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  • Montag, 25. Januar 2021
Cooler Master Hyper 412S

Cooler Master Hyper 412S: Silent-Wunder

Einleitung

"Jahr des Silence" wollten die Mannen bei Cooler Master ausgerufen haben. Auch wenn sich dieses nun dem Ende geneigt hat, noch kein Grund, Jubelrogien zu verfallen: Einer geht immer noch. In diesem Falle musste "Einer" im neuerdings mit harten Bandagen umkämpften Midrange-Markt gehen, um die Lücke zwischen dem kompakten Low-Budget Modell 212 und dem wuchtigen 612 zu schließen.

Entsprechend der Namensgebung nutzt der 412S Elemente sowohl des großen als auch des kleinen Bruders: Vier Heatpipes, Continous Direct Touch und der vom 612S bekannte, leise werkelnde 120 Millimeter breite Lüfter sollen eine gänzlich neue Geschmacksrichtung für europäische Silent-Gaumen ergeben. Ob das reicht, um im hochkarätig besetzten Segment gegen die Konkurrenz von Enermax, Thermalright und Arctic zu bestehen, verrät unser Test auf den folgenden Seiten.

Technische Daten im Detail und Lieferumfang

Modell Cooler Master Hyper 412S
Preis ~30 €
Besonderheiten Continous Direct Touch
Gesamtmaße (B x H x T) 130 x 160 x 99 mm
Gewicht mit Lüfter 631 g
Überbaute RAM-Slots(mit Lüfter)* 1
Lamellenabstand 2 mm
Heatpipes 4 - Ø 6 mm
Lüfter Cooler Master OEM
Anschluss 3-Pin
Kabellänge 300 mm
Geschwindigkeit 900 / 1300 U/Min
Förderleistung** 61.88 / 89.36
dB [A]** 16.1 / 22.5
Kompatibilität LGA 2011, 1366, 1156, 1155, 775  FM1, AM3, AM2+, AM2
* Slots sind bei Modulen mit
hoch bauenden Heatspreadern
(z.B. Corsair Dominator) versperrt
** Herstellerangaben

Die typisch weiß-violette Verpackung enthält von Cooler Master bekannten Inhalt: Das vom Hyper 212 bekannte Montagesystem, zweistufig per Backplate mit freier Ausrichtung auf allen Sockeln, eine kleine Tube Wärmeleitpaste, Werkzeug, eine Überwurfnuss und einen zweiten Satz Lüfterklammern. Für den Rotor gibt es außerdem einen Spannungsadapter, der die Drehzahl von 1300 auf 900 U/Min reduziert.

Im Gegensatz zu den beiden Brüdern wurde der rund 30,- € teure 412S nicht ganz im klassischen Klotzdesign geschnitten: An zwei Stellen weichen die Lamellen erheblich von der gedachten Linienführung ab, was dem Kühler einen eigenen Look verleiht. Ansonsten weisen die Kühlfinnen aber, für den aktuellen Stand der Technik eher ungewöhnlich, kaum aerodynamische Optimierungen auf. Immerhin, eher unüblich in der Preisklasse, sind sie mittels einer Reihe Haltenasen stabilisiert. Viel hilft das aber nicht, denn die Ecken bleiben beweglich, obwohl die Materialstärke permanente Optik-Schäden verhindert. Im Vergleich zum 212 Evo fallen außerdem die etwas größeren Abmaße und damit die höhere Oberfläche auf, was der Leistung zu Gute kommen dürfte.

Innovativer wurde der Deckel gestaltet: Die oberste Lamelle ist lediglich verschraubt und lässt sich daher abnehmen - ideal für Modder, die mit dem voraufgetragenen Silber nicht zufrieden sind. Ebenfalls für schönen Look sorgen die vier Heatpipes im Nickelgewand. Auf der Unterseite geht Cooler Master wie schon beim Hyper 212 Evo neue Wege: Obwohl die Wärmeröhren direkt auf der CPU aufliegen, bilden sie eine einheitliche Fläche ohne Fugen, was als Continous Direct Touch firmiert und die beim gewöhnlichen Direct Touch-Verfahren problematische Auslastung verbessern soll. In simpel: Mehr Kontaktfläche, mehr Wärmeleitung.

