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Tech-Review.de

  • Dienstag, 27. Juli 2021
Noctua NH-D15S & NH-U9S

Noctua NH-D15S & NH-U9S: chromax.black in Perfektion?

Einleitung

CPU-Kühler aus dem Hause Noctua genießen einen exzellenten Ruf, da sie nicht nur über eine hohe Kühlleistung verfügen, sondern der österreichische Hersteller ebenfalls sehr viel Wert auf einen möglichst langen Produktlebenszyklus legt. Viele Anwender vertrauen daher seit Jahren auf das Know-how des Kühlerspezialisten. Immerhin gehen damit sechs ganze Jahre Garantie einher, sowie in aller Regel die Möglichkeit, den Kühlkörper dank eines beispiellosen Supports auch auf zukünftig erscheinenden CPU-Sockeln zu nutzen. Zumindest war Letzteres neben der Leistungsstärke immer ein- oder sogar das Argument für einen Kauf.

Das große Wider hingegen schien für viele Nutzer die außergewöhnliche braun-beige Farbgebung zu sein. Zwar gab es in der Vergangenheit durch die Chromax-Serie die Möglichkeit, Kühler-Abdeckungen, Kabel und Anti-Vibrations Pads zu individualisieren, doch aufgrund des gehobenen Preisniveaus scheint diese Variante längst nicht von allen Käufern genutzt worden zu sein. Entweder musste man sich also mit den Farben anfreunden, sofern sie einem nicht gänzlich zusagen, oder aber diese Investition einfach tätigen. Mit der neuen chromax.black Produktlinie legt der Hersteller seine erfolgreichsten Lösungen farblich neu auf. Für einen Aufpreis von rund 10 Euro erstrahlt der gesamte CPU-Kühler in einem matten Schwarz. Von der Lüfterklammer über den Impeller bis hin zum Kühlkörper. Kürzlich kamen der NH-D15S und NH-U9S hinzu, welche in der Ur-Variante bereits auf TRV getestet wurden. Laut Spezifikationen ändert sich durch die dunkle Beschichtung nichts an den Leistungswerten. Doch ist das wirklich so? Grund genug für uns, sich die neuesten Schöpfungen der Österreicher einmal genauer anzusehen.

Viel Spaß beim Lesen!

Technische Daten

Modell Noctua NH-D15S chromax.black
Kompatibilität Intel LGA 1150/1151/1155/1156/1200/2011-0/2011-3/2066

AMD FM1/FM2/FM2+/AM2/AM2+/AM3/AM3+/AM4
Abmessungen (H x B x T) 160 mm x 150 mm x 135 mm
Thermal Design Power TDP-Spezifikationen
Garantie 6 Jahre
Preis 89,90 Euro (UVP)
Preisvergleich Geizhals Deutschland
Hersteller Noctua

NH-D15S chromax.black im Detail

Nicht nur der Kühler selbst, sondern auch die Verpackung hat ein optisches Update erhalten, ohne dabei etwas vom gewohnt üppigen Informationsgehalt einzubüßen. Neben der neuen Farbgebung, in welcher sich der NH-D15S chromax.black präsentiert, liegt der Fokus weiterhin auf dem ausgeklügeltem Montagesystem, sowie der hohen RAM-Kompatibilität trotz der Größenverhältnisse eines mächtigen Dual-Towers. In einer separaten Pappschachtel wird das Zubehör geliefert, welches sich neben dem notwendigen Montagematerial für AMD- und Intel-Systeme hauptsächlich durch ein zweites Paar Lüfterklammern, eine Spritze NT-H1 Wärmeleitpaste, den L.N.A. (Low-Noise-Adapter) sowie einen Schraubendreher definiert. Zusätzlich beinhaltet die Kartonage eine lediglich in englischer Sprache gehaltene - jedoch sehr ausführlich bebilderte – Installationsanleitung, welche auch ohne Englischkenntnisse problemlos verstanden werden kann.

