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Tech-Review.de

  • Montag, 28. September 2020
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Fünf Wasserkühler im RoundUp-Test

Fünf Wasserkühler im RoundUp-Test: Wasser marsch

Einleitung und Testweisen

Eine Wasserkühlung soll vor allem Kühlen, aber auch optisch soll sie einiges hermachen. Das Wichtigste, also die Kühlung, hängt relativ stark von den verwendeten Kühlern ab. Hier bemerkt man recht schnell diverse Unterschiede - der eine Kühler hat bereits Anschlüsse, der andere nicht. In den Kühlern sieht es nicht anders aus. Bei dem einen Produkt hat man eine feine Struktur, in dem anderen findet man eine merklich gröbere Struktur. Da stellt sich natürlich die Frage: „Was ist der beste Kühler für mich?“ oder „Welchen Kühler soll ich nehmen?“. Diese Fragen lassen sich nicht so einfach beantworten, da gerade der Markt für CPU-Kühler sehr hart umkämpft ist. Jeder Hersteller hat hier seine eigene Kühlerstruktur, welche sich von der Konkurrenz abheben soll. Weiterhin sind die Temperatur-Unterschiede nicht so groß, sodass viele andere Dinge letztlich die Kühler unterscheiden und differenzieren werden.

Getestete Kühler:

  • Cuplex Kryos HF
  • Phobya UC1 Extreme
  • Swiftech Apogee HD
  • Alphacool NexXxoS XP3 Light
  • Koolance CPU 370SI Kühler

Wir wollen also in diesen Roundup herausfinden, welcher Kühler nun die meiste Wärme von der CPU aufnimmt und abtransportiert, sowie das in unseren Augen beste Gesamt-Paket bildet. Daher haben wir uns die am meisten verbreiteten Kühler in die Redaktion geholt, um sie einmal miteinander zu vergleichen und durch zu testen. Somit wünschen wir euch also viel Spaß beim Lesen unseres CPU-Kühler Roundups.

Testweise 1

In diesem Roundup testen wir alle Kühler mit einem Intel-System (Sockel 1555) getestet. Die Temperaturen lassen sich nur bedingt mit anderen Sockeln vergleichen, da man eben bauartbedingt keinen i7 mit einem AMD 1090t vergleichen kann. Allerdings lassen sich die Temperatur-Unterschiede innerhalb eines Sockels gegeneinander aufwiegen, worauf sich dann Rückschlüsse auf eine andere CPU ziehen lassen. Zur Erklärung: Wenn also beispielsweise der Kühler A die CPU um 2° C besser kühlt als Kühler B, dann wird das bei jeglicher Sockel-Ausführung ebenfalls zutreffen. Außerdem weisen wir darauf hin, dass die angegebenen Temperaturen bei anderer Hardwarezusammenstellung variieren können, da natürlich auch weitere im Gehäuse verbauten Komponenten eine Wirkung auf die Kühler-Temperatur haben können. Als Prozessor kommt ein Intel Core I7 2600k, übertaktet auf 5 GHz, zum Einsatz. Als Mainboard wird ein Asus Maximus Gene 3 verwendet.

Weitere Systemkomponenten sind:

  • RAM: 8 GB (4x 2 GB) G.Skill Ripjaws 1600 MHz CL7
  • Grafikkarte: EVGA GTX480 SLI
  • Netzteil: Xilence XQ Serie 850W
  • Gehäuse: Coolermaster Stalker

Die Wasserkühlung umfasst in diesem Roundup nur die CPU. Wir verwenden 13/10mm Schläuche von Masterclear mit entsprechenden PerfectSeal-Tüllen. Als Radiator kommt ein Phobya G-Changer 420 zum Einsatz auf den drei 140 mm Noiseblocker BlackSilent PRO PK3 montiert sind, welche mit jeweils 800 U/Minute rotieren. Als Pumpe verwenden wir die Alphacool D5.

Die Wassertemperatur-Werte werden im Ausgleichsbehälter und direkt vor der CPU gemessen. Um eine verlässliche Aussage über die Temperatur zu erhalten, haben wir die Pumpe auf 80 l/h (ohne Kühler) eingestellt, wodurch die Messwerte nicht verfälscht werden. Als Durchfluss-Sensor verwenden wir einen Aquacomputer Durchflusssensor "high flow".

