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Tech-Review.de

  • Mittwoch, 30. September 2020
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Zalman CNPS8900 Quiet

Zalman CNPS8900 Quiet: Im Test

Einleitung

Im Laufe des letzten Jahres hatten wir mehrere TopBlower-Kühler von verschiedenen Herstellern bei uns im Test. Bezüglich der Nachfragen einiger Leser, ob wir auch ein Modell aus dem Hause Zalman testen werden, entschlossen wir uns dieses Mal ein Produkt des südkoreanischen Herstellers genauer anzusehen. Hierbei fiel unsere Wahl auf den Zalman CNPS8900 Quiet, welcher schon seit rund fünf Jahren auf dem Markt erhältlich ist. Mit seinen kupferfarbenen, kreisrund-gefächerten Lamellen, die von zwei Kupferheatpipes umrundet werden, ist er allein optisch schon ein Hingucker und hebt sich von der Masse, die zumeist in silbrigen Farben vorhanden ist, klar ab.

Aber Farbe allein sagt nichts über die Leistung aus, weshalb wir ihn für euch heute genauer unter die Lupe nehmen und durch unseren Test schicken werden. Wie er sich gegen die anderen Kühler behaupten kann und ob das „Quiet“ in seinem Produktnamen zu Recht getragen wird, werden wir auf den folgenden Seiten in Erfahrung bringen.

Die Verpackung

Die farblich schlicht gehaltene Verpackung des CNPS8900 Quiet besteht aus fester, stabiler Pappe und ist mit seinen Maßen von ca. 225 x 167 x 77 mm überraschend groß. Die Vorderseite zeigt neben dem Kühlernamen ein Abbild des Kühlers sowie einen Hinweis auf eine Kompatibilität von Intel- sowie AMD-Sockeln. Auf der Rückseite werden vier grundlegende Features in 11 Sprachen hervorgehoben:

  • Optimiertes Kühlkörper-Design für maximale Kühleffizienz
  • DTH (Direktkontakt-Kühlkörper) - Technologie
  • Kompatibilität mit verschiedenen Sockeln von Intel & AMD
  • Ultra ruhiges 110 mm PWM-Gebläse

Während auf der rechten Seite Abbildungen von dem Kühler zu sehen sind, findet man auf der linken eine Tabelle mit den technischen Daten.

Der Lieferumfang

In der stabilen Verpackung sitzt der Kühler gut gesichert in einer separaten Kunststoffverschalung und wird so gut vor äußeren Einwirkungen bewahrt. Eine Schutzfolie ist ab Werk auf der Kühlfläche angebracht und soll diese vor Kratzern schützen. Der Lieferumfang, der in zwei weiteren Tüten zu finden ist, fällt recht umfangreich aus. Neben der Backplate und der dazugehörigen Schrauben liegen auch die Montagehalterungen für Intel- und AMD-Sockel dabei. Die Anleitung ist leider nur in englischer und koreanischer Schrift vorhanden. Aber dies sollte kein Problem sein, denn die kurzen englischen Sätze sind leicht verständlich und auf den Abbildungen die Arbeitsschritte klar zu erkennen.

Die Montage auf den beiden verschiedenen Sockeln sind getrennt voneinander erklärt. Eine kleine (leider nicht wiederverschließbare) Tüte Wärmeleitpaste ist ebenso vorhanden und macht das Montage-Set komplett. Einen Hinweis auf den Garantiezeitraum haben wir weder auf der Verpackung noch in der Anleitung finden können. Caseking bestätigte uns auf Anfrage einen Gewährleistungszeitraum von zwei Jahren.

