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Tech-Review.de

  • Mittwoch, 01. Dezember 2021
be quiet! Straight Power E9 CM 580W

be quiet! Straight Power E9 CM 580W: Ein schleichender Panther?

Einleitung

Be quiet!s erfolgreiche Straight-Power Netzteil-Serie, wird derzeit in der bereits fünften Generation gefertigt. Das Pendant zum E9 CM 580W, der letzten Serie war das meistverkaufte Netzteil, das mit der Mischung aus einem angemessenen Preis, Lautstärke, Effizienz, Stabilität enorm punkten konnte. Knapp ein Jahr später wurde die E9 Serie veröffentlicht, an der mehrere kleinere und größere Änderungen vollzogen wurden: neben einer weiteren Reduzierung der Lautstärke durch einen 135 mm Lüfter wurde auch an der Effizienz getüftelt - so darf die komplette E9 Reihe ein 80 Plus Gold Zertifikat tragen.

Äußerlich wurden wenig Änderungen vorgenommen - im Groben fällt lediglich der größere Silent-Wings Lüfter auf. Bis zur E8-Serie ist ein 120 mm Lüfter verbaut würden, jetzt verfügt die neue Serie über ein 135 mm Modell, das bei gleicher Drehzahl mehr Luft fördern kann, als das 120 mm Modell. Im Inneren, jedoch wurden einige Änderungen vorgenommen, die zum Erreichen des 80 Plus Gold Siegels notwendig wurden. Eignen sollte sich das Netzteil für absolute Silent-Freaks, die eine hohe Stabilität wünschen und dabei nicht auf eine hohe Effizienz verzichten wollen.

Spezifikationen und Features

Allgemeine Ausstattungsmerkmale:

  • 80 Plus Gold Zertifikat
  • 135 mm Silentwingslüfter mit FDB-Lager
  • modulares Kabelmanagement
  • gesleevte Kabel
  • Multi-GPU geeignet
  • Lebensdauer bei 25 °C: 300.000 Stunden
  • fünf Jahre Herstellergarantie
  • Einbaugröße: 160 x 150 x 86 mm (L x B x H)

Kabellänge und Kabelstränge:
Das E9 CM 580W verfügt über einen umfangreichen Kabelbaum, bei dem alle Kabelstränge außer dem 24 Pin ATX Stecker modular sind. Der Vorteil an beliebig ansteckbaren Kabeln ist, dass man nicht gezwungen ist, übrig bleibende Strippen verstecken zu müssen. Optisch gesehen wirkt dadurch der Computer im Inneren deutlich aufgeräumter. Doch einen Vorteil lernt man erst beim Einbau zu schätzen, denn bei der Befestigung eines Netzteils müssen so nicht alle Kabel mit gezerrt werden, was den Einbau deutlich vereinfacht. Benachteiligt wird dadurch die Effizienz, die etwas sinkt und an anderer Stelle ausgeglichen werden muss.

Am Anschlussumfang gibt es nichts auszusetzen. Auch von den Längen her überzeugen die meisten Kabelstränge - die acht-Pin CPU-Stromversorgung ist mit einer Länge von nur 45 cm etwas zu kurz geraten.

Die Maße der Kabellängen

Schutzschaltungen:

  • OCP - Überstromschutz
    (Sollte die Last auf den einzelnen Leitungen höher sein als angegeben, schaltet das Netzteil automatisch ab.)
  • OVP - Überspannungsschutz
    (Falls die Spannungen auf den einzelnen Leitungen über einen gewissen Toleranzwert steigen, schaltet sich das Netzteil automatisch ab.)
  • UVP - Unterspannungsschutz
    (Fallen die Spannungen auf den einzelnen Leitungen unter einen gewissen Toleranzwert, so schaltet sich das Netzteil automatisch ab.)
  • OPP - Überlastungsschutz
    (Wenn das System mehr Leistung verbraucht, als das Netzteil liefern kann, schaltet es sich ab.)
  • OTP - Überhitzungsschutz
    (Bei Überhitzung einzelner Komponenten schaltet sich das Netzteil automatisch ab.)
  • SCP - Kurzschlussschutz
    (Im Falle eines Kurzschlusses verhindert diese Sicherung eine Beschädigung der Kernkomponenten des Netzteils und der einzelnen Systemkomponenten.)

