Willkommen

Passwort vergessen? Noch kein Mitglied? Jetzt registrieren

Tech-Review.de

  • Dienstag, 29. September 2020
  • RSS
Cooler Master Hyper 212 Plus

Cooler Master Hyper 212 Plus: Günstiger Gigant?

Einleitung

Nachdem wir mit der Freezer-Serie von Arctic jüngst unser Testfeld auf entry-class CPU-Kühler ausgedehnt haben, folgt nun mit dem Hyper 212 Plus von Cooler Master der zweite Streich. Bereits der Name kündigt ganz unbescheiden Großes an - ebenso wie die Rahmendaten. Kompakte Abmaße, vier Heatpipes, eine Backplate-Montage und ein reichhaltiger Lieferumfang sollen die werte Kundschaft überzeugen.

Für 22 Goldstücke wechselt der Hyper den Besitzer - wir haben uns den Zauberkühler daher kurzerhand geschnappt, und wollen nach der jüngst getesteten Freezer-Serie von Arctic erneut wissen, wieviel Produkt man für wenig Geld auf den heimischen Prozessor schnallen kann. Ob uns unsere CPU im nunmehr zweiten Versuch mit einem sehr günstigen Kühler endgültig schmollend verlässt - die Gute ist ein ziemlicher Heißsporn - oder ob sie sich durch das vorliegende Produkt besänftigen ließ, erfahren Sie auf den folgenden Seiten!

Technische Daten und Lieferumfang

Ungewöhnliche Wege geht Cooler Master bei der Verpackung des Hyper Plus Kühlers. Ein weißer Grundton wird mit violetten Aktzenten versehen - irgendwie muss man wohl auffallen. Wie üblich finden sich Angaben zur Kompatibilität und den wichtigsten Features auf der Außenseite.

Im Inneren darf man neben dem Kühler und dem PWM-Lüfter auch ein Tütchen mit viel Zubehör entnehmen. Zusätzlich gibt es einem lobenswerten zweiten Satz Lüfterklammern, eine kleine Tube Wärmeleitpaste sowie das Befestigungsmaterial, das auf eine Backplateverschraubung samt Scherenhalterung setzt, dazu. Angesichts des eher geringen Gewichtes von nur 642 Gramm inklusive Lüfter ein lobenswerter Zug.

Der Cooler Master Hyper 212 Plus mit seinem Zubehör

Die wichtigsten Features des Hyper 212 Plus benennt Cooler Master wie folgt: Einmal die Möglichkeit, einen zweiten Lüfter zu montieren - die Klammern liegen bei, dann die universell einsetzbare Verschraubung, die sowohl zu AMD- als auch Intel-Sockeln kompatibel ist. Desweiteren ist man stolz auf die Heatpipe-Direct-Touch-Technologie. Hier liegen die Heatpipes direkt auf der CPU auf und sind nicht, wie sonst üblich, in eine Kupferplatte integriert. Das spart Kosten, bringt tatsächlich aber sonst keinen Vorteil. Hier firmiert die Choose als "Direct Contact Heatpipes". Grundsätzlich aber finden wir gute Anlagen vor.

Am Kühlkörper fällt neben dem kantigen Klotzdesign zunächst das große, eingestanzte Herstellerlogo auf - das übrigens auf allen Lamellen vorzufinden ist, nicht nur auf der obersten. Die Aluminiumleiter sind leider nicht stabilisiert. Gefahr, sie zu verbiegen, besteht aber zum Glück nur an den Ecken, ansonsten zeigen sie sich enorm stabil. Mit einem Abstand von gut 2 Millimetern sollten sie auch mit geringer Drehzahl noch für guten Wärmetransfer sorgen. Angesichts der eher geringen Höhe von nur knapp 160 Millimetern und der kompakten Ausdehnung in Breite und Tiefe sollte man allerdings keine Wunder erwarten, denn allzu viel Oberfläche steht für den Betrieb mit sehr langsam drehenden Lüftern nicht zur Verfügung. Der Preisklasse entsprechend hat Cooler Master den Kühler sowie die Heatpipes naturbelassen, auf eine Nickelschicht wurde ebenso verzichtet wie auf eine Kappe für die Wärmeröhren. Die Verarbeitung ist jedoch trotz der eher unspektakulären Erscheinung piekfein, d.h. sauber.

