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  • Montag, 27. September 2021
NZXT Panzerbox

NZXT Panzerbox: Jetzt wird's breit

Einleitung

Sie haben schon richtig gelesen! Heute wird’s bei uns wieder militärisch. Dies jedoch nur im übertragenden Sinne. In diesem Review dreht sich alles um die neue Panzerbox aus dem Hause NZXT. Designt in Los Angeles und produziert im fernen China möchten wir Ihnen heute dieses Produkt vorstellen und uns zusammen mit Ihnen die Vor- und Nachteile der Neuentwicklung anschauen.

NZXT hat bereits in der Vergangenheit mit Gehäusen wie das Apollo-, Lexa- oder auch Tempest-Gehäuse gezeigt, dass hinter der amerikanischen Marke NZXT. mehr steht als nur 4 aneinander stehende Buchstaben und einem Punkt. Oben genannte Gehäuse gehörten unter anderem zu den Top-Sellern auf dem Gehäusemarkt. Dadurch hat sich NZXT auch auf dem Europäischen Markt gut etablieren können. Doch nicht nur in Sachen Gehäuse spielt NZXT im großen Stil mit, sondern bietet den Usern auch viele andere Highlights wie Lüftersteuerungen etc. In diesem Review geht‘s, wer hat's gedacht, um einen sehr interessanten Tower über den bereits lange vor seiner eigentlichen Veröffentlichung in den Onlineforen und Blog heiß diskutiert wurde.

Wir wünschen Ihnen daher viel Spaß bei unserem heutigen Review.

Der Lieferumfang und die technischen Daten

Wer ein normal dimensionierten Tower erwartet wird bei der Panzerbox leider enttäuscht. Der Name ist Programm und von daher ist es auch nicht verwunderlich, dass der Tower mit seinen Ausmaßen von 24,4cm x 44,5cm x 44,5cm durchaus als "wuchtig" bezeichnet werden kann. Mit seinem Gewicht von 6.3 Kg ist er jedoch auch kein Leichtgewicht unter den Aluminium-Gehäusen. Begründet wird dies durch das verwendete Material. Die Panzerbox ist ein Vollaluminium-Gehäuse, dessen Aluminium zudem auch noch speziell gehärtet ist.

Im Lieferumfang befindet sich nichts Atemberaubendes, aber alles Notwendige!

  • NZXT Panzerbox - Gehäuse
  • Umfangreiches Befestigungsmaterial in Form von verschiedensten Schrauben
  • Montageschienen für deinen Dual-Radiator
  • Interner 3,5" Laufwerkseinschub
Das Zubehör

Technische Daten:

  • Maße:
    244 x 445 x 445 mm (BxHxT)
  • Material:
    gehärtetes Aluminium
  • Gewicht:
    6,3 kg
  • Farbe:
    Schwarz
  • Formfaktor:
    ATX; Micro-ATX, Flex-ATX
  • Lüfter:
    1x 190 mm (Front, 1.150 U/Min, 251,4 m³/h)
    1x 190 mm (Deckel, 1.150 U/Min, 251,4 m³/h)
    1x 120 mm (Rückseite)
    2x 120 mm (Deckel, optional, statt 190 mm)
  • Laufwerksschächte:
    3x 5,25 Zoll (extern)
    4x 3,5 Zoll (intern)
  • Erweiterungsslots:
    7
  • I/O Panel:
    2x USB 2.0
    1x eSATA
    1x je Audio IN/OUT

Der Außencheck

Bereits in der Einleitung erwähnten wir den Begriff "Militärisch". Dies nicht ohne Grund, denn jeder von Ihnen der seine Zeit bei der Bundeswehr abgeleistet hat, kommt genau bei diesem Tower fast einheitlich zu einer Antwort auf unsere Frage:" Woran erinnert das Design des Gehäuses?" => die Munitionskiste. Wir waren erstaunt über diese fast immer gleiche Aussage bei 8 von 10 von uns befragten Mitarbeitern und Kollegen.

Der Grund für diese Assoziation ist die doch sehr mächtig wirkende Optik der Panzerbox. Die wuchtige Front und der allgemein breite Aufbau in Kombination mit der dunklen Lackierung wirken auf den User sehr stark und zugleich auch ein bisschen geheimnisvoll.

