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Tech-Review.de

  • Sonntag, 09. August 2020
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Fractal Design Arc Midi R2

Fractal Design Arc Midi R2: Im Test

Einleitung

"Mit dem zweiten sieht man besser...", so oder so ähnlich könnte man den zweiten Versuch des Arc-Gehäuses auch beschreiben. Fractal Design hat seinem gerade im Midi-Format sehr beliebten Gehäuse ein Update verpasst und gleichzeitig das eh schon reichhaltige Produktsortiment des in Schweden ansässigen Unternehmens erweitert. Wir haben schon mehrfach Produkte dieses Herstellers bei uns in der Redaktion begrüßen dürfen, wobei gerade die Update-Versionen im Großen und Ganzen sehr überzeugend waren. Fractal Design kommuniziert mit der Community und damit mit den Menschen, die die Produkte neben dem Default-Markt auch bei Moddingprojekten oder extremen Zusammenstellungen im Einsatz haben. Durch das erhaltene Feedback kann der Hersteller seine Produkte entsprechend den Wünschen verbessern. Im Vergleich zu anderen Unternehmen ist Fractal Design jedoch schlau und liefert lieber eine überarbeitete Version eines Gehäuses, anstatt diesen Wurf direkt als neue Errungenschaft zu verkaufen.

Mit der Arc-Serie klassifiziert sich die Reihe speziell für den Wunsch nach guter Kühlleistung, wohingegen die anderen Gehäuseserien für HTPC, Silentbetrieb oder Sparfüchse ausgelegt sind. Gerade mit der Define-Serie konnte sich das schwedische Unternehmen einen Namen machen und versucht diesen Erfolg mit dem Arc R2 zu wiederholen - wobei auch die Arc-Serie keinesfalls ein Nischenprodukt darstellte, sondern oder sogar wegen des relativ geringen Preises von der Fachpresse sehr umworben wurde. Dabei ist diese Serie vom Design her eher dezent und aufs Wesentliche konzentriert, jedoch keineswegs langweilig. Unter dem "Arc"-Label stehen aktuell vier Gehäusetypen zum Kauf. Einmal das Fractal Design Arc Midi R2 mit Sichtfenster in Schwarz und in Silber, dann das Arc Midi und das Arc Mini. Von beiden Typen gibt es sowohl den Vorgänger, als nun auch die aktualisierten Varianten mit der Titel-Kennung "R2".

Auf den ersten Blick hat sich rein äußerlich allerdings nicht viel geändert, es kam anstelle des Lufteinlasses ein aus Acrylglas gefertigtes Seitenfenster für den Blick ins Innere dazu. Hier und da hat der Hersteller ein paar Kleinigkeiten wie zum Beispiel die Position des Logos in der Frontpartie verändert. Was das neue Gehäuse des Herstellers im Test leistet und welche Features nun im Detail überarbeitet wurden, ob dies sinnvoll oder überzogen geschah, klären wir für Euch auf den nächsten Seiten. Viel Spaß beim Lesen des Reviews.

Der Lieferumfang

Das Erste was einem Fractal-Kenner auffällt, ist dass der Hersteller bei der Wahl seines Kartons wieder zur braunen Version gegriffen hat - welcher auch bei der Define-Reihe zum Einsatz kam und damit auf den Schwarzen mit Fotodruck wie beim Vorgänger (sowohl beim Arc Midi als auch Mini) verzichtete. So ist auf dem Karton natürlich eine Abbildung vom Case zu finden - allerdings dieses Mal nicht in Form eines Fotos vom Gehäuse, sondern als eine CAD-Zeichnung. Auf der gegenüberliegenden Seite findet sich zudem noch eine Explosions-Grafik, die aufzeigen soll was alles montiert oder verändert werden kann. Natürlich wurde auch nicht vergessen die Case-Features in neun Sprachen abzubilden, sowie eine Auflistung der Technischen Daten parat zu haben.

Die Verpackung

Beim Lieferumfang ist Fractal Design nicht geizig und packt neben einer bebilderten Feature-Beschreibung mit gutem Druck und verständlichen Texten in mehreren Sprachen auch noch einen Hinweiszettel mit in den Karton, auf dem wichtige Ablauf-Informationen im Falle eines fehlerhaften Produktes und die kostenfreie Zusendung von Ersatzteilen zu finden sind - sehr löblich. Natürlich darf auch das schwarz eloxierte Schraubenset nicht fehlen. Des Weiteren hat der Hersteller noch sechs Kabelbinder und eine Schraubhilfe für die Abstandsbolzen des Mainboard-Trays dazu gepackt. Bis auf das Handbuch sind alle Utensilien in einem kleinen, schwarzen Karton verpackt, welcher in eines der Laufwerksmodule eingeschoben wurde. Praktischerweise befindet sich auf der Rückseite des Kartons direkt eine kleine Inventarliste, die eine genaue Auflistung der enthaltenen Schrauben und Co. aufzeigt. Nice to have!