Abseits der Umverpackung geht es beim NH-D15S chromax.black trotz der Dual-Tower Bauweise um maximale Kompatibilität. Realisiert wird diese durch ein asymmetrisches Design des Kühlkörpers, welche nicht nur etwaige Inkompatibilitäten mit den angrenzenden RAM-Bänken ausschließt, sondern auch Platz für größere Grafikkarten, die vorwiegend in Gaming-Systemen beheimatet sind, schafft. Tendenziell unterscheidet sich der Kühlkörper nicht von der Ur-Variante des NH-D15S, da Noctua mit der "Neuauflage" lediglich der Optik einen neuen Anstrich verpasst hat. Statt auf eine Aluminiumerscheinung als Grundgerüst, kombiniert mit den altbekannten braun-beigen Lüftern, setzt der Hersteller nun zusätzlich auf die identische Lösung komplett in Schwarz. Ansonsten wurden keinerlei Änderungen vorgenommen.

Um vor Korrosion zu schützen ist die leicht konvex geformte kupferne Bodenplatte vernickelt und die Kontaktfläche außerdem matt poliert worden. Die sechs Heatpipes sind von Noctua ebenfalls mit diesem Qualitätsmerkmal ausgestattet und mit der Bodenplatte verlötet. Alle Bauteile sind sauber entgratet und weisen demnach keine scharfkantigen Stellen auf, an denen man sich verletzen könnte. Die Verarbeitung des Kühlers ist hervorragend und lässt keinen Anlass zur Kritik, sehr gut! Das optische Finish wird durch die obersten Aluminiumlamellen realisiert, die zusätzlich mit dem Firmennamen und dem Herstellerlogo ausgestattet sind.

Um die entstehende Abwärme zuverlässig abzuführen, setzt man bei Noctua als Lüfter auf den hauseigenen NF-A15 HS-PWM chromax.black mit patentiertem SSO2-Lager (selbststabilisierendes Öldruck Lager). Dieser Lüfter wurde speziell für eine sehr hohe Kühlleistung auf aktuellen High-End CPU-Kühlern entwickelt. Der Drehzahlbereich erstreckt sich von 300 bis 1500 Umdrehungen pro Minute und erzeugt dabei einen adäquaten Volumenstrom von bis zu 140,20 m³/h. Mit einem 4-Pin PWM Anschluss ausgestattet und einer maximalen Lautstärke von angegebenen 24,6 Dezibel soll dieser zwar leicht hörbar, aber dennoch nicht zu laut seinen Dienst verrichten. Sofern der Anwender eine geringe Akustik präferiert, kann die Drehzahl dank L.N.A. (Low-Noise-Adapter) auf 1200 U/Min. limitiert werden.

Noctua hat seine TDP-Spezifikationen grundlegend überarbeitet, und gibt daher ihre Kühllösungen nicht mehr prinzipiell bis zu einer bestimmten thermischen Verlustleistung frei. Der Anwender kann sich im Vorfeld über eine generelle Mainboard- (Sockel und Hersteller), sowie eine Prozessor-Kompatibilität (CPU inklusive Übertaktungsspielraum) informieren. In unseren Fall unterstützt der NH-D15S chromax.black alle aktuellen AM4 Prozessoren, inklusive eines hohen Übertaktungspotenzials.

Montage

Die Kühler-Installation geht dank des SecuFirm2 Montage-Systems nicht nur sehr einfach, sondern auch relativ zügig von der Hand. Da für die Befestigung die Backplate des AM4 Retention Moduls genutzt wird, müssen auf der Vorderseite die Standard-Montagehalterungen des Mainboards abmontiert werden. Anschließend werden die vier grauen Abstandshalter in Position gebracht, auf denen die zwei Montagehalterungen verschraubt werden. Nun ist es auch schon an der Zeit den Heatspreader (IHS) der CPU mit Wärmeleitpaste zu versehen und die Kontaktfläche auf dem Prozessor zu platzieren. Da die Halterungsschrauben bereits ab Werk fest mit dem Kühlkörper verbunden sind, kann dieser nun sehr komfortabel festgeschraubt werden.

