Willkommen

Passwort vergessen? Noch kein Mitglied? Jetzt registrieren

Tech-Review.de

  • Sonntag, 24. Oktober 2021
Silentmaxx FANLESS II 500

Silentmaxx FANLESS II 500: Ist passiv wirklich lautlos?

Einleitung

Silentmaxx ist ein deutsches Unternehmen, das im Jahre 2001 gegründet wurde. Die Firma hat sich im Laufe der Zeit besonders auf sehr leise und vor allem lautlose Computersysteme spezialisiert. Doch Silentmaxx veräußert nicht nur komplette PCs, sondern auch einzelne Bauteile wie gedämmte Gehäuse, Festplattenentkoppler und sogar Netzteile. Heute interessieren wir uns einmal besonders für ein passives Netzteil von Silentmaxx.

Das „Silentmaxx Fanless II 500W“ ist ein lautloses Netzteil, das über eine Elektronik von Superflower verfügt. Wir sehen es uns heute besonders genau an und prüfen ob das Gerät hält, was der Hersteller verspricht.

Spezifikationen und Features

Allgemeine Features:

  • 80+ Platin Zertifizierung
  • modulares Kabelmanagement
  • passiv gekühlt
  • 80+ Platin Zertifizierung bei 500 Watt Dauerleistung
  • 600 Watt Dauerleistung möglich (80+ Gold Modus)
  • Single-Rail Design
  • japanische Kondensatoren

Kabellänge und Kabelstränge:
Das Silentmaxx Fanless II wurde mit einem teil-modularen Kabelmanagement ausgestattet. Fest angeschlossen sind der ATX 24-Pin Strang (ca. 55 cm), die EPS 8-Pin (ca. 60 cm) Leitung und ein PCI-Express-Strang, der über zwei PCI-Express 6+2 Pin Stecker (ca. 50 bzw. 65 cm) verfügt. Die restliche Kabelausstattung ist dagegen modular. Hierbei findet sich eine weitere Leitung, die über zwei Grafikkarten-Anschlüsse verfügt, die Länge beträgt auch hier rund 50 cm bzw. 65 cm. Bis zu sechs SATA-Festplatten kann das Netzteil mit Strom versorgen. Dies gelingt mit einem einzelnen Strang, der über vier SATA-Stromstecker verfügt (ca. 95 cm). Die zwei restlichen Stecker finden sich auf einer extra Leitung, die dabei noch zwei Molex-Stecker beherbergt. Auch hier gibt es noch ein zusätzliches Glied des modularen Kabelmanagements, das über vier weitere Molex-Stecker verfügt und dabei ebenfalls rund 95 cm lang ist. Mit den Kabellängen sind wir recht zufrieden, auch wenn der ATX- und der EPS-Strang gerne noch zehn Zentimeter mehr vertragen könnten.

Schutzschaltungen:
Der Hersteller stattet das Gerät mit folgenden Schutzschaltungen aus:

  • OVP
    (Überspannungsschutz: Falls die Spannungen auf den einzelnen Leitungen über einen gewissen Toleranzwert steigen, schaltet sich das Netzteil automatisch ab.)
  • SCP
    (Kurzschlusssicherung: Im Falle eines Kurzschlusses verhindert diese Sicherung eine Beschädigung der Kernkomponenten des Netzteils und der einzelnen Systemkomponenten.)
  • OPP
    (Überlastschutz: Wenn das System “überdimensioniert“ ist, also mehr Leistung vom Netzteil beansprucht wird als es leisten kann, wird diese Sicherung ausgelöst.)

Das Schutzschaltungspaket fällt bei diesem Modell äußerst mager aus, denn grundsätzliche Sicherheitsvorkehrungen durch eine UVP, OCP oder gar OTP Schutzschaltung wurden völlig außer Acht gelassen. Besonders das Fehlen eines Überhitzungsschutzes ist bei einem passiv gekühlten Netzteil mehr als nur unverständlich.

