geldbeutel zu entwickeln und herzustellen. Nachdem in der Vergangenheit die hochpreisigen H-Frame, S-Frame und D-Frame Gehäuse auf den Markt gebracht wurden, hat die Firma In Win sich mit dem 703 und 707 nun wieder dem unteren Mittelfeld der Preisgestaltung zugewandt. Der Verkaufsbeginn ist für Ende November beziehungsweise Anfang Dezember zu den Preisen von 59,90 € für das In Win 703 und 99,90 € für In Win 707. Für euch haben wir das In Win 703 getestet und unseren Eindruck in diesem Review zusammen gefasst.

Das In Win 703 ist ein puristischer Midi-Tower, welcher durch seine Optik und Verarbeitung auftrumpfen soll. Dennoch gibt es auch auf technischer Seite einige sehr interessante Details, welche das Gehäuse einzigartig machen sollen. Wie sich das Gehäuse letztendlich auch in der Anwendung schlägt, oder ob es nur versucht durch seine strahlende Optik zu blenden, erfahrt ihr hier in unserem Test.

Verpackung

Geliefert wird das In Win 703 in einer klassischen, braunen Kartonage mit schwarzem Aufdruck, welcher durch wenige, graue Akzente aufgelockert wird. Die Seiten werden von der Typenbezeichnung in Form eines großen, modern gestaltetem 703 dominiert. Auf ein Bild des Gehäuses wurde hierbei verzichtet. Neben dem üblichen Herstellerlogo befindet sich noch der "Mid-Tower"-Schriftzug im unteren Bereich der Seiten, welcher Aufschluss auf die zu erwartende Größe des Gehäuses gibt.

Die Verpackung des 703

Am Kopfende des Kartons befinden sich die Markierungen für die Farbe des verpackten Cases sowie die Spezifikationen, welche durchgehend in Englisch vorhanden sind. Zu den aufgelisteten Spezifikationen zählen die Case-Größe, welche auch auf der Seite vermerkt ist, das verwendete Material, die Angaben über externen und internen Laufwerksschächte, die unterstützten Formfaktoren des Mainboards und des Netzteils, die Anschlüsse des I/O-Panels sowie die Anzahl der Slots für PCI(-E)-Erweiterungskarten. Weiterhin sind Angaben über die Position und Größe der verbaubaren Gehäuselüfter und des Prozessorkühlers als auch die Dimensionen und Gewicht des Gehäuses in der Auflistung der Spezifikationen zu finden.

Die Spezifikationen findet man an der Seite

Öffnet man den Karton nun an der Oberseite, sollte man bei der Verwendung eines Messers vorsichtig sein, da noch oben auf dem Case der Beutel mit dem Zubehör liegt. Das Gehäuse selbst ist in eine Folie eingepackt und wird durch zwei Styroporschalen fest im Karton gehalten. Alles ist sicher verstaut und ist gut gegen Beschädigungen während des Transports geschützt.

Das Gehäuse wird von einer Styroporschale geschützt

Das Zubehör des In Win 703 wird in einem Plastikbeutel mitgeliefert, welcher, per Easy-Zip sicher verschlossen, auf dem Gehäuse in dem Karton ruht. Ein großes Faltblatt stellt die gut beschriebene und bebilderte Montageanleitung dar. Sehr zu begrüßen ist die Beschriftung der Schraubenbeutel, was eine Zuordnung der Schrauben erleichtert und vor allem bei Anfängern im PC-Zusammenbau kaum Fragen offen lässt. Insgesamt liegen zehn Schrauben zur Montage von optischen Laufwerken und 2,5" Festplatten bei. 3,5" Festplatten werden ohne die Verwendung von Schrauben in die HDD-Schlitten eingeklemmt und im Case montiert. Weiterhin werden die Vibrationsdämpfer, in Form von 16 schwarzen Gummiringen extra verpackt im Zubehörbeutel mitgeliefert. Auch die Abstandhalter und dazu passende Schrauben zur Installation des Mainboards befinden sich in einem kleinen, extra beschrifteten Plastikbeutel. Wie bei vielen anderen Mainboards gehört auch ein Diagnose-Lautsprecher zum Lieferumfang. Als beigelegte Kabelbinder wurden wiederverwendbare Plastikmodelle gewählt, wovon man insgesamt drei Stück vorfindet. Begrüßenswert ist die Beilage eines Adapters, um die Abstandhalter des Mainboards mit einem normalen Kreuzschlitzschraubendreher festziehen zu können. Ein paar Kabelbinder mehr hätten wir uns gewünscht, aber zur groben Montage dürften die drei Beigelegten ohne Probleme ausreichen.

