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  • Samstag, 11. Juli 2020
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Arctic Alpine M1

Arctic Alpine M1: Im AM1-Test

Einleitung

Es kommt Bewegung in die Sparte der AM1-Kühler! Nach dem ersten Vorstoß von GELID Solutions, die den ersten alternativen Kühler für Sockel AM1 im November 2014 auf den Markt brachten, war es lange Zeit ruhig, zumal der GELID-Kühler aktuell noch immer nicht auf dem deutschen Markt erhältlich ist. Doch nun kommen aus dem Hause Arctic neue Alternativen für Interessierte. Das Schweizer Unternehmen Arctic (ehemals Arctic Cooling), welches sich seit 2001 dem Trend von leisen und kühlen Desktop-PCs verschreibt, legt seit Mitte März sogar gleich zwei verschiedene Kühler auf die Palette, die auch direkt auf dem deutschen Markt erhältlich sind. Die beiden neuen Modelle mit den Namen "Alpine M1" und "Alpine M1-Passiv" möchten wir euch auf den nächsten Seiten vorstellen und sie unseren intensiven Tests unterziehen.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen!

Verpackung

Die Verpackungen beider Kühler bestehen aus fester, dünner Pappe und sind nur unwesentlich größer als die Kühler selbst. Im Inneren ist daher auch kein Platz für weitere Polsterungen, dennoch ist das Material überraschend stabil. Die Farben sind auf weiß, blau und schwarz begrenzt, was den Verpackungen ein dezentes Äußeres verleiht. Auf den Außenseiten sind einige Informationen der Kühler angebracht. Neben einer Abbildung von diesen findet man in sechs Sprachen den Hinweis, dass es sich um AM1-Kühler handelt, die sehr leise (bzw. passiv) sein sollen und eine voraufgetragene MX-2-Wärmeleitpaste besitzen. Sehr positiv zeichnet sich der Hinweis auf eine Garantiezeit von sechs Jahren aus. Ein Diagramm auf einer Seite soll den Lautstärkevorteil gegenüber dem AMD-Standard hervorheben. Auf einer weiteren Seite befindet sich eine Tabelle mit den technischen Details des jeweiligen Kühlers sowie eine Aufgliederung des Verpackungsinhalts.

Die Verpackung des Alpine M1

Die Verpackung des Alpine M1-Passiv

Der Lieferumfang

Auch das Zubehör ist in beiden Verpackungen identisch.

Zum Lieferumfang gehören:

  • eine Anleitung mit gut erkennbaren Bildern
  • zwei Montageschrauben
  • zwei Gegendruck-Federn
  • zwei selbstklebende Unterlegscheiben

Die kleine, zusammengefaltete Anleitung ist auf Englisch verfasst, was aber kein Problem darstellt, da sie sehr wenig Text besitzt und überwiegend aus gut erkennbaren, selbsterklärenden Bildern besteht. Deshalb dürften Anfänger damit auch keine Probleme haben.

Technische Details

Der Alpine M1:
Der Kühler ist aus Aluminium und hat eigentlich ein Außenmaß von 78 x 78 mm in Länge und Breite. Da auf dem Kühler aber ein verschraubter 80 x 80 x 15 mm - Lüfter sitzt und bei dem Kühler vom größten Außenmaß ausgegangen wird, gilt der gesamte Kühler selbst als 80 x 80 mm. Damit ist er in jede Richtung 25 mm breiter als der AMD-Standard und kommt dem Ram-Slot gefährlich nah, blockiert diesen aber nicht, sodass man trotzdem einen Ram-Riegel einsetzen kann. Andere Anschlüsse des Mainboards werden ebenfalls nicht blockiert. Mit dem vormontierten Lüfter erreicht der Kühler eine Höhe von 41 mm, das sind 1,6 mm mehr als der AMD-Standard, was aber nicht wirklich auffällt. Der Lüfter selbst hat einen 3-Pin-Anschluss, wodurch eine PWM-Steuerung nicht möglich ist. Eine Lüfterkurve per Software erstellen ist aber kein Problem. Das Kühlsystem ist im Prinzip dasselbe wie bei dem AMD-Standard-Kühler. Der Lüfter saugt die Luft von oben an, bläst sie nach unten zwischen die Aluminium-Lamellen und transportiert somit die Wärme zwischen den Lamellen ab.

