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Tech-Review.de

  • Montag, 27. September 2021
Cooler Master Lab Test Bench

Cooler Master Lab Test Bench: Ein Short-Review

Einleitung

Es gibt viele User unter Euch die entweder in einer Redaktion als Hardwaretester aktiv sind oder aber einfach als enthusiastischen Bastler fungieren. Demnach ist Euch auch die häufig auftretende Problematik nach dem richtigen Test-Equipment bekannt.

Für jede Hardwaregruppe soll man verschiedenste Teststationen haben. Dies stellt auch größere Firmen oftmals vor erheblichen Problemen, denn die angebotene Ausrüstung ist entweder super praktisch aber unerschwinglich oder aber super günstig und behindert im Aufbau anstatt der Arbeit daran zu fördern. In diesem Test geht es um eine Neuerung aus dem Hause Cooler Master. Mit dem TestBench V 1.0 möchte Cooler Master den Redaktionen und auch dem bastelbegeisterten Endkunden die Möglichkeit einräumen die Hardware auch typengerecht und dennoch praxisorientiert zu testen. Mit dem TestBench V 1.0 können Sie Ihre komplette Hardwarebandbreite effektiv aufbauen und somit auf dessen Funktionalität testen. Hier geht’s speziell um Mainbords.

Oftmals konnten wir bei uns in der Redaktion, aber auch im heimischen Bereich feststellen, dass wenn wir ein Mainboard "mal eben" testen wollten. Ein Netzteil, ein Laufwerk sowie weitere Peripherie zusammengekramt wurde und der legendäre "fliegende Aufbau" entstand. Nun, wie jeder von Ihnen weiß ist die Eigenschaft dieses Aufbaus sehr simple, bringt aber zugleich jede Menge Probleme mit sich. So ist es nicht selten vorgekommen, dass das Mainboard auf einem wackeligen Karton seinen Standplatz fand und die Kabel vom Netzteil gerade so von ihrer Länge her passten oder aber durch ein Kabelgewirr ein sauberes Arbeiten nicht mehr möglich war. Gerade wenn Sie eh nur wenig Platz auf Ihrem Schreibtisch haben, kann dies zur echten Nervenprobe mutieren.

Mit dem TestBench soll hier nun Abhilfe geschafft werden. Dadurch, dass sich alle Komponenten in einem sauberen Gehäuse befinden und dennoch ein bequemes Arbeit am Mainboard möglich ist, wird viel Ärger erspart. Genaueres zum Aufbau und der Funktionalität erfahrt Ihr in unserem Praxistest auf den folgenden Seiten.

Lieferumfang und Details

Nachdem wir den TestBench aus seinem Karton geholt und von der Folie befreit haben, sticht das durchdachte Design dieses Gehäuses direkt ins Auge. Lackiert wurde das Gehäuse in einem sehr robusten und extrem dunklen Schwarzlacke.

Das TestBench ist mit einem Gewicht von knapp 2Kg sehr leicht. Damit ist ein schnelles umplatzieren auf dem Arbeitstisch kein Problem und ruft somit keine neuen Arnold Schwarzenegger hervor *Ironie*.

Hier aber zunächst eine Übersicht über die Technischen Details:

Die Oberseite des TestBench beinhaltet zwei große Öffnungen. Mit diesen Öffnungen soll eine vereinfachte Montage der Hardware sowie die Verlegung der Kabel erreicht werden. Unterstützt werden vom TestBench die Motherboard-Formate ATX / M-ATX / Mini-ITX / Pico-ITX sowie Nano ITX. Damit sind alle wichtigen Formate abgedeckt. Entsprechende Bohrungen für die Abstandsbolzen sind vorhanden.

Die Laufwerke finden an der linken Seite ihren Platz. Dabei bietet das Gehäuse Platz für eine Laufwerks-Kombination aus entweder 2x 5,25" + 1x 3,5" oder 1x 2,5" sowie der Kombination 1x 5,25" + 1x 3,5" + 1x 2,5". Somit haben auch die aktuellen SSD-Platten das Privileg der Nutzbarkeit im TestBench. An der Unterseite des Gehäuses befindet sich ein Lochraster. An der Stelle findet später das Netzteil seinen Platz und kann somit durch den ausreichenden Bodenabstand genug frische Luft ansaugen, um ausreichend gekühlt zu werden. Dies garantiert die Grobmaschigkeit des Lochrasters.

Ein Power- sowie Resetschalter ist auch bereits enthalten und somit entfällt das Teils gefährliche Kurzschließen mit einem Schraubendreher (häufigste Art). Beide Taster sind praktisch positioniert an der Front des Gehäuses zu finden und sind zudem noch farblich kodiert sowie mit "Power" und "Reset" Beschriftet.

