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Tech-Review.de

  • Dienstag, 22. September 2020
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Func MS-3

Func MS-3: Eine Maus zum Spielen?

Einleitung

Wir haben heute mit der MS-3 Maus den ersten Gaming-Nager und damit auch die erste echte Gaming-Peripherie der bereits 1999 in Kalifornien gegründeten Firma Func in die Redaktion bestellt. Das Unternehmen Func ist bisher bekannt für seine Mauspads - speziell hervorzuheben ist hier die 1030(L)-Serie, welche web-weit für positive Resonanzen sorgte und als beliebtestes Mauspad mit Spezialuntergrund avancierte. Mit dieser neuen Serie kam die gefühlter-maßen in der Versenkung verschwundene Firma wieder ans Tageslicht und konnte mit dem Mix aus ordentlicher Qualität und günstigen Preis in der Hardware-Gemeinde punkten. Das Modell Surface 1030L haben wir in der Vergangenheit darüber hinaus natürlich auch getestet, was Sie hier nachlesen können.

Mit der MS-3 Gaming Maus "advantage perfect", wie sie betitelt wird, versucht das Unternehmen nach langer Konzeptionierung und Umstrukturierung nun auch im Bereich der Spiele-Peripherie Fuß zu fassen, das eigene Portfolio zu erweitern und lässt damit einen deutlich neuen Wind in das Unternehmen wehen. Der Nager ist eine ergonomisch speziell auf Rechtshänder ausgelegte Maus, welche mit einer Vielzahl von Zusatztasten und Features aufwartet. Darüber hinaus arbeitet das Kleintier mit einer beigefügten Software zusammen, die eine individuell abgestimmte Konfiguration ermöglicht.

Bei der MS-3 wird auf bewährte Laser-Technologie ADNS 9500 von der Firma Avago gesetzt. Dies entspricht zwar nicht dem High-End-Segment, jedoch ist es gutes Midrange und beim aktuellen Verkaufspreis von rund 70 Euro akzeptabel - wobei im Hinblick auf den verwendeten Laser andere Konkurrenzprodukte noch einen Schritt voraus sind. Gepaart mit dem speziellen Finger-Design wird es aber rar im Mäusesegment, was den erhöhten Preis wieder relativiert und die MS-3 in den Fokus rücken lässt. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Der Lieferumfang

Geliefert wird die MS-3 in einem schicken weißen Karton mit auf-klappbarem Frontfenster, indem sich der Nager durch eine transparente Kunststoffschale den Blicken preisgibt. Hierdurch ist schon vor dem eigentlichen Öffnen des ganzen Kartons die Maus zu begutachten. Auf der Rück- sowie auf der Klappeninnenseite sind verschiedene Informationen aufgedruckt. Hier finden sich neben einer Kurzdarstellung der Firmengeschichte auch die technischen Details. Letzteres ist dabei auch in Deutsch verfasst, alles andere jedoch nur in Englisch.

Beim Lieferumfang selbst gibt sich das Unternehmen nicht geizig, sondern eher spartentypisch: Außer einem kleinen englischsprachigem Produkt Manual und einer Treiber-CD inklusive der Software ist weiter nichts enthalten. Dies ist jedoch auch alles was für den Betrieb benötigt wird. Natürlich ist die Maus Plug'n'Play-Kompatibel und kann somit auch ohne Softwareinstallation genutzt werden - sie ist damit nur nicht mehr individuell zu konfigurieren.

Der Lieferumfang

Die technischen Daten

Auf der technischen Seiten prunkt die Maus mit insgesamt 10 Tasten deutlich auf. So gibt es neben den zwei Haupttasten für den Links- und Rechtsklick das 2D-Mausrad mit Klickfunktion, dahinter liegend die zwei DPI-Umschalter, in der Daumenmulde links sind zwei Taster für die sekundären Aktionen zu finden. Darüber hinaus ist hier auch der als umkreisten Punkt designte und direkt in Daumenposition angebrachte "Instant Aim"-Button, mit dem sich zum Beispiel in einer hitzigen Spielsequenz ohne der Bewegung der Finger ein vordefiniertes DPI-Profil zuschalten lässt, was gerade beim Zielen einen Zeitvorteil bedeuten kann. Eine Taste ist dann noch ganz links außen zu finden, welche in der Default-Einstellung mit der STUMM-Aktion versehen wurde. Noch ein weiterer Button ist bei der rechten Maustaste ganz vorn als Profilwechsler zu finden.

