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Tech-Review.de

  • Montag, 10. August 2020
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Garmin nüvi 3790T

Garmin nüvi 3790T: Premium-Navigationsgerät im Praxis-Test

Einleitung

Navigationsgeräte sind mittlerweile zum ständigen Begleiter eines jeden Autofahrers geworden. Ob als mobiles Gerät oder fest eingebaut im Fahrzeug, ohne geht schon fast gar nicht mehr. Dabei helfen sie einem nicht nur das Ziel zu finden, sondern informieren über die aktuelle Verkehrslage und zeigen einem Interessante Dinge, sogenannte Point-of-Interest, in der näheren Umgebung an.

Garmin, ein führender Hersteller von mobilen Navigationsgeräten, stellte uns sein Meisterstück zur Verfügung. Wir durften das Garmin nüvi 3790T über mehrere Tage ausgiebig testen und probierten es nicht nur in Deutschland aus.

Das Nüvi 3790T von Garmin

Multitouch-Glasdisplay, sprachgesteuerte Navigation und Fahrspurassistent sind nur ein kleiner Teil der umfangreichen Eigenschaften dieses Gerätes - klingt im ersten Moment mehr als zufriedenstellend. Ob es im Praxis-Einsatz hält was es verspricht, erfahren Sie in unserem Testbericht.

Lieferumfang

  • nüvi 3790T
  • City Navigator® NT-Straßenkarten für Europa (vollständige Abdeckung)
  • Unbegrenzte Verkehrsfunklizenz
  • KFZ-Anschlusskabel mit TMC-Verkehrsfunkempfänger (auf der Verpackung durch ein „T“ nach der Modellnummer gekennzeichnet)
  • Saugnapfhalterung mit Lautsprecher
  • USB-Kabel
  • Armaturenbrett-Klebeplatte
  • Schnellstartanleitung

Spezifikation

  • Geräteabmessungen, B x H x T: 12,2 x 7,5 x 0,895 cm
  • Anzeigegröße, B x H: 9,7 x 5,7 cm Diagonale 10,9 cm (4,3 Zoll)
  • Anzeigeauflösung, B x H: 800 x 480 Bildpunkte
  • Anzeigeart: Glas Display, variable Ausrichtung, WQVGA-TFT-Farbdisplay mit weißer Hintergrundbeleuchtung
  • Gewicht: 113,4 Gramm
  • Batterie: Lithium-Ionen-Akku
  • Betriebsdauer der Batterien: bis zu 4 Stunden
  • Wasserdicht: nein
  • Hochempfindlicher GPS Empfänger: ja

Besonderheiten

Zieleingabe oder Kartendarstellung
Sprachansagen ja, interner und externer Lautsprecher
Ansage von Straßennamen ja
Echte Sprachsteuerung ja
Fahrspurassistent, Pfeile zeigen die richtige Fahrspur ja
trafficTrends™ ja, mit Kreuzungsansicht
myTrends™ ja
3D-Gebäudeansicht ja
Automatische Sortierung mehrerer Ziele ja
Automatische Neuberechnung der Route ja
Wahl des Routen-Setups ja
Routenvermeidung ja
Freisprecheinrichtung über Bluetooth-Technologie ja
Mit TMC-Verkehrsfunk-Kompatibel ja
Anzeige von Tempolimits ja
"Wo bin ich?"-Funktion ja
Speicher "Letzte Position" beim Herausnehmen des Gerätes ja
ecoRoute™ (Spart Sprit) ja
QWERTZ oder ABC-Tastatur ja
Benutzerdefinierte POIs ja
Konfigurierbare Fahrzeugsymbole ja
Garmin Garange™ voices compatible ja
PhotoNavigation ja
Weltzeituhr, Währungsrechner, Einheitenrechner, Taschenrechner ja
Bildbetrachter ja
Garmin Lock™ (Diebstahlsicherung) ja
Touchscreen ja, Multi-Touch
Zusätzliches Dieses USB-Massenspeichergerät ist mit Windows® XP oder neueren Versionen und Mac® OS X 10.4 oder neueren Versionen kompatibel.
nüRoute™-Technologie mit trafficTrends™ (Berechnung von Routen ausgehend vom erwarteten Verkehrsfluss): ja
nüRoute™-Technologie mit myTrends™ (Vorhersage von Routen aufgrund des Navigationsverhaltens des Benutzers): ja

Der erste Eindruck

"Red Dot Design Award Winner 2010" steht unauffällig in der unteren linken Ecke der Verpackung - das lässt ja so einiges vermuten!