Der Power- und Reset-Button

Zuerst haben wir die Abstandsbolzen befestigt. Dieses geschieht in unserem Fall durch ein Clip-System, denn wir haben uns für die Kunststoffbolzen entschieden, welche im Lieferumfang enthalten sind. Diese ermöglichen eine schnelle und werkzeuglose Montage der Bolzen selbst, sowie das darauf folgende Mainboard. Ebenfalls sind aber noch 4 einfache Schraubbolzen im Lieferumfang dabei, mit denen das Mainboard an das Gehäuse geschraubt werden kann. Nachdem alle Bolzen Ihre Position eingenommen haben, bauten wir noch ein Laufwerk ein und haben das Mainboard auf die Abstandsbolzen gesetzt.

Das aufgesetzte Testsystem

Danach fand das Netzteil seinen Platz im Gehäuse und wir verkabelten unser System mit den notwendigen Anschlüssen, welche ganz einfach von der Hinterseite bzw. durch die Öffnungen geführt werden konnten.

Ein Manko haben wir bei der Netzteilmontage aber sehr schnell festgestellt. Dadurch, dass wir ein Mainboard mit hohem Aufbau nutzten, war das Hauptstrom-Kabel unseres Netzteils zu kurz, um am Kühler und der Grafikkarte vorbei zukommen. Somit mussten wir das Kabel nach vorn verlegen. Dies gelang aber alles ohne Probleme und lag diesbezüglich an unserem Netzteil.

Nachdem alles verkabelt wurde, haben wir einen Probelauf gemacht, indem wir das System starteten und danach auch den Resetbutton auf Funktion hin überprüften. Alles funktionierte wunderbar. Der Vibrationsschutz wird TestBench auch umgesetzt – hier wird auf Vollgummi-Füße vertraut. Diese verhindern beim Arbeiten an der Hardware ein nerviges verrutschen des Gehäuses auf dem Tisch und wirkt zudem als Vibrationsfilter. Damit werden keine Vibrationen an die Tischplatte übertragen.

Auch dem Punkto „Kauf-Preis“ haben wir uns nach intensiver Recherche im Internet gewidmet, da sich einige User nach der Veröffentlichung der Pressenews über die TestBench v1.0 vom 24.07.2009 über dessen "hohen" Preis beschwerten. Natürlich ist ein einfaches Gehäuse bereits für unter 40€ zu bekommen - jedoch ist jedes dieser "normalen" Gehäuse für einen Testaufbau nicht geeignet. Normale Gehäuse sind nicht für eine Platzierung direkt auf dem Tisch zum direkten Arbeiten an der Hardware konzipiert. Somit wird viel unnötiger Platz verbraucht, der im Test nicht genutzt werden kann.

Das TestBench v1.0 ist ein Profi-Equipment und war zunächst gar nicht für den Endverbraucher gedacht, sondern richtete sich speziell an Labore, Hardware-Redaktionen oder Hardcore-Bastler. Demnach ist das TestBench auch nur in einer kleinen Auflage geplant und gefertigt worden. Diese Auflage muss jedoch die Planungs-, Design- und Fertigungskosten decken. Für ein Test-Equipment dieser Qualität und dieser Konzeption legt der Nutzer für Produkte anderer Hersteller in der Regel nochmal mindestens 50% mehr Geld auf den Ladentisch. Damit bietet Cooler Master eine sehr gut durchdachte und verarbeitete Testbasis, die durchaus für jeden Hardwaretester erschwinglich und zudem sehr praktisch ist.

Mario Kramer meint …

Mario Kramer

Das neue Gehäuse der Firma Cooler Master hat seinen festen Platz in unserer Testredaktion gefunden und wird uns zukünftig bei unserer Arbeit tatkräftig unterstützen. Auf die Idee eines Testgehäuses kamen bereits viele Hersteller, jedoch waren dessen Test-Stationen selten so ausgereift und gut verarbeitet. Da es sich hier um kein PC-Accessoire, sondern um ein Test-Equipment für Labore und Testredaktionen handelt, ist der Preis aufgrund der geringen Auflage vollends gerechtfertigt und kann sich durchaus als günstig bezeichnen.

Im Test haben wir keinerlei Schwächen feststellen können und empfehlen dieses Produkt anderen Redaktionen oder Firmen mit gutem Gewissen.

Das TestBench v1.0 ist im Cooler Master eigenem Webshop (www.coolermaster.nl/shop) zu einem Preis für 79,95 Euro erhältlich.

  • Positiv
  • Qualität
  • Funktionalität
  • Gewicht
  • Anti-Vibrationskonzepte
  • Preis
  • Neutral
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  • Negativ
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