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  • Freitag, 10. Juli 2020
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Roccat Kone Pure

Roccat Kone Pure: Die ultimative Gamingmaus?

Einleitung

Roccat ist im Gamingbereich schon seit einigen Jahren ein bekannter Name, hat die Firma durch Kooperationen und striktem Informationsaustausch zwischen der Community und den Entwicklern sehr gute Geräte hervorgebracht. Als Klassenführer des Portfolios im Bereich der Computermäuse kann man nach ihrer Einführung 2008 die Roccat Kone Maus bezeichnen, welche aber kurz darauf wegen einer zu schwachen Scrollradaufhängung als Update, der Roccat Kone [+], auf den Markt kam. Die Roccat-Studios haben mit der Kone [+] bereits das ultimative Gamingspielzeug in unzählige Spielzimmer, Büros und natürlich auch auf Lanparties gebracht und präsentierten nun Ende des vergangenen Jahres die nächste Generation mit dem kantigen Namen "Roccat Kone Pure". Neben der Pure kam zeitgleich die Kone XTD dazu.

Die XTD ist sozusagen der große Bruder der Pure-Maus und ist von den Ausmaßen des Gehäuses als auch des Funktionsumfanges reicher bestückt. Dennoch geizen beide Käsediebe durch die vielen integrierten, individuellen und praktisch gut umgesetzten Features nicht. Sowohl die XTD als auch die Pure haben ein Update der Laser-Sensorik über sich ergehen lassen und können nun mit dem ADNS-9800-Sensor vom in den Staaten ansässigen Spezialisten Avago gegenüber der Konkurrenz protzen - stellt der 9800er doch bis dato die leistungsstärkste Lasergeneration in diesem Anwendungsbereich dar. Wie sich der Nager nun in unserem Test schlägt, ob die Maus sich mit der Katz' anlegt oder das Weite sucht und ob das Update der Kone-Familie dem Hersteller Roccat gelungen ist, wird unser Testbericht auf den nächsten Seiten zeigen.

Der Lieferumfang

Beim Erhalt der Kone Pure muss das gelungene Kartondesign hervorhebend erwähnt werden, da dieser neben zahlreichen technischen Informationen auch eine kleine Auflistung samt schematischer Screenshots der Spezialfunktionen beherbergt. Die Verpackung kann an der Vorderseite geöffnet werden und offenbart dem User nicht nur den direkten Blick auf die Maus an sich, sondern listet in der Innenseite der Klappe weitere interessante Funktionsweisen auf. Sehr gelungen. Spartanisch hingegen zeigt sich die Maus nach dem Auspacken beim Lieferumfang: Hier ist bis auf ein Quick-Installations-Guide nichts Weiteres zu finden - außer der Maus natürlich.

Die Software und damit auch der Treiber müssen auf der Webseite des Herstellers heruntergeladen werden. Wer also den vollen Funktionsumfang der Konfiguration nutzen möchte, muss über eine Internetverbindung verfügen um die notwendige Software zu laden. Viele Hersteller verzichten auf eine CD, genau wie Roccat, um stets eine aktuelle Softwareversion parat zu haben. Wer jedoch kein Internet hat - aus welchen Gründen auch immer - wird damit benachteiligt. Da die Software über eine Aktualisierungsfunktion direkt beim Start verfügt, wäre eine CD dennoch empfehlenswert gewesen, weil so auch internetlose Nutzer den vollen Umfang der Maus erleben können.

Die technischen Daten

Technisch gesehen muss sich die ergonomisch für Rechtshänder konzipierte Kone Pure gegenüber der Konkurrenz nicht verstecken, so sind gängige wie auch spezielle Features im Gesamtpaket enthalten, die die Kone Pure zu einem wirklich interessanten Produkt werden lassen. Bei einem Preis von knapp 50 Euro darf man bei der Erwartungsschraube nicht geizen, gibt es gerade im Bereich der Peripherie doch eine reichhaltige Produktauswahl in allen Budgetklassen – allerdings verfügen diese zumeist noch nicht über die aktuelle Technik.