Beim Auspacken mussten wir ganz vorsichtig sein, da der Karton wirklich prall gefüllt ist. Garmin hat an alles gedacht und dem nüvi einen recht umfangreichen Lieferumfang beschert. Ganze elf Schnellstartanleitungen, die Sicherheitserklärung, diverse Kabel, eine zweiteilige KFZ-Halterung und das Gerät selbst stecken in der Verpackung. Als wir es endlich geschafft hatten, hielten wir das nüvi 3790T in unseren Händen und waren schlichtweg begeistert.

Tatsächlich, das Garmin nüvi 3790T ist ein unbeschreiblich schönes Gerät. Es ähnelt dem Apple iPhone und kommt in einem sehr schlanken Format daher. Nur 8,95 mm dünn und mit einem 4,3 Zoll-Multi-Touch Display ausgestattet erinnert das Gerät mehr an ein Smartphone als an ein Navigationsgerät. Das Display hat eine Auflösung von 800 x 480 Pixeln und spielt damit tatsächlich auf Augenhöhe moderner Smartphones. Doch wollten wir nicht eigentlich ein Navigationsgerät testen? Es ist eins, keine Sorge. Ein hübscher Aufkleber auf dem nüvi 3790T zeigt uns ganz klar um was für ein Gerät es sich hier handelt.

An der Unterseite des Gerätes befindet sich ein micro-USB Anschluss und der Anschluss für die KFZ-Halterung. Auf der Oberseite befindet sich die Einschalttaste. Sie ist dezent im Gehäuse integriert und fällt kaum auf. Der Druckpunkt ist sehr tief und man muss etwas länger draufdrücken, bevor das Gerät mit der Arbeit beginnt. Auf der Rückseite befindet sich der Lautsprecher. Doch Moment, hat Garmin nicht was von Sprachsteuerung geschrieben? Wo ist das Mikrofon? Das Mikrofon befindet sich auf der Vorderseite, direkt neben dem Bildschirm und fällt absolut nicht auf. Die Rückseite des Garmin nüvi 3790T ist teilweise aus gebürstetem Aluminium, wirklich beeindruckend.

Durch den Mix aus hochwertigen Materialien wirkt es sehr edel, liegt gut in der Hand und ist erstklassig verarbeitet. Wir haben hier absolut nichts auszusetzen.

Einsteigen, einschalten, losfahren... (1)

Das haben wir uns zumindest gedacht, aber mussten erstmal eine kleine Bastelrunde einlegen. Die KFZ-Halterung besteht aus zwei Teilen. Ein Clip wird direkt am nüvi 3790T befestigt und die eigentliche Saugnapfhalterung wird an der Frontscheibe befestigt. Mit einem Kugelkopf werden die beiden Teile miteinander verbunden. Das kostet ein wenig Kraft, ist aber mit etwas Übung spielend einfach. An der Halterung befindet sich noch ein zusätzlicher Lautsprecher. Dieser Lautsprecher hat es ganz schön in sich und beschallte unser Fahrzeug jederzeit mehr als ausreichend.

Die KFZ-Halterung

So, als nächstes noch das KFZ-Anschlusskabel in den 12V-Anschluss unseres Autos gesteckt und dann ran ans nüvi 3790T. Das funktionierte aber nicht auf Anhieb. Am Gerät selbst befindet sich ein micro-USB Anschluss, an der KFZ-Halterung wurde aber ein mini-USB Anschluss verwendet. Wir versuchten das Kabel intuitiv zuerst in das Navigationsgerät direkt zu stecken, funktionierte aber natürlich nicht. Das KFZ-Anschlusskabel wird nur mit der Saugnapfhalterung verbunden.

Gerät einschalten, einen Moment warten und schon strahlte das Display und wartete auf die Zustimmung der Sicherheitsbelehrung. "Zieleingabe" und "Karte" sind als sehr große Symbole direkt auf dem Hauptbild zu sehen. Darunter lässt sich die Lautstärke regulieren, in den Optionen des Gerätes navigieren, eine aktuelle Navigation unterbrechen und eine Umleitung eingeben. Darüber ist die Statusanzeige des GPS Signals, die aktuelle Uhrzeit, ein kleine Bluetoothsymbol und die Akkuanzeige. Doch halt, was will uns das kleine PKW-Symbol dort sagen? Tippt man kurz mit dem Finger darauf, fragt uns das Gerät welchen Modus es nutzen soll. Hier kann man zwischen Auto, Fußgänger und Fahrrad wählen. Das Gerät lässt sich also nicht nur im Auto nutzen, sehr schön!

