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Tech-Review.de

  • Sonntag, 20. September 2020
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Cooler Master Storm Quick Fire Ultimate

Cooler Master Storm Quick Fire Ultimate: Im Test

Einleitung

Heute haben wir die neue mechanische Tastatur von CM Storm, dem Gaming-Brand von Cooler Master, in die Redaktion geholt und schauen uns die Quick Fire Ultimate mit den braunen Cherry-Tasten mal genauer an. Bei dem Modell Quick Fire Pro (zum Testbericht) hatten wir noch die unglückliche Wahl zur Teilbeleuchtung bemängelt, so kam kurz darauf bereits der Nachfolger. Auch die Ultimate besitzt nun eine vollwertige Beleuchtung der Einzeltasten. Ausgestattet mit vergoldeten Ultra Low Latency USB-Anschluss und einer Vielzahl vorprogrammierter, dedizierter Multimedia-Tasten verspricht Cooler Master darüber hinaus die Möglichkeit beliebig viele Tasten z.B. im Game gleichzeitig drücken zu können - das sogenannte N-Key-Rollover. Gerade hier patzen die meisten Tastaturen aufgrund der Tasten-Verschaltung innerhalb der Elektronik und verschlucken die Eingaben dabei gerne mal oder geben im schlechtesten Fall falsche Aktionen aus.

Bei einem Preis von rund 100,- Euro für eine Tastatur sind die Anwender zumeist ein wenig skeptisch, doch oftmals lohnen sich unserer Meinung nach die Mehrkosten in der Anschaffung für die mechanische Variante im der Vergleich zu den elektronischen Pads - jedenfalls für Gamer und Vielschreiber. Und für eine Neueinführung ist der aktuell veranschlagte Preis auch nicht sonderlich überzogen, kosten die älteren Modellvarianten von CM Storm noch heute um die 75 Euro. Mechanische Tastaturen sind jedoch in ihrer Konstruktion keineswegs neu, sondern werden je nach Hersteller und Modell meist mit geringen Abweichungen, oftmals nur vom Design her, angeboten. Viele von ihnen basieren auf einem einheitlichen Grund-Konzept/Aufbau und die Hersteller entwickelten das Layout quasi drum herum. Auch preislich schwanken die Kosten einer mechanischen Tastatur je nach favorisiertem Modell und dem Feature-Umfang zwischen 25,- Euro für das günstigste und einfachste Modell von Cherry bis zum teuersten Kollegen mit Aluminium-Chassis "Colada G3NL" der Firma Tesoro für stolze 170,- Euronen. Die Quick Fire Ultimate liegt damit merklich im unteren Mittelfeld - betrachtet man die Preise anderer Hersteller. Dennoch stellt die PFU eher die spartanische Variante im Vergleich zu den anderen Modellen im CM Storm Portfolio dar, denn diese Tastaturreihe konzentriert sich auf das Wesentliche: preislich im Rahmen zu bleiben und dennoch eine gute Mischung aus Design und Funktionsumfang ohne unnötiger Spielereien zu bieten. Natürlich wird auch hier der Faktor "Qualität" nicht aus den Augen verloren.

Wie sich nun die Quick Fire Ultimate schlägt, auch gegenüber der Vorversionen, zeigen wir Ihnen auf den nun folgenden Seiten. Viel Spaß beim Lesen!

Der Lieferumfang

Der Karton ist farblich auf die Zielgruppe "Gamer" ausgerichtet bzw. gestaltet und präsentiert neben einer stylischen Abbildung der Tastatur selbst noch weitere Informationen über das verwendete Layout und die zum Einsatz kommenden Cherry-Schalter. Darüber hinaus bietet die Rückseite eine kleine Auflistung der Features sowie ein paar technische Details in insgesamt 10 Sprachen. Auf einer Kartonseite gibt es dann noch Link-Verweise auf die CM Storm Webseite - hier in stolzen 21 Sprachen aufgedruckt.

