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Tech-Review.de

  • Donnerstag, 06. August 2020
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Inter-Tech KC-3001

Inter-Tech KC-3001: Preisbewusste Gaming-Peripherie im Test!

Einleitung

Wer kennt die Problematik nicht? Die Hauptkomponenten im neuen Desktop-Computer wurden doch wieder teurer als gedacht. Oder eine unvorhergesehene größere finanzielle Ausgabe schmälert das Budget für das liebgewonnene Hobby. Dieses oder zumindest ähnliche Szenarien kennt wohl jeder von uns. Nur wo spart man denn nun am sinnvollsten, wenn neue Anschaffungen beim tollsten Hobby der Welt fällig werden? Genau, bei den Eingabegeräten. Denn diese haben keinerlei Einfluss auf die Leistung des Gaming-PCs. In Zeiten, wo man allein für eine Maus locker über 50 Euro oder für die Tastatur weit über 100 Euro ausgeben kann, gibt es auch Hardware, welche vergleichsweise günstig den Besitzer wechselt. Das KC-3001 Bundle von Inter-Tech ist hier das perfekte Beispiel. Der Anwender bezahlt für den "Nager" und das "Hackbrett" insgesamt ungefähr 20 Taler.

Natürlich muss man bei dem Preis Kompromisse eingehen, aber selbst beim Vorgänger Eterno PG-5545 waren diese eher im Detail zu finden. Zusätzlich spendiert Inter-Tech dem Set typische Utensilien wie etwa eine Beleuchtung, eine integrierte Handballenauflage sowie eine Software für die Individualisierungs-Funktionen. Ob das Gaming-Bundle zum Kampf-Preis den hohen Anforderungen der Spieler gerecht werden kann, erfahrt ihr heute bei uns im Test.

Viel Spaß beim Lesen!

Verpackung und Lieferumfang

Auf den ersten Blick fallen uns sofort die kompakten Abmessungen der Verpackung auf, denn meistens befindet sich bei dieser Größenordnung lediglich eine Tastatur im Inneren und kein ganzes Bundle. Die Vorderseite der Verpackung zeigt dem potenziellen Käufer als erstes ein Raumschiff, genauer gesagt dessen Kommandobrücke. Neben einem atemberaubenden Blick auf das Weltall finden wir eine Vielzahl an Instrumenten vor uns, darunter auch das KC-3001 Gaming-Combo. Die Schrift ist in digitaler Form gehalten und klärt kurz über die wichtigsten Features auf.

Die Rückseite beinhaltet von jeder Komponente eine Darstellung, welche um die technischen Spezifikationen ergänzt wurde. Interessanterweise ist bei der Tastatur die Rede von einer LED-RGB-Beleuchtung. Laut dem Datenblatt stehen im Vergleich aber lediglich drei Farben (Rot/Blau/Violett) zur Auswahl. Die Kartonage impliziert dem Anwender dadurch ein weitaus größeres Farbspektrum. Der günstige Verkaufspreis sollte dem erfahrenen Nutzer also an dieser Stelle zur Achtung mahnen. Wir finden die Dokumentation auf der Kartonage unpassend gewählt und würden uns wünschen, dass der Hersteller genauer auf den Funktionsumfang hinweist.

Im Inneren finden sich sowohl Maus als auch Tastatur stoßsicher in altehrwürdiger Luftpolsterfolie verpackt. Zusätzlich wurde noch eine Betriebsanleitung beigelegt, welche auf die gesundheitlichen Aspekte hinweist, sowie auf die Bedienung der Komponenten eingeht. Leider sind auf den Skizzen der Maus kaum hervorstechende Unterschiede zu erkennen. So könnten Neulinge auf dem Gebiet leicht übersehen, um welche beschriebenen Tasten es sich genau handelt. Daher finden wir die Dokumentation auch hier nicht sonderlich gelungen und hoffen auf eine baldige Aktualisierung.