Leistung:
Mit 564 Watt stehen 97 Prozent der Gesamtleistung alleine für die 12 Volt Leitung zur Verfügung. Für die 3,3- und 5 Volt Leitungen bleiben noch 150 Watt über, was nicht tragisch ist, da diese Leitungen bei neueren Systemen immer in den Hintergrund rücken. Einige werden denken: 564 Watt + 150 Watt ergeben 714 Watt, was zwar richtig ist - die bis zu 150 Watt für die beiden kleineren Leitungen können jedoch nur bei Bedarf bereitgestellt werden und werden der 12 Volt Leitung abgezogen. Ansonsten verfügt das Netzteil über vier einzelne 12 Volt Schienen (Multirail): je zwei PCI-Express Kabelstränge werden von einer der 12 Volt Schienen versorgt.

Der acht-Pin CPU-Stromversorgung wird ebenso eine einzelne Schiene zugeteilt, die vierte 12 Volt Leitung "kümmert" sich um restliche Komponenten, wie Laufwerke und zusätzlichen Geräten. Insgesamt ist die Lastverteilung durchaus gelungen, denn jede Rail hat ihre bestimmte Aufgabe und wird in der Regel nicht überstrapaziert, wodurch sich gute Messwerte ergeben.

Verpackung und Lieferumfang

Bei der Verpackung hat sich be quiet! viel Mühe gegeben. Auf der Vorderseite sieht man eine Abbildung des Netzteils und auch grobe Angaben zur Leistung und Effizienz. In mehreren Sprachen werden auf der Rückseite wichtige Features aufgezählt, wie der Kabelbaum und Leistungsdaten.

Nach dem Öffnen des Kartons zeigt sich, dass der Inhalt nochmal mit schwarzer Pappe abgedeckt wurde. Links neben dem Netzteil befindet sich das Zubehör - einem Kaltgerätekabel, Schrauben, zwei Kabelbindern besteht und zu guter Letzt die modularen Kabelstränge.

Der erste Blick in die Verpackung

Zubehör:
Zum Lieferumfang gehören vier Kabelbinder, Schrauben, ein Kaltgerätekabel, eine Anleitung und die modularen Kabel-stränge. Die zusätzlich montierbaren Leitungen sind ab Werk mit Klettkabelbindern umgeben, die bei der Verlegung der Kabel im Gehäuse wieder verwendet werden können. Schade, dass be quiet! auf Thumb-Screws verzichtet, denn so könnte man das Netzteil ohne Werkzeug montieren.

Details und Verarbeitung

Äußeres:
Äußerlich hat sich im Vergleich zur Straight-Power E7- und E8-Reihe kaum bis gar nichts verändert. Zu den kleineren Veränderungen ab der E7 Reihe gehört der etwas dunklere Grauton und das größere Lüftergitter, das bei einem 135 mm Ventilator notwendig wurde. Zwar hat sich die Größe des Lüfters geändert, nicht aber die sehr gelungene Laufruhe - weiterhin kommt ein Silent-Wings Lüfter zum Einsatz. Zwischen Netzteil-Deckel und dem Lüfter ist ein orangefarbener O-Ring erkennbar, der so groß wie der Lüfter ist. Dieser Ring verhindert Vibrationen, die der Lüfter verursachen könnte. Um das Lautstärke-bild weiter nach unten zu setzten, verfügt der Lüfter über gummierte Halterungen, sowie über ein FDB-Lager.

Erklärung FDB-Lager:
FDB ist die Abkürzung für Fluid Dynamic Bearing. Sinngemäß: Lager mit dynamischem Ölfilm. Die Schalen des FDB Lagers sind V-Förmig profiliert. Durch die Rotation der Achse zirkuliert das Öl, dadurch entsteht an definierten Punkten zwischen Lager und Schale ein so hoher Öldruck, dass sie sich nicht mehr berühren. Die Reibung wird nahezu komplett verhindert - es entsteht weniger Wärme und das Lager wird leiser und sehr langlebig.

Wie es bei der be quiet! Straight Power Serie üblich ist, sind am hinteren Ende des Netzteils die Anschlüsse für das Kabelmanagement beschriftet. Dazu sind diese auch farblich eingegrenzt und auch die Stecker sind kodiert, um mit allen Mitteln zu vermeiden, Stecker falsch anzuschließen. Die schwarzen Buchsen sind für jene Kabelstränge geeignet, die über SATA-, Molex- und Floppy-Stromstecker verfügen. Die grüne sowie die rote Buchse eignen sich für PCI-Express Leitungen, wodurch insgesamt vier PCIe-Stecker vorhanden sein können.