Beim Lüfter handelt es sich optisch um ein Exemplar der Blade-Fan Serie aus gleichem Hause. Die Produktbezeichnung entstammt der Form der Lüfterblätter und soll wohl an einen Dolch oder ein Messer erinnern. Über einen 4-Pin PWM-Anschluss und ein 30 Zentimeter langes Kabel wird das Förderwerk mit Strom und Regelung versorgt, insgesamt stehen Geschwindigkeiten zwischen 600 und satten 2000 rpm zur Auswahl. Ein Teil der Kühlleistung wird also wieder über extrem hohe Drehzahlen gemacht - gut, dass der Lüfter mit Gummipads auf der Rückseite entkoppelt ist. Weniger gut ist, dass ein Austauschlüfter dann nicht mehr vom Kühler gelöst ist und Vibrationsgeräusche erzeugen kann. Das trifft auf den optionalen zweiten Lüfter zu, denn der Blade-Fan auf dem Hyper 212 Plus ist in dieser Form (zum Glück) nicht im Handel erhältlich - die Modellbezeichnung auf der Rückseite ist eine völlig andere als bei den Retail-Varianten. Wo der Unterschied liegt? Im Lager und Motor! Hier wurde leider massiv gespart.

Technische Daten:

Modell Hyper 212 Plus
Preis ~22 €
Gesamtmaße (B x H x T)
116 x 159 x 51 mm
Gewicht mit Lüfter
642 g
Verdeckte RAM-Slots
0
Lamellenabstand
2 mm
Heatpipes  4 - Ø 6 mm
Lüfter 120 mm Cooler Master Blade OEM
Anschluss
4-Pin PWM
Geschwindigkeit
600 - 2000 rpm
Förderleistung (Gesamt)
35,5 - 128.7  m³/h
dB [A] - Hersteller
13 - 32
Kompatibilität (Stand August 2020) Intel: 775, 1150, 1151, 1155, 1156, 1200, 1366
AMD: 939, 940, AM2, AM3, AM3+, FM1, FM2, FM2+

Das Testsystem

Für unser Testsystem setzen wir auf ein Lian-Li PC60FN Gehäuse. Gegenüber einem offenen Testaufbau erhalten wir praxisnahe Ergebnisse, auch wenn durch die Vielfalt an Komponenten und Konfigurationen keine hundertprozentig übertragbaren Werte generiert werden können.

Das Testsystem (mit montiertem Thermalright HR-02)

Zur Geräuschreduktion haben wir sämtliche Gehäuselüfter ersetzt und an einer Scythe Kaze Master Lüftersteuerung angeschlossen. Im Heck schaufelt nun ein Noiseblocker Multiframe MF-12 S2 Luft (650 rpm), ebenso wie auf dem CPU-Kühler, einem Thermalright HR-02. Dieser ist für einen Intel Core i7 920 im C0-Stepping zuständig. Ein echter Hitzkopf mit 130 Watt TDP, der wie geschaffen für unseren Kühlertest ist. In die Front setzen wir einen Noctua NF-P14 FLX, der mit nur 450 rpm rotiert. Da die meisten Nutzer Krach nicht mehr mit Leistung gleichsetzen, orientieren wir uns hier an den momentanen geräuschtechnischen Anforderungen. Die Festplatte hingegen muss sich in ein Scythe Quiet Drive zwängen und wird mittels eines einfachen Baumarktschwammes auf dem Gehäuseboden entkoppelt. Als Testkarte nutzen wir eine AMD HD3870 im Referenzdesign, die von einem Scythe Musashi gekühlt wird, dessen Lüfter während der Benchmarks auf 5V gedrosselt laufen.

Testsystem:

  • Intel Core i7 920 (3,4 GHz)
  • Asus P6TD Deluxe
  • 6 GB DDR3 1333
  • Western Digital Black 640 GB
  • Antec TruePower New 550 W
  • AMD HD3870 (Scythe Musashi)