Der Umfang der Lieferbeigaben hält sich bei der Quick Fire Ultimate wie erwartet in Grenzen und so bringt das Paket nach dem Öffnen lediglich die Tastatur an sich, ein USB Kabel, eine Tastendeckel-Zange, einen Quick Guide sowie eine sehr praktische Staubschutzabdeckung mit sich.

Lieferumfang im Detail:

  • CM Storm Quick Fire Ultimate Gaming Tastatur
  • Quick-Start-Guide
  • 1,8 Meter USB-Kabel
  • Staubschutzabdeckung
  • Cap-Removal-Tool

Die technischen Daten

Vergleicht man die Serie CM Storm Trigger mit der Quick Fire Ultimate, ist sehr schnell zu erkennen das die Quick Fire nicht mehr so viel Platz auf dem Schreibtisch benötigt. Eine Handballenablage fehlt und ist für dieses Modell auch nicht vorgesehen. In Deutschland wird die Tastatur mit den zwei Varianten der MX Schaltern ausgeliefert: Brown und Blue. Jeder Schaltertyp hat dabei seine eigene Klick-Charakteristik vorzuweisen, auf die wir bei der Schalterbeschreibung noch ins Detail eingehen werden.

Die Quick Fire Ultimate kommt ohne programmierbare Makro-Tasten daher, benötigt dementsprechend auch keinen internen Speicher und kann somit auf eine zusätzliche Software verzichten. Trotz der fehlenden Makrotasten kann sich die QFP dennoch Gaming Tastatur nennen: Mit an Bord sind nämlich neben einer mehrprofiligen Beleuchtung auch noch diverse Multimedia-Tasten.

Abmessungen (LxBxH) 454 x 155 x 31 mm
Gewicht 1380 Gramm
Tasten Cherry-MX-Brown-Schalter
Taktile Schalter
Spürbar Klickpunkt
Druckkraft ~ 45 Gramm
Windowstaste abschaltbar
Multimedia-Shortcuts
NKRO im USB-Modus (6/Full NKey)
Tastendeckel Ein zylindrisches Tastendesign
Tastendeckel sind Beschichtet,
Zeichen mit Laser ausgefräst
Anschlussart USB 2.0, Kabel ca. 1,8 Meter lang
Pollingrate 1000 Hz (1ms)
Beleuchtung Rote Beleuchtung jeweils mit eigener LED
Mehrere Beleuchtungsmodis
Komplett ausschaltbar
Tastaturlayout Deutsch, Standardlayout. Verfügbare Layouts
mit Cherry MX Schaltern sind MX Blue und Brown
Zubehör Mini-USB auf USB-Stecker
Schnell-Start-Anleitung
Preis: ~ 100 €
Garantie: 1 Jahr (Hersteller) - über ext. Shops längere Garantie möglich
Hersteller: CM Storm / Cooler Master
Preisvergleich: Geizhals Deutschland
* Herstellerangabe

Die Tastatur im Detail

Beginnen wir aber zunächst mit der optischen Begutachtung: Sie ist hoch, schmal und hat dabei mit 1380g auch noch ein bisschen an Gewicht zulegen können - im Vergleich zur Trigger mit 1260g sowie den weiteren Modellen der Quickfire-Serie wie der Quickfire Pro mit 1300g. Dies liegt höchst wahrscheinlich an der eingesetzten Stahl-Platte im Inneren, welche für die notwendige Robustheit sorgen soll. Von den Ausmaßen her ist die Ultimate identisch mit der Pro. Die Tasten stehen deutlicher hervor und allgemein wirkt alles dennoch ein bisschen komprimiert.

Mit 3,1 cm Höhe und ohne Handballenablage ist die Nutzung jedoch nichts für jeden Anwender. CM Storm hat bei der Gestaltung nicht vergessen passende Design-Akzente zu setzten und hat oberhalb der Pfeiltasten den CM Storm-Schriftzug platziert sowie über der Numlock-Taste das Brand-Logo untergebracht - auf den Schriftzug der Quick Fire Pro an der vorderen Tastaturkante hat man bei der Ultimate nun verzichtet. Über dem Nummernblock sind ebenfalls wieder die drei schräg nach rechtsoben verlaufenden LED-Blenden für die Signalisierung von "Num-, Caps- und SCR-Lock" zu finden.

