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  • Montag, 10. August 2020
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be quiet! Dark Base Pro 900

be quiet! Dark Base Pro 900: Neues Flaggschiff auf großer Fahrt?

Der Markt für neue Gehäusemodelle ist seit Jahren eigentlich übersättigt, dementsprechend schwer ist es einerseits für Anwender genau "den" für sich passenden Tower zu finden, bei dem die Mischung aus Funktionalität, Optik und Preis mit den eigenen Präferenzen übereinstimmt bzw. harmoniert. Zugleich ist es ebenso schwer auch für die Hersteller am Markt neue Innovationen oder Alleinstellungsmerkmale zu generieren, die das eigene Produkt gegenüber der Konkurrenz voranstellt. Darüber hinaus geht der Trend in letzter Zeit auch stetig in Richtung "klein und dennoch leistungsstark", quasi ein Wohnzimmer-PC selbst für intensive Gaming-Sessions. Was sich einerseits toll anhört und durch die neuen, sparsameren Prozessor- und Grafikkartengenerationen auch durchaus realisierbar wird, endet nicht selten in einem Kompromiss zwischen optimaler Leistung und effektiver Kühlung, letzteres soll dabei nämlich auch möglichst geräuscharm seine Arbeit verrichten. Für wirklich leistungsstarke Hardware ist dies meist aber ein fauler Deal, weswegen die Sparte der (Super/Full Size) Midi-Gehäuse noch viele Jahre ihre Käufer finden wird.

Um solch ein Gehäuse - mit dem speziellen Extra - handelt es sich bei unserem heutigen Gast in der Redaktion: Das be quiet! Dark Base Pro 900! Dabei verpasst der Hersteller dem bereits auf der Computex 2016 vorgestellten und seit drei Monaten auch offiziell gelaunchtem Case neben einer extrem umfangreichen Grund-Ausstattung auch jede Menge sehr detailliert ausgearbeitete Features. Um nur einige Mal vorweg zu nennen: Gleich drei der neuen SilentWings-Lüfter der inzwischen dritten Generation, ein getöntes Echtglas-Seitenteil, einem entnehmbares Mainboard-Tray, die variable und vollmodulare Einbaurichtung der Hauptplatine sowie vielen weiteren Elementen, kabellose Ladestation für Smartphones, ein rundum-sorglos-Paket in puncto Dämmung mit zahlreichen Entkopplereigenschaften und vieles, vieles mehr. Das volle Programm an umgesetzten Nutzerwünschen verstaut in einem frisch gelaunchten Flaggschiff-Gehäuse für wahre Enthusiasten in den Bereichen Modularität, Kompatibilität sowie Design - und mit einem Ladenpreis von rund 200,- Euro auch nur was für Anwender mit dem entsprechend gefülltem Portemonnaie

Neben der inzwischen hochprämierten Silent-Base-Reihe, welche den einfachen Nutzer mit einem guten Auge für Qualität, Performance und Benutzerfreundlichkeit anspricht, stellt die Dark Base-Serie mit seinen beiden Modellen "Dark Base 900" und "Dark Base Pro 900" unter den Gehäusen quasi den Porsche im herstellereigenen Portfolio dar, baut sie eben auf den obengenannte Attribute als Basis auf und bietet mit der enormen Anzahl an durchdachten Features das sprichwörtliche "i"-Tüpfelchen an Mehrwert. Wie dieses "mehr" nun in der Praxis Bestand hat und welche tollen Ideen noch weiter auf uns warten, könnt ihr im Test lesen.

Viel Spaß dabei, Euer Team TRV!

Verpackung/Lieferumfang

Bevor wir mit dem Produkt anfangen, schauen wir uns erst einmal die Verpackung an. Diese ist wirklich wuchtig und erinnert eher an Kartons in denen sich ansonsten die Big-Tower vorfanden. Neben diversen Abbildungen vom Case selbst, einer Reihe dargestellter Kernfeatures, sind zusätzlich auch die technischen Daten und weiterführende Informationen abgedruckt. So kann sich der Anwender bereits vor dem Auspacken einen ersten Eindruck über das Gehäuse machen. Wird das Paket geöffnet, blickt einem zunächst die Bedienungsanleitung entgegen, ein kleines Buch mit viel Lesestoff auf das wir später noch einmal näher eingehen werden.

Gut geschützt mit großzügigen Styropor-Körpern lässt sich das Gehäuse trotz seiner stolzen 15 Kg Gewicht noch relativ angenehm seiner Verpackung entledigen. Im Inneren vom Case ist das Zubehör-Set in einer kleinen Verpackung verstaut. Bei einem Preis von rund 200,- Euro erwarteten wir beim Lieferumfang natürlich ein paar Highlights und wurden hierbei auch nicht enttäuscht. Zum einen enthält es natürlich das Benutzerhandbuch, welches in fünf Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Polnisch und Spanisch) verfasst ist und sowohl für die normale Dark Base 900 als auch die Pro-Version konzipiert wurde. Hierin enthalten sind zahlreiche Explosionszeichnungen der einzelnen Gehäusebereiche, leicht verständliche Hinweistexte und viele weiteren Informationen rund um den Einbau. Genauso sollte eigentlich jedes Handbuch sein glücklich . Leicht verständlich und dennoch detailliert, sehr gut! Weiterhin im Montage-Set enthalten sind die obligatorischen Schraubensätze, sechs wiederverwendbare Kabelbinder aus Klett-Material, darüber hinaus eine sogenannte LCS-Halterung z.B. für die Montage von Wasserpumpen, welche hierbei auf einen der variablen Festplattenkäfige geschraubt wird. Des Weiteren gibt es einen Halterahmen zur Installation eines dritten aber optionalen Lüfters in der Front. In der Pro Version haben wir dann noch zwei RGB-LED-Leisten mit dabei, die der Anwender frei nach seinem Geschmack im Gehäuse verkleben kann. Zu guter Letzt ist dann noch eine gelbe HDD-Abdeckung aus Gummi enthalten, die direkt in einem Festplattenrahmen gesteckt und als Lochabdeckung verwendet werden kann.

Der Lieferumfang nochmal im Detail:

  • Dark Base Pro 900 Gehäuse
  • Montage-/Schrauben-Set
  • Mehrsprachiges, bebildertes Handbuch
  • LCS-Bracket z.B. für Wasserpumpen
  • Montage-Bracket für einen optionalen Lüfter
  • Sechs Klett-Kabelbinder
  • HDD-Abdeckung aus Gummi
  • Zwei RGB-LED-Leisten

Technische Daten in der Übersicht

Mit Maßen von 577 x 243 x 585 mm (LxBxH) entspricht das Gehäuse eigentlich nicht dem typischen Format eines Midi-Towers, allerdings ist dies auch nicht auf eine bestimmte Größe spezifiziert. Von seinen Abmaßen her ist die Bezeichnung "Super-Midi" daher auch sehr trefflich formuliert, denn der Anwender bekommt das Platzgefühl eines Big-Towers mit den Vorteilen eines Midi-Gehäuses. Von Mini-ITX über E-ATX bis hin zu XL-ATX lässt sich damit praktisch jeder gängige Formfaktor vom Mainboard her verbauen - alles in einem mit umfangreicher Schallisolierung ausgestattetem Bodymix aus Stahl, Aluminium und ABS-Kunststoff. Im Gepäck gibt es drei Lüfter der brandneuen SilentWings 3 Serie als PWM-Variante, samt dazu passender Lüftersteuerung. Entsprechende Staubfilter sorgen im Betrieb für einen sauberen Innenraum und lassen sich darüber hinaus bequem unter fließendem Wasser reinigen.

