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Tech-Review.de

  • Mittwoch, 01. Dezember 2021
be quiet! Pure Power L8 630W CM

be quiet! Pure Power L8 630W CM: Günstig, kraftvoll und leise?

Einleitung

Die Pure-Power L8-Reihe setzt nun auf Kabelmanagement und werkelt nochmals leiser aufgrund eines be quiet! Silent-Wings Lüfters, als der Vorgänger mit dem Namen L7. Zu den Neuerungen zählt vor allem das neu integrierte Kabelmanagement im Rampenlicht, das der immer noch erhältliche Vorgänger nicht bietet. Wie auch bei der L7-Serie reicht das Leistungsspektrum der L8-Netzteile von 430 bis hin zu stolzen 730 Watt.

Die Effizienz der neuen Generation wurde vom normalen 80+ Standard auf das 80+ Bronze Niveau angehoben. Vertrauen in das Produkt erweckt die Garantie Laufzeit, die von zwei Jahren auf drei Jahre aufgewertet wurde. Mit all diesen Punkten möchte be quiet! eine breite Masse an Kunden ansprechen, die ein leises, preiswertes und solides Stück Technik wünschen. Wir schauen uns die 630 Watt Variante an und stellen für sie fest, was das Produkt wirklich kann.

Spezifikationen und Features

Allgemeine Ausstattungsmerkmale:

  • 80 Plus Bronze Zertifikat
  • 120 mm Silentwingslüfter
  • modulares Kabelmanagement
  • gesleevte Kabel
  • Multi-GPU geeignet
  • Lebensdauer bei 25 °C: 100.000 Stunden
  • drei Jahre Herstellergarantie
  • Abmessungen: 160 x 150 x 86 (L x B x H)

Kabellänge und Kabelstränge:
Das Pure Power L8 630W CM verfügt über einen recht umfangreichen Kabelbaum, bei dem alle Kabelstränge außer dem 24 Pin ATX Stecker und der acht-Pin CPU-Stromversorgung modular sind. Der Vorteil an beliebig ansteckbaren Kabeln ist, dass man nicht gezwungen ist, übrig bleibende Strippen aufwendig verstauen zu müssen. Optisch gesehen wirkt dadurch der PC im Innenraum deutlich aufgeräumter. Doch einen Vorteil lernt man erst beim Einbau zu schätzen, denn bei der Befestigung eines Netzteils müssen so nicht alle Kabel mit gezerrt werden, was den Einbau deutlich vereinfacht. Der Nachteil daran ist, dass die Effizienz dadurch etwas sinkt und an anderer Stelle ausgeglichen werden muss - es werden zusätzliche Elkos und Widerstände benötigt.

Am Anschlussumfang gibt es wenig auszusetzen, es ist alles vorhanden, was in diesem Watt-Bereich notwendig ist. Konkurrenzmodelle verfügen in dieser Preisklasse aber meist über mindestens sechs SATA-Stromanschlüsse. Das L8 bietet hier nur fünf dieser Stecker.

Die Längen der Kabelstränge

Folgende Schutzschaltungen bietet das Netzteil:

  • OCP - Überstromschutz
    (Sollte die Last auf den einzelnen Leitungen höher sein als angegeben, schaltet das Netzteil automatisch ab.)
  • OVP - Überspannungsschutz
    (Falls die Spannungen auf den einzelnen Leitungen über einen gewissen Toleranzwert steigen, schaltet sich das Netzteil automatisch ab.)
  • UVP - Unterspannungsschutz
    (Fallen die Spannungen auf den einzelnen Leitungen unter einen gewissen Toleranzwert, so schaltet sich das Netzteil automatisch ab.)
  • OPP - Überlastungsschutz
    (Wenn das System mehr Leistung verbraucht, als das Netzteil liefern kann, schaltet es sich ab.)
  • OTP - Überhitzungsschutz
    (Bei Überhitzung einzelner Komponenten schaltet sich das Netzteil automatisch ab.)
  • SCP - Kurzschlussschutz
    (Im Falle eines Kurzschlusses verhindert diese Sicherung eine Beschädigung der Kernkomponenten des Netzteils und der einzelnen Systemkomponenten.)