Wir schauten zuerst in den Menüpunkt "Extras" und wollten die wichtigsten Einstellungen am Gerät vornehmen. Im Untermenü wurde uns zusätzlich noch eine Hilfe, die Funktion ecoRoute, Sprachbefehl, Routenplanung und "Wo bin ich?" angezeigt. Die ecoRoute-Funktion berechnet besonders spritsparende Routen und zeigt Informationen zum Kraftstoffverbrauch an. Unter dem Menüpunkt "Sprachbefehl" kann man das Signalwort zur Aktivierung der Sprachsteuerung ändern, die Routenplanung erlaubt eine Vorplanung der geplanten Route und "Wo bin ich?" zeigt alle Informationen zum aktuellen Standort. Dort hat man zusätzlich noch die Möglichkeit sich die nächste Klinik, Polizeistation, Tankstelle und ADAC Station anzeigen zu lassen. Wer sich so tief ins Menü bewegt nur um nach einer Tankstelle zu suchen, hat die Bedienungsanleitung wirklich vorher gelesen. Intuitiv hätten wir diese Funktion dort nicht vermutet. Ein extra Symbol auf der Hauptseite wäre deutlich einfacher gewesen. Um ecoRoute nutzen zu können, muss man zuerst ein Profil seines Fahrzeugs anlegen und gibt dafür die Kraftstoffart, den Verbrauch Inner- und Außerorts und den aktuellen Kraftstoffpreis ein.

In den Geräteeinstellungen lassen sich sämtliche Einheiten einstellen. Unser Gerät war bereits auf km/h eingestellt. Uhrzeit und Datum stimmten ebenfalls. In den Navigationsoptionen lässt sich der Detailgrad der angezeigten Karte einstellen. Man kann zwischen drei Stufen wählen. Von der minimalistischen "nur Straßen" bis zur Postkartenansicht ist alles zu finden. Wir entschieden uns für "Mehr", da unser Mitfahrer ruhig sehen darf, was es für kleine Nebenstraßen um uns herum gibt. Als kleines Gimmick lässt sich in den Einstellungen sogar das Fahrzeugsymbol ändern. Wir entschieden uns aber für das Porsche-ähnliche Modell.

Die Funktion nüRoute versteckte sich ebenfalls in den Navigationsoptionen. Neben der Berücksichtigung aktueller Verkehrsmeldungen wird mittels Trendanalysen die Entwicklung des Verkehrs auf der geplanten Strecke vorausberechnet und bei der Routenführung berücksichtigt. Dabei sorgt die Funktion myTrends dafür, dass das Gerät für häufig gefahrene Strecken beispielsweise eines Pendlers regelmäßig angefahrene Ziele in Abhängigkeit zur Tageszeit speichert. Damit lernt das Gerät, dass die gleiche Strecke im Berufsverkehr länger dauert als außerhalb der Rushhour.

In den Extras befinden sich zusätzlich noch die Einstellungen der Anzeige, die Sprache des Gerätes und die Bluetooth Einstellungen. Wir koppelten unser Samsung Galaxy S ohne Problem mit dem nüvi 3790T. Die Sprachausgabe war zufriedenstellend. Der zusätzliche Lautsprecher an der KFZ-Halterung verrichtete seine Dienste sehr gut. Unter "MyMaps" werden alle aktuell installieren Karten angezeigt.

Einsteigen, einschalten, losfahren... (2)

Wir wechselten daraufhin zur Zieleingabe und wurden dort wieder in ein sehr umfangreiches Untermenü gebracht. Dort lässt sich zwischen Adresse, Nach Hause, Point of Interest, kürzlich gefunden, Favoriten und Parkmöglichkeit wählen. Wir wollten jetzt einfach nur zum nächsten Ziel navigieren und wählten Adresse. Und was kommt jetzt, natürlich wieder ein sehr umfangreiches Untermenü. Ohne große Prüfung aller Unterpunkte wählten wir Stadt/Ort eingeben. Wenn man die genaue Postleitzahl kennt, kann auch PLZ eingeben wählen. Über die recht große Touchscreentastatur lässt sich nun der Ort eingeben. Auf der Tastatur sind sogar Umlaute verfügbar. Ein Ö muss so nicht mehr mit OE umschrieben werden.

