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Tech-Review.de

  • Montag, 27. September 2021
Inter-Tech Coba Nitrox Nobility CN-700

Inter-Tech Coba Nitrox Nobility CN-700: Preis-/Leistung in Silber?

Einleitung

Inter-Tech zählt zu den Marken mit eher durchwachsenem Ruf - von zahlreichen Käufern wegen des niedrigen Preises gekauft, aber von Testern und Beobachtern eher verschrien. Auch bei Inter-Tech sah man aber die Veränderungen im Markt: Egal ob Rasurbo mit den Real&Power Modellen oder LC-Power mit einigen neuen Serien - die ehemaligen Budgetmarken positionieren sich neu und bieten brauchbare Qualität zu attraktiven Preisen.

Da werfen wir doch mal einen kritischen Blick auf die nagelneue CobaNitrox Nobility-Serie. Wir haben das 700 Watt Modell zu uns in die Redaktion gebeten und mit unserer elektronischen Last der Firma Chroma auf Herz und Nieren getestet. 700 Watt Dauerleistung, 80Plus Silber Effizienz und Kabelmanagement für nur 80 Euro - ist das überhaupt möglich? Bei der Konkurrenz muss man da schließlich entweder deutlich mehr Geld auf den Tisch legen oder auf Features verzichten. Der trv-i-h-save.de Check verschafft Klarheit.

Spezifikationen und Features

Allgemeine Ausstattungsmerkmale:

  • 80Plus Silber Zertifizierung
  • teil-modulares Kabelmanagement
  • gesleevte Kabel
  • 135 mm-Lüfter
  • 16 cm Einbautiefe

Kabellänge und Kabelstränge:
Inter-Tech spendiert dem Coba NitroX teil-modulares Kabelmanagement. Der 20+4 Pol ATX-Hauptstecker (ca. 48 cm) und der 4+4 Pol CPU-Anschluss (ca. 52 cm) sind fest mit dem Netzteilgehäuse verbunden. Die restlichen Kabel werden nur bei Bedarf angeschlossen. Für die Grafikkarten stehen zwei 60 cm lange PCIe 6+2 Pol Anschlüsse zur Verfügung. Wird allerdings der zusätzliche 8-Pin CPU Anschluss genutzt, kann nur ein Grafikkartenstrang angeschlossen werden. Zwei Grafikkartenanschlüsse sind in der dieser Leistungsklasse unabhängig davon zu wenig, die Länge ist hingegen mit 60 cm zufriedenstellend. Für die restlichen Komponenten gibt es zwei Kabel mit drei SATA-Anschlüssen und ein Strang mit dreimal Molex und einem FDD-Stecker. Wir hätten lieber einen Adapter auf Floppy, da dieser Anschluss eher selten genutzt wird.

Leistung:
Natürlich liefert das 700 Watt Modell auch 700 Watt echte Dauerleistung. Bis zu 670 Watt davon, also über 95 Prozent der Dauerleistung, können auf der 12 Volt Leitung erbracht werden. Das Netzteil eignet sich damit perfekt für moderne Computer. Inter-Tech gibt an, dass ein Multi-Rail Layout mit zwei 12 Volt Schienen verwendet wird. Die wichtige Angabe, welche Kabel zu welcher Schiene gehören fehlt leider in der Dokumentation. Bei der Analyse der Elektronik stellen wir fest, dass es sich um ein Single-Rail Design handelt. Verkabelungsfehler sind damit zwar unmöglich, der Sicherheitsgewinn durch Multi-Rail ist aber ebenfalls dahin.

Schutzschaltungen:
Der Hersteller stattet das Netzteil mit allen notwendigen Schutzschaltungen aus.

  • OVP
    (Überspannungsschutz: Falls die Spannungen auf den einzelnen Leitungen über einen gewissen Toleranzwert steigen, schaltet sich das Netzteil automatisch ab.)
  • SCP
    (Kurzschlusssicherung: Im Falle eines Kurzschlusses verhindert diese Sicherung eine Beschädigung der Kernkomponenten des Netzteils und der einzelnen Systemkomponenten.)
  • OPP
    (Überlastschutz: Wenn das System “überdimensioniert“ ist, also mehr Leistung vom Netzteil beansprucht wird als es leisten kann, wird diese Sicherung ausgelöst.)
  • OCP
    (Überstromschutz: Sollte die Last auf den einzelnen Leitungen höher sein als angegeben, schaltet das Netzteil automatisch ab.)

