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Tech-Review.de

  • Dienstag, 14. Juli 2020
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Func HS-260

Func HS-260: Ein für Gaming optimiertes Headset im Test!

Der Hersteller Func hat nach dem Neustart der Firma vor zwei Jahren sein Portfolio komplett entrümpelt und so nach und nach die eigenen Produkte neu entwickelt bzw. aufwendig optimiert. Herausgekommen ist Peripherie für den auf Qualität und Funktion achtenden Anwender. Neben der Sparte der Mauspads folgten daher zwei Mäuse, eine mechanische Tastatur und nun mit dem HS-260 ein speziell für Gamer konzipiertes Headset. Das bereits auf der Computex 2013 vorgestellte Headset schließt damit die Ausstattungslücke im Portfolio des Herstellers. Func bietet damit jedem interessierten Gamer nun ein komplettes Peripherie-Set, gefertigt und geliefert aus einer Hand - bestehend dabei aus Maus, Mauspad, Tastatur und Headset.

Natürlich werden sich einige User über das geringe Produktangebot der Firma Func wundern, jedoch vertritt der Hersteller seit seiner Neuausrichtung die Philosophie, eher mit Qualität anstatt Quantität zu punkten. Die Produkte werden daher so lange weiterentwickelt, bis ein gewisser Grad an Perfektion erreicht wurde, sodass sich der Hersteller schließlich für den Verkaufsstart entscheidet. Die Geräte sind dabei jedoch nicht einfach überteuert, sondern reihen sich preislich oftmals im unteren Mittelfeld ein. Notwendig und eine gute Entscheidung wie wir finden, denn die Firma bietet keinen Schnickschnack mit bunten und grellen LEDs, sondern schlicht designte und auf Funktionalität ausgelegte Modelle, die an den wichtigen Sollstellen mit besonders guter Material- und Verarbeitungsqualität aufwarten können. Von diesem erfolgreich eingelöstem Qualitätsversprechen konnten wir uns nach drei Testberichten in der Vergangenheit zu den Produkten von Func bereits selbst überzeugen.

Das HS-260 bietet für einen Kaufpreis von aktuell rund 60 Euro nicht nur reine Headset-Funktionalität, sondern verfügt darüber hinaus über praktische Features wie die intuitive Steuerung, das abnehmbare Mikrofon oder die zwei verschiedenen sowie wechselbaren Varianten der Ohrmuschelpolster. Alles ausgelegt auf Benutzer, welche auch nach einer langen Gaming-Session das Headset ohne Ohrenschmerzen tragen möchten. Natürlich, oder besser gesagt speziell die Klangwiedergabe ist bei potentiellen Anwendern eines der wichtigsten Entscheidungsfaktoren für einen Kauf so eines Produktes. An dieser Stelle muss das Headset natürlich punkten. Der Hersteller selbst bewirbt das Modell als multi-funktionales Gaming-Headset - ob es hält was es verspricht, klären wir für Euch auf den nächsten Seiten.

Verpackung / Lieferumfang

Der Hersteller Func liefert dem Kunden das Headset in einem strahlend-weißen Karton samt Vorschaufenster aus. Die Front enthält dabei nur eine dezente Abbildung der Ohrmuscheln und trägt darüber hinaus den Firmen- sowie den Produktnamen. Auf der Rückseite hat Func die Kernfeatures des HS-260 abgebildet, allerdings nur in englischer Sprache. Auf der Innenseite des Vorschaufensters sind jene Features noch ein weiteres Mal dargestellt, jetzt allerdings in vier verschiedenen Sprachen. Dazu kommen (wieder nur in Englisch) eine kleine Firmendarstellung und die technischen Details des Headsets.

