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Tech-Review.de

  • Dienstag, 22. September 2020
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Tesoro Durandal Ultimate, Shrike H2L, Aegis X1

Tesoro Durandal Ultimate, Shrike H2L, Aegis X1: 3x Gaming-Peripherie

Einleitung

Gerade bei der Tastatur, als auch bei der Maus ist die Feature-Liste erwartungsgemäß lang, entsprechend wartet hier zum Beispiel das Keyboard mit Merkmalen wie Full-N-Key-Rollover, MX-Blue-Schalter, interner Profilspeicher oder der hohen Langlebigkeit auf. Die Maus vervollständigt die Antwort auf den Wunschzettel mit Highlights wie 5600 DPI-Laser-Sensor, programmierbare Tasten, ergonomisches Design, vielfältige Einstellungsfreiheit und allgemein eine sehr gute Performance. Beim Thema Mauspad wird das Produkt mit der neuen 3D-Fasertechnologie beworben, die für den Anwender in der Gleiteigenschaft seine Vorteile ausspielt.

Viele interessante aber zum Teil nicht neue Features, welche in gut konzipierter Form bei einem angemessenen Preis dennoch ein echtes Highlight sein kann und sich somit vom restlichen Produktfeld auch alteingesessener Hersteller abhebt.

Viel Spaß auf den nächsten Seiten!

Die Tastatur im Detail

Die Tastatur mit dem zunächst komisch klingenden Namen Durandal steht für das "Schwert des Engels" und gehörte der Geschichte nach Roland, einem Paladin am Hofe des Kaisers Karl dem Großen. In der Saga heißt es, dass sich innerhalb des goldenen Griffes ein Zahn des heiligen Petrus, das Blut des heiligen Basilius, die Haare der heiligen Dionysius und dazu noch ein Kleidungsstück der Jungfrau Maria befinden. Mit dieser geballten Macht des Glaubens, soll die Tastatur nun nach PR-Manier über die Gamer in jeder Situation wachen. Nun, mystisch ist der ganze Spaß ja, aber uns interessiert an dieser Stelle viel mehr was sich hinter dem Hokuspokus so verbirgt:

Zunächst wird das Keyboard in einer formschönen und bunten Verpackung mit Sichtfenster geliefert, durch das man einen Blick auf die darin enthaltene Tastatur erhaschen kann. Neben einer kleinen geschichtlichen Darstellung der Namensherkunft auf der Frontseite zeigt die Rückseite deutlich mehr Informationen über die Peripherie selbst. So sind die diversen Keyfeatures und Besonderheiten durch eine Bilddarstellung und im Text hervorgehoben dargestellt. Bei den Technischen Daten kommt eine sehr kleine, tabellarische Auflistung in insgesamt neun Sprachen daher.

Nach dem Auspacken wird der doch typisch knappe Lieferumfang in dieser Sparte wieder bewusst; So gibt es neben der Tastatur selbst eine dazugehörige Handballenablage, eine Staubschutzkappe sowie ein kleines Booklet mit der Software/Treiber-CD. Darüber hinaus befinden sich noch eine Garantiekarte mit einem Registrierungs-Code sowie eine Schnellstart-Anleitung im Karton.

Der Lieferumfang

Lieferumfang im Detail:

  • Tesoro Durandal Ultimate G1NL (Blue)
  • Handballenauflage
  • Staubschutzkappe
  • Schnellstartanleitung
  • Software/Treiber-CD
Modellnummer: TESORO-G1NL BL
Abmessungen (LxBxH): 455 x 206 x 43.4 mm
Gewicht: 1450 Gramm
Tasten: 104 Tasten
Cherry-MX-Blue-Schalter (verschiedene Typen verfügbar)
Taktile Schalter
Klickpunkt spürbar
50g für den Federwiderstand allgemein
ca. 60g Spitzenwert zum Überwinden des Schaltpunktes
Weg bis zum Schaltpunkt: 2 mm (4 mm Hub insgesamt)
Tastendeckel: Ein zylindrisches Tastendesign Tastendeckel sind beschichtet, Zeichen mit Laser ausgefräst
Speicher: 128k Onboard Speicher
Besonderheiten: Echtes Full N-Key Rollover über Multi-Device
Gaming Grade: 50 Millionen Tastenbetätigungen
Makro-Setup: 5 Profile, 50 programmierbare Makro-Tasten
Windowstaste abschaltbar
F / W und Anwendung on-line-Update
Bequeme Handballenauflage
Anti-Rutsch-Design
Multimedia: Tastenzusatzbelegung (über Funktionstaste) für Lautstärke und Mediasteuerung
Anschlussart: USB, Kabel ca. 1,5 Meter lang
Pollingrate 1000 Hz (1ms)
Zusätzlicher USB-Hub mit zwei vergoldeten USB 2.0 Anschlüssen
sowie je ein Port für Mikrofon und Kopfhörer
Beleuchtung: Rot, jede Einzeltaste mit eigener LED
4 Stufen LED-Hintergrundbeleuchtung und Lichtsteuerung
Komplett ausschaltbar
Tastaturlayout: Deutsch
Zubehör: TESORO Durandal Ultmate G1NL Gaming Keyboard
abnehmbare Handballenauflage
CD mit Makro-Software
Schnellanleitung
Systemvoraussetzung: Windows XP/Vista/7/8
Preis: ca. 125,- Euro
Gewährleistung: 1 Jahr
Produktseite/Hersteller: Tesoro
Preisvergleich: Geizhals.at/deutschland
* Herstellerangaben

Beginnen wir aber zunächst mit der äußeren Begutachtung: Das Erscheinungsbild der Durandal, welche auf dem IONE-Grundgerüst aufbaut, ist wirklich gelungen; Der haptische Eindruck kann als sehr positiv gewertet werden und die gebürstete Metall-Oberfläche, welche die Tasten umgibt, macht zusätzlich mit den Alu-Applikationen (Imitate) der Handballenablage, sowie im oberen rechten Eck (bei den Statusanzeigen) wirklich etwas her. In Puncto Fingerabdrücke lässt sich die Oberfläche relativ einfach mit einem Wisch eines Tuches wieder reinigen, gut so. Dazu kommt, dass es kaum wirkliche Kanten oder Vertiefungen gibt, in denen sich der nicht gerade ansehnliche Schmutz ansiedeln kann. Von den Maßen her ist die Tastatur guter Standard, steht aber rutschfest und mit einem Gewicht von knapp 1,5 Kg sicher auf dem Tisch.

