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Tech-Review.de

  • Dienstag, 22. September 2020
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Hyper 212X und Freezer I32

Hyper 212X und Freezer I32: Cooler Master gegen Arctic Cooling im Vergleichstest

Es ist immer wieder eine Freude für uns, neue Produkte im Testlabor des jeweiligen Redakteurs begrüßen zu dürfen. Vor allem dann, wenn jener ohnehin seit längerem keinen Kühlertest mehr gemacht und damit eine Rückkehr zu seinem Stammgebiet entgegengesehnt hat. Dementsprechend blicken wir bereits gespannt darauf, was sich bei den Neuerscheinungen tut, schließlich bleibt der Markt nicht stehen, sondern stetig in Bewegung. So haben es nun die teilweise verbesserten und stark veränderten Varianten bereits vorhandener Kühler zum Redakteur geschafft, welche auf beliebten und teilweise sogar schon legendären Vorgängern basieren, einmal aus dem Hause Cooler Master und einmal von Arctic Cooling.

Erstgenannter Hersteller schickte uns den Hyper 212X, der Nachfolger des 212 und aus der arktischen Kühle lässt sich der i32 bei uns blicken. Beide Testprobanden liegen im Preisbereich um 30,- Euro und zählen damit zur Mittelklasse, dementsprechend fällt auch die Ausstattung aus. So sind sie mit 120 Millimeter Lüftern ausgestattet, wobei der Freezer hier mit einem semi-passiven Modus aufhorchen lässt. Beide Kühler sind im Single-Tower-Design gefertigt. Die Kühlblöcke erhalten die Wärme von vier Heatpipes aus der Bodenplatte. Jene ist bei beiden Probanden zudem mit Direct-Touch ausgestattet.
Mit diesen vielen Gemeinsamkeiten, und kleinen Unterschieden, wollen wir uns nun in den Test stürzen und herausfinden, welcher der beiden Kandidaten sich am besseren bewährt. Viel Spaß beim Lesen!

Technische Daten

Cooler Master Hyper 212X Arctic Freezer I32
Lüfteranzahl 1 x 120 mm 1 x 120 mm
Lüfterdrehzahl 600 - 2000 U/Min 0 - 1350 U/Min
Anschluss 4 Pin PWM 4 Pin PWM
Anzahl Heatpipes 4 4
Sockelunterstützung AMD AM2 - AM3+; FM1 - FM2+ -
Sockelunterstützung Intel 775, 1366, 1150 -1156, 2011(-3) 775, 1366, 1150-1156, 2011(-3)
Maße inkl. Lüfter (in mm) 120 x 79 x 158 123 x 95 x 150
Gewicht inkl. Lüfter 598 g 641 g
Preis ca. 32 € ca. 26 €

Wie bereits angesprochen, sind sich beide Kühler in vielen Aspekten sehr ähnlich, eben genau solche wie die Lüftergröße, Heatpipe-Anzahl und ein annähernd gleiches Gewicht. Die Höhe ist auch in etwa gleich, wobei hier der Hyper 212X einige, genauer gesagt acht Millimeter mehr in die Waagschale wirft.

Größere Unterschiede finden sich dagegen bei der Kompatibilität. Während Cooler Master für Intel und AMD die passenden Montagekits beilegt, hat sich Arctic Cooling für verschiedene Kühlerversionen entschieden, die AMD-Variante heißt A32. Das ist insofern schade, da bei einem Wechsel der Plattform auf den anderen Prozessor-Hersteller der Kühler nicht mitgenommen werden kann. Überraschend mag bei den technischen Details dennoch vor allem die Drehzahl sein, welche beim Freezer i32 mit Null als untere Grenze angegeben ist. Das ist nicht etwa ein Fehler des Herstellers, sondern dem semi-passiven Modus zu verdanken. Jener sorgt dafür, dass sich der Lüfter ab einem bestimmten PWM-Wert von unter 40 automatisch abschaltet. Wann und wie schnell dieser erreicht wird, ist natürlich immer von der Lüftersteuerung des Mainboards abhängig. Läuft also der Lüfter im Leerlauf an, lohnt es sich, im BIOS/UEFI bei der Lüfterkurve etwas nachzubessern, sofern dies möglich ist.