Auf der Unterseite befinden sich die beiden Montagelöcher für die Befestigungsschrauben. Auf der fein geschliffenen Kühlfläche befindet sich, wie auf der Verpackung schon erwähnt, ein voraufgetragenes Wärmeleitpad der MX-2-Wärmeleitpaste von Arctic.

Die Kühlfläche mit der voraufgetragenen Wärmeleitpaste

Wie gut sich der Kühler im Test schlägt und ob er sein Silent-Versprechen halten kann, erfahrt ihr später.

Der Alpine M1-Passiv:
Der Alpine M1-Passiv geizt nicht mit seiner Größe. Mit einer Höhe von 70 mm thront der stille Aluminium-Riese auf dem CPU-Sockel und überragt mit seinen Kühlerlamellen den Standard-Kühler um ganze 30,6 mm. Mit seinen Außenmaßen von 77 mm in Länge und Breite übertrifft er selbigen jeweils um 22 mm. Anschlüsse des Mainboards werden auch hier nicht verdeckt. Der Abstand zum ersten Ram-Slot ist gering, aber der Arbeitsspeicher kann problemlos eingesetzt werden und wird nicht behindert. Die nach oben ragenden Kühlerlamellen sollen einen komplett lüfterlosen Betrieb gewährleisten.

Auf der Unterseite sehen wir auf der fein geschliffenen Montagefläche ebenfalls ein aufgetragenes Wärmeleitpad (MX-2 Wärmeleitpaste). Zu unserer positiven Überraschung finden wir auch vier Montagebohrungen, obwohl die Sockelmontage nur zwei benötigt.

Die Kühlfläche mit der voraufgetragenen Wärmeleitpaste

Dies ist für den passiven Körper vorteilhaft, da man ihn je nach Einsatzzweck ausrichten kann. Ist das Mainboard z.B. aufrecht in einem Gehäuse verbaut, kann man den Kühler so montieren, dass die warme Luft zwischen den Kühlerlamellen von unten nach oben aufsteigen kann. Ein Wärmestau zwischen den Kühlerlamellen wird so vermieden. Sollte das Gehäuse andererseits einen leisen, effizienten Lüfter besitzen, kann man den Kühler wiederum so ausrichten, dass Luft zwischen den Lamellen durchgeblasen und nach hinten abtransportiert wird. In unserem Test beschränken wir uns aber auf die komplett passive Version ohne Seitenlüfter. Wie er sich gegen die anderen Kühler behaupten kann, erfahrt ihr auf der Test-Seite.

Montage des Kühlers

Die Montage beider Kühler ist sehr leicht, praktisch identisch und durch die gute, bebilderte Anleitung auch für Anfänger in wenigen Minuten erledigt. An jedem der beiden Kühler-Montagelöcher des Mainboards wird jeweils von der Unterseite einer der selbstklebenden Unterlegscheiben angebracht. Diese schützen das Mainboard vor versehentlichen Beschädigungen oder Kratzern bei der Montage. Je nach Kühler müsst ihr vor der Montage darauf achten, auf welcher Seite ihr das Kabel haben wollt, bzw. in welche Richtung die Kühlerlamellen ausgerichtet sein sollen, damit ihr den Kühler nicht nochmal entfernen und drehen müsst. Als nächstes legt ihr den Prozessor-Kühler umgedreht, also mit dem Lüfter nach unten, auf den Tisch und platziert das ebenfalls umgedrehte Mainboard mit den Montagelöchern über die Löcher des Kühlers. Haltet das Mainboard leicht fest, damit es nicht vom Kühler kippen kann. Nun werden noch die Gegendruck-Federn auf die Schrauben gesetzt und beide Montageschrauben durch das Mainboard in die Gewindelöcher des Kühlkörpers reingedreht. Danach werden die Schrauben vorsichtig, abwechselnd und gleichmäßig mit einem Kreuzschraubendreher angezogen, bis sie sich nicht weiter drehen lassen. Ein zu straffes Anziehen ist hierbei nicht möglich, da die Schrauben selbst die Eindrehtiefe begrenzen.

Die Montage ist sehr einfach

Zum Schluss muss nur noch das 3-Pin-Stromkabel am entsprechenden Port angeschlossen werden (entfällt bei der passiven Version). Wie bei den technischen Details schon angesprochen ist die Entfernung zum ersten Ram-Slot sehr knapp, aber der Arbeitsspeicher kann problemlos eingesetzt werden.