Die übrige gelbe Buchse dient zur Stromversorgung des Prozessors, also der acht-Pin EPS Leitung. Der einzige Kabelstrang, der nicht modular ist, ist die 24-Pin Mainboard-Stromversorgung, die aber immer benötigt wird. Die Qualität des Sleeves, mit dem alle Kabel ummantelt sind kann sich durchaus sehen lassen. Leider ist das Material an sich nicht sehr wertig, auch die Blickdichtigkeit lässt zu Wünschen übrig.

Der Innere:
Wie so oft, wird die Netzteilelektronik von FSP (Fortron Source Power) bereitgestellt. Die Platine basiert auf einem ähnlichen Design wie das der FSP-Aurum Serie. Doch ein paar Veränderungen wurden durch be quiet! vorgenommen, um ein besseres Gesamtpaket anbieten zu können.

Das Innere des Netzteils

Wie üblich beginnt die Eingangsfilterung ihren Lauf an der Kaltgerätebuchse - in Form von zwei Y-Kondensatoren. Auf der Hauptplatine befinden sich zwei weitere Y-Kondensatoren, sowie zwei X-Kondensatoren. Ebenfalls an Bord sind drei Spulen mit Ferrit-Kernen. Mit der Eingangsfilterung werden elektromagnetische Störungen, die ein Netzteil erzeugt, gefiltert - ebenso gefiltert werden Störsignale vom eingehenden Stromnetz.

Als Primär-Kondensator kommt ein 85°C Modell von Capxon mit einer Kapazität von 330 Mikrofarad und einer Spannungsfestigkeit von 420 Volt zum Einsatz. Für einige mag ein Japanischer 85 °C Kondensator als minderwertig gelten, doch der Unterschied zu einem gleichen Modell mit 105 °C ist äußert gering und zugleich vernachlässigbar. Der Primärkondensator überlebt in der Regel alle anderen Komponenten in einem Netzteil. Dazu kommt, dass es im Bereich des Primär-Kondensators nie so heiß wird, dass er hohe Temperaturen in Kauf nehmen müsste, da diese meist im Luftstrom liegen.

Auf der sekundären Seite kommen ebenfalls Capxon Kondensatoren zum Einsatz, die jedoch mit 105°C spezifiziert sind. Jedoch macht hier eine höhere Spezifizierung durchaus Sinn, da sich einige Kondensatoren im sekundären Bereich außerhalb des Luftstromes befinden und so mit mehr Wärme umgehen müssen.

Der etwas größere IC vom Typ FSP 6600 steuert die Aufspaltung der 12 Volt Schiene in 3,3- und 5V. Ebenfalls über diesen Chip Läuft die Steuerung der PFC. (Power Factor Correction) Der zweite IC des Typs 6601 ist für die Schutzschaltungen verantwortlich, über die das Netzteil verfügt.

Der etwas größere IC steuert die Aufspaltung der Volt Schienen und die Steuerung der PFC

Die kleine zur Hauptplatine extern verlaufende Platine beherbergt einen weiteren IC, der der für die Regelung des Lüfters zuständig ist. Auf dieser Platine wurde auch der Temperatursensor angelötet, der sich auf einem Kühlkörper befindet. Je nachdem wie warm dieser Kühlkörper ist, wird der Lüfter herauf oder herab geregelt.

Die Lötqualität auf der Rückseite der Hauptplatine befindet sich auf einem eher mittelmäßigen Level. Teilweise fallen Kabelenden zu lang aus, die normalerweise abgezwickt werden sollten - zum Teil wurden diese auch vorbildlich entfernt. Stellenweise wurde zu wenig oder zu viel Lötzinn verwendet. In der linken, unteren Ecke machen Verfärbungen deutlich, dass zu heiß gelötet wurde. Insgesamt stört dies die Funktion aber nicht.

Beim verbauten Lüfter setzt be quiet! auf ein hauseigenes Modell aus der Silent-Wings Serie. (BQ T13525-LF15) Dieser Lüfter kann bei einer Spannung von 12 Volt mit einer Drehzahl von 1500 U/min rotieren. Unüblicherweise ist der Lüfter direkt an der Platine angelötet, wodurch ein Austausch des Lüfters sehr schwer werden könnte. Ein Wechsel wäre ohnehin sehr sinnfrei, da der Lüfter technisch gesehen einer der besten am Markt ist und zudem bis zu 300.000 Stunden seinen Dienst verrichten kann.