Der Lieferumfang im Detail:

  • Montage-/Schrauben-Set
  • Mehrsprachiges Handbuch
  • Hinweiszettel für den Support
  • Sechskant-Hülse mit Aufnahme für einen Schraubendreher an der Oberseite für die Abstandbolzenmontage
  • 6 Kabelbinder
Der Lieferumfang

Die technischen Daten

Wie in der Einleitung bereits angesprochen, richtet sich diese Serie an User mit erhöhten Ansprüchen rund um das Thema Kühlung. Aus diesem Grund ist es auch nicht verwunderlich, dass das Case über eine Vielzahl von Positionsmöglichkeiten für die Lüftermontage verfügt und darüber hinaus noch großflächige Mesh-Elemente sein Eigen nennt. Selbstverständlich fällt neben der Luftkühlung auch die Wasserkühlung nicht aus dem Konzept und wurde an diversen Stellen durch Platzkompatibilität oder vorgebohrter Montagelöcher bedacht. Der Namenzusatz "R2" steht in diesem Fall auch für ein Update des Frontpanels, welches nun über ein USB 3.0-Interface verfügt und die Lüftersteuerung direkt mit integriert wurde. Auch auf der Seite des Gewichts hat das Gehäuse um ganze 1,2 Kg zugelegt und lässt damit auf eine solide Bauweise schließen. Zeitgemäß wurde an 2,5" Laufwerke gedacht, welche nicht nur in die Laufwerksrahmen geschraubt werden können, sondern zwei Kollegen auch an der Rückseite des Mainboard-Trays einen Platz finden können.

Modellbezeichnung Fractal Design Arc Midi R2
Modellnummer (SKU) FD-CA-ARC-R2-BL-W
Gehäusetyp Midi-Tower
Maße (HxBxT) 460 x 230 x 515 mm
Material Stahl, Kunststoff
Farbe Schwarz
Laufwerke 5,25" ext. 2
3,5" ext. -/-
3,5" int. 8
2,5" int. 2
Erweiterungs-Slots 7+1
M/B ATX, Micro ATX, Mini ITX
I/O 2x USB 3.0 / HD Audio / Lüftersteuerung
Lüfter Front 1 x 140 mm, 1000 U/Min, Silent Series R2, Hydraulig-Lager (install.)
1 x 120/140 mm (optional)
Oben 1 x 140 mm, 1000 U/Min, Silent Series R2, Hydraulig-Lager (install.)
2 x 120/140 mm (optional)
1 x 180 mm (optional, statt zwei 120, 140 mm)
Hinten 1 x 140 mm, 1000 U/Min, Silent Series R2, Hydraulig-Lager
Seite -/-
Boden 1 x 120/140 mm (optional)
Wasser-
kühlungs-
Kompatilät
Front 240 mm Radiator SLIM - wenn HDD Module entfernt oder repositioniert
Oben 240 mm Radiator - wenn SLIM-Radiatoren benutzt werden
Hinten 120 mm Radiator
Boden 120 mm Radiator
Max. GraKa-Länge 300 mm - mit installieren HDD-Modulen
430 mm - mit entfernten HDD-Modulen
Max. CPU-Kühler-Höhe 180 mm
Max. NT-Länge (Tiefe) 170 mm - mit installiertem Bodenlüfter
270 mm - mit entferntem Bodenlüfter
Netto-Leergewicht

~ 10,7 Kg

Preis: ~ 75 €
Hersteller Fractal Design
Garantie 2 Jahre
Preisvergleich Geizhals Deutschland
* Herstellerangabe

Außencheck

Rein optisch betrachtet hat sich nicht viel zum Vorgänger verändert. Anstatt des Lüfterauslasses an der Seitentür verfügt das Gehäuse nun über ein Fenster aus Acrylglas. Dieses Fenster kam bereits beim Define R4 zum Einsatz, nur dass es in dieser Variante noch getönt ist. Das Arc R2 ist vom Aufbau her schlicht und zugleich auch elegant. Die Kombination aus dunklen Lack und der gebürsteten Front mit den abgerundeten Ecken sieht nicht nur hochwertig aus, sondern vermittelt einen durchweg edlen Eindruck. Das Fractal-Logo, welches beim Vorgänger direkt ins Material der oberen Front über die 5,25"-Laufwerke gefräst wurde, ist nun im unteren Mesh-Bereich als Plakette zu finden.

Der obere Frontbereich ist daher clean und beherbergt nur die zwei Blenden für die 5,25"-Laufwerke.

Die beiden 5.25

Beim restlichen 2/3 der Front dominiert ein großzügiger Mesh-Bereich samt Herstellerlogo, hinter dem der vorinstallierte 140 mm-Lüfter (FD Silent Series R2) seine Arbeit verrichtet. Über ein Clip-System lässt sich, dass aus Kunststoff bestehende Frontteil einfach entnehmen und bietet damit Zugang zu den Laufwerksblenden (diese können nur von Innen entnommen werden), als auch zum Lüfterbereich samt Staubschutzfilter. Da ab Werk nur ein Lüfter in der Front verbaut ist, kann an dieser Stelle natürlich ein weiteres Exemplar installiert werden. Als Rahmenbreite ist der Arc Midi hier für 120 oder 140 Millimeter-Modelle kompatibel.

