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Tech-Review.de

  • Freitag, 23. Oktober 2020
Alphacool NexXxoS XP³ Light - Brass Black Chrome

Alphacool NexXxoS XP³ Light - Brass Black Chrome: im Check

Einleitung

Selbst zusammengestellte und -gebaute Wasserkreisläufe für PC´s sind eine Generationen übergreifende Faszination und erfreuen sich einer großen Beliebtheit bei Enthusiasten. Neben dem Drang einfach etwas zu basteln, ist auch die Individualität und die Anpassbarkeit immer wieder ein Argument sich den komplexen Wasserkreisläufen zu verschreiben. Ein weiterer Vorteil, abseits des bereits Erwähnten, ist nicht zuletzt die Optik. Zu den Nachteilen zählen allerdings der große Montage- und Wartungsaufwand und vor allem die damit verbundenen Kosten. Durch das steigende Interesse der PC-Nutzer an Wasserkühlungen und den dadurch entstehenden Mehrumsatz sind die Preise allerdings in den letzten Jahren nach unten gegangen. Das liegt nicht zuletzt auch an den Kompaktwasserkühlern, welche teilweise auch schon von OEM-PC-Herstellern verbaut werden.

Alphacool stellt einen der bekanntesten Hersteller Deutschlands im Bereich der individualisierbaren Wasserkühlungen samt passendem Zubehör dar und wird immer wieder im Mid-Budget-Bereich empfohlen. Unter der Gruppe der NexXxoS-Produkte vereint Alphacool Bauteile für Wasserkühlungen jeglicher Preiskategorien, welche zur Wärmeaufnahme und deren Abgabe benötigt werden. Dazu gehören entsprechende Kühler, Radiatoren, Komplettsets, Grafikkarten- und Prozessorkühler. Wir haben für euch einen CPU-Kühlkörper aus dieser Serie zur Verfügung gestellt bekommen und werden diesen in dem folgenden Test genauer begutachten. Die vollständige Modellbezeichnung unseres CPU-Kühlers ist „Alphacool NexXxoS XP³ Light Brass Black Chrome“. Der Name NexXxoS XP³ zeigt an, dass es sich um die dritte Generation des Prozessorkühlers handelt, welche direkt an die herstellereigene VP- und XP-Serie anknüpft. Evolution statt Revolution hat man sich auf die Fahne geschrieben und so lagen zwischen dem XP³ und dem Vorgänger ganze vier Jahre, wovon rund 14 Monate in die Entwicklung des XP³ gesteckt wurden. Das uns zugesendete Sample stellt, auch preislich betrachtet, die Spitze der von Alphacool hergestellten Kühlkörper für Prozessoren dar. Aktuell steht der günstigste Preis laut geizhals.de bei 79,99 €. Das Einstiegsmodell dieser Serie ordnet sich bei knapp 50,- € ein. Unser zu testendes Produkt unterscheidet vor allem die Materialwahl von den anderen Kühlblöcken Alphacools.

Was dürfen wir von einem Prozessorkühler erwarten, der im Schnitt 80,- € kostet? Hebt sich dieser deutlich von anderen Kühlern, auch von den günstigen der gleichen Serie ab? Das und noch ein bisschen mehr werdet ihr auf den nachfolgenden Seiten von uns zu lesen bekommen.

Lieferumfang

Geliefert wird der Alphacool NexXxoS XP³ Light Brass Black Chrome in der Alphacool-typischen Universalverpackung für Prozessorkühler. Lediglich ein kleiner Aufkleber mit Strichcode verrät, was sich in dieser kleinen Schachtel befindet. Allein vom Umweltaspekt her gefällt es uns richtig gut, dass Alphacool für viele Produkte ein und dieselbe Verpackung nutzt. Das spart nicht nur Entwicklungskosten, sondern auch Maschinen und Arbeitsgänge um diverse Verpackungen Herzustellen. Alphacool geht auch bei Pumpen, Grafikkartenkühlern und Fittings so vor. Jede Produktgruppe nutzt für sich nur eine einzelne Verpackung.

Die Verpackung des Kühlers

Die Verpackung gestaltet sich äußerlich in einem schlichten Schwarz mit blauen sowie weißen Akzenten, welches dem standardmäßigen Design der Firma Alphacool entspricht. Der Firmenname ist dabei in eisblau und die Bezeichnung der Produktkategorie in weiß gehalten. Angelehnt an den bereits hinter uns liegenden Launch der „Eis“-Produktserie befinden sich nun anstelle der schematischen Leiterbahnen Eiszapfen auf den Verpackungen.