Oben rechts bei der Signalanzeige für Num-, Caps- und SCR-Lock wurde der Bereich in ein Fragment ähnliches Kunststoffgebilde gefasst und zeigt neben einem beleuchtetem Tesoro-Logo die jeweils aktivierten Funktionen als kleine Shield-Piktogramme.

Bei der Arretierung der Handballenauflage ist Tesoro einen guten Weg gegangen und hat diese sehr vereinfacht, indem auf eine Schub-Variante statt eines Clip-Systems gesetzt wurde. Gerade bei den zumeist auch aus Kunststoff bestehenden Nasen kann es häufig mal zum Abbruch jener kommen, was eine Nutzung der Ablage quasi ad acta legt. Diese Gefahr ist durch die Einschub-Lösung gebannt und auch die Demontage der Ablage ist, anders als bei vielen Konkurrenzprodukten, kein Problem. Geschmackssache ist der doch sehr steile Winkel der Tastatur an sich - und dies ohne die Aufstell-Füße überhaupt ausgeklappt zu haben. Durch diesen Winkel ist es ohne Ablage schon sehr unangenehm und deswegen angeraten, jene auch zu montieren. Vorteilhaft ist der geringe Platzbedarf der Ablage, der bei anderen Herstellern gerne mal die Hälfte der Tastatur nochmal dazu addiert.

Typographisch präsentiert sich der Sans Serif-Schrifttyp der Tasten als gut lesbar und nicht verschnörkelt, was wir gerade im Gaming-Bereich deshäufigeren antreffen durften. Zumeist litt unter zu spezieller Gestaltungsideen der Tastenzeichen auch die Lesbarkeit. Bei den beleuchteten Tasten kam es hierbei sogar durch den vorhandenen Koronaeffekt der Caps zum leichten Verschwimmen. Tesoro verzichtet durch eine gut lesbare Schriftart auf derlei "Specials", was auch im beleuchteten Zustand den oben genannten Effekt vermeidet - gut so!

Apropos Tasten und Beleuchtung - hier setzt der Hersteller auf die einzeln beleuchteten ZF (ehemals Cherry) MX Blue Schalter, welche jeweils an deren Oberseite mit einer rot leuchtenden LED ausgestattet sind. Diese LED ist nicht wie z.B. bei der CM Storm Trigger angewinkelt zur Caps-Mitte hin, sondern strahlt direkt in den oberen Bereich der Caps, wo sich auch zu 99% alle Zeichen befinden. Dies ist Vorteilhaft für die Lesbarkeit im Dunkeln und verhindert, dass zum Beispiel keine Sonderzeichen und Co. in der Nacht verschwinden. Bei der Beleuchtung allgemein wurde nicht gespart, so kommt die Tastatur mit vier Beleuchtungseinstellungen: drei Intensitätseinstellungen, sowie eine pulsierende Darstellung. Dabei wird stets die gesamte Tastatur beleuchtet, es gibt also keine partielle Auswahl wie zum Beispiel der WSAD-Bereiche.

Natürlich lässt sich die Beleuchtung auch komplett deaktivieren. Dabei ist die Helligkeit stets so gut, dass kein Koronaeffekt auftritt, es also nicht zur Überbelichtung kommt. Selbst bei Tageslicht ist die Beleuchtung hilfreich, denn in der Lesbarkeit werden die Tasten damit nochmal unterstützt. Als Farbe der Beleuchtung gibt es bei der Durandal bei allen Switch-Typen nur die Farbe rot im Angebot, weil es einfach die nach unserer Meinung angenehmste Farbe zur Beleuchtung einer Tastatur auch im dunklen Raum darstellt.

MX Blue Schalter

Ebenso stehen einem Anwender auch noch Multimedia-Hotkeys zur Verfügung. Bei der Durandal sind diese als Sonderfunktionen der F-Tasten zu finden, welche über das gleichzeitige Drücken der FN-Taste ausgelöst werden können. Zugleich lassen sich damit beim Nummernblock auch die Beleuchtungseinstellungen ändern.

Die Schaltertechnik

Die Durandal G1NL gibt es in insgesamt vier Ausführungen: einmal mit blauen, braunen, schwarzen und roten MX Schaltern. Jeder Typ verfügt über eine eigene Klick-Charakteristik im Einsatz, weswegen man sich bereits vor dem Kauf für eine passende Variante entscheiden sollte - ggf. auch im PC-Laden mehrere Arten durchprobieren, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Die Cherry MX Schalter von ZF haben sich gerade im Hinblick auf die Haltbarkeit sehr bewährt, weswegen der Großteil der Hersteller diese Schalterkomponenten verwendet. Bei den verbauten MX-Blue Schaltern, die für Vielschreiber eine gute Wahl darstellen, handelt es sich um einen taktilen Schalter mit klarem und deutlich spürbarem Klickpunkt. Der Klickauslöser tritt bereits bei einer Hubweite von zwei bis vier Millimetern ein, was identisch mit den anderen Varianten ist. Jedoch ist hier eine Druckkraft von 50-60 Gramm von Nöten, was schon einen hohen Wert darstellt und nicht für Jedermann geeignet ist.

Eine Einsicht zu den verschiedenen Tastern findet ihr auf unserer Taster-Erklärseite.

Die Tasten-Kappen (Caps)

Bei den Caps der Durandal setzt Tesoro auf eine zylindrische, leicht nach innen gewölbte Gestaltung der Kappen. Die Caps sind dabei im Winkel terrassenartig aufgebaut, setzen die Winkelrichtung jedoch in die Mitte des Tastaturfeldes. Dies bedeutet, dass die oberen und unteren Tasten zur Mitte hin geneigt sind.

Die Tastatur von der Seite

Bei der Beschichtung verwendet Tesoro einen robusten und zugleich griffigen Lack, welcher leider im Bereich der Fingerabdrücke einen leicht seidigen Schimmer hinterlässt, ansonsten aber auch an den Kannten sauber aufgetragen wurde und es somit nicht zum Absplittern durch eine ungünstige Berührung kommt. Damit die Zeichen natürlich lichtdurchlässig sind und im Dunklen leuchten können, wurden diese Ausschnitte maschinell gelasert.