Leistung:

Als Gesamtleistung gibt Silentmaxx 500 Watt an - auf der 12-Volt Schiene kann das Netzteil bis zu 498 Watt bereitstellen. Mit über 99 Prozent der Gesamtleistung auf der 12 Volt Schiene eignet sich das Netzteil gut für moderne Rechner. Auf der 3,3- und 5-Volt Leitung können bis zu 100 Watt bereitgestellt werden. Die 498 Watt der 12-Volt Rail und die 100 Watt der beiden anderen Leitungen werden variabel aufgeteilt - die Werte sind daher nicht "fest". Interessant ist bei diesem Gerät, dass es auch ohne Probleme als 600 Watt Netzteil verwendet werden kann. Dazu sollte man aber sagen, dass es bei 600 Watt nicht mehr die Platin-, sondern "nur noch" die Gold-Effizienzklasse erreichen kann.

Das Gerät ist damit ein typisches Singlerailnetzteil, da es nur über eine 12 Volt Schiene verfügt. Eine Fehlbelastung des Netzteils durch Überlastung einer einzelnen 12 Volt Leitung durch suboptimale Verkabelung ist damit ausgeschlossen. Andererseits sind auch moderne Multirailnetzteile diesbezüglich unproblematisch. Nachteilig können Singlerailnetzteile ohne OCP z.B. bei Verkabelungsfehlern oder Kurzschlüssen durch qualitativ minderwertige Adapter sein. Wer ein Singlerailnetzteil ohne Überstromschutz einsetzt, sollte diesbezüglich sorgfältig arbeiten.

Verpackung und Lieferumfang

Die Gestaltung der Verpackung ist durchaus gelungen. Neben diversen Features werden auch Angaben zur verfügbaren Leistung gemacht. Eine Abbildung zum Kabelbaum wäre aber durchaus sinnvoll gewesen.

Nach dem Öffnen zeigt sich ein gut gesichertes Netzteil, denn dieses wurde mit einer Luftpolsterfolie umschlossen. Zusätzlich befinden sich jeweils an den Seiten dicke Schaumstoffpolster. Eine Beschädigung beim Versand kann so fast komplett ausgeschlossen werden. Im vorderen Teil der Packung erkennen wir eine kleine Tasche, in der sich die modularen Kabelstränge befinden - darunter liegt sich weiteres Zubehör.

Lieferumfang:

Zum Lieferumfang gehören eine Kurzanleitung, vier Thumbscrews, die modularen Kabelstränge und das obligatorische Kaltgerätekabel.

Details und Verarbeitung

Am Äußeren erkennt man natürlich sofort, dass es sich hierbei um ein passives Netzteil handelt. Das Gehäuse ist aber nicht wie sonst üblich in zwei, sondern in gleich vier Gliedern aufgebaut, bestehend aus der dicken Aluminium-Oberseite mit den Kühlfinnen, aus zwei Seitenteilen und aus der Bodenplatte. Äußerlich hält sich das Netzteil sehr schlicht, denn auf Aufkleber an den Seiten wurde aus kühlungstechnischen Gründen verzichtet. Ein Sticker ist dennoch vorhanden. Dieser befindet sich auf dem Boden und weist auf die Leistungsdaten hin.

Die Verarbeitung des Netzteils erscheint auf dem ersten Blick einwandfrei, doch bei genauerem Hinsehen ist zu erkennen, dass die Spaltmaße nicht immer perfekt ausgeführt wurden. Die Lackierung ist dagegen einwandfrei. Bei der Lackwahl handelt es sich um eine sehr raue schwarze Farbe - Kratzer werden wohl eine Seltenheit bleiben. Doch nicht das ganze Gerät wurde lackiert: die Aluminiumplatte, die als Deckel fungiert ist eloxiert worden. Auf dieser können sich leider recht schnell Kratzer einheimsen. Die Qualität der Stecker lässt sich insgesamt als gut bezeichnen, die Kabelummantelungen sind zwar nicht durchgängig blickdicht, aber dennoch etwas besser als der Durchschnitt. Betreffend ist dies allerdings nur für die festen Kabelstränge. Bei den modularen Leitungen handelt es sich um schwarze Flachbandkabel, die funktional und sehr ansehnlich sind.

Intern:
Wie zu erwarten war, bekommen wir nun massive Kühlkörper zu Gesicht. Diese transportieren zum Großteil die Wärme der Gleichrichter mit Hilfe der Wärmeleitpads an den dicken Alu-Deckel. Die Elektronik des Netzteils liefert Superflower, deswegen ist es nicht ungewöhnlich, dass der Aufbau dem des Super Flower Golden Silent gleicht.