Der erste Blick in das Innere

Öffnen wir nun die Verpackung, fällt direkt der gut gepolsterte Prozessorkühler auf. Neben dem Kühler befindet sich als erstes die Montageanleitung, darunter das entsprechende Montagematerial. Hierbei hat man darauf geachtet, alle unterstützten Intel- und AMD-Sockel getrennt voneinander zu verpacken, was es dem Nutzer wesentlich leichter macht die benötigten Teile zu finden.

Bei der Anleitung ist Alphacool jedoch anscheinend ein kleines Missgeschick passiert. Diese enthält nämlich nur die Montageschritte für die unterstützten Intel-Sockel. Da aber auch unser Testsystem eines auf AMD-Basis ist, mussten wir uns die entsprechende PDF von der Homepage Aquatunings organisieren. Dies funktionierte zum Glück problemlos. Bei einem Kühlblock von knapp 80,- € sollte man das aber nicht unbedingt machen müssen.

Nimmt man nun endlich alles Weitere aus der Verpackung, schreit uns ein Aufkleber auf der Tüte an, welcher nochmals den Kühlblock umgibt. Dieser besagt, dass der Kühlkörper für Anschlüsse mit einer maximalen Gewindelänge von 5 mm ausgelegt ist. Dieser Hinweis ist im Hinblick auf die Funktion des Kühlers essentiell, da sonst das Kühlmittel nur mit großer Behinderung in den Kühlkörper gelangen kann oder aber die Anschlüsse undicht sind, weil der Dichtring nicht auf dem Block aufsitzt. Auf der eigentlichen Kühlfläche befindet sich zum maximalen Schutz noch eine transparente Folie, welche mit einem roten Schriftzug markiert ist. Ohne den auffälligen Schriftzug könnte man sie leicht übersehen, was letztendlich viel zu hohe Temperaturen nach sich ziehen würde.

Für die Montage auf Intel- und AMD-Sockeln befinden sich zwei Halterahmen für den Kühlblock sowie eine Backplate im Lieferumfang. Zum Schutz der Hardware ist ein gewisser Sicherheitsabstand zwischen Backplate und Mainboard von Nöten. Um dies zu bewerkstelligen liegt dem Päckchen ein Schaumstoffrahmen zum Aufkleben bei, welcher auf der Backplate angebracht werden muss, sobald diese direkt das Mainboard berühren würde. Der Rest des Lieferumfangs gestaltet sich sehr übersichtlich. Neben insgesamt 12 Schrauben haben wir noch eine kleine Hand voll Muttern, Federn und Unterlegscheiben zur Verfügung um den Kühlblock auf dem Mainboard zu montieren. Ein einfacher Inbusschlüssel sowie eine Tube Wärmeleitpaste von Alphacool, runden das Paket schlussendlich ab.

Technische Daten

Da eine Wasserkühlung aus sehr vielen Einzelkomponenten besteht, welche die Werte, unter anderem die Kühlleistung, mehr oder weniger stark beeinflussen, sind die technischen Spezifikationen von seitens des Herstellers sehr überschaubar.

Abmessungen (L x B x H): 63 x 73 x 14mm
Anschluss:

2x G1/4

Hersteller: Alphacool
Material Bodenplatte: Kupfer (poliert)
Material Deckel: Messing
Sockel: AMD AM3(+)/AM2(+)/FM2(+)/FM1(+)/754/939/940
Intel 1150/1151/1155/1156, Intel 1366, Intel 2011(-3), Intel 775

Die Verarbeitung sowie auch die Verpackung unseres Testmusters sind hervorragend. Der Lieferumfang ist insoweit vollständig und lässt keine weiteren Wünsche offen. Im nächsten Kapitel gehen wir noch ein wenig detaillierter auf den NexXxOs-Kühler ein und zeigen was uns besonders gefällt oder was auch nicht.