Der mitgelieferte Lüfter der "S"-Edition dreht im Gegensatz zu dem Modell im normalen 412-Kühler (600-200 U/Min) mit 1300 bzw. per Adapter mit 900 Umdrehungen. Richtig regelbar allerdings ist diese Modell dank des 3-Pin-Anschlusses nicht, dafür überzeugt die Optik: Rahmen, Flachbandkabel und Stecker erfreuen sich schwarzer Farbe, die Lüfterblätter im Blade-Design hingegen wurden halb transparent gehalten. Das Lager liefert einen ordentlichen Job ab und zeigt sich weitestgehend unauffällig, der Preisklasse also angemessen. Für den Dual-Fan-Betrieb bleibt leider entweder der Erwerb zweier alternativer Exemplare oder der Weg in den Cooler Master Ersatzteilshop - das Modell ist im Handel nicht erhältlich.

Die Montage

Da der Hyper 412 das gleiche, zweistufige Montagesystem wie die 212-Serie nutzt, erfordert der Einbau des Neulings keine großen Anstrengungen: Erst wird die Backplate mit dem Mainboard und dann der Kühler mit der so entstandenen Unterkonstruktion verschraubt, was den Ein- und Ausbau des Kühlers von nur einer Seite ermöglicht. Abschließend wird der Kühler mittels der Scherenhalterung angepresst, die Schrauben über Kreuz angezogen. Im direkten Vergleich mit der Konkurrenz - insbesondere Thermalrights Budget-Serie - ist das System zwar einen Hauch umständlicher gelöst, erlaubt aber auch auf AMD-Mainboards die beliebige Ausrichtung des Kühlers, was eben wiederum die Mitbewerber nicht können. Achtung: Wer die Spannschrauben des Kühlers mit Macht festdreht, freut sich beim Ausbau, wenn deshalb die Gewinde darunter mitdrehen. Werkzeug braucht der muntere Bastler hingegen nicht, für sämtliche mit dem Kühler möglichen Operationen liegt das passende Universalstück bei.

Die Lüftermontage erfolgt wie üblich über zwei Plastikclips, mit denen der Ventilator verschraubt wird. Eine Entkopplung ist per Gummipads vorgesehen. Gegenüber herkömmlichen Lüfterklammern lässt sich das Cooler Master-System auch und gerade in beengten Umgebungen in Kompaktgehäusen ohne Mühen montieren. Bezüglich der Anleitung gibt es Gewohntes: Ein ebenso monströses wie unübersichtliches multilinguales Exemplar mit fast schon gewohnten Schwächen in der Übersetzung ("Drücken Sie die Montagehalterung nach unten und halten Sie sie in Richtung der Pumpe gedrückt"). Lustig: In jedem Modell sind andere Fehler enthalten. Besser fährt man mit der rein englischen Variante, die größeren Überblick durch geringere Abmaße und präzisen Ausdruck ermöglicht. Für alle Fälle helfen aber stets die beigefügten Skizzen.

Die Montagehalterung

Entsprechend der eher kompakten Größe des Kühlers fällt der Platzbedarf gering aus. In herkömmlichen Midi-Towern tritt der diese Kreation entsprechend zurückhaltend auf. In dieser Preisklasse bleibt derlei aber kein ungewöhnlicher Anblick, wenn man den im Vergleich monströsen Thermalright HR-02 Macho außen vor lässt.

Das Testsystem

Für unser Testsystem setzen wir auf ein Lian-Li PC60FN Gehäuse. Gegenüber einem offenen Testaufbau erhalten wir praxisnahe Ergebnisse, auch wenn durch die Vielfalt an Komponenten und Konfigurationen keine hundertprozentig übertragbaren Werte generiert werden können.