Leistung:
Mit 564 Watt steht ein Großteil der Gesamtleistung für die 12 Volt Leitung zur Verfügung. Für die 3,3- und 5 Volt Leitungen bleiben noch 150 Watt über, was nicht tragisch ist, da diese Leitungen bei neueren Systemen immer weiter in den Hintergrund rücken. Bei genauerem Nachdenken ergibt sich folgender Ansatz: 564 Watt + 150 Watt ergeben 714 Watt Gesamtleistung, was zwar richtig ist - die bis zu 150 Watt für die beiden kleineren Leitungen können jedoch nur bei Bedarf bereitgestellt werden und werden der 12 Volt Leitung abgezogen. Ansonsten verfügt das Netzteil über zwei einzelne 12 Volt Schienen, die seit der ATX 2.2 Norm vorgeschrieben sind.

Verpackung und Lieferumfang

Bei der Verpackung ist be quiet! kein Cent zu schade. Auf der Vorderseite sieht man eine Abbildung des Netzteils und auch grobe Angaben zur Leistung und Effizienz. In mehreren Sprachen werden auf der Rückseite wichtige Features zum Kabelbaum und den Leistungsdaten aufgezählt.

Nach dem Öffnen des Kartons fallen weitere Abdeckungen auf, die das Gerät vor Beschädigungen schützten. Nach dem Beseitigen der Abdeckungen kommt das in Luftpolster-Folie eingewickelte Netzteil zum Vorschein, neben dem sich Kabel und Zubehör befinden.

Der Blick in die Verpackung

Zubehör:
Zum Lieferumfang gehören vier Kabelbinder, Schrauben, ein Kaltgerätekabel, eine Anleitung und die modularen Kabel-stränge. Schade ist allerdings, dass be quiet! auf Thumb-Screws verzichtet, denn so könnte man das Netzteil werkzeuglos montieren.

Details und Verarbeitung

Äußeres:
Äußerlich gibt es einige Veränderungen im Vergleich zur nicht mehr ganz aktuellen L7-Serie. Als erstes sticht natürlich sofort der orangefarbene Ring auf, der sich augenscheinlich zwischen Lüfter und Lüftergitter befindet. Aber Vorsicht: Dabei handelt es sich nur um ein optisches Detail, denn als Entkopplung wie in der aktuellen E9 Serie von be quiet! ist dieser harte Plastikring absolut untauglich. Dennoch setzt er einen sehr auffälligen Kontrast, was bei Netzteilen dieser Firma sehr selten ist. Das Lüftergitter hebt sich förmlich etwas von der alten Serie ab - qualitativ ist es leider nicht ganz sauber verarbeitet worden, denn es sind ein paar Unebenheiten vorhanden. Das Gehäuse ist im Gegensatz zu den anderen optischen Auffälligkeiten nahezu baugleich wie das, das in der Pure-Power L7 Serie verbaut wird.

Dies bestätigt vor allem die recht schwache Materialstärke, die Lackierung hätte auch etwas sauberer ausfallen können, da teils Staubeinschlüsse vorhanden sind. Der Lack selber wirkt recht beständig, dennoch sollte man vorsichtig mit dem Netzteil umgehen, da er grobe Handlungsweisen natürlich nicht verzeihen kann. Als Lüfter wird weiterhin ein 120 mm Modell verbaut, wobei es sich da neuerdings um ein Silent-Wings Modell handelt. Doch hier wurde ein wenig getrixt, nach dem Motto außen hui innen pfui. Denn der Ventilator verfügt über ein einfaches Sleeve-Bearing Lager und nicht über das geräuschfreie FDB-Lager.

Zu den größten Veränderungen gehört das neu integrierte Kabelmanagement, wodurch die Pure-Power L8 Serie begründet wird. Wie auch bei der Straight-Power Serie werden die modularen Buchsen mittels Aufkleber beschriftet. Dazu sind diese auch farblich eingegrenzt und auch die Stecker sind kodiert - falsches Anzuschließen wird nun verhindert. Die schwarzen Buchsen sind für jene Kabelstränge geeignet, die über SATA-, Molex- und Floppy-Stromstecker verfügen. Die grüne sowie die rote Buchse eignen sich für PCI-Express Leitungen, wodurch insgesamt vier PCIe-Stecker vorhanden sein können.

Nicht modular ist der acht Pin CPU-Strang, sowie die 24 Pin ATX Mainboardversorgung. Doch diese Leitungen werden sowieso immer verwendet. Gesleevt sind die Kabelstränge natürlich auch - leider aber kaum blickdicht, wodurch alle bunten Farben der einzelnen Adern sichtbar sind. Das Material an sich ist sehr hochwertig, denn es stehen keine einzelnen Fäden ab.