Das beigelegte Zubehör

Zusammengefasst können wir sagen, dass die Verpackung und der Lieferumfang dem Durchschnitt entsprechen. Bis auf den Adapter für die Abstandhalter und die wiederverwendbaren Kabelbinder sticht nichts besonders positiv oder negativ hervor. Den Zubehörbeutel hätte man im Inneren des Cases unterbringen können, um eventuelle Beschädigungen durch Werkzeuge, beispielsweise Messer, welche man zum Öffnen des Kartons benutzt, zu vermeiden.

Die Optik

Das In Win 703 ist ein klassisches PC-Gehäuse im Midi-Tower-Format, welches durch diverse Designelemente einen einzigartigen Look verliehen bekommt. Die vernieteten Bauteile des Grundgerüsts sowie die Seitenwände bestehen bei dem uns vorliegendem Modell aus schwarz lackiertem SECC-Stahl, einem Material welches aufgrund seines verhältnismäßig geringen Preises und seiner guten Wärmeleiteigenschafft oft für Computergehäuse verwendet wird. Eine Angabe des Herstellers über die Dicke des verwendeten Blechs fehlt leider. Rechts ist das Gehäuse geschlossen, wohingegen sich auf der linken Seite ein leicht getöntes Fenster samt weißem In Win -Schriftzug befindet. Das Sichtfenster erstreckt sich dabei fast über die gesamte Gehäuseseite. Zur Erweiterung des Innenraums sind beide Seitenteile um gut sieben Millimeter nach außen gewölbt.

Das 703

Die Front des Gehäuses ist mit schwarzem, gebürstetem Aluminium überzogen. Die Basis bildet roter Kunststoff. Auch die Blende für den extern zugänglichen 5,25"-Schacht ist mit Aluminium bedeckt und frischt die Frontpartie aufgrund der asymmetrischen Anordnung etwas auf. Der silberne In Win-Schriftzug am oberen Ende rundet die Optik gekonnt ab und ist für ein edleres Aussehen reliefartig gegenüber dem Aluminium erhaben.

Die Front des Gehäuses ist mit schwarzem, gebürstetem Aluminium überzogen

Der rote Kunststoffrahmen der Frontblende beherbergt die Öffnungen für die Lüfter sowie das I/O-Panel, was sich letztendlich in einer sauberen, edlen Frontansicht widerspiegelt. Die quadratischen, kleinen Luftöffnungen reihen sich sehr gut in das Grundkonzept des Gehäuses ein. Auch die bewusst sichtbare Verschraubung des Acrylfensters weiß zumindest optisch ein kleines Highlight zu sein.

Die Seiteneinlässe für die Frischluft

Das I/O-Panel befindet sich auf der Oberseite des Kunststoffrahmens und beinhaltet eine kleine, orange LED zur Anzeige der Festplattentätigkeit, einen USB 3.0 Anschluss, zwei USB 2.0 Anschlüsse, zwei 3,5mm Klinke-Buchsen für Kopfhörer und Mikrofon sowie den Ein- und Ausschalter samt dahinter montierter, blauer LED zur Anzeige des PC-Zustandes. Der Powerbutton ist im Gegensatz zum Rest des I/O-Panels rechts angebracht und auch nur von dort aus drückbar. Leicht versetzt zur Seitenwand verhindert dies ein versehentliches Einschalten.

Auf einen Reset-Taster wurde bei dem In Win 703 verzichtet. Wir können nicht nachvollziehen, warum dieser weggelassen wurde, als großen Minuspunkt sehen wir das aber auch nicht. Der Vollständigkeit halber hätten wir uns dennoch einen Reset-Button, beispielsweise links vom I/O-Panel, gewünscht.

Das Frontpanel

Mit dem Design des 703 reiht sich die Firma In Win in den aktuellen Trend des schlichten, edlen Designs ein ohne dabei langweilig zu wirken. Alles ist stimmig und weiß uns sehr gut zu gefallen. Auflockernde Elemente, wie die Schrauben des Seitenfensters oder der asymmetrisch angeordnete 5,25"-Schacht, runden die Erscheinung sehr gut ab. Für Freunde der Einfachheit, die keinen Schnickschnack brauchen, definitiv ein Hingucker.

Features und Äußeres

Das Innenleben des In Win 703 ist sehr aufgeräumt und entspricht im Großen und Ganzen unseren Erwartungen. Mit seinen Außenmaßen von 432 mm in der Höhe, 210 mm in der Breite und 477 mm in der Tiefe ist das Gehäuse als klassischer Midi-Tower zu definieren. Mit einem Gewicht von 5,4 kg ist das Gehäuse sehr leicht, aber immer noch standsicher.