Die Front der Panzerbox

Die Front des Gehäuses sowie die Oberseite sind mit einem durchgehenden, gelochten Aluminium versehen, der nicht nur dem Airflow dient, sondern zudem auch noch optisch einiges hermacht. Links und rechts ist eine durchgehende Alu-Leiste im Rip-Design. Dort wurden auch der Power- sowie der Reset-Button angebracht. Auf dem folgenden Bild ist zu erkennen, dass die Panzerbox über drei 5,25"-Laufwerksschächte verfügt dessen Blenden sich dem Gesamtbild hervorragend aufgrund ihrer Lackierung anpassen. Alles ist in einem sehr dunklen aber passenden schwarz lackiert.

Die Front mit ihren drei 5.25"-Slots

Unterhalb der Laufwerksschächte befindet sich der 190mm Frontlüfter, welcher durch das gelochte Aluminium hervorsticht. An der rechten oberen Seite des Lüfters befindet sich das in einem chromfarbenden Emblem gefasste NZXT.-Logo.

Der Frontlüfter

Im Deckel des Towers, besser gesagt in dessen Schräge, befindet sich das I/O-Panel der Panzerbox. Dort sind die gängigen Anschlüsse wie 2x USB2.0, 1x Mikrofon sowie 1x Headset und ein eSATA-Port zu finden.

Das  I/O-Panel an der vorderen Oberseite

Wenden wir nun unseren Blick weiter zur Oberseite so entdecken wir hier den nächsten 190mm Lüfter - versteckt hinterm Aluminium-Gitter. Was wir aber zudem auch noch feststellen ist eine nicht befriedigende Angelegenheit. Die Kabel der Lüfter sind leider nicht mit einem der Tower-Farbe angepassten Schrumpfschlauch überzogen, welche das Problem des Durchscheinens durch das Aluminiumgitter verhindert hätte. So sind leider die knallbunten Kabel von außen zu sehen. Unschön!

Für den Lüfter wäre ein schwarzes Kabel hübscher gewesen

Die Rückseite hat auch noch was Schönes zu bieten. So lässt sich nach Entfernen der vier Rändelschrauben das komplette Mainboard-Tray inklusive des Lüfters auch im geschlossenen Zustand des Gehäuses rausziehen. Dies erleichtert die Montage des Mainboards natürlich erheblich. Leider hakte bei unserem Tower das Schienensystem ziemlich heftig, sodass das Herausziehen oder aber das Hineinschieben der Mainboard-Tray schwieriger werden kann als man denkt. Möglich war es aber dennoch. Auch fällt hier die Montageart des Netzteils direkt ins Auge. Das Netzteil wird nicht wie gewohnt im waagerechten Zustand verbaut, sondern ist hier um 90°Grad gedreht im seitlich vertikalen Zustand zu montieren.

Bisher haben wir sowas noch bei keinem anderen Tower finden können. Eine Sache die uns aber neben des Vorteils mit dem Abtransport der Abwärme durch das NT selber noch Kopfzerbrechen bereitet ist der vorhandene Platz. Zwischen NT und den Rändelschrauben der Slothalterung ist gerade mal 1cm Platz und somit zu wenig um dort bei eingebautem Netzteil zu werkeln. So muss beim Ein- oder Ausbau einer Karte immer der Mainboard-Schlitten soweit rausgezogen werden das man an die Schraube gelangt oder aber das Netzteil umständlich demontiert werden. Aus diesem Grunde sind wir von der praktischen Anwendbarkeit nicht überzeugt.

Das Netzteil wird unten in Seitenlage montiert

Über dem Mainbordschlitten sind noch die bereits bei vielen Herstellern und Towertypen bekannten Schlauchdurchführungen für die externe Wasserkühlung angebracht.

Auf der oberen Hinterseite können Schläuche einer Wasserkühlung durchgeführt werden

Unterhalb des Connectorenbereichs befinden sich die 7 Slots für Grafikkarten etc. Dessen Slotblenden sind aus chromfarbenden Blechen gefertigt - die einen schönen Kontrast zum ansonsten komplett schwarzen Tower bilden.