Der montierte Alpine M1:

Der montierte Alpine M1-Passiv:

Hinweise zur Inbetriebnahme

Wir hatten bei unserem Mainboard eine kleine Start-Schwierigkeit, auf die wir hinweisen möchten. Hierbei handelt es sich aber ausdrücklich um ein Problem, dass bei jedem Kühler mit geringer Lüfterdrehzahl (oder bei Passiv-Modellen) auftreten kann und nichts direkt mit diesen Kühlern zu tun hat. Wir fanden es aber wichtig darauf hinzuweisen, falls ein User selbst vor dieser Situation stehen sollte.

Inbetriebnahme des Alpine M1:
Hat man den "DC"-Mode für eine eigene Lüftersteuerung im BIOS aktiviert, kann es eventuell vorkommen, dass der PC anfangs nicht bootet und mit einer "CPU Fan Fail"-Meldung abbricht.

Dies ist eine Schutzfunktion des BIOS. Dreht sich ein Lüfter langsamer als der im BIOS eingetragene untere Grenzwert, kommt diese Fehlermeldung. So soll einem Hardwareschaden vorgebeugt werden, falls ein Lüfter zum Beispiel nicht richtig funktioniert. Hat einer der Schaufler aber eine langsamere Drehzahl als der eingestellte Grenzwert, gibt das BIOS diese Meldung raus und stoppt den Bootvorgang. Um dies zu beheben, gehen wir ins BIOS und stellen den untersten Grenzwert für den Lüfter niedriger ein. Die Einstellung bei unserem Asus-Board findet ihr in den "Erweiterten-BIOS-Menüs", dem "Advanced-Mode". Dort geht ihr unter dem Menüpunkt "Monitor" auf die Einstellung "Des Unterer Grenzwert der Lüftergeschwindigkeit" und stellt dort "200 RPM" ein. Somit hält das BIOS den Bootvorgang nicht mehr aufgrund der langsamen Start-Drehzahlen an.

Anmerkung: Wie auf dem Bild zu sehen ist, heißt die Einstellung in dieser BIOS-Version wirklich "Des Unterer Grenzwert der Lüftergeschwindigkeit" und ist somit kein Grammatikfehler unsererseits. Einen Hinweis zur Korrektur haben wir Asus zukommen lassen.

Diese Einstellung muss man abändern

Wer den Lüfter generell bei 100% laufen lassen möchte und keine Lüfterkurve anlegt, kann einfach bei der Option "CPU Q-Fan-Steuerung", die direkt darüber liegt, den "DC"-Mode deaktivieren.

Diese Einstellung muss man abändern

Inbetriebnahme des Alpine M1-Passiv:
Dasselbe Problem hat man anfangs mit dem Alpine M1-Passiv, da er über keinen Lüfter verfügt und das BIOS ebenfalls sofort den Bootvorgang stoppt. Hierzu geht ihr, wie oben beschrieben, in das "Monitor"-Menü, stellt bei "CPU Q-Fan-Steuerung" "DC" ein und setzt den Wert bei "Des Unterer Grenzwert der Lüftergeschwindigkeit" auf "Ignorieren". Somit interessiert sich das BIOS nicht mehr für eine Drehzahl eines CPU-Lüfters und führt den Bootvorgang fort.

Testverfahren

Als Testverfahren zur Temperaturmessung nutzten wir folgendes Lastszenario:
CPU-Auslastung mit Prime95. Hierbei wird eine eher unrealistische, sehr hohe Temperatur erreicht, die bei einer normalen Nutzung des Systems nicht zustande kommt.

Die Lautstärke des Kühlers wird mit einem Schallpegel-Messgerät ermittelt. Hierbei messen wir die Lautstärke bei 100%, 75%, 50% Drehzahlen des Lüfters. Die Messung erfolgt in einem Abstand von 50 cm über dem Kühler. Um möglichst alle Geräuschquellen bei den Lautstärke-Messungen zu vermeiden, nutzen wir ein passives Netzteil und eine SSD-Festplatte. Bei allen Messungen liegt das Mainboard mit Gummi-Abstandhaltern entkoppelt frei auf dem Tisch, ohne weiteren Nebenlüfter. Die umgebende Raumtemperatur des nicht schalldichten Raums beträgt ~21°C. Alle Kühler werden mit der selben Wärmeleitpaste (Noctua NT-H1) betrieben.