Da die Wärmeleitpaste durchaus ein ausschlaggebender Faktor sein kann, verwenden wir ausschließlich die Arctic-Cooling MX-2 Wärmeleitpaste. Damit die Werte nicht zusätzlich beeinflusst werden, wurden die anderen Hardwarekomponenten in einem separaten Kreislauf gekühlt. Des Weiteren wurde die Seitenwand des Gehäuses offen gelassen, um sonstige Abwärme z. B. der Festplatte abzuführen.

Testweise 2

Um möglichst viele Faktoren auszuschließen, die das Ergebnis verzerren könnten, gehen wir bei diesen Tests immer nach folgendem Schema vor: Wir verwenden zum Auftragen der Wärmeleitpaste eine Visitenkarte, um die Paste gleichmäßig zu verteilen. Die aufzutragende Menge wird von uns vorher genau abgewogen. Anschließend wird nach jedem Kühler-Test die CPU von den Überresten der Wärmeleitpaste des vorhergehenden Tests gründlichst gereinigt.

Die Tests finden in einen klimatisierten Raum mit einer Umgebungstemperatur von konstanten 24 °C statt. Vor jedem Test wird das System zwei Stunden lang betrieben, damit der Radiator entlüftet wird. Danach wird das System für zwei Stunden ausgeschaltet, um die Komponenten und das Wasser abkühlen zu lassen. Daraufhin erfolgen zunächst der Idle-Test und anschließend der Last-Test mit Prime95. Da Hintergrundprogramme die CPU zusätzlich fordern, wird ein frisch installiertes Windows 7 Ultimate mit allen Treibern und Patches sowie einer aktuellen Anti-Viren-Software benutzt. Im Idle-Betrieb läuft auf dem System keinerlei vom Benutzer gestartete Software. Er verbleibt also nach dem Einschalten im Idle-Zustand. Die Testdauer beträgt eine Stunde. Nach dieser Zeit wird innerhalb von fünf Minuten die CPU-Temperatur alle 10 Sekunden erfasst. Mithilfe eines Scripts wird dann der Durchschnitt über die ermittelten Temperaturwerte erfasst.

Für das Volllast-Szenario nutzen wir die Software Prime95, dabei wird nach dem gleichen Testschema vorgegangen, welches oben bereits beschrieben wurde. Die Temperaturen der CPU werden mit AIDA64 ausgelesen. Nachdem wir alle Kühler getestet haben, werden alle Tests noch einmal wiederholt, um Varianzen auszuschließen.

Der Cuplex Kryos HF

Einer der derzeit bekanntesten CPU-Kühler ist der Aquacomputer Cuplex Kryos HF. Dieser Kühler soll laut Aquacomputer unter sehr hohen Aufwand und mit modernster Technik entwickelt worden sein. Ziel war es, den besten CPU-Wasserkühler der Welt zu entwickeln. Der Cuplex Kryos ist - neben der uns vorliegenden HF-Version - noch in weiteren Versionen erhältlich, welche sich im Lieferumfang und/oder Material unterscheiden. So ist z. B. eine Silber-Edition erhältlich, deren Kontaktfläche aus 925er Silber besteht, wodurch die Wärme noch besser abgeleitet werden soll, was sich natürlich im Kaufpreis wiederspiegelt und den doch eher faden Beigeschmack hat, da es bisher keineswegs erwiesen ist, dass eine silberne Kontaktfläche solch einen merklichen Temperatur-Vorteil bringen kann.

Die Kontaktfläche sowie der Deckel des Kyros HF bestehen aus Kupfer. Die Kontaktfläche wurde dabei auf Hochglanz poliert und ist standardmäßig mit einer Schutzfolie versehen. Die auswechselbaren Halterungen bestehen aus Metall. Die Anschlüsse und die Düsenplatte im Inneren des Kühlers bestehen hingegen aus Edelstahl. Die Düsenplatte kann gegen eine andere getauscht werden, welche allerdings nicht mit beiliegen. Das Layout des Kühlers ist sehr gelungen. Er wirkt nicht zu klobig und bietet eine anspruchsvolle Form. Die Anschlüsse sitzen weit genug auseinander, sodass auch die Verwendung von Anschraubtüllen zu keinen Problemen führt.