In Punkto Wertigkeit, Verarbeitung und beim verwendeten Material schauen wir natürlich wieder genauer hin. CM Storm hat sich bei der Quick Fire Ultimate gegen die gummiartige Rahmenbeschichtung der Trigger entschieden. Verwendet wird ein glatter, aber auch sehr Fettfinger-empfindlicher Kunststoff, dessen Wertigkeitsgefühl jedoch auf einem hohen Level verbleibt. Es wirkt nicht billig und die Verarbeitung dessen, sowie aller weiteren verbauten Elemente ist auf einem sehr guten und CM Storm-typischen Niveau.

Die Quick Fire Ultimate

Bei der Beschriftung der Key-Caps gibt es zur Trigger nur marginale Unterschiede: So sind zum Beispiel die Zahlen der Nummerntasten 1 - 0 oberhalb der Buchstaben zentriert im oberen Kappenteil angeordnet, statt wie beim großen Kollegen nach links ausgerichtet. Darüber hinaus wurde auch der Schriftstil selbst noch einmal modifiziert. Das A hat nun keinen kleinen Versatz mehr nach links und die verwendete Schrift stellt sich im Allgemeinen nun in Teilbereichen eher fetter dar. Dies hat jedoch den Vorteil, dass die Tastenbeschriftung besser im Licht zu lesen ist. Im Vergleich zur Quick Fire Pro hat CM Storm die Windowstaste mit "WIN" beschriftet, statt das CM-Storm-Logo zu nutzen. Ebenfalls ungewohnt, aber leicht zu merken.

Typografisch passt sich der eigene Schrifttyp natürlich der Reihe CM-Storm an. Speziell im Dunkeln leidet die Erkennbarkeit gerade der kleineren Symbole jedoch auch wegen der nicht weißen, sondern eher ins Grau gehenden Zeichenfarbe deutlich. Bei den beleuchteten Tastenbereichen kann es hierbei sogar durch den vorhandenen Koronaeffekt der Caps zum leichten Verschwimmen kommen. Entgegen wirkt hier die Reduzierung der Helligkeit. Gleichgeblieben ist auch die Tatsache mit den Sonderzeichen, welche sich wieder auf den Tastenkappen unterhalb der Zahlen oder Zeichen befinden, statt wie bei anderen Modellen üblich oberhalb. Eine Umgewöhnungsphase von der meist verwendeten Sans Serif Schrift der anderen Hersteller zur Quick Fire Ultimate ist in der ersten Zeit also von Nöten.

Apropos Tasten und Beleuchtung - hier setzt CM Storm auf die Cherry MX Schalter, welche jeweils an deren Oberseite mit einer rot leuchtenden LED ausgestattet sind. Diese ist nicht angewinkelt zur Caps-Mitte hin, sondern strahlt direkt in den oberen Bereich der Caps. Genau hier treffen wir in dunkler Umgebung erneut auf einen ungünstigen Schwachpunkt: Dadurch, dass die LED eben nur den oberen und mittleren Teil der Caps abdeckt, werden die meist im unteren Caps-Abschnitt zu findenden Sonderzeichen kaum beleuchtet und sind teilweise nicht mehr zu wirklich erkennen. Das ist sehr ungünstig, vor allem bei der nummerischen Reihe über den Buchstaben oder ganz deutlich beim Punkt und Komma. Sonderzeichen wie zum Beispiel die Gänsefüße lassen sich nicht mehr wirklich und immer klar deuten. Hier muss genau hingeschaut werden, um nicht die falsche Taste zu erwischen - wenn man nicht gerade blind schreiben kann. Ist der transluzente (lichtdurchlässige) Kunststoff der Quick Fire Ultimate an dieser Stelle nicht als "der Schuldige" allein zu betiteln, so ist es definitiv eben die ungünstige Anordnung der Zeichen bzw. die Ausrichtung der LED.