Allgemeiner Aufbau des Testsystems (hier mit einem Thermalright HR-02 abgebildet)

Zur Geräuschreduktion haben wir sämtliche Gehäuselüfter durch besonders leise Varianten ersetzt und an einer Scythe Kaze Master Lüftersteuerung angeschlossen. Im Heck schaufelt nun ein Noiseblocker Multiframe M12 S2 Luft (650 U/Min), ebenso wie auf dem CPU-Kühler, einem Thermalright HR-02. Dieser zeichnet sich für den Intel Core i7 920 im C0-Stepping zuständig - ein echter Hitzkopf mit 130 Watt TDP, der wie geschaffen für unseren Kühlertest ist. In die Front setzen wir einen Noctua NF-P14 FLX, der mit nur 450 U/Min rotiert. Da die meisten Nutzer Krach nicht mehr mit Leistung gleichsetzen, orientieren wir uns hier an den momentanen geräuschtechnischen Anforderungen. Die Festplatte hingegen muss sich in ein Scythe Quiet Drive zwängen und wird mittels eines einfachen Baumarktschwammes auf dem Gehäuseboden entkoppelt. Als Testkarte nutzen wir eine AMD HD3870 im Referenzdesign, die von einem Scythe Musashi gekühlt wird, dessen Lüfter während der Benchmarks auf 5V gedrosselt laufen.

Testsystem:

  • Intel Core i7 920 (3,4 GHz)
  • Asus P6TD Deluxe
  • 6 GB DDR3 1333
  • Western Digital Black 640 GB
  • Antec TruePower New 550 W
  • AMD HD3870 (Scythe Musashi)

Zur Leistungsmessung belassen wir den Rechner nach dem Einschalten zunächst 15 Minuten im Leerlauf. Anschließend belasten wir ihn eine weitere Viertelstunde mit Core2MaxPerf in der Version 1.7. Hierbei werden alle acht logischen Kerne der CPU belastet. Temperatur und Takt werden dabei mit RealTemp 3.60 beobachtet. Nach Ablauf der Zeit wird ein Mittelwert aus den Ergebnissen der einzelnen Kerne gebildet. Aufgrund der mit zunehmender Differenz zum Notabschaltpunkt ungenauer werdenden Temperatursensoren verzichten wir auf Messungen im Idle-Betrieb. Reicht der Kühler unter Last aus, tut er das ohne erst recht. Dank eines Raumthermometers können wir Delta-T- Werte [K] ermitteln. Dabei ist die durchschnittliche Temperatur aller vier Prozessorkerne maßgeblich, weshalb wir die Ergebnisse mit einer Nachkommastelle ausgeben. Eine gewisse Messtoleranz lässt sich bei aller Umsicht dennoch nicht vermeiden. Um gleiche Voraussetzungen für alle Kühler zu schaffen, kommt für die Tests ausschließlich MX-2-Wärmeleitpaste von Arctic an CPU und Kühler. Sämtliche Runs werden zweimal ausgeführt: Sowohl mit dem Normaltakt des Prozessors (2,67 GHz) als auch in moderat übertaktetem Zustand (3,4 GHz ohne Spannungserhöhung). Die Geschwindigkeitsstufen mit 100, 75 und 50 Prozent der Maximaldrehzahl werden ebenso wie die Drehzahlmessungen zwischen 500 und 1200 U/Min mit der Scythe Kaze Master Lüftersteuerung eingestellt.

Die Lautstärkemessungen erfolgen mithilfe eines Voltcraft SL-100 Schallpegelmessgerätes. Dieses wird aus 15 Zentimetern Entfernung zum offenen Gehäuse auf Höhe des CPU-Kühlers mittels eines Statives fixiert. Abgelesen wurde zur Minimierung von Interferenzen aus einer Entfernung von einem guten Meter zum SL-100. Um Nebengeräusche zu verhindern, erfolgten die Messungen in einer ruhigen Wohnsiedlung („Dorf“) vormittags und in der Nacht. Zudem wurden die Lüfter im Testsystem deaktiviert, wodurch lediglich die Festplatte und das Netzteil für Nebengeräusche sorgten.