Die Eingangsfilterung beginnt nicht wie üblich an der Kaltgerätebuchse sondern erst auf der Hauptplatine des Netzteils. Vorhanden sind: drei X-Kondensatoren, vier Y-Kondensatoren und zwei Spulen. Einen MOV, der als passiver Überspannungsschutz dienen sollte, wurde leider weggelassen. Bei einem Netzteil dieser Preisklasse sollte dieser Pflicht sein.

Als Primärkondensator kommt ein Modell von Nippon-Chemicon zum Einsatz. Leider können wir diesen aufgrund eines Überzugs nicht weiter identifizieren, trotzdem liegt nahe, dass er mit 105 °C spezifiziert wurde. In einem passiven Netzteil ist dies eine angemessene Wahl. Im sekundären Bereich finden sich ebenfalls 105 °C spezifizierte Modelle von Nippon-Chemicon.

Die Platine, die für das modulare Kabelmanagement zuständig ist, fällt bei diesem Gerät außerordentlich klein aus. Dennoch wurde diese mit Kondensatoren ausgestattet, die Störgeräusche vermindern.

Der OEM Superflower war in der Vergangenheit nicht immer dafür bekannt eine gute Lötqualität abzuliefern. Doch scheinbar hat sich der Hersteller bemüht, sein Fertigungsverfahren zu optimieren. An der ein oder anderen Stelle wurde zwar immer noch etwas zu viel Lötzinn vergeudet, doch das Gesamtbild macht einen durchaus brauchbaren Eindruck.

SMD Bauteile werden mittels Wärmeleitpad, welche die Hitze an das Gehäuse weitergibt, gekühlt. Die Wärmeübertragung dürfte allerdings recht schwach ausfallen, da sich zwischen Pad und Netzteilgehäuse eine unverzichtbare Kunststofffolie befindet. Der Großteil der Wärme, die das Gerät erzeugt, wird an diesen Aluminium-Deckel geleitet. Dieser besteht aus CNC gefrästen Aluminium, welcher zudem noch eloxiert wurde. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Lackierung wird die Wärmeübertragung dadurch nicht beeinflusst.

Das Testsystem

Ein guter Netzteiltest setzt eine gewisse Ausrüstung voraus. Da es mit handelsüblichen PCs nicht möglich ist, bestimmte Lasten für das Netzteil zu produzieren, verwenden wir daher professionelle elektronische Lasten der Firma Chroma. Die Chroma belastet das Netzteil mit den von uns gewählten Einstellungen. Dabei können auch sehr leistungsfähige Netzteile voll ausgelastet werden. PFC-faktor, Spannungen und Effizienz lassen sich daher präzise bestimmen. Damit können wir eine sehr hohe Vergleichbarkeit der Netzteile sicherstellen. Zur Messung der Restwelligkeit verwenden wir ein Vierkanal-Oszilloskop von Tektronix (Tektronix TDS 3014C, 100Mhz, 1,25 GS/s).

Die Chroma im Detail:

  • Chroma Digital Power Meter 66202
  • Chroma Measurement Test Fixture A662003
  • Chroma 6314A DC Electronic Load Mainframe mit 63102A und 63106 Lastmodul
  • 2x Chroma 6314 mit insgesamt acht 63103 Lastmodulen
  • Enermax-Anschlussplatine und Kondensatoren für normgerechte Messung
  • Kalibrierung am 26.10.2010, Rekalibrierung am 26.10. 2011

Wir möchten an dieser Stelle offen darauf hinweisen, dass wir als Gäste auf der Chroma der Firma Coolergiant Computers Handels GmbH in Hamburg testen. Wir sind jedoch vor Ort, bringen unsere Testmuster mit und führen unsere Messungen selbst durch und lassen nicht "remote-testen". Sollten wir auch nur den geringsten Zweifel an unserer Unabhängigkeit haben, werden wir auf weitere Tests verzichten.

Testmethodik:
Aufgrund der Lautstärke der elektronischen Lasten ist eine Lautstärkemessung an der Chroma wenig sinnvoll. Wir lasten die Netzteile daher auch mit gewöhnlichen Computern in festgelegten Szenarios aus. Damit können wir dann die Lüfterdrehzahl und die Lautstärke messen. Während der Lautstärkemessung mit unserem Voltcraft SL100 Schallpegelmessgerät werden natürlich die Lüfter des Testsystems kurz abgeschaltet.