So ist die Kone nicht nur mit dem neuen R3 Sensor ausgestattet, der mit einer DPI-Spanne zwischen 200 und sagenhaften 8200 DPI aufwartet, sondern bietet sie mit der Easy-Shift-Technologie und den vollprogrammierbaren sieben Maustasten zeitgleich eine Verdopplung dessen an, da jede Taste hiermit einer zweiten Belegung zugeordnet werden kann. Dies ist gerade bei Gaming- oder Office-Session sehr hilfreich. Natürlich hat die Kone Pure auch ein Gedächtnis mit satten 576 KB Speicherkapazität On-Board und kann sich somit ganze fünf Anwendungs-/Spiel-Profile inklusive Makros merken. Der schnelle 32-bit TURBO CORE V2 steht hier natürlich unterstützend zur Seite. Neben einer Soft-Touch-Oberfläche hat die Maus natürlich noch mehr zu bieten, weiteres dazu aber auf der nächsten Seite.

Zum besseren Vergleich haben wir die Kone Pure dem großen Bruder, der Kone XTD, mal gegenübergestellt.

Technische Daten: Roccat Kone Pure Roccat Kone XTD
Modellnummer: ROC-11-700 ROC-11-810
Ergonomie: Rechtshänder
Abmessungen (LxBxH): 12 cm x 7 cm x 4 cm 13,5 cm x 7,8 cm x 4 cm
Gewicht (ohne Kabel): 90 g 123 g
Gewichtsanpassung: nein ja 4 × 5 g-Einzelgewichte
Farbe: Schwarz Schwarz
Maustasten: 7 + Mausrad 2D-Scrollrad 8 + 4D-Scrollrad
Mausrad: nur Taste und Scrollen Taste, Scrollen und Kippen
Kabel: 1,8 m, Textilmantel 2,0 m, Textilmantel
Sensortechnologie:
(+ Roccat-Bezeichnung)
Avago ADNS-9800 (Pro-Aim Lasersensor R3)
Abtastung: 200 bis 8.200 dpi
Polling-Rate: 125, 250, 500 & 1.000 Hz
Prozessor: 72 MHz Turbo Core V2 (32 Bit Arm)
Interner Speicher: 576 KB (5 Game-Profile inkl. Makros)
Beleuchtung: Multi-Color-Logo Multi-LED-Leisten
Besonderheiten: Makros und Profilpresets Tacking und Distance Control Units Roccat Talk
Systemvoraussetzung: Windows: 32 Bit ab XP, 64 Bit ab Vista; Linux USB 2.0 Anschluss Internetverbindung (zur Treiberinstallation)
Preis: ca. 56 Euro ca. 84 Euro
Gewährleistung: 2 Jahre 2 Jahre
Produktseite/Hersteller: Roccat Kone Pure Roccat Kone XTD
Preisvergleich: Geizhals.at/deutschland Geizhals.at/deutschland
* Herstellerangaben

Die Maus im Detail

Die Roccat Kone Pure kommt mit einer sehr edlen Softtouch-Oberfläche zum Kunden und fasst sich sehr angenehm an. Ergonomisch hat Roccat den Nachfolger wieder speziell für Rechtshänder konzipiert, dabei wurde sehr viel Wert bei der Gestaltung sowie das Handling gelegt. So ist der Mauskörper an sich sehr gerundet designed und weist keine eckigen Kanten auf, sondern ist mit komplett abgerundeten Übergängen versehen. Die nach oben gerichtete Handablage fällt nach vorne hin ab und ist nach rechts außen (rechte Maustaste = Ringfinger) verlängert, was der Anatomie der unterschiedlichen Fingerlänge entspricht und damit die Auflage dessen verbessern soll.

Die Roccat Kone Pure

An der linken Seite (Sicht von Oben) beherbergt der Nager neben einer praktischen Fingermulde für den Daumen zwei Navigations-Tasten, die hintere davon ist für die sogenannte Easy-Shift[+]-Technologie von Roccat gedacht, mit der sich eine doppelte und individuell vom Anwender konfigurierbare Tastenbelegung aller Schalter über die Treibersoftware realisieren lässt. Um die doppelbelegte Funktion zu nutzen, drückt der Anwender den Easy-Shift-Schalter zusammen mit einer anderen Taste, der Treiber führt daraufhin die programmierte Interaktion durch. Für die beiden vorderen Maustasten wäre dies in der Auslieferungsprogrammierung zum Beispiel das vor- und zurückschalten zwischen den Fenstern im Browser.