Durch den variablen Innenraum sind mit dem Dark Base Pro 900 nicht nur Projekte mit viel Luftdurchsatz realisierbar, sondern kann weiterhin eine Vielzahl unterschiedlich großer Radiatoren aufnehmen und bietet damit auch den Fans des feuchten Nass - also umfangreichen Wasserkühlungen - eine gute Kompatibilitätsbasis. Design, Modularität und Geräuschreduzierung, alles Kernfeatures mit denen be quiet! sein Gehäuse dem Kunden schmackhaft machen möchte.

Modellname Dark Base Pro 900 Dark Base 900
Gehäusetyp Super Midi-Tower Super Midi-Tower
Maße (LxBxH) 577 x 243 x 585 mm 577 x 243 x 585 mm
Material 0,8 mm - 1 mm SECC Stahl
0,8 mm Aluminium
ABS Kunststoff
0,8 mm - 1 mm SECC Stahl
0,8 mm Aluminium
ABS Kunststoff
Verfügbare Farben Orange, Schwarz, Silber (jeweils die Akzentfarbe) Orange, Schwarz, Silber (jeweils die Akzentfarbe)
Seitenteil-Fenster
Seitenfenster aus 4 mm getöntem Glas -/-
Laufwerke
ODD ext. 2 2
HDD ext. -/- -/-
HDD int. 7 7
SSD int. 14+1 14+1
Erweiterungs-Slots
8 8
M/B
E-ATX, XL-ATX, ATX, M-ATX, Mini-ITX E-ATX, XL-ATX, ATX, M-ATX, Mini-ITX
I/O 2x USB 2.0, 2x USB 3.0, HD-Audio 2x USB 2.0, 2x USB 3.0, HD-Audio
Lüfter Front Installiert:
2x SilentWings 3, 140 mm PWM, 1,000 U/Min

Optional:
1x 140 mm (ohne ODD-Käfig)
Installiert:
2x SilentWings 3, 140 mm PWM, 1,000 U/Min

Optional:
1x 140 mm (ohne ODD-Käfig)
Oben Optional:
3x 140 mm / 4x 120 mm
1x 180 mm/ 1 x 200 mm
Optional:
3x 140 mm / 4x 120 mm
1x 180 mm/ 1 x 200 mm
Hinten Installiert:
1x SilentWings 3, 140 mm PWM, 1,000 U/Min
Installiert:
1x SilentWings 3, 140 mm PWM, 1,000 U/Min
Seite -/- Optional:
2x 120
Boden Optional:
2x 140/120 mm
Optional:
2x 140/120 mm
Lüftersteuerung 4x 4-Pin, 4x 3-Pin,
Steuerung Manuell 5V - 12V / PWM Hub
3x 4-Pin, 3x 3-Pin,
Steuerung Manuell 5V - 12V
Staubfilter 1x Front
1x Boden
1x Seitenpanel
1x Front
1x Boden
2x Seitenpanel
Entkopplungsfeatures Frontpanel-Isolierungsmatten
Seitenpanel-Isolierungsmatten
Entkoppelte HDD-Käfige
Entkoppelte Lüfter
Entkoppeltes Netzteil
Entkoppeltes Mainboard-Tray
Frontpanel-Isolierungsmatten
Seitenpanel-Isolierungsmatten
Entkoppelte HDD-Käfige
Entkoppelte Lüfter
Entkoppeltes Netzteil
Entkoppeltes Mainboard-Tray
Wasser-
kühlungs-
Kompatibilität
Front 120 mm / 140 mm / 240 mm
280 mm / 360 mm / 420 mm
120 mm / 140 mm / 240 mm
280 mm / 360 mm / 420 mm
Oben 120 mm / 140 mm / 180 mm
240 mm / 280 mm / 360 mm / 420 mm
120 mm / 140 mm / 180 mm
240 mm / 280 mm / 360 mm / 420 mm
Hinten 120 mm / 140 mm 120 mm / 140 mm
Boden 120 mm / 140 mm / 280 mm 120 mm / 140 mm / 280 mm
Beleuchtung 2x MultiColor RGB-LED-Leiste -/-
Zusätzliche Funktionen Qi-Ladestation im Deckel
Mainboardschlitten
Mainboard kann verdreht eingebaut werden
Mainboardschlitten
Mainboard kann verdreht eingebaut werden
Max. GraKa-Länge
323 mm / 472 mm (ohne HDD-Halterung) 323 / 472 mm
Max. NT-Länge
150 - 284 mm 150 - 284 mm
Max. CPU-Kühler-Höhe
185 mm 185 mm
Gewicht 15 Kg 15 Kg
Preis ~ 210 € ~ 160 €
Hersteller be quiet! be quiet!
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Außencheck

Auf den ersten Blick sieht das Gehäuse nicht nur extrem edel aus, sondern es wirkt zudem besonders hochwertig. Es ist durch seine abgeschrägten Kanten und den flüssigen Übergängen zwischen der Front sowie dem Deckel- und Bodenbereich irgendwie "stimmig". Nicht zuletzt durch die zahlreich vorhandenen Oberflächen aus 0,8 mm starken, gebürsteten Aluminium in Kombination mit den Mesh-Elementen. Unser Testsample kommt dabei in der Modellvariante "Orange" mit dem beidseitig angebrachten, orangenen Akzent-Streifen daher, welcher vom Deckel bis zum Boden hin umlaufend gestaltet wurde. Dieses Farbkonzept zum sonst sehr dunklen Schwarzton ist darüber hinaus bei den Manschetten des Kabelmanagements, den Vibrationsentkopplungen sowie auch bei den HDD-Käfigen als gelungener Kontrast fortgeführt. Damit es weitere Geschmäcker trifft ist das Gehäuse noch in den Variationen Schwarz und Silber erhältlich.

Das wohl auffälligste Merkmal ist das aus vier Millimeter dickem Echtglas (Temperglas) bestehende linke Seitenteil, welches hinzu über eine leichte Tönung verfügt und einen vollständigen Blick ins Innere des Gehäuses, damit auf die installierte Hardware, bietet. Dieses überaus elegante Seitenelement gepaart mit einem Body aus der Kombination von 0,8 bis 1 mm dickem SECC-Stahlblech als auch Aluminium-Bereichen ist die Erklärung dafür, weswegen das Gehäuse auf der Waage sein stolzes Nettogewicht von rund 15 Kg erreicht. Befestigt wird das Glas dabei über vier kleine Rändelschrauben, welche mit einer Gummierung versehen wurden, die sich beim Einschrauben in das jeweilige Loch legen und damit das Seitenfenster halten als auch zeitgleich vom Gehäuse entkoppeln. Umlaufend sind auch die Mesh-Bereiche zu betrachten, über die der Luftstrom der drei einsaugenden SilentWings 3-Lüfter realisiert wird. Interne Tests beim Hersteller haben gezeigt, dass die Umlenkung des Luftstromes über die Seiten eines Gehäuses zu einer effektiven Reduzierung der entstehenden Verwirbelungen führt und damit die Lautstärke minimiert wird. Dies haben wir bereits mehrfach auch bei anderen Herstellern und Modellen beobachten können und bestätigen den Vorteil.

Beim Übergang des Deckels zur Front hin sind die Spaltmaße jedoch leider nicht immer gleich gut umgesetzt. Speziell dem farblichen Rahmen sieht man den Versatz stellenweise doch deutlich an. Laut be quiet! soll das Problem jedoch in neueren Revisionen bereits entgegengewirkt worden sein.

