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  • Montag, 10. August 2020
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be quiet! Pure Power L8-CM 530W

be quiet! Pure Power L8-CM 530W: Im TRV-Test!

Einleitung

Aufmerksame Leser unserer Seite werden sich sicherlich fragen, warum wir in diesem Jahr bereits den dritten Testbericht zur Pure Power L8-Serie von be quiet! veröffentlichen. Nach dem L8 350W und dem L8 400W muss sich heute ein größeres Modell mit einem teilmodularen Kabelmanagement in unserem Testlabor behaupten. Das be quiet! Pure Power L8-CM 530W ist für uns interessant, da dieses nicht wie die kleineren Modelle vom Auftragsfertiger FSP gefertigt wird, sondern von HEC. Das dies kein Nachteil sein muss, hat uns bereits das Xilence Performance A 530W gezeigt, welches ebenfalls bei HEC gefertigt wird und in seiner Preisklasse überzeugen konnte.

Neben den schon angesprochenen Auftragsfertigern verfügt das L8-530W über ein teilmodulares Kabelmanagement. Hierbei sind das ATX- und CPU-Kabel fest am Netzteil verankert, PCI-E und Peripheriekabel lassen sich jedoch je nach Bedarf abnehmen oder anschließen. Mit einem Preis von etwa 65 Euro ist es jedoch nicht ganz günstig und konkurriert schon mit Netzteilen anderer Hersteller, welche bereits eine 80 PLUS Gold-Zertifizierung aufweisen können. Das L8 ist mit 80 PLUS Bronze zertifiziert. Wir sind gespannt ob das L8-530W den guten Eindruck der kleineren Modelle beibehalten kann.

Spezifikationen und Features

Wie schon das kleinere L8 350W wird auch unser heutiger Testkandidat in einem dunklen Karton ausgeliefert, welcher über eine ordentliche Größe verfügt. Schon auf der Vorderseite der Verpackung befindet sich das 80 PLUS Bronze-Logo, neben diesem wird auch auf das Kabelmanagement hingewiesen. Folgende interessante Features haben wir zudem noch auf der Verpackung entdecken können:

  • Wirkungsgrad bis zu 88 Prozent
  • Leiser be quiet!-Lüfter (Lebensdauer: 100.000 Stunden)
  • Multi-GPU Unterstützung
  • Zwei 12 Volt-Rails
  • Teilmodulares Kabelmanagement
  • Schutzschaltungen: OCP, OVP, UVP, OPP, OTP und SCP
  • 3 Jahre Herstellergarantie

Den Wirkungsgrad von bis zu 88 Prozent werden wir bei unserer Chroma-Messung einmal genauer überprüfen, den besonders leisen Lüfter an unserem Testsystem. Hinsichtlich der Lautstärke konnten die beiden kleineren Pure Power-Modelle schon einmal überzeugen, insofern ist die Erwartungshaltung hier besonders hoch. Die Multi-GPU Unterstützung bezieht sich dabei auf die zwei PCI-E Stecker, zumindest zwei mittelgroße Grafikkarten wie beispielsweise zwei Radeon R9 270 lassen sich so betreiben.

Hier ist eine gute Spannungsregulation im Crossload Pflicht, was wir natürlich auch überprüfen werden. Nichts zu meckern haben wir bei den versprochenen Schutzschaltungen, hier wurde dem Netzteil die Vollausstattung spendiert. Drei Jahre Herstellergarantie sind der Klasse des Netzteils angemessen.

Von den 530 Watt Gesamtleistung werden 480 Watt auf den zwei 12 Volt-Rails bereitgestellt. Damit ist das L8 problemlos für moderne Computer geeignet, welche einen Großteil ihrer Leistungsaufnahme über die 12 Volt-Rails beziehen. Das Pure-Power besitzt einen weiten Eingangsbereich von 100 bis 240 Volt. Dieser ist wichtig für die 80 PLUS-Zertifizierung bei Ecova, welche beim L8-530W im 115 Volt-Netz durchgeführt wurde.