Alle Taster sind von hoher Qualität und basieren auf der Schalter-Technik der Firma Omron, welche für ihren hohen Technik-Standard bekannt ist. Die Schalter-Mechanik vermittelt einen überaus robusten Eindruck und weißt keine Neigung zum Klappern auf. Der Auslöseweg jeder Taste ist dabei nicht zu lang gewählt und der Druck-Widerstand nicht zu niedrig. Der Klangcharakter ist angenehm dumpf, nicht zu laut aber dennoch schön knackig.

Natürlich vergisst Roccat auch nicht, seine Logos stylisch passend zu platzieren; So befindet sich vorne Links noch das Roccat-Kone Pure-Logo.

Der Herstellerschriftzug und die Modell-Bezeichnung

Oberhalb der Maus sind das Mausrad, sowie zwei DPI-Schalter zu finden. Beim Mausrad gab es wie eingangs erwähnt bei der ersten Kone-Version diverse Probleme mit der Langlebigkeit, berichteten viele Anwender doch von gebrochenen Achsen. Dies hat Roccat durch den Nachfolger, der Kone [+] korrigiert und verwendet nun in der Kone Pure ein mit High-End-Bauteilen bestücktes Titan Wheel, ausgestattet mit der laut Hersteller härtesten Achse die es momentan zu kaufen gibt.

Beim Mausrad handelt es sich um eine 2D-Variante. Dies bedeutet, dass das Rad neben der Scrollfunktion auch als Taste (Rad eindrücken) fungiert. Das Scrollrad verfügt über eine sehr grobe und spürbare Rasterung, die für einige User ein wenig gewöhnungsbedürftig sein könnte. Für die Griffigkeit sorgt des-weilen ein Gummiring, der um das Rad gelegt wurde und damit eine sehr präzise Handhabung des Rads ermöglicht.

Die beiden hinter gelegenen Tasten fungierten als DPI Schalter, mit denen sich die Zeigergeschwindigkeit profilabhängig einstellen lässt. Dies ist sehr praktisch, wenn man vom Spielen zum Bearbeiten eines Bildes wechselt - was bekanntlich detailliertere Bewegungen des Zeigers voraussetzt. Mit dem DPI-Schalter kann zwischen den vorprogrammierten Auflösungsintervallen des Sensors gewechselt werden.

Das Mausrad und die DPI-Tasten

Im hinteren Bereich leuchtet einem das Roccat-Logo entgegen, dass bei Auslieferung auf eine pulsierende Darstellung eingestellt ist. Diese Beleuchtung macht optisch nicht nur einiges her, sondern ist, wie der Rest der Maus auch, wieder auf eigene Geschmacksneigungen einstellbar. So kann der Anwender wählen zwischen der kompletten Deaktivierung, der Dauerbeleuchtung oder das pulsieren des Logos. Darüber hinaus ist es möglich die Farbe durch eine von insgesamt 16,8 Millionen möglichen Farbtönen zu ersetzten.

An der Unterseite ist neben den beiden teflonbeschichteten Gleitauflagen die wichtigste Komponente anzutreffen: dem Sensor. Hier setzt der Hersteller Roccat auf High-Tech-Komponenten und verwendet mit der dritten Generation des Pro Aim R3 Lasersensors das aktuell leistungsstärkste Modell in diesem Anwendungsbereich. Hinter der Roccat-eigenen Namensgebung verbirgt sich der Avago ADNS-9800 mit einer Abtastungsrate zwischen 200 und bis zu 8.200 dpi.

Die Polling-Rate kann hier zwischen 125, 250, 500 und 1.000 Hz reguliert werden. In Kombination mit dem 32-bit großen und 72 MHz starken Turbo Core V2 Prozessors können alle Interaktionen verzögerungsfrei übertragen werden und sorgen damit selbst bei blitzschnellen Bewegungen für ein sehr gutes Tracking und präzises arbeiten.

Auch beim Thema "Lift-Off", was gerade bei günstigen Modellen ein ständiges Problem darstellt, hat Roccat mit der Kone-Pure und der integrierten "Tracking & Distance Control Unit", kurz TDCU, Abhilfe geschaffen. Die TDCU verhindert die gerade in einem Spiel oder bei der Bearbeitung eines Bildes (z.B. beim Freistellen) sehr störenden Zeigersprünge durch das anheben und wieder aufsetzten (Pick-Up-Flight) der Maus beim Nachsetzen.