Die Tastenkappen von oben

Tesoro verwendet Caps, die aus transluzenten Kunststoff gefertigt sind und mit einer sehr robusten Beschichtung versehen wurden. Gerade in der Vergangenheit haben einige Hersteller bei der Haltbarkeit der Kappen, vor allem im Extrembereich der Gamer, Kompromisse gemacht. So wurde in diversen Foren über Haarrisse oder Brüche beim Tastenkreuz berichtet. Die Unterseite der Caps bei der Durandal offenbart ein Tastenkreuz mit kleinen Einbuchtungen. Wurde zum Beispiel bei der CM Storm Trigger noch ein rein rundes Kreuz benutzt, so wird hier auf das Sternenkreuz gesetzt, wobei durch kleine Querverbundstreben die Anfälligkeit gegen Mikrorisse minimiert und die Haltbarkeit verlängert wurde. Darüber hinaus verwendet der Hersteller ein etwas weicheres Material mit besseren Eigenschaften im Bereich der Elastizität. Der Vorteil ist hierbei die gesteigerte Riss- und Bruchfestigkeit.

Die Tastenkappen von unten

Für einen schnelleren Zugang zu den Daten zum Beispiel auf einen USB-Stick bringt Tesoro direkt noch einen kleinen USB 2.0-Hub samt Anschlussbuchsen für Mikrofon und Kopfhörer mit. In der Vergangenheit mussten wir jedoch feststellen, dass wenn diese Hubs über keine eigene Stromversorgung verfügen, es gerade bei mehreren stromhungrigen USB-Geräten schnell mit dem Saft der Schnittstelle zu Ende ist. Da auch bei der Tesoro die Durandal auf das Gerüst einer IONE setzt, ist dieser Hub immer dabei und wird leider nur über das eine Anschlusskabel der Tastatur mit Strom versorgt. Das Kabel selbst ist knappe 1,5 Meter lang und mit einer Stoff-Ummantelung versehen, dieses macht es zwar sehr steif aber zugleich unempfindlicher gegen Beschädigungen.

Ghosting / Jamming

Zu Beginn des Tests in diesem Bereich wollen wir zunächst erklären, wobei es sich beim Phänomen "Ghosting" und "Jamming" eigentlich handelt.

Unter den Begriff "Ghosting" versteht man das Problem, dass auf einer Tastatur einige Tastenkombinationen nicht mehr funktionieren, wenn man versucht mehrere Tasten zeitgleich zu drücken. Problematisch sind hier eigentlich alle Tastaturen da, dessen Verschaltung auf einer Spalten-Zeilen-Matrix basieren. Hierbei zeigen sich die Phänomene, dass sich bestimmte Tasten nicht oder nur sehr träge drücken lassen, oder eine Taste aktiviert wird, die garnicht gedrückt wurde (Ghost). Um ein Beispiel zu nennen: Wenn man die Tasten A und W gedrückt hält und versucht mit Q eine weitere Funktion aufzurufen so wird dies in den meisten Fällen ebenso verschalteter Modelle nicht gehen, oder es wird der Versuch mit der Taste S quittiert. Gefühlt sind die gedrückten Tasten in dem Moment nicht mehr existent (Jamming) oder wie von "Geisterhand", werden andere Tastenaktionen gestartet, welche nicht gewollt waren.

Im Bereich des Marketing werben die Hersteller oftmals mit Anti-Ghost-Technologie, was jedoch nicht bedeutet muss, dass dieses Problem garnicht mehr auftritt, sondern hier wird meist auf favorisierte Tastenbereiche oder bestimmte Tastenlimits gesetzt. So kann sich das Anti-Ghosting auf die Tasten der WASD beschränken oder auf die maximale Anzahl der gleichzeitig zu klickenden Tasten.

Die Ursache dieses Problems liegt in der Schalt-Matrix der Tastatur: So ist es Gang und Gebe, dass man nicht jedem einzelnen Kontakt (Taste) eine separate Leitung zur Klick-Auswertung spendiert, sondern dies in Form von Spalten und Zeilen ermittelt. Beim Drücken einer Taste erkennt hierbei ein Controller das sich ergebene Muster (Pattern) anhand der kurzgeschlossenen Spalten und Zeilen und kann diese entsprechend interpretieren da es hier eine direkte Zuordnung gibt. Weitere Erklärungen findet ihr auf unserer Funktions-Erklärseite für Tastaturen.

N-Key Rollover

Um beide Probleme, also Ghosting und Jamming, zu umgehen, müssen die Tasten so verschaltet und aufgebaut sein, dass eine eindeutige Zuweisung möglich ist. Die Lösung heißt hier N-Key-Rollover: Hierbei sind die Tasten zum größten Teil einzeln verschaltet und durch eine Diode zusätzlich entkoppelt, darüber hinaus muss der verbaute Controller all diese Informationen auch entsprechend sauber verarbeiten können. "N-Key" steht in diesem Fall für beliebig viele und "Rollover" für gedrückte Tasten.

Bei einigen Herstellern war die maximale Anzahl der gleichzeitig drückbaren Tasten aufgrund des einfachen USB-Anschlusses (nur ein USB-Device) auf sechs Tastenschläge begrenzt. Die Tesoro Durandal Ultimate übertrifft diese Leistung durch die Verwendung mehrerer emulierter USB-Devices und kann damit unendlich viele Tastenschläge übermitteln. Es handelt sich also um ein echtes NKRO.

Mitmachtest:
Wir haben uns von diversen Portalen und Foren nun auch inspirieren lassen einen Mitmach-Test in dieses Review einzubauen, bei dem Sie als User direkt ihre eigene Tastatur auf das Ghosting-Phänomen hin überprüfen können - und dies nur mit einem Texteditor.

Zum Test verwenden wir einen Text, in dem alle Buchstaben des englischen Alphabets vorkommen:
THE QUICK BROWN FOX JUMPS OVER THE LAZY DOG
Öffnen Sie einen einfachen Texteditor und drücken die beiden Shift-Tasten gleichzeitig und lassen diese während der gesamten Eingabe nicht los. Bei der Durandal Ultimate G1NL war das Ergebnis einwandfrei. Genauere Darstellung des Tests findet ihr ebenso auf unserer Tastatur-Funktionen-Seite.