Äußeres, Lieferumfang und Kabelausstattung

Schon beim L8 350W haben wir uns über den kompletten Lieferumfang gefreut, dem steht auch die 530W-Version in nichts nach. Auch die immer wieder von uns geforderten Kabelbinder befinden sich im Lieferumfang, sehr gut! Einen Wunsch hätten wir hingegen für die Bedienungsanleitung zu vermelden, denn das L8 verfügt über zwei 12 Volt-Rails, welche weder auf dem Netzteil, noch im Handbuch kenntlich gemacht werden. Um eine Überlastung der Rails zu vermeiden, würde ein kleiner Hinweis im Handbuch sicherlich helfen. Nach unserer technischen Analyse konnten wir die 12 Volt-Rails folgendermaßen entschlüsseln:

  • 12V1: ATX, Peripherie, Grüner PCI-E Anschluss
  • 12V2: CPU, Roter PCI-E Anschluss

Im Gegensatz zu den Versionen ohne Kabelmanagement verfügt unser Testkandidat über einen Entkopplungsring in der Farbe Orange. Bei den normalen Versionen ist dieser grau gefärbt. So wird sofort deutlich um welche Version es sich handelt. Das Kabelmanagement ist klar gegliedert: Laufwerke in schwarz, die PCI-E Anschlüsse sind Rot und Grün gefärbt. Jeder Grafikkarten-Stecker verfügt somit über sein eigenes Kabel, was keine Selbstverständlichkeit in dieser Klasse ist.

Die Kabelstränge im Detail:

Bezeichnung der Kabel Kabel-Länge in cm
ATX 20 Pin + 4 Pin 45
CPU 4 + 4 Pin 55
PCI-E 6 + 2 Pin 46
PCI-E 6 + 2 Pin 46
3 x SATA 46 + 61 + 76
2 x SATA + Molex + Floppy 47 + 63 + 78 + 93
3 x Molex 47 + 63 + 79

Die erste Kritik müssen wir bei den Kabellängen üben, denn sowohl das CPU-Kabel, als auch die Kabel für ATX und PCI-E sind sehr kurz geraten. In großen Gehäusen könnte es hier knapp werden. Laufwerksanschlüsse sind zwar nicht im Überfluss vorhanden, die Kabel besitzen jedoch eine anständige Länge.

Die Technik im Detail

Ein Hinweis vorweg:
Nicht nachmachen! Ihr begebt euch in Lebensgefahr wenn ihr ein Netzteil aufschraubt, des Weiteren geht die Garantie verloren!

Während die kleineren Modelle der Pure Power Serie bei FSP gefertigt werden, kommen alle Modelle jenseits von 430 Watt aus den Hallen von HEC. Dies muss kein Nachteil sein, denn uns konnte bereits das Xilence Performance A 530W überzeugen, welches rein von der Technik dem L8-530W ähnelt.

Die Eingangsfilterung beginnt auf einer eigenen Platine, auf welcher sich ein X- und zwei Y-Kondensatoren, sowie eine Spule befinden. Nach einem Ferritkern geht es auf dem großen PCB weiter, auf dem sich noch einmal zwei Spulen, ein X- und zwei Y-Kondensatoren und die Schmelzsicherung befinden. Auch ein MOV als passiver Überspannungsschutz wurde integriert.

Auf der Primärseite finden wir die Gleichrichterbrücke vor, welcher ein eigener Kühlkörper spendiert wurde. Um die Schaltung der PFC kümmert sich ein CM6800TX der Marke Champion. Im Gegensatz zu den von FSP hergestellten Geräten wurde als Primärkondensator ein Modell von CapXon (HP-Serie) verbaut, welcher folgende Daten aufweist: 330 Mikrofarad Kapazität, 400 Volt, 105°C. Da ein Primärkondensator im 230 Volt-Netz kaum belastet wird, ist diese Auswahl akzeptabel. Reich bestückt wurde die Platine für die modularen Anschlüsse, hier finden wir einige Kondensatoren der Marke Teapo (SC-Serie) vor.