Internes:
In den letzten Jahren kam die Elektronik für be quiet! Netzteile immer von FSP, doch nun stellt erstmals HEC/Compucase die Elektronik bereit. Auffallend sind sofort die recht großen Kühlkörper, die über gefräste Rillen verfügen - damit werden sie leistungsstärker. Die Dimensionierung wird vor allem wegen dem langsam drehenden Lüfter erforderlich, denn nur so können die Bauteile bei unkritischen Temperaturen betrieben werden.

Das aufgeräumte Innere des Netzteils

Die Eingangsfilterung des Netzteils an der Kaltgerätebuchse verfügt über einen X-Kondensator und zwei Y-Kondensatoren. Zwischen der Eingangsfilterung an der Kaltgerätebuchse und der Filterung auf der Hauptplatine befindet sich zusätzlich ein Ferritkern, der mit einem Schrumpfschlauch überzogen wurde. Auf der Hauptplatine befindet sich ein weiterer X-Kondensator, zwei Y-Kondensatoren, drei Spulen und ein MOV (Metall-Oxid Varistor). Der MOV dient als passiver Überspannungsschutz - bei erhöhter Eingangsspannung wächst sein Widerstand und fängt somit den Überschuss an Spannung auf.

Als primärer Kondensator kommt ein taiwanesisches Modell von Teapo zum Einsatz. Dieser Elko verfügt über eine Spannungsfestigkeit von 400 Volt und weißt eine Kapazität von 390 Mikrofarrad auf. Des Weiteren wurde dieser mit 85 °C spezifiziert und lässt sich mit diesen Daten als solide bis mittelmäßige Auswahl bezeichnen.

Als primärer Kondensator kommt ein taiwanesisches Modell von Teapo zum Einsatz

Im sekundären Bereich werden 105 °C Kondensatoren verwendet, die ebenfalls von Teapo kommen - spezifiziert sind diese nun mit 105 °C, das sie wesentlich mehr Wärme verkraften müssen, als der primäre Elko. Sekundäre Kondensatoren werden oftmals sehr versteckt platziert, wo es auch der Luftstrom schwer hat, hinzukommen - die Folge ist eine wärmere Umgebung.

Im sekundären Bereich werden 105 °C Kondensatoren verwendet, die ebenfalls von Teapo kommen

Recht mittig auf der Hauptplatine befindet sich ein kleines PCB, das mit "BQT 430L8-2WX-PFC" beschriftet wurde. Auf dieser Platine befindet sich die Steuerung der PFC - scheinbar kommt diese in der kompletten Pure Power L8 Reihe zum Einsatz. Der Chip kommt von Champion und wird in sehr vielen Netzteilen verwendet.

Auf der Hauptplatine befindet sich ein kleine Platine mit der Steuerung des PFC

Auf der Platine an der die Buchsen für das modulare Kabelmanagement angebracht sind, befinden sich einige Kondensatoren, was eher ungewöhnlich ist. Diese haben folgenden Nutzten: sie verringern Ripple&Noise Werte und vermindern zusätzlich Spulenfiepen. Ripple&Noise-Werte geben Auskunft über die Qualität und Abweichungen ausgegebener Spannungen - fallen diese Werte zu hoch aus, so können längerfristig PC-Komponenten geschädigt werden.

Die Kondensatoren auf der Platine der Stecker sollen Ripple&Noise Werte verringern

Auf dieser kleinen Platine befindet sich ein Chip Names WT7527V von Weltrend, der die Schutzschaltungen verwaltet und bei Bedarf einsetzt.

Dieser kleinen Platine mit dem Chip Names WT7527V verwaltet die Schutzschaltungen

Die Lötqualität allgemein macht einen recht guten Eindruck - weniger schön sind jedoch zwei sehr schlecht verlötete SMD-Bauteile, die jeweils kalte Lötstellen aufweisen. Kabelenden wurden teilweise abgeschnitten, stellenweise gar nicht.

Beim verbauten Lüfter setzt be quiet! auf ein hauseigenes Modell aus der Silent-Wings Serie. (BQ T12025-MS18) Dieser Lüfter kann bei einer Spannung von 12 Volt mit einer Drehzahl von 1800 U/min rotieren. Die Lebensdauer wird von be quiet! mit 100.000 Stunden angegeben.