Technische Daten Maus

Abmessungen (L x B x H): 130 mm x 75 mm x 40 mm
Ergonomie: Rechtshänder
Sensor: -
Auflösung: 3200 DPI
Polling-Rate: -
Lift-Off-Distance: 2 mm
Tasten: 2 Haupttasten
2 Daumentasten
1 DPI-Schalter
1 Scrollrad (2-Wege)
Gewicht: 115 g
Kabel: 1,55 m, USB 2.0
Beleuchtung: Blau/Lila/Rot/Violett
Besonderheiten: 3-Zonen-Beleuchtung
Preis: 20 Euro (KC-3001)
Preisvergleich:
Geizhals Deutschland

Technische Daten Tastatur

Abmessungen (L x B x H): 470 mm x 180 mm x 30 mm
Layout: 105 DE-ISO
Zusatztasten: -
Gewicht:
860 g
Kabel: 1,80 m, USB 2.0 
Schalter:
Rubberdome
Key Rollover: 19KRO
Tasten: Zylindrisches Profil aus ABS-Kunststoff, Beschriftung per Laser cut-Verfahren
Ausstattung: Medien-Funktionen, Gaming-Modus
Beleuchtung: Rot/Blau/Violett
Preis: 20 Euro (KC-3001)
Preisvergleich:
Geizhals Deutschland

Maus im Detail

Auch wenn sich das Bundle an möglichst viele Anwender richtet, ist die Maus mit ihrer ergonomischen Form ausschließlich für Rechtshänder gedacht. Optisch bietet der Nager alles was man sich als Gamer wünscht: Hauptsächlich in Schwarz gehalten, fällt einem sofort der transluzente Kunststoff der unteren Hälfte auf. Dieser gehört zu einer 3-Zonen-Beleuchtung, welche durch das Herstellerlogo auf dem Mausrücken und dem Scrollrad komplettiert wird. Neben zwei mit glänzendem Plastik versehenen Zierstreifen folgen die zwei Daumentasten sowie die DPI-Taste der gleichen Philosophie. So bringt Inter-Tech erfolgreich etwas Abwechslung in das Design, ohne aufdringlich werden zu müssen. Beim Thema Komfort setzt man auf eine Daumenauflage, welche neben einem besseren Halt auch die Griffigkeit erhöhen soll.

Mit 115 Gramm gehört der Nager nicht zu den leichtesten Vertretern. Um dem entgegenzuwirken, setzt der Hersteller bei der Unterseite auf eine Aluminiumplatte. Diese soll dabei helfen, das Gewicht der Maus gleichmäßig zu verteilen. Mit insgesamt vier Teflon-Pads ausgestattet, werden wohl auch die Gleiteigenschaften trotz der höheren Masse nicht zu kurz kommen. Hauptsächlich für den Palm-Grip konzipiert, macht die Maus auch bei der Claw Griffhaltung eine wirklich gute Figur. Am wohlsten fühlt sie sich ohne Zweifel mit mittleren und großen Händen.

Über die verbauten Klickschalter und dessen Lebensdauer schweigt sich Inter-Tech leider aus. Auch weitere technische Spezifikationen lassen sich nicht dem Datenblatt entnehmen. Unser Eindruck der Maus fällt bisher jedoch positiv aus. Die Spaltmaße verlaufen gleichmäßig und das zweifarbige Design ist Dank des transluzenten Kunststoffes eine willkommene Abwechslung. Auch ein hochwertiger Kabelsleeve ist zu unserer Überraschung mit von der Partie. Einzig die Länge des USB-Kabels fällt mit 1,55 Meter ziemlich kurz aus. Sicher muss man sich im Klaren darüber sein, dass man als Nutzer bei einem Kaufpreis von 20 Euro für ein ganzes Set nicht allzu hohe Erwartungen an die einzelnen Komponenten haben darf. Vom ersten Eindruck jedoch würden wir selbst für den Nager den zu entrichtenden Betrag investieren. Wir hoffen sehr, dass unsere neu geschürten Erwartungen dem Praxistest standhalten werden.