Testsystem:

Die Messwerte

Effizienz:

Die Effizienz wird dem Platin Label größtenteils gerecht. Doch bei 50% Last verfehlt es die Vorgaben von Ecova-Plug-Loadsolutions knapp. Die Vorgabe sind 94% Effizienz, erreicht wurden nur 92,4%. Bei der sehr geringen Last von 40 Watt (8%) überzeugt eine Effizienz von guten 83,7%.

Leistungsfaktor (PFC):
Ein PC-Netzteil verhält sich im Stromnetz anders als gewöhnliche (ohmsche) Lasten wie z.B. eine Glühlampe. Die nicht Sinus-förmige Stromaufnahme bedeutet, dass neben der Wirkleistung sog. Blindstrom entsteht. Dies führt zum einen zu einer höheren gemessenen Scheinleistung, zum anderen zu einer Belastung für das Stromnetz. Ein Messwert von "1" an dieser Stelle würde bedeuten, dass das Netzteil sich perfekt verhält und kein Blindstrom entsteht. In der Realität werden wir immer geringere Ergebnisse messen.

Der Leistungsfaktor bewegt sich ab 50% Last auf einem sehr hohen Niveau. Doch bei niedrigeren Lasten kann das Netzteil keine Pluspunkte sammeln. Da Verbraucher in Deutschland aber stets die Wirkleistung und nicht die Scheinleistung bzw. für den Blindstrom bezahlen, ist das für den Nutzer eher sekundär.

Spannungen:
12 Volt 1:

5 Volt:

3,3 Volt:

Die Spannungen sind jederzeit im erlaubten Bereich. Da die 5 Volt Leitung jedoch mehr als die Hälfte des Toleranzbereiches nutzt, reicht es insgesamt bei der Spannungsregulation nur zu einem "Gut". Die 12 und die 3,3 Volt Leistung sind präziser reguliert.

Restwelligkeit:
Restwelligkeit bei 20% Last:

Restwelligkeit bei 50% Last:

Restwelligkeit bei 100% Last:

Restwelligkeit bei 120% Last:

Restwelligkeit bei Crossload:

Übersicht:

Die Messwerte des Netzteils sind problemlos in der Spezifikation - insgesamt lassen sich diese als gut bezeichnen. Viele Werte sind mit weniger als 50% Ausnutzung des Limits sogar geradezu perfekt.

Eindrücke bei 120% Last:
Über die Mittagspause (~30-40 Minuten) haben wir das Gerät bei rund 20 °C arbeiten lassen. Zu unserer Zufriedenheit arbeitete das Gerät zuverlässig weiter. Am Ende des Tests konnten wir an der dicken Aluminium-Platte eine Temperatur von rund 47 °C messen. Ein Wert, der sich bei so einer hohen Belastung wirklich sehen lassen kann.

Anhang: Lastkalkulation:
Für die Messungen an der Chroma wurde folgende Lastkalkulation verwendet:

Hinweis: Dass in der Lasttabelle mehrere 12 Volt Schienen aufgeführt sind, bedeutet, dass mehrere 12 Volt Lastmodule der Chroma verwendet werden. Durch die Verwendung mehrerer Anschlüsse und Lastmodule lässt sich die Messgenauigkeit verbessern. Die Gesamtbelastung der 12 Volt Leitung ergibt sich durch Addieren der Einzelbelastungen.

Die Lautstärke

Da es sich beim Silentmaxx FANLESS II 500 um ein passives Netzteil handelt, fallen die Lautstärke- und Drehzahlmessung weg. Doch nur weil ein Netzteil nicht über einen Lüfter verfügt, bedeutet dies nicht, dass das Netzteil totenstill arbeitet. Kleine Bauteile, wie zum Beispiel Spulen können sehr wohl Geräusche erzeugen, die an eine Art Fiepen erinnern.