Wer nur den Staubschutzfilter entnehmen und reinigen will, braucht lediglich im oberen Bereich des Meshgitters zu drücken und damit die Push-Verriegelung zu lösen. Dann kann dieses Gitter bequem einzeln abgenommen werden. Allerdings haben wir hierbei festgestellt, dass dieser Rahmen gerade im unteren Bereich sehr zum Klappern neigt, da es keine Feder oder ähnliches gibt die für einen Gegendruck sorgt und damit den Spielraum zum Klappern minimieren würde. In wie weit sich dies nun im Betrieb auswirkt, werden wir noch testen. Neu ist auch der durchgehende Einlass des Gehäuses für die Lüfter, welcher nicht mehr durch einen ungünstigen Steg gestört wird und dessen Freiraum sich damit für eine Radiatormontage bestens eignet.

Weiter geht es beim Deckel: Hier hat sich zum Vorgänger auch nicht viel getan. Das I/O-Panel verfügt nun über zwei USB 3.0 Schnittstellen (statt vorher zwei USB 2er und einen 3er), die intern mit dem Mainboard verbunden werden. Wirklich Klasse hierbei ist, dass diese Ports auch vom Anschluss-Stecker abwärtskompatibel gestaltet wurden, so dass sich am Stecker für USB 3.0 auch gleichzeitig ein Stecker für einen USB 2.0-Anschluss befindet. So benötigt man keinen Adapter und kann die USB 3.0-Schnittstellen des Top-Panels auch mit dem veralteten Anschluss nutzen, denn nicht jeder Anwender verfügt automatisch über Boards mit einem Pinheader-Anschluss für den internen USB 3.0-Stecker. Hierbei ist allerdings unbedingt zu beachten, dass entweder der USB 3.0 oder der USB 2.0 Stecker auf das Mainboard gesteckt wird und keinesfalls beide parallel.

Beim Panel ebenfalls hinzugekommen ist eine dreistufige & dreikanalige Lüftersteuerung, welche maximal drei verbundene Lüfter über einen 3-Pin-Stecker mit den fixen Spannungen zwischen 5, 7 und 12 Volt ansteuert und damit für Drehzahlen von ungefähr 500, 700 und 1000 U/min sorgt. Ob die Spannungen stabil sind, werden wir im Praxisteil überprüfen. Die Steuerung an sich benötigt allerdings für den Betrieb noch einen freien Molexstecker vom Netzteil zur Spannungsversorgung. Vormals war diese Steuerung beim Arc Midi als Slotblech-Variante im Lieferumfang dabei und konnte über ein kleines Potentiometer geregelt werden. Die jetzige Variante halten wir für sinnvoller, da man wenn das Gehäuse unter einem Tisch steht zum Regeln der Lüfter nicht mehr unter diesen kriechen muss.

Was uns direkt am I/O-Panel missfällt ist der viel zu kleine Resetbutton. Der Taster ist durch seine Gestaltung nicht nur sehr unpraktisch und nur mit einem Hilfsmittel wie z.B. einem Kugelschreiber zu betätigen, sondern man läuft hier auch sehr schnell Gefahr - durch die Nähe zu den Anschlüssen des Headsets - zu versuchen sein Stecker des Headsets z.B. im lichtschwachen Zimmer in den Resetbutton zu stecken, weil man beim Ertasten der richtigen Buchse dieses aufgrund der eingelassenen Form und Größe zu leicht verwechseln kann. Der Start-Stopp Schalter wurde ebenfalls aus Kunststoff gefertigt und beherbergt die zwei Signalisierungen für Power und die Festplattenaktivität. Sein Druckpunkt ist präzise und knackig, klanglich kann er jedoch seine Herkunft nicht verbergen. In dieser Preisklasse darf man das allerdings als gute Performance bezeichnen.

Der restliche Deckel besteht aus einem durchgehenden Mesh-Element, welches über zwei am Heck befindliche Rändelschrauben einfach entnommen werden kann und man damit Zugang zu den Befestigungspunkten für weitere Lüfter oder einem Radiator bekommt.

Die Heckansicht hat sich gegenüber des Vorgängers nur leicht gewandelt; hier wurde auf die zwei gummierten Schlauchdurchlässe für einen externen Radiator verzichtet, da eben durch die neuen Möglichkeiten des Einbaus von Radiatoren diese Auslässe nicht mehr von Nöten sind. An dessen Stelle hat Fractal Design einen kleinen Mesh-Bereich oberhalb des 140 mm Hecklüfters angebracht. In der Mitte sind die PCI-Blenden zu finden, welche sich optisch sehr kontrastreich, aber passend, vom Design abheben. Allerdings fehlt uns für ein High-Performance-Gehäuse eine Slotblende. Sieben (+1) hat das Arc Midi, was eine Vollbestückung eines ATX-Mainboards mit Slotkarten erlaubt.

Für den Multi-GPU-Betrieb kann man so aber keine Zwei-Slot-Karte in einem ganz unten auf der Hautplatine platzierten PCI-Express Slot verbauen. Das betrifft zwar in der Regel nur Setups mit drei oder mehr Grafikkarten, passt aber nicht so recht zum Konzept des Gehäuses. Immerhin spart man so etwas an Bauhöhe, weshalb das Arc subjektiv recht kompakt wirkt. Noch eine Etage tiefer ist dann der Platz für das Netzteil zu finden - inzwischen standardisiert.