Software

Die Software der Maus

Durch die Software realisiert Inter-Tech den nötigen Komfort, welcher ein Spieler bei einer Gaming-Maus gewöhnt ist. Das Design sowie das Layout sind klar und deutlich strukturiert, optisch ist man jedoch nicht mehr auf Höhe der Zeit. Aufgebaut ist das Programm durch drei Reiter, mit denen der Anwender die Maus seinen individuellen Präferenzen entsprechend besser anpassen kann.

Unter Grundeinstellung stehen dem Nutzer ganze fünf Profile zur Auswahl. So kann für jeden Anwendungszweck ganz einfach ein eigenes erstellt werden. Das hat den Vorteil, dass die Umstellung nur einen Mausklick im Treiber benötigt, anstatt alles immer wieder neu anpassen zu müssen. Neben der Funktion des Mausrads lässt sich hier ebenfalls die DPI-Ebene in vier ganzen Stufen anpassen. Wie dem Menü zu entnehmen ist, sind diese bereits ab Werk vordefiniert und leuchten je nach ausgewähltem Wert in der entsprechenden Farbe auf. Leider wirkt der Detailgrad etwas willkürlich, da die Werte anfangs in 200er, später nur noch in 400er Schritten angepasst werden können. Als kleines Highlight lassen sich sämtliche Funktionen der Tasten umprogrammieren. Ob man die eigentlichen Zuweisungen einfach nur vertauscht, oder Medien- und Makro-Funktionen sowie Schnellzugriffe verwendet werden, obliegt einzig und allein dem stolzen Besitzer.

Die Software der Maus

Bei den erweiterten Einstellungen lassen sich Anpassungen vornehmen, die man im Grunde auch im Betriebssystem selbst konfiguriert. Neben der Geschwindigkeit des Mauszeigers kann ebenso die Reichweite des Scrollrads variiert werden. In der Praxis konnten wir leider jedoch keinen Unterschied bei verschiedenen Einstellungen feststellen. Die Feuer Geschwindigkeit definiert die Verzögerung, mit welcher die Maustasten auslösen. Einen wirklichen Unterschied können wir an dieser Stelle aus subjektiver Sicht jedoch nicht einmal erahnen.

Die Makro-Funktion konnten wir leider ebenfalls nicht nutzen. Nach Betätigen des Aufnahme-Buttons wurden keine Eingaben registriert. Auch die Betriebsanleitung gibt keinerlei Auskunft über die Funktion. Wir gehen daher davon aus, dass die Software in ähnlicher Form auch bei anderen Eingabegeräten Verwendung findet, bei denen diese Funktion dementsprechend zu nutzen ist.

Die Software der Maus

Bei den LED Einstellungen wird klar, dass die Funktionsweise der Beleuchtung sehr stark in ihren Möglichkeiten beschränkt wurde. Von den vier Farben ist jede an eine DPI-Ebene gebunden. Einen ersten Hinweis darauf findet man bereits in den Grundeinstellungen, da dort die Balken über die entsprechende Farbe verfügen. Hier kann also lediglich eingestellt werden, ob der Farbwechsel langsam oder schnell vonstattengehen soll. Bei der statischen Ausleuchtung müsste man also die entsprechende DPI-Stufe(n) verwenden, welche die favorisierten Farben hinterlegt haben. Beim Ändern leuchtet die entsprechende Farbe im Modus Farbwechsel kurz auf. Bei Bedarf lässt sich der LED Farbraum aber auch deaktivieren.

Praxistest

Kaum ein Produkt ist so schwierig zu bewerten wie eine Maus. Denn jeder hat andere Prioritäten, die er persönlich favorisiert. Ausstattung, Form, Sensor oder etwa doch die Software? Ganz egal welches Kriterium einem am Wichtigsten ist, ein Richtig oder Falsch gibt es in dieser Hinsicht nicht. Ob ein Nager gut oder schlecht ist, kann man wirklich nur beurteilen, wenn man das Einsatzgebiet genauestens bestimmen kann. Da diese Grenzen aber immer mehr ineinander übergehen, ist es für die Hersteller schlichtweg unmöglich geworden das perfekte Produkt gleichermaßen für alle Nutzer auf den Schreibtisch zu zaubern.