Lieferumfang

Bei der Verpackung gibt sich Cooler Master erfolgreich Mühe, ein schlichtes sowie informatives Auftreten hinzubekommen. Auf der Vorderseite befindet sich auf einem weißen Hintergrund ein Bild des Kühlers und unter diesem, mit drei kleinen Bildern und Text erklärt, ein Hinweis auf die wichtigsten Features. Der Deckel mit der Oberseite der Verpackung wird von einem "Cooler Master"-Logo geprägt. Links sowie rechts sind erneut ein Bild des Kühlers sowie Herstellername zu finden. Die Rückseite bietet schließlich einen Überblick der technischen Daten und der Besonderheiten.

Sämtliches Zubehör, mit Ausnahme der Backplate, welche sich auf der Rückseite der Plastikhalterung befindet, ist in einer kleinen Schachtel verstaut, welche man als erstes beim Öffnen der Verpackung erblickt. In Jener sind nun alle benötigten Teile für die Montage in einer eigenen Blister-Ummantelung eingepackt, welche sich aber glücklicherweise ohne Schere oder ähnliches Werkzeug öffnen lässt. Nachteilig an dieser Variante ist, dass durch die Kraft beim Öffnen das meiste Zubehör aus dem vorgesehenen Platz fällt.

Über den Umfang kann man sagen, dass dieser angemessen ausfällt, wobei vor allem die Wärmeleitpaste positiv heraussticht. Schließlich wird eine solche zwingend für die erfolgreiche Inbetriebnahme benötigt. Zudem ist die Paste in einer Spritze, was eine mehrmalige Verwendung problemlos ermöglicht. Es gibt auch ein zweites Paar der Lüfterklammern, dem Betrieb und der einfachen Montage eines zusätzlichen Luftbewegers steht damit kein Hindernis mehr im Wege.

Details

Um ein ganz klassisches Single-Tower-Design handelt es sich beim Cooler Master Hyper 212X. Von der Bodenplatte laufen die Heatpipes zu den Lamellen, an deren Front sitzt der Lüfter. Dabei ist jener genauso groß wie der Kühlblock und schließt an den Kanten bündig ab. Der Lüfter ist außerdem bereits an den Kunststoffklammern angebracht und kann einfach abgenommen bzw. montiert werden. Durchgehend gleich ist der Abstand zwischen den Lamellen. Diese sind gerade ausgerichtet, spezielle Designs wie eine Wabenform wurden nicht entwickelt. Das war auch nicht nötig, schließlich hatte sich das Design schon beim Vorgänger, welcher ein Verkaufserfolg war, als erfolgreich erwiesen.

Auf der letzten Lamelle hat sich Cooler Master schließlich verewigt, das Logo ist direkt in das Material eingeprägt. Die Enden der Heatpipes sind gut gekürzt und für den Preis sauber abgeschlossen. Um diese herum wurde auf allen Lamellen ein um 90 Grad versetzter, länglicher Schlitz eingelassen. Jene könnten für die Kühlleistung förderlich sein, genauere Informationen liegen uns aber nicht vor. Auf jeder Seite sind die Heatpipes in zwei Reihen aufgeteilt, welche zueinander verschoben sind. Das bewirkt, dass die Wärme etwas gleichmäßiger über alle Lamellen aufgeteilt wird.

Zu den schon so oft angesprochenen Heatpipes gibt es wenig Außergewöhnliches zu berichten. Vier Stück sind verbaut, das Kupfer ist nicht vernickelt. In der Bodenplatte sind die Rohre im Direct-Touch-Verfahren eingelassen, daher liegen sie direkt auf dem Heatspreader der CPU auf. Nachteilhaft daran ist, dass nicht alle Heatpipes in etwa gleich viel Wärme abführen, sondern die Zentralen die meiste Hitze aufnehmen und es dadurch auch zu einer ungleichen Verteilung der Abwärme kommt. Zumindest ist die Bodenplatte des Hyper 212X sehr plan, bis auf die feinen Spalten zwischen den einzelnen Heatpipes, was sich bei dieser Bauart aber sowieso nicht vermeiden lässt.

