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Tech-Review.de

  • Dienstag, 22. September 2020
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Antec TruePower Classic TP-450C

Antec TruePower Classic TP-450C: 450W mit 80Plus-Zertifikat

Einleitung

In diesem Review testen wir das Antec TP-450C, hierbei handelt es sich um ein 80 Plus Gold zertifiziertes Multi-Rail Netzteil mit einer Belastbarkeit von 450 Watt. Man darf gespannt sein, ob es sich hier um eine gute Alternative zum beliebten Be Quiet! Straight Power E9 handelt. Vorhang auf!

Bezüglich der Netzteile hat man es in bekannten Hardwareforen aktuell nicht einfach. Möchte man andere User beraten, bleibt einem mangels guter Alternativen oft nichts anderes übrig als ein Be Quiet! Netzteil zu empfehlen. Hierbei darf man sich dann schnell blöde Sprüche anhören, selbst von der "Be Quiet!-Mafia" war schon die Rede.

Nun haben wir die Möglichkeit eine vielversprechende Alternative einmal genauer unter die Lupe zu nehmen: Das Antec TP-450C ist ein 80 Plus Gold zertifiziertes Multi-Rail Netzteil. Die 450 Watt starke Version wird aktuell für etwas mehr als 60 Euro auf bekannten Preisvergleichsseiten gelistet und liegt damit ziemlich genau auf dem Niveau des Be Quiet! E9 mit ebenfalls 450 Watt, welches in dieser Preisklasse die Referenz darstellt.

Die Spezifikationen

Wie schon im Intro beschrieben, stellt das Antec TP-450C mit einem Kaufpreis von ca. 60 Euro ein relativ günstiges 80 Plus Gold Netzteil in der 450 Watt-Klasse dar. Trotzdem lesen sich die Daten auf dem Produktkarton wirklich vielversprechend:

  • Garantierte 450 Watt, davon 99% auf +12V
  • 5-Jahresgarantie und lebenslanger globaler 24-7 Support von Antec
  • 120 mm hochqualitativer Doppelkugellagerlüfter mit langer Lebensdauer
  • Japanische Hochleistungskondensatoren

Auf der Produktseite von Antec, sowie auf dem Produktkarton findet man unter dem Punkt Schutzschaltungen einmal das volle Programm: OCP, OVP, UVP, SCP, OPP, OTP, SIP, NLO und BOP

Eine kurze Definition der Schutzschaltungen:
OCP = Überstromschutz
OVP = Überspannungsschutz
UVP = Unterspannungsschutz
SCP = Kurzschlusssicherung
OTP = Überhitzungsschutz
OPP = Überlastschutz
SIP = Spannungsstoss & Einschaltstromschutz
NLO = Niedriglastoperation
BOP = Spannungsabfallschutz

Auch wenn Antec hier einiges sehr schlau vermarktet, kann sich die Ausbeute sehen lassen. Wir vermissen hier nichts. Im Test sind uns allerdings einige Sachen aufgefallen, diese haben wir unter Punkt 9 "Die Problematik der Schutzschaltungen" zusammengefasst. Schauen wir uns einmal den Aufkleber des Netzteils an:

Schon auf dem Produktkarton ist der Slogan nicht zu übersehen: "450 Watt Continuous Power". Schaut man sich einmal den Aufkleber im Detail an, werden tatsächlich 98,7% der Gesamtleistung auf den wichtigen 12V-Rails bereitgestellt. Dieser Wert ist sogar für ein modernes Netzteil sehr gut.

Das True Power Classic besitzt zwei Rails mit jeweils 20 Ampere Stromstärke. Zusammen leisten diese 444 Watt. Das TP-45C kann auch mit einer Eingangsspannung von 115V betrieben werden, was eine Grundvoraussetzung für die 80 Plus-Einstufung ist. Unser Testkandidat erreicht sogar eine Einstufung von 80 Plus Gold.

Der Lieferumfang und Äußeres des Netzteils

Die schwarz-gelbe Produktverpackung ist sehr kompakt. Ist das Netzteil einmal ausgepackt und die Kabelbinder gelöst, wird man es vermutlich nie wieder in diesen kleinen Karton bekommen.