Beim Lieferumfang haben wir nichts zu meckern, sind sogar eher ein wenig beeindruckt wie sorgfältig das Headset hier verpackt wurde. Zunächst liegt das HS-260 in einer mit einem Flausch bedeckten Schale, um gegen Kratzer oder ähnliche Einflüsse geschützt zu sein. Diese Einlegeschale enthält auf der weichen Seite das Headset selbst sowie das abnehmbare Mikrofon. Im Hohlraum der Rückseite sind des Weiteren zwei Schachtelelemente integriert, worin sich das zweite Set Ohrenpolster aus Kunstleder befindet, als auch das drei Meter lange Anschlusskabel. Weiter findet man noch ein „Product Manual“, also die Bedienungsanleitung, indem neben einer Registrierungskarte (mit der Größe einer normalen Chipkarte) auf Englisch die wichtigsten Funktionen des Headsets abgebildet sind. Auch ein Frequenzverlaufsdiagramm aus Funcs-eigener Labormessung ist im Handbuch aufgelistet. Wir hätten uns gewünscht, wie schon bei den Tests der anderen Func-Produkte, dass diese Anleitungen mehrsprachig wären. Hier befinden sich nämlich viele Fachwörter, welche einem englisch-fremden Anwender die Fragezeichen auf die Stirn malen können.

  • HS-260 Headset
  • Kurzanleitung
  • Mikrofon
  • Textilummanteltes Kabel
  • Kunstleder-Ohrmuscheln
Der Umfangreiche Lieferumfang

Technische Daten

Hersteller 448 x 198 x 33 mm
Modellbezeichnung Func HS-260
Treiber 50 mm Neodym
Frequenzbereich 20 Hz - 20 KHz
Schallpegel (Peak) ca 101 dB(A)
Impedanz 32 Ohm
Mikrofon omnidirektional (Kugelcharakteristik), eräuschunterdrückungssystem
Anschluss 2x 3,5 mm Klinke
Gewicht Headset: 351 g
Mikrofon: 9 g
Komplett: 360 g
Kabellänge 3 m, textilummantelt
Maße 180x105x194 mm
Preis ~ 60 €
Garantie 2 Jahre (Hersteller) ab Kaufdatum
Hersteller Func
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HS-260 im Detail

Bei dem Headset handelt es sich eigentlich eher um einen Kopfhörer mit der Option ein Mikrofon anzuschließen - es kann also auch als solches ohne Mikrofon verwendet werden. Optisch betrachtet wirkt das HS-260 sehr hochwertig, aber dezent im Design. Der Kopfbügel ist an der Außenseite mit einer pulverähnlichen Anthrazitlackierung versehen, während die Unterseite des Bügels mit dem schwarzen Kopfpolster sowie den links und rechts befindlichen Chromleisten den notwendigen Kontrast dazu herstellen. Das Polster besteht aus einem angenehm weichen Schaumstoff und ist mit gelöchertem Kunstleder überzogen worden. Das hat den Vorteil, dass einerseits nicht nur dem Schwitzen an dieser Stelle vorgebeugt wird, sondern eine Reinigung des Polsters auch kein Problem darstellen dürfte. Die Einstellelemente der Kopfgröße sind ebenfalls in Anthrazit gehalten, hier jedoch weniger "gepulvert" und dadurch auch heller in ihrer Farbgebung.

Beim Korpus der Ohrmuscheln setzt der Hersteller Func auf eine matte Softtouch-Oberfläche, welche zwar sehr toll auszusehen vermag, aber Fingerabdrücke wunderbar abbildet. Wer schon immer seinen eigenen Abdruck erkunden wollte, kann sich hier auslassen. Im Zuge dessen sieht das Material nach einiger Verwendung leider nicht mehr so toll aus, was den Wunsch nach einem Microfasertuch im Lieferumfang aufkeimen lässt. Damit würde man die eigenen "Patscher" bequem und fusselfrei wieder entfernen können. Ab Werk tragen die Ohrmuscheln einen Velour-Bezug, der sich durch die im Lieferumfang befindliche Kunstleder-Variante tauschen lässt. Auch wenn der Wechsel ein wenig fummelig ist, geht der Tausch doch relativ schnell vonstatten.

Von außen betrachtet sieht man bei den Korpussen die mit einem chromierten Rand und Pianolack-Elementen verzierten 50 mm Neodym-Treiber, welche darüber hinaus noch ein schönes Lochraster aufweisen. Von innen wird der Blick auf den Treiber durch ein in dem Stoff eingelassenem Func-Logo verwehrt, was allerdings wirklich detailliert ausgearbeitet wirkt. Der jeweilige Korpus an sich ist seitlich mit einem kleinen Scharnier versehen, sodass sich die Ohrmuschel in der horizontalen Drehrichtung für einen kleinen Radius bewegen lässt. Hierdurch passt sich das Headset beim Tragen noch ein Stück weit besser dem Kopf des Anwenders an - womit unnötige Druckentwicklung Einhalt geboten wird.