Auf der gegenüberliegenden Seite setzt be quiet! auf ein konventionelles, geschlossenes Seitenteil, bei dem zwei zusätzliche 140 mm-Lüfterplätze mit einem manuell zu öffnenden Kunststoff-Deckel verschlossen ist und auf dem das Herstellerlogo prangt. Je nach Belieben lassen sich beide Seitenteile auch untereinander tauschen. Warum sollte man dies nun aber wollen? Nunja, genau dies stellt eines der besonderen Highlights des Dark Base Pro 900 dar, denn das Mainboard kann komplett invertiert - also umgekehrt - im Gehäuse verbaut werden, sodass sich für Anwender die Möglichkeit ergibt, die gegenüberliegende Seite mit dem Glas-Element zu bestücken und den freien Blick auf die gedrehte Hardware zu schaffen. Individualisten und Fans echter Modularität hat be quiet! damit sicher einen großen Dienst erwiesen.

Der Deckel bietet ein weiteres und sehr komfortables Feature, welches ebenfalls nur der Pro-Version vorbehalten ist - der integrierten, induktiven QI-Ladestation. Im Betrieb genügt es dabei, sein QI-kompatibles Gerät kabellos auf den entsprechenden Bereich im Deckel zu legen, es ertönt anschließend ein akustisches Signal und signalisiert den Start des Ladevorgangs über eine Induktionsspannung. Nachteil hierbei ist jedoch, dass dieses Feature nur bei eingeschaltetem PC funktioniert, weil die Ladestation über das PC-Netzteil mit Spannung versorgt wird.

Das Kontrollpanel im Deckel ist ausgestattet mit zwei USB 3.0-, gefolgt von je einer 3,5-mm Mikrofon- und Kopfhörerbuchse. In der Mitte wurde der großzügig gestaltete, quadratische Powertaster eingelassen, dessen Umrandung im Betrieb weiß leuchtet. Rechts daneben gibt es einen kleinen Reset-Button sowie eine Status-LED für die Anzeige der Festplattenaktivität. Zur Komplettierung hat das Dark Base Pro 900 dann noch zwei USB 2.0-Anschlüsse parat. Gerade im Hinblick auf die Aktualität des Gehäuses, vermissen wir einen USB-Port des neuen Typs C, welcher ja bereits in einigen verfügbaren End-Geräten verbaut wird.

Obere Frontansicht mit dem I/O-Panel

Die Fronttür ist grifflos, aber dafür mit einer Oberfläche aus gebürstetem Aluminium gestaltet, beherbergt frontseitig das am Boden eingelassene Herstellerlogo und wird im Ganzen über einen simplen aber praktischen Push-Mechanismus geöffnet. Ist dies getan fällt zum einen die sehr sauber verklebte Schallschutz-Matte im Inneren der Türe ins Auge. Die Fronttür selbst wird dabei von zwei Metallscharnieren gehalten und kann von ihrer Öffnungsseite her bequem getauscht werden.

Zu sehen gibt es auch hier jede Menge: So haben wir an dieser Stelle zum Beispiel einen Schieberegler für die integrierte PWM-Lüftersteuerung. Mit ihr ist es möglich entweder über die Regler-Stellung "0" für "Automatik" das Mainboard-eigene PWM-Signal (angeschlossen über einen einzigen PWM-Stecker) quasi durchzuschleifen und an die bis zu vier angeschlossenen PWM- und 3-Pin-Lüfter weiterzureichen, oder aber die manuelle Ansteuerung auszuwählen, wobei man über den Schieberegler die Drehzahl definiert. Rechts daneben ist ein Taster zu sehen, der für das Ein-, Um- und Ausschalten der RGB-LED-Leisten zuständig ist und mit dem sich die fünf unterschiedlichen Farb-Modi auswählen lassen. Des Weiteren können insgesamt zwei 5,25"-Laufwerke im Dark Base Pro verbaut werden, die entsprechenden Blenden sind dabei schnell und einfach zu entfernen.

Mit dem Öffnen der Frontklappe bekommt man indes auch Zugang zum langen Staubfilter am Boden, der fast über die gesamte Länge des Gehäuses geht, sowie dem Filter für die beiden Frontlüfter, hinter dem die zwei vorinstallierten SilentWings 3 PWM-Lüfter ihre Arbeit verrichten. Beide Filter bestehen aus einem reißfesten Nylon-Stoff und können somit bequem unter fließendem Wasser gereinigt werden.

Bei der Rückseite fällt im ersten Moment eigentlich nichts Besonderes auf, aber nur wenn man nicht genau hinschaut: Oberhalb des Netzteils sind zwei Mesh-Blenden zu finden, welche für die Höhenregulierung wichtig sind. Ja genau, ihr habt richtig gelesen, Höhenregulierung! Der Korpus (das Mainboard-Tray) - auf dem das spätere Mainboard montiert wird - ist beim Dark Base Pro 900 als ein eigenständiges Rahmen-Konstrukt gestaltet und kann nicht nur komplett entfernt, um 180° gedreht, sondern auch in seiner Höhe je nach individuellem Bedarf in drei Höhen-Stufen verbaut werden - also insgesamt in sechs verschiedene Positionen. Damit es zu keinen hässlichen Lücken im Heck kommt, verwendet man diese ebengenannten Blenden. Ansonsten ist der Rest der Rückseite eigentlich Standard. Zu sehen sind rechts neben dem Bereich für das I/O-Shield der Montageplatz für den installierten 140-mm Lüfter, wobei das Lüftergitter hier nicht austauschbar ist. Die vorgebohrten Haltelöcher erlauben es bei Bedarf den 140iger-Lüfter durch ein 120 mm-Modell zu tauschen. Eine Etage darunter sieht man die acht PCI-Erweiterungsslots und daneben einen weiteren Mesh-Bereich. Oftmals ist genau dieser Platz sehr wabbelig und wirkt billig verarbeitet, nicht so beim DBP900. Be quiet! setzt hier auf dickes Stahlblech mit einer gewölbten Wabenstruktur, welches verwindungssteif und robust ist, sehr gut!

Zum Schluss unserer Außenbetrachtung fehlt natürlich nur noch der Boden. Hier steht das Gehäuse auf vier massiven Standfüßen, welche mit einem Gummibelag jeweils für die Vibrationsentkopplung sorgen, andererseits aber auch für einen boden-schonenden und dennoch stabilen Stand.

Das Gehäuse nochmal von unten

Auf der nächsten Seite geht es mit der Betrachtung des Innenraums weiter.

Innencheck

Der Aufbau des Innenraumes ist sehr durchdacht, gut strukturiert und das Erscheinungsbild wirkt mit den farblichen Kontrastprogrammen sehr modern. Was direkt auffällt, ist, dass hier komplett auf Schnellarretierungs-Systeme verzichtet wurde und wieder auf Schraubmontage gesetzt wird. Wir empfinden dies als sehr positiv, denn auch wenn die Arretierungssysteme Zeit einsparten, so sind sie oftmals aus Kunststoff gefertigt, bei denen die Langlebigkeit bei Power-Anwendern häufig nicht wirklich gegeben ist. Dickes Stahlblech, sauber geschnittene Gewinde und schon gibt es bis auf den kleinen Zeitfaktor keine echte Konkurrenz, was Sitz und Langlebigkeit anbelangt.

Für Anwender die sich nicht sicher sind, welche Abstandsbolzen nun eingeschraubt werden müssen, ist sich be quiet! dem Konzept treu geblieben und bietet auch beim DBP900 auf dem Mainboard-Tray eine eingestanzte Hilfetafel mit der entsprechend dem Formfaktor korrekten Bolzenbelegung an.