Für die neuen Testkriterien ziehen wir Durchschnittswerte aus den Messergebnissen heran. Die reine Leistung wird aus dem Mittelwert der Overclocking-Tests mit 100, 75 und 50% Drehzahl gebildet. Das gleiche Verfahren wird bezüglich der Lautstärke angewendet. Wir sind uns natürlich darüber im Klaren, dass diese Kriterien spezielle Einsatzszenarien wie den Ultra-Silent-Betrieb mit wenig oder gar keiner Drehzahl nicht abdecken. Für solche Anwendungsprofile empfiehlt sich ein Blick sowohl in die Charts mit festen Drehzahlen als auch den Passivtest, um selbst einen Favoriten zu wählen. Unsere Rangliste richtet sich dementsprechend an die große Mehrheit der "Standarduser". Für extreme Anwendungsgebiete haben wir unsere Benchmarks zudem um einen weiteren Bereich ergänzt: Mit 3,8 GHz bei 1,36 Volt Spannung zeigen wir Weber, wie ein Grill heizen muss. Hier können (und sollen) sich High-End Kühler profilieren, während gleichzeitig Übertakter, die die Spannung bis an das Herstellerlimit setzen, Anhaltspunkte für eine Kaufentscheidung finden.

Temperaturen 1 - Standardtakt & Passiv

Obwohl die ersten Ergebnisse zunächst schlecht aussehen, relativiert sich die Leistung im Hinblick auf die Drehzahlen. Mit nur 1300 U/min maximaler Drehgeschwindigkeit verfügt der 412S in seiner Preisklasse über den in unserem Testfeld langsamsten 120 mm-Lüfter. Mit sinkender Rotationszahl kann der Neuling sogar zulegen, obwohl er durch seinen ohnehin schon langsamen Lüfter hier eher im Nachteil sein sollte - Cooler Master hat offenbar alles richtig gemacht. Im Mittel liegt Modell 412 also auf Augenhöhe mit der Konkurrenz von Arctic, Enermax und Thermalright.

Kompakte Abmaße, nur vier Heatpipes, keine Strömungsoptimierungen: Der 412S ist für den lüfterlosen Betrieb zumindest bei diesen Abwärmeleveln nicht geeignet.

Temperaturen 2 - Overclocking

Mit gesteigertem Takt verbannt es den Neuzugang ans Ende des Testfeldes. Der mit einem ähnlich schnell drehenden Lüfter bestückten Freezer 13 Pro von Arctic kann aber geschlagen werden. Die mit rasanteren Rotoren bestücke Konkurrenz, je nach Modell bis zu 2000 U/Min, kann sich nun etwas stärker absetzen, erzeugt jedoch dabei ein deutlich höheres Geräuschniveau. Mit halbierter Drehzahl bricht die Leistung bereits etwas stärker ein - hier läuft der 412S bereits außerhalb des optimalen Leistungsbereiches.

Temperaturen 3 - Fixierte Drehzahlen mit Overclocking

Mit 1200 U/Min liegt der 412S im Mittelfeld seiner Preisklasse, vor Freezer und Hyper 212 aber hinter True Sprit und ETS-T40. Mit sinkenden Drehzahlen entpuppt sich der Silent-Knecht als Fisch im Wasser, was ihn vor die Produkte der Konkurrenz schiebt. Insbesondere mit nur 500 Umdrehungen verdient die Leistung Lob, liegt sie doch auf dem Niveau weitaus üppiger bestückter Kühler. Ein stärkerer Effizienzabfall wird ohnehin erst unterhalb der 1000 U/Min sichtbar, womit sich sowohl Spannungsadapter als auch die Maximaldrehzahl als gut gewählt erweisen.

Temperaturen 4 - Overclocking II

Das Extremszenario zeigt den Hyper 412S in der Spitzengruppe für Kühler seiner Ausstattung und Größe, wenngleich die Unterschiede nunmehr sehr gering sind. Entsprechend fällt der Leistungsgewinn im Verhältnis zu anderen Produkten bei reduzierter Drehzahl ebenfalls nicht mehr ins Gewicht. Trotzdem: Der 412S zeigt für seine Klasse insgesamt wirklich gute Ergebnisse!

Lautstärke 1 - Nach Drehzahlleistung

So wie die geringe Maximaldrehzahl den 412S bei den absoluten Leistungswerten nach hinten schiebt, so schiebt sie ihn bei der Lautstärke wiederum nach vorne: out-of-the-box führt Cooler Master eines der leisesten bisher getesteten Modelle vor. Mit voller Geschwindigkeit gibt der Kühler zwar Laut, bleibt aber nur hörbar und wird nie störend. 75% Drehzahl machen den Lüfter dann sehr leise, halbierte Umdrehungen sogar unhörbar.

