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Tech-Review.de

  • Dienstag, 20. Februar 2024
DreameBot L10s Ultra

DreameBot L10s Ultra: KI-gestützter Saugroboter mit praktischer Wischfunktion!

Einleitung

In der hektischen Welt von heute haben immer mehr Menschen einfach keine Zeit mehr, alltägliche und zeitaufwändige Hausarbeiten zu erledigen. Welch Glück, dass es seit einigen Jahren auf dem Technologiemarkt entsprechende Lösungen gibt, die einem das Leben erleichtern sollen. Dank technischer Weiterentwicklungen haben sich moderne Saugroboter mittlerweile als zuverlässige Helfer erwiesen, die mit intelligenten Anwendungskonzepten den Boden vollautomatisch sauber und staubfrei halten, während wir uns in aller Ruhe auf die Erledigung anderer Aufgaben konzentrieren können. All dies hat natürlich auch seinen Preis und ist daher - je nach Funktionsumfang - nicht für jeden Nutzer erschwinglich.

Der chinesische Hersteller Dreame Technology hat mit der L10-Serie gleich mehrere neue Modelle auf den Markt geworfen, die das Potenzial besitzen, die Konkurrenz in Sachen Reinigungsleistung und Funktionsvielfalt vom angestammten Thron zu werfen. In diesem Test werfen wir einen genaueren Blick auf das Flaggschiff der Modellreihe, den DreameBot L10s Ultra.

Alles in Einem

Der Saugroboter mit seiner sehr straffen UVP von rund 1199,- Euro (Marktpreis ~800 Euro) verspricht dem Anwender eine effiziente und automatisierte Reinigung - und dies quasi auf Knopfdruck, in einem automatischen Zeitplan, oder gar für einzelne Räume und Zonen. Er wirbt mit einer intelligenten Aufgabenplanung für gleichzeitiges Staubsaugen und Wischen in einem einzigen Durchgang und erledigt dies mit normalem Frischwasser (optional für eine noch bessere Leistung versetzt mit Reinigungskonzentrat). Der Roboter und seine praktische Reinigungs- und Versorgungsstation als Basis verfügen ab Werk bereits über eine Vielzahl an interessanten Funktionen, die darauf ausgelegt sind, die Nutzung des Roboters - abgesehen vom Entsorgen und Befüllen der Tanks - weitestgehend zu automatisieren.

Der L10s Ultra punktet hierbei beim Thema Wohnungskartierung und der selbstständigen Orientierung innerhalb der Räume. Möglich wird dies durch die Verwendung einer intelligenten und KI-gestützten sowie mit RGB-Kamera kombinierten Navigationseinheit, die das vorherrschende Problem anderer Hersteller mit einfacher Kreuzlasertechnik bei der korrekten Hinderniserkennung von sehr flachen Objekten beheben soll. Ebenfalls mit an Bord ist eine durchdachte Selbstreinigung des Saugers für beste Reinigungsergebnisse und in Zeiten des Smarthomes auch eine umfangreiche, aber zugleich smarte App-Steuerung.

Wir wollen für euch herausfinden, ob das Gesamtpaket bestehend aus Reinigungsstation und Roboter den hochtrabenden Werbeaussagen zahlreicher Portale auch in der Realität standhalten kann. Wenn ihr also auf der Suche nach einem Saugroboter seid, solltet ihr unbedingt weiterlesen, wir klären auf.

Viel Spaß beim Lesen,
Euer Team TRV!

Roboter + Station schnell mal ausgepackt

Noch bevor es losgeht mit dem eigentlichen Auspacken des Kartons, müssen wir vorab etwas erwähnen - die deutlichen Warn-Aufkleber auf der Verpackung verraten es aber auch bereits: Es ist unerlässlich beim Empfang des Kartons in einigermaßen guter körperlicher Verfassung zu sein. Das Paket des Saugroboters mitsamt der Station wiegt laut unserer Waage über stolze 17 kg und lässt sich daher nicht "mal eben" in den dritten Stock hieven. Egal ob man den Roboter nun per Lieferdienst kommen lässt oder ihn im Elektromarkt erwirbt: man sollte bereits mit Popeye-artigen "Spinat-Turbo"-Kräften oder eben praktischen Helferlein, wie einer Sackkarre, ausgestattet sein, damit der Transport in die eigenen vier Wände nicht zum schweißtreibenden Akt mutiert - gerade bei den aktuell sommerlichen Temperaturen :) .