Mit guten 127 Gramm Gewicht ist die Maus nicht in der Magermodellszene anzusiedeln, was den großen Abmaßen geschuldet ist, richtet sich das Gefährt doch an Menschen mit mittleren bis großen Händen. Ausgestattet wurde der Nager mit dem Arvago ADNS 9500-Lasersensor mit einer Abtastrate zwischen 90 und 5670 DPI. Damit die Maus durch Kabelbeschädigungen nicht die Verbindung verliert setzt Func auf ein ca. zwei Meter langes und mit einem Textil ummanteltes Kabel samt USB-Stecker mit goldbeschichteten Kontakten.

Der USB-Stecker
Technische Daten:
Modellnummer: Func-MS-3-1ST
Ergonomie: Rechtshänder
Abmessungen (LxBxH): 12,6 cm x 10 cm x 3,8 cm
Gewicht (ohne Kabel): 127 g
Gewichtsanpassung: nein
Farbe: Schwarz
Maustasten: Haupttasten (Omron)
2x Daumentasten
2x Zusatztasten in der Daumenmulde
2x DPI-Schalter auf der Oberseite
1x Zusatztaste neben der rechten Maustaste
1x Mausrad als mittlere Taste
Mausrad: 2-Wege-Mausrad mit Tastenfunktion
Kabel: 2 m, Textilmantel
Sensortechnologie: Avago UGS-9500
Abtastung: 90 bis 5670 dpi
Polling-Rate: bis zu 1.000 Hz
Tracking-Geschwindigkeit: maximal 5,1 m/s
Liftdistance: variabel
Prozessor: WT6573
Interner Speicher: 512 kB (3 Game-Profile)
Beleuchtung: Konfigurierbare LED-Beleuchtung mit Profilanzeige bei Scrollrad und Daumentaste
Besonderheiten: Vier Gleitfüße, Ablage für kleinen Finger Moderner Makroeditor mit Liveaufzeichnung von bis zu 20 Aktionen
Systemvoraussetzung: Microsoft Windows 2000/XP/7/8 USB 2.0 Anschluss
Preis: ca. 70 Euro
Gewährleistung: 2 Jahre
Produktseite/Hersteller: Func
Preisvergleich: Geizhals.at/deutschland
* Herstellerangaben

Im Detail

Die MS-3 kommt in einem matt schwarzen Look zum Kunden. Die Oberschale ist sehr angenehm und griffig gestaltet - bietet zudem ein seidig wirkendes Materialgefühl, was darüber hinaus schwitzenden Händen bei der Bedienung vorbeugt. Entgegen dem matten Gesamtbild setzen die zusätzlichen Button gepaart mit der Schaltertechnologie der Firma Omron, abgesehen von den beiden Haupttasten, durch ihre glänzende Aufmachung stylisch wirkende Akzente. Im Vergleich zu Konkurrenzprodukten sind auf den ersten Blick direkt die doch gerade in Puncto Breite der Maus sichtbaren Dimensionen zuerkennen, mit 10 Zentimetern auch kein Kunstwerk. Hier liegt zunächst das Hauptaugenmerk auf die beiden nach rechts ausladenden Auflageflächen für den Ringfinger sowie den kleinen Finger.

So ein Design ist in dieser Ausgestaltung eher selten anzutreffen. Man findet im Portfolio bei einigen wenigen Herstellern lediglich eine abgeschwächte Konstruktionsart, welche oftmals auf die Ringfingerauflage reduziert ist. Die Mionix NAOS 3200 stellt hier noch ein Modell dar, das nach erster Recherche am nächsten dran ist. So ist klar festzuhalten, dass die Firma Func kein Neuland betritt, sich aber unter den vielen hundert verschiedenen Variationen der Hersteller eher zu einer kleinen Gruppe gesellt - was nichts schlechtes ist, eher im Gegenteil. Der Vorteil bei dieser Art des Ablage der Finger ist es, dass diese nicht auf dem Untergrund "mitgeschliffen" werden, einen Widerstand bieten, sondern bequem auf dem Maus-Korpus abgelegt sind. Zeitgleich dient dies der Griffigkeit der MS-3.