Bei der Beleuchtungsausstattung wurde hier nicht mehr gespart - so bietet die Tastatur neben einer partiellen Beleuchtung von den speziell bei Gamern häufig vorkommenden Bereichen auch die Bestrahlung aller Tastenbereiche an. Insgesamt drei Modi stehen dem Anwender zur Verfügung und er kann wählen zwischen der reinen Beleuchtung der WSAD- und Pfleiltasten, sowie der Beleuchtung aller Tasten und eine Verwendung des Breathing-Modi, wobei die eben genannten Bereiche wie bei einer Atmung mal heller und mal dunkler erstrahlen - das Licht pulsiert also. Damit für jeden Anwender auch die gewünschte Intensität der Tastenbeleuchtung genutzt wird, kann man hier zwischen Aus und vier Intensitätsstufen wählen.

Auf der Unterseite der Tastatur sind die in drei Richtungen verlaufenden Kabelschächte für das Micro-USB-Kabel zu finden. Diese sind jedoch sehr eng gestaltet und beim Einführen des Anschlusskabels wird im dümmsten Fall die Sleeve-Ummantelung beschädigt, was auf Dauer unschön aussehen kann. Hier hätte das Spaltmaß ruhig einen Millimeter weiter sein können. Desweiteren hat diese gutgemeinte Aktion auch den Nachteil, dass hierbei Kabellänge verloren geht. Dennoch halten wir diese Art der Kabelverlegung für die Sinnvollste, denn zum einem ist die Gefahr des heraus Rutschens des Steckers sehr gering und ein Risiko der Beschädigung dessen, zum Beispiel ein wegknicken oder wegbrechen, wird ebenfalls minimiert - funktioniert aber nur wenn dem Anwender ein paar Millimeter mehr Spielraum für das einfädeln gewährt wird.

Die Unterseite der Tastatur

Die Gummifüße stellen die Neigungshöhe der Tastatur dar und lassen sich sehr einfach ausfahren. Mit dem Gummipuffer direkt an den Füßen sowie an vier weiteren Punkten ist die Tastatur sehr sicher gegen unbeabsichtigtes Verschieben auf dem Tisch.

Die hochklappbaren Standfüße sind gummiert

Die Tasten-Kappen (Caps):
Bei den Caps der Quick Fire Ultimate setzt CM Storm, wie schon bei der Trigger-Tastatur, auf eine zylindrische, leicht nach innen gewölbte Gestaltung der Kappen. Genau wie bei den leicht zur Vertikalen gerichteten Winkel im Vergleich zum restlichen Tastenfeld (Terrasseneffekt) der Trigger, sind die Tasten bei der QFP ebenfalls wie eine kleine zur Mitte hin geneigte Welle verbaut.

Seitenansicht der Tastatur

Diese wellige Anordnung lässt die oberen Tasten mehr zum Anwender zeigen und die unteren entgegen dieser Richtung. Da zumeist die Standard-Position der Finger sich in der mittigen Buchstabenreihe der Tastatur befindet, bietet diese Anordnung eine optimierte Bewegungshandlung und einen sehr guten Seitenhalt auf den Tasten selbst. Bei den Caps kommt CM Storm-typisch transluzenter Kunststoff zum Einsatz, der mit einer sehr robusten Beschichtung versehen wurde. Gerade in der Vergangenheit haben einige Hersteller bei der Haltbarkeit der Kappen Kompromisse gemacht.

So wurde in diversen Foren über Haarrisse oder Brüche beim Tastenkreuz berichtet. Die Unterseite der Caps bei der Quick Fire Ultimate offenbart ein Tastenkreuz mit kleinen Einbuchtungen, welches durch großzügige Streben gestützt wird. Wurde bei der Trigger noch ein rundes Kreuz benutzt, so wird hier wieder auf das Sternenkreuz gesetzt - eben mit der genannten Anfälligkeit gegen Mikrorisse. Warum dies so ist, wissen wir leider nicht, hätten aber gerne die Runde Variante vorgefunden. Positiv hier jedoch wieder, dass Cooler Master etwas weicheres Material mit besseren Eigenschaften im Bereich der Elastizität verwendet. Der Vorteil ist hierbei die gesteigerte Riss- und Bruchfestigkeit.