Zur Leistungsmessung belassen wir den Rechner nach dem Einschalten zunächst 15 Minuten im Leerlauf. Anschließend belasten wir ihn eine weitere Viertelstunde mit Core2MaxPerf in der Version 1.7. Hierbei werden alle acht logischen Kerne der CPU belastet. Temperatur und Takt werden dabei mit RealTemp 3.60 beobachtet. Nach Ablauf der Zeit wird ein Mittelwert aus den Ergebnissen der einzelnen Kerne gebildet. Aufgrund der mit zunehmender Differenz zum Notabschaltpunkt ungenauer werdenden Temperatursensoren verzichten wir auf Messungen im Idle-Betrieb. Reicht der Kühler unter Last aus, tut er das ohne erst recht. Dank eines Raumthermometers können wir Delta-T- Werte [K] ermitteln. Um gleiche Voraussetzungen für alle Kühler zu schaffen, kommt für die Tests ausschließlich MX-2-Wärmeleitpaste von Arctic an CPU und Kühler. Sämtliche Runs werden zweimal ausgeführt: Sowohl mit dem Normaltakt des Prozessors (2,67 GHz) als auch in moderat übertaktetem Zustand (3,4 GHz ohne Spannungserhöhung). Die Geschwindigkeitsstufen mit 100, 75 und 50 Prozent der Maximaldrehzahl werden ebenso wie die Drehzahlmessungen zwischen 500 und 1200 rpm mit der Scythe Kaze Master Lüftersteuerung eingestellt.

Die Lautstärkemessungen erfolgen mithilfe eines Voltcraft SL-100 Schallpegelmessgerätes. Dieses wird aus 15 Zentimetern Entfernung zum offenen Gehäuse auf Höhe des CPU-Kühlers mittels eines Statives fixiert. Abgelesen wurde zur Minimierung von Interferenzen aus einer Entfernung von einem guten Meter zum SL-100. Um Nebengeräusche zu verhindern, erfolgten die Messungen in einer ruhigen Wohnsiedlung („Dorf“) vormittags und in der Nacht. Zudem wurden die Lüfter im Testsystem deaktiviert, wodurch lediglich die Festplatte und das Netzteil für Nebengeräusche sorgten.

Für die neuen Testkriterien ziehen wir Durchschnittswerte aus den Messergebnissen heran. Die reine Leistung wird aus dem Mittelwert der Overclocking-Tests mit 100, 75 und 50% Drehzahl gebildet. Das gleiche Verfahren wird bezüglich der Lautstärke angewendet. Wir sind uns natürlich darüber im Klaren, dass diese Kriterien spezielle Einsatzszenarien wie den Ultra-Silent-Betrieb mit wenig oder gar keiner Drehzahl nicht abdecken. Für solche Anwendungsprofile empfiehlt sich ein Blick sowohl in die Charts mit festen Drehzahlen als auch den Passivtest, um selbst einen Favoriten zu wählen. Unsere Rangliste richtet sich dementsprechend an die große Mehrheit der "Standarduser".

Die Montage

Der Einbau des Hyper 212 Plus lässt uns staunend zurück. Nicht nur für diese Preisklasse darf sich die verwende Lösung mit Fug und Recht als stattlich und wohldurchdacht bezeichnen, denn der Kühler wird zweistufig auf das Mainboard gewuchtet. Zunächst verschraubt man die Backplate mittels Muttern – ein Aufsteckschlüssel liegt bei – mit der Hautplatine. Für Isolierung ist durch aufgeklebte Plastikringe gesorgt - praktisch, denn die können so nicht abfallen. Anschließend wird eine Scherenhalterung auf den passenden Sockel eingestellt. Dabei hat Cooler Master hier an eine Rasterung gedacht, die langes Suchen und Herumschieben erübrigt – klasse! Danach werden die mit Sprungfedern daran fixierten Schrauben durch Anheben in das richtige Loch bugsiert und das Teil dann auf den Kühler gesetzt. Dank zweier Fixierungspunkte ist ein Verrutschen ausgeschlossen. Gegenüber Bügellösungen müssen anschließend nur noch die vier statt der dort genutzten zwei Schrauben bis zum Anschlag eingedreht werden – et voila! Auch AMD-User können sich freuen, denn auf ihrem Sockel ist die Einbaurichtung variabel.

Nachdem der Kühler im Gehäuse thront, bleibt nur noch der Lüfter zu montieren. Auch hier hat Cooler Master nachgedacht, denn die Klammern verfügen über "Griffstücke", die den Ein- oder Ausbau sehr erleichtern. Da die Bügel nicht extrem stramm sitzen, muss dazu kaum Kraft aufgewandt werden. Wieder findet man selbst bei Kühlern um 50,- € derartiges nicht immer vor. Wow!

Im Gehäuse setzt sich der Eindruck der Montage fort: Der Hyper 212 Plus benötigt sehr wenig Platz, sowohl in der Höhe wie auch in der Breite. So werden keinerlei RAM-Bänke unseres Mainboards überdeckt.