Der Kühler im Detail

Der NexXxoS XP³ Light - Brass Black Chrome

Anhand des Gewichts merkt man schon, dass Alphacool bei diesem Kühlkörper auf jeglichen Einsatz von Kunststoff verzichtet hat. Der Messingdeckel und die Kupferbodenplatte vermitteln uns ein hochwertiges, haptisches Feedback. Während die Lackierung des Deckels makellos ist, bemängeln wir etwas den Firmenschriftzug auf der Oberseite des NexXxos-Kühlers. Dieser ist nicht geprägt wie es den Anschein hat, sondern es handelt sich dabei um einen einfachen, kupferfarbenen Aufkleber, für den eine passende Aussparung im Deckel des Kühlers existiert. Die Ein- und Auslassbeschriftung dagegen ist lackiert und kann dementsprechend bei Nichtgefallen nicht ohne weiteres entfernt werden.

Die blank polierte Kühlfläche

Drehen wir den Kühler um und betrachten die Unterseite, wissen wir was auch zu dem hohen Preis dieses kleinen Teils beiträgt. Unter der Schutzfolie befindet sich eine Kupferfläche, welche eher an einen Spiegel erinnert. Solche blank polierten Kühlflächen findet man recht selten, weil sie erstens sehr aufwändig anzufertigen sind und zweitens nur noch minimale Verbesserungen in der Kühlleistung bringen. Die Bodenplatte ist dabei mit insgesamt vier Kreuzschlitzschrauben am Deckel befestigt. Diese sollten nur gelöst werden um anfallende Wartungsarbeiten, wie die Reinigung des Kühlkörpers, durchzuführen da sich auch diese Schraubenköpfe mit der Zeit abnutzen. Und weil wir mit unserem Sample noch ein Projekt in Planung haben, mussten wir an dieser Stelle leider auf ein Öffnen des Kühlers verzichten um spätere Undichtigkeiten oder Beschädigungen zu vermeiden.

Optisch finden wir den vorliegenden Kühler sehr ansprechend. Er ist recht dezent, weiß aber durch die Lackierung und die Farbgebung einen kleinen Blickfang darzustellen. Qualitativ gibt es nichts zu beanstanden, nur hätten wir uns eventuell gewünscht, die Ein- und Auslassbeschriftung entfernen zu können.

Testumgebung

Unsere Tests wurden auf einem frisch installierten Windows 7 mit den nötigsten Treibern durchgeführt. Die CPU haben wir mit Prime95 in der Version 28.9 und dem Small FFT Test belastet, welcher jeweils 20 Minuten andauerte. Die Temperaturen ermittelten wir anschließend mit Speedfan und haben die Werte mit HWinfo gegengeprüft. Getestet wurde die Kühlleistung jeweils bei Minimaldrehzahl, 50%, 75% und 100%. Die Pumpe des Typs Laing D5-Vario ist dabei in ihrer Drehzahl auf 2500 Umdrehungen in der Minute reguliert, damit die Ergebnisse dieses Tests als Referenz für Kompaktwasserkühlungen dienen können. Weiterhin messen wir die Lautstärke mit Hilfe eines Voltcraft SL100, welches in 50 cm Abstand zum Testsystem aufgebaut wurde.

Das Testsystem

Der Lautstärketest erfolgte dabei in einem nicht schalltoten Raum, aber ohne Nebengeräusche, aus 50 cm Entfernung. Das Gehäuse unseres Testsystems ist dabei stets geöffnet und die Position des Messgerätes ist schräg links oberhalb des PC´s, dort wo normalerweise der Kopf des Nutzers ist. Das Grundrauschen lag bei unseren Testreihen bei 31,6 dB(A), die Raumtemperatur bei 24,5 °C, da der Test im Hochsommer durchgeführt wurde und eine Regulierung der Raumtemperatur nicht möglich war.

Prozessor: AMD Athlon 860k @ 4,5 GHz
Mainboard:

Asus Crossblade Ranger

Arbeitsspeicher: 2x G.Skill TridentX 4 GB 2400 MHz
Festplatte: SanDisk 64 GB SSD
Netzteil: be quiet!® Straight Power L8 530W - CM
Betriebssystem: Windows 7 Ultimate 64 Bit
Gehäuse: Fractal Design Define S (offen)
CPU-Kühler XSPC Raystorm D5 EX240
Wärmeleitpaste: Arctic MX-4
Radiator: XSPC EX240
Pumpe: XSPC Laing D5 @ 2400 U/min
Radiatorlüfter: 2x 120 mm XSPC RDL1225S

Bei kompletten DIY-Wasserkühlungs-Sets und AiO-Lösungen folgt an dieser Stelle normalerweise eine detaillierte Montage des zu testenden Produkts.

Der montierte Kühler

Da es sich bei diesem Test jedoch „nur“ um einen Prozessorkühler handelt, geben wir auch nur eine kurze Zusammenfassung und Bewertung der Montage des selbigen.