Die Lautstärkeregelung findet über ein kleines, stufenloses Wahlrad direkt am Korpus einer Ohrmuschel statt. Da das Headset keine Tragerichtung vorgibt, kann diese Regelung entweder vorne Rechts oder hinten Links positioniert sein (je nach Tragerichtung). Am Anfang benötigt es jedoch immer noch ein wenig Eingewöhnungszeit, um diese Steuerung auch während der Nutzung wiederzufinden. Nach einigen Stunden allerdings lässt sich das Lautstärke-Rad problemlos und zielgerichtet ertasten, was einer fixen Einstellung damit nichts mehr im Wege stehen lässt.

Die Lautstärkeregelung

Beim Mikrofon handelt es sich um eine zwölf Zentimeter lange und flexible Version zum Einstecken (per 3,5mm Klinkenstecker), welche zudem über einen direkten "Mute"-Schalter verfügt. In Bezug der Richtcharakteristik kommt eine omnidirektionale (Kugelcharakteristik) Mikrofon-Variante zum Einsatz, welche für Stereoaufnahmen sehr gut geeignet ist. Um die Aufnahme von nervigen Stör- oder Nebengeräuschen zu schützen, sind die Ausschnitte für den Schalleingang auf einer Seite entsprechend groß gestaltet (zum Mund hin gerichtet). Auf der gegenüberliegenden Seite ist nur ein kleines Loch vorhanden, was lediglich einen ganz kleinen Teil des Außenschalls ins Mikrofongehäuse lässt. Dennoch verfügt das HS-260 über einen Störfilter, der ungewollte Nebengeräusche oder das bekannte Grundrauschen rausfiltern soll. Ob das klappt werden wir in der Testaufnahme überprüfen. So praktisch die abnehmbare Variante des Mikrofons auch ist, genauso stellt es gleichermaßen ein erhöhtes Risiko dar, das Mikrofon zu verlegen oder sogar ganz zu verlieren. Im Umkehrschluss ist aber das Headset einfacher zu transportieren, da man nicht die Angst haben muss das Mikrofon zum Beispiel im Rucksack oder dem Koffer abzubrechen.

Das Kabel kann genau wie das Mikrofon auf beiden Seiten des Headsets eingesteckt werden. Mit seiner Länge von gut drei Metern ist es angenehm zu handhaben und durch die Textilummantelung gegen Beschädigung geschützt. Das einzig Negative hierbei ist die fehlende Kennzeichnung der beiden Anschluss-Stecker für Mikrofon und Kopfhörer zum PC hin. Seitlich tragen beide Stecker nur das "Func"-Logo und einen gleichfarbigen, orangefarbenen Ring. Steckt man den falschen Stecker in die Lautsprecherbuchse am PC, bleibt das Headset stumm. Das hätte nochmal durch kleine Piktogramme direkt an den Anschluss-Steckern besser dargestellt werden müssen.

Tragekomfort

Das Headset an sich ist sehr wuchtig und fühlt sich auch schwerer an, als andere Konkurrenzmodelle. Was sich anhört wie ein Nachteil ist jedoch keines - wie wir finden. Denn es wirkt dadurch besonders stabil und wertig. Dazu kommt, dass es sich beim HS-260 um ein ganzheitlich ohrumschließendes Modell handelt, das auch für größere Ohrmuscheln zu verwenden ist. Durch die Schubeinstellung am Bügel lässt sich dieser je Seite um ca. 3,5 cm verstellen - Menschen mit einem großen Melonenkopf werden also auch ihre Freude an dem Headset haben. Der Tragekomfort ist sehr hoch und auch nach Stunden kommt kein unangenehmes Tragegefühl auf. Der seitliche Druck auf die Ohren ist so gering gehalten, dass man sich nicht eingeengt fühlt, aber stark genug um die Außengeräusche fern zu halten.

Auf der nächsten Seite schauen wir uns dann mal die Tonqualität an, sowohl was die Nutzung in Spielen anbelangt, als auch die Verwendung als Kopfhörer für Musik und Film. Darüber hinaus überprüfen wir den maximalen Schalldruck, denn auch hier gibt es Richtlinien die vom Hersteller einzuhalten sind - im Sinne der Gesundheit des Anwenders.