Unter dem Case ist dann noch das aus Nylon bestehende und damit einfach zu reinigende Lüftergitter zu finden, welches bequem nach hinten herausgezogen werden kann. Um das Gehäuse dazu noch zum Untergrund hin gegen Vibrationen zu entkoppeln, setzt Fractal Design auch beim Update des Arc Midi auf die bewährten Audio-Füße in schicker Chrom-Optik mit großzügigem Gummianteil, gerade auch bei den hinteren Exemplaren.

Auch an der Unterseite ist ein herausziehbarer Staubfilter

Innencheck

Um an die inneren Werte zu gelangen ist ein bisschen Kraft von Nöten, dieses lässt sich durch die praktischen Eingriffe am Heck der Seitentüren aber dennoch relativ einfach bewerkstelligen. Ist der Weg zum Innenraum erst mal frei, fällt nicht nur die komplett schwarze Lackierung und dadurch die Kontrastwirkung zu den weißen Slotkarten, den HDD-Einschüben und Lüfterblättern auf, sondern auch das Konzept des subjektiv wirklich großzügigen und gut strukturierten Innenraumes. Alles hat seinen Platz und wirkt sehr geordnet. Der Lack der Innenlackierung ist in Form einer Pulverbeschichtung aufgetragen und sehr widerstandsfähig. Das Mainboard-Tray verfügt über eine großzügig bemessene Ausbuchtung für eine vereinfachte Montage von Kühlern, die einer Backplate zur Installation bedürfen. Somit muss das Mainboard nicht ausgebaut werden, um den Kühler zu tauschen.

Für eine saubere Kabelverlegung hat Fractal Design beim Arc Midi auch wieder auf das bewährte Kabelmanagement gesetzt, dass im Vergleich zum Define XL R2 mit lediglich fünf statt sieben Durchlässen daherkommt. Für unseren Geschmack ist das vollkommen ausreichend. Da hier natürlich auch kleinere Hauptplatinen (Micro ATX oder Mini ITX) anstelle des normalen ATX-Formates verbaut werden können, sei erwähnt, dass trotz des Kabelmanagements natürlich ein Großteil der Kabelbäume weiterhin zu sehen bleibt, da die Auslässe eben sehr Rand nah positioniert sind. Wer das nicht möchte, muss halt zur Mini-Version des Gehäuses greifen oder die Kabelbäume mit Sleeve-Material umwickeln.

Leider sind diese Gummi-Manschetten wieder nicht geklebt - wie mehrfach von uns bereits gewünscht. Aus diesem Grund kann es eben schnell mal bei dickeren Kabelsträngen passieren, dass die Manschette direkt heraus rutscht. Wenn man nicht kleben möchte, weil dies ein erhöhter Material- und Arbeitsaufwand darstellt, gäbe es mit Wiederhaken-ähnlichen Konstruktionen am metallischen Rand des Loches bestimmt auch andere Möglichkeiten den Ring an seine Position zu halten, ohne das weiteres Material notwendig wird. Nervig ist so eine herausrutschende Manschette allemal...

Weiter geht es auf der rechten Seite. Bei den Laufwerksschächten sind im oberen Teil zwei normale 5,25-Zoll-Schächte vorhanden, die ohne werkzeugloses Arretierungssystem daherkommen. Hierfür werden bei der Montage die Rändelschrauben zur Fixierung des Laufwerks verwendet - die gute und bewährte Methode. Bei den Montageplätzen der 3,5"-Medien handelt es sich um zwei getrennte Laufwerksmodule mit einmal fünf und einmal drei Einschub-Rahmen - insgesamt also Platz für bis zu acht Laufwerke. Der obere Festplattenkäfig ist durch das Abschrauben zweier Rändelschrauben direkt und komplett entfernbar oder kann zur Luftstrom-Optimierung um 90° gedreht auf dem darunterliegenden Modul fixiert werden. Damit passen dann auch Grafikkarten bis zu einer Länge von 430 Millimeter in das System. Mit installiertem Festplattenmodul sind es nur noch 300 Millimeter – immer noch ein ordentliches Maß. Das untere Modul lässt sich natürlich auch entfernen oder drehen, hierzu muss man allerdings weitere vier Schrauben am Boden und zwei an der Front lösen. Bei den Montage-Rahmen können sowohl 3,5", also auch SSDs mit einem Formfaktor von 2,5" verbaut werden. Lediglich für die 3,5"-Befestigung werden Entkopplergummis angeboten. Eine SSD muss direkt mit dem Rahmen verschraubt werden - da jedoch keine Vibrationen durch das Flash-Medium erzeugt werden, ist auch eine Entkopplung dessen sinnlos.

Der untere Käfig kann, zum Beispiel zu Gunsten eines Radiators, auch in die Mitte zum Netzteil hin, also an die Stelle des optionalen Bodenlüfters, positioniert und wieder mit dem Boden verschraubt werden. Dadurch gewinnt man die Möglichkeit einen 240 mm-Radiator samt Lüfter an der Front zu montieren. Wer auf die Käfige verzichten kann und dennoch seine SSDs unterbringen möchte, dem räumt Fractal Design eine Montage zweier Laufwerke direkt hinter dem Mainboard-Tray ein. Aufgrund der Hitzeentwicklung einiger Systeme sollte man hier jedoch auf mechanische Laufwerke verzichten und an dieser Stelle nur SSDs verwenden. Wichtig sei auch noch erwähnt, dass man diese Laufwerke nur im ausgebauten Zustand des Mainboards montieren kann, da man ansonsten von Innen nicht mehr an die Schraublöcher herankommt. Gleiches gilt dann verständlicherweise auch für den Austausch der Laufwerke. Es dient unserer Meinung nach daher eher als Notlösung für Leute die den Platz der Käfige wirklich benötigen.