Auf der linken Seite der MS-3 sind eingelassene Fingerablagen

Die Oberseite der Maus ist ergonomisch ansonsten vielen anderen Nagern gleichzusetzen. So bietet sie mit dem 2D-Mausrad und den dahinter positionierten DPI-Tastern ein bewährtes Konstrukt. Das Mausrad verfügt über eine gummierte und zugleich geriffelte Oberfläche und ist mittel bis grob gerastert. Nach unserem Geschmack ist das Rad jedoch ein wenig schwergängig, gerade bei langen Scrollvorgängen ein Problem. Das Rad kann dazu mit einem sehr leisen Scrolllauf aufwarten und sitzt fest auf seiner Achse - kein Wackeln, kein Knacken. 2D bedeutet, dass neben der Drehfunktion das Rad auch als dritte/mittlere Maustaste zum Tragen kommt.

Ein gern genutztes Feature nicht nur im Spiel sondern auch bei Officeanwendungen. Hierzu ist jedoch eine etwas stärkere Druckkraft von Nöten, um den Tastmechanismus auszulösen. Ganz vorne rechts, also bei der rechten Maustaste, ist eine der bereits aufgezählten Zusatztasten zu sehen mit denen sich zwischen den intern vergebenen drei Profilen switchen lässt und dies mit einer weißfarbigen LED-Balkendarstellung visualisiert wird – der Taster ist hierbei ebenfalls in Spiegeloptik.

Auf der linken Seite, also bei der Daumenmulde, wurden mehrere Ideen realisiert. Unter dem Func-eigenen "T+4"-Titel verbirgt sich die zielgerichtete Anordnung aller in der Griffmulde anzutreffender Tasten. Als zentralen Punkt dient die Instant Aim-Taste, auf der der Daumen beim Halten der Maus eigentlich permanent aufliegt. Dies funktioniert deshalb so gut, weil auch das Muldendesign ergonomisch so verfeinert wurde, dass der Daumen beim Umfassen der Maus automatisch in eine Drehrichtung zum Button dirigiert wird. Dennoch liegt er bequem auf dem weiter nach unten auslaufenden Muldenkörper auf und es ist keine Ermüdungserscheinung dahingehend zu erwarten.

Über dem IA-Button befinden sich zwei weitere Navigations-Schalter. Als letztes präsentiert sich dann noch am äußeren Muldenrand ein eher unscheinbar und schnell als optisches Element verkennbarer Taster - ebenfalls wie alle anderen Schalter frei und vollkommen individuell per Software mit einer Aktion zu belegen. Natürlich wurde nicht vergessen hier dezent aber ansprechend das Firmenlogo mit unterzubringen.

Bei der Unterseite der Maus verzichtet Func auf den Matt-Look und hat diesen Bereich bis auf die vier großzügigen Teflon-Gleitfüße in Klavierlackoptik gestaltet. Ansprechend ist hier das ins Firmenlogo integrierte Loch für den Lasersensor. Unterhalb dessen ist der Produktaufkleber mit den verschiedenen Sicherheitssiegeln sowie der Seriennummer zu finden. Auch hier ist direkt zu erkennen, dass das Produkt in China gefertigt wird - Func also nur als Designerschmiede agiert und nicht selbst fertigt. Da es hierbei natürlich auch und eigentlich gerade auf die inneren Werte ankommt, setzt das Unternehmen auf die bewährte Laser-Technologie der Firma Avago. Mit dem Avago ADNS 9500 (Datenblatt) hat Func eine gute Wahl getroffen, konnte dieser Sensor bereits in anderen Mäusen seine Stärken ausspielen.