Anmerkung: Bevor man darüber nachdenkt welche Maus man sich anschafft, sollte man individuell feststellen, für welche Griffhaltungen diese geeignet sein sollte. Viele Anwender mischen sogar unbewusst verschiedene Varianten und nutzen beim Gaming unter Umständen einen anderen Mausgriff als beim einfachen Surfen im Internet. Achtet einfach mal darauf, welche Haltung ihr instinktiv einnehmt, und macht davon eure Kaufentscheidung abhängig. Denn besser oder schlechter gibt es hier definitiv nicht: Ein Nager kann vom Datenblatt oder der Optik noch so überzeugend sein, wenn man sich nicht wohl fühlt, war es definitiv ein Fehlkauf.

Der Praxistest soll nicht nur Aufschluss darüber geben, ob sich die Maus gut zum Spielen eignet, sondern auch, wie sie sich im alltäglichen Gebrauch schlägt. Wo liegen ihre Vor- und Nachteile, gibt es eventuell an einigen Stellen Nachholbedarf oder unter Umständen sogar Alleinstellungsmerkmale, welche zu einer klaren Empfehlung verhelfen können? Das erste Mal ausprobiert, lag der Nager aufgrund seiner ergonomischen Form und der bevorzugten Palm Grip Griffhaltung des Redakteurs gut in der Hand. Selbst bei längeren Tätigkeiten wie der Bildbearbeitung oder den täglichen Officearbeiten gestaltete sie sich komfortabel. Im direkten Vergleich zu der Xtrfy XG-M2 (112 Gramm) ist sie mit ihren 115 Gramm kaum schwerer. Bei den Gleiteigenschaften konnte uns die Kombination aus den vier unterschiedlich großen Teflon-Pads nicht ganz überzeugen, da der Widerstand leicht höher als gewöhnlich ausfällt. High-End Lösungen haben in dieser Hinsicht spürbar die Nase vorn. Das Coating (Beschichtung der Oberfläche) hingegen traf genau unseren Geschmack, wir empfanden es als sehr angenehm. Das voll-gummierte Scrollrad hat eine kaum spürbare Rasterung und ist akustisch nicht wahrnehmbar. Die Tasten verfolgen in dieser Hinsicht eine leicht veränderte Philosophie. Der Auslösung ist ein Klickgeräusch zu entnehmen, dieses fällt aber keinesfalls unangenehm auf. Der Druckpunkt selbst kann logischerweise nicht mit höherpreisigen Pendants mithalten und erscheint etwas schwammig. Nach einer gewissen Umgewöhnung verschwimmt der Effekt sicherlich noch zum Teil. Wie bereits bei der Software erwähnt, besteht die RGB-Beleuchtung lediglich aus vier Farben. Die Intensität lässt sich zwar nicht verstellen, die Farben sind von ihrer Leuchtkraft jedoch angenehm konfiguriert.

Die Abtastrate lässt sich in vier Stufen über den DPI-Schalter konfigurieren. Dieses Prinzip ist sehr beliebt und hat sich im Laufe der Zeit in identischer oder ähnlicher Form bei vielen Anwendern bewährt. Schließlich kann es durchaus Situationen geben, in denen sich das Ändern der Einstellung positiv auf das Handling der Spielfigur oder der verwendeten Waffe im Game auswirkt. Um die Eigenschaften des Sensors möglichst objektiv bewerten zu können, haben wir im Vorfeld alle Beschleunigungen und Korrekturen bei unserer Referenz deaktiviert.