Der montierte Kühler

Vorneweg können wir sagen, dass die Montage des Kühlkörpers sowie das Einbinden in den Wasserkreislauf wirklich sehr einfach vonstattengingen. Der Prozessor wird zuallererst mit Wärmeleitpaste dünn bestrichen. Im zweiten Schritt folgt direkt die Montage der Befestigungsschrauben. Diese werden lediglich in die Serienmäßige AMD-Backplate, welche jedem AMD-Mainboard beiliegt, eingeschraubt. Danach wird nur noch der Kühler mit dem passenden Halterahmen ausgestattet, auf den Prozessor aufgesetzt und mit der Kombination aus Unterlegscheiben, Federn sowie Rändelschrauben festgezogen. Da die Schrauben eine Endposition besitzen ist ein zu Festes anziehen zu 99% ausgeschlossen. Die Befestigungsschrauben sind dabei so dimensioniert, dass man keine großen Kräfte auf die Federn ausüben muss, bis die erste Gewindedrehung der Schrauben greift. Sowas gefällt uns und ist vor allem sehr anwenderfreundlich. Generell ist die Montage komplett werkzeuglos zu bewältigen.

Temperaturwerte

Bei unseren Tests liegt das Hauptaugenmerk natürlich auf dem Vergleich mit anderen Prozessorkühlern für DIY-Wasserkühlungen. Dennoch nehmen wir in die Diagramme unsere bisher getesteten All-in-One-Wasserkühler mit auf, um euch einen besseren Überblick zu gewährleisten. Zum direkten Vergleich im Do-It-Yourself Segment dient zum einen der XSPC Raystorm-Kühler sowie der Alphacool NexXxoS XP³ Light Black V.2, welcher im Gegensatz zum Brass Black Chrome das günstigste Modell der NexXxoS-Serie darstellt.

Da unsere Testräume nur schwer zu klimatisieren sind, haben wir uns im Bereich der Wasserkühlungen dazu entschieden, nicht die Gesamttemperatur der zu kühlenden Komponente anzugeben und zu bewerten, sondern den Temperaturdifferenz zwischen Raum- und Komponententemperatur. Dieser Wert wird als Δt bezeichnet und ist in der Einheit Kelvin (k) angegeben, wobei ein Kelvin einem °C entspricht. Dementsprechend ist zu den von uns gemessenen Werten immer noch die eigene Raumtemperatur, in unserem Falle 24,5 °C, hinzuzurechnen, was dann den Realwert ergibt. Dieses Vorgehen macht auch einen Vergleich für euch realistischer, da ihr anhand des Hinzurechnens eurer eigenen Raumtemperatur, den zu erwartenden Realwert ermitteln könnt.

Beginnen wir nun aber erst einmal mit dem noch entspanntesten Testdurchlauf im Desktopbetrieb und der kleinstmöglich einstellbaren Lüfterdrehzahl, welche bei unseren Referenzlüftern bei circa 530 Umdrehungen in der Minute liegt.

Im ersten Durchlauf erreicht der Alphacool NexXxoS Black Brass Chrome eine Temperaturdifferenz von 2 K im Vergleich zur Raumtemperatur. Dieser Wert ist sehr positiv zu bewerten, was auch durch das Erreichen des ersten Platzes in unserer Liste untermauert wird. Die günstigere Black V.2 Version der NexXxoS Modelle setzt sich im Vergleich zu unserem Sample auf Platz zwei, wobei die Differenz zwischen beiden Kühlern 1 K beträgt.

Während des zweiten Durchlaufs, welcher unter Last und bei 50% der möglichen Lüfterumdrehungen durchgeführt wird, setzt sich das Bild des vorherigen Tests fort. Mit 24 K Temperaturdifferenz im Vergleich zur Raumtemperatur, erreicht unser Testmuster einen sehr guten Wert. Mit 3,9 K Abstand zum viertplatzierten Raystorm-Kühlblock von XSPC und 1 K zum zweitplatzierten Alphacool-Kühler, liegt der XP³ Light Black Brass Chrome an erster Stelle unserer bis jetzt getesteten DIY-Wasserkühlungsblöcke.

Der dritte Lauf bei 75% der möglichen Umdrehungen je Minute, verteidigt das Testmuster weiterhin seinen ersten Platz. Mit einem K Abstand zum zweiten und ganzen 3,9 K zum dritten Platz, unterbietet der XP³ Light Brass Black Chrome die direkte Konkurrenz um bis zu 3,9 Kelvin.