Zum Lieferumfang gehören:

  • Der Kühler
  • 1x Universal-Backplate
    Kompatibel für Intel-Sockel 775 / 1150 / 1151 / 1155 / 1156 / 1366
    Kompatibel für AMD-Sockel FM1 / FM2(+) / AM2(+) / AM3(+)
  • 1x Doppelseitiger Kleberahmen (optionale Nutzung)
  • 4x Muttern
  • 4x Haltekappen für die Muttern
  • 4x Schrauben für die Sockelhalterung
  • 4x Schrauben für die Kühlermontage
  • 1x Backplate-Einsatz für Sockel 775
  • 1x Intel-Halterung
  • 1x AMD-Halterung
  • 1x Tüte Wärmeleitpaste
  • 1x Lüfterkabel
  • 1x Anleitung
Der Lieferumfang

Technische Details

Die Maße des runden Kühlers werden mit 120 x 60 mm (Durchmesser und Höhe) angegeben, wodurch er 15 mm höher und 28 mm breiter als der Intel-Boxed ist. Dies stellt für viele Gehäuse kein Problem dar und bietet somit eine gute Kompatibilität bei geringer Bauhöhe. Der 110 mm breite Lüfter sitzt mittig eingelassen und wird in der Höhe bündig von den Kühllamellen umringt. Dies hat den Vorteil, dass der Lüfter alle Lamellen mit einem Luftstrom bedienen kann, welcher sich gleichmäßig in alle Richtungen auf dem Mainboard verteilt und umliegende Bauteile mit kühlt. Allerdings ist der verbaute Lüfter speziell für diesen Kühler konzipiert, wodurch man keinen eigenen Lüfter darauf montieren kann.

Die Bodenplatte und Heatpipes bestehen aus Kupfer, die Lamellen hingegen aus Aluminium, welche passend kupferfarbend eloxiert sind – somit wird eine gleichmäßige Kupferoptik realisiert. Die Heatpipes wurden in die Bodenplatte eingelassen und mit dieser bündig geschliffen, sodass die Kühlfläche komplett plan ist. Die Spaltmaße zwischen den Heatpipes und der restlichen Kupferfläche hätten hingegen gerne noch etwas geringer ausgeprägt sein dürfen. Um die Kupferoptik beizubehalten, ist auf eine Vernickelung verzichtet worden, wodurch die Heatpipes des Kühlers per „Direct Touch“ auf dem Prozessor aufsitzen.

Leider müssen wir bei unserem Modell die Kühlfläche beanstanden, welche scheinbar nicht durchgehend sauber geschliffen wurde. Beim genaueren Betrachten sieht man leichte, vereinzelte Vertiefungen (Abdrücke) auf der Kupferfläche, die vermutlich während des Produktionsverfahrens entstanden und minimal tiefer als die Schleifung sind. Allerdings müssen wir anmerken, dass es durch die Fotoausleuchtung auf den Bildern deutlich stärker und tiefer aussieht, als es tatsächlich ist. Zum Vergleich haben wir noch eine Aufnahme mit einer Canon IXUS 132 bei normaler Tagesausleuchtung getätigt.

Im Grunde sind die Abdrücke so gering, dass sie nur als optische Makel zu bezeichnen sind – von einer Auswirkung auf die Kühlung und Temperatur ist nicht auszugehen. Dennoch nutzten wir die Chance, die Abdrücke mit einem Digital-Mikroskop (Keyence VHC-1000) zu überprüfen und auszumessen, wobei wir uns auf die am tiefsten wirkende Stelle in der Kühlflächenmitte konzentrierten. Die Messungen bestätigen uns eine Abdrucktiefe von gerade mal 0,04 bis 0,078 Millimeter, was durchaus zu vernachlässigen und kein Grund zur Sorge ist. Als Beispiel: Eine gefräste, nicht geschliffene Oberfläche, so wie man sie von anderen vereinzelten Kühlermodellen kennt, würde eine ähnliche Oberflächenunebenheit aufweisen. Aus optischer Sicht dennoch schade. Der RMA-Support von Caseking konnte bei Stichproben weiterer Kühler im Lager keine Mängel bestätigen, weshalb wir von Einzelfällen ausgehen.

Betrachtet man die weitere Verarbeitung des TopBlowers genauer, fällt einem direkt die perfekt gebogene Form der Kupferheatpipes auf, welche kreisförmig die Kühllamellen umrunden. Kaum verlassen die Heatpipes die untere Kühlfläche, verschwenden sie keinen Millimeter und werden durchgehend im Luftstrom eingebunden. Um die Stabilität des CNPS 8900 Quiet zu erhöhen, sind die Kühllamellen mit den Heatpipes verlötet. Generell ist der Aufbau des 400 Gramm-Kühlers sehr robust. Sieht man über den technisch nicht relevanten Makel an der Kühlfläche hinweg, ist die restliche Verarbeitung sehr gut gelungen und sauber.