Die Software

Für die Tastatur liefert der US-Hersteller selbstverständlich auch eine Software mit, wobei wir ehrlich ein wenig mehr erwartet haben. Die Durandal Ultimate hat keine frei programmierbaren Makrotasten, sondern hat seine Funktionen über Doppelbelegungen bei den üblichen Tasten mit untergebracht. Die Software ist sehr spartanisch und man kann insgesamt fünf Profile anlegen, bei dem sich die Makrofunktionen jeder Taste zuordnen lassen, die man in der Grafik auswählen und damit anklicken kann.

Damit die Einstellungen auch greifen, müssen diese auf den internen Speicher der Durandal übertragen werden. Das geschieht zwar nicht gerade schnell, aber noch akzeptabel. Darüber hinaus lassen sich die Konfigurationsprofile auch exportieren, um so z.B. das Setup auf einen anderen Computer zu übertragen.

Nunja, und hier endet schon der Funktionsumfang der Software. Wir hätten uns gewünscht, dass man wenigstens die Leuchtmodi auch innerhalb der Anwendung konfigurieren kann. Leider ist dieses versäumt worden, was ein wenig unglücklich ist, denn wenn sich nur die Makros konfigurieren lassen, hätte dies auch kommuniziert werden müssen und die Software mit einem entsprechenden Hinweis z.B. auf der CD erkenntlich sein. So installiert man eine Software, muss den PC neustarten und kann mit der Anwendung lediglich die Tastenprofil-Makros bearbeiten - nicht sehr erfreulich.

Die Maus im Detail

Geliefert wird die Shrike in einer trapezförmigen Verpackung mit Sichtausschnitt und in den Herstellerfarben. Neben der in neun Sprachen verfassten Auflistung der wichtigsten Features und Daten auf der Rückseite wird die Maus mitsamt einem Softwarescreenshot über eine kleine Legenden-Tafel mit den Hinweisen der Default-Funktionen erklärt. An den Seiten sind dann noch weitere interessante Details aufgedruckt, die den User über Spezifikationen und Systemvoraussetzungen aufklären.

Ist die Maus erst einmal ausgepackt, erhält der Anwender nicht nur den Nager an sich, sondern ein kleines Booklet welches die Software-CD, eine Schnell-Start-Anleitung, einen Support-Registrierungscode sowie die Garantiekarte mit entsprechenden Hinweisen bereithält. Weiter befindet sich in der Verpackung eine kleine Kartusche mit den Zusatzgewichten.

Lieferumfang im Detail:

  • Shrike H2L Laser Gaming Mouse
  • Kartusche mit Zusatzgewichten
  • Garantiekarte
  • Schnell-Start-Anleitung
  • Registierungscode für den Support
Modellnummer: TESORO TS-H2L
Ergonomie: Rechtshänder
Abmessungen (LxBxH): 12,4 x 7,5 x 4,2 cm
Gewicht (mit Kabel): ca 130 g
Gewichtsanpassung: ja, 3 x 10 g + 1 x 5 g | bis maximal 35g
Farbe: Schwarz
Maustasten: 2x Haupttasten
2x Daumentasten
2x Zusatztasten in der Daumenmulde
1x DPI-Schalter auf der Oberseite
1x Mausrad als mittlere Taste
Mausrad: 2-Wege-Mausrad mit Tastenfunktion
Kabel: 1,8 m, Textilmantel
Sensortechnologie: Laser - Avago ADNS 9500
Auflösung: 400 bis 5600 dpi
Polling-Rate: bis zu 1.000 Hz
Tracking-Geschwindigkeit: maximal 5,1 m/s
Liftdistance: variabel
Interner Speicher: 128 kB (5 Game-Profile)
Beleuchtung: Einstellbare Vollfarb-LED-Steuerung
Besonderheiten: Gummierter Daumen- & Ringfingergriff.
5-Mapping-Sets, 40 Makrotasten.
Vergoldeter USB-Anschluss mit geflochtenem Kabel.
Systemvoraussetzung: Microsoft Windows XP/Vista/7/8 USB 2.0 Anschluss 50 MB Festplatten-Speicher
Preis: ca. 50 Euro
Gewährleistung: 1 Jahr
Produktseite/Hersteller: Tesoro
Preisvergleich: Geizhals.at/deutschland
* Herstellerangaben

Der sehr martialisch klingende Name "Shrike" wird im Real-Life auch für eine taktische Luft-Boden-Rakete (AGM-45 Shrike) verwendet und ist wahrscheinlich bewusst darauf bezogen. Die AGM-45 Shrike dient laut Wikipedia der Niederhaltung feindlicher Luftabwehr und ist schon seit 1992 nicht mehr Teil des US-Amerikanischen Waffen-Arsenals. Sie ist als Antiradar-Rakete konzipiert und schaltet die Radarstellung aus, indem der Suchkopf auf die gleiche Frequenz des gegnerischen Radars schaltet, um die Stellung zu finden und auszuschalten. Möglich sind natürlich weitere Assoziationen, wie die Bezeichnung als Wurfmesser; Shrike war eine gefährliche Geheimwaffe zum Werfen und wurde in Kombination mit dem richtigen Umgang der Stealth-Techniken dazu verwendet seine Gegner nicht nur zu verwirren, sondern eine Beeinträchtigung hervorzurufen um sich selber in eine optimalere, offensivere Position für den Kampf zu begeben! Tesoro zielte mit dem Ganzen aber offenbar darauf hinaus, den Nager in einer militärischen Sicht darzustellen, eine gefährliche und zum Vorteil bringende Waffe voller High-Tech. So jedenfalls unser Eindruck.

Ergonomisch ist die Maus für Rechtshänder konzipiert und bietet sich aufgrund der schmalen Bauweise mehr für Claw- oder auch Fingertip-Grip an. Gemeint ist damit die Gruppe der Anwender, die nicht stets mit der vollen Handfläche auf der Maus aufliegen. Von der Größe her eignet sich der Nager sowohl für kleine als auch mittlere Hände. Bei sehr großen Pranken jedoch kann es beim Handling aufgrund der doch deutlichen Abrundung bei der Innenhand schon ein wenig unbequem in der Haltung werden. Die Shrike H2L besitzt eine gebürstete Alu-Optik-Oberfläche. Der Mix aus dem schön anzusehenden Aluminium und den Klavierlack-Akzenten, gepaart mit den chromierten Ringen des Mausrades sehen nicht nur sehr edel aus, sondern verleihen der Maus darüber hinaus eine gewisse Stärke.