Temperaturen 1 - Standardtakt & Passiv

22 güldene Taler und dennoch räumt der neueste Testkandidat mit der Konkurrenz auf. Oder? 2000 rpm helfen dabei der Leistung weit mehr als dem eigenen Gehör, insbesondere unter Volldampf. Hier kann sich der günstige Temperierer im hinteren Mittelfeld einsortieren - 2,6 Grad hinter der Spitze. Vor allem mit reduzierter Drehzahl kann der Hyper 212 Plus dann auftrumpfen, da sein Lüfter immer noch verhältnismäßig mehr Geschwindigkeit auf dem Tacho hat als z.B. der preislich vergleichbare Freezer 13 Pro von Arctic, dessen Maximaldrehzahl mit 1350 rpm sehr moderat ausfällt. Auch High-End Kühler sind bei der Drehzahl moderater und haben zudem mehr Heatpipes. Das bringt ihnen zwar Vorteile im Low-RPM Bereich, führt aber unter Umständen zu Auslastungsproblemen bei geringeren Abwärmeleveln. Denn mehr Wärmeröhren brauchen mehr Oberfläche - die auf einem Prozessor aber begrenzt ist.

Wie zu erwarten ist ein passiver Betrieb mit dem Cooler Master Hyper 212 Plus nicht möglich und allenfalls für sehr kurze Zeit oder mit sehr sparsamen Prozessoren ratsam - kaum zwei Minuten vergingen, bis die integrierte Schutzschaltung unserer CPU griff.

Temperaturen 2 - Overclocking

Mit erhöhten Taktraten wird der Hyper von der teureren Konkurrenz zurecht gewiesen. Über das hintere Mittelfeld geht es trotz Drehzahlen zwischen 1000 und 2000 rpm nicht mehr hinaus. Das dabei die Lautstärke, die der leistungsmäßig vergleichbaren Produkte wie dem Scythe Mugen 3 deutlich übertrifft, bleibt müßig zu erwähnen. Dafür stellt die erhöhte TDP den Neuzugang vor keinerlei Probleme und den Freezer 13 Pro hat man leistungstechnisch jederzeit deutlich im Griff. Größere Unterschiede wären erst bei weiter erhöhter TDP zu erwarten - in einem noch stärker alltagsfremden Szenario.

Temperaturen 3 - Feste Drehzahlen

Vergleicht man die Kühler unter ähnlichen Drehzahlen, muss auch Cooler Master wieder mit Wasser kochen. Nun liegt der Hyper exakt auf einem Level mit der preislichen Konkurrenz von Arctic im letzten Viertel des Testfeldes, kann sich bei 800 und 500 rpm aber etwas absetzen. Selbst mit unserer niedrigsten Einstellung kann man den neuen Probanden noch betreiben - sollte man aber nicht mehr. Ein Delta-T von gut 69 Grad plus eine Raumtemperatur von im Sommer gut 25 oder 26 Grad bringen den Prozessor ans thermische Limit. Nichtsdestotrotz bietet der 212 Plus auch für normal geartete Übertaktungsvorhaben genug Leistung mit sich, sofern nicht gleichzeitig auf allergeringste Lautstärke Wert gelegt wird.

Die Lautstärke

Das ein Lüfter mit 2000 Umdrehungen Maximaldrehzahl nicht leise sein kann, das dürfte bekannt und verständlich sein. Bewegte Luft erzeugt Geräusche, die sich nicht wegzaubern lassen. Cooler Master belastet den Hyper 212 Plus aber nicht nur mit Naturgesetzen, sondern auch noch mit einem schlechten Lüfterlager. Zunächst ist bei Maximaldrehzahl das Betriebsgeräusch leicht ungleichmäßig, was seine Ausblendung erheblich erschwert. Reduziert man die Geschwindigkeit, fängt die Katze dann das Maunzen, d.h. das Lager das Rattern an. "Hallo, hier bin Ich!", sagt das Lager. "Danke, aber bitte geh wieder" antwortet der Nutzer – das wirkt eher unfein. Da möchte man das Tier doch glatt mit dem Gartenschlauch vertreiben. Außerdem kam bei einigen Geschwindigkeiten noch ein hochfrequentes Summen dazu. Immerhin hat Cooler Master an eine Entkopplung des Lüfters gedacht, die sicherlich etwas an Betriebsgeräusch einspart – leider zeigt sich der Lüfter samt seinem Motor prägnant genug.