Technische Daten

Modell Noctua NH-U9S chromax.black
Kompatibilität Intel LGA 1150/1151/1155/1156/1200/2011-0/2011-3/2066

AMD FM1/FM2/FM2+/AM2/AM2+/AM3/AM3+/AM4
Abmessungen (H x B x T) 125 mm x 95 mm x 95 mm
Thermal Design Power TDP-Spezifikationen
Garantie 6 Jahre
Preis 64,90 Euro (UVP)
Preisvergleich Geizhals Deutschland
Hersteller Noctua

NH-U9S chromax.black im Detail

Kompatibilität ist ebenfalls die Passion des NH-U9S chromax.black, welcher die Definition aufgrund seiner Abmessungen noch einmal gänzlich anders lebt. Denn statt durch ein asymmetrisches Design wie beim NH-D15S chromax.black setzt man an dieser Stelle auf eine unterschiedliche Bauweise. Im Grunde handelt es sich um den kleinen Zwilling des NH-12US, welcher bis auf einen 120-Millimeter-Lüfter auf exakt dieselben Attribute setzt. Um den CPU-Kühler in möglichst vielen Gehäusen unterzubringen, fällt der Kühlkörper mit seinen 125 Millimetern in der Höhe sehr kompakt aus. Die Aluminiumlamellen sind symmetrisch aufgebaut und zu unserer Freude wurde die Größe des Kühlkörpers ideal auf die des Lüfters abgestimmt, um so das volle Potenzial aus dieser Kombination herausholen zu können. So kann der Hersteller sicherstellen, dass die aufgenommene Abwärme optimal vom Luftstrom des NF-A9 PWM chromax.black abtransportiert werden kann. Sofern vom Anwender eine höhere Kühlleistung gewünscht wird, kann dieser bei Bedarf dank der im Lieferumfang befindlichen Metallklammern auch noch einen zweiten Lüfter installieren.

Wie schon beim NH-D15S chromax.black zeichnet man sich auch bei diesem Modell durch sein hohes Qualitätsbewusstsein aus, daher wirken die folgenden Zeilen wie ein Dejavu der vorherigen Seite: Um vor Korrosion zu schützen, ist die leicht konvex geformte kupferne Bodenplatte vernickelt und die Kontaktfläche außerdem matt poliert worden. Die fünf Heatpipes sind von Noctua ebenfalls mit diesem Merkmal ausgestattet und mit der Bodenplatte verlötet. Alle Bauteile sind sauber entgratet und weisen demnach keine scharfkantigen Stellen auf, an denen man sich verletzen könnte. Die Verarbeitung des Kühlers ist hervorragend und lässt keinen Anlass zur Kritik, sehr gut! Das optische Finish wird durch die obersten Aluminiumlamellen realisiert, die zusätzlich mit dem Firmennamen und dem Herstellerlogo ausgestattet sind.

Um die entstehende Abwärme zuverlässig abzuführen, setzt man bei Noctua als Lüfter auf den hauseigenen NF-A9 PWM chromax.black mit patentiertem SSO2-Lager (selbststabilisierendes Öldruck Lager). Dieser wurde speziell für eine sehr hohe Kühlleistung auf aktuellen High-End CPU-Kühlern entwickelt. Der Drehzahlbereich erstreckt sich von 400 bis 2000 Umdrehungen pro Minute und erzeugt dabei einen adäquaten Volumenstrom von bis zu 78,90 m³/h. Mit einem 4-Pin PWM Anschluss ausgestattet und einer maximalen Lautstärke von angegebenen 22,8 Dezibel soll dieser zwar leicht hörbar, aber dennoch nicht zu laut seinen Dienst verrichten. Sofern der Anwender eine geringe Akustik präferiert, kann die Drehzahl dank L.N.A. (Low-Noise-Adapter) auf 1550 U/Min. limitiert werden.

Noctua hat seine TDP-Spezifikationen grundlegend überarbeitet, und gibt daher ihre Kühllösungen nicht mehr prinzipiell bis zu einer bestimmten thermischen Verlustleistung frei. Der Anwender kann sich im Vorfeld über eine generelle Mainboard- (Sockel und Hersteller), sowie eine Prozessor-Kompatibilität (CPU inklusive Übertaktungsspielraum) informieren. In unseren Fall unterstützt der NH-U9S chromax.black alle aktuellen AM4 Prozessoren, inklusive eines mittleren bis niedrigen Übertaktungspotenzials.