Der montierte Lüfter ist ein Silent Wings

Praxis und Handhabung

Einbau und Kabellängen:
Beim Einbau in einen Big Tower (Obsidian 700D) kommt das Netzteil teils an seine Grenzen. Der ATX 24 Pin Strang reicht gerade noch aus, doch ein paar Zentimeter hätten es schon mehr sein können. Um die CPU mit Strom zu versorgen benötigt man eine Verlängerung. Das ist aber nicht weiter tragisch, da diese bei fast jedem Netzteil benötigt wird, das selbst über ein langes Kabel verfügt. Die PCI Express Kabelstränge sind mit 45 Zentimetern Länge etwas kurz ausgefallen - 50 cm wären besser. Top sind die gut genormten Sata und Molex Stecker, die sich sofort ohne weitere Versuche anbringen lassen.

Ebenfalls gut sind die Kabellängen der Molex- und Satakabel. Obwohl sich im Lack Staubeinschlüsse befinden, ist der Lack qualitativ gut, denn beim Einbau sind keine Kratzer entstanden.

Die Rückseite des be quiet! Pure Power L8 630W CM

Subjektive Einschätzung der Lautstärke
Im IDLE-Betrieb ist das Netzteil so gut wie nicht hörbar - subjektiv auf gleicher Ebene wie das E9 580W. Auch Spulenfiepen ist in diesem Last-Bereich kein Thema - klar jedes Netzteil fiept in irgendeiner Art und Weise, doch dieses Gerät fiept nur kaum hörbar vor sich hin. Unter Belastung jedoch müssen die Komponenten natürlich deutlich besser gekühlt werden, wodurch der Lüfter schneller arbeiten muss als sonst - einen kleinen Luftzug kann man unter bestimmen Umständen durchaus wahrnehmen.

In einem Computer mit einer Festplatte und Lüfter, die mit rund 500 U/min drehen, würde dieses Geräusch aber gänzlich unter gehen. Soweit die subjektive Einschätzung - auf der nächsten Seite stellen wir ihnen Messwerte unter bestimmten Messbedingungen bereit.

Die Messungen

Testsystem:

Testmethodik:
Die Messung der Leistungsaufnahme führen wir mit einem Voltcraft Energy Monitor 3000 durch - dabei teilen wir die Messungen in drei Bereiche auf: Windows-Normalbetrieb (IDLE), Auslastungsstufe 1 (Prime 95) und Auslastungsstufe 2 (Prime 95 + Furmark).

Im IDLE Betrieb wird der Stromverbrauch ohne Festplattenaktivität und ohne Ressourcen-fressende Programme gemessen - lediglich die für den Betrieb notwendigen Programme sind offen. In der Auslastungsstufe 1 wird nun vorgegangen wie im IDLE Betrieb, nur dass Prime 95 (im 12 K-Mode) hinzugeschaltet wird. Der Prozessor ist nicht übertaktet - die Spannung wird jedoch auf 1,475 Volt angehoben. In der letzten Auslastungsstufe (2) wird zusätzlich das Programm FurMark aktiviert, das die Grafikkarten zu 99 % belastet. Die Grafikarten werden wie in allen anderen Tests auf 770 Mhz übertaktet und mit 1,3 Volt versorgt.

Die Spannungen werden mit Hilfe eines Voltcraft VC-120 Messgeräts ausgelesen. Wir ermitteln die Werte in IDLE und in der Auslastungsstufe 2. Die Ermittlung der Spannungs-Werte in der Auslastungsstufe 1 lohnt sich kaum bis gar nicht, da sich die Werte so gut wie nicht verändern.

Die Lautstärkewerte werden wieder in jedem Szenario ermittelt. Dabei befindet sich das Mikrofon unseres Messgeräts (Voltcraft SL-100) fünfeinhalb Zentimeter von der Lüfternarbe entfernt. Dieser Abstand erscheint zwar anfangs als sehr gering, doch nur so können wir auch bei sehr leisen Netzteilen eindeutige Werte ermitteln. Das Messgerät selbst wurde mit einem Stativ aufgestellt, um Abweichungen durch Bewegungen zu verhindern. Während der Lautstärke-Messung werden alle Lüfter und die Pumpe via einem zentralen Schalter abgestellt. Für diesen Test wird die recht laute Festplatte durch eine lautlose SSD ersetzt. Beim "Lasttest 2" werden die Grafikkarten mit einem Schaumstoffartigen Material umhüllt, um das Geräusch der Spulen auf den Grafikkarten einzudämmen. Um Nebengeräusche zu verhindern, erfolgten die Messungen in einer ruhigen Wohnsiedlung vormittags und in der Nacht.