Die Verpackung ist sehr übersichtlich bedruckt, Antec wirbt hier unter anderem mit der 5 Jahres-Garantie und der hohen Effizienz.

An der Seite des Kartons wird es interessant: Oben sieht man noch einmal die schon beschriebenen technischen Daten, darunter die Kabelausstattung. Diese werden wir an einem späteren Zeitpunkt genauer erläutern.

Öffnet man nun den Karton, fällt einem als erstes der Lieferumfang in die Hände:

  • eine mehrsprachige Bedienungsanleitung
  • 5-Jahresgarantie und lebenslanger globaler 24-7 Support von Antec
  • Kaltgerätestecker
  • Gehäuseschrauben

Über ein paar Kabelbinder würden sich Kunden ebenfalls freuen, diese befinden sich jedoch nicht mit im Lieferumfang. Viel zu meckern gibt es ansonsten allerdings nicht. Das Netzteil selbst ist sicher verpackt. Es befindet sich in einer durchsichtigen Tüte, die Kratzer auf dem Gehäuse verhindern soll, zudem ist das Netzteil in zwei Vorrichtungen gezwängt, die an Eierpappe erinnern. Zusammengehalten wird diese Konstruktion von einer Pappvorrichtung.

Äußerlich sieht das Antec TP-450C eher unauffällig aus. Die Oberfläche ist schwarz und rau, also optimal gerüstet gegen Fingerabdrücke oder Kratzer. Der 120 mm Lüfter wird von einem klassischen Lüftergitter geschützt, welches zwar in das Netzteil eingelassen wurde, jedoch trotzdem 2-3 mm übersteht. Auf der Lüfternarbe befindet sich noch ein großes Antec-Logo. Das Etikett mit den technischen Daten hat Antec auf den Deckel des Netzteils geklebt, an der Seite befinden sich zwei weitere Aufkleber mit dem Produktnamen.

Loben müssen wir an dieser Stelle einmal die geringen Abmessungen des Netzteils, dieses ist mit einer Tiefe von 14 cm wirklich sehr kurz. Zum Bildvergleich haben wir noch ein Be Quiet! Pure Power L8 400W und ein Seasonic 860W Platinum gelegt, welche zum Teil deutlich länger sind.

Die Kabel besitzen ein fast blickdichtes, schwarzes Sleeve. Auch viele Kabel die sonst in bunten Farben erscheinen sind fast durchgehend schwarz, dies kann man insbesondere am ATX-Stecker erkennen. Die beiden 6+2 Poligen PCI-Express-Stecker befinden sich an einem Kabelstrang. Schöner wäre dies zwar mit zwei einzelnen Kabeln, wir haben im Test jedoch keine Probleme gehabt.

Kabellängen:
Bezeichnung der Kabel Kabel-Länge in cm
ATX 20 Pin + 4 Pin 52
CPU 4 + 4 Pin 70
PCI-E 6 + 2 Pin & 6 + 2 Pin 60 + 75
SATA + SATA + SATA + Molex 50 + 65 + 80 + 95
SATA + Molex + Molex + Floppy 53 + 68 + 83 + 98

Das Antec auf ein Modulares Kabelsystem verzichtet hat können wir nur begrüßen, denn das Netzteil verfügt über wenige, dafür aber sehr lange Kabelstränge. Die Längen der Kabel sind zum Teil wirklich sehr gut gewählt, beispielsweise bei dem 70 cm langen CPU-Kabel. Hier sollte es auch in Big-Towern keine Probleme geben. Einzig der ATX-Kabelstrang ist etwas zu kurz geraten, sollte in den meisten Fällen allerdings noch passen. Auch die Anzahl der Anschlüsse (u.a. 4x SATA und 3x Molex) ist der Leistungsklasse angemessen.

Die Technik im Inneren

Als erstes eine Warnung:
Nicht nachmachen! Ihr begebt euch in Lebensgefahr wenn ihr ein Netzteil aufschraubt, desweiteren geht die Garantie verloren!

Schauen wir uns das Netzteil einmal von Innen an: Das Antec TP-450C wird von Sea Sonic gefertigt, die technische Basis nutzt eine LLC-Resonanzwandlung und DC-DC-Wandler. Gegenüber gruppenregulierten Netzteilen wie dem Be Quiet! Straight Power E9 ist diese Lösung technisch hochwertiger.