Montage

Da Noctua bei der Montage des NH-U9S chromax.black ebenfalls auf das SecuFirm2 Montage-System setzt, unterscheidet sich die Installation logischerweise nicht zum NH-D15S chromax.black. Bei Bedarf können sich daher die einzelnen Punkte auf der vorherigen Seite angeschaut werden.

Testsystem

CPU: AMD Ryzen 5 1600
CPU-Kühler: Noctua NH-D15S chromax.black
Noctua NH-U9S chromax.black
Lüfter: 1x 140 mm
1x 92 mm
Statischer Druck: 20,40 Pa*/ - (L.N.A.)*
22,36 Pa*/ - (L.N.A.)*
Luftdurchsatz: 140,2 m³/h* / 115,5 m³/h (L.N.A.)*
78,9 m³/h* / 62,6 m³/h (L.N.A.)*
Lüftergeschwindigkeit: 300 - 1500 U/min* / 300 - 1200 U/min (L.N.A.)*
400 - 2000 U/min* / 400 - 1550 U/min (L.N.A.)*
Lautstärke: 24,6 dB* / 19,2 dB (L.N.A.)*
22,8 dB* / 16,3 dB (L.N.A.)*
Mainboard: Gigabyte GA-AB350-Gaming 3
Arbeitsspeicher: 4x 4 GB ADATA XPG Z1 Gold Edition CL 16 DDR4-3333 MHz @ 2133 MHz
Grafikkarte: XFX Radeon R5 230 1 GB DDR3
HDD / SSD: Samsung SSD 830 128 GB
Gehäuse: Fractal Design Arc Midi R2
Gehäuselüfter: -
Netzteil: Cougar GX-S450
Wärmeleitpaste: Arctic MX-4

* Herstellerangabe

AMD Ryzen 5 1600Um das volle Potenzial aus unseren Probanden herausholen zu können, setzen wir bei unserem Testsystem auf den Zeppelin-Die basierenden AMD Ryzen R5 1600. Im Jahr 2017 kam endlich die lang erwartete Zen-Architektur aus dem Hause Advanced Micro Devices (AMD) in den Handel und ebnete so den Weg für Sechskern-, Achtkern- und mittlerweile sogar Sechzehnkern-Prozessoren im Mainstream-Segment. Durch ihre sehr hohe Rechenleistung, beispielsweise für Foto- und Videobearbeitung sowie einer guten Spiele-Performance, etablierte sich die CPU in Windeseile zum absoluten Sweet Spot im Massenmarkt. Natürlich muss sich der NH-D15S chromax.black gegen die klassische Variante behaupten, um so zu beweisen, dass die Leistungsstärke trotz der unterschiedlichen Legierung keinerlei Einbußen nach sich zieht. Den NH-U9S chromax.black konform im Testfeld einzuordnen, fällt uns da schon um einiges schwerer. Immerhin gibt es keinen weiteren CPU-Kühler, welcher auf einen altgedienten 92-Millimeter-Lüfter setzt. Intuitiv sehen wir ihn dennoch in Konkurrenz vom brandneuen Hyper 212 EVO V2, der uns mit seinen grundsoliden Messwerten mehr als nur positiv zu überraschen wusste.

Testverfahren

Damit wir die Drehzahlen, die Kühlleistung und die Lautstärke der Kühler besser bewerten können, haben wir insgesamt drei verschiedene Testszenarien durchgeführt, in denen unseren Testsamples ihr vollständiges Potenzial abverlangt wird. Um sehr viel Abwärme zu erzeugen, verwenden wir im Testparcours das Stress-Test-Tool "Core Damage", welches den AMD Ryzen 5 1600 kräftig ins Schwitzen bringt. Anschließend führen wir jeweils eine Testsession bei 50-, 75- und 100 Prozent PWM-Drehzahl durch, womit wir die Leistung aller im Testparcours befindlichen Modelle korrekt miteinander vergleichen können.

