Willkommen

Passwort vergessen? Noch kein Mitglied? Jetzt registrieren

Tech-Review.de

  • Mittwoch, 05. August 2020
  • RSS
Intenso Memory Board 1.5 TB

Intenso Memory Board 1.5 TB: Externe 2.5"-Festplatte

Einleitung

Heutzutage benötigt man als Anwender immer mehr Speicherplatz, sei es für die hochauflösenden Bildergalerien der eigenen Digitalkamera, welche für sich genommen entsprechend immer größere Datenmengen produzieren oder aber auch die umfangreichen HD-Videoaufnahmen vom letzten Urlaub. Und dann gibt es natürlich noch die Nutzer, die ihre komplette Musiksammlung stets mit sich herumtragen möchten. Für all jene Einsatzszenarien haben sich externe Speichermedien wie USB-Sticks, Speicherkarten oder aber auch mobile 2,5" Festplatten als die praktikabelste und effizienteste Lösung etabliert. Gab es hier anfangs noch systemähnliche Kapazitäten rund um die 500 GB, so hat sich auch dieses Feld mit der Zeit den immer größer werdenden Platzansprüchen angepasst. Externe Laufwerke fangen inzwischen meist erst bei einem Terabyte an und selbst Modelle mit ganzen fünf Terabyte sind inzwischen verfügbar.

Wer den Markt für mobile Speichermöglichkeiten verfolgt hat, der wird mit Sicherheit auch schon Mal über den Hersteller "Intenso" ein eines seiner vielfältigen Produkte gestolpert sein. Das in Deutschland (in Vechta) ansässige Unternehmen ist gerade im Bereich der Datensammler sehr aktiv unterwegs und bietet seit Jahren ein gut gefülltes Portfolio interessanter Lösungen für die mobile Speicherung der eigenen Dateien an.

Unser heutiges Testprodukt hört auf den Namen "Memory Board" und ist eine 1,5 Terabyte und 2,5 Zoll große Festplatte, verbaut in einem Aluminiumgehäuse welches im Jahre 2016 mit dem "Red Dot Design Award" ausgezeichnet wurde. Angeschlossen werden kann die für etwa 70,- Euro zu erwerbende, portable Festplatte über den schnellen USB-Anschluss, sodass sich die Datenverwaltung, die Schreib- und Lesezugriffe in einem akzeptablen Rahmen bewegen sollten - natürlich werden wir dieses in unserem späteren Test noch im Detail überprüfen.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen,
Euer Team TRV!

Der Lieferumfang und die technischen Daten

Das Memory Board kommt in einer wirklich sehr ansehnlichen und stabilen Kunststoff-Hülle zum Nutzer. Diese bietet somit die Möglichkeit das externe Speichermedium im Voraus zu begutachten und es zugleich auch vor etwaigen Beschädigungen perfekt zu schützen. Auf der Vorderseite der Verpackung prangt neben dem Typenschild - welches Informationen zum Hersteller Intenso, die Speicher-Kapazität mit 1,5 TB und dessen USB 3.0 - Anbindung preisgibt - ein Aufkleber von den schon vielfach bekannten "Reddot-Design-Awards" sowie dem Hinweis, dass das Memory Board diese Auszeichnung im Jahre 2016 gewonnen hat.

Info am Rande: Der Award wird dabei jährlich von einer unabhängig agierenden Jury speziell an die Produkte verliehen, die aus ihrer Sicht eine herausragende Qualität besitzen. Neben der Auszeichnung selbst werden die Gewinner mit ihren Arbeiten für mindestens ein Jahr im Red Dot Design Museum, einem Designmuseum in Essen, ausgestellt. Weiter im Text: An den Seiten der Verpackung wiederholen sich die Informationen der Front, lediglich die Rückseite bietet hier Zusätzliches und listet in insgesamt acht Sprachen die technischen Details des Produkts auf. Darüber hinaus bewirbt Intenso die schnelle Anbindung per SuperSpeed-USB, gibt zwei Jahre Herstellergarantie und druckt sogar noch ein IHQ-Logo mit auf die Verpackung, was für IntensoHighQuality (z. Dt. "Intenso hohe Qualität") stehen und den guten Kundenservice sowie etwaige Garantieabwicklung betreffen soll.