Mainboards können mit den Formfaktoren ATX und mATX verbaut werden. Für ATX-Boards werden keine zusätzlichen Abstandhalter benötigt, da dafür an den entsprechenden Stellen das Mainboardtray nach oben gewölbt ist und somit die Mainboardschrauben direkt aufnimmt. Bei mATX-Boards ist es nötig, noch zwei Abstandhalter in den Mainboardträger zu schrauben.

Die Kabeldurchlässe rechts von Mainboard besitzen keine Gummierung, aber auch keine scharfen Kanten. Stehen die Kabel nicht unter extremer Spannung, muss man keine Angst haben, dass diese beschädigt werden. Etwas unglücklich ist der Durchlass für das Kabel der Prozessorstromversorgung gelungen. Da dieser durchgehend mit der Aussparung für die CPU-Backplate verbunden ist, hat das entsprechende Kabel keinen Halt und muss dementsprechend bei der Montage des Mainboards die ganze Zeit festgehalten werden. Ein Durchstecken nachdem das Mainboard eingebaut ist, ist nicht möglich, da dann der Stecker der CPU-Stromversorgung nicht zwischen Trägerplatte und Mainboard hindurch passt. Das In Win 703 unterstützt Netzteile im ATX-Format. Wird kein Lüfter im Boden des Gehäuses verbaut, darf das Netzteil insgesamt 220 mm lang sein. 170 mm darf die Länge betragen, wenn der optionale Bodenlüfter verbaut wird.

Das 703 mit demontierter Verkleidung

In der Front befindet sich ein Festplattenkäfig, in welchen vier 2,5" oder 3,5" Festplatten ihr zu Hause finden. 3,5" Platten werden dabei werkzeuglos, 2,5" Festplatten mit je vier Schrauben aus dem Lieferumfang montiert. Oben auf dem Festplattenkäfig befindet sich ein weiterer Montageplatz für eine 2,5" HDD oder SSD wobei dort nur zwei Schrauben benötigt werden. Bevor man die Festplatten in die Schlitten klemmt, muss man zumindest bei den 3,5" Modellen noch die Antivibrationsgummis an den Festplattenschlitten befestigen. Der Käfig für optische Laufwerke stellt intern zwei 5,25"-Schächte und extern einen 5,25"-Schacht zur Verfügung. Das eigentliche, von außen zugängliche Laufwerk wird dabei mit Hilfe eines Schnellverschlusssystems befestigt. Die Schlitten für die Festplatten sowie das Schnellverschlusssystem leisten gute Arbeit. Vibrationen werden sehr gut gedämpft und nichts fühlt sich nach der Installation locker oder wackelig an.

Für die beiden, optionalen Frontlüfter, welche dem 120mm-Format entsprechen müssen, hat sich In Win etwas sehr Schönes einfallen lassen. Die Luftfilter für die vorderen Lüfter werden direkt auf diese aufgeschraubt und dann mitsamt den Lüftern einfach nur noch eingeklickt. Gehalten wird dann jeder Lüfter durch zwei Klammern, jeweils eine links und eine rechts. Dies erleichtert die Reinigung und Wartung der Lüfter. Wer etwas geschickt mit seinen Fingern ist und ein wenig Geduld mitbringt, kann auch die Lüfter und Luftfilter komplett ohne Werkzeug und Schrauben verbauen. Dies hätte den Vorteil, dass man zur Reinigung die Filter und Lüfter separat entnehmen könnte.

Als Filter für das unten zu verbauende Netzteil sowie den optionalen 120mm-Lüfter im Gehäuseboden wurde ein dünnes Lochblech gewählt. Dies hält den gröbsten Staub ab, ist aber generell nicht sehr effektiv. Die Verwendung dieses Materials ist, bei der vorhandenen Preisklasse, an dieser Stelle leider zu bemängeln, da sich auf dem Boden der meiste Staub ansammelt und somit direkt in das Gehäuse oder Netzteil gesogen wird. Weiterhin ist das Lochblech nicht sehr stabil, was beim Saubermachen der Luftfilter zu einer Beschädigung durch biegen oder knicken führen könnte.

Von den insgesamt sieben Slotblenden für Erweiterungskarten ist genau eine wiederverwendbar. Die restlichen müssen bei Bedarf herausgebrochen werden und sind somit nicht mehr am Gehäuse zu befestigen. Auch das geht in dieser Preisklasse anders, ist aber für diejenigen zu verkraften, welche nicht ständig ihren Computer umbauen. Die Füße des Gehäuses bestehen aus schwarzem, hartem Kunststoff und haben somit keine Möglichkeit das Gehäuse vom Boden zu entkoppeln. Ein paar Schaumgummiaufkleber auf der Unterseite wären schon schön gewesen und hätten wenigstens ein bisschen zur Lautstärkereduzierung beigetragen.