Das Testsystem

Als Testsystem kommen folgende Komponenten zum Einsatz:

Netzteil Fortron Aurum Xilenser 500 W (passiv)
Mainboard Asus AM1I-A
Prozessor AMD Athlon 5350 (2.05 GHz Standard)
Grafikkarte APU
Arbeitsspeicher Kingston HyperX Fury 1600 MHz (4 GB)
Festplatte / SSD TeamGroup Dark L3 SSD 60GB
Betriebssystem Windows 7 Prof. (64 bit)
Asus-Software zur Lüftersteuerung
AI Suite 3
Schallpegel-Messgerät Voltcraft SL100

Achtung:
Für den Test des Alpine M1 ließen wir die Einstellung auf "DC-Mode", damit wir für unseren Test die Drehzahlen flexibel einstellen konnten. Dadurch war es uns möglich, den Lüfter noch langsamer und somit auch leiser drehen zu lassen.

Drehzahlen

Kommen wir nun zu den Drehzahlen, Lautstärken und Temperaturen der beiden Alpine M1-Kandidaten. Für den Test ließen wir die Kühler im "DC-Mode" antreten und steuerten die Lüfterdrehzahl mit der "AI Suite 3"-Software von Asus. Bei dem Test haben wir den aktiven Kühler mit verschiedenen Lüfterdrehzahlen laufen lassen und die Lautstärken sowie Temperaturen im Leerlauf und unter Volllast (durch Prime95) gemessen. Von der passiven Version entfällt natürlich die Drehzahl und Lautstärke. Dennoch belassen wir in den Tests passive Kühler in den Diagrammen, damit man sieht, wie gut sie sich gegenüber ihren aktiven Kontrahenten behaupten können. Das Testsystem liegt offen auf dem Tisch (mit Gummifüßen entkoppelt), ohne separaten Seitenlüfter, bei einer Raumtemperatur von ~21°C. Man sollte bei dem Test auch die unterschiedlichen Drehzahlen der Kühlerlüfter bei der prozentualen Steuerung beachten.

Als erstes nahmen wir uns die verschiedenen Drehzahlen der Lüfter vor, die große Unterschiede aufweisen. Der Alpine M1 hat den mit Abstand bisher langsamsten Lüfter und muss sich mit bedeutend kleineren Drehzahlen gegen die Konkurrenz behaupten. Zudem ist für den Alpine M1 in diesem Test bei einer Drehzahl von 75% Schluss, da sich der Lüfter durch seine geringe Drehzahl nicht unter 58% mit der "AI Suite 3"-Software am Mainboard regeln lässt. Ob der Alpine M1 mit seiner Kühlleistung trotzdem mithalten kann werden wir im weiteren Verlauf herausfinden.

Lautstärke

Als nächstes betrachten wir die Lautstärke des Kühlers. Diese haben wir mit einem Schallpegel-Messgerät gemessen, wobei der Messpunkt in einer Entfernung von 50 cm über dem offen liegenden Mainboard war.

Vorab eine kleine Definition zur besseren Einordnung:

Bis 32,9 db(A) Unhörbar leise bis sehr leise
Von 33,0 bis 34,9 db(A) Leise bis leicht hörbar
Von 35,0 bis 39,9 db(A) Hörbar bis deutlich hörbar, die Komponente sollte aus einem
geschlossenen Gehäuse herauszuhören sein
Ab 40 db(A) Störend laut

Der Lüfter des Alpine M1 fiel schon von Anfang an durch seine leise Betriebslautstärke positiv auf. Selbst wenn wir die Drehzahlen auf das Maximum stellten, konnten wir ihn nicht wirklich hören. Bei den Messungen aus 50 cm Entfernung zeigte das Messgerät dieselben Werte, als würde kein Lüfter laufen - überraschende 32,5 dB(A). Dies ist derselbe Wert, den wir bei absoluter Stille in dem (nicht schalldichten) Raum um 2 Uhr nachts erreichten. Das heißt, die Lautstärke war unter dem Wert, den wir maximal mit unserem Messgerät aus dieser Entfernung erfassen konnten. Damit beweist der Alpine M1, dass er sein Silent-Versprechen selbst bei 100% seiner Drehzahlen auch hundertprozentig einhalten konnte! Die Lautstärken der niedrigeren Drehzahlen waren damit für unser Gerät auch nicht zu erfassen. Somit macht es eigentlich keinen Sinn, den Lüfter langsamer als 100% drehen zu lassen, da man ihn sowieso nicht hört. Aber zur Übersicht haben wir die Diagramme der anderen Drehzahlen dennoch aufgelistet. Sein "großer Bruder" Alpine M1-Passiv schweigt zu diesem Thema...