Zu unserer Verwunderung stellten wir fest, dass das getestete Silentmaxx neben dem be quiet! Dark Power Pro P10 eines der ruhigsten Netzteile überhaupt ist, was Spulenfiepen und sonstige Elektronikgeräusche angeht. Das Fanless II fiept nur sehr dezent, sogar bei genauem Hinhören so leise, dass es nie in irgendeiner Art und Weise auffallend wird - sehr gut! Das minimale, zugleich äußerst geringe Fiepen lässt sich durch eine unterschiedliche Belastung kaum bis gar nicht beeinflussen.

Louis Hirschmann meint …

Louis Hirschmann

Ein Fazit bei diesem Netzteil zu ziehen fällt besonders schwer, denn einerseits kann sich das Gerät wirklich von der Konkurrenz abheben - aber auf der Gegenseite gehen diese positiven Aspekte durch fehlende Eigenschaften bei der Sicherheit etwas unter.

Zuvor gehen wir aber nochmal jeden Punkt durch: Die stabile und sichere Verpackung überzeugt genauso, wie der Lieferumfang. Hier war man wirklich nicht geizig, sogar die modularen Kabel dürfen in einem extra Täschchen Platz nehmen. Das obligatorische Zubehör ist natürlich auch vorhanden. Rein optisch fällt das Silentmaxx überhaupt nicht aus der Linie, denn es folgt dem aktuellen Trend, der Schlichtheit und eine dezente Optik vorsieht. Die Verarbeitung fällt bis auf kleine Unregelmäßigkeiten bei den Spaltmaßen gut aus. Die Lackierung bzw. Eloxierung befindet sich ebenfalls auf einem sehr hohen Level. Die Sleevequalität, der wenigen gesleevten Kabel befindet sich leicht über dem Durchschnitt, bei den restlichen Strängen handelt es sich um trendige Flachbandkabel.

Mit der Auslegung als Singlerail Netzteil sind wir nicht wirklich glücklich, denn ein Mulitrail-Konzept bietet deutlich mehr Sicherheit. Was uns aber wirklich stört sind die wenigen Schutzschaltungen, über die das Gerät verfügt. Neben der OCP und UVP Schutzschaltung fehlt auch ein Überhitzungsschutz und das bei einem passiv gekühlten Netzteil... Die Elektronik kommt von Superflower, dabei werden nur japanische Kondensatoren verwendet, die mit 105 °C spezifiziert sind. Die Eingangsfilterung ist leider nicht ganz vollständig, denn der durchaus wichtige MOV (passiver Überspannungsschutz) fehlt. Die Lötqualität fällt bei diesem Gerät recht gut aus, denn Superflower hat seine Hausaufgaben gemacht, bzw. seine Fertigung optimiert.

Die Effizienz, die das Netzteil abliefert ist auf einem sehr hohen Niveau, auch wenn bei 50% Last der Soll-Wert knapp verfehlt wurde. Bei der Spannungsqualität sind wir nicht durchgehend zufrieden, zwar befindet sich die Restwelligkeit auf einem konstant niedrigen Niveau, doch die Spannungsregulation der 3,3- und 5 Volt Schiene kommt den Grenzwerten recht nahe. Überrascht hat uns, dass die Elektronik kaum bis gar keine Störgeräusche von sich gibt, neben dem P10 von be quiet! ist uns kein anderes Gerät bekannt, das so leise arbeitet.

Insgesamt handelt es sich hier um ein Netzteil, das einige positive uns sinnvolle Eigenschaften mit sich bringt. Doch der Verzicht auf grundlegende Schutzschaltungen trübt das Bild deutlich. Diejenigen, die bei der Sicherheit nicht grundsätzlich kompromisslos sind, dabei noch 130 Euro über haben und oben drauf noch ein nahezu geräuschloses Netzteil wünschen sollten auf jeden Fall zugreifen.

  • Positiv
  • passive Kühlung
  • nahezu ohne Elektronikgeräusche
  • Kabelmanagement
  • recht gute Verarbeitung
  • Flachbandkabel (größtenteils)
  • gute Effizienz
  • Neutral
  • - / -
  • Negativ
  • kein OCP und OTP
  • hoher Preis
  • Singlerail Design
  • kein MOV

Weiterführende Links

VG Wort
  • 0 Diskussionsbeiträge

  • Deine Meinung hinzufügen

  • Falsches oder unvollständiges Ergebnis

Cookies erleichtern uns die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Infos