Bei der Beschichtung verwendet Cooler Master einen sehr robusten Lack, welcher sauber verarbeitet wurde und der Lack besser verteilt ist – extremer Lacknebel war nur bei sehr wenigen Caps zu finden. Der verwendete Überzug der Quick Fire ist rauer als bei der Trigger und sehr griffig, dadurch also bestens gegen ungewolltes Abrutschen geeignet. Damit die Zeichen natürlich lichtdurchlässig sind und im Dunklen leuchten können, wurden diese Ausschnitte gelasert.

Die Schalter:
CM Storm verwendet hier die neben der blauen Variante häufig vorkommenden Cherry MX-Brown Schalter vom Hersteller ZF. Der Grund für die häufige Nutzung dieser Variante von Schaltern liegt in dessen Eigenschaft. Es handelt sich um einen taktilen Schalter mit einem fühlbaren Klickpunkt. Der Klickauslöser tritt bereits bei einer Hubweite von zwei bis vier Millimetern ein, was identisch wäre mit den MX Blue, jedoch hier nur gerade mal 45 Gramm Druckkraft aufgebracht werden müssen. Der Tastendruck wird damit sehr leichtgängig macht und eignet sich neben den blauen Modellen für Vielschreiber. Gerade bei Anwendern einer eher ruhigen Schreibweise haben diese Schalter aber durch den wahrnehmbaren Klickton eine gewisse Lautstärke und sind für Silent-Freaks deswegen eher nicht geeignet.

Eine Übersicht der mechanischen Schalter findet ihr auf unserer Schalter-Erklärseite.

Den Unterschied zwischen mechanischen und folienbasierten Tastaturen kann man mit Video des Youtube-Kanals "Domestic Hacks" anschauen, welcher das ein Mal verständlich zusammengefasst hat.

Video abspielenMechanische Tastaturen - Einführungsvideo - Cherry MX Schalter Vergleich

Im Lieferumfang der Tastatur ist eine Tastenzange enthalten, mit der sich alle Tasten angenehm entfernen lassen, sollte man die Tastatur doch mal vom Schmutz befreien oder gar die Tasten austauschen wollen. Sehr praktisch.

Anwendung:
Um die Quick Fire Ultimate zu verwenden, genügt es den USB-Stecker in den PC zu stecken und schon kann es losgehen, da das Kabel bereits in die Tastatur selbst eingesteckt und das Kabel in einen Kanal eingeführt ist.

Die Unterseite mit angeschlossenem Kabel

Den passenden Treiber findet das Betriebssystem in der Regel selbst. Nachdem alles ordnungsgemäß verbunden ist, lassen sich die Doppelbelegungen der mit einem kleinen weißen Feld unterlegten Tasten und dessen Funktionen durch das Drücken der FN-Taste aktivieren bzw. deaktivieren.

Signalisiert wird der eingeschaltete Zustand der Sonderfunktionen durch das Leuchten der FN-Taste samt Schloss-Symbol. Jetzt kann der Nutzer entweder die Multimediatasten verwenden um die Wiedergabe von Musik oder Videos zu steuern, oder aber er stellt sich den gewünschten Leucht-Modus ein. Damit man beim Zocken eines spannenden Computerspiels nicht durch die versehentlich gedrückte Windows-Taste aus dem Spiel geschmissen wird, lässt sich jene über das Drücken der F12-Taste deaktivieren - auch hier wird über eine Beleuchtung der Sperrzustand signalisiert. Wer die eigentliche Funktion der F-Tasten benötigt, kann die Multimedia-Features durch das längere gedrückthalten der FN-Taste erwirken. Sobald diese nicht mehr leuchtet, sind die Sonderfunktionen deaktiviert.