Der Praxistest

Die ca. 90 Gramm schwere Maus kommt ohne erweiterbare Gewichte daher, was dem einen Anwender wohl gefallen, in Hinblick auf das geringe Gewicht aber auch so manchen anderen Gamer stören kann. Dafür ist die Pure jedoch auch nicht gemacht, denn wer individuelle Gewichtanpassung wünscht, muss zum großen Bruder der XTD wechseln. Die Größe ist hier auch direkt das passende Stichwort: allgemein ist die Maus für kleine bis normale Hände ergonomisch wirklich stimmig und liegt super in der Hand. Durch ihre Leichtigkeit schwebt sie förmlich auf dem Mauspad hin und her, statt zu gleiten. Unser Tester hatte mit einer wohl doch nicht ganz konformen Hand jedoch seine Schwierigkeiten, denn obwohl das Haltungsgefühl gut war, ist der Mausbody einfach zu klein. Die Finger mussten stets angewinkelt bleiben um einen sauberen Griff zu haben. Beschwerdefreies Arbeiten über einen längeren Zeitraum ist damit natürlich nicht möglich.

Die Kone Pure im Test

Tester Nummer zwei mit den "normalen" Händen hatte hier weniger Probleme. Allgemein raten wir dazu, eine Maus nicht einfach im Internet zu bestellen, sondern sich im Elektronikhandel des Vertrauens jeden Nager durch Anfassen und Bewegen intensiv anzuschauen und das Handling zu prüfen. Nur so lässt sich feststellen ob die Maus auch für die eigene Hand wirklich das passende Modell darstellt.

Im weiteren Testverlauf haben wir die Maus natürlich über mehrere Stunden durch diverse PC-Spielen gejagt und parallel dazu ein Testbild bearbeitet. Bei "Call of Duty: Black Ops 2", sowie dem sehr mausintensiven Ego-Shooter "Sniper Elite V2" hat sich die Roccat sehr bewährt. Mit der Veränderung der Abtastungs- und Pollingrate ließ sich das Spielverhalten der Maus situationsabhängig zu jeder Zeit anpassen. Positiv hervorzuheben ist hier auch die gute TDCU-Einheit, welche auch beim Anheben und wieder Aufsetzen der Maus ihre Qualität beim Stabilisieren des Mauszeigers offenbarte. Im Gamingtest haben wir keine Schwächen der Pure entdecken können und wechselten so natürlich direkt ins nächste Testszenario: dem manuellen Freistellen einzelner Elemente eines komplexen Bildes (in diesem Fall eine Mosaik-Grafik).

Das Bearbeitungs-Testbild

Die Roccat Kone Pure leistete sich auch hier keine Schwächen, abermals zeigte sich gerade in diesem Szenario die individuell einstellbaren und auf dem internen 576 kB großen RAM gespeicherten Profile, zwischen denen man hin- und herschalten kann, als sehr nützlich.

Oberflächentest:
Da nicht alle User die gleiche Oberfläche verwenden, muss eine Maus möglichst universell einsetzbar sein und auch bei einer Vielzahl an Belegen noch voll und fehlerfrei funktionieren. Aus diesem Grund haben wir die Kone Pure auf den folgenden Unterlagen getestet:

  • Plastik
  • Stoff (fein)
  • Stoff (rau)
  • Marmor
  • Teppich
  • Hosenbein (Jeans)
  • Holz (Parkett)
  • Glas

Auf allen Oberflächen, abgesehen vom rauen Stoff, funktionierte die Kone Pure ohne Anlass zum Tadel. Auf dem sehr rauen Stoff hingegen, konnte man in zwar sehr seltenen, aber eben vorkommenden Momenten kleine Zeigersprünge bemerken, die wohl dem Wechsel der Strukturtiefe geschuldet ist. Zur Verteidigung muss man jedoch sagen, dass gerade das Gleiten auf diesem Stoff eh kaum möglich ist und eine Verwendung dessen wohl eher eine Seltenheit bleibt. Klasse fanden wir indes aber, dass auch auf unserem Oberschenkel, der ja bekanntlich und anatomisch bedingt eine Rundung aufweist, die Roccat Kone Pure sich keine Schnitzer erlaubte und anstandslos ihren Dienst verrichtete. Sehr schön!