Der Deckel bietet bis auf den 140 mm Silent Series R2-Lüfter keine nennenswerten Features, abgesehen von dem Vorteil, dass hier zwischen Deckel und der Oberkante des Mainboards für ausreichend Platz gesorgt wurde, um einen Radiator auch an dieser Stelle montieren zu können, ohne mit dem Mainboard zu kollidieren - dazu sind natürlich auch die seitlich versetzten Montagepunkte dienlich. Aus diesem Grund gehen wir auch direkt weiter zur linken Seite: Hier finden wir neben einem weiteren Exemplar des Lüfters die Slotkartenhalterung für PCI-Karten. Diese ist bestückt mit weiß lackierten Blenden, welche über schwarze Rändelschrauben mit dem Korpus verbunden sind. Auch wenn schraubfaule User immer nach einem werkzeuglosen Arretierungssystem schreien, so empfinden wir diese Variante als die beste Lösung - gerade auch im Hinblick auf die Stabilität und Halteleistung auch bei sehr schweren Grafikkarten. Hier ist also alles im Lot.

Der Boden bietet dann für das Netzteil praktische und geräuschminimierende Auflagepunkte, die zusammen mit dem Schaumstoffring an der Gehäusewand für eine ordentliche Entkopplung sorgen sollen. In den Arc-Midi passen Netzteile mit einer Länge von 170 mm (mit installiertem Bodenlüfter) und 270 mm, wenn kein Bodenlüfter genutzt und der Platz auch vom HDD-Käfig nicht belegt wird.

Die Montagestelle des Netzteils

Die Rückseite bietet neben den oben bereits angesprochenen Befestigungspunkten für SSD-Laufwerke mit guten 2,6 Zentimetern Luft zwischen Tray und Seitenwand ausreichend Platz um alle Kabel zu verlegen. Mit den diversen Haltenasen für Kabelbinder ist auch für eine sichere Fixierung der Kabel gesorgt.

Die Rückseite des Mainboardtrays

Zum Schluss des Innenchecks nochmal ein Bild vom auf der letzten Seite angesprochenen USB 3.0-Anschluss-Stecker mit der optionalen Möglichkeit hier auf einen 2.0-Standard zu setzten. Ebenfalls auch nochmal der Hinweis, dass nur eine der beiden Varianten (USB 2 oder 3) angeschlossen werden darf.

Der USB2.0- USB3.0- Adapterstecker

Der Einbau

Folgendes Testsystem kam dabei zum Einsatz:

Motherboard MSI K9N Platinium
CPU AMD Athlon64 X2 4200+ EE 2200Mhz 2x512KB
RAM 1024 MB DDR2 800Mhz Corsair PC2-6400 CL5
Grafikkarte ATI Radeon HD 5850 (Cypress) (Core-Clock 775 MHz - Mem-Clock 1125 MHz)
Betriebssystem Microsoft Windows 7 64bit
CPU-Kühler Spire - TherMax 2 (SP679)
Festplatte 1 x 160GB Samsung HD160JJ 7200rpm sATAII
Netzteil Sea Sonic X-Series 460 Watt (Passiv, mit Kabelmanagement)

Mit Unterstützung der Montagehilfe für die Abstandsbolzen ging der Einbau unseres Mainboards wie im Fluge, ausreichend Platz zum angenehmen Arbeiten bietet der großzügig dimensionierte Innenraum allemal. Leider war der Lack auch in die Gewinde für die Abstandsbolzen gelaufen, weswegen wir zum Einschrauben auf einen Schraubendreher zurückgreifen mussten. Das muss besser werden! Anschließend fand unser Netzteil seinen Platz im Gehäuse, bei dem wir erstmalig auf ein Problem trafen. Die Schraublöcher waren nur mit großer Mühe übereinander zu bekommen, sodass sich eine Schraube eindrehen ließ.

Da keine andere Testseite hier Meldung machte, tippen wir auf eine Inkompatibilität zu unserem Netzteil bzw. ein Problem mit der Dämmung, welches wir nicht wirklich beheben konnten. Lediglich zwei von vier Schrauben waren so möglich einzudrehen. Nicht so ganz erfreulich ist dann auch der abplatzende Lack an der Schraubstelle. Einmal eingedreht, schon gibt es hässliche Spuren. Eine Kunststoff-Unterlegscheibe hätte hier helfen können. Was den Platz anbelangt, so ist davon ohne verbaute Komponenten auf dem Lüftersockel am Boden ausreichend für die Kabelbäume des Netzteils vorhanden.

Am Winkel des NTs gibt es dieses Mal nichts zu meckern, dort ist ebenfalls genügend Luft vorhanden und das NT wird nicht zerkratzt.