Im täglichen Betrieb konnten wir keine wirklichen Schwächen ausmachen, doch jeder Nutzer verhält sich anders und hat demnach unterschiedliche Prioritäten. Denn es arbeiten oder spielen längst nicht alle mit der identischen Abtastrate und da eine Maus am Ende nur so gut ist wie seine Sensorik, haben wir uns dazu entschlossen den Paint-Test durchzuführen. Dieser enthält keine synthetischen Ergebnisse, sondern greifbare Resultate, die für den normalen Betrieb sehr aussagekräftig sind.

Besonders bei den geraden Linien ist schön zu erkennen, dass dem Sensor eine künstliche Glättung implementiert wurde. Diese werden automatisch begradigt, was für das Zielen in Spielen sehr von Nachteil ist. Daher sollte man beim Kauf einer Gaming-Maus immer darauf achten, ob der Sensor "fehlerfrei" arbeitet, und eine eventuell implementierte Pfad- oder Zeigerbeschleunigung im Treiber deaktivierbar ist. Um eine hohe Präzision zu gewährleisten, ist es außerdem ratsam, möglichst auf eine sehr hohe Sensorauflösungen zu verzichten, da sich diese ebenfalls negativ auf die Präzision auswirken kann.

Zum Abschluss haben wir noch einen Oberflächen-Test vorbereitet, um zu ermitteln, wie gut der Sensor auf den verschiedenen Untergründen funktioniert:

  • Cougar Speed-L Mauspad - Mittlere Gleiteigenschaft / Sehr hohe Präzision
  • LC Power mPAD RGB - Mittlere Gleiteigenschaft / Sehr hohe Präzision
  • Lackiertes Holz (IKEA Malm Eichenfurnier) - Schlechte Gleiteigenschaft / Hohe Präzision
  • Papier - Schlechte Gleiteigenschaft / Hohe Präzision

Tastatur im Detail

Im Gegensatz zur Maus bietet die Tastatur rein optisch keinerlei "Gamer-Feeling". Das Gehäuse besteht aus einem rauen, in Schwarz gehaltenem Kunststoff, wie man ihn wohl vorwiegend in Büros, statt auf Schreibtischen ambitionierter Spieler, wiederfindet. Der Font ist klar und deutlich lesbar und ausreichend groß dimensioniert. Die Status LEDs verfolgen die geradlinige Spur konsequent, untermauern unseren Eindruck aber ebenso nachhaltig. Gehört das Set denn wirklich als solches zusammen? Auf der anderen Seite macht sich der Preis aber auch irgendwo bemerkbar. Allein für die haptische Anmutung des Nagers hätte der testende Redakteur wohl bereitwillig die anvisierten 20 Euro investiert.

Mit ihren relativ leichten 860 Gramm fügt sie sich in der erwarteten Region ein, denn auf eine mechanische Tastentechnik setzt Inter-Tech nicht. Rubberdome-Tastaturen besitzen keine separaten Schalter für jede einzelne Taste. Unter jedem Tastenmodul befindet sich eine Kuppe aus Gummi, welche dafür sorgt, dass die Tastenkappe nach jedem Betätigen wieder automatisch in ihre ursprüngliche Position zurückkehrt. Der große Vorteil dabei ist, dass eine einzelne Matte für das komplette Layout geformt werden kann, die außerdem sehr günstig in der Produktion ist. Hinzu kommt der leise Tastenanschlag im Vergleich zum mechanischen Pedant, den viele Anwender weiterhin bevorzugen.

Dieses Verfahren bringt aber leider auch einige Nachteile mit sich, denn die Lebensdauer kann je nach Spezifikationen bis zu 90 Prozent niedriger ausfallen. Die Ursache hierfür liegt in der Wahl des Materials, da die Gummikuppen durch die Nutzung ihre ursprünglichen Eigenschaften verlieren. Das Ausleiern sorgt ebenfalls dafür, dass sich das Schreibgefühl mit der Zeit verändert, beziehungsweise schwammiger wird. Viele Nutzer stellen diesen schleichenden Prozess allerdings erst fest, wenn man auf eine neue, noch unbenutzte Tastatur wechselt. Als Spieler sollte man besonders auf das minimal mögliche Key Rollover achten, da öfters mehrere Tasten gleichzeitig ausgelöst werden müssen.