Wird die Verpackung geöffnet, kommt einem direkt erstmal das Memory Board selbst entgegen, unterhalb dessen ist in der Umverpackung das circa 60 Zentimeter lange Anschlusskabel sowie die Bedienungsanleitung in Form eines kleinen Booklets enthalten. In der Anleitung, ebenfalls wieder in acht Sprachen verfasst, gibt es gute und leicht verständliche Informationen rund um den bestimmungsmäßigen Gebrauch des Memory Boards, als auch über die Garantiebedingungen. Darüber hinaus findet sich an dieser Stelle eine sehr detaillierte Passage über den genauen Ablauf einer geplanten Reklamation sowie die dazugehörigen Kontaktadressen. Sehr gut. So sollte es sein.

Der Lieferumfang

Technische Daten:

Modellname Intenso Memory Board 1,5 TB
Modellnummer 6028670
Kapazität nominell / verfügbar 1500 / 1397,26 GB
Verbaute Festplatte Seagate Spinpoint M9T ST1500LM006
Dateisystem FAT 32
Umdrehungen / Minute 5.400 U/min
Cache 8 MB
Lesen (bis zu) 85,00 MB/s (570 x)
Schreiben (bis zu) 75,00 MB/s (503 x)
Anschluss SuperSpeed USB 3.0, kompatibel zu USB 2.0/1.1
Stromversorgung: über das USB-Kabel
Kabellänge 55 cm
Material Gehäuse: Gebürstetes Aluminium
Farbe Anthrazit
Formfaktor 2,5" (6,35 cm)
Abmessungen (HxBxT) 15 x 75 x 115 mm
Gewicht ca. 174 g
Weitere Features Hot-Plug-fähig
LED-Betriebsanzeige
Garantie 2 Jahre
Preis ~ 70 € (Geizhals - Stand 31.01.2017)
Preis pro GB 5 €-Cent (Rechnung: Preis / verf. Kapazität = Preis pro GB)
Preisvergleich Geizhals Deutschland
Hersteller www.intenso.de
* Herstellerangabe

Die Memory Board - Festplatte im Detail

Hat man die mobile Festplatte erst einmal aus seiner Verpackung befreit und schaut sich das Produkt im Detail an, so fällt einem sofort die edle Aufmachung und das wirklich angenehm wertig anfühlende, gebürstete Aluminium vom Gehäuse auf. Gerade bei vielen Konkurrenzprodukten wird hierbei häufig gespart und auf einfaches Kunststoff als Material gesetzt - nicht so bei Intenso und dem Memory Board. Lediglich an zwei Seiten hat der Hersteller normalen Kunststoff verwendet: bei der Buchsenseite für den USB-Anschluss und dessen gegenüberliegende Flanke. Das mit 15 Millimeter Höhe wirklich angenehm flache Gehäuse ist für den mobilen Einsatz durch die kompakte Bauweise perfekt und mit rund 180 Gramm auch nicht zu schwer - wenn auch in diesem Sektor kein Leichtgewicht.

Oben links ist eine Status-LED direkt ins Aluminium eingelassen, welche im Betriebszustand blau leuchtet und durch ein Blinken den Datenzugriff signalisiert. Darüber hinaus hat sich Intenso mit einem eingelaserten Hersteller-Logo an selbiger Stelle verewigt - dezent und zugleich passend. Weniger perfekt sieht es jedoch mit der Formeinhaltung aus, was speziell auf der Seite der Anschluss-Buchse sichtbar wird. Das Gehäuse ist leicht verzogen und wirkt so, als ob man keinen sauber geformten Quader mehr vor sich hat. Okay, dies ist gewiss meckern auf hohem Niveau, aber wenn man es eben genau nimmt muss dieser kleine Fauxpas erwähnt sein.