Beginnen wir aber erst mal Schritt für Schritt: Links oben ist der 140 mm Hecklüfter (SilentWings 3) zu sehen, zum Gehäuse hin durch die spezielle Rahmen-Halterung des Lüfters entkoppelt. Darunter dann die acht PCI-Erweiterungsslots, dessen Bleche ebenfalls als Lochraster designt wurden, um dem sauberen Airflow kein Hindernis zu bieten. Das Mainboard-Tray besitzt einen sehr großzügigen Ausschnitt, über den sich CPU-Kühler mit einer Backplate selbst im eingebauten Zustand bequem tauschen lassen, ohne dafür das komplette System demontieren zu müssen. Rechts daneben haben wir drei gummierte Manschetten des Kabelmanagements, die über einen stabilen Außenrahmen verfügen und beim Durchstecken eines dicken Kabels nicht ihre Position verlassen sondern wie gewünscht am Platz verbleiben, leider ist das auch heute noch keine Selbstverständlichkeit.

Der Hecklüfter, ein 140mm Silent Wings 3

Rechts oben ist der Montagerahmen für die 5,25" Laufwerke angebracht, der bei Bedarf über das Entfernen weniger Schrauben hinter dem Frontcover demontiert werden kann und so mehr Raum bereitstellt.

Die Laufwerkskäfige samt Montagerahmen

Das Netzteil findet seinen Weg in das Gehäuse über einen eigenen Rahmen am Boden, der zusätzlich über Entkopplereigenschaften verfügt. Insgesamt passen hier Netzteile bis zu einer Länge von 284 mm hinein. Darüber hinaus besitzt der Boden einen Montageplatz für zwei 120- oder 140 mm-Lüfter dessen Luftstrom dabei seitlich über den Meshrahmen abgeführt wird. Zur Installation der Lüfter muss der untere Teil des Gehäuses demontiert werden, was genau wie bei den restlichen Elementen schnell zu bewerkstelligen ist.

Das Dark Base Pro 900 bietet dem Anwender auf der rechten Seite für die Datenträger äußerst praktische und zugleich flexible Montagemöglichkeiten mit Hilfe der einzelnen, frei positionierbaren HDD-Käfige an. Ähnlich wie wir das bereits beim Mainboard-Tray vorfinden, so können auch die Festplattenkäfige durch die modulare Anordnung nach Belieben installiert werden um Platz für alle Arten von Wasserkühlungen zu schaffen. Möchte man zum Beispiel einen besonders großen Ausgleichsbehälter installieren, so können die nicht benötigten Käfige schnell demontiert oder repositioniert werden. In jedes HDD-Modul lassen sich entweder zwei geräuschlose SSDs verbauen, oder aber man verwendet eine konventionelle Festplatte die in den Genuss der Entkopplungsmechanismen kommt. Dies alles zusammen gepaart mit der Möglichkeit eine weitere SSD auf der Rückseite des Mainboard-Trays installieren zu können, steht dem Anwender im neuen Gehäuse damit ein Platz für insgesamt bis zu 15 SSDs oder 7 HDDs, sowie 2 optischen Laufwerken zur Verfügung.

Die vielen Montagerahmen für Festplatten/SSDs

Auf dem nachfolgenden Bild sieht man, dass wir das rechte Seitenteil entnommen haben um Euch einerseits die Lufthutze zu zeigen, hinter der sich weitere Lüfter montieren ließen, als auch damit ihr die Möglichkeit bekommt die Stärke der dort aufgeklebten Dämmung zu beurteilen.

Die Rückseite des Trays bietet unter anderem den Zugang zu den HDD-Modulen, wobei diese über das Lösen dreier Rändelschrauben herausgezogen werden können. Mit der Wahl zum Einzel-Modul-System hat der Anwender jedweden Spielraum, was die Installation seiner Speichermedien anbelangt. Wird zum Beispiel für ein umfangreiches Wasserkühlungs-Projekt mehr Platz im unteren Bereich benötigt, so entfernt man die dortigen Käfige kurzerhand. Der Innenraum ist also durch und durch variabel konzipiert. Weiter geht es mit dem oben bereits angesprochenen SSD-Slot auf der Rückseite des Trays, der in seiner Montageposition ebenso noch variierbar ist. Gerade wenn das Mainboard invertiert verbaut wird, bietet sich eine 180°-Drehung an. Neben dem Montagerahmen der SSD ist eine zusätzliche Platine zu betrachten, welche die ausgeklügelte Lüftersteuerung im Dark Base Pro 900 darstellt und auf die wir dann im Abschnitt "Lüfter/Lautstärke" detailliert eingehen werden.

Den Deckel des Gehäuses kann man mit wenigen Handgriffen komplett entfernen und bekommt somit Zugriff auf die diversen Montagepunkte, um weitere Lüfter oder sogar Radiatoren verschiedenster Größen unterzubringen (näheres im Abschnitt "Wasserkühlungskompatibilität"). Be quiet! setzt dabei auf zahlreiche Langlöcher, mit dessen Hilfe ein großer Spielraum gewährt wird, was die Unterstützung diverser Formfaktoren anbelangt. Um die Außenwelt und damit den Anwender vor der Geräuschkulisse des Systems zu schützen, sind auch im Deckel diverse Features verbaut: zum einen zwei eingeklebte Dämm-Matten, zum anderen hat der Hersteller bei der Verwendung von Lüftern ebenfalls darauf geachtet das bewährte Luft-Abströmkonzept beizubehalten. So wird die Luft größtenteils über die L-förmig abgewinkelten Auslässe am hinteren Teil des Oberteils verteilt, wodurch die Luft nicht geradlinig strömt und somit die Geräuschentwicklung weiter reduziert wird. Darüber hinaus kann sie auch an den Seiten durch das Meshgitter entweichen.

Genauso einfach wie sich der Deckel mit einem Klipp-System entfernen lässt, so einfach geht dies auch beim Frontcover mit der Tür vonstatten. Allerdings ist es hierbei vorher notwendig den langen Staubfilter herauszuziehen, da jener mit dem Frontelement verbunden ist. Die Ausgestaltung der ganzen Filter ist hervorragend, der Nylonstoff ist wasserfest, wirkt hochwertig und auch die Rahmen sind stabil konstruiert. So lässt sich nicht nur die Reinigung schnell von der Hand gehen, auch in puncto Langlebigkeit sehen wir hier keine Probleme. An ihrer Einbauposition entdeckt man auch wieder die beiden 140-mm-Frontlüfter des herstellereigenen Typs SilentWings 3. Wird der Blick nun über den oberen Lüfter gerichtet, so lässt sich dessen Montagesystem sehr deutlich erkennen. Be quiet! setzt hier ebenfalls, wie schon im Deckel, auf Langlöcher für hohe Flexibilität bei der Montage, z.B. für einen optionalen, dritten Lüfter oder einem Radiator.

Front, Staubfilter sowie Deckelmodule entfernt

Verarbeitungsqualität

In diesem Punkt der Bewertung sind wir immer sehr pingelig, denn die Wahl der Materialien, deren Güte und die wahrnehmbare Haptik des Materials sagen mehr als tausend Worte oder Designerspielereien. Sie vermitteln eben den deutlichsten Eindruck darüber, ob der Anwender die Qualität eines Produktes als hochwertig ansieht oder eben nicht.