Beginnen wir bei der Eingangsfilterung. Diese wurde auf eine kleine Zusatzplatine verlegt, welche mit einer Kupferplatte abgeschirmt wurde. Auf dieser Platine befinden sich vier Y-Kondensatoren (blau), ein X-Kondensator und eine Spule. Auf der Hauptplatine folgen dann mehrere Drosseln, ein MOV und eine Schmelzsicherung als passive Schutzschaltungen auf der Primärseite.

Unterhalb des Primärkondensators befindet sich eine Zusatzplatine. Auf dieser befindet sich ein LLC-Halbbrücken Controller von Infineon. Der Primärkondensator stammt von Nippon Chemicon und ist mit 270 Mikrofarad Kapazität bei 420 V Spannungsfestigkeit spezifiziert. Zusammen mit der Temperaturfestigkeit von 105°C ist diese Wahl als sehr gut zu bezeichnen. Zumindest auf der Primärseite hält Antec sein Versprechen mit den japanischen Kondensatoren schon einmal ein.

Auch auf der Sekundärseite werden durchgehend Kondensatoren von Nippon Chemicon verbaut. Anders als bei viele anderen Netzteilherstellern kommt hier also nicht nur ein Marketing-Kondensator auf der Primärseite zum Einsatz, das verdient von unserer Seite ein großes Lob!

Auf einer zweiten Zusatzplatine befindet sich der Protection-IC. Hier ist ein SITI PS223 verbaut, der die Schutzschaltungen OVP/UVP auf der 3,3 V und 5,0 V Rail, sowie auf zwei 12 V Rails bereitstellt. Zudem beinhaltet der Chip auch noch die Schutzschaltungen OCP und OTP. Hier sollten also keine Wünsche offen bleiben.

Der verbaute Lüfter

Noch ein paar Worte zum Lüfter: Antec wirbt mit einem hochwertigen Lüfter und dieser kommt auch tatsächlich zum Einsatz. Der Lüfter wird von Jamicon zugeliefert und besitzt eine Größe von 120 mm, dieser sollte gegenüber herkömmlichen Gleitlager-Lüftern eine deutlich höhere Lebensdauer besitzen.

Kommen wir nun zur Lötqualität: Diese ist im Prinzip sehr gut, einige Kabel wurden jedoch etwas unsauber gekürzt. Insgesamt kann die Elektronik des Netzteils voll überzeugen, Kritikpunkte finden sich kaum.

Das Testsystem

Der Test wird in einem offenen Testsystem durchgeführt, Gehäuselüfter fallen daher weg.

CPU: Intel Core i5-3470 @ 4,0 GHz
CPU-Kühler: Scythe Mugen 4 PCGH-Edition
Mainboard: Asrock Z77 Extreme4
Arbeitsspeicher: 2x 4GB G.Skill Sniper DDR3-1600 CL9-9-9-24
Grafikkarte: siehe Test
SSD / Festplatte: Samsung 840 Evo 500GB
Netzteil: Seasonic X850
Bildschirm: BenQ G2220HD
Sonstige Hardware: Asus Xonar DGX

Die Geforce GTX 480 stellt die Single-GPU Grafikkarte mit der höchsten Leistungsaufnahme dar. Hierbei ließe sich theoretisch eine Aufnahme von weit über 600 Watt generieren, aber selbst der gute Kühler von Zotac ist mit der Leistung überfordert, das vorläufige Maximum des Gesamtsystems liegt daher erst einmal bei ca. 520 Watt.

Die Leistungsaufnahme des Gesamtsystems haben wir mit Hilfe eines Profitec KD 302 gemessen.
Hierbei haben wir 6 Lastszenarios generiert:
Szenario 1: Gesamtsystem im Idle (Leistungsaufnahme ca. 80 W)
Szenario 2: Prime95, Grafikkarte im Idle (Leistungsaufnahme ca. 175 W)
Szenario 3: Furmark, Voltage des Grafikchips bei 950 mv, Chiptakt gedrosselt auf 500 MHz (Leistungsaufnahme ca. 270 W)
Szenario 4: Furmark, Voltage Grafikchip 950 mv (Leistungsaufnahme ca. 360 W)
Szenario 5: Furmark, Voltage Grafikchip 1013 mv + Prime95 (Leistungsaufnahme ca. 450 W)
Szenario 6: Furmark, Voltage Grafikchip 1050 mv + Prime95 (Leistungsaufnahme ca. 520 W)