Das Lüfterkabel, welches unter dem Lüfter befestigt ist, wird durch ein kleines Loch neben der Kühlfläche durchgeleitet. Um die Öffnung möglichst klein zu halten, hat man das Kabel mit einem kleineren Zwischenstecker ausgestattet, der problemlos durch das Loch passt. Dieser Stecker wird einfach mit dem im Lieferumfang beiliegenden Lüfterkabel verbunden, um ihn an einem normalen 4-Pin Anschluss anstecken zu können. Gesleevt wurde das Kabel nicht.

Die Heatpipes wurden perfekt gebogen
Technische Daten:
Hersteller Zalman
Modellname CNPS8900 Quiet
Modell-Nr. -/-
Sockel-Kompatibilität Intel-Sockel: 775 / 1150 / 1151 /1155 / 1156 / 1366
AMD-Sockel: FM1 / FM2 / FM2+ / AM2 / AM2+ / AM3 / AM3+ /
Gesamtmaße (L x B x H) 120 x 120 x 60 mm
Gesamtgewicht 400 g
TDP -/-
Materialien Kupfer, Aluminium (eloxiert)

Die Montage des Kühlers

Die Montage des Kühlers ist recht einfach gestaltet und würde auch einen Anfänger nicht lange aufhalten. Zuerst muss die gewünschte Sockelhalterung an dem Kühler montiert werden, welche man mit den dazugehörigen Befestigungsschrauben an den Kühler anbringt.

Als nächstes wird die Backplate vorbereitet. Hier werden die Montagemuttern von der richtigen Seite in das für den gewünschten Sockel passende Lochbild gesteckt. Anschließend wird jeweils eine der Kunststoffkappen aufgeschoben, welche die Montagemuttern in Position hält. Gleichzeitig dient diese auch als Abstandshalter und schützende Auflage auf dem Mainboard. Zalman legt zudem auch einen kleinen, zweiseitig klebenden Rahmen bei, mit dem man die Backplate direkt auf der Rückseite des Boards fixieren kann. Dieser ist aber nur optional und muss nicht aufgeklebt werden, wenn man es nicht wünscht.

Wurde die Backplate vorbereitet, setzen wir das Mainboard vorsichtig auf diese, sodass sich die Montagemuttern leicht in die Boardlöcher reinsetzen. Somit ist unsere Platine schon mal in Position gebracht und die Backplate kann nicht mehr verrutschen. Als nächstes stecken wir alle vier Schrauben durch die Montageschienen des Kühlers. Dies ist wichtig, da man bei kleinen Mainboards, welche mit zusätzlichen Kühlkörpern für die Spannungswandler ausgerüstet sind, nach dem Aufsetzen des Kühlers sehr schlecht mit den Fingern an die Schraubenpositionen herankommt – dies liegt daran, dass die Kühllamellen weit über die Schraubenposition hinausragen. Möchte man auf dem Mainboard den ersten (inneren) Slot mit einem RAM-Riegel belegen, sollte man diesen auch schon vorher einstecken – hierzu später mehr.

Nachdem wir die Wärmeleitpaste auf den Prozessor aufgetragen haben, setzen wir den CNPS8900 Quiet vorsichtig mittig ausgerichtet auf unsere CPU. Nun werden die Schrauben abwechselnd so weit in die Haltemuttern der Backplate geschraubt, bis alle vier Schraubenköpfe auf der Montageschiene aufliegen. Anschließend ziehen wir die Schrauben abwechselnd über Kreuz gleichmäßig fest. Dies klingt allerdings leichter als es tatsächlich ist, denn die Kühllamellen ragen so weit über die Schrauben hinaus, dass man den Schraubendreher nicht gerade von oben, sondern etwas schräg seitlich ansetzen muss. Man benötigt also einen entsprechenden Kreuzschraubendreher mit breiten Flanken – ein zu spitzer Schraubendreher hätte hier keine Chance, da er keinen Halt haben würde. Dennoch ist es kein Problem wenn man vorsichtig und achtsam vorgeht.