Praxis und Handhabung

Einbau und Kabellängen:
Beim Einbau in einen Big Tower (Obsidian 700D) macht das Netzteil eine gute Figur. Der ATX 24 Pin Strang reicht wunderbar aus, um ihn sauber zu verlegen. Um die CPU mit Strom zu versorgen benötigt man eine Verlängerung. Das ist aber nicht weiter tragisch, da diese auch bei einem leistungsfähigeren Modell benötigt wird. Top sind die gut genormten Sata und Molex Stecker, die sich sofort ohne weitere Versuche anbringen lassen. Dazu sind uns beim Einbau die stabilen Seitenwände vom Gehäuse des Netzteils aufgefallen. Hier wackelt nichts, die Bleche verbiegen sich kaum bis gar nicht - sehr gut!

Die Güte des Lacks gefällt, denn beim Einbau sind keine Kratzer entstanden, die das Bild trüben könnten. Das Lüftergitter sieht zwar sehr gut aus hat aber auch eine Schattenseite - das Überstehen der Drähte lässt das Netzteil rund 0,5-1 mm höher werden, was bei der Montage mit dem Lüfter nach unten Gerichtet im Gehäuse zu Problemen führen kann.

Die Gitterstränge ragen leicht über das Gehäuse hinaus

Subjektive Einschätzung der Lautstärke:
Die Spezialität von be quiet! - auch hier passt der Name zum Gerät. Im IDLE-Betrieb ist das Netzteil so gut wie nicht hörbar, wodurch es sich auch für ein sonst passives System eignen würde. Auch Spulenfiepen ist in diesem Last-Bereich kein Thema - klar jedes Netzteil fiept in irgendeiner Art und Weise, doch dieses Gerät säuselt nur kaum hörbar vor sich hin. Unter Belastung müssen die Komponenten natürlich deutlich besser gekühlt werden, wodurch der Lüfter schneller arbeiten muss als sonst. In einem passiven System würde man ein leichtes Luft-Rauschen feststellen können.

In einem Computer mit einer Festplatte und Lüfter, die mit rund 500 U/min drehen, würde dieses Geräusch gänzlich unter gehen. In Bezug auf "Fiep-Geräusche" unter Last ist es auch hier ungewöhnlich zurückhaltend. So weit die subjektive Einschätzung - auf der nächsten Seite stellen wir ihnen Messwerte unter bestimmten Messbedingungen bereit.

Die Messungen

Testsystem:

Testmethodik:
Die Messung der Leistungsaufnahme führen wir mit einem Voltcraft Energy Monitor 3000 durch - dabei teilen wir die Messungen in drei Bereiche auf: Windows-Normalbetrieb (IDLE), Auslastungsstufe 1 (Prime 95) und Auslastungsstufe 2 (Prime 95 + Furmark).

Im IDLE Betrieb wird der Stromverbrauch ohne Festplattenaktivität und ohne Ressourcen-fressende Programme gemessen - lediglich die für den Betrieb notwendigen Programme sind offen. In der Auslastungsstufe 1 wird nun vorgegangen wie im IDLE Betrieb, nur dass Prime 95 (im 12 K-Mode) hinzugeschaltet wird. Der Prozessor ist nicht übertaktet - die Spannung wird jedoch auf 1,475 Volt angehoben. In der letzten Auslastungsstufe (2) wird zusätzlich das Programm FurMark aktiviert, das die Grafikkarten zu 99 % belastet. Die Grafikarten werden wie in allen anderen Tests auf 770 Mhz (Stock: 750 MHz) übertaktet und mit 1,3 Volt (Stock: 1,26 Volt) versorgt.

Die Spannungen werden mit Hilfe eines Voltcraft VC-120 Messgeräts ausgelesen. Wir ermitteln die Werte in IDLE und in der Auslastungsstufe 2. Die Messung der Spannungs-Ergebnisse in der Auslastungsstufe 1 lohnt sich kaum bis gar nicht, da sich die Werte so gut wie nicht verändern.

Die Lautstärkewerte werden wieder in jedem Szenario ermittelt. Dabei befindet sich das Mikrofon unseres Messgeräts (Voltcraft SL-100) fünfeinhalb Zentimeter von der Lüfternarbe entfernt. Dieser Abstand erscheint zwar anfangs als sehr gering, doch nur so können wir auch bei sehr leisen Netzteilen eindeutige Werte ermitteln. Das Messgerät selbst wurde mit einem Stativ aufgestellt, um Abweichungen durch Bewegungen zu verhindern. Während der Lautstärke-Messung werden alle Lüfter und die Pumpe via einem zentralen Schalter abgestellt. Für diesen Test wird die recht laute Festplatte durch eine lautlose SSD ersetzt. Beim "Lasttest 2" werden die Grafikkarten mit einem Schaumstoffartigen Material umhüllt, um das Geräusch der Spulen auf den Grafikkarten einzudämmen. Um Nebengeräusche zu verhindern, erfolgten die Messungen in einer ruhigen Wohnsiedlung vormittags und in der Nacht.