Los geht es mit dem Auspacken im Stil einer russischen Matroschka-Puppe, von außen nach innen. Der eigentliche Produktkarton des L10s Ultra-Bots ist sehr übersichtlich als auch bildreich gestaltet und bietet bereits vorab viele Informationen zu den verschiedenen Funktionen des kleinen Helfers. Die Station selbst nimmt platzmäßig den größten Raum ein, während der Saugroboter mit seinem kompletten Zubehör in einer separaten Kartonage am Rand untergebracht ist. Alles ist mit Styropor- und zusätzlichen Karton-Elementen, sowie auch einer Schutzfolie gegen Zerkratzen oder Verrutschen, sicher geschützt.

Lieferumfang

In dem kleineren Karton befinden sich alle Zubehör-Utensilien, die für den Betrieb des Saugers und seiner Station benötigt werden. Darunter zum Beispiel die bereits auf den Trägerplatten vormontierten und praktischerweise mit einem Klettsystem ausgestatteten Wischmopp-Aufsätzen, der dreiflügelige Kleinteil- und Staubsammler, die mehrsprachige Bedienungsanleitung, eine Kartusche mit dem hauseigenen Reinigungskonzentrat, eine praktische Reinigungsbürste und natürlich der nicht gerade kleine Saugroboter selbst. Alles ist, wie schon erwähnt, sorgfältig gegen mögliche Erschütterungen geschützt und gut verpackt.

Die Bedienungsanleitung ist mehrsprachig gedruckt und erklärt zusammen mit verständlichen Piktogrammen zunächst die einzelnen Baugruppen, deren Montage am Roboter und natürlich auch den Betrieb des Ganzen. Selbst für absolute Laien sollte es damit kein Problem darstellen, unser Reinigungs-Gespann seine Arbeit aufnehmen zu lassen.

Aus der Reinigungsbürste hat Dreame direkt ein kleines Multi-Tool geschaffen, bei der man am unteren Bereich einfach eine Hakenklinge ausklappen kann. Damit lassen sich etwaige Haare oder Fäden, die sich zum Beispiel an der Saugwalze des Bots verheddern können, einfach entfernen. Man kennt dieses Problem ja schon vom handelsüblichen Staubsauger mit drehender Walzendüse, um Tierhaare aufsaugen zu können. Nach einer gewissen Zeit der Nutzung muss diese von verwickelten Dingen mühselig befreit werden. Hierbei kann das Tool wirklich gut helfen.

Die Reinigungsbürste mit Zusatzoptionen um Fäden zu entfernen

Alle Zubehörteile nochmal im Überblick:

  • 1x Reinigungsstation
  • 1x Saugroboter
  • 2x Wischmopps auf Klett-Trägerplatten
  • 1x Staub- und Kleinteilsammler
  • 1x Reinigungsbürste
  • 1x Ersatzbeutel für den Staubtank in der Station
  • 1x Kartusche mit herstellereigenem Reinigungskonzentrat
  • 1x Mehrsprachige Bedienungsanleitung
  • 1x Kaltgerätestromkabel

Technische Daten

Die technischen Daten sowohl von der Station als auch vom Saugroboter selbst versprechen wirklich viel Leistung fürs geforderte Geld. Dabei ist die mit knapp 9 kg nicht gerade leichte Basisstation mit zwei Behältern für Schmutz- und Frischwasser, sowie einer Absaug- und Ladeeinheit zum Aufladen des Bots ausgestattet. Über sie wird der Bot mit allen notwendigen Betriebsmitteln versorgt und die verbauten Wasserpumpen sorgen dafür, dass der Bot-eigene Tank stets mit sauberem Frischwasser gefüllt ist. Gleichermaßen sind die Pumpen auch bei der Reinigung der Station involviert, auf dessen Ablauf wir später nochmal genauer eingehen. Der vom Roboter während seiner Arbeit aufgenommene Staub wird nach dem Andocken über eine integrierte Absaugvorrichtung entleert und dessen Inhalt dann anschließend in einen handelsüblichen, auswechselbaren Staubsaugerbeutel geleitet wird.