Zum festziehen der Schrauben muss der Schraubendreher schräg angesetzt werden

Hier hätte man sich lieber eine bessere Montagemöglichkeit aussuchen sollen. Würde man das Installationskit so gestalten, dass die Muttern an den Schienen befestigt wären, könnte man die Schrauben von der Mainboard-Rückseite rein drehen. Dies wäre auf jeden Fall einfacher und sicherer gewesen.

Ein zu festes Anziehen der Schrauben wird durch eine Endposition der Gewinde verhindert. Bei der Montageausrichtung der Heatpipes (senkrecht bzw. waagerecht) kommt es auf verschiedene Faktoren an. Bei großen Mainboards, welche ausreichend Abstand vom CPU-Sockel zum ersten RAM-Slot sowie hohe Kühlkörper der Spannungswandler bieten, kann man sich die Ausrichtung frei aussuchen. Nutzt man aber ein kleines mITX-Board, so wie es bei unserem Review der Fall ist, ist nur die Montage in senkrechter Ausrichtung möglich. Ansonsten würde die obere Heatpipe mit dem RAM des ersten RAM-Slots oder mit einem höheren Kühlkörper der Spannungswandler kollidieren.

Durch die Kühllamellen, welche im oberen Bereich weiter nach außen gehen, sind nur RAM-Riegel mit niedrigen Heatspreadern möglich. Ebenso muss der RAM im ersten (inneren) Slot schon vor der Kühlermontage eingesetzt werden, da die Kühllamellen dieses sonst nach der Montage nicht mehr zulassen. Bei unserem RAM gibt es allerdings keine Probleme mit der Höhe – hier sind noch rund drei bis vier Millimeter Platz.

Grundlegende Information und Philosophie bezüglich des Testsystems

Auf diesem i5-System werden wir uns überwiegend mit Kühlern beschäftigen, die für HTPCs (Home Theater Personal Computer) und kleine Gaming-Cubes von Interesse sind und sich somit speziell für kleinere Gehäuse eignen. Darunter gehören überwiegend Kühler, die eine Höhe von 100 mm zumeist nicht überschreiten.

Aber nicht nur neue Kühler werden getestet! Auch auf diverse ältere Produkte, die eventuell in Vergessenheit geraten sind, werden wir den einen oder anderen Blick werfen. Somit entdeckt man vielleicht ein Modell erneut, der für das eigene, neue Multimedia- oder Gaming-System interessant sein könnte.

Testverfahren

Als Testverfahren zur Temperaturmessung haben wir uns zwei Lastszenarien ausgesucht:
Szenario 1: Konvertieren eines Films mit "xMedia Recode" in ein anderes Format. Dies ist ein Szenario, welches einem PC mit hoher, aber realistischer CPU-Auslastung entspricht. Dabei werden ebenfalls realistische Temperaturen unter starker Last erreicht, die der Kühler bewältigen muss.

Szenario 2: CPU-Auslastung mit Prime95 (Small FFTs). Hierbei wird eine eher unrealistische, sehr hohe Temperatur erreicht, die bei einer normalen Nutzung des Systems nicht zustande kommt.

Alle Kühler werden mit der selben Wärmeleitpaste (Noctua NT-H1) betrieben. Die umgebende Raumtemperatur des nicht schalldichten Raums beträgt ~23°C.

Die Lautstärke des Kühlers wird mit einem Schallpegel-Messgerät ermittelt. Hierbei messen wir die Lautstärke bei 100%, 75%, 50% sowie bei der minimal möglichen Drehzahl des Lüfters. Die Messung erfolgt in einem Abstand von 50 cm über dem Kühler. Um möglichst alle Geräuschquellen bei den Lautstärke-Messungen zu vermeiden, nutzen wir ein passives Netzteil und eine SSD-Festplatte.
Bei allen Messungen liegt das Mainboard mit Gummi-Abstandhaltern entkoppelt frei auf dem Tisch, ohne weiteren Nebenlüfter. Die Ergebnisse der Lautstärkemessungen kann sich von Redakteur zu Redakteur unterscheiden. Wie kommt es zu den unterschiedlichen Messabständen bei den Redakteuren? Dies erläutern wir hier:

Da unser Team geografisch weit verstreut ist, haben wir kein gemeinsames Redaktionsbüro, weshalb die Redakteure in ihren eigenen Räumlichkeiten arbeiten. Aufgrund der stark abweichenden Raumgrößen und Einrichtungen kann es bei jedem zu anderen Ergebnissen kommen, genauso wie bei dem Leser daheim.
Kahle Wände reflektieren mehr Schall, wodurch Geräuschmessungen lauter ausfallen. Sind die Wände durch Schränke oder Regale mit Büchern abgedeckt, absorbieren sie mehr Schall, wodurch bei den Geräuschmessungen leisere Werte zustande kommen.
Deshalb gibt jeder Redakteur die Gegebenheiten seiner Räumlichkeit an, in dem der Test stattfindet. Als reproduzierbarer Referenzwert, der von jedem Nutzer daheim nachgestellt werden kann, wird der Intel-Standardkühler genutzt. Somit sieht er in den Diagrammen, um wieviel lauter oder leiser die anderen Kühler sind. Als zusätzlicher Orientierungswert wird der Messwert angegeben, den der Redakteur in seiner Räumlichkeit bei absoluter Stille misst.

Wie ist die Räumlichkeit zu diesem Testsystem?
Der Redakteur testet seine Komponenten in einem kleinen Büroraum, welcher die Maße von ca. 3.9 x 2.5 x 2.5 Meter (L x B x H) besitzt. Bis auf ein kleines Hochregal sind die Wände frei, wodurch Schall vermehrt reflektiert wird. Der absolute Stille-Messwert liegt bei 32.8 db(A)

Das Testsystem

Netzteil Fortron Aurum Xilenser 500 W (passiv)
Mainboard Asus Z170I Pro Gaming
Prozessor Intel i5-6600 (4x 3.9 GHz)*
Grafikkarte iGPU
Arbeitsspeicher Kingston HyperX Savage 8 GB (2800 MHz)
Festplatte / SSD M.2 SanDisk Z400s 128 GB
Betriebssystem Windows 10 Pro. (64 bit)
Asus-Software zur Lüftersteuerung AI Suite 3
Schallpegel-Messgerät Voltcraft SL100
* Hinweis zur CPU: Unser i5-6600 weist unter Volllast bei Prime95 eine Vcore-Spannung von durchschnittlich 1.120 bis 1.140 Volt auf. Allerdings haben wir diesen, vom Mainboard selbst bestimmten Wert, zu Gunsten der Transparenz unverändert gelassen.

Die Drehzahlen

Als erstes starten wir mit den Drehzahlbereichen des vormontierten Lüfters sowie seiner Lautstärke. Der Kühler wurden im "PWM-Mode" betrieben, wobei die Lüfterdrehzahlen mit der "AI Suite 3"-Software von Asus ermittelt und gesteuert wurden. Dabei haben wir den Kühler mit verschiedenen Drehzahlen laufen lassen und die Lautstärken sowie die Temperaturen in den zwei Belastungs-Szenarien gemessen.

Allgemeiner Hinweis: Im normalen Nutzungsbetrieb erreichen die Lüfter von CPU-Kühlern nie den Drehzahlbereich von 100%. Ein kurzer Blick auf die Drehzahl-Diagramme zeigt uns ein klares Bild: Der Lüfter ist, abgesehen von der minimalen Drehzahl, der langsamste von allen bisher getesteten Modellen. Positiv fällt uns hier schon die geringe Geräuschentwicklung auf, welche sicherlich gute Messwerte ergeben wird.

Die Lautstärke

Im nächsten Schritt betrachten wir uns die Geräuschentwicklung des Lüfters an. Diese haben wir mit einem Schallpegel-Messgerät gemessen, wobei der Messpunkt in einer Entfernung von 50 cm über dem offen liegenden Mainboard lag.