Der Begrenzungswinkel lässt genug Platz, um das Gehäuse des Netzteils nicht zu verkratzen

Anschließend musste auch eine Pixelschleuder in das System Einzug finden und an dieser Stelle war für unser Model ausreichend Platz für die Kabel zur Seite hin vorhanden, „übermäßig“ wäre aber zu viel des Lobes. Entnimmt man den HDD-Käfig ist über Platznot bei der Grafikkarte nicht zu meckern - anders sieht es aus, wenn man versucht den Käfig um 90° zu drehen. Bei unserer Testkarte, dessen Stromkabel noch nach hinten hin angeschlossen werden, war ein Einbau so nicht möglich.

Ähnliche Probleme gab es in Bezug auf den HDD-Käfig auch beim Netzteil zu verzeichnen. Wenn man z.B. aufgrund einer langen Grafikkarte oder eines Radiators den Käfig in den mittleren Bodenbereich versetzt, so kollidiert dies mit den Anschlusskabeln des Netzteils. Wir haben den oberen Block mal über die Schraubposition gestellt um zu zeigen wie eng das hier ist und um darzustellen, dass mit unserem Netzteil diese Konstellation nicht machbar gewesen wäre.

Setzt man einen Laufwerkkäfig vor das Netzteil, wird es knapp für die Kabelführung

Im nächsten Zug haben wir unsere Festplatte in einen freien Montagerahmen gesetzt und von der Unterseite mit den Gummi-Ringen gegen Vibrationen entkoppelt.

Auch für diverse Backplates ist das Gehäuse ausgelegt, da der Ausschnitt im Tray entsprechend großzügig gestaltet wurde. Das fertige System sieht dann so aus:

Lüfter und Lautstärke

Fractal liefert seinen neuen Tower mit drei vorinstallierten Lüftern der herstellereigenen Silent Series R2 aus, welche durch eine Verwendung von insgesamt 11 enganliegenden Rotorblättern und einem Drehzahlbereich zwischen mindestens 800 und maximal 1000 U/Min (+-10% bzw. 200 U/Min.) für einen ruhigen Lauf sorgen. In Kombination dessen mit dem für Langlebigkeit bekannten verbauten Hydraulig-Lager und den aus der Luftfahrt übernommenem Flügelkonzept der dickeren Flügelspitzen, welche zur Reduzierung der hörbaren Luftwirbel dienen, hat Fractal Design ein gelungenes Produkt geschaffen. Dabei muss jedoch erwähnt sein, dass die Schaufler speziell für die Verwendung als Systemlüfter konzipiert worden und nicht als CPU-Lüfter zum Einsatz kommen sollten. Begründet wird dies mit dem für dieses Einsatzgebiet zu geringen Luftdurchsatzes.

Die eng aneinanderreihenden Schaufelblätter haben hierbei die Funktion und wurden dahingehend optimiert ein möglichst geringes Geräuschniveau zu erzeugen. Der Hersteller gibt als maximalen Schalldruck 18,5 dB(A) an, was einem leisen, aber auch im Silentbereich eher durchschnittlichen Wert entspricht. Ebenfalls nennt er eine Anlaufspannung von unter 6 Volt, dessen Rotorstart z.B. in anderen Reviews jedoch bereits bei exakt 3,5 Volt begann und damit ein sehr gutes Ergebnis darstellt. Alle drei Kollegen benötigen dabei bis zu 0,3 Ampere Strom und liefern ganze ~3,6 Watt Leistung.

Lüfter 140 x 140 x 250 mm
Gewicht 149 gramm
Spannung 12 V
Anlaufspannung 3,5 - 6 Volt
Anschluss 3-Pin
Lagertyp Hydraulik-Lager
Min/Max Schalldruck 14.9 / 18.5 dB(A)
Min/Max Luftdurchsatz 89,70 / 112,13 m 3 /h
Min/Max Luftdruck 0.54 / 0.84 (mm H 2 O)
Farbe Schwarz, weiße Schaufelräder
Beleuchtung Keine
Leistungsaufnahme ~ 3,6 Watt
Ampere 0,3 A
Geschwindigkeit 800-1000 U/Min (± 10% bzw. 200 U/Min)

Im Betrieb haben wir selbstverständlich die Lautstärke der Lüfter bzw. des geschlossenen Gehäuses gemessen, dazu kam ein passives Netzteil als Stromquelle zum Einsatz und alle Lüfter von CPU sowie Grafikkarte wurden angehalten. Aus einer Entfernung von 30 Zentimeter, fixiert auf einem Stativ, haben wir unser Schallpegelmessgerät Voltcraft SL-100 in Stellung gebracht. Das Gehäuse ist dabei geschlossen und nur die verbauten Lüfter sind in Betrieb. Als Messung kommen die Spannungsstufen 12V, 7V und 5V zur Anwendung. Wir verwenden diese Messmethodik, um eine nachvollziehbare Beurteilung zu erreichen. Auf die Verwendung eines laufenden Testsystems ist bei der Schalldruckmessung aus Gründen der kaum zu realisierbaren Vergleichsmessung verzichtet worden. So beurteilen wir das Gehäuse mit seinen Lüftern an sich allein.