Es ist zwar nicht das aktuellste Modell des Herstellers - wurde der ADNS 9800 doch in den letzten Monaten präsentiert und schafft bis zu 8.200 dpi - verfügt der 9500er dennoch aber über eine solide Technik. Gesteuert von der Software lässt sich die Abtastrate des gut 10,6 Megapixel pro Sekunde starken Lasers in praktischen 90-DPI-Schritten von zu Beginn 90 auf bis zu 5670 DPI hochschrauben. Dabei kann die MS-3 bis zu 12.000 Frames, als Bilder pro Sekunde aufnehmen. Als Abtastrate (Polling) kann hierbei auf bis zu 1000 MHz hochgeregelt werden, ein eigentlich schon standardisierter Wert. Die MS-3 kann dazu noch mit einer geringen Verzögerungszeit von knapp einer Millisekunde punkten und registriert Geschwindigkeiten von bis zu 5,1 Meter in der Sekunde bei einer Beschleunigung von maximal 30 G. Als Prozessor setzt Func auf den WT6573 der Firma Weltrend.

Natürlich und im Gaming-Bereich inzwischen üblich kommt auch bei der MS-3 LED-Technik zum Einsatz. Hier allerdings in doch dezenterer Form, als es bei anderen Produkten der Fall ist. Wird die Maus mit dem PC verbunden, so erstrahlt sie bei der Mausrad-Umrahmung, ein im Button befindlicher Ring der Instant-Aim-Taste und eine Anzeige der gerade gewählten DPI-Einstellung in Form von max. drei hell beleuchteten Balken. Die Auswahl der Farbe ist dabei auch wieder in der Software konfigurierbar.

Die dezente Beleuchtung der Func MS-3

Der Praxistest

Da die Maus eher für größere Hände konzipiert und unsere Testerhand mit rund 19 cm in der Länge (gemessen von der Handwurzel bis zum Mittelfinger-Ende) im guten Mittelfeld anzutreffen ist, war die erstmalige Benutzung des Kleintiers zunächst sehr gewöhnungsbedürftig. Gerade die Ablage der beiden rechten Finger war im Gegensatz zur Radaktionsmaus (Logitech Performance MX Darkfield) sehr ungewohnt. Nach einigen guten Stunden "Einarbeitung" wollten wir die Maus aber nur noch sehr ungern hergeben. Trotz des relativ hohen Gewichts von 127 Gramm gleitete die MS-3 nur so über unser Mauspad und ließ sich äußerst agil verwenden. Selbst mehrstündige Aufgaben konnten wir ermüdungsfrei durchführen.

Im weiteren Testverlauf haben wir die Maus natürlich über mehrere Stunden durch diverse PC-Spiele gejagt und anschließend dazu ein Testbild bearbeitet. Bei "Call of Duty: Black Ops 2", sowie dem sehr mausintensiven Ego-Shooter "Sniper Elite V2" hat sich die MS-3 sehr bewährt - hinsichtlich des Gewichts war jedoch bei schnellen Aktionen schon eine gewisse Kraft im Handgelenk notwendig um im Gefecht durchzuhalten. Mit der Veränderung der Abtastungs- und Pollingrate ließ sich das Spielverhalten der Maus situationsabhängig zu jeder Zeit anpassen. Im Gamingtest haben wir keine Schwächen der MS-3 entdecken können und wechselten so natürlich direkt ins nächste Testszenario: dem manuellen Freistellen einzelner Elemente eines komplexen Bildes (in diesem Fall eine Mosaik-Grafik).

Unsere Mosaik-Grafik für den Test

Bei diesem Test war das Gewicht und parallel die gute Gleiteigenschaft ein großer Pluspunkt der Maus. Gerade bei den sehr feinen Texturen ist ein hohes Maß an Linientreuheit gefragt um ein präzises Ausschneiden der Elemente zu erlauben. An dieser Stelle konnte die Maus uneingeschränkt punkten und verdrängt unsere Logitech ganz klar vom Platz des Redakteursliebling. Saubere Arbeit!