Die Shrike H2L

Die Oberseite ist mittig mit einem Kunststoff-Streifen durchzogen, indem das Mausrad und der Taster für die DPI-Profilumschaltung untergebracht ist. Mit dem DPI-Switch lässt sich aus fünf programmierten Einstellungen die gewünschte Auflösung und damit Zeigergeschwindigkeit bequem wählen. Eine optische Signalisierung des gewählten Profils fehlt jedoch, hätte man durch ein andersfarbiges Leuchten aber sicherlich integrieren können. Um diesen Kunststoff-Streifen ist ebenfalls ein schmaler Ring aus dunklem und transparenteren Plastik zu sehen, durch dessen die LED-Beleuchtung schimmert.

Den hinteren Teil der Maus ziert das Tesoro-Logo - passt übrigens optisch hervorragend zum Stil des Nagers. Das Mausrad besitzt eine grobe Rasterung, dreht sich jedoch angenehm leicht und ist durch den Gummi-Ring in der Mitte des Rades sehr griffig. Beim Scrollrad handelt es sich um eine 2D-Variante. Dies bedeutet, dass das Rad neben der Scrollfunktion auch als Taste (Rad eindrücken) fungiert. Für die Auslösung eines Tastenklicks dessen ist nicht viel Kraft von Nöten - jedoch gerade soviel, dass ein versehentliches Klicken in der Regel nicht vorkommt.

Die beiden Mulden, jeweils für Daumen- und Ringfinder, sind mit einer gummierten Oberfläche ausgestattet, durch die unsere Maus sehr gut und griffig in der Hand liegt. Bei der Daumenmulde finden sich gleich vier Taster an der Zahl, die in ihrer Grundkonfiguration mit den üblichen Parametern wie Vor- und Zurück bestückt sind. Diese Einstellung lässt sich in der Software jedoch nach dem eigenen Gusto auf eine andere gewünschte Aktion verstellen, da alle acht Tasten voll- und frei-programmierbar sind.

Die konfigurierbaren Daumen-Tasten

Alle Taster sind von hoher Qualität und basieren auf der Schalter-Technik der Firma Omron, welche für ihren hohen Technik-Standard bekannt ist und über 50 Millionen Klickvorgänge verkraften soll. Die Schalter-Mechanik vermittelt einen überaus robusten Eindruck und weißt keine Neigung zum Klappern auf. Der Auslöseweg jeder Taste ist dabei nicht zu lang gewählt und der Druck-Widerstand nicht zu niedrig. Der Klangcharakter ist ein wenig hell, aber nicht unangenehm, nicht zu laut aber dennoch schön knackig.

An der Unterseite ist neben den drei teflonbeschichteten Gleitauflagen die wichtigste Komponente anzutreffen: der Sensor. Hier setzt der Hersteller Tesoro auf solide Technik und verwendet mit dem Avago ADNS-9500 zwar nicht gerade das leistungsstärkste Modell in diesem Anwendungsbereich, dennoch ist die Wahl passabel. Dieser Laser-Sensor hat sich bewährt und kommt mit einer Auflösung zwischen 400 und bis zu 5.600 DPI daher. Die Polling-Rate, also die Abtastrate, kann hier zwischen 125, 250, 500 und 1.000 Hz reguliert werden. Beim Thema Liftoff-Distanz hat Tesoro auf eine variable Einstellung per Software gesetzt, was wir für eine gute Entscheidung halten, da jeder User hier eine andere Vorliebe hat. Zur Erklärung: Unter LoD versteht man die Festlegung des Abstands, bei dem der Sensor die Abtastung quittiert. Gerade wenn man seinen Nager öfter mal anhebt und repositioniert, sollte die Liftoff-Distanz möglichst gering sein, da der Zeiger sonst springt oder verreißt. Eine hohe LoD-Einstellung kann aber auch gut sein, wenn man dazu neigt die Maus stetig zu kippen. Am häufigsten ist jedoch eine niedrig gewählte LoD am besten geeignet.

Die Unterseite der Maus

Der Nager kommt mit einem relativ geringen Eigengewicht von rund 130 Gramm daher und kann über eine im Bauch befindliche Kartusche mit weiteren Zusatzgewichten für den individuellen Geschmack bestückt werden. Dazu muss die Kartusche lediglich herausgezogen und das gewünschte Gewicht eingesetzt werden.

In Puncto Verarbeitung ist für den angesetzten Preis von rund 50 Euro soweit eigentlich alles in Ordnung. Lediglich beim Ausschnitt des Elements in Aluminium-Optik hätte der Hersteller etwas mehr Sorgfalt walten lassen sollen, sind die Kanten und Spaltmaße gerade beim Logo unten rechts doch nicht gerade sauber ausgeführt.

Die Spaltmaße sind nicht perfekt aber durchaus in Ordnung

Die Software

Die Maus funktioniert natürlich auch ohne Softwareinstallation und verfügt neben den windowstypischen Funktionen auch ohne installierter Anwendung durch den internen Maus-Speicher bereits über weitergehende Features. Möchte man diese Features jedoch individuell an seine Bedürfnisse anpassen und zum Beispiel die Tastenbelegung oder die Farbe der Beleuchtung wechseln, ist die Installation der mitgelieferten Software unabdingbar. Hierbei kann der Anwender zwischen der Verwendung der CD oder dem Download der ca. 5 MB großen Datei von der Herstellerseite wählen. Aus Gründen der Aktualität empfehlen wir letzteres.

Nach dem Download und Setup genügt ein Doppelklick auf das im Tray befindliche Shield-Symbol. Es öffnet sich die Tesoro-Software welche sich in einer leicht reduzierten Ansicht präsentiert. Möchte man neben der Tastenbelegung weitere Einstellungen treffen, so muss auf den großen nach links zeigenden Pfeil geklickt werden. Damit fährt dann ein größeres Steuermenü aus. Über die links befindlichen Reiter "Makro“, “Vorantreiben“ und “Über" kann das Zusatz-Setup sowie Supportinformationen geöffnet werden.

Der Anwender kann mehrere Profile erstellen, so zum Beispiel ein Profil für die Schreibarbeit, eines für die Gamingsession und eines für das Surfen im Web. Darüber hinaus lassen sich bis zu fünf Tastensets mit einer freien Programmierung der Tasten erstellen. Davon unabhängig ist es auch möglich sich ebenfalls die Auflösung (DPI) und damit die Zeigergeschwindigkeit der X- und Y-Achse zu profilieren und mit dem DPI-Taster der Maus zur Auswahl zu stellen. Ärgerlich finden wir allerdings, dass die einzustellenden Werte fix vorgegeben werden und keine Wahl nach eigenem Gusto machbar ist. Gleiches gilt für alle weiteren Einstellungen, wie zum Beispiel der Wahl der Abtastrate (Polling) in den Schritten 125, 250, 500 und 1000 Hz.