Wie bereits einleitend erwähnt, finden wir keine Überraschungen. Alles ist sauber ausgeführt, auch die Entgratung ist gut, scharfe Kanten konnten wir nicht feststellen.

Montage

Grundsätzlich funktioniert die Montage des Kühlers gut, wenn es in unseren Augen auch einige Stolperfallen gibt. Doch alles von Anfang an.
Zuerst einmal muss der vormontierte Lüfter abgenommen werden, was dank des Kunststoffrahmens und den daran angebrachten Klammern sehr schnell und einfach geschieht. Nun wird die Backplate auf die Rückseite des Mainboards gegeben, von der Vorderseite mit Abstandsstiften durch die Platine hindurch in Position gebracht und mittels Schraubenmuttern fixiert. Für solche Bauteile gibt es glücklicherweise ein eigenes Tool zum Festziehen, welches mit einem normalen Kreuzschlitzschraubendreher benutzt werden kann. Nach der Vollendung dieses Schrittes sollte die Wärmeleitpaste aufgebracht und die Schutzfolie von der Bodenplatte entfernt werden. Folgend wird das Halte"kreuz" auf die Bodenplatte des Kühlers gelegt und in die richtige Position gebracht, hier unterscheiden sich die verschiedenen Plattformen natürlich. Die Schrauben für das Festziehen des Kühlers müssen in die passende Stellung für den Sockel gebracht werden. Nun wird nur noch der Kühler an den Abstandsstiften angeschraubt, idealerweise über Kreuz, damit die einwirkende Kraft gleichmäßig auf das Mainboard wirkt. Abschließend ist der Lüfter wieder zu montieren und natürlich auch am Mainboard anzuschließen.

Kritisieren müssen wir hier definitiv das Anbringen der Abstandsstifte mittels der Schraubenmuttern, da man hier schnell das Gefühl hat, eine dritte Hand zu brauchen, welche einem die Backplate gegen das Mainboard drückt. Genauso ist das Einrasten der Schrauben am Haltekreuz etwas fummelig, da hier zuerst der Schrauben nach oben gedrückt werden muss, um ihn bewegen zu können. Das ist genau so in der Anleitung bebildert, jedoch nicht zwingend selbst erklärend. Jenes besagte Heftchen ist durchgehend mit passend großen Bildern bestückt und kommt ohne erklärenden Text zu den einzelnen Schritten aus. Lediglich der Hinweis, für welchen Sockel der Montageschritt nun durchzuführen sei, ist natürlich in Buchstaben gehaltenzwinkern.

Zusammenfassend geht die Montage in Ordnung. Sie lässt sich dank der gut bebilderten Anleitung leicht verstehen, vielleicht nicht ganz so leicht meistern, aber für jeden Interessenten zu bewältigen. Wirkliche Schwachstellen gibt es nicht, eher kleine Hindernisse.

Lieferumfang

In einer Disziplin ist Arctic Cooling auf jeden Fall bereits zu diesem Zeitpunkt des Tests herausragen und das ist eine kompakte, aber funktionale Verpackungen. Die Vorderseite ist, wie bei so ziemlich jedem Kühler, verziert von einem Bild des Produktes samt den wichtigsten Features und die Rückseite gibt genauere Kenntnisse über das Produkt preis. Beide Seiten verraten dem Käufer nun noch etwas über die Vorzüge wie ein besonders langlebiges Lüfterlager oder die hohe RAM-Kompatibilität.

Besonders gut beim Öffnen gefällt uns, dass praktisch der gesamte Inhalt in einem eigenen Tray steckt und somit herausgezogen werden kann. Kühlkörper, Zubehör und Lüfter mit einem Griff aus der Verpackung zu holen ist wirklich praktisch, das sollten mehr Hersteller übernehmen.

Bei uns zeigte die Verpackung an der Klebekante erste Auflösungserscheinungen, wie gehen hier aber von einem Einzelfall aus, schließlich hatten andere Tester, wie auf andere Portalen nachzusehen ist, keinerlei solche Probleme.