Auch auf der Sekundärseite wurde durchgehend auf Teapo (SEK, SC) gesetzt. Zwar verfügen die verbauten Serien nicht über besonders hohe Angaben zur Lebensdauer, in dieser Preis- und Leistungsklasse ist diese Auswahl hingegen vertretbar. Der Protection-IC der Marke Weltrend (WT7527) stellt die versprochenen Schutzschaltungen tatsächlich zur Verfügung. In unserem Test schaltete das Netzteil bei diesen Werten ab:

  • 3,3 Volt-Schiene: Abschaltung bei 34 Ampere (Spannung 3,235 Volt)
  • 5 Volt-Schiene: Abschaltung bei 28 Ampere (Spannung: 4,6425 Volt)
  • 12 Volt-1: Abschaltung bei 43 Ampere (Spannung: 11,603 Volt)
  • 12 Volt-2: Abschaltung bei 38 Ampere (Spannung: 11,562 Volt)

Einigkeit herrscht beim Lüfter: Wie bereits beim L8 350W und 400W wurde auch bei unserem Testkandidat der Silentwings L8 mit der Bezeichnung T12025-MS16 verbaut, welcher mit maximal 1600 U/Min. drehen kann.

Die Lötqualität gibt keinen Anlass zur Kritik, zudem wurden die versprochenen zwei 12Volt-Rails auch tatsächlich verbaut. Insgesamt gibt es bei der technischen Analyse keine Probleme. Zwar können die Kondensatoren nicht mit besonders langer Lebensdauer punkten, aber wir reden hier auch nicht von einem High-End Netzteil.

Die Testumgebung

Ein guter Netzteiltest setzt eine gewisse Ausrüstung voraus. Da es mit handelsüblichen PCs nicht möglich ist, bestimmte Lasten für das Netzteil zu produzieren, verwenden wir daher professionelle elektronische Lasten der Firma Chroma. Die Chroma belastet das Netzteil mit den von uns gewählten Einstellungen. Dabei können auch sehr leistungsfähige Netzteile voll ausgelastet werden. PFC-faktor, Spannungen und Effizienz lassen sich daher präzise bestimmen.

Damit können wir eine sehr hohe Vergleichbarkeit der Netzteile sicherstellen. Zur Messung der Restwelligkeit verwenden wir ein Vierkanal-Oszilloskop von Tektronix (Tektronix TDS 3014C, 100 MHz, 1,25 GS/s).

Die Chroma

Die Chroma im Detail:

  • Chroma Digital Power Meter 66202
  • Chroma Measurement Test Fixture A662003
  • Chroma 6314A DC Electronic Load Mainframe mit 63102A und 63106 Lastmodul
  • 2x Chroma 6314 mit insgesamt acht 63103 Lastmodulen
  • Enermax-Anschlussplatine und Kondensatoren für normgerechte Messung
  • Kalibrierung am 26.10.2010, Rekalibrierung am 26.10.2011
  • Messung bei 230 Volt Eingangsspannung
Die Enermax-Anschlussplatine

Testablauf:

  • 10% Last
  • 20% Last
  • 50% Last
  • 100% Last
  • 120% Last
  • Crossloadtest

Wir möchten an dieser Stelle offen darauf hinweisen, dass wir als Gäste auf der Chroma der Firma Coolergiant Computers Handels GmbH in Hamburg testen. Für diese Unterstützung sind wir sehr dankbar, da eine solche Ausrüstung sehr teuer ist. Wir sind immer selbst vor Ort, bringen unsere Testmuster mit, führen unsere Messungen durch und lassen nicht "remote-testen". Zudem testen wir bei jedem Termin zahlreiche Netzteile - eine systematische Abweichung nach Oben oder Unten würde dann alle Netzteile betreffen. Sollten wir trotzdem auch nur den geringsten Zweifel an unserer Unabhängigkeit haben, werden wir auf weitere Tests an der Chroma verzichten.

Aufgrund der Lautstärke der elektronischen Lasten ist eine Lautstärkemessung an der Chroma wenig sinnvoll. Wir lasten die Netzteile daher auch mit gewöhnlichen Computern in festgelegten Szenarios aus. Die Lautstärkemessungen wurden mit Hilfe eines Voltcraft SL-100 durchgeführt. Dabei wurde das Netzteil bestmöglich vom restlichen System getrennt. Das Schallpegel-Messgerät wurde in einem Abstand von 50 cm vom Lüfter positioniert.

Der Test wird in einem offenen Testsystem durchgeführt, Gehäuselüfter fallen daher weg. Die Außentemperatur lag in diesem Test bei 21° Celsius.