Zusatzfunktionen aktiviert man mit der [FN]-Taste

Ghosting und Jamming

Zu Beginn des Tests in diesem Bereich wollen wir zunächst erklären, wobei es sich beim Phänomen "Ghosting" und "Jamming" eigentlich handelt.

Unter den Begriff "Ghosting" versteht man das Problem, dass auf einer Tastatur einige Tastenkombinationen nicht mehr funktionieren, wenn man versucht mehrere Tasten zeitgleich zu drücken. Problematisch sind hier eigentlich alle Tastaturen da, dessen Verschaltung auf einer Spalten-Zeilen-Matrix basieren. Hierbei zeigen sich die Phänomene, dass sich bestimmte Tasten nicht oder nur sehr träge drücken lassen, oder eine Taste aktiviert wird, die garnicht gedrückt wurde (Ghost). Um ein Beispiel zu nennen: Wenn man die Tasten A und W gedrückt hält und versucht mit Q eine weitere Funktion aufzurufen so wird dies in den meisten Fällen ebenso verschalteter Modelle nicht gehen, oder es wird der Versuch mit der Taste S quittiert. Gefühlt sind die gedrückten Tasten in dem Moment nicht mehr existent (Jamming) oder wie von "Geisterhand", werden andere Tastenaktionen gestartet, welche nicht gewollt waren.

Mehr zu diesem Thema findet ihr auf unserer "Tastatureigenschaften Erklärseite".

N-Key Rollover

Um beide Probleme, also Ghosting und Jamming, zu umgehen, müssen die Tasten so verschaltet und aufgebaut sein, dass eine eindeutige Zuweisung möglich ist. Die Lösung heißt hier N-Key-Rollover: Hierbei sind die Tasten einzeln verschaltet und durch eine Diode zusätzlich entkoppelt, darüber hinaus muss der verbaute Controller all diese Informationen auch entsprechend sauber verarbeiten können. "N-Key" steht in diesem Fall für beliebig viele und "Rollover" für gedrückte Tasten.

Bei der Trigger war die maximale Anzahl der gleichzeitig drückbaren Tasten aufgrund des einfachen USB-Anschlusses (ein USB-Device) auf sechs Tastenschläge begrenzt. Die Quick Fire übertrifft diese Leistung durch die Verwendung mehrerer emulierter USB-Devices und kann damit unendlich viele Tastenschläge übermitteln.

Mitmachtest:
Durch diesen Mitmachtest können Sie als User direkt Ihre eigene Tastatur auf das Ghosting-Phänomen hin überprüfen - und dies nur mit einem simplen Texteditor wie ihn Windows zum Beispiel von Haus aus mitbringt. Egal ob Word, Wordpress oder den einfachen Editor, es bedarf hierfür keiner extra Softwareinstallation.

Zum Test verwenden wir einen Text, in dem alle Buchstaben des englischen Alphabets vorkommen:
THE QUICK BROWN FOX JUMPS OVER THE LAZY DOG
Öffnen Sie einen einfachen Texteditor und drücken die beiden Shift-Tasten gleichzeitig und lassen diese während der gesamten Eingabe nicht los.

Bei der CM Storm Quick Fire Ultimate sah das Ergebnis folgendermaßen aus:

Bei unserer Logitech G15 wiederum war das Ergebnis eher schlecht bis durchwachsen, zeigt es jedoch ein bei sehr vielen Tastaturen vorkommendes Bild.

PS2 / USB / Polling Rate

Auch hier müssen wir wieder mit langweiliger Theorie nerven: Bei Tastaturen die noch über PS2 angeschlossen wurden, geschah die EVA, also das Eingabe-Verarbeitung-Ausgabe-Prinzip in Echtzeit, da dieses Gerät einem festen Interrupt im System zugeordnet wurde, der durch kein anderes Gerät belegt sein konnte. Hierbei hat das Gerät beim Auftreten eines Ereignisses dieses selbstständig an den Computer in Echtzeit übermittelt. Bei einem USB-Anschluss teilen sich aber viele Geräte diese universelle Schnittstelle.