LieferumfangDer Lieferumfang fällt zweckmäßig aus, alles was für die Montage benötigt wird, mit Ausnahme des Schraubendrehers. Die Wärmeleitpaste ist in einer Tüte, was eine Wiederverwendung unmöglich macht, jedoch reicht die Menge bei einer normalen CPU ohnehin nicht wirklich für ein zweites Mal auftragen aus. Positiv ist sicherlich das zweite Paar Lüfterklammern für, logischerweise, einen zusätzlichen Ventilator im 120 Millimeter Format.

Im Detail

Auch Arctic Cooling entscheidet sich für ein sehr schlichtes, einfaches, aber dadurch auch funktionales Design. Heatpipes von der Bodenplatte in den Tower, der Lüfter pustet von vorne die Luft durch die Lamellen. Jene sind an den Seiten geschlossen, was den Luftdruck erhöht. Die gleichmäßige Anordnung sowie das lineare Design sind dabei nicht direkt von einem Vorgänger übernommen, sondern eher eine neue Entwicklung. Gerade Kante und rechte Ecken sind von Kühlern wie Freezer 13 oder I30 des Herstellers sonst eher nicht so bekannt. Die Lamellen werden zudem nicht durch spezielle Strukturen unterstützt, sondern einfach gerade gefertigt und verbaut.

Auf der Oberseite finden sich Luftschlitze für den Auslass von warmer Luft, daneben die Enden der Heatpipes. Diese sind gut gekürzt und schön abgeschlossen. Genau wie bei Cooler Master sind die Rohre auch versetzt angeordnet, was sich natürlich positiv auf die Wärmeverteilung auswirkt. In der Bodenplatte wird auch das Direct-Touch-Verfahren angewendet, erneut mit dem bekannten Nachteil der schlechteren Hitzeaufnahme der äußeren beiden Heatpipes.

Wie auf dem letzten Bild auf den Lamellen zu sehen ist, sind dort einige Schleifspuren am Metall aufgetreten. Zumindest zu Beginn des Testes sind uns solche gar nicht aufgefallen, vermutlich deshalb, weil sie nicht vorhanden waren. Als "Übeltäter" könnte der Lüfter in Frage kommen, welcher durch das häufige Anbringen und Abnehmen viel am Metall gerieben hat und damit diese Schürfer verursachen kann. Schön ist das nicht, das wäre gelogen, jedoch auch nicht besorgniserregend, da dies eine normale Abnutzungserscheinung bei einem häufigen Ein- und Ausbauen des Kühlers darstellt. Ob dies ein Fall ist, von der sechsjährigen Garantie Gebrauch zu machen, ist fraglich. Schließlich handelt es sich hier um ein eigenverschuldetes und normales Verhalten des Materials, für das der Hersteller nichts kann. Wir würden es daher im Ernstfall als wenig erfolgreich betrachten, den Kühler mit oben genannter Abschürfung als Garantiefall austauschen zu können.

Montage

Die Montage geht erfreulich einfach von der Hand, die Anleitung ist dabei auch gut gelungen, die großen Bilder, unterstützt durch ein bisschen Text, ermöglichen den simplen Einbau.

Zuerst empfiehlt es sich, die kleinen Klebepads der Backplate einsatzbereit zu machen und sie auf das Mainboard zu geben. Praktischerweise hält es dann auch ganz von alleine, zumindest beim ersten Einbau, und man benötigt keine dritte helfende Hand. Folgend müssen die Haltebügel mit den Schrauben an der Bodenplatte mittels vier kleiner Schrauben angebracht werden. Nun benötigt man nur mehr vier weitere und deutlich längere Schrauben, um damit den Kühler mit der Backplate festzuziehen. Auch wenn hier nur der untere Teil mit einem Gewinde versehen ist, lässt es bereits ein sehr starkes Anziehen zu, was in unseren Augen nicht notwendig ist. Dies kann bei einem anderen Sockel natürlich verschieden sein, dann wäre aber ein anderes Schraubenset angebracht gewesen. Im jetzigen Zustand lässt sich der Kühler auf jeden Fall sehr stark anziehen, was unter anderem zu Startproblemen wegen des Speichercontrollers in Intelprozessoren führen kann, da dieser auf Druck sehr empfindlich reagiert. Ziehen Sie die Schrauben bitte behutsam so fest an, dass der Kühler sich nicht mehr bewegen kann und fügen sie dann noch jeweils eine Umdrehung pro Schraube hinzu. Nun sollte auch bei vorsichtigeren Anwendern der Kühler einen passenden Anpressdruck besitzen. Zuletzt muss noch der Lüfter mittels der Klammern angebracht und mit dem Mainboard verbunden werden, jene sitzen dabei weder zu fest noch zu locker, alles ist an seinem Platz.