Das Testsystem:
CPU: Intel Core i5-3470 @ 4,0 GHz
CPU-Kühler: Scythe Mugen 4 PCGH-Edition
Mainboard: Asrock Z77 Extreme4
Arbeitsspeicher: 2x 4GB G.Skill Sniper DDR3-1600 CL9-9-9-24
Grafikkarte: Zotac Geforce GTX 480 Amp!
SSD / Festplatte: Samsung 840 Evo 500GB
Netzteil: siehe Test
Bildschirm: BenQ G2220HD
Sonstige Hardware: Asus Xonar DGX

Die Geforce GTX 480 stellt die Single-GPU Grafikkarte mit der höchsten Leistungsaufnahme dar. Hierbei ließe sich theoretisch eine Aufnahme von weit über 600 Watt generieren, aber selbst der gute Kühler von Zotac ist mit der Leistung überfordert, das vorläufige Maximum des Gesamtsystems liegt daher erst einmal bei ca. 520 Watt.

Für die Lautstärkemessungen haben wir folgende Lastszenarios generiert:

Test-Szenarien:
Szenario 1: Gesamtsystem im Idle
Szenario 2: CPU: Prime 95
Grafikkarte im Idle
Szenario 3: CPU im Idle
Grafikkarte: GPU-Voltage 950 mV, Chiptakt 500 MHz, Furmark
Szenario 4: CPU im Idle
Grafikkarte: GPU-Voltage 950 mV, Furmark
Szenario 5: CPU: Prime 95
Grafikkarte: GPU-Voltage 1013mV, Furmark

Die Effizienz

In Sachen Effizienz kann das Pure Power leider nur bedingt überzeugen. Speziell bei geringer Last kann das deutlich günstigere Cooler Master B500 v2 mithalten, ab mittlerer Last kann sich das Pure Power hingegen absetzen. Zudem kann auch die versprochene Effizienz von (bis zu) 88 Prozent kaum eingehalten werden, wir kommen in unseren Tests nicht einmal auf einen Wert von 87 Prozent. Die 80 PLUS Zertifizierung wurde beim L8 mit einer Eingangsspannung von 115 Volt durchgeführt, wir messen allerdings mit der hierzulande vorliegenden Spannung von 230 Volt. Die 80 Plus Zertifizierung zweifeln wir daher nicht an, da die erreichten Effizienzwerte unterschiedlich ausfallen können.

Die Leistungsfaktorkorrektur (PFC)

Die Leistungsfaktorkorrektur liegt schon bei geringer Last auf einem sehr guten Niveau, bei Überlast wird der Wert von 0,99 knapp übertroffen.

Ripple-Noise

Die Werte für die Restwelligkeit liegen auf einem hervorragenden Niveau, die Grenzen der ATX-Norm werden nicht einmal im Ansatz erreicht. Einzig bei Überlast ist die Restwelligkeit auf 3,3 Volt etwas erhöht, ohne jedoch die Grenze von 50 mV zu erreichen.

Die Lastkalkulation

Die Spannungsregulation

Wie sieht es eigentlich mit der Spannungsregulation aus? Eine zu niedrige oder zu hohe Spannung kann Komponenten beschädigen oder das System instabil werden lassen. Die Grenzen der Diagramme stellen die ATX-Norm dar. Werte, die außerhalb des Diagramms liegen, liegen somit auch gleichzeitig außerhalb der ATX-Norm.

Trotz des gruppenregulierten Aufbaus kann das L8-530W CM in Sachen Spannungsregulation überzeugen. Selbst im Crossload werden die Grenzen der ATX-Norm nicht überschritten - eine Seltenheit bei Netzteilen dieses Layout-Typs.

Die Lautstärke

Ganz wichtig ist bei Netzteilen natürlich die Lautstärke. Bevor hier Fragen auftauchen wie ein PC denn ohne Netzteil betrieben werden kann: Wir haben hier das semipassive Seasonic 860W Platinum genommen und so weit wie möglich vom Schallpegel-Messgerät gelegt. Auch wenn der Lüfter in höheren Belastungen minimal aufdreht, sollte er vom restlichen System übertönt worden sein. Vorab eine kleine Definition zur besseren Einordnung:

Bis 32,9 db(A) Unhörbar leise bis sehr leise
Von 33,0 bis 34,9 db(A) Leise bis leicht hörbar
Von 35,0 bis 39,9 db(A) Hörbar bis deutlich hörbar, die Komponente sollte aus einem geschlossenen Gehäuse herauszuhören sein
Ab 40 db(A) Störend laut

Wenig überraschend startet auch das L8-530W genau auf dem Lautstärkepegel der kleineren Modelle, der identische Lüfter besitzt somit auch eine identische Leerlaufdrehzahl. Speziell bei höherer Auslastung wird das bei HEC gefertigte Modell jedoch messbar lauter als die FSP-Modelle, ohne jedoch störende Ausmaße zu erreichen.