Die Verarbeitung des Kühlers ist in allen Bereichen sehr gut. Wir konnten weder Produktionsrückstände, noch Grad an den Kanten feststellen. Besonders gefallen hat uns, dass Aquacomputer das Problem mit den angelaufenen Kontaktflächen gelöst hat - welches noch vor einem Jahr deshäufigeren auftrat, wenn man sich einen solchen Kühler zulegte. Neben dem Kühler befinden sich im Lieferumfang noch ein weiterer Befestigungssatz (Schrauben, Backplate, Federn, etc.) Wärmeleitpaste (Prolimatech PK-1, ca. 1 Gramm in Folienverpackung) und eine Anleitung zum Einbau.

Für die Montage des Kühlers muss man, sofern keine entsprechende Aussparung am Mainboard-Tray vorhanden ist, das Mainboard ausbauen, um auf der Rückseite die Backplate anzubringen. Die Schrauben besitzen einen vordefinierten Anschlag, sodass die Montage sicher und schnell funktioniert. Auf das Entfernen der Folie von der Kontaktfläche wird man mit einer deutlich sichtbaren roten Schrift hingewiesen.

Technische Daten:

  • Material: Kupfer/Kunststoff
  • Gewindegröße: 1/4"
  • Anzahl der Anschlüsse: 2
  • Max. Anschlussgröße: 16/13mm
  • Gewicht: 210g
  • Sockel: 1366/1156/1155/1150/775
  • Preis: 77,99€

Der Phobya UC1 Extreme

Der neue Phobya Kühler kommt wie gewohnt in einer Verpackung mit den bekannten Herstellerfarben und der typischen Verpackungsart daher. Auf dem Karton findet man aber kaum Infos über den Kühler selbst, was gerade im Geschäft unvorteilhaft ist. In der Verpackung wird der Kühler sowie das zusätzliche Material mittels Schaumstoff in Position gehalten, sodass es zu keinen Transport-Schaden kommen kann. Der Lieferumfang beinhaltet alles was man braucht, um den Kühler zu montieren. Als Wärmeleitpaste kommt wie nicht anders zu erwarten die Phobya Hegrase zum Einsatz. Lediglich eine Backplate haben wir im Lieferumfang vermisst. Dies ist allerdings nicht weiter dramatisch da sie das Ergebnis nicht weiter beeinflusst. Falls man dann doch eine haben möchte kann man durchaus eine Universalplatte nehmen, die nicht all zu teuer ist.

Der UC1 präsentiert sich als ein Vollmetall-Kühler. Dabei setzt der Hersteller auf eine Kupferbodenplatte sowie einem schwarz verchromten Messingdeckel. Damit hinterlässt das Äußere zwar schon mal einen sehr hochwertigen Eindruck, die Aufmachung hinterließ bei uns jedoch ein Gefühl, als wenn wir diese von einem anderen Produkt schon einmal gesehen haben – machen wir zunächst aber mal weiter. Der Kühler ist sehr gut verarbeitet und zeigt keine gröberen Mängel. Die Oberfläche ist sehr glatt und frei von Kratzern, allerdings ist sie auch empfindlich, weswegen wir einen Einbau mit Handschuhen empfehlen. Einmal im PC muss man aber nichts weiter beachten, da er dort maximal nur noch verstauben könnte.

Nach dem Entfernen der Bodenplatte sehen wir das Phobya, wie die meisten anderen auch, auf einen Feinstruktur-Kühler setzt. Zur besseren Ausnutzung verwendet man eine kleine Platte, welche den Wasserfluss besser regulieren soll.

Die Montage des Kühlers ging relativ leicht von der Hand. Das liegt aber mehr an der Tatsache, dass der Kühler sich nicht groß von anderen unterscheidet und wir immer wieder das Gefühl hatten, etwas Bekanntes vor uns zu sehen. Eine Anleitung für die Montage ist aber leider nicht in gedruckter Form verfügbar. Diese muss man sich erst bei Aquatuning herunterladen, unschön, da man beim Einbau ja eh meist den PC aus hat und ggf. kein Zweitsystem verfügt. Wenn uns beim Zusammenbau immer wieder das Gefühl beschlichen hat, hier etwas wiederzuerkennen, dann hatten wir durchaus Recht. Vieles vom Konzept des Phobya-Kühlers haben wir bei diversen anderen Kühlern schon angetroffen. Egal ob es die Struktur oder der Aufbau ist. Aber vielleicht ist gut kopiert besser als schlecht selbst entwickelt.