Hier werden nun innerhalb eines gewissen Zeitabstands periodisch alle angeschlossenen Geräte abgefragt, ob neue Befehle vorliegen. Dieser festgelegte Zeitabstand wird Polling-Rate genannt. Bei den Befehlen kann es sich dabei um Tastenschläge, Druckeraufträge und ähnlichem handeln, die von den Geräten chronologisch in eine Art Zwischenpuffer gespeichert werden. Dieses Interrupt-Paket ist in seiner Aufnahmekapazität aber begrenzt. Um diese Begrenzung zu Umgehen und einen möglichst geringen Abtast-Intervall zu erreichen kann man bei USB vom Gerät her nun so tun, als seien es mehrere Geräte (Devices). Werden mehrere Devices in einem Gerät emuliert, erhöht sich natürlich auch der Abtastvorgang und damit verringert sich die Zeitspanne zwischen Auftreten des Ereignisses (z.B. Tastendruck) und der Weiterleitung an das System.

Bei der Quick Fire Ultimate wird dieser Trick erfolgreich angewendet und so lässt sich durch die Tastenkombination FN + Entf und FN + Einfg zwischen den Modi 6NKRO für maximal sechs gleichzeitige Anschläge und dem Modi Full-N-Key (NKRO) umschalten, bei dem im Betriebssystem weitere USB-Geräte emuliert werden und die Abtastrate sich damit automatisch erhöht. Beim Full-N Key-Rollover ist die Beschränkung der gleichzeitig klickbaren Tasten damit quasi aufgehoben.

Die meisten Controller verwenden eine Polling-Rate von rund 125 Hertz, dies entspricht in etwa einer Zeitspanne von ca. 8 Millisekunden. Im Durchschnitt werden jedoch Intervallzeiten zwischen 0 und 4 Millisekunden erreicht. Wenn man nun also Pech hat kann es passieren, dass die Befehle des Gerätes (hier z.B. die Tastenschläge) nun 8 Millisekunden liegen bleiben. Diese Verzögerung kann natürlich mit zusätzlicher Software oder speziellen Systemeingriffen verringert werden, indem man die Polling-Rate erhöht. CM Storm bietet bei der Quick Fire Ultimate, wie auch schon beim Vorgänger oder der Trigger, die Möglichkeit die Abtast-Rate auf bis zu 1000 Hz zu erhöhen - was dann theoretisch der Echtzeitübertragung von PS2 in nichts nachstehen würde. "Würde" ist hier aber das zu beachtende Wort, denn wenn mehrere an einen USB-Controller angeschlossene, datenintensive Geräte sich eine Leitung teilen müssen, verringert sich als logische Konsequenz die maximale Transfergeschwindigkeit je Gerät.

Unter allen Datensendern muss diese Bandbreite fair aufgeteilt werden und so kann es über kurz oder lang zu sogenannten "Daten-Lags" kommen, welche sich in Störungen, Problemen oder eben längeren Verzögerungszeiten zeigen können. Die Polling-Rate lässt sich nämlich nicht auf ein Gerät beschränken, sondern umfasst den Controller an sich und damit alle verbundenen Geräte. So wäre das Abtastintervall auch beim Drucker oder Scanner erhöht, was im Fazit bedeutet das im blödesten Fall die Zeit für die Ereignismeldung länger dauert als bei normal eingestellter Polling-Rate, oder es sogar zu fehlerhaften Übertragungen kommt. Dennoch ist die Kompatibilität zur dieser hohen Abtastrate als sehr positiv zu werten.