Auf der Rückseite lassen sich derweil die weiteren Sparmaßnahmen feststellen. Zum einen befinden sich dort lediglich zwei Rutschsicherungen, welche der Tastatur nur einen bedingten Halt auf dem Schreibtisch ermöglicht. Zum anderen verwendet man bei der unteren Gehäuseabdeckung eine Variante, die höchstwahrscheinlich auch bei anderen Tastaturmodellen zum Einsatz kommt. Auf den ersten Blick verspricht die Ausstattung ein Kabelmanagement, das allerdings gar nicht verwendet werden kann. Da das Kabel fest an der Außenseite montiert wurde, ist es schlicht unmöglich das Feature sinnvoll zu nutzen. Es werden aber auch Akzente gesetzt, die der Preisregion entsprechend untypisch sind. Allen voran das hochwertig gesleevte 1,80 Meter lange USB-Kabel tritt hier in den Vordergrund. Zusätzlich ist eine Handballenauflage ab Werk integriert. Man möchte dem Kunden also trotz des niedrigen Verkaufspreises ein gutes Gesamtpaket anbieten und das finden wir sehr löblich!

Praxistest

Die Tastatur bestätigt ihren bisherigen Eindruck, ohne negativ dabei aufzufallen. Tägliche Officearbeiten oder das einfache Surfen im Internet meistert sie mit Bravour. Natürlich eignet sie sich - wie beworben - ebenso zum Spielen. Der Komfort des Tastenanschlages ist gut gelungen, wenngleich die Rubberdome-Technik beim Thema Haptik im direkten Vergleich zu ihrem mechanischen Pendant definitiv das Nachsehen hat. Beim Thema Rutschsicherungen macht das Gehäuse im Großen und Ganzen eine gute Figur, im aufgestellten Zustand verlieren die zwei Gummielemente ihre Wirkung jedoch fast vollständig. Wirklich Verwindungssteif ist der Korpus aufgrund seiner Produktphilosophie selbstverständlich nicht. Gemessen am Preis war der Umstand aber auch kein Geheimnis, daher ist alles im grünen Bereich.

Um dem Nutzer einen Mehrwert bei der Bedienung zu bieten, wurden sämtliche F-Tasten mit einer weiteren Funktion ausgestattet:

  • F1 - Media-Player
  • F2 - Leiser
  • F3 – Lauter
  • F4 – Lautlos
  • F5 – Stopp
  • F6 – Vorheriger Titel
  • F7 – Wiedergabe/Pause
  • F8 – Nächster Titel
  • F9 – E-Mail
  • F10 – Browser
  • F11 – Gaming-Modus
  • F12 – Taschenrechner

In Kombination mit der FN-Taste lassen sich diese aktivieren. Die Funktion selbst werden viele Nutzer sicherlich bereits von ihrem Notebook kennen. Auf die gleiche Weise wird übrigens die statische Beleuchtung konfiguriert. Insgesamt stehen mit Rot, Blau und Violett drei Farben zur Verfügung. Die Farbintensität lässt sich hingegen leider nicht anpassen.

Das Key Rollover ist in der Praxis sehr oft auf 6KRO limitiertInter-Tech wirbt bei dem Key Rollover mit einem 19KRO. Damit ist gemeint, dass insgesamt genau diese Anzahl von Tasten ausgelöst werden kann, ohne dass dabei eine Eingabe verloren geht. Bei diesem hohen Wert kann der Anwender in der Praxis eigentlich nicht in der Lage sein, eine fehlerhafte Tastenschlagzuweisung mit zwei Händen zu erreichen. In unserem Test gab es trotzdem einen entsprechenden Fehlerfall, so verfügt die Tastatur über eine annehmbare, jedoch keine perfekte Ausgabe. Wir konnten ebenfalls feststellen, dass das Key Rollover bei gleichzeitig gedrückten Tasten auf 6KRO limitiert. Da wir bekanntlich fünf Finger an einer Hand haben, ist dieser Umstand durchaus legitim. Sofern die Eingaben nacheinander erfolgen, fällt die Registrierung dem Datenblatt entsprechend höher aus.