Grafikkarten werden bis zu einer Länge von 408 mm Unterstützt, was sogar die Montage von High-End-Modellen erlaubt. Mit diesem Wert liegt das 703 von In Win leicht über dem Durchschnitt und in unserem Ranking nur drei Plätze hinter dem beliebtem Fractal Design Define R4, bei welchem die Grafikkarten 12 mm länger, also insgesamt 42cm lang sein dürfen.

Als maximale Kühlerhöhe für den Prozessor gibt In Win 170 mm an. Dieser Wert wird leider nicht erreicht, da eine Schraube an der Seitenwand, welche zur Befestigung des Sichtfensters dient diesen Wert um 5 mm reduziert. Effektiv bleiben also nur 165 mm übrig. Damit liegt das Case im guten Mittelfeld und nur 5mm hinter dem Fractal Design Define R4.

Zur Belüftung des Gehäuses wird ein transparenter 120mm-Lüfter mitgeliefert, welcher von vier roten LED´s beleuchtet wird. Als Modelnummer wird die A1225L12S angegeben. Lüfter mit dieser Bezeichnung werden unter anderem von Thermaltake sowie Corsair in deren Gehäusen verwendet. Das uns vorliegende Modell verfügt lediglich über einen vierpoligen Molexanschluss, welcher auf eine Spannung von fünf Volt gepolt wurde. Ein Tachosignal und ein Anschluss für Mainboards oder Lüftersteuerungen fehlen ganz. Wird der Lüfter mit 12V versorgt, begnügt er sich mit 0,3 A.

Ein Lautstärketest, welcher mit einem Voltcraft SL100 aus 50 cm Abstand durchgeführt wurde ergab einen Wert von 41,5 dB(A), was hörbar und für manche eventuell schon störend ist.

Bis 35,0 db(A) Unhörbar leise bis sehr leise
Von 35,1 bis 40,0 db(A) Leise bis leicht hörbar
Von 40,1 bis 44,0 db(A) Hörbar bis deutlich hörbar, die Komponente sollte aus
einem geschlossenen Gehäuse herauszuhören sein
Ab 44,1 db(A) Störend laut

Mit dem erreichten Wert von 41,5 dB(A) führt der mitgelieferte Gehäuselüfter des In-Win 703 unser Ranking der Gehäuselüfter im 5-Volt-Betrieb in einem nicht gerade positiven Sinne an. Andere Hersteller greifen auf deutlich leisere, beziehungsweise langsamere Exemplare zurück. Das was diesen Lüfter letztendlich so laut macht, sind die Luftgeräusche, welche durch die Luftbewegung selbst entstehen. Dies lässt auf eine verhältnismäßig hohe Drehzahl, trotz Drosselung auf fünf Volt, schließen. Eine genaue Angabe des Herstellers fehlt an dieser Stelle und aufgrund des fehlenden Tachosignals sind die Umdrehungen in der Minute auch nicht für uns Messbar.

Ein zweiter Test sollte die Dämmeigenschafften des Gehäuses in Bezug auf die Lautstärke analysieren. Auch für diesen Test wurde das Messgerät in einem Abstand von 50 cm aufgebaut. Die Komponentenwahl für diese Messung erfolgte so, dass sie gut hörbar sind. Für das Testsystem wurden folgende Komponenten verbaut:

Prozessor: AMD A10-5800k
Mainboard: AsRock FM2A85X-Extreme4-M
Arbeitsspeicher: Patriot Viper 3 Black Mamba 1866 Mhz
Festplatte: SanDisk 64GB SSD
Netzteil: be quiet!® Straight Power L8 530W - CM
Betriebssystem: Windows 7 Ultimate 64 Bit
Gehäuse: In Win 703
CPU-Kühler Enermax ETS-N30 TAA
Wärmeleitpaste: Arctic MX-4
Gehäuselüfter hinten: In Win 703  A1225L12S @ 5V
Gehäuselüfter vorne: 2x Sharkoon  LED Gehäuselüfter
Gehäuselüfter unten: Nicht vorhanden

Nachdem der Dämmtest durchgeführt wurde, können wir sagen, dass das In Win 703 keinerlei lautstärkereduzierende Eigenschafften besitzt. Im Idle erreichte die verbaute Hardware einen Wert von 42,0 dB(A) bei offenem Gehäuse. Nachdem das Gehäuse geschlossen wurde, veränderte sich dieser Wert nicht. Nutzt man Hardwarekomponenten, welche generell auf eine geringe Geräuschentwicklung ausgelegt sind, hat man mit dem Gehäuse also keine Probleme. Möchte man aber mit dem Case die Lautstärke reduzieren, so wird man leider enttäuscht werden.