Das nüvi 3790T reagiert sehr schnell, fast zu schnell. Während der Eingabe des Ortes verschwand plötzlich die Tastatur und völlig unfreiwillig tippten wir auf Delmsen (Neuenkirchen), obwohl wir eigentlich Delmenhorst eintippen wollten. Was ist passiert? Ganz einfach, nach ein paar Buchstaben wechselt das nüvi 3790T in die Liste der nun möglichen Ortsnamen. Nach DELM blieb nicht mehr viel übrig. Das war aber viel zu schnell und geschah ohne Vorwarnung. Da wir weiter fleißig DELMENHORST tippen wollten, tippten wir so nun auf den falschen Ort - ärgerlich! Einen Schritt zurück und Delmenhorst ausgewählt, danach kommt die Eingabe der Straße. Auch hier das gleiche Spiel. Nach ein paar Buchstaben zeigt das 3790T alle nur noch möglichen Straßennamen an. Danach erfolgt die Eingabe der Hausnummer. Ein grüner Fertig-Button signalisierte uns das Ende unserer langen Reise zur Navigation.

Nun wurde sehr schnell die Karte geladen, unser Porsche signalisiert uns unseren aktuellen Standort und eine schwarze Sprechblase zeigte uns das Ziel an. Geht es schon los? Nein, ein letzter Fingertipp auf "Los!" und erst danach wurde die Route berechnet. Hierbei geht das nüvi 3790T aber sehr behäbig ans Werk. Das haben wir schon schneller gesehen. Doch in Anbetracht von nüRoute, myTrends und der Verkehrslage hat das nüvi eine Menge zu berücksichtigen.

Die Navigation zum Zielort war aber nun ein Kinderspiel. Die Sprachansagen waren sehr deutlich, aber nicht immer früh genug. Teilweise erfolgten die Ansagen etwas spät. Die Kartendarstellung war erstklassig. Das Display trumpft hier richtig auf. Es machte deutlich mehr Spaß auf das Display zu schauen, als den Sprachansagen zu gehorchen. Die Farben sind sehr kräftig, der Kontrast ist hoch und der Detailgrad des Kartenmaterials überzeugt. Das Garmin nüvi 3790T trumpft sogar mit einem Fahrspurassistent auf und hilft bei unbekannten Kreuzungen oder Anschlussstellen. Der Fahrspurassistent mit 3D-Kreuzungsansicht leitet jeden Aufofahrer rechtzeitig auf die richtige Spur. Die realistische Darstellung von Schildern an Kreuzungen in Verbindung mit Pfeilen, die auf die richtige Spur hinweisen hilft dabei um entspannt anzukommen. Auf einer Route zur Gamescom nach Köln waren Erhebungen sehr gut zu erkennen. Doch das ist noch nicht alles. Wichtige Gebäude in vielen Städten werden realistisch dargestellt.

Das nüvi 3790T bietet zudem verschiedene Extras wie eine Bildbetrachter, Weltzeituhr mit Zeitzonen, Währungsrechner, Einheitenrechner, Taschenrechner und weitere schöne Dinge. Ob man diese bei einem Navigationsgerät wirklich braucht muss sich jeder selbst beantworten.

Mit an Board ist natürlich auch der mitgelieferten Verkehrsfunkempfänger (eingebaut im KFZ-Anschlusskabel) und eine unbegrenzten Verkehrsfunklizenz für Navteq Trafffic TMCpro. So empfängt das nüvi 3790T ständig Verkehrsfunkmeldungen, um Verkehrsbehinderungen und Baustellen auf der geplanten Route zu umgehen. Ein Tippen auf das Meldungssymbol auf dem Display und das nüvi zeigt Details zur Verkehrslage und bietet im Ernstfall eine Ausweichroute an. Die Berechnung der Ausweichroute funktioniert sehr gut.

Die eingebaute Sprachsteuerung funktionierte in unserem Test ebenfalls gut. Nach ein paar Übungen navigiert man sicher durch das Menü. Wenn man es bis zur Perfektion treibt, schaut man irgendwann gar nicht mehr aufs Display. Dort werden einem alle möglichen Sprachbefehle angezeigt. Diese beherrscht der versierte Benutzer irgendwann im Schlaf.

Fußgängernavigation

Während einer Städtetour im wunderschönen Wien nutzten wir das nüvi 3790T als modernen Touristenführer. Clou an dem Navigationsgerät mit Ambitionen zum Smartphone, ist die Verwendung als Fußgängernavigation. Dreht man das nüvi vom Quer- ins Hochformat, sorgt ein Neigungssensor dafür, dass sich das Bild mitdreht – und das sehr flink. So lässt es sich wie ein Handy benutzen. Kurz den Benutzermodus auf Fußgänger umgestellt und schon konnten wir uns zu den schönsten Sehenswürdigkeiten von Wien navigieren lassen, Kenntnisse über die exakten Adressen vorausgesetzt.