Der Funktion oder allgemein der Optik tut dies allerdings keinen Abriss und fällt auch nur bei genauerer Betrachtung auf. Dennoch hätten wir uns gewünscht, dass das Gehäuse an dieser Stelle vielleicht noch eine Art Fixierung erhält um solch eine Materialverziehung zu verhindern. Unbekannt ist zudem, ob es sich eventuell um eine Temperaturreaktion handelt, sich das Material also je nach Temperatur verzieht. Metall ist in dieser Richtung ja bekannt dafür, wenn es wahrscheinlich auch nur minimal sichtbar wäre. Wie man ebenfalls erkennt, kommt das Memory Board ohne zusätzliches Netzteil aus. Seine Spannung bezieht das Festplattengehäuse über den USB-Anschluss, der eine Spannung von 5 Volt bereitstellt, was dem mobilen Charakter gleichermaßen in die Hände spielt und zusätzliches Kabelgewirr verhindert.

Die Rück- bzw. Unterseite des Laufwerks ist lediglich mit dem Typenschild und vier gummierten Auflagefüßen bestückt, die ein Alu-schonendes Ablegen gewährleisten. Apropos Typenschild: Wer die Bedingungen der eingeschränkten Garantie im beiliegenden Heft gelesen hat, weiß, dass diese nur solange besteht wie dieses Kapazitäten-Schild vorhanden und unbeschädigt ist, sowie es ebenfalls unterlassen wurde das Gehäuse zu öffnen. Neben weiteren Dingen, welche die allgemeine Garantie ausschließen, ist gerade der Punkt mit dem Schild für uns eher untypisch, da es sich um kein übliches Verschluss-Siegel handelt und einige Nutzer auch gerne mal dazu neigen, etwaige Flächen mit eigenen Stickern zu überkleben. In diesem Fall erlischt automatisch die Garantie.

Auf der Unterseite sind vier Gummifüße, um Ablegekratzer zu vermeiden und die Festplatte zu entkoppeln

Der mobile Speicher in der Praxis

Der Anschluss ist selbsterklärend, schließlich bedarf es einer freien USB-Buchse und schon wird das Memory Board initialisiert. Unser erster Blick geht anschließend erstmal in die Systemverwaltung um zu schauen, wieviel realer Speicher für die Nutzung zu Verfügung steht und darüber hinaus auch, in welchem Dateisystem das Medium ab Werk formatiert ist. Von den nominell vorhandenen 1.500 Gigabyte bleiben für die eigenen Daten rund 1.397 Gibibyte übrig. Diese Diskrepanz zwischen dem was versprochen und dem was beispielsweise Windows als verfügbaren Speicher anzeigt liegt an der Tatsache, dass die Hersteller bei der Kapazitäten-Nennung meist mit Zehnerpotenzen arbeiten (10 hoch x), in der binären Datenverarbeitung jedoch kommt die Zweierpotenz zum Einsatz (2 hoch X). So hat zum Beispiel 1 Mega in der Physik korrekter Weise 1000 Kilo, in der Datentechnik entspricht 1 Megabyte jedoch 1024 Kilobyte, es herrscht also eine messtechnische Abweichung. Hinzu kommt, dass das Dateisystem sich ebenfalls noch eine gewisse Summe an Platz "abzweigt", sodass man mit steigender Gesamtgröße der Festplatte auch der Unterschied zwischen dem Brutto- und Netto-Speicher steigt.

Das Memory Board ist im Dateisystem Fat32 formatiert. Was einerseits eher altbacken wirkt, dient auf der anderen Seite reinweg der Kompatibilität zu älteren Windows- aber auch Nicht-Windows-Systemen, DVD-Playern sowie TV-Geräten. Diese unterstützen nicht selten nur angeschlossene Speichermedien, die mit Fat32 als Dateisystem vorkonfiguriert wurden. Wer moderne Geräte (Windows) verwendet oder Dateien über 4 GB pro Einzeldatei nutzt, der sollte vorab die Festplatte mit NTFS formatieren.