Zu guter Letzt folgt unser Test mit der Maximalen Lüftergeschwindigkeit. Auch hier verteidigt der Messing-Kupfer-Kühler von Alphacool erfolgreich seinen Spitzenplatz. Hierbei wächst der Abstand zum günstigeren Alphacool-Kühler, welcher den zweiten Platz belegt, um ein Kelvin an, was der größeren Kühlfläche und Wärmeabfuhrkapazität des Messingdeckels zu verdanken ist.

Inwieweit hat der Deckel, bzw. das Material aus dem er besteht, nun genau Einfluss auf die Kühlleistung, mögt ihr euch jetzt fragen. Das Ganze ist relativ einfach erklärt: Wenn das Kühlmittel, in unserem Falle destilliertes Wasser, den CPU-Kühlblock durchströmt nimmt dieses einen Großteil der entstandenen Wärme über die Kühlfläche auf und gibt sie letztendlich an die im Kreislauf eingebundenen Radiatoren wieder ab. Darüber hinaus kommt das Wasser zeitgleich auch mit dem Deckel in Berührung, womit dieser je nach eingesetztem Material als zusätzliche Wärmetransfer-Fläche fungiert und damit ebenfalls einen gewissen Teil der Wärme von der unteren Kühlfläche aufnimmt. Dies ist möglich, weil der Deckel des Kühlers prinzipiell immer kälter ist als der Kühlerboden an sich. Im Gegensatz zu Kunststoffdeckeln besitzt unser Testobjekt mit dem Messingdeckel eine insgesamt wesentlich höhere Wärmespeicherkapazität, kann also mehr Wärme aufnehmen, welche dann wiederum durch das Kühlmittel zu den Radiatoren abgeführt wird.

Zusammenfassend kann man nach unserem Test sagen, dass der Alphacool NexXxoS XP³ Light Brass Black Chrome ein sehr guter Kühler ist und auch die hauseigene Konkurrenz durch höherwertigere Materialen übertrifft, obwohl diese sonst baugleich sind. Den von uns vor einiger Zeit getesteten Gegner in Form des Raystorm-Kühlers aus dem Hause XSPC schlägt man ebenso konsequent und eindeutig.

Christian Gäbler meint …

Christian Gäbler

Was haben wir zusammenfassend zu sagen? Der Alphacool NexXxoS XP³ Light Black Brass Chrome ist ein Wasserkühlblock mit einer sehr guten Leistung. Die Verarbeitungsqualität sowie Optik und Haptik entsprechen dem Preis, wobei wir sagen müssen, dass selbst der derzeitige Marktpreis etwas zu hoch angesetzt ist, wenn man die Unterschiede der Kühlleistung, im Hinblick auf die günstigeren Modelle von Alphacool, mit in den Vergleich einbezieht.

Die Verpackung sowie der geringe Aufwand bei der Montage sind vorbildlich und auch der Lieferumfang lässt keine Wünsche offen. Lediglich die Optik des Montagesystems, nicht des Kühlkörpers an sich, gefällt uns nicht ganz so gut, was wir aber in diesem Sinne nicht negativ bewerten, da es der Leistung keinen Abbruch tut. Es wirkt optisch einfach ein bisschen zu improvisiert. Die Form und Farbgebung wirkt einfach etwas unfertig.

Eine generelle Kaufempfehlung für Jedermann können wir nicht aussprechen. Für High-End-Systeme eignet sich der Kühler trotz seines recht hohen Preises bestens und kann dort auch seine Vorteile voll ausspielen. Der Black Brass Chrome ist ein Kühler für Anwender, die jedes nur mögliche, zusätzliche Grad von der CPU abgeführt haben wollen. Bei Mid-End-Systemen hingegen kann man getrost zu günstigeren Modellen greifen, da unser Testobjekt in puncto Kühlleistung an dieser Stelle leider zu wenig Mehrwert für einen - für unseren Geschmack - zu hohen Aufpreis liefert.

  • Positiv
  • Verarbeitungsqualität
  • Einfache Montage
  • Sichere Universalverpackung
  • Sehr gute Kühlleistung
  • Polierte Kühlfläche
  • Neutral
  • Negativ
  • Etwas zu hoher Preis
  • Anleitung für AMD-Systeme nur als Download

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