Ebenfalls als sehr gut empfinden wir die Länge des mit Textil-Sleeve ummantelten Anschluss-Kabels von rund 1,8 Metern. Es ist dadurch nicht nur vor Beschädigungen geschützt, sondern macht qualitativ ein wertiges Gefühl.

Die Software und Treiber

Wie heutzutage eigentlich jede Maus, so ist auch die Kone Pure direkt nach dem Einstecken des USB Steckers über Plug'n'Play direkt zu verwenden, verfügt der Nager doch über bereits vordefinierte Einstellungsprofile auf dem internen Speicher. Bei einem Preis von über 60 Euro wäre es aber vollkommen sinnlos sich eine so variierbare Maus anzuschaffen, wenn man dann nicht auch den Nutzen der Konfigurierung an die eigenen Bedürfnisse für sich beanspruchen würde.

Aus diesem Grund ist jeden der Download des Treibers mehr als nur nahzulegen, da nur so das volle Potenzial der Maus überhaupt genutzt werden kann. Dazu ist es notwendig die Webseite des Herstellers zu besuchen und sich die ca. 25 Megabyte große Softwaredatei herunterzuladen. Nach dem Setup vollzog der Treiber zunächst ein Update unserer Maus-Firmware. Erst anschließend, nachdem wir die Maus auf Aufforderung auch nochmal ab- und wieder angesteckt hatten, konnte die Software geöffnet werden. Dazu befindet sich im Tray der Taskleiste (bei der Uhr) eine kleine Grafik, die den Treiber per Doppelklick lädt.

Das Interface ist komplett in Englisch, verfügt jedoch über mehrsprachige Hovertexte unten links in der Statusleiste des Programmes. Bewegt man die Maus über die Funktionen und Eigenschaften, so erhält man in der Leiste unten die Übersetzung und Funktions-Beschreibung direkt angezeigt. Wir hätten uns jedoch ein multilinguales Interface gewünscht, dass die Texte direkt an deren Anzeigestelle in übersetzter Form anzeigen. So wird die Einrichtung zum Hin und Her der Augenbewegung, wenn man der englischen Sprache nicht mächtig sein sollte.

Beim Hauptfenster lässt sich die allgemeine Zeiger- und Scrollradgeschwindigkeit, sowie die Abtastungsrate "DPI" in fünf separaten DPI-Profilen festlegen - alles in einer Spanne zwischen 200 und 8200 DPI. Darüber hinaus kann an dieser Stelle der Nutzer auch fünf Speicherprofile festlegen und auf die Maus übertragen, die jeweils alle vergebenen Einstellungen beinhalten. Des weiteren kann eines der Profile als sogenanntes WindowsProfile festgelegt werden, dass zum Beispiel nach dem Schließen eines PC-Spiels geladen wird. Sehr praktisch, wie wir finden.

Unter dem Reiternamen "Button Assignment" verbirgt sich die Konfiguration der voll anpassbaren Tasten, zusammen mit der bereits vorgestellten Easy-Shift-Technologie, die eine Verdopplung der Tastenbelegung ermöglicht. Diese lässt sich sowohl auf den vorderen, als auch auf den hinteren der beiden seitlich angebrachten Tasten programmieren. Eine praktische Linienbildung beim Überfahren mit der Maus erleichtert hier die Einstellung. An dieser Stelle ist zudem der Macro-Manager angesiedelt, welcher direkt eine Vorauswahl an bekannten Spielen bietet.

Der Reiter "Advanced control" bietet die Einstellungen der TDCU und weiteren Funktionen wie z.B. das Soundfeedback, welches Umschaltvorgänge der Einstellung später durch eine Audio-Ansage ankündigt. An dieser Stelle ist nach der Änderung der Distance- oder Tracking-Einstellung auch eine Kalibrierung der Maus möglich. Um die für sich beste Konfigurierung zu finden, ist ein ausgiebiger Test und mehrere Versuche inklusive Kalibrierung notwendig und auch anzuraten. Dennoch sind alle Schritte logisch und übersichtlich aufgebaut und darüber hinaus ausreichend in der Übersetzung erklärt.

Beim Fenster "Color Control" kann man, wie der Name schon vermuten lässt, das Farbschema der Maus bearbeiten. Um die Einstellung zum Test zu übernehmen genügt ein Klick auf "Apply" und die Farbdarstellung des leuchtenden Logos auf der Maus erscheint in der gewählten Konfiguration.