In unserem Praxistest werden wir uns auf folgende Testkriterien beziehen: Ermitteln der durchschnittlichen Übertragungsgeschwindigkeit bei der Anwendung synthetischer Leistungs-Benchmarks, anschließend die praxisnahen Tests mit der Zeitmessung von verschieden großen Dateien während ihrer Kopiervorgänge - welches damit die real spürbare Geschwindigkeit eine Medium wiederspiegelt. Natürlich testen wir dann auch noch den maximalen Stromverbrauch, begutachten die Wärmeentwicklung und natürlich auch den Punkt der Lautstärke/Vibration. All dies sind wichtige Faktoren zur Bewertung eines Testproduktes.

Synthetische Benchmarks

CrystalDiskMark:
Das erste unserer Benchmarks tätigen wir mit dem Tool "CrystalDiskMark", parametrieren das Messprogramm so, dass es aus fünf Mess-Durchgängen die Mitte bildet und beginnen anfangs mit einer Testdateigröße von 50 MiB, die mit allen Testprozeduren beschrieben und von der gelesen wird. Wir simulieren dabei also kurzweilige Lese- und Schreibdurchgänge. Die Ergebnisse spiegeln an dieser Stelle die Leistung wieder, wie sie zum Beispiel beim Kopieren vieler kleinerer Dateien oder auch bei der Arbeit mit einem Betriebssystem zu erwarten sind. Im Anschluss starten wir selbigen Test mit einer 1 GiB großen Testdatei, um möglichst genaue Testwerte auch über einen längeren Messzeitraum der Transferarbeit zu erhalten. Je länger ein Test dauert, also je größer die Testdatei desto genauere Durchschnitts-Messwerte bekommt man. Allerdings taugt dies nur für die Beurteilung bei größeren Dateien, denn hierbei fehlen die vielen zugehörigen System-Anweisungssequenzen, welche eine Übertragung sehr stark abbremsen können.

Nachfolgend wollen wir Euch noch kurz die vier Messvorgänge erklären:

  • Seq Q32T1:
    Es werden Daten in der fixen Blockgröße von 128 KB sequentiell, also zusammenhängend, mit 32 zeitgleich gestarteten Anfragen (Queues) und einer Sequenz von Anweisungen (1 Thread) übertragen.
  • 4K Q32T1:
    Die Daten werden mit einer Blockgröße von 4 KB an zufälligen (einzelnen) Speicherstellen der Festplatte mit 32 zeitgleich gestarteten Anfragen (Queues) und einer Sequenz von Anweisungen (1 Thread) übertragen.
  • Seq:
    Dieser Test sagt aus, wie schnell eine große und zugleich zusammenhängende Datei übertragen wird (sequentiell = fortlaufend/nacheinander) – Blockgröße: 1 MB, 1 Thread.
  • 4K:
    Dieser Test sagt aus, wie schnell eine kleine 4-KB-Datei übertragen wird – 1 Queue, 1 Thread. Hinweis: Große und zusammenhängende Dateien lassen sich grundsätzlich mit höherer Transferleistung, also schneller, übertragen als viele Kleine. Zum einen liegt das an der Kontinuität des Datentransfers und zweitens an den deutlich weniger mitgesendeten Anweisungen, welche verarbeitet werden müssen.

Ergebnisse:

Beurteilung des CrystalDiskMark-Tests:
Es ist sehr erstaunlich, denn der Hersteller gibt als maximale Leserate einen Wert von 85,00 MB/s und für das Schreiben von Dateien max. 75,00 MB/s an. Unsere Messungen zeigen jedoch, dass das Memory Board diese Werte zum Teil um den Faktor 2 übertrifft. Zudem ist das Laufwerk beim Schreibtest auch noch schneller als zum Beispiel beim Lesen von Dateien. Dies kommt etwaigen Kopiervorgängen sehr entgegen und kann deutliche Zeitersparnis bedeuten. Vorteilhaft hierbei ist auch die mit rund 8 Millisekunden angenehme Zugriffszeit, das Laufwerk besitzt also einen Controller der in der Lage ist etwaige Dateiwarteschlagen schnell und zügig abzuarbeiten. Sehr gut!