Oberflächentest:
Da nicht alle User die gleiche Oberfläche verwenden, muss eine Maus möglichst universell einsetzbar sein und auch bei einer Vielzahl an Belegen noch voll und fehlerfrei funktionieren. Aus diesem Grund haben wir die MS-3 auf den folgenden Unterlagen getestet:

  • Plastik
  • Stoff (fein)
  • Stoff (rau)
  • Marmor
  • Teppich
  • Hosenbein (Jeans)
  • Holz (Parkett)
  • Glas
  • Glas (transparent)

Abgesehen von unserem Test auf einer transparenten Glasplatte hat die Maus auf allen anderen Oberflächen fehlerfrei funktioniert. Beim Test auf unserer mit Dekor im Rillenmuster beschichteten Tischplatte konnten wir jedoch beim Anheben und wieder Aufsetzten der Maus feststellen, dass es hier zu sporadischen Hängern kam. Diese waren jedoch nicht direkt reproduzierbar und traten auch nicht auf einen speziellen Bereich der Tischplatte auf. Einmal aufgesetzt gab es jedoch keine Probleme. Den gleichen Test haben wir dann im Nachzug noch mit unserer Logitech vollzogen und konnten das Problem nicht feststellen. Auch auf transparentem Glas hat die normale Lasertechnologie der MS-3 im Vergleich zum Dunkelfeldmikroskopie-Prinzip (Darkfield) von Logitech das Nachsehen. Trotz der erschwerten Bedingungen hat uns die Maus der Firma Func auch hier überzeugende Ergebnisse geliefert. Schauen wir uns auf der nächsten Seite die mitgelieferte Software an.

Software und Treiber

Wie nun schon mehrfach erwähnt liefert die Firma Func bei der MS-3 eine CD für die Treiber/Software mit. Dadurch ist keine Internetverbindung zur Einrichtung von Nöten. Nachteil hierbei ist jedoch die Aktualität des Treibers bzw. der Software. Aus diesem Grund kann dies auf der Herstellerseite natürlich in stets aktualisierter Form heruntergeladen werden - dabei beschränkt sich die Dateigröße des Installationsarchives auf gerade einmal knapp 7,5 MB. Es lohnt sich also, den Treiber von der Online-Quelle zu beziehen.

Ist die Einrichtungs-Software installiert, so legt sich im Tray eine Miniaturversion ab und untersucht die USB-Ports nach der MS-3-Maus. Nur mit angeschlossenem Nager kann die Anwendung gestartet werden. Sobald das Hauptfenster erscheint, wird einem das gut strukturierte und aufgeräumte Interface bewusst. Für Englischmuffel sei an dieser Stelle aber darauf hingewiesen, dass die Software in seiner aktuellen Form nur in englischer Sprache zu bekommen ist. Sie ist aber so gut und selbsterklärend aufgebaut, dass sogar englisch-fremde Menschen hier ohne Probleme zurechtkommen sollten.

Der User kann hier zwischen drei Profil- und Einstellungsbereichen wählen. Wobei für jedes Profil alle unterliegenden Optionsfelder separat konfigurierbar sind - dazu auch noch mit der "Backupfunktion" zu speichern oder wiederherzustellen ist. Unter den "Basic Settings" verbergen sich bekannte Schieberegler für die unterschiedlichen DPI-Einstellungen in drei Auswahlstufen. Damit kann jeder Anwender für sich individuell die besten DPI-Optionen auswählen, welche später über die Umschalt-Taster an der Maus gewählt und durch die LED-Signalisierung als Profilauswahl ersichtlich sind. Weiter finden sich hier die Konfigurationsmöglichkeiten für die Zeigersensibilität oder der Doppelklickgeschwindigkeit - bei Änderung dessen werden z.B. diese Optionen auch im Betriebssystem unter den Mauseinstellungen übernommen. Darüber hinaus lässt sich die "Lift off Distance", also die Festlegung der Höhe, ab wann der Sensor den Abtastvorgang automatisch abbricht beim Anheben der Maus, einstellen.