Beim Klick auf eine Tasteneinheit öffnet sich ein Pulldown-Menü indem man eine breite Anzahl von möglichen Aktionen bereits zur Auswahl bekommt. Neben Multimedia- und Navigationsanwendungen lassen sich die Starts von Programmen oder aber die Auswahl eines Makros mit den einzelnen Tasten verbinden.

Wie schon erwähnt, besitzt die Shrike H2L eine LED-Beleuchtung, die für jedes Zuordnungsprofil mit einer eigenen Farbe gemäß der aufklappenden Farbpalette ausgestattet werden kann. Leider sind hier keine eigenen Farbwerte (z.B. RGB) möglich.

Natürlich ist die Maus auch für Makroaktionen vorgesehen und kann bis zu 40 Makrotasten mit zusammen maximal 1600 Schritten aufnehmen. Der Makroeditor ist einfach in der Handhabung und leicht verständlich.

Möchte man die gewählten Einstellungen an die Maus und damit in den internen Gerätespeicher des Nagers übertragen, so klickt man entweder auf Übernehmen oder OK. Anschließend erscheint eine Ladegrafik und die Maus trennt sich für einen kurzen Augenblick vom System. Was sehr nervig werden kann ist die Dauer der Übermittlung. Gerade wenn man "mal eben" mehrere Farben wechseln will und dies natürlich bei der Maus überprüfen möchte, bremst der lange Speichervorgang unnötig aus. Hier müsste Tesoro nochmal ran.

Das Mauspad im Detail

Wie auch schon bei den anderen beiden Komponenten so versteckt sich hinter dem Namen Aegis natürlich auch eine PR-Geschichte. Es geht wieder in die griechische Mythologie; hier steht hinter der Bezeichnung Aegis das schützende Schild des Gottes Zeus. Es besteht aus goldenem Ziegenfell und wenn dieses geschüttelt wird, so erzeugt es Blitze und Donner. OK, so ganz will uns die Assoziation dessen zum Mauspad dann doch nicht gelingen - wir tippen allerdings darauf, dass Tesoro das Pad als Komplettierung der Schutz- und Waffenausstattung ansieht.

Die Verpackung ist klein, aber genauso bunt gestaltet wie die seiner bereits vorgeführten Kollegen. Das Mauspad ist eingerollt und damit sehr platzsparend zu verstauen. Der Karton bietet neben einer kleinen Vorschau-Fühlfläche der verwendeten Faserstruktur diverse Informationen über das Pad an sich und die Eigenschaften die es bietet. Zum Packungsinhalt zählt neben dem Mauspad eine Broschüre des Produkt-Portfolios der Firma und erneut einer Garantie-Karte. Weiteres Zubehör ist nicht enthalten und wird auch nicht gebraucht, soweit alles im Lot.

Lieferumfang im Detail:

  • Tesoro Aegis X1 Mauspad
  • Garantiekarte
  • Portfolio-Broschüre
Modellnummer: TESORO X1
Abmessungen (LxBxH): 26,92 x 21,84 x 0,30 cm
Material-Dicke: 3.0 mm
Netto-Gewicht: ca. 0,2 Kg
Farbe: Schwarz-Bildmix
Besonderheiten: Neue 3D-Gewebe-Technik für ein extrem gleichmäßiges Gleiten.
Hohe Dichte und strukturierte Oberfläche.
Anti-Rutsch-Design mit Gummi-Basis.
Weiches Material bietet eine hervorragende Unterstützung und Komfort für das Handgelenk.
Preis: ca. 9,- Euro
Gewährleistung: 1 Jahr
Produktseite/Hersteller: TESORO
Preisvergleich: Geizhals.at/deutschland
* Herstellerangaben

Das Mauspad besteht aus einer herstellereigenen 3D-Fasertechnologie und trägt auf der Forderseite das Tesoro-Logo der Firma und ist an sich durch den kantigen Ausschnitt martialisch designed. Das Pad ist ca. 3 Millimeter stark und verfügt über sehr gute Gleiteigenschaften. Der Grund hierfür ist die sehr dichte Faserstruktur. Damit ist sie bestens für aktuelle optische, sowie auch Laser-Gamingmäuse geeignet.

Auf der Rückseite ist eine geriffelte Gummioberfläche aufgebracht, mit der das Pad an seiner Position gehalten wird. Mit der geringen Materialstärke ist das Mauspad gerade beim Übergang zwischen Tischplatte und der Auflage sehr angenehm. Es gibt keine harten Kanten die eventuell unangenehme Druckstellen hervorrufen könnten.

Nun geht es zur Bewertung aller drei Komponenten dieses Sets im praktischen Alltag sowie im Spiele-Sektor - wofür das Set ja nunmal geschaffen oder konzipiert sein soll.

Die Komponenten im Praxistest

Um zu bewerten wie sich alle drei Produkte im Alltag und bei Gaming-Session schlagen ist der Praxistest natürlich unumgänglich. Getestet wurde an dieser Stelle auf der Basis eines normalen Gamers und unter der Verwendung von Office- sowie Bildbearbeitungsarbeiten.

Die Tastatur:
Mit der Tesoro Durandal kann man eigentlich nicht viel falsch machen, denn das Grundgerüst der IONE ist an sich schon sehr gut. Bei der Verarbeitung gab es im Test nichts zu meckern, außer den Hinweis dass die Tasten über ein doch rechts lautes Klickgeräusch verfügen – vor allem die Leer- sowie die Back-Taste. Wem dies nicht stört kann zugreifen, denn auch wenn man sich an die MX Blue-Taster zunächst noch gewöhnen muss, so ist das spätere Schreiben mit der Tastatur eine wahre Wohltat, denn die Schalter agieren sehr taktil und machen uns als Vielschreiber die Arbeit sehr leicht. Auch unsere Fehlerquote hat sich im Vergleich zu Referenztastatur CM Storm Trigger reduziert, was man nun auch ruhig mal erwähnen kann. Vom Schreibgefühl her ist durch den hohen Anstellwinkel auch ohne ausgefahrene Füße das Schreiben ein wenig anstrengender, bzw. gerade im Handgelenk ermüdender als es bei unserer Referenz der Fall ist. Die Handballenauflage stützt zwar, jedoch bemerkten wir, dass wir die Hände eigentlich kaum richtig auflegten - eben dem Winkel geschuldet. Nungut, das mag vielleicht auch alles Geschmackssache sein, aber der Winkel ist schon nicht ohne und jeder interessierte Anwender sollte sich die Tastatur vor dem Kauf zur Brust nehmen und einige Schreibübungen machen.