Praxisnaher Kopiertest mit Zeitmessung
Die ganzen synthetischen Werte sagen einem Laien oftmals aber nichts darüber aus, ob und wie schnell sich das Speichermedium zum Beispiel während der eigenen Nutzung oder beim Kopieren von Bildern oder Videos eignet. Schließlich ist dieses Szenario die Hauptaufgabe einer externen Festplatte, es soll Daten in einer möglichst kurzen Zeitspanne lesen und schreiben können. Um dieses für unsere Anwender zu testen, kopieren wir mehrfach 250 Bilder und ein Video auf und von der portablen Festplatte und notieren dabei die dafür benötigte Durchschnittszeit nach jeweils fünf Durchgängen.

Beurteilung des Kopiertests mit Zeitmessung:
Verglichen mit unseren, wenn auch etwas betagteren, Kontrahenten hat sich in diesem Test das Memory Board 2,5" von Intenso wirklich sehr gut geschlagen. In allen Disziplinen erreichten wir sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben identische Zeitwerte, was an der allgemein sehr ähnlichen Leistung beider Aufgaben liegt, zudem runden wir unsere Zeitwerte im Diagramm zum Zwecks des besseren Vergleichs auf volle Stellen entweder auf oder ab. Minimale Unterschiede zwischen den Messungen im Bereich von Millisekunden sind also zu vernachlässigen. Ein Spitzenergebnis!

Stromverbrauch / Temperatur / Lautstärke & Vibrationen

Der Stromverbrauch ist speziell dann ein wichtiger Faktor und von Interesse, wenn diese Medien zum Beispiel an Notebooks angeschlossen werden und den dort verbauten Akku zusätzlich belasten. Je weniger Energie die portablen Speicher-Geräte also selber verbrauchen, umso besser sieht die Nutzungsdauer-Bilanz für das Notebook aus. Eine Temperaturmessung haben wir ebenfalls in unseren Testparcours aufgenommen, weil die meisten externen Laufwerke über ein geschlossenes Gehäuse verfügen und eine gute Betriebstemperatur entscheidend dazu beiträgt, die Lebensdauer eines Gerätes zu verlängern. Kann also das Gehäuse die entwickelte Wärme der integrierten Festplatte mangels einer durchdachten Ableitung der Temperatur nicht vor einem Hitzestau schützen und arbeitet diese damit ständig außerhalb oder am Rand ihrer Rahmenbedingungen, ist es leider sehr wahrscheinlich dass der Kunde nicht lange etwas vom Gerät haben wird.

Um dies zu überprüfen werden wir das Speichermedium ganze 30 Minuten lang mit Dauerzugriffen (über HeavyLoad) belasten und am Ende die Sensortemperatur ablesen. Darüber hinaus betrachten wir rein subjektiv, wie es sich mit der Lautstärke verhält. Diese portablen Speicher werden oft auf den Tisch abgelegt, wobei zu starke Eigen-Vibrationen eher lästig anzusehen sind und Störgeräusche erzeugen. Ebenso nervig ist auch ein zu lautes Betriebsgeräusch an sich. Leider haben wir keine der abgebildeten Referenzlaufwerke mehr in der Redaktion zugegen, sodass wir die neu eingeführte Strom- und Temperaturvergleichsmessung nur für das Memory Board aufzeigen können.

Unsere Messergebnisse:
Verbrauch Standby: 0,64 Watt 4,90 Volt 0,13 Ampere
Verbrauch Normalbetrieb: 1,01 Watt 4,83 Volt 0,21 Ampere
Verbrauch Last: 2,38 Watt 4,75 Volt 0,50 Ampere
Temperatur bei Dauerlast (30 Min.): 34 °C