Insgesamt ist auch das L8-530W ein im Leerlauf unhörbar leises Netzteil, welches auch bei hoher Last noch in einem akzeptablen Lautstärkerahmen arbeitet. Wir haben die Lautstärke im Szenario 5 einmal mit unserer Kamera aufgenommen:

Video abspielenbe quiet! Pure Power L8 530W CM Lautstärke

Hendrik Engelbertz meint …

Hendrik Engelbertz

Zu Beginn dieses Testberichts haben wir uns gefragt, ob das größere Modell der Pure Power-Serie den guten Eindruck beibehalten kann, den uns die kleineren Modelle bislang vermitteln konnten. Insgesamt vier Awards aus zwei Testberichten konnte die Pure Power-Serie bisher abräumen, gelobt wurde vor allem die sehr geringe Lautstärkeentwicklung des Lüfters. Auch das von HEC gefertigte Modell konnte an dieser Stelle überzeugen, schließlich arbeitet auch im stärkeren Modell der identische SilentWings-Lüfter, welcher im Idle unhörbar leise zu Werke geht.

Die größeren Komponenten fordern unter Last allerdings ihren Tribut, das L8-530W wird so etwas lauter als die kleineren Modelle, ohne jedoch störend laut zu werden. In Sachen Lautstärkeentwicklung konnte be quiet! seinem Namen also wieder gerecht werden, was wir mit einem guten Silent-Award honorieren.

Wie schon im Intro angekündigt, werden die größeren Modelle der L8-Serie von be quiet! von HEC gefertigt. So verwundert es kaum, dass die technische Basis der des Xilence Performance A Series ähnelt. Insgesamt machte auch das L8 einen ordentlichen Eindruck, die vielen Schutzschaltungen konnten wir bestätigen, das Netzteil schaltete in unseren Tests rechtzeitig ab. Im Gegensatz zu den bisherigen Tests der Pure Power-Serie konnten wir auf professionellere Ausrüstung in Form einer Chroma zurückgreifen, welche uns einige Möglichkeiten im Testablauf ermöglichte. So überzeugte das L8 im Praxistest mit hervorragenden Werten in Sachen Restwelligkeit, auch die Spannungsregulation präsentierte sich für ein gruppenreguliertes Netzteil auf einem sehr ordentlichen Niveau.

Kritik muss sich be quiet! hingegen in Sachen Effizienz gefallen lassen, denn diese liegt nicht nur kaum über dem wesentlich günstigeren Cooler Master B500 v2, sondern auch deutlich unter dem vom Hersteller versprochenen Wert von 88 Prozent. Ein weiterer Kritikpunkt sind die zum Teil recht kurzen Kabel, welche in größeren Gehäusen zu einem Problem werden können.

Insgesamt konnte uns be quiet! ein ordentliches Netzteil präsentieren,, abgesehen von der Effizienz finden sich fast keine Kritikpunkte. Ein Problem ist hingegen der Preis, denn mit etwa 65 Euro liegt das L8-530W in Augenhöhe von 80 PLUS Gold zertifizierten Netzteilen wie dem Corsair CS550M oder dem Cooler Master V550SM, welche ebenfalls über abnehmbare Kabel verfügen. Ein Vorteil des L8 ist hingegen der sehr leise Lüfter, in dieser Disziplin können die genannten Alternativen nicht mithalten. Letztendlich ist das L8-530W ein ordentliches Netzteil, eine Kaufempfehlung möchten wir aufgrund des hohen Preisniveaus aktuell aber nicht aussprechen.

  • Positiv
  • Viele Schutzschaltungen verbaut, welche rechtzeitig greifen
  • Ordentlicher Lieferumfang
  • Restwelligkeit sehr gut
  • Ordentliche Spannungsregulation
  • Sehr leiser Lüfter bei geringer Last
  • Neutral
  • Negativ
  • Zum Teil kurze Kabel
  • Effizienz könnte höher sein / versprochener Wirkungsgrad nicht erreicht
  • Hoher Preis

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