Auch wenn eine Unterspannungssicherung (UVP) nicht in der offiziellen Dokumentation erwähnt wird, ist diese wohl integriert. Als Ergänzung zum Pflichtprogramm fügt Inter-Tech noch OTP, d.h. einen Überhitzungsschutz, hinzu. Überhitzt das Netzteil, schaltet es sich ab, um eine Beschädigung zu vermeiden. Das Schutzschaltungspaket ist daher vollständig.

Garantie:
Inter-Tech gibt auf das Coba NitroX durchschnittliche drei Jahre Garantie. Ein Austausch direkt über den Hersteller ist möglich. Praktischerweise sitzt die Servicezentrale in Deutschland. Im Fall der Fälle spart dies Versandkosten und Postlaufzeit.

Verpackung und Lieferumfang

Inter-Tech liefert das Netzteil in einem 30 x 25 x 12 cm großen Karton aus. Die Verpackung wird sowohl optisch als auch haptisch edel. Die technischen Daten und die Aufzählung der Stecker befinden sich auf der Rückseite. Eine Abbildung des Netzteils sowie die Übersicht über die Kabellängen fehlen. Die Schutzwirkung passt, das Netzteil ist auf allen Seiten gegen Stöße und Kratzer gesichert.

Beim Auspacken fällt der Blick sofort auf das Zubehör: Ein Mousepad als Zubehör für ein Netzteil sehen wir zum ersten Mal. Die Unterlage für den Nager macht übrigens sogar einen ganz ordentlichen Eindruck und wurde daher sofort in das Redaktionsequipment übernommen. Auch die Standards hat der Hersteller nicht vergessen und legt auch Kaltgerätekabel, Handbuch, schwarze Kunststoffkabelbinder sowie Thumbscrews ins Paket.

Das beiliegende Maus-Pad

Details und Verarbeitung

Äußeres
Optisch gefällt das Netzteil durch den Kontrast zwischen dem orangen Lüfter und dem matt-schwarzen Netzteilgehäuse. Das Lüftergitter ist klassisch geformt und schwarz lackiert. In der Mitte befindet sich ein silberfarbenes Logo. Die Verarbeitung des Coba NitroX Nobility ist durchwegs einwandfrei, der Sleeve zählt sogar zu den Besten, die wir jemals hatten. Inter-Tech verwendet Ferrit-Kerne, die in die Grafikkartenstränge integriert sind, um die Restwelligkeit zu optimieren.

Die Buchsen des Kabelmanagements sind korrekt durch die Informationen auf dem Aufkleber erklärt. Am Kabeldurchlass würden wir uns noch eine Gummierung wünschen.

Technik
Nach dem Lösen der Schrauben und dem Öffnen des Netzteils fällt unser Blick auf die Elektronik. Wie immer gilt: Nicht nachmachen - Lebensgefahr!

Die Elektronik des Netzteils wird vom Auftragsfertiger Solytech hergestellt. Der 135-mm-Lüfter stammt von Young Lin. die DFS132512H-Serie verwendet ein Gleitlager. Bei 12 Volt beträgt die Leistungsaufnahme bis zu 2,0 Watt. Der Primärkondensator ist ein 85-Grad-Modell mit 390 Mikrofarad und 400 Volt Spannungsfestigkeit vom taiwanischen Hersteller 12KJ. Auch wenn der Elektrolytkondensator eher leicht unterdurchschnittlich ist - einen vorzeitigen Ausfall halten wir für sehr unwahrscheinlich. Primärkondensatoren werden üblicherweise kaum belastet.

Auf der Sekundärseite werden 105-Grad-Elektrolytkondensatoren von 12KJ verbaut. Qualitativ handelt es sich dabei um Kondensatoren der Mittelklasse. Die Eingangsfilterung beginnt auf einer Zusatzplatine mit einem X-, zwei Y-Kondensatoren und einer Spule. Auf der Hauptplatine folgen ein weiteres paar Y-, ein X-Kondensator, eine Spule und der MOV. Die Eingangsfilterung ist damit vollständig. Der Sicherungschip PI1215 stammt von Power Integrations und stellt die versprochenen Schutzschaltungen zur Verfügung.