Mit der Durandal ist aber in Puncto Features einiges geboten, so verfügt das Keyboard schon von Haus aus über Multimediatasten, welche als Doppelbelegung der F-Tasten gestaltet sind. Von F1 bis F6 gibt es die typischen Funktionen wie der Lautstärkenregelung, Mute, Play/Pause, oder der Wahl des nächsten oder vorherigen Titels. Die Tasten F7 bis F11 dienen der Profilauswahl. Hiermit kann der User zwischen die im Speicher vorprogrammierten Makrokonfigurationen umschalten. Alles stets über die Zusatzbetätigung der FN-Taste. Um ein nerviges und ungewolltes switchen zum Desktop während einer Gaming-Session zu verhindern, lässt sich die Windowstaste über die Kombination FN+F12 (Game-Mode) deaktivieren und entsprechend auch wieder aktivieren.

Zu den Makros sei gesagt, dass die Durandel keine frei programmierbaren Sondertasten hat, sondern der Großteil der vorhandenen Tasten mit einer Doppelfunktion (Makro) belegt wird, welche dann immer durch ein drücken der FN-Taste ausgelöst werden kann. Beim Thema Beleuchtung ist die Handhabe auch sehr einfach. Die LED-Helligkeit der einzelnen Tasten lässt sich über den Nummernblock mit der Ziffer 2 und 8 einstellen.

Hier gibt es fünf Modi:
Modi 0 = Beleuchtung aus
Modi 1 = leichte Beleuchtungsintesität
Modi 2 = mittlere Beleuchtungsintesität
Modi 3 = volle Beleuchtungsintesität
Modi 4 = Pulsierende Beleuchtung (auch Breathing genannt)

Zu keiner Zeit waren einzelne Zeichen nicht oder schwer zu erkennen, es trat kein Koronaeffekt auf und die typographische Darstellung der Zeichen ist sehr gut lesbar. Der integrierte USB-Hub ist leider, wie auch schon bei der Referenztastatur der Fall, nicht so der Bringer. Aufgrund der Stromversorgung durch das eine Anschlusskabel der Tastatur stehen einem insgesamt nur 500 mAh für das komplette Konstrukt aus Tastatur und Hub zur Verfügung. Mit gut 300 mAh Eigenverbrauch der Tastatur bei voller Beleuchtung ist jedoch für die Endgeräte nicht mehr viel Saft vorhanden, sodass es beim Anschluss von stromhungrigen Komponenten schnell eng und der Dienst des Gerätes quittiert wird. Wenn man schon einen Hub anbietet, dann sollte dieser ein eigenes USB-Kabel haben oder über ein separates Netzteil verfügen, sodass der Strombedarf der Tastatur an sich keinen Einfluss auf den Hub hätte.

Die Maus:
Da die Maus eher für mittlere Hände konzipiert zu sein scheint und unsere Testerhand mit rund 19 cm in der Länge (gemessen von der Handwurzel bis zum Mittelfinger-Ende) im guten Mittelfeld anzutreffen ist, dachten wir eigentlich es müsste ein bequemes Arbeiten möglich sein. Leider war die Handhabung mit der Maus stets so, dass wir unsere Hand kaum bis garnicht auf dem Korpus der Maus auflegten, was mit der Zeit sehr unbequem wurde. Durch die schmale Bauweise bietet sich die Shrike daher nach unserer Ansicht eher für Fans des Claw- oder auch Fingertip-Grips an. Der Palm-Grip, also die Auflage der gesamten Hand fand fast nie statt. Allgemein raten wir auch hier dazu, eine Maus nicht einfach im Internet zu bestellen, sondern sich im Elektronikhandel des Vertrauens jeden Nager durch Anfassen und Bewegen intensiv anzuschauen und das Handling zu prüfen. Nur so lässt sich feststellen ob die Maus auch für die eigene Hand wirklich das passende Modell darstellt.

Durch die frei definierbare Gewichtsanpassung ließ sich die Maus nach unserem Gusto konfigurieren und war beim Gleiten über das Mauspads nicht nur äußerst agil, sondern auch sehr zielsicher zu bewegen. Mit dem DPI-Regler war schnell das passende Profil gefunden, auch wenn wir uns eine Signalisierung des Profils in Form einer anderen Farbe gewünscht hätten - was zwar laut der Softwareoberfläche so sein sollte, jedoch nicht stattfand beim Profilwechsel.

Im weiteren Testverlauf haben wir die Maus natürlich über mehrere Stunden durch diverse PC-Spiele gejagt und anschließend dazu ein Testbild bearbeitet. Bei "Call of Duty: Black Ops 2", sowie dem sehr mausintensiven Ego-Shooter "Sniper Elite V2" hat sich die Shrike als gutes Produkt bewährt, auch wenn wir eben mit der Ergonomie zu kämpfen hatten und dies diverse Mal einen Krampf im Handgelenk oder den Fingern zur Folge hatte. Unsere Hand ist anscheinend nicht die richtige Kundschaft. Mit der Veränderung der Abtastungs- und Pollingrate ließ sich das Spielverhalten der Maus situationsabhängig zu jeder Zeit anpassen. Im Gamingtest haben wir mit Ausnahme der etwas unpassend positionierten oberen Feature-Tasten (wohl auch dem Tester geschuldet) keine Schwächen der Shrike entdecken können und wechselten so natürlich direkt ins nächste Testszenario: dem manuellen Freistellen einzelner Elemente eines komplexen Bildes (in diesem Fall eine Mosaik-Grafik).

Das Testbild

Bei diesem Test war das Gewicht und parallel die gute Gleiteigenschaft ein großer Pluspunkt der Maus. Gerade bei den sehr feinen Texturen ist ein hohes Maß an Linientreuheit gefragt um ein präzises Ausschneiden der Elemente zu erlauben. An dieser Stelle konnte die Maus überzeugen.