Entgegen der Angabe des Herstellers ist das Gehäuse nur bedingt für Wasserkühlungen und Kompaktwasserkühlungen geeignet. Zwar befinden sich auf der Rückseite zwei gummierte Schlauchdurchlässe, welche die Installation einer externen, modularen Wasserkühlung erlaubt, allerdings lässt sich intern nicht jeder 120mm-Radiator im Heck verbauen. Möchte man eine interne Wasserkühlung samt 120mm-Radiator betreiben, darf der Radiator nicht breiter als 120mm sein. Eine Enermax Liqtech 120X passt beispielsweise nicht, da diese aufgrund der seitlich verschraubten Platten etwas breiter ist.

Der Einbau der Komponenten ging allgemein sehr gut von der Hand. Das Gehäuse bietet im Inneren ausreichend Platz um ohne große Störungen arbeiten zu können. Einige Öffnungen des Kabelmanagements sind, unserer Meinung nach, etwas zu groß, als das man die Kabel wirklich "unsichtbar" verlegen kann. und bei den unteren Luftfiltern würden wir uns auch gern etwas feinporigere Modelle wünschen. Alles in Allem ist aber der Aufbau des Gehäuses gut gelungen und auch die Verarbeitung der gewählten Materialien ist hervorragend.

Modellbezeichnung In Win 703
Modellnummer (SKU) -/-
Gehäusetyp Midi-Tower
Maße (HxBxT) 432 x 210 x 477 mm
Material Stahl, Aluminium, Kunststoff
Farbe Schwarz, Rot
Laufwerke 5,25" ext. 1
3,5" ext. -/-
3,5" int. 4 (SSD 2,5"-Kompatibel)
2,5" int. 2 (Auf dem HDD-Käfig und anstatt des Bodenlüfters)
Erweiterungs-Slots 7
M/B ATX, Micro ATX, Mini ITX
I/O 1x USB 3.0 / 2x USB 2.0 / HD Audio
Lüfter Front 2x 120 mm (optional)
Oben -/-
Hinten 1 x 120 mm, rote LED´s (vorinstalliert)
Seite -/-
Boden 1 x 120 (optional)
Wasser-
kühlungs-
Kompatibilität
Front -/-
Oben -/-
Hinten 120 mm Radiator
Boden -/-
Max. GraKa-Länge 408 mm
Max. CPU-Kühler-Höhe 165 mm
Max. NT-Länge (Tiefe) 170 mm - mit installiertem Bodenlüfter
220 mm mit entferntem Bodenlüfter
Netto-Leergewicht ~ 5,4 Kg
Preis ~ 60 €
Garantie 2 Jahre
Hersteller In Win
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Christian Gäbler meint …

Christian Gäbler

Entschließt man sich dazu sich das In Win 703 zu kaufen, darf man einen wirklichen Blickfang sein Eigen nennen. Eckig und schlicht ist modern und genau so wirkt auch das Case auf den Betrachter. Die schwarz-rote Farbgebung ist immer eine gute Wahl und auch bei den Materialien und deren Verarbeitung sind der Firma In Win keine Fehler unterlaufen. Das Gehäuse ist für diejenigen gedacht, die vorzugsweise Wert auf das Äußere legen. Für jemanden, der ein leises oder lautloses System haben möchte, ist das Case hingegen nicht zu empfehlen.

Das Gehäuse bietet genügend Platz für Standard- und Mid-End-Hardware, was auch dem aktuellen Preis des Gehäuses entspricht. Lediglich beim Kabelmanagement müssen ein paar kleine Abstriche hingenommen werden. Alles in allem ist das In Win 703 für den normalen Anwender geeignet und einen näheren Blick Wert.

  • Positiv
  • Sehr schönes Design
  • Ausführung der Frontluftfilter ist sehr gut gelungen
  • Verarbeitung ist erstklassig
  • Ausreichend Platz für High-End-Grafikkarten
  • Entkoppelung der Festplatten funktioniert sehr gut
  • Neutral
  • Negativ
  • Kabelmanagement könnte besser durchdacht sein
  • Nicht jeder 120mm-Radiator lässt sich im Heck verbauen
  • Lautstärke der Komponenten wird in keinster Weise reduziert

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