Der Test wird in einem offenen Testsystem durchgeführt, Gehäuselüfter fallen daher weg. Die Umgebungstemperatur lag in diesem Test stetig um den Bereich von 23° Celsius.

CPU: Intel Core i7 2600 @3,60 Ghz
CPU-Kühler: Siehe Test
Mainboard: Gigabyte GA-Z68XP-UD3
Arbeitsspeicher: 2 x 4 GB Hynix 1600 Mhz
Grafikkarte: Intel HD Graphics 3000
SSD/ Festplatte:
Kingston SSD370 MSata 32GB
Netzteil: Seasonic Platinum Fanless 400W
Bildschirm:
Belinea EnergyStar

Um die Lautstärke möglichst differenziert zu messen, haben wir auf komplett passive Komponenten zurückgegriffen. Vor allem das Netzteil erweist sich hier gerne als Störfaktor, daher haben wir uns für ein passiv gekühltes Modell entschieden. Bei der Grafikkarte ging die Wahl zur internen Grafikkarte der CPU. Die ausgesuchte SSD besitzt zudem keine beweglichen Teile und ist damit komplett geräuschlos. Die Lautstärkemessungen haben wir mit Hilfe eines Voltcraft SL-100 durchgeführt, das Schallpegel-Messgerät wurde zudem in einem Abstand von 30 cm frontal zum Lüfter positioniert.

Die CPU wird mit Prime95 in Small FFTs belastet, damit lassen sich möglichst hohe Temperaturen erreichen und das volle Potenzial der Kühler austesten.

Temperaturen

Werfen wir doch nun einen Blick auf die Kühlleistung: Diese stellt natürlich eine der wichtigsten Kriterien beim Kauf eines Kühlers dar, der PC soll ja schließlich nicht überhitzen.

Ausgelesen werden die Werte parallel mit "Speedfan" und "HWMonitor", um einzelne Unregelmäßigkeiten eines einzelnen Programs ausschließen zu können.

Im niedrigeren Drehzahlbereich glänzt der Freezer besonders. Mit nur drei Grad hinter dem Allzeitbesten vom Februar 2015 und auf gleicher Linie mit einem Doppelturmkühler mit gleich drei Lüftern ist das ein ganz großer Wurf. Cooler Master schneidet hier mit weniger Umdrehungen deutlich schlechter ab, platziert sich aber im ansehnlichen Mittelfeld. Beide Kühler laufen also keinerlei Gefahr der Überhitzung bei niedriger Drehzahl.

Mit steigender Drehzahl holt der Hyper 212X deutlich auf, zur Leistungsspitze sind es nun nur mehr sechs Grad Celsius Differenz. Arctic ergattert sich erneut den zweiten Platz und verringert den Abstand erneut auf gerade noch ein Grad Differenz über alle Kerne gerechnet. Auch an dieser Stelle wieder wirklich tolle Temperaturwerte.

Es lässt sich nun definitiv sagen, dass der Hyper 212X deutlich von einem steigenden Luftstrom profitiert und positioniert sich somit im oberen Drittel des Vergleichs. Der Freezer i32 teilt sich nun seinen wohl verdienten zweiten Platz mit dem Mugen Max, beide natürlich auf einem tollen Niveau. Wäre man überkritisch, könnte man hier anmerken, dass der Freezer i32 im Vergleich offenbar im niedrigeren Drehzahlbereich deutlich besser skaliert, vermutlich auch eine kleine Optimierung wegen der Ausrichtung auf den semi-passiven Betrieb im Leerlauf, damit auch dort niedrige Temperaturen vorherrschen.