Temperaturen unter Last

Sehen wir uns jetzt den am interessantesten Test an, die Temperaturen unter Volllast (Prime95). Auch hier lagen die Temperaturen des Alpine M1 leicht höher gegenüber der Konkurrenz, aufgrund seines langsameren Lüfters. Aber hier sollte man ganz genau hinsehen! Der Alpine M1 hatte gegenüber dem AMD-Standard zwar 5°C mehr, arbeitete bei vollen Drehzahlen aber um ca. 76% langsamer - und dies praktisch lautlos! Damit ist eine Temperatur von 5°C mehr gegenüber dem AMD-Standard absolut akzeptabel und mit maximal 39°C weit von "heiß" entfernt. Werden die Drehzahlen des Alpine M1 weiter gedrosselt, steigen die Werte entsprechend an. Aber durch seine Silence-Performance bei 100% Drehzahl würde es keinen Sinn machen, ihn langsamer drehen zu lassen. Aus Neugierde haben wir es aber dennoch für euch getestet.

Sein "großer Bruder" Alpine M1-Passiv schlug sich wacker. Selbst nach knapp zwei Stunden unter Volllast hielt er tapfer die Temperatur von maximal 58°C. Solche Werte wie unter Prime95 wird er im normalen Betrieb wohl nie oder selten erreichen. Dennoch ist der Wert niedriger als der Redakteur vor dem Test vermutete.

Arctic Alpine M1

Johannes Wehner

Der Arctic Alpine M1 überzeugt mit seinem Silence- und Cooling-Versprechen durchgehend. Bei voller Leistung ist er nahezu unhörbar und aus einem Gehäuse somit definitiv lautlos. Da fallen die 5°C mehr gegenüber dem AMD-Standard unter Volllast nicht ins Gewicht. Würde man mit dem AMD-Standard die ungefähr selben Silence-Werte des Alpine M1 erreichen wollen, müsste man diesen um 50-40% drosseln, womit der Alpine M1 in diesem Fall mit den besseren Temperaturen da steht. Für Silence-Fans, die eine kühlfähige, aber leisere Alternative zu ihrem AMD-Pendanten suchen, ist er auf jeden Fall einen Blick wert. Eine Garantiezeit von sechs Jahren und eine unverbindliche Preisempfehlung von 11,95 € runden das Paket ab, wobei wir den Kühler in Onlineshops schon für unter 8,- € finden konnten.

  • Positiv
  • Absolut lautlos im Gehäuse
  • Gute Kühlleistung
  • Minimaler Montageaufwand
  • Blockiert trotz seiner Breite keine Anschlüsse
  • 6 Jahre Garantie
  • Negativ
  • -/-

Arctic Alpine M1-Passiv

Johannes Wehner

Der Arctic Alpine M1-Passiv ist für Passiv-Freunde die erste offizielle Alternative. Und sie schlägt sich auch recht gut, bleiben die Werte doch stets im akzeptablen Rahmen. Allerdings braucht der Kühlkörper relativ viel Platz und passt nicht in dünne Gehäuse. Auch wenn der Kühler die Werte unter Prime95 im normalen Betrieb kaum erreichen dürfte, sollte man auf die Wahl des Gehäuses achten. Ein paar Lüftungsschlitze im oberen Bereich und eine richtige Montagerichtung der Lamellen verhindern einen Wärmestau. Besitzt das Gehäuse eine Belüftung, profitiert der Passiv-Kühler natürlich ebenso davon. Die Garantiezeit liegt hier auch bei sechs Jahren, wobei wir aber nicht wüssten, was bei dem Kühlkörper in dieser Zeitspanne passieren sollte. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 12,95 €, wobei wir aber auch diesen Kühler in Onlineshops schon für unter 8,- € finden konnten.

  • Positiv
  • Absolut lautlos, da keine beweglichen Teile vorhanden
  • Minimaler Montageaufwand
  • Blockiert trotz seiner Breite keine Anschlüsse
  • Günstiger Preis
  • Negativ
  • Braucht viel Platz
  • Einschränkungen bei Gehäusewahl

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