Technische Daten:

  • Material: Kupfer/PMMA
  • Gewindegröße: 1/4"
  • Anzahl der Anschlüsse: 2
  • Max. Anschlussgröße: 16/13mm
  • Abmessungen (LxBxH): 94 x 94 x 15mm
  • Gewicht: 91,5g
  • Sockel: 1366/1156/1155/1150/775
  • Preis: 68,99€

Der Swiftech Apogee HD

Der nächste Kühler kommt von Swiftech, einer in Amerika ansässigen Firma. Im Lieferumfang des Kühlblockes finden wir das gesamte Installationsmaterial für Intel-Sockel, inklusive zweier Rückplatten, Federschrauben und mehrsprachiger Montageanleitung. Letztere hat aber leider keinen deutschen Teil - was schon etwas bedauerlich ist. Dazu kommt noch eine kleine Tüte Prolimatech PK-1 Wärmeleitpaste, welche eine gute Pastenwahl darstellt und uns selten enttäuscht hat. Zwei vorinstallierte Schlauchanschlüsse (3/8") runden das Gesamtpaket ab.

Die beiden Anschlüsse sind eine gute Idee, aber leider haben sie eine ziemlich ungünstige Größe. 3/8“ entspricht einem 13er-Schlauch - das wird kaum eingesetzt, weil man hierzulande vielmehr einen 10er-Schlauch bevorzugt. Da aber das Gewinde ein ¼“er ist, kann man auch einfach seine eigenen Anschlüsse verwenden. Der 137 Gramm schwere Kühler beseht im Falle der Abdeckung aus Polyoxymethylen (POM) und die Bodenplatte wie üblich aus polierten Kupfer. Die Verarbeitungsqualität ist recht gut gelungen und wir finden keinen Punkt, den wir dahingehend kritisieren können.

Als Besonderheit bietet der Apogee die Möglichkeit der kombinierten Parallel- und Reihenverknüpfung komplexerer Wasserkreisläufe. Das bedeutet, dass dieser Kühler drei Ausgänge besitzt und somit als Verteiler im Kreislauf eingesetzt werden kann. Als Idee nicht schlecht aber wirklich bringen tut dieses Feature nichts, wenn man den optischen Aspekt aus den Augen lässt. Denn wie wir wissen, ist die Wassertemperatur in jeden Teil des Kreislaufes annähernd gleich was die Reihenfolge, in der die Komponenten gekühlt werden, unwichtig macht. Einen wirklichen Effekt könnte man maximal erzielen, wenn man hinter jeder Komponente dann einen Radiator setzt, was im Endeffekt aber ähnlich effektiv ist wie ein einzelner Großer für alle zusammen in einen Kreislauf.

Im Inneren finden wir eine hohe Struktur, durch die das Wasser muss. Bauartbedingt setzt man hier keine Strömungsplatte ein. Diese Struktur bietet entgegen der üblichen flachen Struktur eine höhere Kontaktfläche zwischen Wasser und Kupfer, was theoretisch in einer höheren Wärmeabgabe münden könnte. Die Montage des Swiftech ist dank der Anleitung recht einfach. Die Backplate verfügt über selbstklebende Isolierpads, die den Kühler zum Board etwas abdämpfen, was Beschädigungen am Board vermeidet. An der Front muss man lediglich darauf achten, dass die Schrauben handfest angezogen werden, da sie sehr schnell überdrehen und damit das Gewinde beschädigt wird oder sogar die CPU zu fest auf den Sockel gedrückt wird - was wiederum das Board und die CPU zerstören kann.