Beim Dark Power Pro 900 setzt be quiet! auf einen schönen und dem Preis angepassten Mix aus robustem Stahlblech, stylischen Aluminium und hochwertigem ABS-Kunststoff. Dabei hat der Hersteller auf eine ausreichende Stärke ebengenannter Materialien geachtet. Deren Verarbeitung ist trotz scharfem Suchauge als mangelfrei zu bezeichnen; keine scharfen Kanten, kein geklappere von irgendwelchen lockeren Elementen, nix. Darüber hinaus ist die Lackierung ebenfalls sehr sauber aufgebracht, wirkt robust und es gibt nirgends sichtbare Spuren von Lacknebel oder ähnlich unschönen Problemen. Es ist spürbar, dass an dieser Stelle schon bei der Konzeption und Fertigung mit einem besonderen Augenmerk auf die ordnungsgemäße Umsetzung des Ganzen geachtet wurde, sehr schön.

Auf der nächsten Seite geht es dann auch endlich mal an den Einbau unserer Testhardware, sowie dem Praxislauf mit Temperaturtest.

Praxis - Einbau

Folgendes Testsystem kam dabei zum Einsatz
Mainboard Asus M4A88TD-V EVO/USB3
CPU AMD Phenom II X4 Black Edition 965
RAM 2GB (1x 2048MB) G.Skill NS Series DDR3-1333 DIMM CL9-9-9-24 Single
Grafikkarte Radeon HD 5870
Betriebssystem Microsoft Windows 7 64bit
CPU-Kühler Spire - TherMax 2 (SP679)
Festplatte

1 x 160GB Samsung HD160JJ 7200rpm sATAII
1 x SSD SanDisk Ultra II 240 GB

Netzteil Seasonic G-Series G-550 550W

Zu Beginn der Installation unserer Hardware muss natürlich erstmal auch die Glasscheibe entfernt werden, dies geht relativ einfach über das Lösen der vier Schraubkappen, muss jedoch mit Bedacht durchgeführt werden damit das Seitenteil nicht aus seiner kleinen Muldenfassung herausfällt und durch ein herabfallen eventuellen Schaden nimmt. Unser Tipp: Alles immer mit großer Vorsicht durchführen und mit einer Hand stets die Scheibe halten.

Zum Öffnen des Seitenglases einfach die Rändelschrauben entfernen

Wie auf der letzten Seite schon beschrieben, lässt sich das Mainboard-Tray zur Montage entnehmen und gleichzeitig auch als Benchtable für Testaufbauten verwenden. Wir haben uns für die Demontage des Trays entschieden, auch wenn im Gehäuse mehr als genug Raum vorhanden gewesen wäre, um die eigene Hardware ohne Platzangst zu installieren, einfach weil es das Gehäuse nun mal anbietet.

Um damit zu starten sind nur wenige Handschritte notwendig: Es müssen insgesamt neun Schrauben gelöst werden, die zusätzlich als Orientierungshilfe mit einem orangenen Gummiring bestückt wurden. Drei Schrauben sind davon beim Heckrahmen zu finden, weitere drei auf der Rückseite des Trays bei den HDD-Modulen sowie die letzten drei Kollegen ebenfalls am Rahmen des Hecks.

Ist der Arbeitsschritt vollzogen, lässt sich das Tray als Ganzes herausnehmen. Vier ebenfalls in Orange gefertigte Abstandhalter dienen zeitgleich als Auflagepunkte, auch um die Lackierung zu schützen. Der Lüfter und allgemein der Halterahmen für PCI-Erweiterungskarten bleibt ebenfalls dran, sodass man auch ohne Weiteres Grafikkarten auf dem Benchtable nutzen könnte, weil diese vom Installationsablauf her sicher mit dem Tray verschraubt werden.

Das komplette Tray entnommen - viel einfachere Montage der Hardware

Wir haben für Euch mal das Schemata vom Dark Base Pro 900 aus dem Handbuch übernommen, auf dem sich wunderbar erkennen lässt wie das Mainboard-Tray in seiner Höhe verstellt ist und welche Platzveränderungen dadurch zum Beispiel auch über dem Mainboard erzielt werden können.

Layout A / Gehäuse öffnet sich nach links

Höhenunterschied Layout A

© by be quiet!

Das gleiche Spiel nochmal bei der invertierten Form der Installation, wobei sich ein deutlicher Raumgewinn oberhalb der Hauptplatine gegenüber der üblichen Installationsmethode offenbart. Ganze 99 Millimeter Luft lassen sich somit erreichen, mehr als genug um z.B. auch dickere Radiatoren zu verbauen.

Layout B / Gehäuse öffnet sich nach rechts (invertiert)

Höhenunterschied Layout B

© by be quiet!

Nachdem wir nun erst mal durch den Ausbau des Trays für die weiteren Schritte Platz im Gehäuse geschaffen haben, wurde es Zeit das Netzteil in das System zu integrieren. Und da wir nichts an der späteren Höhenposition des Mainboard-Trays ändern wollten (es sind ja wie bereits erwähnt, mehrere Montage-Positionen möglich), ließen wir die Lückenbleche aus Mesh am Heck so wie sie ab Werk angebracht sind. Danach war es notwendig den Halterahmen für das Netzteil zu demontieren. Hierzu muss der Anwender pro Seite an kleinen Winkelblechen je zwei Schrauben lösen und dann die Halteschrauben am Boden des Rahmens nur noch lockern, aber nicht komplett herausdrehen. Anschließend lässt sich der komplette Rahmen an das eigene Netzteil befestigen, was in unserem Fall ohne Beanstandung realisierbar war. Diese Rahmenkonstruktion dient dem flexiblen Einbau von Netzteilen mit einer maximalen Länge von bis zu 284 mm.

Und weil das Netzteil in seiner geplanten Position nicht bis zum Heck des Gehäuses reicht, dort auch kein Schraubrahmen zum Befestigen enthalten ist, sondern es im eingebauten Zustand ein paar Zentimeter Richtung Innenraum zeigt, gibt es ein am Heck befindliches, vorinstalliertes Adapter-Blech mit Verlängerungskabel für den Kaltgerätestecker samt einer Schaltereinheit (Ein-/Aus-Schalter), welches mit dem eigenen Stromspender verbunden wird. Anschließend muss dann alles wieder auf den, mit Gummi-Auflagepunkten gegen Vibrationen entkoppelten, Sockel aufgesetzt und die vier Schrauben am Seitenblech anschließend festgezogen werden. Genau an diesem Punkt haben wir jedoch etwas zu bemängeln: Diese kleinen Schrauben saßen in unserem Fall ab Werk so fest, dass ein Lösen trotz passendem Werkzeug nur sehr müheselig zu realisieren war und sehr deutliche Abnutzungspuren an ihnen hinterließ. Wenn man nun häufiger diese Aus- und Einbauschritte durchführen muss, wird der Anwender relativ schnell auf Probleme mit nicht mehr vorhandenem Kreuzschlitzen in den Schrauben stoßen, was einen umständlichen Austausch dessen zur Folge hätte. Hier wären entweder qualitativ hochwertigere Schrauben besser gewesen, oder aber die Wahl zum größeren Format.

Für die Installation unserer SSD ins System lässt sich der Halterahmen an der Rückseite des Trays bequem über eine Rändelschraube entfernen, die SSD auf ihr befestigen und das Konstrukt anschließend wieder montieren... fertig.

Zum Einbau einer HDD muss der betreffende Rahmen ausgebaut, die Festplatte eingeschoben und mit den im Lieferumfang befindlichen Schrauben wieder verschraubt werden. Hierbei greift zur Geräuschreduzierung die rahmen-eigene Entkopplung, mit der sich auftretende Vibrationen gekonnt vom Gehäuse trennen lassen. Ist die Festplatte einmal verbaut, so muss das Modul einfach wieder in den HDD-Rahmen eingeschoben und lediglich die drei Rändelschrauben festgedreht werden, fertig. Je nach Platzbedarf kann der Anwender damit frei entscheiden, wie viele Module er im Gehäuse nutzen möchte, natürlich steht ihm ebenfalls frei auch komplett auf die HDD-Rahmen zu verzichten und kann somit das gesamte Teil entfernen. Gleiches gilt übrigens auch für den 5,25"-Schacht, der sich mit Hilfe weniger Schrauben ausbauen ließe.