Die von uns vermuteten guten Messwerte bestätigten sich nicht nur, sie lagen sogar noch weit besser als erwartet. Mühelos setzt sich der CNPS8900 Quiet an die Spitze unserer getesteten Modelle. Selbst in seiner höchsten Drehstufe liegt das Luftrauschen in einem angenehmen Bereich und wirkt in keinem Fall aufdringlich. Aus einem Gehäuse wäre er nur leise zu hören – in den niedrigeren Drehstufen dann schon gar nicht mehr. Unsere vorherige Frage in der Einleitung, ob der Kühler das „Quiet“ in seinem Namen zu recht trägt, wird hier mehr als bestätigt.

Temperaturen unter Last - Szenario 1

Nun kommen wir zu den interessantesten Teilen unseres Tests, die Temperaturen unter Auslastungen der CPU. Wir starten als erstes mit Szenario 1, der Temperaturentwicklung beim Konvertieren von Medien.

Auch in unserem Belastungstest hatte der CNPS 8900 Quiet keine Probleme eine gute Leistung zu demonstrieren. Mühelos schiebt er sich auch hier in die vorderen Ränge, um sich dort mit den beiden größten TopBlower Modellen unserer bisherigen Testreihe zu duellieren. Die Konstellation aus niedrigen Temperaturen und geringer Geräuschentwicklung hat Zalman hier sehr gut gemeistert.

Temperaturen unter Last - Szenario 2

Kommen wir nun zum Szenario 2, der Temperaturentwicklung beim Prime95-Small FFTs, was somit einen der härtesten (wenn auch unrealistischen) Tests für einen Kühler darstellt. Auch hier zeigte der Kühler, dass er auch mit einer extrem hohen Auslastung zurecht kommt und sich somit einen guten Platz erkämpfte.

Johannes Wehner meint …

Johannes Wehner

Mit dem CNPS8900 Quiet hat Zalman seit fünf Jahren einen mehr als fähigen TopBlower auf dem Markt, der sich auch heute noch mit aktuellen Modellen messen kann. Während die kreisrund gefächerten Lamellen die Luft in alle Richtungen über das ganze Mainboard leiten, sind durch das gelungene Design auch die Heatpipes durchgehend im Luftstrom eingebunden. Das Konzept funktioniert gut, denn die Temperaturwerte konnten vollends überzeugen, wodurch sich der Kühler im Test weit vorne platzierte.

Auch der Lüfter blieb stets in einem niedrigen Drehzahlbereich und verrichtete seine Arbeit in einer überraschenden Laufruhe – das „Quiet“ im Produktname wird durchaus zu Recht getragen. In den meisten Fällen würde man ihn nicht wahrnehmen, selbst mit seiner höchsten Drehzahl wäre aus einem Gehäuse nur ein leises, unaufdringliches Rauschen der Luft zu vernehmen. In Sachen Optik ist der CPU-Kühler mit seinem durchgehenden Kupfer-Look schön anzusehen und hebt sich von der Masse ab. Die Bauweise ist sehr robust und die Verarbeitung – insbesondere die perfekt kreisrund gebogenen Heatpipes – zeugt von hoher Qualität.

Einzig die Kühlfläche haben wir bei unserem Modell zu tadeln, denn diese war zwar komplett plan, aber nicht gänzlich sauber geschliffen. Ein optischer Makel, der aber keine Auswirkungen auf die Kühlleistung hatte und im montierten Zustand auch nicht sichtbar ist. Angesichts der sonst einwandfreien Verarbeitung und den ausgesprochen guten Messwerten, fällt dies nicht stark ins Gewicht. Mit rund 39,- € liegt der Preis zwar leicht im höheren Bereich, die Leistung des Produkts spricht aber überzeugend für sich.

  • Positiv
  • Gute Kühlleistung bei leisem Betrieb
  • Auch bei höheren Drehzahlen sehr laufruhig
  • Sockel-Kompatibilität
  • Einfache Montage
  • Optik
  • Gute Verarbeitung...
  • Neutral
  • Negativ
  • … Kühlfläche unseres Testmodells nicht ganz sauber geschliffen (keine Auswirkung auf Kühlung)
  • Montage könnte verbessert werden

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