Beurteilung:
Nachdem wir alle Lastszenarien durchgetestet haben zeigt sich, dass das Memory Board nicht nur schnell, sondern dabei mit einem Messwert unter Last von 2,38 Watt im Vergleich zu anderen Modellen mit einem Stromhunger zumeist in Bereichen zwischen 2,6 und 3,5 Watt wirklich sparsam zu Werke geht - also durchaus energieeffizient arbeitet. Dabei ist im Betrieb nur ein sehr leises aber nicht-störendes Surren vom Antrieb wahrzunehmen und die Vibrationen halten sich zugleich in Grenzen, sind also kaum spür- beziehungsweise (auf einer Holzplatte) hörbar. Nicht so glanzvoll sieht es leider bei der Temperaturentwicklung aus. Für eine Festplatte, die von einem Aluminiumgehäuse umgeben ist dessen Material auch bekanntlich die Wärme im Gegensatz zu Kunststoffen relativ gut leiten könnte, sind die erreichten 34 °C nach 30 Minuten Dauerbeanspruchung in Puncto Kühlung nicht gerade perfekt.

An dieser Stelle hätten wir uns speziell beim eingesetzten Material eine bessere Kühlwirkung gewünscht. Vermutlich wurde an Wärmeleitpads gespart, denn wenn man sich das Gehäuse unter das Infrarotmessgerät holt, entdeckt man beim Anschluss eine Art Temperatur-Hotspot, von dessen Stelle die Hitze offensichtlich nicht richtig weiterverteilt wird. Sicherlich ist das nichts Dramatisches, die Spezifikation der Festplatte gibt schließlich einen Rahmen von bis zu 60°C an, trübt aber dennoch das sonst positive Bild.

Mario Kramer meint …

Mario Kramer

Eine Zusammenfassung der ganzen Testergebnisse und Eindrücke zu erstellen und für das Memory Board ein Fazit zu ziehen fällt uns in diesem Fall relativ leicht, denn vom Preis-/Leistungsverhältnis aus betrachtet kann die portable Festplatte wirklich überzeugen. Der Nutzer bekommt mit den 1,5 TB (1,3 TiB netto) ein für die meisten Anwendungszwecke mehr als ausreichend dimensionierten Speicherplatz geboten, welcher formschön in einem edlen Aluminiumgehäuse untergebracht ist und das alles zu einem mit rund 70 Euro Kaufpreis ebenfalls sehr fairen Kurs - günstiger ist in dieser Leistungs- und Material-Kombination nur schwer etwas vergleichbares zu bekommen.

Das Laufwerk arbeitet mit maximal rund 2,3 Watt unter Beachtung der guten Übertragungsleistung angenehm effizient und dabei auch sehr laufruhig. Bis auf ein leises Surren ist kaum etwas zu vernehmen. Nur bei Betrachtung der Temperaturentwicklung im Dauerlastbetrieb hätten wir uns gerade in Hinblick des eingesetzten Materials Aluminium eine bessere Wärmeverteilung- und damit Wärmeabfuhr vorgestellt. An dieser Stelle müsste der Hersteller Intenso nochmal Hand anlegen und die auftretenden Hotspots speziell beim USB-Anschluss durch eine geschickte Positionierung der Wärmeleitpad umgehen.

Die Übertragungs-Geschwindigkeit ist für Käufer derartiger Laufwerke ebenfalls Kaufentscheidend. In dieser Disziplin können wir das Laufwerk positiv hervorheben, hat es doch in all unseren Messungen die Führungsposition einnehmen können und übertraf dabei sogar die vom Hersteller angegebenen Leistungs-Werte zum Teil um knapp das Doppelte, perfekt! Wer eine optisch sehr ansprechende und zugleich schnelle Festplatte für die portable Nutzung sucht, dabei nicht zu tief ins Portemonnaie greifen möchte, dem können wir das Intenso Memory Board 2,5" wärmstens ans Herz legen.

  • Positiv
  • Schnelle Übertragungsleistung
  • Sparsamer Betrieb
  • Leise und Vibrationsarm
  • Tolle Optik
  • Wertige Verarbeitung
  • Günstiger Preis
  • Neutral
  • Negativ
  • Wärme-Hotspots beim USB-Anschluss

Weiterführende Links

VG Wort
  • 0 Diskussionsbeiträge

  • Deine Meinung hinzufügen

  • Falsches oder unvollständiges Ergebnis

Cookies erleichtern uns die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Infos