Leistungsaufnahme:

Bei der Leistungsmessung liegt das Netzteil im IDLE vor den Konkurrenten, wohingegen es in der Auslastungsstufe 1 mehr im unteren Mittelfeld liegt. Im zweiten Lasttest fällt es leider mit dem ZS 650 Watt von OCZ nach hinten - dennoch ist die bessere Effizienz im IDLE Betrieb wichtiger, denn die meisten Rechner laufen zum Großteil im IDLE.

Spannungen:

Hier gibt es keine Bösen Überraschungen, denn von den jeweiligen Grenzwerten liegen die Messwerte recht weit entfernt.

Lautstärke:

Im IDLE-Betrieb und in der ersten Auslastungsstufe liegt das L8 minimal hinter dem teureren E9, was absolut vertretbar ist. Unter Last werden die Unterschiede schon etwas deutlicher: der Lüfter des L8 dreht schneller, doch der Lüfter selbst macht sich nicht bemerkbar - nur der höhere Luftstrom fällt auf. Leider können wir Ihnen aktuell nur sehr wenige Werte zur Verfügung stellen, da wir diese Mess-Kategorie neu eingeführt haben.

Louis Hirschmann meint …

Louis Hirschmann

Das Update der Pure-Power Serie ist mit den neuen L8-Netzteilen durchaus gelungen. Wo die Pure-Power L7 Serie noch für pure Leistung steht, so wurden dem Update ein paar exklusivere Extras spendiert. Dem Design kamen ein neu kreiertes Lüftergitter und ein orangener O-Ring zu Gute, der für ein wenig Farbkontrast sorgt. Die Lackwahl, sowie die Lackierung selbst blieb wie beim Alten,jedoch nicht der verwendete Lüfter. Hier setzt man neuerdings auf einen Silent-Wings Lüfter aus dem eigenen Haus, der nun deutlich laufruhiger zu Werke geht. Im IDLE-Betrieb macht sich das Netzteil gar nicht bemerkbar, unter der mittleren Last dreht der Ventilator nahezu unbemerkt etwas auf. Im Lasttest 2 wird das Netzteil dann doch etwas lauter, bleibt aber weiterhin auf einem Level, das noch weit vom Begriff "störend" entfernt ist.

Zu den Neuerungen zählt nun auch das Kabelmanagement, an dem ausreichend viele Kabelstränge angeschlossen werden können. Zu kurz sind der ATX 24 Pin- und die beiden PCI-Express Leitungen ausgefallen, die beide nur 45 cm lang sind. In einem Big-Tower könnte dies Nutzern zum Verhängnis werden - bei Verwendung in Midi-Towern stellt dies aber kein Problem dar. Die nun von HEC gefertigte Platine macht einen guten und aufgeräumten Eindruck - mittelmäßig ist hier die Wahl der Kondensatoren. Die Lötqualität gibt sich gut, bis auf zwei schlecht verlötete SMD-Bauteile. Bei der Leistungsmessung kann sich das L8 630 W gegen alle 80+ Bronze zertifizierten Netzteile durchsetzten, wohingegen es bei den Lasttests nach hinten abfällt, wenn auch im geringen Rahmen.

Das be quiet! Pure Power CM 630W ist aktuell für rund 80 Euro gelistet - dabei ist es den Konkurrenten in Sachen Lautstärke, Ausstattung und im Preis weit voraus. Das nächstbeste Netzteil mit ähnlichen Daten ist das PC Power & Cooling Silencer Mk III 600W , was zwar um 10 Euro günstiger ist, aber dafür etwas lauter und schwächer ist. Käufer die ein Netzteil suchen, das sich preislich im Rahmen befindet, dabei einige Features bietet und obendrauf sehr leise ist, der sollte sich unbedingt das be quiet! ansehen.

  • Positiv
  • sehr leise
  • Kabelmanagement
  • vier PCI-Express Stecker
  • Effizienzwerte im IDLE
  • Neutral
  • - / -
  • Negativ
  • Leistungsaufnahme unter Last
  • teils kurze Kabelstränge

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