Zum Abbilden des Raumes sowie um die Hinderniserkennung zu realisieren, bei der natürlich auch flache Objekte zu detektieren sind, verwendet der L10s Ultra ein sensorunterstütztes 3D-Lasersystem, kurz LIDAR. Zusätzlich verarbeitet eine in der Front verbaute RGB Kamera softwareseitig in Verbindung mit einer integrierten KI-Lösung diese aufgenommenen Informationen. Diese Technik ist auch bekannt unter dem Begriff Obstacle Avoidance (eine einfache Funktionserklärung gibt es hier). Über dieses intelligente Navigationssystem kann sich der Bot somit völlig selbstständig in der Wohnung orientieren, Hindernisse erkennen und optimale Wegstrecken planen.

Saug-Power!: Der L10s Ultra besitzt eine Saugleistung von 5300 Pa (Pascal), was deutlich mehr ist als viele seiner Konkurrenzprodukte - speziell in den günstigen Budgetbereichen. Intern verfügt er über einen Staubtank mit einem Volumen von circa 350 ml und damit genug Kapazität, um mehrere Räume ohne Rückkehr zur Basisstation abzuarbeiten. Um die Wischerfunktion zu nutzen, verwendet Dreame beim L10s Ultra zwei mit 180 Umdrehungen pro Minute entgegengesetzt rotierende Wischmopps in Tellerform, welche gleichzeitig durch das Eigengewicht des Bots auch einen gewissen Druck auf den Boden ausüben - dies soll die Reinigungswirkung noch einmal verbessern. Für die Schmierung mit Flüssigkeit wird diese je nach eingestellter Mengen-Präferenz von oben über kleine Düsen auf die Teller geträufelt - das Wasser stammt dabei aus dem internen Tank des Bots mit 80 ml Fassungsvolumen.

Aufgrund einer Akkukapazität von 5200 mAh schafft der kleine Helfer mit einer einzigen Stromladung je nach eingestellter Saugleistung (und ob nun mit oder ohne zusätzlich eingestellter Wischfunktion) eine Betriebslaufzeit von rund 150-200 Minuten respektive eine Reinigungsfläche von rund 120 qm. Sollte diese Kapazität mal nicht ausreichen, fährt der Sauger automatisch zum Nachladen / Nachtanken an die Station und nimmt im Anschluss vollautomatisch sein Reinigungsprogramm wieder auf.

Gesteuert und von den Reinigungsoptionen verwaltet wird der Saugroboter über die App Dreame Home/Xiaomi Home über das Smartphone. Die App gibt es sowohl für Android-, als auch Apple-Nutzer in den jeweiligen App-Stores kostenlos zum Download.

Technischen Daten des Dreame L10s Ultra
Kartierungs- und Navigationssystem 3D Lidar-Lasersystem + KI gestützte RGB-Kamera
Maße Roboter 35,0 x 35,0 x 9,7 cm
Maße Basisstation 42,3 x 34,0 x 56,0 cm
Gewicht Roboter 3,7 kg
Gewicht Basisstation 8,9 kg
Akku 5200 mAh
Laufzeit bis zu 200 Minuten Saugen & Wischen - je nach Saugeinstellung
Saugkraft 5300 Pa (Pascal)
Volumen Staubkammer im Robot 350 ml, automatische Entleerung
Volumen Wassertank im Robot 80 ml, automatische Wassernachfüllung
Volumen Staubbeutel Reinigungsstation 3,0 Liter
Volumen Frischwasser-Tank Reinigungsstation 2,5 Liter
Volumen Schmutzwasser-Tank Reinigungsstation 2,4 Liter
Maximale Steigung bis zu 2 cm, 20°
Maximales Anheben der Wischmopps
(z.B. Türschwelle)
bis zu 0,7 cm
Teppicherkennung ja
Staubsaugen und Wischen Borstenlose Gummibürste + Doppelrotierende Wischer
Trocknung der Wischer per Heißluft, Luftstrom circa 40 °C 
Sprachsteuerung ja, kompatibel mit Amazon Alexa, Siri und Google Assistant
App-Steuerung Ja
Xiaomi Home (Android und iOS)
Dreame Home (Android und iOS)
Hersteller Dreame Technology
Preisvergleich Geizhals (Stand 10.07.2023) Dreame L10s Ultra

Angeschaut - die Basisstation

Rein optisch betrachtet ist hier alles auf Hochglanz getrimmt. Eine harmonische Kombination aus weißem Klavierlack und der Tankabdeckung aus gebürstetem Aluminiumimitat verleihen dem Ganzen nicht nur eine ästhetisch ansprechende Optik, sondern erzeugen beim Anwender auch den Eindruck von wertiger Qualität. Die stylishe als auch abgerundete Form des Gehäuses wirkt modern und das minimalistische Grunddesign ohne überflüssige Details oder übermäßige Verzierungen - abgesehen vom Logo und einer LED-Anzeige für den Zustand - zeigt, dass sich die Designer an aktuellen Einrichtungstrends orientiert haben.