Die Rückseite der Platine mit ihren Lötstellen

Die Lötqualität fällt positiv auf: Solytech lötet hier erneut sauber, auch die Kabelenden sind ordentlich gekürzt. Allerdings gibt es - anders als vom Hersteller angegeben - keine zwei getrennten 12 Volt Leitungen. Wir vermissen auch die zwei notwendigen Messwiderstände. Es handelt sich daher nicht um das versprochene Multi-Rail-Design. Darunter leidet insbesondere die Wirksamkeit des Überstromschutzes (OCP).

Das Testsystem

Ein guter Netzteiltest setzt eine gewisse Ausrüstung voraus. Da es mit handelsüblichen PCs nicht möglich ist, bestimmte Lasten für das Netzteil zu produzieren, verwenden wir daher professionelle elektronische Lasten der Firma Chroma. Die Chroma belastet das Netzteil mit den von uns gewählten Einstellungen. Dabei können auch sehr leistungsfähige Netzteile voll ausgelastet werden. PFC-faktor, Spannungen und Effizienz lassen sich daher präzise bestimmen. Damit können wir eine sehr hohe Vergleichbarkeit der Netzteile sicherstellen. Zur Messung der Restwelligkeit verwenden wir ein Vierkanal-Oszilloskop von Tektronix (Tektronix TDS 3014C, 100Mhz, 1,25 GS/s).

Die Chromastation

Die Chroma im Detail:

  • Chroma Digital Power Meter 66202
  • Chroma Measurement Test Fixture A662003
  • Chroma 6314A DC Electronic Load Mainframe mit 63102A und 63106 Lastmodul
  • 2x Chroma 6314 mit insgesamt acht 63103 Lastmodulen
  • Enermax-Anschlussplatine und Kondensatoren für normgerechte Messung
  • Kalibrierung am 26.10.2010, Rekalibrierung am 26.10. 2011
  • Messung bei 230 Volt Eingangsspannung
Die Enermax-Anschlussplatine

Testablauf:

  • 40 Watt feste Last
  • 10% Last
  • 20% Last
  • 50% Last
  • 100% Last
  • Crossloadtest (wie 100% Last, aber minimale Belastung der 3,3 und 5 Volt Schienen)
  • wird vom Hersteller eine dauerhafte Überlastfähigkeit garantiert, wird diese zusätzlich geprüft

Wir möchten an dieser Stelle offen darauf hinweisen, dass wir als Gäste auf der Chroma der Firma Coolergiant Computers Handels GmbH in Hamburg testen. Für diese Unterstützung sind wir sehr dankbar, da eine solche Ausrüstung sehr teuer ist. Wir sind immer selbst vor Ort, bringen unsere Testmuster mit, führen unsere Messungen durch und lassen nicht "remote-testen". Zudem testen wir bei jedem Termin zahlreiche Netzteile - eine systematische Abweichung nach Oben oder Unten würde dann alle Netzteile betreffen. Sollten wir trotzdem auch nur den geringsten Zweifel an unserer Unabhängigkeit haben, werden wir auf weitere Tests an der Chroma verzichten.

Aufgrund der Lautstärke der elektronischen Lasten ist eine Lautstärkemessung an der Chroma wenig sinnvoll. Wir lasten die Netzteile daher auch mit gewöhnlichen Computern in festgelegten Szenarios aus. Damit können wir dann die Lüfterdrehzahl und die Lautstärke messen. Während der Lautstärkemessung mit unserem Voltcraft SL100 Schallpegelmessgerät werden natürlich die Lüfter des Testsystems kurz angehalten.

Testsystem 1:

  • Xilence Netzteiltester
  • DVD-Laufwerk
  • zur Simulation von sehr geringen Lasten (Lasttest 1) und zur Bestimmung der PG-Time

Testsystem 2:

  • verwendet für Lasttests zwei bis vier
  • AMD Phenom II X4 920
  • Scythe Mugen
  • 4 GB DDR2-1066 RAM
  • Asrock A770 Crossfire Mainboard
  • Sapphire AMD/ATI HD 4870X2 2x1024 MB (AMD-Referenzdesign)
  • zwei Festplatten, zwei optische Laufwerke
  • zwei Sharkoon Silent Eagle 1000 LED Fan
  • Rebel 9 Economy
  • Windows-Leerlauf, 3D-Strategiespiel (R.U.S.E), OCCT PSU Test