Die Kühlleistung werden wir in einem geschlossenen System ermitteln, da normalerweise das Gehäuse bei den Anwendern ebenfalls geschlossen zum Einsatz kommt. Das hat den Vorteil, das reale Einsatzgebiet bestmöglich nachzustellen. Zur Feststellung der Lautstärke wurde eine Lautstärkemessung mit Hilfe eines PCE-MSM 2 durchgeführt. Das Schallpegelmessgerät wird dafür in einem Abstand von 50 Zentimeter vor dem Gehäuse positioniert. Die Ergebnisse der Lautstärkemessungen können sich von Redakteur zu Redakteur unterscheiden. Wie kommt es zu den unterschiedlichen Messungen bei den Redakteuren? Dies erläutern wir hier:

Aufklappen

Da unser Team geografisch weit verstreut ist, haben wir kein gemeinsames Redaktionsbüro, weshalb die Redakteure in ihren eigenen Räumlichkeiten arbeiten. Aufgrund der stark abweichenden Raumgrößen und Einrichtungen kann es bei jedem zu anderen Ergebnissen kommen, genauso wie bei dem Leser daheim. Kahle Wände reflektieren mehr Schall, wodurch Geräuschmessungen lauter ausfallen. Sind die Wände durch Schränke oder Regale mit Büchern abgedeckt, absorbieren sie mehr Schall, wodurch bei den Geräuschmessungen leisere Werte zustande kommen. Deshalb gibt jeder Redakteur die Gegebenheiten seiner Räumlichkeit an, in dem der Test stattfindet. Als reproduzierbarer Referenzwert, der von jedem Nutzer daheim nachgestellt werden kann, wird der AMD Wraith Spire Boxed-Kühler genutzt. Somit sieht er in den Diagrammen, um wie viel lauter oder leiser die anderen Kühler sind. Als zusätzlicher Orientierungswert wird der Messwert angegeben, den der Redakteur in seiner Räumlichkeit bei absoluter Stille misst.

Wie ist die Räumlichkeit zu diesem Testsystem? Der Redakteur testet seine Komponenten in einem 17,52 Quadratmeter großen Raum, welcher hauptsächlich als Schlafzimmer genutzt wird. Neben einem Schreibtisch befinden sich daher auch noch ein Bett, verschiedene Kommoden und ein Kleiderschrank. Der absolute Stille-Messwert liegt bei 32,8 Dezibel.

Um die ermittelten Werte unabhängig von äußeren Einflüssen wie etwa der Jahreszeit oder der Witterung vergleichbar zu machen, geben wir das Ergebnis als Differenz zur Raumtemperatur in Kelvin an. Das bedeutet, wenn die Temperatur um ein Grad steigt, ist das bei Celsius und Kelvin gleich viel. Lediglich der Punkt an dem null Grad ist unterscheidet sich. Daher sind die Messwerte immer als "X Grad mehr als die ermittelte Zimmertemperatur" zu lesen.

Ein Beispiel: Ein Testsample erreicht bei der Messung 25 Kelvin, die Raumtemperatur liegt hingegen bei 22 Grad Celsius. Die CPU wird letztendlich insgesamt 47 Grad heiß.

Folgende Software benutzen wir für unseren Test:

Drehzahl

Im Vorfeld haben wir zuerst die Drehzahlbereiche mit Hilfe der Gigabyte SIV Software ermittelt, um einen ersten Eindruck auf die mögliche Kühlleistung und die Geräuschentwicklung zu erhalten. Beim NH-D15S chromax.black liegen die Werte sehr nah an der Ur-Variante, mit einer leichten Tendenz nach unten. Dennoch sollten die Messwerte bei der Lautstärke und Kühlleistung bis auf die Messtoleranz sehr ähnlich ausfallen. Schwieriger einzuschätzen ist da schon der NH-U9S chromax.black, da dieser als einziger über einen 92-mm-Lüfter im Testfeld verfügt. Leistungstechnisch würden wir ihn daher im unteren Drittel einordnen, obwohl er preislich zu der oberen Mittelklasse gehört. Der Kühler zählt in dem Sinne einfach zum alten Schlag und verfolgt eine Kompatibilität auf hohem Niveau, da wird es umso beschwerlicher, sich mit moderner Konkurrenz zu messen. Grundsätzlich gehen die Werksangaben konform, da die Werte sich innerhalb der zehn Prozent Toleranz bewegen.

Allgemeiner Hinweis: Im normalen Nutzungsbetrieb erreichen die Lüfter von CPU-Kühlern nie den Drehzahlbereich von 100 Prozent.