Der Reiter "R.A.D" bietet eine Statistikfunktion der Kone Pure und belohnt eifrige User mit Trophäen, welche in der Roccat-Community getauscht werden können. Ein nettes Gimmick, aber für die wenigsten User interessant.

Anders sieht es hier beim Reiter "Update/Support" aus, der neben einem direkten Downloadlink zum aktuell verfügbaren und neuesten Treiber auch die gerade installiere Version samt Firmware-Daten anzeigt. Darüber hinaus geht es bei Problemen oder Fragen über einen Mausklick zum Roccat-Online-Support.

Mario Kramer meint …

Mario Kramer

Als allgemeiner Tierfreund haben wir den kleinen Nager Roccat Kone Pure in den letzten Tagen intensive Tests vollziehen lassen und finden die Maus für den einfachen Anwender als auch den Hobby-Gamers mehr als geeignet. Ein wenig enttäuschend ist an dieser Stelle jedoch der recht hohe Kaufpreis von knapp 60 Euro, so gibt es doch vergleichbaren Funktionsumfang schon für das gleiche Geld bei der Konkurrenz, z.B. mit der Cooler Master CM Storm Sentinel Advance II für gerade einmal gute 50 Taler. Nichts destotrotz kann die Kone Pure mit sehr guter Verarbeitung, einem reichhaltigen Funktionsumfang und wirklich mächtiger Software aufwarten. Die Vielfalt der individuell einstellbaren Funktionen, samt dem Speichern in bis zu fünf Profilen lassen das passende Setup zu fast jeder Anwendungssituation präsent sein. Der Body ist für kleine bis normale Hände sehr gut geeignet und liegt sehr angenehm in der Hand, auch wenn speziell Linkshänder hier wieder das Nachsehen haben müssen, da diese Maus nur für Rechtshänder zu bekommen ist.

Für das leichte Handling sorgen natürlich nicht nur das geringe Gewicht von gerade einmal ca. 90 Gramm, sondern auch die teflonbeschichteten Auflageflächen, welche auf so gut wie jedem von uns getestetem Untergrund brillieren konnten. Mit dem textilummantelten Kabel ist man was Kabelbeschädigungen anbelangt auf der sicheren Seite und auch die Länge ist mit 1,8 Metern akzeptabel.

Probleme bekommen jedoch Leute mit großen Händen, die aufgrund der großzügigeren Abmaße besser zur Kone XTD greifen sollten, da eine lange Verwendung der Kone Pure mit Scherzen im Handrücken quittiert wird. Der Grund ist hier natürlich die unbequeme Fingerstellung, welche ein entspanntes Arbeiten mit der Maus nicht ermöglicht. Erwähnen wollen wir aber, dass dies kein Negativkriterium ist, denn wir finden es wichtig, dass gerade Eingabegeräte mit langer Benutzungsdauer so perfekt wie nur möglich an den Anwender angepasst sein sollten. Da jeder Mensch nun mal nicht gleich groß ist und auch nicht die gleichen Maße der Hand hat, sind eben verschiedene Ausführungen der Mäuse von Nöten.

Trotz des etwas hohen Kaufpreises, macht Roccat mit der Kone Pure sehr vieles richtig und bringt einen würdigen Nachfolger der bekannte Kone [+]-Maus auf den Markt. Technisch befindet sich die Maus auf einem sehr hohen Level und hängt alleine durch den High-End-Sensor einen Großteil der Konkurrenten um Längen ab - dennoch sollte das Gesamtpaket preis- und leistungstechnisch stimmen, was hier leider nicht zu hundert Prozent erreicht werden konnte. Aus diesem Grund erhält die Kone Pure auch "nur" unseren PL-Award in "gut", sowie den Tech-Check-Award in "sehr gut" für die verbaute Technik. Zusammengenommen ein dennoch sehr zufriedenstellendes Ergebnis und eine Empfehlung an alle interessierten Anwender, sich die Maus im Elektrofachhandel des Vertrauens mal genauer anzuschauen.

  • Positiv
  • Tolles Design
  • Perfekte Lasertechnik
  • Umfangreiche und individuell anpassbare Funktionsausstattung
  • Einfache, aber vielfältige Softwarelösung
  • Geringes Gewicht
  • Hohe Oberflächenkompatibilität
  • Neutral
  • Negativ
  • Recht hoher Kaufpreis
  • Softwareinterface nur in Englisch

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