Die Temperaturwerte sind von beiden Kühlern stets weit außerhalb des kritischen Bereiches und Arctics Freezer i32 liefert fast die neue Referenz, sehr gut! Im passiven Leerlauf wird jener außerdem auch nur wenige Grade, zirka zwei bis drei, wärmer als der Hyper 212X, womit sich niemand Sorgen machen muss.

Drehzahlen

Eine kurze Anmerkung zu diesem Punkt: Der Redakteur hat sich die Reviews seiner Kollegen zu den kleineren Top-Blow-Kühlern als Inspiration genommen und mit diesem Review die Drehzahl-Kategorie eingeführt. Wir bitten um Verständnis, dass sich viele der Kühler nicht mehr beim Redakteur befinden und daher die entsprechenden Werte nicht gemessen werden können.

Eingestellt wird der dazugehörige PWM-Wert über das Softwaretool "Speedfan". Die Werte werden doppelt ermitteln, einmal über das vorher genannte Programm und zusätzlich über "HWMonitor", um eventuelle Ungleichheiten ausschließen zu können.

Der Hyper 212X ist durchgehend etwas langsamer unterwegs und die Lüfter beider Kühler drehen natürlich nicht weit auf, was bei 100% PWM-Drehzahlsignal sehr schön zu sehen ist. Damit hoffen wir natürlich auf gute Lautstärkewerte, mehr dazu gleich unterhalb.

Lautstärke

Schauen wir einmal, welcher Kühler im Vergleich der Lautstärke die besseren Resultate liefert. Vorab eine kleine Definition zur besseren Einordnung:

Bis 32,9 dB(A) Unhörbar leise bis sehr leise
Von 33,0 bis 34,9 dB(A) Leise bis leicht hörbar
Von 35,0 bis 39,9 dB(A) Hörbar bis deutlich hörbar, die Komponente sollte aus einem geschlossenen Gehäuse herauszuhören sein
Ab 40 dB(A) Störend laut

Praktisch nicht aus der Umgebung herauszuhören sind beide Kühler mit 50% ihrer Drehzahl, wobei der Hyper 212X noch ein kleines Stück leiser ist. Dabei sollte aber nicht vergessen werden, dass der Freezer i32 im aktuellen Szenario deutlich bessere Temperaturwerte liefert und in dieser Relation die bessere Wahl ist. Absolut gesehen leiser ist dennoch der Kühler aus dem Hause Cooler Master.

Mit der steigenden Drehzahl werden beide Kühler hörbar, sind aber dennoch sehr leise und liefern dabei auch noch gute Temperaturwerte. Wer eine gute Kühlung möchte und sich einen manuellen Eingriff traut, kann in dieser Einstellung bei normalen Core i5/i7 oder AMD FX eine sehr tolle Kombination aus Lautstärke und Kühlleistung erreichen.

Wenig überraschend werden beide Kühler bei maximaler Drehzahl noch einmal lauter, aber weder störend noch nervig, was vor allem an den nicht vorhanden Störgeräuschen und damit einer hohen Qualität der Lüfter liegt. An dieser Stelle muss aber gesagt werden, dass der Hyper 212X nun durchaus merkbar leiser ist. Bitte nicht falsch verstehen, der i32 ist nicht laut, nur etwas mehr hörbar.

Die Lautstärkemessungen sind bei beiden Kühlern sehr erfreulich ausgefallen, einen leisen PC kann man mit beiden Modellen auf jeden Fall realisieren.

Hyper 212X

Simon Sternbauer

Im Prinzip kann man mit dem Kühler nicht wirklich etwas falsch machen, auch wenn nicht alles perfekt ist, aber das ist schließlich niemand und vor allem kein Produkt.