Im Vergleich zu anderen Herstellern hat Dreame bei den Abmessungen der Station eher auf eine kompakte oder nicht so wuchtig wirkende Form geachtet. Dennoch ist sie mit einer Höhe von etwa 57 Zentimetern und einer Breite und Tiefe von ungefähr 42 x 34 Zentimetern nicht gerade "unsichtbar". Die Bedienungsanleitung gibt bezüglich des Platzbedarfs zudem vor, dass rund um die Station ein Freiraum von mindestens einem halben Meter zu anderen Möbeln eingeplant werden sollte - vermutlich, um dem Roboter ein problemloses Heranfahren und Andocken zu ermöglichen.

Insgesamt strahlt die Basisstation ein modernes Flair aus und macht sie zu einem ästhetisch doch sehr ansprechenden und funktionalen Zusatz im Haus.

Doch leider ist das, was optisch ansprechend erscheint, nicht immer automatisch gut: Ein großer Nachteil dieser Lackoberflächen besteht darin, dass sie aufgrund statischer Aufladung innerhalb kürzester Zeit gefühlt jeden Staubpartikel aus der gesamten Galaxie anziehen.

Wozu ist eine Basisstation hier überhaupt notwendig?

Den L10s Saugroboter gibt es in zwei Versionen: Die Pro-Variante besitzt viele der technischen Details des Ultra, kommt jedoch ohne eine multifunktionale Basisstation daher und die integrierten Tanks variieren vom Fassungsvermögen - es gibt lediglich eine Dockingstation zum Aufladen. Die Grundidee hinter der Basisstation des DreameBot ist es, eine Vielzahl von automatisierten Wartungsfunktionen direkt unter einer Haube anzubieten, die sich wie folgt zusammenfassen lassen:

  • 1. Als Parkposition dient sie als Ort, an dem der Staubsauger automatisch und auch über die App gesteuert immer wieder zurückkehrt.
  • 2. Sie ermöglicht die automatische Entleerung des Staubbehälters des Saugers und lagert diesen Abfall in austauschbaren Staubbeuteln, ähnlich wie bei herkömmlichen Staubsaugern.
  • 3. Gleichzeitig übernimmt sie die Aufgabe, den Wassertank des Roboters mit Frischwasser und neuem Reinigungskonzentrat aufzufüllen, die Wischermopps zu reinigen und sie mit Heißluft zu trocknen.
  • 4. Damit dem Roboter nicht der Akku ausgeht, wird er während seiner Parkposition wieder aufgeladen. Die Basisstation ist also der zentrale Punkt für den Dreame L10s Ultra, um alle seine Komfortfunktionen auszuschöpfen.

Was bietet die Station im Detail?

Der Deckel ist mit einer gefederten Klappe versehen, vor der sich drei Touch-Felder befinden. Vom Kontrastverhältnis her finden wir den Aufdruck hier aber zu schwach, gerade bei schlechtem Licht sind sie nur schwer zu erkennen. Zudem wäre eine haptische Abhebung sinnvoll gewesen. Ihre Funktionen sind leider auch nicht immer so eindeutig, wie man es zunächst erwarten würde. Je nach Dauer und die Kombination des Drückens mehrerer Tasten werden unterschiedliche Aktionen ausgelöst.

Der erste Taster, auch bekannt als "Leave Button", dient dazu, dem Roboter mitzuteilen, dass er die Station verlassen soll, falls er noch angedockt ist. Der Roboter fährt dann vom Parkplateau herunter. Über den "Clean Button" wird ein Kurzprofil gestartet, bei dem der Roboter das Dock verlässt und alle in der App kartierten Bereiche gemäß der konfigurierten Reinigungsvorlieben säubert. Die dritte Taste ermöglicht das Trocknen der Wischer oder das Anhalten des entsprechenden Programms. Hält man verschiedene Tasten gleichzeitig gedrückt, lassen sich eine Kindersicherung oder ein Stations-Selbstreinigungsprogramm aktivieren. Ab Werk ist auch eine kleine, abziehbare Hinweisfolie aufgebracht, die den Nutzer darüber informiert, dass sich innerhalb des Bots noch Wasser-Reste vom Werkstest befinden können, dies also absolut "normal" ist.