Die einzelnen Werte wurden entnommen, nachdem sich die Temperaturen der Komponenten einpendelten. Die Lautstärkemessungen wurden mit Hilfe eines Voltcraft SL-100 durchgeführt. Dabei wurde das Netzteil bestmöglich vom restlichen System getrennt. Das Schallpegel-Messgerät wurde in einem Abstand von 50 cm vom Lüfter positioniert. Die Messwerte zur Spannungsregulation wurden vom Mainboard ausgelesen.

Die Effizienz

Nun genug von der Theorie, schauen wir uns einmal die Werte im Praxistest an:

Das True Power Classic macht hinsichtlich der Effizienz eine sehr gute Figur. Im niedrigen Lastbereich liegt es klar vorne, im mittleren Lastbereich in etwa gleichauf mit den größeren Sea Sonic-Netzteilen. Einzig im hohen Lastbereich und bei der Überlast geht dem Antec etwas die Puste aus, die Effizienz ist etwas schlechter als bei den Sea-Sonic Netzteilen - die in dem Bereich grade einmal halb ausgelastet sind. Das Be Quiet! Pure Power L8 400W schaltete im letzten Szenario bei etwa 530 Watt primärseitig ab.

Die Spannungsregulation

Wie sieht es eigentlich mit der Spannungsregulation aus? Eine zu niedrige oder zu hohe Spannung kann Komponenten beschädigen oder das System instabil werden lassen. Die Grenzen der Diagramme stellen die ATX-Norm dar. Werte, die außerhalb des Diagramms liegen, liegen somit auch gleichzeitig außerhalb der ATX-Norm.

Insbesondere auf der 12 V-Schiene zeigt sich der Vorteil der teuren DC-DC Technik. Das Antec liefert hier die beste Vorstellung aller Netzteile ab und zeigt sich erstaunlich Spannungsstabil.

Die Lautstärke

Ganz wichtig ist bei Netzteilen natürlich die Lautstärke. Bevor hier Fragen auftauchen, wie ein PC denn ohne Netzteil betrieben werden kann: Wir haben hier das semipassive Seasonic Platinum mit 860 Watt genommen und so weit wie möglich vom Schallpegel-Messgerät gelegt. Auch wenn der Lüfter in höheren Belastungen minimal aufdreht, sollte er vom restlichen System übertönt worden sein.

Hier leistet sich das Antec TP-450C die erste wirkliche Schwäche. Sobald die Primärbelastung einen Wert von ca. 380 Watt überschreitet, dreht der Lüfter des Netzteils extrem auf. Werte jenseits von 40 Dezibel empfinden wir schon als ziemlich laut, diese sollten auch aus einem geschlossenen Gehäuse rauszuhören sein. Am Ende haben wir sogar weit über 50 Dezibel aus einer Entfernung von 50 Zentimetern gemessen, das liegt ungefähr zwischen einer Radeon R9 290X im Referenzdesign und einer Geforce FX 5800. Nein im Ernst, ein Silent-Netzteil ist das TP-450C nicht. Wer ein leises System mit einer Leistungsaufnahme von mehr als 380 Watt haben möchte, sollte sich besser bei anderen Netzteilherstellern umschauen.

Die Problematik der Schutzschaltungen

Neben der Lautstärke gab es einen weiteren Knackpunkt in diesem Netzteiltest. Am Anfang des Reviews haben wir das Antec TP-450C für seine Vollausstattung hinsichtlich der Schutzschaltungen gelobt. Theorie und Praxis sind jedoch zwei verschiedene Dinge, sodass wir das Ganze einmal erläutern möchten:

Wir haben das 450 Watt starke Antec in den Tests bis insgesamt 630 Watt primär belasten können, ohne dass dieses abschaltet. Soweit so gut, schließlich dürfte es sich hier um reale 550 Watt handeln, das ist noch im Rahmen hinsichtlich der Überlast.