Der wohl beste Punkt, der für den Cooler Master Hyper 212X spricht, ist seine sehr niedrige Geräuschkulisse. Jene zieht sich durch alle Lastlagen hindurch und macht den Kühler zu einem treuen, leisen Begleiter. Die Temperaturen liegen dabei durchgehend im grünen Bereich, eine gelungene Kombination also. Die Verarbeitung ist auch gut und die Anbringung eines Lüfters ein Klacks. Dies liegt an der Kunststoffhalterung, von welcher auch ein zweites Kit vorhanden ist. Erfreut können wir auch die exzellente Verpackung des Zubehörs erwähnen.

Als negativen Punkt sehen wir hingegen die Montage des Kühlkörpers selbst, denn diese hätte leichter von der Hand gehen können. Zugegeben, sie ist nicht kompliziert, aber wir haben da einfach schon bessere Methoden gesehen. Im Vergleich zieht außerdem Cooler Master bei den Temperaturen den Kürzeren. Wie bereits angesprochen sind die absolut in Ordnung, aber eben nicht so gut wie es der Mitbewerber schafft.

Wer rund 35,- Euro Budget für einen Kühler übrig hat, darf dem Cooler Master Hyper 212X gerne eine Chance geben.

  • Positiv
  • Sehr leise
  • Gute Verarbeitung
  • Temperaturen immer im guten Bereich
  • Clevere Montage des Lüfters und zweites Kit
  • Verpackung des Zubehörs vorbildlich
  • Neutral
  • Negativ
  • Montage komplizierter als nötig
  • Temperaturen im Vergleich nicht so ganz gut

Frezzer i32

Simon Sternbauer

Auch Arctic Cooling liefert ein Produkt ab, bei welchem man zugreifen kann. Perfekt ist es natürlich auch nicht, allerdings werden sehr gewichtige Argumente für den Freezer i32 ins Feld geführt.

Da wäre auf jeden Fall die ausgezeichnete Kühlleistung, wobei der Kühler sich hier um teilweise nur ein Grad Celsius dem Allzeitbesten geschlagen geben muss. Dabei wird der Kühler auch nicht übermäßig laut, viel mehr das Gegenteil, er bleibt selbst bei höchster Drehzahl in einem angemessenen Rahmen. Semi-passiv ist der Freezer außerdem auch, womit er im Leerlauf gleich gar nicht zu hören ist. In die positive Liste reiht sich zusätzlich noch das umwerfende Preis-Leistungsverhältnis ein, für nicht einmal 30,- Euro wechselt das Produkt bereits den Besitzer. Die Verarbeitung ist dabei auch sehr solide, die kleinen Mängel an der Verpackung und den Lamellen sind nur bei uns aufgetreten. Ob dies ein Grund ist, den Kühler auf die sechsjährige Garantiezeit getauscht zu bekommen, darf angezweifelt werden. Schließlich handelt es sich um ein Eigenverschulden durch die häufigere Montage. Ganz ohne wäre es natürlich am allerbesten gewesen, aber ein schwarzes Schaf findet sich überall.

Kritisch zu betrachten ist das fehlende Montagekit für AMD, da so bei einem Wechsel des CPU-Herstellers gleich auch ein neuer Kühler her muss. Zumindest vertreibt Arctic Cooling den Freezer auch unter der Bezeichnung A32 für AMD-Sockel. Im Vergleich muss sich der Freezer i32 außerdem dem Hyper 212X geschlagen geben, jener ist einfach noch einmal um ein bisschen leiser, was sich bei maximaler Drehzahl dann durchaus bemerkbar macht, auch wenn beide Kühler leise bleiben.

Eigentlich kann man nur sagen zugreifen, mehr Kühler kann man für das Geld praktisch nicht erhalten. Wenn man es noch leiser möchte, sollte man aber auch ein Auge auf den Mitbewerber in diesem Vergleich werden.

  • Positiv
  • Ausgezeichnete Temperaturen
  • Gute Lautstärkewerte
  • Preis/Leistung ist umwerfend
  • Solide Verarbeitung, jedoch leichte Schwäche bei Lamellen
  • Semi-passiver Modus
  • Cleverer Montagetrick mit Klebepads...
  • Neutral
  • Negativ
  • ... dafür sehr starkes Anziehen möglich
  • Nur Montagekit für Intel vorhanden
  • Im Vergleich nicht ganz so leise

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