Testsystem 3:

  • verwendet für Lasttests fünf
  • AMD Phenom II X4 920
  • Scythe Mugen
  • 4 GB DDR2-1066 RAM
  • Asrock A770 Crossfire Mainboard
  • Sapphire AMD/ATI HD 4870X2 2x1024 MB (AMD-Referenzdesign) und PALIT HD 4870 X2 Revolution 700 Deluxe 2x1024 MB
  • zwei Festplatten, zwei optische Laufwerke
  • zwei Sharkoon Silent Eagle 1000 LED Fan
  • Rebel 9 Economy
  • OCCT PSU Test

Die Messwerte

PG-Time
Mit einem Netzteiltester führen wir eine kurze Funktionsprüfung durch und bestimmen dabei die PG time. Das Power Good Signal muss gemäß der ATX-Norm nach mindestens 100 und maximal 500 ms kommen. Das Signal signalisiert dem Mainboard, dass das Netzteil bereit ist, alle Spannungen passen und der Computer gestartet werden kann. Kommt das Signal nicht innerhalb dieses Zeitraums, ist das Netzteil defekt und muss getauscht werden.

Unser Coba NitorX Nobility meldet pünktlich seine Einsatzbereitschaft. Die weiteren Tests finden an der Chroma statt.

Effizienz

Die Effizienz fällt für 80Plus Silber etwas zu niedrig aus. Da wir im 230 Volt Stromnetz messen, würden die Werte bei einer 80Plus konformen Messung im 115 Volt Netz etwas schlechter ausfallen und das Ziel leicht verfehlen. Bei 50 Prozent Last wird das Nobility keine 88 Prozent Wirkungsgrad im 115 Volt Netz erreichen. Das nur Bonze-zertifizierte Lepa B700 ist durchwegs etwas sparsamer. Die Effizienz ist insgesamt auf einem guten Niveau, wir hätten aber mehr erwartet.

Leistungsfaktor (PFC)
Ein PC-Netzteil verhält sich im Stromnetz anders als gewöhnliche (ohmsche) Lasten wie z.B. eine Glühlampe. Die nicht Sinus-förmige Stromaufnahme bedeutet, dass neben der Wirkleistung sog. Blindstrom entsteht. Dies führt zum einen zu einer höheren gemessenen Scheinleistung, zum anderen zu einer Belastung für das Stromnetz. Ein Messwert von "1" an dieser Stelle würde bedeuten, dass das Netzteil sich perfekt verhält und kein Blindstrom entsteht. In der Realität werden wir immer geringere Ergebnisse messen.

Die gemessenen Werte sind durchschnittlich. Da Verbraucher in Deutschland nicht für Scheinleistung bezahlen, ist dies jedoch eher unwichtig. Zudem fiel uns beim Messen eine Fehlfunktion des PFC-Schaltkreises auf: Die Leistungsfaktorkorrektur funktioniert erst, wenn einmal ca. 20% Last erreicht werden. Anscheinend kommt der Schwingkreis sonst nicht in Takt. In unseren Szenarien mit 40 Watt und 10% Last wird die Leistungsfaktorkorrektur nicht wirksam, wenn nicht bereits 20% Last vorher angelegt wurden. Reduziert sich die Last später wieder, bleibt die Leistungsfaktorkorrektur aktiv.

Spannungen
12 Volt:

5 Volt:

3,3 Volt:

Die Spannungsregulation des Netzteils ist als sehr gut einzustufen. Egal ob geringe Last, mittlere Last, Volllast oder asymmetrische Belastung - das Coba NitroX Nobility liefert vorbildliche Spannungswerte.

Restwelligkeit bei 20% Last:

Restwelligkeit bei 50% Last:

Restwelligkeit bei 100% Last:

Restwelligkeit bei Crossload:

Übersicht:

Die gemessenen Restwelligkeitswerte sind durchwegs gut bis sehr gut.

Anhang: Lastkalkulation
Für die Messungen an der Chroma wurde folgende Lastkalkulation verwendet:

Hinweis: Dass in der Lasttabelle mehrere 12 Volt Schienen aufgeführt sind, bedeutet, dass mehrere 12 Volt Lastmodule der Chroma verwendet werden. Durch die Verwendung mehrerer Anschlüsse und Lastmodule lässt sich die Messgenauigkeit verbessern. Die Gesamtbelastung der 12 Volt Leitung ergibt sich durch Addieren der Einzelbelastungen.