Unsere Test-HDD in einem Festplattenschacht installiert

Unser Mainboard haben wir anschließend direkt auf das offenliegende Tray geschraubt, dabei kam uns einerseits ein mittig angebrachter Arretier-Bolzen sehr gelegen, welcher ermöglicht, die Hauptplatine angenehm auszurichten und zu verschrauben, weil die Löcher hierdurch bereits in der richtigen Position über den Gewinden stehen, zum Anderen weil man nicht mehr mit der anderen Hand gegen den Druck der Federkontakte vom IO-Shield arbeiten muss. Das komplette Gespann (also Tray, Mainboard samt CPU-Kühler) haben wir daraufhin wieder in das Gehäuse gesetzt und mit der weiteren Bestückung der Grafikkarte als auch den LED-Leisten und der Verkabelung begonnen.

Das fertig montierte Testsystem sieht dann so aus:

Das fertig bestückte Testsystem sieht so aus

Wie schon mehrfach erwähnt beinhaltet die Pro-Version zwei RGB-LED-Leisten, welche sich frei im Tower ankleben lassen und den Innenraum super-stylisch in insgesamt fünf Farben erstrahlen lässt. Gesteuert werden sie über den hinter der Fronttür befindlichen Taster, neben der Lüftersteuerung, welche die Farb-Modi und die Ein- bzw. Abschaltung ermöglicht.

Installations-Hinweise für den invertierten Einbau des Mainboards:
Wer sich für die verdrehte Mainboard-Montage entscheidet, kann diesen Schritt jedoch nicht alleinig durchführen, sondern muss in dem Fall auch den kompletten HDD-Rahmen mitspiegeln, weil an diesem wieder drei der insgesamt 9 Schrauben vom Tray eingeschraubt werden. Wozu sollte der Anwender nun aber die Invertierung eigentlich durchführen? Dies hat mehrere Vorteile: Zum einen lässt sich über den flexiblen, vertikal in seiner Höhe änderbaren Einbau des Trays über dem Mainboard deutlich mehr Freiraum z.B. für dicke Radiatoren schaffen, zum anderen ist eine Spiegelung des System für Leute zu bevorzugen dessen PC-Gehäuse auf der linken Seite des Schreibtisches steht. Die Seitenteile können ja ebenfalls getauscht werden, so bliebe für den Betrachter auch im invertierten Einbau die Hardware weiterhin sichtbar.

Lüfter/Lautstärke

Be quiet! liefert seinen Dark Base Pro 900 mit drei vorinstallierten, 140-mm-PWM-Lüftern der herstellereigenen Serie "SilentWings 3" aus, dessen technische Daten wir für Euch in einer praktischen Tabelle unten nochmal zusammengefasst haben. Die Modelle weisen nicht nur einen Drehzahlbereich von maximal 1000 U/Min. (+-10% bzw. 100 U/Min.) auf, sondern stellen die nagelneue Generation (vorgestellt erst im August diesen Jahres) mit cleverem 6-Pol-Motor samt FDB-Lager dar, arbeiten dadurch extrem leise, vibrationsarm und sind sehr langlebig. Alle Modelle arbeiten mit PWM-Regelung über eine im Gehäuse befindliche Platine. Bei dieser Art von Steuerung wird nicht die Spannung selbst zur Geschwindigkeitsregulierung verändert, sondern die Zeit, in welcher jene pro Zeiteinheit am Lüfter anliegt. Vorteile der PWM-Steuerung sind die einfache Regelung, nachteilhaft können aber eventuelle Störgeräusche sein. Diesem Problem hat sich be quiet! angenommen und dies durch moderne, effiziente und in den Lüftern verbaute Regelungs-ICs beseitigt. Als minimale Anlaufspannung gibt der Hersteller dazu auch noch einen Wert von rund 4 bis 5 Volt an.

Front + Heck
=> be quiet! SilentWings 3 - 140 mm PWM
Abmessungen(L x B x H) 140 mm x 140 mm x 25 mm
Anschluss 4-Pin PWM
Kabel 50 cm, mit schwarzem Sleeve
Gewicht
167 g
Nennspannung (V) 12 Volt
Anlaufspannung (V) 4 Volt
Arbeitsspannungsbereich (V) 5 - 13,2 Volt
Nennstrom (A) 0,06 A
Maximalstrom (A) 0,3 A
Leistungsaufnahme (W) 3,6 W
Drehzahl
1000 U/min
Luftdruck @ 12V (mm H2O) 1.08 H2O
Fördervolumen @ 12 V (m3/h) 101,09 m3/h
Geräuschentwicklung @ 12V 15.5 dB(A)
Lüfterblätter 7
Lager Hydrodynamisches Gleitlager,
FDB (Fluid Dynamic Bearing)
Motor 6-Pol Motor
Lebensdauer / Garantie 300.000 Stunden / 3 Jahre

Ihr habt auf den letzten Seiten ja nun schon mehrfach über die Lüftersteuerung bzw. über die Steuerungsplatine auf der Rückseite des Trays gelesen, hierbei handelt es sich um eine in zwei Versionen ausgeführte, integrierte Schaltung, mit der sich sowohl 3-Polige Lüfter über die Spannung, als auch 4-Polige Modelle über einen PWM-Hub ansteuern lassen. Zwischen dem Dark Base 900 und dem Dark Base Pro 900 unterscheiden sich die Platinen nur in ihrer Anzahl der Steckplätze für etwaige Lüfter und das Vorhandensein von Anschlussbuchsen für die RGB-LED-Leisten (nur in der Pro-Version) als auch der QI-Ladeeinheit im Deckel (ebenfalls nur in der Pro-Version). Das kleine Stück Elektronik ist also nicht bloß eine einfache Lüftersteuerung, sondern auch zugleich für die Regelung der LED-Beleuchtung und die Kontrolle des Ladestroms z.B. beim Handy aufladen zuständig.

Steuern lässt sich alles über den hinter der Fronttür befindlichen Schieberegler. Ist dieser ganz nach links geschoben, befindet er sich in der sogenannten "0"-Stellung und schleift das PWM-Signal des Mainboards durch. Alle angeschlossenen Lüfter arbeiten dabei also mit der vom Mainboard vergebenen Lüfterkurve und lassen sich wunschgerecht ansprechen. Wer dies nicht möchte, kann den Schieberegler nach rechts bewegen und damit sowohl die PWM-Modelle, als auch die spannungssteuerten 3-Pin-Lüfter in ihrer Drehzahl frei regulieren. Über den Taster rechts (auch nur in der Pro-Version) kann für die Beleuchtung zwischen den verschiedenen Farbmodi durchgeschaltet werden, natürlich lässt sich jene auch darüber komplett deaktiveren.