Standardmäßig ist bei der Installation der Software auch das "Angle Snapping" deaktiviert, also die automatische Zeigerführungskorrektur, mit der ein optimierter Zeigerlauf gesteuert wird - leider ist diese Korrekturoption in einigen Bereich wie z.B. der Grafikbearbeitung mehr hinderlich als fördernd, sodass die Firma Func sich für die optionale Aktivierung entschieden hat, gut durchdacht. Schaltet man die Pollingrate um, so verliert der PC auch ohne auf OK/Apply zu klicken kurzzeitig die Verbindung zur Maus, diese Einstellung wird also direkt übernommen.

Im zweiten Einstellungsbereich "Button Assignment" kann jeder der 10 Tasten und zusätzlich auch die beiden Scrolloptionen mit einer Aktion belegt werden. Der Nutzer kann hier zwischen den folgenden Kategorien je Taste wählen: Default Command, Windows Command, Media functions, Recorded Macro, Single Key oder über die Auswahl von "Disable Key" die Taste komplett deaktivieren.

Im Abschnitt "Color Settings" lassen sich die LED-Elemente der Maus an den eigenen Geschmack anpassen. Hierbei sind die Einstellung des Scroll-Rads und der Seitentaste (Instand Aim) separat zu tätigen. An dieser Stelle lässt sich neben der Farbe mit dem Schieberegler auch dessen Helligkeit und Transparenz bestimmen. Parallel dazu kann die LED-Funktion auch separiert deaktiviert oder eine in eine pulsierende Darstellung umgewandelt werden. Wünschenswert an dieser Stelle wäre die Möglichkeit, die Geschwindigkeit des Pulsierens zu bestimmen und bei den Farboptionen darüber hinaus noch RGB-Werte eingeben zu können.

Der Macro-Editor ist mehr als kleines Spielzeug zu verwenden, kann er doch nur maximal 20 Tastenaktion und insgesamt in der Datenbank nur 60 Aktionen speichern. Für Macro-Gamer ist dies definitiv zu wenig um professionell zu spielen. Der Hobby-Gamer indes sollte mit dem Editor klarkommen.

Mario Kramer meint …

Mario Kramer

Das Unternehmen Func hat mit der MS-3 einen sehr guten Einstand in die Welt der Computerperipherie geschafft. Es lohnte sich also, dass die Konzeptionierung der Maus nicht übers Knie gebrochen und vernünftig durchdacht wurde. Nur so ist es dem Unternehmen möglich gewesen, trotz Neuling in diesem Sektor, eine Maus zu entwickeln und zu bauen, welche nicht nur den gängigen Funktionsumfang der Masse an Konkurrenzprodukten bietet, sondern darüber hinaus sich durch eigene Akzente von eben dieser genannten Menge abhebt. Ermöglicht hat die Firma das mit dem extravaganten Design des Kleintiers.

Die optimierte Ablageflächen der Finger, die gute Gleit- und Abtasteigenschaft der Maus auf fast jedem Untergrund, die clever gewählte Tastenposition und allgemein die Oberflächenbeschaffenheit kann wirklich als gelungen bezeichnet werden - auch wenn die Einarbeitung mehrerer intensiver Stunden bedarf. Die Verarbeitung ist auf einem sehr hohen Level und gepaart mit der Wahl an hochwertiger Technik, was nun speziell auf die Omron-Schalter und der soliden Wahl des Sensors gerichtet ist, ein für den Preis gutes Produkt.

Mit der MS-3 als Basis lässt sich in die Zukunft gedacht auf weitere tolle Produkte aus Kalifornien hoffen. Wir können den Nager jedem ans Herz legen, der gerne mal am PC spielt und über mittelgroße bis große Hände verfügt. Das Produkt ist jedenfalls sein Geld wert.

  • Positiv
  • Tolles und extravagantes Design
  • Solide Lasertechnik
  • Umfangreiche und individuell anpassbare Funktionsausstattung
  • Einfache, intuitive Softwarelösung
  • Perfekte Verarbeitung und Qualität
  • Hohe Oberflächenkompatibilität
  • Neutral
  • Negativ
  • Nichts für kleine Hände
  • Gewicht und Ergonomie gewöhnungsbedürftig
  • Softwareinterface nur in Englisch

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