Wir haben direkt beim Start auf 12 Volt festgestellt, dass man von leisen Lüftern doch deutlich weg ist. Gerade der Lüfter im Deckel macht nicht nur den meisten Lärm, sondern er klackert, schleift und brummt dazu noch kräftig. Stößt man gegen das Gehäuse, so hört man dieses Klackern nochmal deutlicher. Am schlimmsten ist das Klackergeräusch jedoch bei den niedrigeren Spannungsstufen 5 und 7 Volt. Die Lüfter in der Front und im Heck waren bei 12 Volt zwar auch nicht gerade leise, aber hatten wenigstens ein sauberes Laufgeräusch. Gerade im komplett geschlossenen Gehäuse legt der Deckel-Schaufler kräftig an Brummgeräuschen zu und schafft es hin und wieder auch, ein durchgehendes Klackern zu erzeugen, dass sich ähnlich wie eine permanente Vibration anhört.

Da die anderen Exemplare einen ruhigen und akzeptablen Lauf hinlegen, diese Lüfter-Serie bei uns bereits bekannt ist und für gut befunden wurde (aus diversen Fractal-Tests), ordnen wir den Fauxpas der großen Serienstreuung dieser Modelle zu. Im Übrigen verging nach knapp 10 Minuten das permanente Klackern - brummtechnisch gab es jedoch keine Besserung. Die Lüfter sind jedoch leistungsstark und wirbeln im Gehäuse die Luft ordentlich durch - dabei bleibt die Spannung der Lüftersteuerung konstant und auch die Frontklappe neigte in der Praxis nicht zum befürchteten Klappern.

Wasserkühlungskompatibilität:

Selbstverständlich ist, wie bereits mehrfach angemerkt, das Gehäuse auch für die Freunde einer Wasserkühlung geeignet. So lässt sich in der Front bei entfernten oder repositionierten HDD-Käfigen ein bis zu 240 mm großer Radiator verbauen. Im Deckel kann ebenfalls ein 240 mm-Modell zum Einsatz kommen - wobei einige Anwender hier auch einen 280iger unterbringen konnten. Testen konnten wir dieses leider nicht. Im Heck vom Case kann der Anwender dann auch noch einen 120/140 mm Radiator verbauen, oder diesen in der 120 mm-Version auch anstelle eines optionalen Lüfters am Boden montieren. Was nicht möglich ist, sind externe Radiatoren, da hierzu die notwendigen Schlauchdurchlässe in der Rückwand fehlen.

Verarbeitungsqualität:

Allgemein ist die Verarbeitungsqualität zwar in Ordnung, aber es gibt hier und da Dinge die bei einem Preis von knapp 80 Euro nicht wirklich zufriedenstellend sind. Beim Thema Lackierung ist soweit alles im Lot, es gibt keinen Lacknebel oder störende Blasen und ausreichend robust ist der Farbanstrich auch noch - jedoch nicht überall. So hat man gerade bei den Netzteilschrauben relativ schnell abplatzenden Lack durch die Verschraubung. Was aber auch zur Bewertung der Verarbeitungsqualität dazu zählt ist wie der Lack aufgetragen wurde - also auch evtl. vorhandener Lack in Schraub-Gewinden. Und davon ist leider auch der R2 betroffen, was ärgerlich ist, da dieses bei einer Vormontage der Bolzen vermeidbar gewesen wäre. Rund um den Korpus ist aber soweit alles in Ordnung. Bei den Übergängen vom Metall-Body zu Kunststoffteilen gibt es bei Konkurrenzprodukten oftmals unsaubere Spaltmaße - beim Arc Midi ist alles stimmig, nicht zu 100% perfekt aber auf einem sehr guten Level, so dass es keinen Grund zum Tadel gibt. Alle Kanten sind abgerundet oder mit einem Gummi-Ring versehen und beugen Schnittverletzungen und Kabelbeschädigungen vor.

Weitere Messungen:

Mario Kramer meint …

Mario Kramer

Es ist nicht einfach einen subjektiven Eindruck an die breite Userschaft zu vermitteln, ohne auf Gegenmeinung zu stoßen. Wir haben das Gehäuse nun einige Zeit im Test gehabt und konnten damit im Praxisbetrieb bewerten, ob zum einen die dargebotene Feature-Liste auch das Hält was versprochen wurde und zum anderen konnten wir die Wertigkeit des Gehäuses insgesamt beurteilen. Neben dem tollen Design das trotz seines dezenten Auftretens stets edel wirkte, hat das Gehäuse nicht nur einen gerade im Innenraum vernünftig aufgetragen Lack, sondern weiß optisch durch die Kontrastelemente zu überzeugen. Im Bereich der Features stellt sich die Masse als positiv dar; So wurde auf ein in dieser Preisklasse oft eingesetztes, meist billiges Arretierungssystem verzichtet und auf die altbewährte Montageart mit Rändelschrauben gesetzt. Diesen Punkt empfinden wir als vernünftig, da ein werkzeugloses System zwar seine Vorteile haben mag, sich im Bereich der Qualität und Haltbarkeit dennoch nicht selten als Ärgernis offenbarte. Gerade im Hinblick auf die Verwendung mit mehreren Grafikkarten hat der User auch einen Anspruch auf ein Arretierungssystem, dass diese Karten sicher und zuverlässig festhalten kann.