Bedienfeld

Beim Öffnen des Deckels der Basisstation wird man auf dessen Innenseite zunächst mit einer Kurzanleitung begrüßt, die als großzügiges Label aufgeklebt ist. Diese ist allerdings ausschließlich in englischer Sprache. Glücklicherweise sind zusätzlich Piktogramme vorhanden, die jeden Schritt einfach und verständlich machen. Besonders praktisch sind die beiden QR-Codes, über die man durch das Scannen mit dem Smartphone die passenden Anwender-Apps Dreame Home oder My Home herunterladen kann. Die beiden abgebildeten Varianten beziehen sich jedoch nur auf den Google Play Store für Android. Für Apple-Nutzer ist eine manuelle Suche im App Store erforderlich, wo es ebenfalls eine entsprechende Anwendung namens "Dreame Home" gibt.

Die Anleitung im Deckel

Weiterhin entdeckt man zwei getrennt voneinander eingebrachte und auch farblich unterschiedlich gestaltete Behälter. Der rechte davon ist der Frischwassertank mit einem Fassungsvermögen von 2,5 Litern und der andere, braun gefärbte Behälter ist für das Schmutzwasser gedacht, das beim Reinigen der Wischmopps entsteht. Der Schmutzwasserbehälter kann mit 3 Litern etwas mehr Flüssigkeiten aufnehmen, vermutlich weil im Schmutz auch Feststoffe enthalten sein könnten, die das Volumen vergrößern. Beide Behälter verfügen über einen eigenen Griff an der Oberseite und lassen sich mühelos herausnehmen und wieder einsetzen.

Die beiden Tanks für Frisch- und Schmutzwasser

In der Mitte der Vorderseite der Station befindet sich eine Abdeckklappe mit einer Front aus gebürstetem Aluminium-Imitat, die als stilvolles Kontrastelement zum ansonsten reinweißen Design gestaltet ist und durch einen magnetischen Mechanismus am Gehäuse fixiert wird. Leider kommt die Optik auf unseren Bildern nicht ganz zur Geltung, in der Realität sieht das Ganze nochmal viel besser aus. Hinter dieser Klappe verbirgt sich die eigentliche Absaugkammer mit dem auswechselbaren, nicht wieder-verwendbaren Staubbeutel. Bedauerlicherweise muss man direkt feststellen, dass die Klappe äußerst kratzempfindlich ist. Bereits beim Herausnehmen und etwas unbedachterem Ablegen kann man sich bereits erste Kratzer einfangen, was sehr schade ist. An dieser Stelle wäre eine Schutzbeschichtung oder Ähnliches vielleicht sinnvoll gewesen, um länger seine Freude an der tollen Optik zu haben.

Die Abdeckklappe mit Aluminium-Imitat

Im Inneren der Abdeckung hat Dreame geschickt eine Miniaturversion einer Reinigungsbürste integriert, was uns nach dem ersten Öffnen beinahe entgangen wäre. Dieses praktische Tool hat auf einer Seite eine Art Hakenklinge, mit der sich zum Beispiel verhedderte Haare oder Fasern bei der rotierenden Walze im Roboter durchschneiden und entfernen lassen, falls es mal zu Verwicklungen kommt. In der Saugkammer ist bereits ab Werk ein Staubsaugerbeutel vormontiert und ein weiterer wird mitgeliefert. Aus ökologischer Sicht wäre es natürlich besser, ganz auf Beutel zu verzichten. Allerdings haben noch immer viele beutellose Staubsauger schon nach kurzer Zeit mit einem Verlust an Saugkraft zu kämpfen, weil sich die Filter zusetzen. Dreame umgeht dieses Problem durch altbewährte Technik, was jedoch wiederum zusätzliche Kosten für den Kauf weiterer Beutel mit sich bringt. Im Internet sind jedoch bereits kostengünstige, kompatible Beutelmodelle für einen schmalen Kurs erhältlich.