Hinweis:

Wir haben alle folgenden Abschnitte sowohl mit dem Ohrpolster aus Velours als auch mit der Kunstleder-Variante durchgeführt und müssen hier vorgreifend ganz klar sagen, dass die Wahrnehmung der Töne mit den Leder-Muscheln viel ausgeprägter und stimmiger ist. Es gehen einfach weniger Töne nach Außen verloren oder werden von Außengeräuschen beeinflusst. Die Velours-Muscheln lassen sich subjektiv zwar angenehmer tragen, allerdings ist die Außenabschirmung nicht perfekt.

Praxistest Spiele

Spiele-Header

Das Hauptanwendungsgebiet ist von Seiten des Herstellers auf die Verwendung bei PC-Spielen ausgelegt, weshalb die meisten Konkurrenzprodukte die Tonoptimierung genau auf diesen Bereich hin ausführen. Das Headset musste in unserem Test eine intensive Spielesession durch Battlefield, Call-of-Duty, Medal of Honor sowie auch FarCry 2 über sich ergehen lassen, wobei wir die Wiedergabe der Soundeffekte, der Sprache sowie die räumliche Wahrnehmung überprüft haben. In dieser Disziplin konnte das HS-260 mit einer sehr guten Detaildarstellung trumpfen, wirkte jedoch in tiefen sowie höheren Bassregion des häufigeren mal ein wenig zu präsent. Die Mitten sowie die Hochtöne konnten sehr gut herausgebildet werden, was ein sehr angenehmes Klangbild erzeugte. Andere Headsets haben in diesem Szenario gerne mal zu basslastig abgeschnitten, was sich zwar im Spielgeschehen bei explodierenden Granaten spannender anhört, jedoch die Details verwischen lässt. Beim HS-260 bekommt man eher den Eindruck, es handle sich um einen mittelpreisigen Stereo-Kopfhörer als um ein Headset. Auch kleine Dinge wie z.B. die Aufprallgeräusche von geworfenen Handgranaten waren wirklich gut zu hören. Annähernde Gegner sind schnell auszumachen. Raum- oder Schallklänge wurden wahrheitsgetreu wiedergegeben und erzeugen ein sehr gutes Klangerlebnis. Hier haben wir nichts zu meckern.

Praxistest Musik

Musik-Header

Wir verwenden verschiedene wav.-Dateien rein für die Basswiedergabe. Ziel dieser Tests war es zu überprüfen, ob das Headset den hohen Bassdruck ohne ein störendes klirren und zerren wiedergeben kann - und dies auch bei voll aufgedrehter Lautstärke. Das Ergebnis war mehr als zufriedenstellend. Das Headset konnte die Kombination verschiedenster Bassstufen- sowie dessen Variationen ohne ein Auftreten von merklichen Tonverfälschungen oder dem gerade bei sehr tiefen Basstönen bekannten "klirren" abspielen und erzeugte im vollen Umfang ein schönes Sounderlebnis. Die Bässe wurden mit Ausnahme des reduzierten Tiefenbasses sauber produziert und klangen auch keineswegs dumpf oder "unwirklich". Nicht so gut schaffte das Headset die eben angesprochenen sehr tiefen Bässe, das letzte bisschen Darstellung in diesem Bereich fehlte leider, weshalb einige Techno- oder Rocklieder an dieser Stelle den gewissen "Bumms" genommen wurde.

Als nächste Teststufe haben wir uns dann verschiedene Songs angehört, wie z.B. vom Interpreten Van Halen und seinem Titel "Top Gun Theme", mit denen die Klangqualität beurteilt werden konnte. Da es sich bei diesen Songs nicht um irgendwelche Lieder handelt, sondern um Dateien mit unterschiedlichen Streich-, Schlag- und Zupfinstrumenten, sowie verschiedene Geräuschen aus Elektronik, Stimme und andere Soundeffekte, lässt sich die klangetreue Wiedergabe sehr gut überprüfen. An dieser Stelle hat sich das Headset keine Schwäche erlaubt. Die Mitten und Höhen sind sauber und sehr detailliert abgebildet worden, was sich besonders bei der klassischen Musik oder zum Beispiel beim Abspielen eines Gewitters mit Donner zeigte. Selbst kleinste Geräusche oder gar geringer Hall konnte sehr sauber wahrgenommen werden.