Technische Daten:

  • Material: Kupfer/Metall
  • Gewindegröße: 1/4"
  • Anzahl der Anschlüsse: 2
  • Max. Anschlussgröße: 16/13mm
  • Abmessungen (LxBxH): 60 × 60 × 20,2
  • Gewicht: 138g
  • Sockel Intel: 2011 / 1155 / 1156 / 1366 / 775
  • Sockel AMD: 754 / 939 / 940 / AM2 / AM3 / 770 / F / FM1
  • Preis: 74,99€

Der Alphacool NexXxoS XP3 Light

Lange und aufwendige Entwicklungszeiten scheinen gerade voll im Trend zu liegen. So investierte Alphacool in den NexXxoS XP³ 14 Monate um ihn zur Perfektion zu bringen. Selbiges sagte man ja auch schon zum Kyros seinerzeit. Der Alphacool kommt in der Alphacool üblichen Verpackung. Diese ist bekanntermaßen schwarz und blau und bietet kaum eine Information über den Inhalt in ihr, wie man es von anderen Herstellern her kennt. Der Inhalt kommt ganz in Schaumstoff gepresst, so kann dem Kühler während des Transports kaum etwas passieren. Zusätzlich zum Kühler gibt es noch das nötige Montagematerial für Intel und AMD Sockel inkl. einer Tube der hauseigenen Wärmeleitpaste dazu.

Mit den Abmessungen von 57 x 67 x 14mm bzw. 63 x 73 x 14 mm an dem Haltesteg, ist dieser Kühler für unsere Begriffe relativ groß, wohingegen nur ein Gewicht von 279 g gegenübersteht. Der POM-Deckel sowie der Rest des aus Kupfer bestehenden Kühlers ist frei von Verarbeitungsmängel. Auf den Deckel hat man den Ein- sowie den Ausgang klar eingraviert. Somit können Verwechslungen trotz fehlender Anleitung schwerlich zustande kommen. Weiter unten hat man noch einen für Kühler verhältnismäßig auffälligen Aufkleber, der sich schlecht ablösen lässt. Was sich alphacool bei einem so offensichtlichen Branding gedacht hat, bleibt für uns im Dunkeln.

Wie üblich besteht die Bodenplatte aus Kupfer. Die Kontaktfläche mit der CPU wurde wie bei anderen Kühlern auch auf Hochglanz poliert. Bei der Kontaktfläche mit dem Wasser wurde auf eine Kreuzschlitz-Struktur mit einzelnen Pins gesetzt. Diese haben eine Höhe von 2,5 mm. Hier geht man einen anderen Weg als andere Hersteller mit ihren Lamellen. Ob das nun so viel besser ist, wird man im Test sehen. Allerdings können wir uns vorstellen, dass diese Struktur schneller verstopfen kann, als es bei Lamellen der Fall ist.

Auch bei der Strömungsplatte hat geht an einen anderen Weg: Hier setzt man auf eine fest verbaute Lösung im Deckel und weniger auf einer wirklichen Platte. So setzt man auf eine azentrische Einspritzung, kombiniert mit gegenläufigen Rückführungskanälen. Damit sollte die Kühlleistung gesteigert werden. Aber auch an der Wasserrückführung wurde gedacht - so besitzt der Kühler ein vergrößertes Wassersammelbecken. Dieses Becken geht über die gesamte Pinnstruktur des Kühlers, sammelt das Wasser über die Seiten und wird über den Auslass wieder abtransportiert. Insgesamt hat man sich hier also wirklich Gedanken gemacht.

Technische Daten:

  • Material: Kupfer/PMMA
  • Gewindegröße: 1/4"
  • Anzahl der Anschlüsse: 2
  • Max. Anschlussgröße: 16/13mm
  • Abmessungen (LxBxH): 57x67x14mm
  • Gewicht: 279g
  • Sockel: 775,1150, 1155,1156,1366, 2011 und AMD AM2 und AM3
  • Preis: 48,99€

Der Koolance CPU 370SI

Koolance ist ebenfalls ein Kühler-Produzent aus Amerika. Dort ist er besonders für hochpreisige Lösungen bekannt. Wie die meisten anderen auch hat Koolance eine eigene Verpackung, die markant für diesen Hersteller ist. Das ist dann ein schwarzer Karton, in welchem sich der Kühler mit seinem Zubehör befindet. Auf dem Karton selber finden wir keine weiteren Bilder oder Infos zum Kühler. Nur der Name ist zu lesen und das war es. Damit es zu keinen Kratzern kommt, wurden die Backplate sowie das restliche Zubehör mit einem Karton vom Kühler getrennt.

Im Packungsinhalt finden wir erfreulicher Weiße eine Gebrauchsanleitung.