Lautstärke 2 - Mit fixierten Drehzahlen

Feste Drehzahlen relativieren das Bild jedoch etwas: Gerade bei Drehzahlen oberhalb der Tausend machen sich bei genauem Hinhören leichte Lagergeräusche bemerkbar, wiederum nicht unüblich in dieser Preisklasse. Darunter dreht der Lüfter jedoch leise und überzeugt durch ein angenehmes und gleichmäßiges Betriebsgeräusch. Eine dynamische Regelung per PWM wäre allerdings das Tüpfelchen auf dem "i" gewesen, selbst wenn die per Adapter wählbaren 900 bereits sehr leise waren und von einer ungedämmten HDD mit 7200 U/Min in der Regel übertönt werden dürften. Das Argument des etwas leiseren Betriebes durch den Verzicht auf die Pulsweitenmodulation zieht angesichts der technischen Fortschritte in diesem Bereich kaum noch - ärgerlich, zumal der Kühler für niedrigere Drehzahlen genug Reserven bietet.

Max Doll meint …

Max Doll

Obwohl der 412S ein Mittelding zwischen 212 Evo und 612S sein soll, ist er doch mehr als beide Kühler: Cooler Master hat einfach das Beste zweier Modelle kombiniert. Damit glänzt der Silent-Kühler durch die einfache, zweistufige Montage mit flexibler Ausrichtung des 212er, dem guten Lüfter des 612S und einer umfangreichen Ausstattung inklusive einer zweiten Rotorhalterung. Visuell besteht ebenso wenig Grund zur Klage: Vernickelte Heatpipes und die silberne Lamellenabdeckung, dank Demontagemöglichkeit individuell lackierbar, erfreuen Modder und Nutzer mit Seitenfenster. Edel!

Dahinter bleibt die Leistung nicht zurück: Obwohl absolut betrachtet fast jeder Kühler des Testfeldes bessere Leistungen bei Maximaldrehzahl abliefert, lärmt ebenso fast jeder Kühler deutlich lauter. Gleichzeitig verbessert sich die Performance des 412S mit sinkender Drehzahl in Relation zur Konkurrenz. Für Ausstattung und Preis überrascht das, vor allem aber positioniert das den Kühler vor True Spirit und Freezer 13 Pro. Lediglich der ETS-T40 von Enermax bietet ein insgesamt ähnliches Paket aber mit einem etwas anderen Schwerpunkt.

Der einzige wirkliche Kritikpunkt ergibt sich aus dem nicht regelbaren Lüfter bzw. dem Fehlen eines Ultra-Silent-Adapters. 900 U/Min sind zwar dank des guten Lagers sehr leise, aber durchaus noch knapp wahrnehmbar, sehr stille Umgebung vorausgesetzt. Abgesehen davon bietet der 412S aber ein exzellentes Paket für Silent-Freunde, mit durchschnittlichen Overclocking-Ambitionen und CPUs im normalen Verbrauchssegment. Darüber oder gar für den semipassiven Betrieb schleicht sich jedoch für nur 3 Münzen mehr der HR-02 Macho an, der in einer anderen Leistungsklasse mit deutlich mehr Reserven agiert. Insofern müsste der 412S noch ein paar Euro im Preis fallen - dann aber erwirbt man in der Preisklasse einen der besten Kühler am Markt, der für Normaluser sowohl stark als auch leise genug ist.

  • Positiv
  • Gute Leistung bei niedriger Drehzahl (unter 1.000 U/Min)
  • Sehr gute Leistung bei 500 U/Min.
  • Leise unterhalb 1.000 U/Min.
  • Spannungsadapter im Lieferumfang
  • Generell leise
  • Werkzeug, zweites Paar Lüfterklammern
  • Lüfter entkoppelt & austauschbar
  • Freie Ausrichtung bei AMD-Sockel
  • Relativ kompakt
  • Neutral
  • Geringe Reserven
  • Negativ
  • Bei max. Drehzahl leichte Lagergeräusche
  • Kein PWM-Lüfter
  • Überbaut einen RAM-Slot (je nach Board)

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