Kann man in der Pro noch jeweils vier Lüfter über PWM und Spannung (also 3-Pin) anschließen, so reduziert sich ihre Anzahl bei der Non-Pro-Version auf jeweils drei Ports. Wir finden dies sehr unglücklich, denn wer bei PWM-Modellen bleiben möchte, der kann bei der Non-Pro-Version des Gehäuses neben der Werksbestückung keinen weiteren Schaufelkollegen als PWM-Modell mehr verbauen, es steht ihm nur noch die Option zur Verfügung weitere Exemplare über den Anschluss direkt am Mainboard, also unabhängig von der Steuerungsplatine zu regeln. Als viel sinnvoller empfinden wir es, wenn man lediglich (als Versionsunterschied) auf einen der 3-Pin-Pendanten verzichtet und dennoch auf vier Anschlussmöglichkeiten für 4-Pin-PWM-Schaufler gesetzt hätte. Das nachfolgende Schemata zeigt die oben-genannten Unterschiede nochmal im Detail:

Grafik 1

© by be quiet!

# BESCHREIBUNG   # BESCHREIBUNG
A 4-Pin PWM Verbindungsstecker zum
Mainboard
  A 4-Pin PWM Verbindungsstecker
B 4-Pin PWM Verbindungsstecker   B 3-Pin Lüfter Verbindungsstecker
C 3-Pin Lüfter Verbindungsstecke   C Anschluss für Lüftersteuerungs-
Schieberegler
D LED-Leiste Verbindungsstecker   D Power Connector (SATA)
E Power Connector (SATA)      
F Anschluss für Lüftersteuerungs-Schieberegler      
G Stromanschluss Qi Ladestation      

Temperaturtest:

Weiter geht es mit unserem Temperaturtest: Dabei ließen wir das Testsystem auf 100% Auslastung fahren. Sowohl Prozessor, Grafikkarte, SSD als auch die HDD haben den folgenden Belastungstest absolvieren müssen: Nach einer Aufwärmphase von zehn Minuten, danach fünf Minuten Verschnaufpause, ging es anschließend für 30 hitzige Minuten im Burning-Test weiter. Da wir mit dem passiven Netzteil, den mit 125 W TDP schwitzenden Prozessor und der kräftigen Grafikkarte genug Abwärme produzieren, zeigt dieser Test eindeutig wie leistungsstark oder effektiv das verbaute Kühlkonzept arbeitet - oder eben nicht. Getestet wird einmal mit der maximalen Drehzahl unter 12 Volt, sowie unter 5 Volt. Dabei wurde der CPU-Lüfter fest auf 1000 U/Min. fixiert, sowie nur die Werksbestückung des Gehäuses genutzt. Zum Aufheizen der CPU ist die Anwendung Prime95 samt dem Large FFTs-Test zum Einsatz gekommen, welches eine im realen Gebrauch nicht vorkommende Auslastung simuliert und den Prozessor damit ordentlich zum Schwitzen bringt. Parallel lief FurMarks Grafikkartenbenchmark unter Vollbild, 8 x MSAA und voller Auflösung. Damit zum Schluss auch die Speichermedien ihre Abwärme produzierten, erzeugte das Programm HeavyLoad permanente Zugriffe auf den Laufwerken und stellt damit eine hohe Voll-Auslastung des gesamten Systems dar. Am Ende der Schwitzkur wird die Temperatur für jede gemessene Komponente als Messergebnis genommen und im Falle der einzelnen CPU-Kerne der Durchschnitt ermittelt und notiert. Die Drehzahlen der Lüfter haben wir dabei mit unserer NZXT-Lüftersteuerung gesteuert.

Bewertung:
Bei der schnellsten Geschwindigkeitsauswahl für die Lüfter, also dem stärksten Luftdurchsatz, konnte sich das Gehäuse von den Temperaturwerten her direkt an die vorderste Front positionieren, alle Komponenten werden hierbei wirklich gut gekühlt. Damit führt das be quiet! Dark Base Pro 900 derzeitig unsere Tabelle an, sehr gut! Hat man die Regelung auf die kleinste Drehzahlstufe gestellt, erhöhen sich die Temperaturen selbstverständlich. Ein Steigerung der Temperatur z.B. bei der CPU von lediglich 18,8°C im Vergleich zur maximalen Umdrehungsstufe der Lüfter ist jedoch ein beachtliches Ergebnis. Ähnlich gut - und sogar noch besser - sieht es bei der Grafikkarte aus: hier erhöht sich die gemessene Kerntemperatur aufgrund des sehr guten Airflows nur um knapp 8°C. Ein gleichermaßen hervorragendes Ergebnis.

Schalldruck:

Im Betrieb wurde von uns selbstverständlich auch die Lautstärke der Lüfter selbst bzw. die Gesamtlautstärke des geschlossenen Gehäuses gemessen, dazu kam in einer nachgefolgten Messung ein passives Netzteil als Stromquelle zum Einsatz und das verbaute System war währenddessen deaktiviert. Aus einer Entfernung von 30 Zentimeter, fixiert auf einem Stativ, haben wir dann noch unser Schallpegelmessgerät Voltcraft SL-100 in Stellung gebracht. Das Gehäuse ist dabei geschlossen, nur die verbauten Gehäuselüfter sind in Betrieb und gemessen wird einmal von der Seite und einmal von Vorn. Das Ergebnis wird dann gemittelt. Als Messbereiche kommen die Spannungsstufen 12 V und 5 V zur Anwendung. Wir verwenden diese Methodik, um eine nachvollziehbare Beurteilung zu erreichen. Auf die Verwendung eines laufenden, individuell zusammengestellten Testsystems ist bei der Schalldruckmessung aus Gründen der kaum zu realisierbaren Vergleichsmessung verzichtet worden. So beurteilen wir das Gehäuse mit seinen Lüftern an sich allein.

Bewertung:
Erstmalig kommen wir bei unserem Messgerät an seine messtechnischen Grenzen, denn mit den 30,9 dB(A) als absoluten Ruhewert, welches uns das Gerät in unserem Messraum bisher auf dem Display anzeigte, liegen wir nur 0,9 dB über den Herstellerangaben für den geringst-möglichen Messwert den das Gerät überhaupt aufzeichnen kann. Das Dark Power Pro 900 Gehäuse erreicht unter 5 Volt/niedrigste PWM-Stufe einen Wert von ebenfalls nur 30,9 dB(A) - weswegen wir bezüglich der Messtoleranz nicht einmal genau sagen können, ob es nicht sogar noch darunter liegt. Das ist ein absolutes Spitzenergebnis und dabei mit großer Sicherheit den installierten SilentWings 3-Lüftern geschuldet, die in Kombination mit clever konstruierten Luftkanälen und –auslässen offensichtlich den richtigen Weg aufzeigen und für Silent-Freunde sehr positiv sind.

Aber auch bei voller Drehzahl und mit 12 Volt Ansteuerung bleibt das Gehäuse fast lautlos, nur ein minimales Surren ist zu vernehmen. Unser Messgerät zeigt an dieser Stelle einen Wert von 32,1 dB(A) an, damit bleibt das Gehäuse auch in diesem Test auf der sprichwörtlichen Poleposition!

Wasserkühlungskompatibilität:

Das Dark Base Pro 900, ebenso wie die NonPro-Variante, ist neben einem Kühlkonzept mit reinen Lüftern auch für den Betrieb von Wasserkühlungen prädestiniert. So lassen sich im Deckel zum Beispiel Radiatoren in der Slim-Variante bis zu einer Größe von 420 Millimetern einsetzen, in der Front auch die normalen Formgrößen. Wer die dickeren Varianten im Gehäusedeckel montieren möchte, muss hierbei jedoch mit den Tray-Einbauhöhen oder einer etwaigen Invertierung spielen, um auch für die großen UND dicken Radiatoren ausreichend Platz über der Mainboard-Platine zu schaffen. Wir haben hierzu ja schon beim Einbau des Trays einiges zum Vorteil einer Invertierung geschrieben. Neben den genannten Gehäuse-Seiten bietet das Case am Boden noch Platz für einen bis zu 280 mm großen Wärmetauscher, am Heck gibt es nur Stauraum für einen 120/140iger.