Mario Kramer meint …

Mario Kramer

Gerade im journalistischen Bereich wie diesem Testportal kommt man selten bis garnicht drumherum, viele Texte zu verfassen und bekommt damit natürlich auch ein gewisses Gefühl für Tastaturen. Welche Varianten einem zusagen, mit welchen Modellen oder speziell Schaltertypen es Probleme gibt oder gar ein sauberes und fehlerfreies Tippen nicht machbar ist. Schreiberlinge wie wir haben uns während des Tests der Quick Fire Ultimate relativ schnell an die MX Brown-Schalter gewöhnt und tippen die Texte inzwischen nochmal eine Nuance flotter auf den Bildschirm. CM Storm hat mit seinem Pro-Update der Tastatur einiges wirklich richtig gemacht: Das Layout und die Verarbeitung befinden sich auf einem erstklassigen Niveau, auch die komprimierten Abmaße lassen einem auf eigentlich fast jedem Schreibtisch noch einen Platz für die Tastatur finden. Mit den Sondertasten ist das Spielen kinderleicht, auch wenn man hier eine Makrofunktion vermisst. Bei der Musikwiedergabe sind alle wichtigen Tasten binnen Sekunden gefunden.

Das mitgelieferte Kabel, welches sehr robust ist, hat eine ausreichende Länge und mit dem, wenn auch zu engen, Kabelführungen auf der Rückseite wurde das Trigger-Problem des rausrutschenden USB-Steckers entgegengewirkt. Ein sicherer Stand ist nicht nur durch die praktisch rutschfesten Gummipuffer garantiert, sondern auch durch das ordentliche Gewicht. Dadurch, dass keine Makrofunktionen enthalten sind und sich die ganzen Features dennoch über die Sondertasten aktivieren lassen, benötigt die Quick Fire Ultimate auch keine separate Software, was einen etwaigen Installationsaufwand ad acta legt. Sehr schön. Allerdings funktioniert das mit der automatischen Treiberinstallation nur ab Windows XP. Die Betriebssysteme darunter werden für die Zusatzfunktionen nämlich nicht unterstützt.

In Puncto Beleuchtung ist das Problem mit der partiellen Beleuchtung seit dem Nachfolger der Pro kein Thema mehr, aber dennoch sind hier für die Ultimate die zum Teil schwer erkennbaren Sonderzeichen der einzelnen Tasten nochmal zu nennen, da dies nicht nur unglücklich ist, sondern sich inzwischen über mehrere Serien der Quick Fire zieht - unnötig. Eine eventuelle Lösung, wenn schon keine an-geschrägten LEDs zum Einsatz kommen sollen, wäre die partielle Innenbeschichtung der Tastenkappe mit einem reflektierenden Lack - damit sich das vorhandene Licht durch die Reflexionen besser im Tasten-Cap verteilt und somit auch die schwer beleuchteten Bereiche aufhellt. Nur mal so als Tipp von unserer Seite an den Hersteller gerichtet.

Ansonsten ist der Preis für die Tastatur mehr als in Ordnung - eben auch in Hinsicht auf die Multi-Device-Lösung, bei der mehrerer virtueller Geräte emuliert werden. Wer sich an der Beleuchtung nicht stört, dem können wir die Quick Fire Ultimate als wahres Tasten-Schnellfeuer-Gewehr wärmstens an Herz legen, alle anderen legen lieber nochmal ein paar Scheine mehr auf den Kauf-Tisch und besorgen sich die CM Storm Trigger oder eine der anderen Modelle - die Vielfalt ist inzwischen nicht ohne, macht es dadurch aber für den Käufer auch nicht immer leicht...

  • Positiv
  • Sehr hohes Qualitätsniveau
  • Angenehm schwer und dadurch stabilen Stand
  • Gute Haptik
  • Optisch ansprechende Beleuchtungsmodi
  • Sehr robuste Beschichtung der Caps und der Tastatur allgemein
  • Ausreichender Funktionsumfang
  • Anti-Ghosting/-Jamming
  • Multi-Device-Lösung
  • Praktische, aber enge Kabelführung
  • Neutral
  • Negativ
  • Leider manchmal etwas laut (subjektiver Eindruck)
  • Beleuchtung nicht optimal

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