Die Verarbeitung befindet sich auf einem sehr hohen Niveau. Die Oberflächen und Ränder sind sehr gut umgesetzt, ebenso die Qualität der Vernickelung. Die Bodenplatte mit deren Spiegelungen ist ebenfalls sehr gut gelungen. Am Deckel wurde sehr viel Acetal eingesetzt, was der hohen optischen Qualität keinen Abbruch verschafft. Positiver Nebeneffekt ist, dass das ganze recht stabil wirkt, was kein anderer Kühler in dem Umfang vermitteln konnte.

Technische Daten:

  • Material: Kupfer/Acetal
  • Gewindegröße: 1/4"
  • Anzahl der Anschlüsse: 2
  • Max. Anschlussgröße: 16/13mm
  • Abmessungen (LxBxH): 12.5cmx12.5cmx1.6cm
  • Gewicht: 324g
  • Sockel: 1366/1156/1155/2011/775
  • Preis: 64,99€

Benchmark und Zusammenfassung

Kommen wir nun als zum Test der einzelnen Kühler. Wie schon erwartet sind die Unterschiede nicht so groß. Der Einzige wirkliche unterschied liegt bei dem Durchfluss, den die einzelnen Kühler haben. Aber selbst hier unterscheiden sich die Kühler zwar von den Zahlen her, aber wenn man sie dann verbaut, sieht die Sache schon wieder ähnlich aus. Denn alles in allen muss man bei einer Wakü nur auf 60 l/min kommen und das ist mit den von uns getesteten Kühlern absolut kein Problem. Zumal die meisten auf den Markt erhältlichen Pumpen stark genug sind, um diese Grenze spielend zu erreichen. Man muss darauf auch nicht mehr zwingend achten. In unserem Test zeigte sich der Koolance als der mit dem wenigsten Fluss-Widerstand. Allerdings bietet der schlechteste Kühler vom Durchfluss her gesehen lediglich 44 Liter weniger. Das ist nicht wirklich viel und spielt im Endeffekt keine Rolle mehr, wenn der Kühler verbaut ist. Zumindest bei den Kühlern, die wir zum Test hatten.

Beachtet bitte das beim Durchflussdiagramm, dass „mehr=besser“ ist.

Bei der Temperaturdifferenz erlebten wir eine kleine Überraschung. Der Phobya Kühler liegt noch vor dem Kryos und ist somit der beste Kühler in unserem Test. Allerdings sind die Unterschiede zwischen den anderen Kühlern zwar von den Werten her sichtbar, aber auch hier merkt man das später im verbauten System nicht, denn die Unterschiede sind einfach zu gering.

Allgemeine Betrachtung:
Kommen wir zur allgemeinen Betrachtung. Hier kann man nicht wirklich sagen, dass es den einen Kühler hier gibt, der alle anderen weit hinter sich lässt. Dafür sind die Unterschiede einfach zu marginal und können in jedem anderen System sogar variieren – schlicht und ergreifend weil die Abstände zwischen den Werten eben so gering sind. Dennoch werden wir die, in unseren Augen, guten Kühler in die positive Liste einreihen. Letztlich ist aber der Phobya das Produkt, welcher das beste Kühl-Ergebnis erbracht hat. Gefolgt vom Cuplex Kryos. Weniger effizient ist dahingehend der Koolance CPU 370SI. Dieser Kühler hat zwar den besten Durchflusswert von allen, aber das geht augenscheinlich einfach auf Kosten der Temperaturdifferenz. Wenn man sich nun also für einen Kühler aus unserem Testfeld entscheiden möchte, kommt man besser, wenn man sich das Gesamtpaket anschaut. Und hier stechen der Phobya UC1 und der Cuplex Kryos am meisten hervor.

Cuplex Kryos HF

Redaktion

Der Cuplex Kryos HF ist der bekannteste Kühler im Sortiment. Seine Ausstattung und seine guten Kühlleistungswerte sowie der qualitativ hochwertige Eindruck runden das Bild eines soliden Kühlers ab. Das Montagesystem für die Intel-Plattformen, auf der wir testeten, ist sicher gestaltet und man kann eigentlich nichts falsch machen. Jedoch hätten wir uns etwas mehr Zubehör gewünscht. Unterm Strich ist der Cuplex Kryos in seinen vielen Versionen einer der besten Wasserkühler und rechtfertigt durchaus seinen Preis.