Mit den nachfolgenden Schemata wollen wir Euch nochmal die verschiedenen Typen aufzeigen, welche sich ins System integrieren lassen. Eine beachtvolle Menge und durch die extreme Modularität des gesamten Gehäuses auch variabel nutzbar - je nach Belieben und User-Konzept. Sehr gut.

Einbauschema für Wasserradiatorengrößen

Weitere Messungen:

Nach der ganzen Testerei wird es auch Zeit für das abschließende Fazit.

Mario Kramer meint …

Mario Kramer

In den letzten Wochen haben wir uns intensiv mit dem neuen Gehäuse auseinandergesetzt, haben verschiedene Einbauformen durchgetestet und überprüft, was vom Slogan "outstanding flexibility and silence" (zu Deutsch etwa: „Hervorragende Flexibilität und leiser Betrieb" übrig bleibt. Rein vom Äußerlichen betrachtet liefert be quiet! mit dem Dark Base Pro 900 ein sehr modern wirkendes Case ab, lackiert in einem schönen und sehr robust aufgetragenem Schwarz-Lack. Kombiniert mit den dazu passenden Akzenten, wie einem umlaufenden Rahmen in Orange oder den farblich gleichen Gummimanschetten vom Kabelmanagement, ist die Kontrastwirkung unserer Meinung nach als gelungen anzusehen. Finalisiert wird das edle Äußere von dem aus Echtglas bestehenden, leicht getönten Seitenteil und den dazu an der Front eingesetzten Aluminium-Oberflächen. Die Fronttür kommt ohne jedweder Spielereien aus, ist bis auf das Logo clean und hilft damit dem etwas düster aber zeitgemäß wirkenden Look zu untermalen. Auch in puncto Wertigkeit oder Materialgüte setzt der Hersteller auf bewährte Qualität, dies zeigt sich in der hervorragenden Grundstabilität, der Verwindungssteifigkeit und auch an den überall abgerundeten Kanten.

Nehmen wir den ebengenannten Slogan jetzt als Maßstab unserer Bewertungen, so wurden wir voll-umfassend zufriedengestellt - sogar deutlich mehr als dieses. Das Gehäuse bietet für ein Super-Midi-Format wirklich enorm viel Platz, unterstützt es schließlich Mainboards bis zum Formfaktor E- und XL-ATX. Dabei ist alles vom Mainboard-Tray über die HDD-Slots bis hin zum HDD-Modul selbst komplett modular aufgebaut und erlaubt dem Anwender ein extrem hohes Maß an unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten beim Einbau seiner Hardware - selbst für Enthusiasten mit mehreren Grafikkarten oder umfassenden Wasserkühlungs-Komponenten, auch beides zusammen. Mit den drei leistungsstarken und zudem fast geräuschlos arbeitenden SilentWings3-Lüftern, gepaart mit den wirklich toll im Gehäuse umgesetzten Luftabströmkonzepten - welche zur weiteren Reduzierung des Geräuschniveaus dienen - werden vor allem Silent-Freaks ihren Spaß haben, schließlich schaffte es erstmalig ein Gehäuse den Minimal-Wert unseres Messgerätes zu unterbieten - sehr gut!

Wenn man sich die eingebauten Features anschaut, dann kann das Dark Base Pro 900 so einiges auf der Habenseite vorweisen, zu viel um alle Punkte erneut im Fazit unterzubringen, deswegen nennen wir auch nur die Highlights: Die induktive QI-Ladestation funktionierte im Test wunderbar, setzt einerseits aber ein kompatibles Endgerät voraus und dazu sei hierbei der Hinweis erlaubt, dass der PC zum Aufladevorgang stets eingeschaltet sein muss, weil die Station selbst über einen SATA-Stecker des Netzteils mit der Steuerplatine der Lüftersteuerung verbunden ist. Für den Einbau der Hardware hat das Gehäuse viele clevere Sachen zu bieten, welche zum einen die Montage erleichtern, diese extrem individualisieren und zum anderen mit zahlreichen Entkopplungspunkten erneut der Geräuschreduzierung dienlich sind. Leider ist hierbei aber stets der Schraubendreher als Montagewerkzeug gefragt, denn auf werkzeuglosen Einbau durch etwaige Arretierungssysteme wurde komplett verzichtet - kein Problem wie wir finden. Durch die Möglichkeit der Invertierung vom Mainboard, welche zwar mit einigen Umbauarbeiten einhergeht, aber selbst für Anfänger problemlos zu realisieren sein sollte (die beiliegende Bedienungsanleitung ist umfassend und verständlich verfasst), hat das Gehäuse damit ein tolles und bisher einmaliges Alleinstellungsmerkmal parat. Mit dem als „besonderes Highlight“ verkaufte Seitenteil aus Glas ist dem Hersteller ein guter Wurf gelungen, es wirkt edel, hochwertig und finalisiert das Design. Jedoch bedarf es von Seiten des Anwenders bei der Montage viel Umsicht, damit es nicht aus Versehen an den Schraubbereichen durch zu viel Druck beschädigt wird - hier scheint es nämlich doch sehr empfindlich in puncto Abplatzungen zu sein.

Die Liste an positiven Aspekten ist lang, was alleingenommen den Preis von rund 205 Euro schon mehr als rechtfertigt, aber diese Features sind darüber hinaus auch noch sehr gut durchdacht und clever umgesetzt. Im gesamten Test haben wir nur einen wirklichen Kritikpunkt finden können, den man dem Bereich der Qualität zuordnen kann: so sind die Schrauben vom Netzteil-Halterahmen einfach zu klein bemessen und bereits nach einmaliger Installation stark abgenutzt gewesen. Hier wünschen wir uns eine Nachbesserung. Ansonsten steht einer uneingeschränkten Redaktions- und Kaufempfehlung für Silentfreunde und Enthusiasten nichts im Wege. Das Gehäuse ist ohne Zweifel "sehr gut" und bietet für den doch hohen Anschaffungspreis auch jede Menge sinnvollen sowie qualitativ hochwertigen Gegenwert mit vielen variablen Aufbau- und Umrüstmöglichkeiten. Punkt!

  • Positiv
  • Seitenteil aus getöntem Echtglas
  • Qi-Ladestation
  • Lüftersteuerung zu stufenlosen Steuerung von bis zu acht Lüftern
  • Vielfältige Staubfilter
  • Reichhaltiger Lieferumfang
  • RGB-LED-Leisten mit bis zu fünf Farb-Modi
  • Invertierung des Mainboards möglich
  • Mainboard-Tray kann für den Einbau komplett entnommen werden ...
  • ... oder wird als Benchtable genutzt
  • Drei nahezu lautlose SilentWings3 Lüfter ab Werk
  • Extrem leiser Betrieb, unter anderem durch die diversen Schalldämm-Matten
  • Tolles, modernes Design
  • Hochwertige Verarbeitung von Material und Lackierung
  • Modulare Features
  • Hohe Kompatibilität / viele Vorbereitungen für diverse Wasserkühlungskomponenten
  • Flexibles & effektives Lüfterkonzept
  • Effektive HDD-Entkopplung
  • Einfache Montage/Demontage der Laufwerke, im Modul und hinterm Tray im eigenen SSD-Rahmen
  • Super funktionierendes Kabelmanagement
  • Neutral
  • Negativ
  • Probleme mit den Schrauben am NT-Bracket
  • Teilweise leicht ungleiche Spaltmaße beim Übergang der Abdeckelemente

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