Die Lautstärke

Lüfterdrehzahlen:

Lautstärke:
Bitte beachten Sie, dass wir unsere Messungen in 5 cm Abstand durchführen. Unsere Messungen sind daher nicht zu denen anderer Seiten vergleichbar. Das Xilence XQ 850 Watt ist ein semi-passives Netzteil. Die Lautstärkemessung dieses Vergleichsnetzteil beginnt daher erst ab dem Einsatz der Belüftung. Da die Vergleichsnetzteile eine höhere Leistung haben, liegt deren absolute Last bei Volllast natürlich höher.

Subjektiver Eindruck:
Bei der Lautstärke liegt das Netzteil im Mittelfeld. Der verbaute Lüfter produziert nur geringe Lagergeräusche. Die Drehzahlen sind tendenziell jedoch recht hoch, das Netzteil ist daher durch das Geräusch des Luftstroms keinesfalls silent-tauglich. Im Vergleich zum Lepa B700 ist es jedoch vor allem im mittleren Lastbereich deutlich leiser. Im mittleren Lastbereich kann es sich auch vom Cougar PowerX absetzen. Die Lautstärke des Netzteil ist insgesamt eher durchschnittlich und fällt weder positiv noch negativ auf.

Philip Pfab meint …

Philip Pfab

Das Inter-Tech Coba NitroX Nobility überrascht uns: Die verbaute Elektronik sorgt für gute bis sehr gute Messergebnisse bezüglich Spannungsregulation und Restwelligkeit. Die Effizienz ist für 80Plus Silber etwas gering, die Alternativen in der gleichen Preisklasse sind allerdings lediglich Bronze-zertifiziert.

Bei der äußeren Verarbeitung geht der Hersteller in die Vollen: Wir attestieren Mängelfreiheit, schicke Optik, intelligentes Kabelmanagement und einen herausragenden Sleeve. Die Elektronik ist ebenfalls gut verarbeitet, allerdings fehlen die getrennten 12 Volt Leitungen. Auch wenn die Sicherungsschaltungen vollständig sind - der Überstromschutz ist wie bei allen Single-Rail Geräten weniger wirksam. Zudem wird das Gerät auf Verpackung, Datenblatt und im Handbuch als Multi-Rail beschrieben. Auf unseren Hinweis wird der Hersteller übrigens ab Anfang 2013 eine korrekt abgesicherte Multi-Rail Revision in den Handel bringen.

Bei der Lautstärke verhält sich das Netzteil durchschnittlich. Bei geringer Last könnte die Drehzahl geringer sein, bei Volllast wird es laut. Andererseits hat der Lüfter kaum Lagergeräusche und bei mittleren Drehzahlen ist das Netzteil deutlich leiser als die Konkurrenz. Wer es wirklich leise mag, muss einen 50 Euro Schein extra zücken.

Warum kein Award? Zwei Grafikkartenanschlüsse sind in der heutigen Zeit in der 700 Watt Klasse einfach zu wenig. Zudem entfällt ein weiterer Grafikkartenstecker, falls der zweite CPU-Anschluss genutzt wird. Zwei 8-Pol, zwei 6-Pol und zwei CPU-Anschlüsse sind in der 700 Watt Klasse normalerweise Standard. Inter-Tech rationiert hier jedoch - und das obwohl das Netzteil problemlos 700 Watt Dauerleistung liefert. Wer jedoch mit den wenigen Anschlüssen auskommt, erhält ein ordentliches Netzteil mit leichten Schwächen für kleines Geld. Und das mitgelieferte Mousepad ist ein schönes Zuckerl.

  • Positiv
  • 80Plus Silber zertifiziert
  • teil-modular mit intelligenter Aufteilung
  • Optik, guter Sleeve
  • Mousepad im Lieferumfang
  • akzeptable Lautstärke
  • Neutral
  • - / -
  • Negativ
  • nur zwei Grafikkartenanschlüsse
  • Effizienz etwas niedriger als erwartet
  • zusätzlicher CPU-Anschluss nur mit Verzicht auf Grafikkartenanschluss verwendbar
  • Single-Rail Design

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