Leistungsaufnahme:

Wie erwartet erreicht das E9 580W im IDLE-Betrieb den Bestwert. Netzteile mit einer geringeren Ausgangsleistung bieten bei niedrigeren Last-Szenarios meist bessere Effizienzwerte, wodurch das E9 gegenüber den Kontrahenten klar im Vorteil liegt. Bei den beiden Last-Tests erreicht das E9 580W geringfügig schlechtere Werte, als das FSP Aurum das in der gleichen Effizienzklasse spielt doch nun zieht das be quiet! den kürzeren, denn leistungsfähigere Netzteile liegen bei diesen Tests näher an der 50 % Marke, bei der die Effizienz am höchsten ist. Insgesamt gesehen liefert das be quiet! E9 580W exzellente Werte, die sich wirklich sehen lassen können.

Spannungen:

Hier gibt es keine Bösen Überraschungen, denn von den jeweiligen Grenzwerten liegen die Messwerte weit entfernt.

Lautstärke:

Bei der Schall-Messung platziert sich das Straight-Power Modell knapp vor dem Pure Power CM L8, das ebenfalls von be quiet! Stammt. Die Unterschiede sind kaum hörbar - unter Last ist der Luftstrom . höher als der des E9. Leider können wir ihnen aktuell nur sehr wenige Werte zur Verfügung stellen, da wir diese Mess-Kategorie neu eingeführt haben.

Louis Hirschmann meint …

Louis Hirschmann

Die neueste Generation der Straight-Power Serie ist nahezu durch die Bank gelungen. Neben einem subjektiv gelungenem Design und einer ausgetüftelten Elektronik punktet das E9 CM 580W vor allem mit seinem enorm niedrigen Geräusch-Level. Der neu verwendete 135 mm Lüfter verhält sich im Normalbetrieb nahezu lautlos. In den beiden Last-Szenarien dreht der Lüfter gezwungenermaßen etwas schneller, doch auch hier bewegt sich der Geräuschpegel weit unter dem Durchschnitt. Subjektiv betrachtet ist das Netzteil leiser als alle anderen bisher getesteten Netzteile. Weiterhin überzeugt das gelungene Kabelmanagement, an das ausreichend und vor allem lange Kabel angeschlossen werden können.

Leider ist die Qualität des Sleeves, mit dem die Netzteil-Kabel umgeben sind eher als mäßig zu bezeichnen, da einzelne Fäden herausstehen. Im verbauten Zustand fällt dies aber nicht auf. Die Leistungsmessungen in den drei Last-Bereichen fielen durchwegs gut aus - zwar kann sich das E9 nicht immer gegen das FSP Aurum durchsetzten, doch dies hat in den Last Tests aufgrund der etwas höheren Nennleistung kleine Vorteile. Vertrauen weckt die sehr lange Garantiezeit von ganzen fünf Jahren, wo wir auch gleich bei der Elektronik wären. Hier gibt es kaum etwas zu beanstanden, die allgemeine Verarbeitung im Innenraum stimmt, doch bei der Lötqualität wurde teilweise geschlampt - möglicherweise handelt es sich im eine schlechte Charge. Der Funktion tut dies keinen Abbruch.

Preislich ordnet sich das be quiet! Straight Power E9 CM 580W bei rund 95€ ein, was für ein Netzteil in der oberen Mittelklasse mehr als angemessen zu bezeichnen ist. User, die eines der leisesten Netzteile überhaupt suchen, eine sehr hohe Effizienz erwarten und dabei kein Zubehörteil missen wollen, sollten sich das E9 580 Watt sehr genau ansehen. Leise wie ein Panther ist das Netzteil auf jeden Fall - man könnte noch: "effizient laufend" hinzufügen.

  • Positiv
  • extrem leise
  • Design
  • Kabelmanagement
  • fünf Jahre Garantie
  • vier PCI-Express Stecker
  • Neutral
  • - / -
  • Negativ
  • nur mittelmäßige Lötqualität
  • Qualität des Sleevs ist verbesserungswürdig

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