Der erste Blick ins Innere

Der Innencheck

Nachdem wir uns nun intensiv mit der Optik und den äußeren Features befasst haben kommen wir nun zum Wesentlichen bei einem Gehäuse, dessen Innenleben. Die meisten Tower verfügen über ausgefeilte Features die den Einbau erleichtern sollen und zudem vor ungewollter Geräuschbelästigung in Form von Entkoppler-Methoden vorbeugen. Auch die Panzerbox von NZXT kann mit solchen genialen Features aufwarten.

So verfügt der Tower wie schon auf der vorangegangen Seite über ein ausziehbares Mainboard-Tray. Auch die Festplatten sind hier schnell eingebaut. Umfangreiche RAID-Lösungen kommen bei der Panzerbox jedoch zu kurz, denn das Gehäuse verfügt nur über ein komplett entkoppeltes HDD-Modul mit Platz für zwei 3,5" Festplatten. Möchte man mehr einbauen so muss man sich mit dem darüber befindlichen Standardmodul begnügen, welches nur durch gummierte Streifen die Seitenvibration zwischen Festplatte und Modulwand filtern. Beim Verschrauben jedoch werden diese Vibrationen ungefiltert durch die Schraubverbindung an das Modul und damit ans Gehäuse weitergegeben.

Der Laufwerkkäfig

Das entkoppelte Festplatten-Modul an sich ist durch die Positionierung hinterm Frontlüfter und Bodennahe sehr vorteilhaft was die Wärmeentwicklung der Festplatten angeht. Der Frontlüfter bläst hier nämlich direkt auf die davor befindliche Hardware und kühlt somit die HDDs automatisch mit. Das Modul ist mit nur einer Rändelschraube befestigt und kann durch dessen Entfernung komplett entnommen werden. Mit den im Lieferumfang beiliegenden Schrauben lassen sich so zwei Festplatten in das Modul integrieren.

Die montierte HDD

Die 5,25" Laufwerke werden in der Panzerbox nicht wie bei NZXT gewohnt mit einem Arretierungssystem im Tower fest gehalten, sondern über einfache Rändelschrauben, welche schon vormontiert an den Laufwerksschächten auf ihren Einsatz warten. Zudem werden die Laufwerke genau wie beim 3,5" Modul darunter durch gummierte Streifen an den Seiten gegen Seitenvibrationen gefiltert und beugen auch lästigen Klappergeräuschen (z.B. beim Anlaufen eines CD/DVD-Laufwerkes) vor.

Die 5.25"-Slots

Alle Anschlüsse der verbauten Lüfter sind mit einem 3poligen Stecker für das Mainboard oder einer Lüftersteuerung sowie einem 4poligen durchgeschleiften Stecker zum Anschluss direkt ans Netzteil ausgestattet. Zudem ist der hintere 120mm Lüfter noch mit 4 blauen LEDs ausgestattet die den Tower in ein blaues Licht hüllen.

Die blaue LED-Beleuchtung des rückseitigen Lüfters

Kühlung und Praxistest

Gerade bei hochwertigen Gehäusen möchte der Anwender nicht dadurch enttäuscht werden, dass das Kühlkonzept für die Tonne ist. Somit ist es hier sehr wichtig die vorhandenen Gegebenheiten genau anzuschauen. Wichtig bei einer guten Belüftung und den optimalen Wärmeabtransport ist ein unterbrechungsfreier Airflow. Der Luftstrom darf nicht durch Verwirbelungen oder aber durch Stauzonen unterbrochen oder in die falsche Richtung gelenkt werden. Passiert dies, kann es zu einem Rückstau kommen und die Temperatur im Gehäuseinneren würde unweigerlich ansteigen und damit die Hardware gefährden.

Bei NZXT konnten wir jedoch noch bei keinem einzigen Towertest einen thermischen Makel feststellen. Die Lüfter waren alle ausreichend Dimensioniert und clever positioniert. Auch die Panzerbox ist thermisch gesehen ein optimales Gehäuse. Ausgestattet mit der großen Fläche an Lochraster-Aluminium sowie den Lochraster-Fenstern links und rechts an den Seitenteilen bietet die Panzerbox hier für die physikalische "Flugrichtung" der Wärme (Warme Luft geht immer nach oben) jede Menge Freiraum.