Festzuhalten bleibt jedoch, dass unsere Dezibel-Messungen den Lüfter leiser erscheinen lassen, als er subjektiv ist. Im Bild haben wir diese Eigenschaft jedoch nur bei den Ergebnissen mit 500 bzw. 800rpm Drehzahl. Denn tatsächlich werden bei unserer niedrigsten Einstellung die Störgeräusche lauter als das Betriebsgeräusch bei schnellerer Umdrehung – mit 500 rpm lärmt der Lüfter mehr als mit 800.

igentlich platziert sich der Blade Fan recht gut für seine Geschwindigkeiten. Wenn da nicht die Nebengeräusche wären, die eher eine Platzierung im letzten Testviertel rechtfertigen würden - bestenfalls. Die direkte Konkurrenz in Form des Freezers 13 Pro ist subjektiv erheblich angenehmer und damit letztlich "leiser". Das ist eigentlich schade, denn ein besserer Lüfter kostet in Stückzahlen, die Cooler Master unzweifelhaft abnehmen kann und abnimmt, Centbeträge.

Max Doll meint …

Max Doll

Eigentlich möchten wir ihn mögen, den Hyper 212 Plus. Denn dem Namen wird er durchaus gerecht – Cooler Master verwirklicht eine Menge durchdachte Features deutlich höherer Preisklassen, wie die Montage per zweistufiger Verschraubung. Auch einen zweiten Satz Lüfterklammern, dank der „Griffe“ sogar einfach zu benutzende, legt der Hersteller bei! Bon fait, sagt der Franzose und stirbt tausend Tode beim Einschalten des Lüfters. La petite mort allerdings erleidet er indes wohl kaum, denn für Freude ist hier kein Platz. Das beigelegte Modell lässt sich zwar weit regeln, ist mit einer Maximaldrehzahl von 2000 rpm aber deutlich zu laut, insbesondere da das Lager sowie der Motor deutlich zu wünschen übrig lassen. Heruntergeregelt fängt der Höllenfan an zu rattern, teils zu summen. Das passt dann prima zum Rotieren des Redakteurs. Der wird angesichts der guten Anlagen wehmütig, denn der Hyper hat durchaus das Potential für eine Spitzenplatzierung in unserem Testfeld, zumal die Leistung - geringe Drehzahlen einmal ausgenommen - auch für Übertaktungsvorhaben noch genügt, weitere Reserven inklusive. Welcher Teufel mit dem Lüfter Amok gelaufen ist, wird wohl ein Geheimnis bei Cooler Master bleiben - wir votieren dringend für eine neue Revision mit besserem Propeller!

Im direkten Vergleich mit dem preislich ähnlich gelagerten Freezer 13 Pro von Arctic präsentiert sich ein völlig grundverschiedenes Produkt. Eine ausgefeilte und absolut bombensichere Montage samt hoher Flexibilität bei Mainboard und Lüfter sowie guter Ausstattung stehen einer einfachen Montage, wenngleich mit Pushpins, und einem leisen Betrieb samt harmonisch abgestimmten Lüfter bei Arctic gegenüber. Wer auf das letzte Quäntchen Leistung aus ist ohne auf geringe Lautstärke besonderen Wert zu legen oder ohnehin den Lüfter tauschen möchte, bekommt mit dem Hyper 212 Plus ein gutes Produkt zum geringen Preis. Wer das akustische Sensibelchen gibt, wählt besser den Freezer 13 Pro mit deutlich besserem Lüfter - denn bei identischer Drehzahl sind beide Produkte letztlich quasi gleichauf.

  • Positiv
  • Gute Leistung ohne OC und bei hoher Drehzahl
  • Lüfter entkoppelt
  • Geregelt leise
  • Einfache und flexible Montage
  • Zweites Paar Lüfterklammern dabei
  • Kompakt
  • Lässt Platz für hohen RAM
  • Neutral
  • - / -
  • Negativ
  • Einbruch bei reduzierter Drehzahl
  • Geringe Reserven
  • Leistung über Drehzahl
  • Allerlei Nebengeräusche
  • Lamellen nicht stabilisiert

Weiterführende Links

VG Wort
  • 0 Diskussionsbeiträge

  • Deine Meinung hinzufügen

  • Falsches oder unvollständiges Ergebnis

Cookies erleichtern uns die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Infos