Garmin hat hierzu aber noch ein ganz besonderes Ass im Ärmel. Mit dem cityXplorer kann man extra Stadtpläne herunterladen, um sich in großen Städten zurechtzufinden. So wissen Sie immer wo Sie hingehen müssen und wo Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen abfahren. Man hat Zugriff auf Fahrpläne für öffentliche Verkehrsmittel sowie auf Informationen zur voraussichtlichen Reisezeit. cityXplorer-Karten sind für ausgewählte Städte in Nordamerika und Europa bereits ab 9,99 $ erhältlich. Diese Funktion konnten wir leider nicht testen.

Nun erklärt sich auch warum man eine Weltzeituhr mit Zeitzonen, Währungsrechner, Einheitenrechner und Taschenrechner mit in seinem Navigationsgerät hat. Als Tourist im Ausland braucht man diese Funktionen einfach. Wirklich gut mitgedacht, Garmin.

Besonderheiten

Da unser Fahrzeug über einen USB Anschluss verfügt, wollten wir das Gerät ohne das etwas zu groß geratene KFZ-Anschlusskabel aufladen. Dazu kann man das mitgelieferte micro-USB Anschlusskabel verwenden. Wir hatten gehofft das nüvi so ebenfalls aufladen zu können und haben es mit dem USB Anschluss in unserem PKW verbunden.

Der Versuch begann während einer Fahrt, weil der sehr lang haltende Akku irgendwann auch mal aufgeben musste. Kabel eingesteckt und plötzlich verabschiedete sich das Gerät in einen Empfangsmodus. Das nüvi erwartete hier jetzt eine Verbindung mit dem PC. Die Navigation wurde abgebrochen und das Bild schwarz. Nach ein paar Augenblicken vollzog das Gerät einen Neustart, da es entgegen der Annahme doch nicht mit einem PC kommunizierte. Wir konnten die Navigation fortsetzen - der Akku wurde tatsächlich geladen. Das kann man auch besser lösen und Abfragen in welchen Modus das Navigationsgerät wechseln soll, so bleibt einem eine solche Überraschung erspart. Doch USB Anschlüsse im Fahrzeug sind ja bisher eher die Ausnahme.

Schade, auch bei einem etwa 300 Euro teuren Navigationsgerät der Extra-Klasse wird kein separates Netzteil mitgeliefert. Man muss das nüvi 3790T also entweder im Auto oder am heimischen PC aufladen. Bei günstigen Einstiegsgeräten ist das ja noch zu verschmerzen, aber nicht in der Premiumklasse.

Fingerabdrücke sind ein wirkliches Problem bei diesem Gerät. Sie haften daran wie Kaugummi an den eigenen Lieblingsschuhen und sind leider sehr schwer wegzubekommen. Hier könnte Garmin vielleicht ein kleines Vliestuch beilegen.

Timo Stutz meint …

Timo Stutz

Das Garmin nüvi 3790T ist wirklich eine Klasse für sich. Es ist elegant, hat alle technischen Features die ein Navigationsgerät in dieser Preisklasse haben muss und weiß im Praxistest zu gefallen. Es gibt nur wenige bis gar keine Kritikpunkte. Diese sind aber auch alles andere als ernst zu nehmen und trüben den grenzenlosen Navigationsspaß in keinster Weise.

Der Preis ist hier aber leider das Salz in der Suppe. Mit einem Straßenpreis von ca. 300 Euro ist es wahrlich kein günstiges Vergnügen. Dieses Gerät ist nichts für den Gelegenheitsnavigator. Es richtet sich an eine ganz andere Zielgruppe, eine Zielgruppe die viel und oft fährt. Eine Zielgruppe die bequem und sorgenfrei an die entlegensten Ziele kommen möchte. Der Fußgängermodus plus cityXplorer dient dort dann als erstklassiger Städteführer.

Wenn Sie sich jetzt angesprochen fühlen, sollten Sie zum Garmin nüvi 3790T greifen - unsere Empfehlung haben Sie jedenfalls!

  • Positiv
  • Elegantes Design
  • Im Quer - und Hochformat zu benutzen
  • Alle technische Features eines aktuellen Navis
  • Neutral
  • Negativ
  • Relativ teuer
  • Ansagen teilweise etwas spät

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