Die Panzerbox verfügt über folgende Lüfter:

  • 1x 190 mm (Front, 1.150 U/Min, 251,4 m³/h)
  • 1x 190 mm (Deckel, 1.150 U/Min, 251,4 m³/h)
  • 1x 120 mm (Rückseite)
  • Optional möglich: 2x 120 mm (Deckel, optional, statt dem 190 mm)

Die Panzerbox ist auch für Wasserkühlkonzepte geeignet. So kann der 190mm Lüfter im Deckel gegen einen 120mm Dual-Radiator ausgetauscht und mit den im Lieferumfang beiliegenden Schienen am Gehäuse montiert werden. Nutzen Sie einen externen Radiator so können die Schläuche mit den bereits vorgebohrten und gummierten Schlauchdurchführungen an der Hinterseite des Gehäuses nach draußen geführt werden.

Nun kommen wir aber wieder zu unserem Temperaturtest:

Unser Testsystem bestand aus:

Nach einer Anlaufphase von 30 Minuten, einem Burn-IN-Test zum Erhitzen der Komponenten mit anschließender 30 minütiger Pause haben wir dann im Anschluss die Auslastungstest für jede Komponente mit einer jeweiligen Messzeit von 30 Minuten durchgeführt, sowie die Temperaturwerte notiert. Dies alles bei einer Raumtemperatur von ca. 23°C.

Dabei erreichten wir folgende Werte:

Das Diagramm zeigt hier deutlich, dass das Kühlkonzept auch unter hoher thermischer Beanspruchung einwandfrei funktioniert. Leider haben wir hier in Punkto Lautstärke einiges zu bemängeln. Der Frontlüfter ist bei einer Ansteuerung übers Netzteil extrem Laut und gibt ein unangenehmes Brummen von sich. Dies wird wohl durch den geringen Abstand zum Lochraster und den damit erzeugten Luftstau erzeugt. Wir empfehlen Ihnen daher den Frontlüfter über eine Lüftersteuerung in seiner Drehzahl zu Regeln oder ihn an die 5V-Schiene anzuhängen.

Alle anderen beiden Lüfter haben eine angenehme Lautstärke. Zudem ist der hintere Lüfter auch noch mit 4 blauen LEDs ausgestattet die das Gehäuseinnere in ein angenehmes Licht tauchen.

Mario Kramer meint …

Mario Kramer

Nach jedem guten Review folgt unweigerlich das Fazit. Das ist auch in diesem Fall wieder so und wir waren uns nicht einig wie wir die einzelnen Punkte nun fair bewerten sollten. Auf der einen Seite kann die Panzerbox durch ihre Verarbeitung und Stabilität, sowie dem guten Kühlkonzept punkten. Auch die Lackierung und das Design sind perfekt. Ebenso ist das gehärtete Aluminium eine wunderbare Sache. Auf der anderen Seite verliert die Panzerbox aber wieder durch die fragwürdige Netzteilmontage, den unschönen und nicht umhüllten Kabelsträngen, der Entkopplung von leider nur 2 Festplatten (4 wären akzeptabler gewesen) sowie dem leider sehr unangenehm lauten Frontlüfter.

Insgesamt können wir jedoch sagen, dass die Panzerbox Ihren Preis von 119,90€ durchaus verdient - auch wenn es nicht gerade günstig ist. Aber durch die verwendeten Materialien und den vereinfachten Einbau der Komponenten sowie der guten Kühlleistung kann man über die "Kleinigkeiten" nicht großartig seine Bewertung schmälern. Es wurden im Test keine gravierenden Mängel festgestellt und somit erhält die Panzerbox von uns folgende Bewertungen:

  • Positiv
  • TOP Design
  • Ausgezeichnete Verarbeitung
  • Elegantes Äußeres
  • Entkoppelte Laufwerksschächte
  • Entkoppeltes HDD-Modul
  • Platz für Grafikkarten bis 27cm (wenn in Karten-Slot 1 montiert)
  • Platz für Grafikkarten bis 30cm (wenn ab Karten-Slot 2 montiert)
  • Hervorragende Kühlleistung
  • Lifetime-Warranty
  • Neutral
  • Negativ
  • Kabelfarben (Farben durch Mesh sichtbar)
  • Nur Platz für 2 entkoppelte Festplatten
  • Front-Lüfter unter Volllast sehr laut

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