Oberflächentest:
Da nicht alle User die gleiche Oberfläche verwenden, muss eine Maus möglichst universell einsetzbar sein und auch bei einer Vielzahl an Belegen noch voll und fehlerfrei funktionieren. Aus diesem Grund haben wir die Shrike H2L auf mehreren Unterlagen getestet.

Dabei verwendeten wir die Maus auf folgenden Oberflächen:

  • Plastik - gut
  • Stoff (fein) - gut
  • Stoff (rau) - manchmal Aussetzer
  • Marmor - gut
  • Teppich - je nach Beschaffenheit gut bis befriedigend
  • Hosenbein (Jeans) - gut
  • Holz (Parkett) - gut
  • Glas - gut
  • Glas (transparent) - teilweise Aussetzer oder garkeine Reaktion

Wie der Test zeigt, macht die Shrike zwar vieles sehr gut, hat jedoch aufgrund des Sensors auf einigen Untergründen mit Problemen zu kämpfen. Wenn man aber mal ehrlich ist, dann wird man die Maus in den seltensten Fällen auf einem rauen Teppich oder dem Hosenbein benutzen. Aus diesem Grund ist der Test der Maus auch als gut zu bewerten, weswegen es direkt weiter zum Mauspad geht.

Das Mauspad:
Beim Pad haben wir im Test positive und negative Dinge bemerken können; So ist die Gleiteigenschaft mit der Maus wirklich als sehr gut zu beurteilen. Gerade beim Start der Bewegung, wenn man den Reibungswiderstand überwinden muss, zeigt sich das Pad von einer sehr guten Seite und die Maus ließ sich sehr agil und flott auf dem Mauspad bewegen. Auch das dünne und weiche Material sorgt für Frohsinn, denn auch die stundenlange Arbeit damit war stets angenehm und bequem.

Negativ hingegen ist der schlechte Schutz gegen das verrutschen auf dem Tisch. Obwohl der Untergrund des Pads mit einer gummierten Oberfläche überzogen ist, rutschte das Aegis X1 in vielen Situationen auf dem Tisch hin und her. Dies ist durch die eh knapp bemessene Fläche nicht sehr toll und wir würden uns freuen, wenn Tesoro hier nochmal ans Werk schreitet.

Tesoro Durandal Ultimate G1NL (Blue)

Mario Kramer

Nachdem wir uns in den letzten Tagen und Stunden intensiv mit dem Set auseinandergesetzt haben, so können wir mit Ausnahme des Mauspads eine fast uneingeschränkte Kaufempfehlung der Komponenten aussprechen. Aber eben nur "fast". Bei der Tastatur haben wir als Kritikpunkt lediglich die arg spärliche Software und das doch zum Teil sehr laute Klickgeräusch zu vermelden, sowie den USB-Hub dem es einfach an Leistung fehlt. Positiv ist ganz klar die Verarbeitung, das Handling oder die ergonomische Gestaltung der Tasten, sowie die perfekt für uns als Vielschreiber verbauten Cherry MX Blue-Switches. Wie im Artikel aber genannt, gibt es die Tastatur mit drei weiteren Taster-Varianten, sodass für jede Schreiber-Sparte das passende zu finden sein sollte. Beim Thema Beleuchtung und Typographie macht Tesoro alles richtig und positioniert seine LEDs und entsprechend dazu seine Zeichen so, dass stets alles vernünftig und gut ablesbar beleuchtet wird. Für einen Preis um die 130,- Euro können wir dem Keyboard eine zwei Sterne Empfehlung in Sachen Preis-/Leistung aussprechen. Das beste Ergebnis also knapp verfehlt.

  • Positiv
  • tolles Design
  • klasse Verarbeitung
  • sehr gute Ergonimie
  • sehr gute Schalter
  • gute Makrofunktionen
  • ausgezeichnete Beleuchtung & Typographie
  • sehr gute Haptik
  • akzeptabler Preis
  • Neutral
  • Negativ
  • USB-Hub leider ohne eigene Strom-Versorgung
  • spärliche Software

Tesoro Shrike H2L

Mario Kramer

Bei der Maus ist unser Fazit ein bisschen redakteurslastig, da uns der Nager durch seine eben nicht Tester-kompatible Ergonomie schon den einen oder anderen Krampf bescherte. Der Featureumfang und die Verarbeitung sind auf einem guten Level, auch wenn es hier und da an den Kanten kleine Makel gab weiß die Maus durchaus zu überzeugen. Aufgrund der Sensorwahl “Laser“ ist der Nager aber eher für Mid- oder High-Sens-Spieler geeignet, Low-Sens sollten eher zu einer Maus mit optischen Sensor wechseln. Mit der Gewichtsanpassung lässt sich die Shrike individuell an die Bedürfnisse anpassen, was zugleich auf die programmierbaren Tasten und der Vielfalt an möglichen Einstellungen zutrifft. Hier konnte der Nager seine volle Stärke zu unserer Zufriedenheit ausspielen. Mit knapp 50,- Euro ein durchaus interessantes Angebot für jeden Gamer!

  • Positiv
  • anprechendes Design
  • mit kleinen Ausnahmen eine super Verarbeitung
  • gute Handling
  • tolle Featues
  • anpassbare Gewichte
  • guter Sensor
  • umfangreiche Software
  • akzeptabler Preis
  • Neutral
  • Negativ
  • nicht für jede Hand geeignet
  • Schwächen auf einigen Untergründen
  • teilweise unsaubere Verarbeitung

Tesoro Aegis X1

Mario Kramer

Das Mauspad hingegen konnte zwar mit einer wirklich guten Gleiteigenschaft und komfortablem Material punkten, verlor den guten Eindruck allerdings durch das ständige verrutschen auf unserem Tisch, was ein störungsfreies Arbeiten verhinderte. Wenn Tesoro seine Hausaufgaben macht und die Anti-Rutsch-Eigenschaft noch einmal überarbeitet, dann erhalten alle drei Produkte eine Kaufempfehlung für jeden Anwender der nicht nur Geld sparen, sondern auch perfekte Peripherie erwerben möchte. Knappe 9,- Euro Kaufpreis sind zwar nicht falsch investiert, dennoch gibt es in dem Preissegment alternative Produkte ohne Rutschgefahr.

  • Positiv
  • sehr gute Gleiteigenschaften
  • ansprechendes Design
  • akzeptabler Preis
  • Neutral
  • Negativ
  • schlechter Anti-Rutsch-Schutz

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