  • Positiv
  • Sehr gute Durchfluss- und Temp-Werte
  • Tolle Optik
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Einfache Installation
  • Umfangreicher Lieferumfang
  • Auch Silber-Edition erhältlich
  • Neutral
  • -/-
  • Negativ
  • Teuester Kühler im Testfeld

Phobya UC1 Extreme

Redaktion

Mit dem UC1 präsentierte Phobya seinen ersten Kühler. Der UC1 ist äußerlich sehr gut verarbeitet und auch das Zubehör weiß zu überzeugen. Lediglich eine Montage-Anleitung hat uns gefehlt. Die Werte sind ebenfalls sehr gut, was aber angesichts der positiven Merkmale anderer Kühler - die übernommen wurden - zu erwarten war. Der Preis ist für diesen Kühler ebenfalls mehr als fair, womit man diesen Kühler also als Allrounder empfehlen und wo jeder bedenkenlos zugreifen kann.

  • Positiv
  • Perfektes Temp-Ergebnis
  • Gute Verarbeitung
  • Einfache Installation
  • Leichtgewicht
  • Akzeptabler Preis
  • Neutral
  • Lieferumfang ausreichend
  • Negativ
  • Schlechtester im Durchflusstest
  • Keine Backplate im LU enthalten
  • Materialfehler bei einigen Modellen
  • Montageanleitung nur online

Swiftech Apogee HD

Redaktion

Mit seinen vorab installierten Ein- und Ausgängen hebt sich der Apogee HD vom übrigen Testfeld ab. Die Kühlleistung liegt wie auch der Durchfluss im guten Mittelfeld. Das wird jedoch durch ein komfortables und zugleich sehr gut gelungenes Montagesystem solide ausgeglichen. Wer also keinen Spitzenkühler benötigt (wobei der Unterschied nicht zu groß ist), dafür aber häufig das System umbaut, liegt mit diesem Kühler genau richtig. Alle anderen sollten die Augen für Alternativen offen halten.

  • Positiv
  • Einfache Montage
  • Umfangreicher Lieferumfang
  • Vorinstallierte Schlauchanschlüsse
  • Schlauch-Anschluss für Kreislaufverknüpfung
  • Akzeptable Durchfluss-& Kühlleistung
  • Neutral
  • -/-
  • Negativ
  • Anleitung nur in Englisch
  • Teuer

Alphacool NexXxoS XP3 Light

Redaktion

Die Qualität des Alphacool NexXxoS XP3 Light lässt keine Wünsche offen, alles ist sauber verarbeitet. Dank der zwei Montageplatten ist der Kühler bestens für AMD- als auch für Intel-Sockel geeignet. Bei den Werten ändert sich leider das bisher positive Bild: Der Durchfluss ist an sich sehr gut, aber leider ist die Temperaturdifferenz mit knapp 2k schlechter als bei unserem Top-Modell. Dennoch ist dieser Kühler solide und kann bedenkenlos empfohlen werden.

  • Positiv
  • Dezente Optik
  • Gute Verarbeitung
  • Kompakte Bauweise (ohne Halte-Steg)
  • Cleveres Kühlkonzept
  • Gute Durchflusswerte
  • Günstiger Preis
  • Neutral
  • -/-
  • Negativ
  • Eher mittelmäßige Temperaturleistung
  • Relativ schwer

Koolance CPU 370SI

Redaktion

Gut verarbeitet aber zu einem hohen Preis kommt der Koolance CPU 370SI zu uns. Der hohe Preis ist zum Teil dadurch begründet, dass der Kühler in den USA gefertigt wird. Der Koolance wird wie erwartet mit relativ viel Zubehör geliefert. Jedoch sind die Werte die schlechtesten, die wir in diesen Testfeld zu sehen bekamen. Das heißt nicht dass der Kühler schlecht ist, denn dazu liegt das Testfeld zu nah beieinander. Aber dennoch kann man mehr Kühlleistung erwarten. Wer jedoch der Optik den Vorrang gibt, liegt bei diesen Kühler richtig.

  • Positiv
  • Tolle Optik
  • Gute Verarbeitung
  • Bestes Durchflussergebnis
  • Neutral
  • -/-
  • Negativ
  • Teuer
  • Mittelmäßige Temperaturleistung
  • Schwergewicht im Test

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