Hellhörig wurden wir hingegen, als wir uns einmal die Belastung der einzelnen Rails anschauten. Wir haben einen zweiten Test zur Leistungsaufnahme gemacht, der nicht in die Effizienzmessungen einging. Dabei haben wir eine Geforce GTX 570 eingebaut und beide Grafikkarten so gut wie möglich mit verschiedenen Benchmarks belastet. Zeitweise lagen bis ca. 75% der Gesamtleistung auf einer Rail. Laut Antec leisten diese Rails jedoch nur 20 Ampere (=240 Watt).

Trotz der extremen Überlast blieben alle Spannungen absolut im Rahmen, das Netzteil machte nicht den Eindruck als würde ihm gleich die Luft ausgehen. Trotzdem müssen wir hier die sehr spät greifenden Schutzschaltungen kritisieren, auch wenn das Netzteil problemlos mehr leisten würde als die versprochenen 450 Watt. Ein 450 Watt Netzteil sollte unserer Meinung nach bei einer moderaten Überlast abschalten und nicht das Doppelte leisten was auf der Verpackung steht.

Wir sprachen Antec auf die spät greifenden Schutzschaltungen an. Eine Stelle aus der Antwort möchten wir gerne einmal zitieren:

Bezüglich der Überlast: Unsere Entwicklungsabteilung ist der Meinung, dass unsere Netzteile erst abschalten sollten, wenn ihnen wirklich die Puste ausgeht. Die Leistungsreserve unserer Netzteile ist sehr hoch. Das ist im Endeffekt ein Vorteil für den User, weil das System auch bei kurzfristiger Überlastung nicht einfach ausgeschaltet wird. Man ist bei uns der Meinung, dass unsere Netzteile auch längerfristige Überlastungen schadlos überstehen.

Die schnelle und ehrliche Antwort seitens Antec stimmt uns wirklich positiv, solche Reaktionen von Herstellern sind leider nicht die Regel.

Hendrik Engelbertz meint …

Hendrik Engelbertz

Ist das Antec True Power Classic mit 450 Watt nun eine ernsthafte Alternative zum beliebten Be Quiet! Straight Power E9? Ja durchaus, obwohl jedes Netzteil seine Vor- und Nachteile hat. Rein von der technischen Seite lässt sich dem Antec TP-450C nicht viel vorwerfen, denn diese ist angesichts der Preisklasse hervorragend, hier wird das E9 deutlich geschlagen. Zudem verfügt das Netzteil über lange Anschlusskabel, die Abmessungen sind zudem sehr kompakt. Ob die Effizienz auf 80 Plus Gold Niveau liegt, konnte ich nicht testen, sie liegt im Vergleich mit anderen Netzteilen auf jeden Fall auf einem sehr guten Niveau. Nicht so gut gefallen hat uns die Lüftersteuerung des Netzteils. Dieses wird ab einer Belastung von ca. 380 W primär inakzeptabel laut. Zudem sollten die Schutzschaltungen gegen Überlast etwas früher greifen.

Insgesamt können wir das Netzteil als Alternative zum E9 empfehlen, jedoch mit kleinen Einschränkungen. Da die Lautstärke bei hoher Last stark ansteigt, empfehlen wir das Netzteil eher für PCs mit etwas geringerer Leistungsaufnahme (etwa einer Intel Quadcore-CPU + Radeon R9 280X / Geforce GTX 780). In dem Bereich bleibt das Netzteil leise. Bezüglich der spät greifenden Schutzschaltungen müssen sich Besitzer dieser PCs dann auch keine Sorgen machen. Besitzer stärkerer PCs sollten sich hingegen eher das Be Quiet! Straight Power E9 oder das neue PCGH-Netzteil anschauen, welches übrigens ebenfalls auf der Sea Sonic Basis basiert, aber eine verbesserte Lüftersteuerung hat. Das Antec True Power Classic 450 Watt ist aktuell für etwas mehr als 60 Euro erhältlich. Antec bietet die True Power Classic Serie auch in größeren Versionen von 550 Watt bis 750 Watt an.

  • Positiv
  • Kompakte Maße
  • lange Anschlusskabel
  • sehr hochwertige Elektronik
  • leiser Lüfter bis mittlerer Last
  • Effizienz
  • Preis-/Leistung
  • Neutral
  • Negativ
  • lauter Lüfter bei hoher Last
  • Überlastschutz greift spät

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