Das kräftige Belüftungskonzept samt Staubschutzfilter sorgt auch bei hitziger Hardware für einen ordnungsgemäßen Wärmeabtransport und ist dabei noch angenehm laufruhig - auch wenn der Silentbetrieb nicht erreicht ist. Das Konzept des Aufbaus basiert auch auf Erfahrungswerte und wurde in großen Teilen sehr gut umgesetzt. Dennoch gibt es gerade hier so einige Schwächen, die nicht so wirklich ins positive Bild passen wollen. Unsere mittellange HD5870 war mit ihren Anschlüssen schon so lang, dass eine Montage des HDD-Moduls in der um 90° verdrehten Variante nicht machbar war. Gleiches Problem stellt sich mit einer Montage in der Mitte des Gehäusebodens, wo das Modul mit dem Anschluss-Panel unseres modularen Netzteiles kollidieren würde. Es ist also eine schöne Sache, gerade für Freunde der Wasserkühlungen, dass man nun für eine gewisse Variabilität bei der Verwendung des Gehäuses sorgt, aber an dieser Stelle hätte das Konzept dann mit klaren Hinweisen auf Einschränkungen im Bereich der Modulplatzierung erfolgen müssen - Fractal Design erlaubt schließlich die Montage von Netzteilen bis 170 mm Tiefe (das Test-NT misst gerade mal 160 mm).

So muss man sich fragen, wie das Gehäuse nun sinnvoll eingesetzt werden kann. Nutzt man z.B. einen Radiator in der Front, kann es Problem mit dem HDD-Modul und dem NT geben, wenn man dieses in der Mitte platziert. Möchte man den Käfig nur um 90° gedreht verbauen um den Luftstrom zu optimieren, ist auf die Wahl der Grafikkarte zu achten, da es hier schnell eng werden kann. Bei den weiteren Features haben wir noch zu mausern, dass der Resetbutton zu klein gestaltet wurde und auch, dass keine 3,5" Blende für den 5,25" Schacht mit im Lieferumfang enthalten war. Wiederum sehr positiv fanden wir die Lösung mit der internen USB-Verkabelung, welche es auch Anwendern mit Systemen ohne USB 3.0-Pinheader-Anschluss auf dem Mainboard ermöglichen alle vorhandenen USB-Ports ohne Umwege zu nutzen.

Beim Thema Verarbeitung gibt es soweit eigentlich kaum was zu meckern, alles ist für den Preisrahmen in dem sich das Gehäuse aufhält mehr als vernünftig und muss sich keineswegs verstecken. Kleine Schwächen gibt es natürlich: So haben wir gerade im Netzteilbereich kleine Lackmängel gefunden, ungenaue Lochmaße bei der Netzteilmontage (ggf. bedingt durch die Schallschutz-Features) oder auch das leidige Thema der Gummi-Manschetten, welche sich wieder sehr leicht aus ihren Rahmen lösten.

Was die Zielausrichtung dieser Gehäuseserie anbelangt, so stellte sich das Arc Midi R2 sehr potent dar und bot mit den vorinstallierten Lüftern genügend Kühlleistung, um für einen reibungslosen Wärmeabtransport zu sorgen - ohne dabei eine Gratisrunde Ohrstöpsel verteilen zu müssen. Die Lüfter arbeiten bis auf den Ausreißer im Deckel sauber und leise genug, um kaum wahrgenommen zu werden - lassen sich bequem über die Lüftersteuerung regeln und sind bewährte Fractal-Qualität. Der Kollege in Deckel fällt vermutlich unter die Serienstreuung und weißt neben einem Klackern auch Lagerschleifen und starke Vibrationen auf. Ein Montagsmodell erwischt? Da uns diese Serie schon bekannt ist und wir bisher keine nennenswerten Probleme feststellten, haben wir mit dem Deckel-Schaufler wohl ein defektes Modell erwischt. Der fairnesshalber nehmen wir ihn zur Beurteilung des Gesamtergebnisses daher aus der Wertung heraus und lassen diesen im späteren Verlauf reklamieren.

Alles in allem ist das Gehäuse natürlich für die bekannten Zwecke auf jeden Fall mehr als brauchbar und damit auch direkt zu empfehlen - gerade im Hinblick auf den akzeptablen Preis. Anders sieht diese Sache jedoch aus, wenn der User vorhat die diversen Modulareigenschaften voll auszunutzen - hier empfehlen wir auf die XL-Version des Arc zu warten, dessen baldiges Kommen wir bereits recherchieren konnten. Es steht und fällt mit unserem Fazit also mit der verwendeten Hardware. Das Gehäuse ist als Update-Version aber gelungen und bekommt deswegen auch unsere Redaktionsempfehlung.

  • Positiv
  • Funktionelle Features
  • Tolle Optik
  • Gute Verarbeitung
  • Ausreichend Platz hinterm Tray
  • Flexibles & effektives Lüfterkonzept
  • Staubfilter rundum
  • Lüftersteuerung
  • Effektive HDD-Entkopplung
  • Einfache Montage
  • Großzügiges Montageloch im Tray für den Kühlerwechsel
  • Sowohl für USB 2.0- und 3.0-Mainboard geeignet
  • Reichhaltiger Lieferumfang
  • Arretierungssysteme bieten festen Halt
  • Neutral
  • Negativ
  • Schwächen in der Verarbeitung des Lackes
  • Kabelmanagement-Durchlässe nicht geklebt
  • Lüfter nicht 100% silenttauglich
  • Deckellüfter hat wohl Lagerschaden - außer Wertung
  • Fehlende 3,25“ Blende
  • Variabilität mit Einschränkungen

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