Praxistest Filme

Filmtest-Header

Um die Qualität der Soundwiedergabe von Filmen zu bewerten, haben wir uns unter anderem die Filme "Star Trek – Into Darkness" sowie "Alien vs. Predators" auf den Bildschirm geholt. Gerade beim zweitgenannten Film gibt es diverse Szenen, die eine gute Soundkulisse voraussetzen, damit die Spannung an der Stelle auch beim Betrachter ankommt und Gänsehautfeeling erzeugt. Das HS-260-Headset konnte in diesem Test mit eigentlich sehr guten Ergebnissen prämieren, nur leider war auch an dieser Stelle wieder der zu schwach ausgeprägte Tiefenbass wahrzunehmen – oder eher zu vermissen. Der Vorteil eines aber nicht zu basslastigen Kopfhörers ist es jedoch auch, dass das Risiko eines verschwimmen der verschiedenen Tönen nicht so akut und eher unwahrscheinlich ist. In den Mitten lieferte das HS-260 eine sehr gute Leistung ab. Die Sprache der Darsteller war auch in hitzigen Situationen kristallklar zu verstehen und wir wurden zu keiner Zeit beim Sound wirklich enttäuscht.

Sprachqualität

Sprachqualität-Header

Ein Headset kommt meist bei Skype- oder Multiplayeraktionen zum Einsatz und da diese Soundpakete von den Programmen oder auch in Online-Games komprimiert werden, haben wir uns im Test auf eine Aufnahme mit dem Windows-Recorder sowie auf einige Skype- und Multiplayersessions beschränkt. Des Weiteren haben wir eine Vergleichsaufnahme mit einem semi-professionellen Studio-Mikrofon der Firma Blue Microphones des Typs Yeti (demnächst im Test bei uns) gemacht und beide Aufnahmen eines Beispielzitates gegenübergestellt.

Vergleichsaufnahmen:
Creative SB "Inferno"
Func HS-260
Blue Microphones Yeti
Cooler Master Masterpulse

Hier ist sehr schön herauszuhören, dass das Mikrofon des Headsets beim Thema Grundrauschen nicht perfekt arbeitet, aber die Stimme dennoch präzise und klar verständlich aufgenommen wird. Weitere Nebengeräusche, zum Beispiel des PCs im Hintergrund sind herausgefiltert und nicht mehr wahrzunehmen. Ein häufig bei Headset-Mikrofonen auftretendes "Poff", also ein durch das Atmen erzeugter Stör-Ton, trat nicht auf. Insoweit ist die Aufnahmequalität nicht überragend, aber auch nicht schlecht. Andere Headsets der Konkurrenz haben schon schlechtere Ergebnisse im Alltag präsentiert.

Anmerkung des Redakteurs: "Ich bin kein Radiomoderator, deswegen mag man mir die eventuell nicht ganz perfekte Vorleseleistung verzeihen".

Leistungsbewertung

Da wir natürlich auch die Gesundheit unserer Lesergemeinschaft nicht außer Acht lassen wollten, haben wir die maximale dB-Leistung mit einem Schallpegelmessgerät im Realbetrieb gemessen.

Dass es sich hierbei um einen nicht unwichtigen Test handelt zeigt die Tatsache, dass eine Beschallung des Trommelfells über einen längeren Zeitraum (z.B. täglich 8 Std.) bereits bei 90 dB Gehörschäden hervorruft. Ein startender Düsen-Jet im Abstand von 100 m erzeugt einen Schalldruck von 110-140 dB und bereits bei einer kurzfristigen Einwirkung von einer Quelle mit 120 dB verursacht einen irreparablen Gehörschaden, welcher nicht direkt merkbar sein muss, aber Langzeitschäden verursachen kann. Die Schmerzgrenze eines Menschen ist bei 134 dB erreicht.

Leider gibt der Hersteller keinerlei Informationen über den maximalen Schallpegel bekannt, daher kann der Anwender hier vorab keine Angaben zu erfahren. Um praxisnahe Werte zu erhalten, haben wir die verschiedenen Songs und Töne in voller Lautstärke abspielen lassen und das Messgerät genau zwischen die Lautsprecher platziert.