Lautstärke

Wie zu erwarten macht es der NH-D15S chromax.black seinem Zwilling auch bei der Lautstärke gleich. Während die Akustik bis 75 Prozent PWM-Drehzahl angenehm ist, wird der Pegel darüber deutlich wahrnehmbarer. Der NH-U9S chromax.black tut es ihm bei der Messung gleich, liegt jedoch im ganzen Drehzahlbereich in angenehmeren Gefilden. Für absolute Silent-Fetischisten bietet sich außerdem die Verwendung des Low-Noise-Adapter (L.N.A.) an, welcher durch eine limitierte Drehzahl logischerweise auch die Geräuschkulisse weiter verringert.

Kühlleistung

Bei der Kühlleistung hingegen tat sich beim NH-D15S chromax.black eine kleine Überraschung auf, da der NF-A15 HS-PWM chromax.black Lüfter scheinbar eine etwas höhere Performance abliefert als der standardisierte braun-beige Impeller. Immerhin zeichnet sich an der Spitze sogar eine Differenz von ganzen 3 Kelvin ab. Schwieriger hat es hier schon der NH-U9S chromax.black, da dieser bauartbedingt gegen Windmühlen kämpft. Immerhin liegt man auf einem Level mit Zalmans CNPS16X und verdeutlicht so, dass der Kleine im Grunde eben doch ein ganz Großer in seinem Segment ist.

NH-D15S chromax.black

Daniel Figiel

Wie zu erwarten unterscheidet sich der NH-D15S chromax.black nicht im geringsten von der Ur-Variante, sofern man die Farbgebung nicht weiter berücksichtigt. Neben der Kühlleistung steht weiterhin die maximale Kompatibilität beim Thema Arbeitsspeicher im Vordergrund und die Dual-Tower Bauweise soll darüber hinaus bei Bedarf genügend Kühlreserven für den Notfall zur Verfügung stellen können. Positiv überrascht hat uns außerdem der NF-A15 HS-PWM chromax.black Lüfter, welcher in unseren Messungen noch einmal etwas mehr Performance aus dem Gesamtpaket heraus kitzeln konnte. Die Verarbeitung befindet sich wie gewohnt auf einem sehr hohen Niveau. Der Lieferumfang ist umfangreich gehalten und die Einfachheit des Montage-Systems sucht weiterhin seinesgleichen. Sechs Jahre Garantie runden wie gewohnt das Premium-Produkt ab. Fans der dunkel gehaltenen Optik zahlen einen Aufpreis von 10 Euro zur so schon obligatorisch höher angehauchten Preispolitik.

  • Positiv
  • Sechs Jahre Garantie
  • Ausgezeichnete Kompatibilität des Arbeitsspeichers und des obersten PCIe-Steckplatz für einen Dual-Tower
  • Hohe Kühlleistung
  • Großer Lieferumfang
  • Sehr einfaches und komfortables SecuFirm2 Montage-System
  • Hervorragende Verarbeitung
  • Neutral
  • -
  • Negativ
  • Hoher Preis

NH-U9S chromax.black

Daniel Figiel

Der NH-U9S chromax.black ist hingegen ein klassischer Tower-Kühler im kleineren Gewand, welcher seinen Fokus ebenfalls auf maximale Kompatibilität gerichtet hat. Seinen Dimensionen entsprechend hat er es etwas schwieriger, um sich im Testparcours gegen größere Kühler zu behaupten. Während sich die Lautstärke auf einem niedrigeren Niveau als beim NH-D15S chromax.black bewegt, ist bei der Kühlleistung erwartungsgemäß kein Kraut gegen den Dual-Tower gewachsen. Dennoch sind die Werte solide und liegen sogar mit Zalmans CNPS16X gleichauf. Die restlichen Attribute wie etwa die hervorragende Verarbeitung, der große Lieferumfang oder die sechs Jahre Garantie entsprechen der gewohnten Noctua Manier, jedoch auch die luxuriöse Preispolitik.

  • Positiv
  • Sechs Jahre Garantie
  • Ausgezeichnete Kompatibilität
  • Großer Lieferumfang
  • Sehr einfaches und komfortables SecuFirm2 Montage-System
  • Hervorragende Verarbeitung
  • Neutral
  • -
  • Negativ
  • Hoher Preis

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