Für alle die zu Hause gerne das Key Rollover ihrer Tastatur prüfen möchten, haben wir einen simplen und zugleich genialen Mitmachtest vorbereitet:

Mitmachtest

Durch diesen Mitmachtest können Sie direkt Ihre eigene Tastatur auf das Ghosting-Phänomen hin überprüfen - und dies nur mit einem simplen Texteditor wie ihn Windows zum Beispiel von Haus aus mitbringt. Egal ob Word, Wordpress oder anderweitiger Schreibeditoren, es bedarf hierfür keiner extra Softwareinstallation.

Zum Test verwenden wir einen Text, in dem alle Buchstaben des englischen Alphabets vorkommen:

THE QUICK BROWN FOX JUMPS OVER THE LAZY DOG

Öffnen Sie einen einfachen Texteditor und drücken die beiden Shift-Tasten gleichzeitig und lassen diese während der gesamten Eingabe nicht los. Nun schreiben Sie obenstehenden Satz.

Bei der getesteten Tastatur sah das Ergebnis positiv aus, aber nicht perfekt:

THE QUICK BROWN FO JUMPS OVER THE LAZY DOG

Bei unserem Referenzmodell, der SteelSeries Apex M500, hingegen wurden alle Eingaben erfolgreich erfasst und verarbeitet.

THE QUICK BROWN FOX JUMPS OVER THE LAZY DOG

Daniel Figiel meint …

Daniel Figiel

Inter-Tech hat mit dem KC-3001 Bundle ein interessantes Produkt am Markt platziert, dass sich für einen Kaufpreis von 20 Euro nur wenige Schwächen erlaubt. Beide Komponenten sind gut verarbeitet worden und setzen mit weiteren Highlights - wie etwa dem hochwertigen gesleevten Kabeln - optische Akzente. Auch haptisch liefern beide Vertreter eine akzeptable Performance ab, sofern man beim direkten Vergleich fair bleibt. Selbstverständlich setzen entsprechende Mid-Range oder High-End Lösungen weitaus höhere Standards. Für den anvisierten Kaufpreis werden Pendants dieser Art sicher nicht den Besitzer wechseln.

Etwas verwerflich finden wir die Deklaration der RGB-Beleuchtung. Dem Anwender wird bereits auf der Umverpackung suggeriert, dass er auf eine große Farbauswahl zurückgreifen kann. In der Realität beschränkt sich diese aber auf vier Farben auf der Maus und drei bei der Tastatur. Auch die schwer nachvollziehbaren Skizzen in der Betriebsanleitung macht selbige unserer Meinung nach obsolet.

Für den täglichen Gebrauch eignet sich die Combo jedoch vollumfänglich. Anspruchsvolle Gamer könnten durch die Pfadbegradigung (Angle Snapping) mit der Sensorik des Nagers jedoch so ihren Kummer haben. Da die Bewegungen automatisch begradigt werden, ist die Eingabe nicht mehr gänzlich korrekt. Für den Gelegenheitsspieler, den Zweitrechner oder den ersten PC des Nachwuchses kann je nach den individuellen Präferenzen das KC-3001 Set eine Alternative darstellen, die gemessen am ausgerufenen Preis in Verbindung mit seiner Ausstattung zum aktuellen Zeitpunkt alternativlos ist.

  • Positiv
  • Gemessen an der Ausstattung im anvisierten Preisbereich bis 20 Euro alternativlos (Stand November 2019)
  • Hochwertig gesleevte Kabel
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Neutral
  • -
  • Negativ
  • Ungenügende Skizzen in der Betriebsanleitung verfehlen vollständig ihren Zweck
  • Irreführende Deklaration der RGB-Beleuchtung
  • Sensor der Maus nicht für anspruchsvolles/kompetitives Gaming geeignet

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