Egal welche Sounddatei wir auch nutzten und was für extreme Geräuschkulisse aus den Lautsprechern des Func-Brüllers kam, der maximale von uns mehrfach gemessene Wert ist 100,9 dB(A) und damit schon ziemlich hoch, allerdings noch weit entfernt von den sehr gefährlichen Werten - auf Dauer aber keinesfalls zu empfehlen.

Unsere Schallpegelmessung

Auf der nächsten Seite kommen wir zum abschließenden Fazit.

Bild Musik © Katharina Hopp | Bild Film © Rainer Sturm | Bild Sprache © Cornelia Menichelli | @pixelio.de

Mario Kramer meint …

Mario Kramer

Das Headset hat sich in unserem umfangreichen Test sehr gut darstellen können. Die Verarbeitung ist auf einem sehr guten Niveau und auch bei der Optik hat der Hersteller Func seine fähigen Designer ans Werk gelassen. Mit Hilfe der verschiedenen Einstellmöglichkeiten und den beiden Ohrmuschel-Sets ist das HS-260 sehr angenehm zu tragen - auch nach mehreren Stunden treten keine Ermüdungserscheinungen oder gar Druckstellen auf. Lediglich bei der Wahl zu den Ohrmuscheln aus Kunstleder kann es gerade im Sommer oder in warmen Räumen schon mal schwitzig werden. Ihr Vorteil liegt jedoch in der deutlich besseren Schallabschattung nach außen hin. Dadurch ist die Tonwiedergabe ungestört und nervige Außengeräusche werden minimiert oder sogar total verhindert.

Beim Thema Tonwiedergabe leistet sich das Headset kaum Schwächen, lediglich die Wiedergabe von niedrigen und sehr kräftigen Bässen scheint nicht die Paradedisziplin des HS-260 zu sein. In allen anderen Tonlagen kann sich der Stereo-Kopfhörer mit optionalem Mikrofon, wie wir ihn eher bezeichnen würden, sowohl im Bereich der Spiele, der Musik und auch des Filmes sehr gut aufstellen und sogar mit höherpreisigen Mittelklasse-Produkten mithalten. Das Mikrofon oder allgemein die Sprachaufzeichnung ist nicht perfekt, aber reißt die Bewertung auch nicht in den Keller. Die Sprache ist stets klar verständlich und wird ihn ihrer Wiedergabe auch nicht sonderlich verfälscht.

Um der individuellen Verwendung nicht im Wege zu stehen, lässt sich das HS-260 von beiden Seiten aufsetzen, dass entsprechende Kabel oder das Mikrofon kann hier ebenfalls in beide der vorhandenen Klinkenbuchsen eingesteckt werden. Apropos Kabel: Gäbe es bei den zum PC hin gerichteten Steckern noch eine Farbcodierung oder aber ein geeignetes Piktogramm, würde man sich beim Einstecken in die PC-Buchsen wohl nicht hin und wieder vertun und somit die Wiedergabe von Musik verhindern. Klar, dieses Problem ist durch schnelles wechseln der Stecker fix gelöst, dennoch bleibt es ein unnötiger Arbeitsschritt.

Mit einem Preis von rund 60 Euro hat Func hier ein grundsolides Headset geschaffen, dass unter den Gesichtspunkten "Gaming" durchaus zu brillieren weiß, allerdings seine Schwächen im tiefen Bass-Bereich findet - was eben einen entsprechenden "Bumms" in einigen Situationen vermissen lässt. Nichtsdestotrotz hat sich das Headset als ein für den Preis sehr gutes Produkt gezeigt und einer Empfehlung unsererseits steht hier nichts im Wege.

  • Positiv
  • Sehr guter Sound
  • Ausreichend bis gute Qualität von Tonaufnahmen
  • Optisch sehr ansprechend
  • Gute Qualität der Materialien
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Kabel ausreichend Lang und textilummantelt
  • Weiche Polster und gute Ergonomie-Anpassung an den Kopf des Trägers
  • Guter Preis
  • Neutral
  • Negativ
  • Leichte Schwächen im Bass-Bereich
  • Aufnahme über das Mikrofon nicht Rauschfrei
  • Softtouch-Oberfläche sehr empfindlich für Fingerabdrücke

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