Der eigentliche Arbeitsbereich der Station

Im Kellergeschoss der Basisstation findet ein Großteil der zu leistenden Arbeit statt: Dort wird der Roboter zum einen während seiner Parkposition über metallische Federkontakte aufgeladen, ein Stutzen mit einer im Korpus integrierten Pumpeneinheit versorgt ihn darüber hinaus mit neuen Flüssigkeiten wie Frischwasser und Reinigungskonzentrat. Zusätzlich wird der Staub aus dem internen Auffangbehälter des Roboters abgesaugt. Des Weiteren werden die beiden Wischerteller auf einem Noppenpad durch Rotation und zusätzliche Wasserspülung gereinigt. Anschließend erfolgt eine Trocknung durch den etwa 40 °C warmen Luftstrom. Der Aufbau des Standbereichs als leicht geneigte Rampe erfüllt ebenfalls einen Zweck: Bereits beim Andocken werden die Wischer durch die drehende Bewegung von groben Verschmutzungen oder anhaftenden Grobkörnern befreit. Das Schmutzwasser sammelt sich nach der Spülung unterhalb des Noppengitters in einer Art Auffangschale und wird nach Abschluss der Reinigung in den Schmutzwassertank der Station vollautomatisch abgesaugt.

Stromspeisung, Frischwasser, Absaugung und Reinigung - alles an einem Ort

Angeschaut - der Robot

Kommen wir nun zum eigentlichen Arbeitstier in dieser Partnerschaft aus Basisstation und Saubermacher, nämlich dem DreameBot L10s Ultra selbst. Ähnlich wie viele andere Saugroboter, ist auch der DreameBot ein sehr vielseitiges Gerät mit zahlreichen Funktionen und vollgestopft mit Sensoren und Technik. Schon auf den ersten Blick fällt das futuristische Design auf, welches der Hersteller diesem nicht ganz so kleinen Helfer verliehen hat. In der Ultra-Version zusammen mit der Station gibt es den Bot ausschließlich in weißer Farbgebung (den L10s Pro gibt es in Schwarz, aber ohne Reinigungsstation). Spartentypisch ist er wie viele seiner Brüder und Schwestern von der Bauform her rund und präsentiert sich, ganz der Station nach, ebenfalls mit einer glänzenden Klavierlackoberfläche. Mit den Abmessungen von 35 x 35 x 9,7 cm ist der Roboter zwar bereits eines der größeren Modelle, in dem Preisbereich mit der Vielzahl an verbauten Features ist dies aber nicht ungewöhnlich, wie die untenstehende Liste offenbart.

DreameBot L10s Ultra in der seitlichen Ansicht

Es gibt aber auch Modelle anderer Hersteller, die nochmal deutlich größer und optisch wuchtiger sind, zum Beispiel von Makita. Vor allem muss man bedenken, dass viele günstigere Modelle keinen Laserturm oder umfangreiche Sensortechnik besitzen. Manche haben auch ein kleineres Tankvolumen. Damit ist es natürlich kein Problem, so einen Robot auch platzsparender zu designen.

Liste der Abmessungen von gängigen Saugrobotern

Modell Bauhöhe Durchmesser
Ecovacs Deebot Ozmo Slim 10 5,7 cm 31,0 cm
Philips SmartPro Compact 6,0 cm 33,0 cm
Bagotte BG600 6,9 cm 32,5 cm
Eufy RoboVac 11S 7,0 cm 32,5 cm
Ziglint D5 7,0 cm 33,0 cm
Eufy RoboVac 11 7,2 cm 32,0 cm
Zaco A8s 7,2 cm 31,0 cm
Eufy RoboVac 35C 7,3 cm 32,5 cm
Tesvor X500 7,4 cm 33,0 cm
Tesvor X500 Pro 7,4 cm 33,0 cm
Ecovacs Deebot M88 7,8 cm 34,0 cm
Medion MD 18500 7,8 cm 30,0 cm
Zaco V80 8,0 cm 33,0 cm
Medion MD 17225 9,0 cm 39,0 cm
iRobot Roomba 960 9,1 cm 35,0 cm
iRobot Roomba 981 9,1 cm 35,1 cm
iRobot Roomba e5 9,1 cm 34,0 cm
Xiaowa E3 9,1 cm 35,0 cm
iRobot Roomba 895 9,2 cm 35,3 cm
Ecovacs Deebot Ozmo 950 9,3 cm 35,0 cm
Ecovacs Deebot 900 9,5 cm 33,7 cm
Blaupunkt Bluebot XSmart 9,5 cm 35,0 cm
Kärcher RoboCleaner RC 3 9,6 cm 34,0 cm
Kärcher RoboCleaner RC 3 Premium 9,6 cm 34,0 cm
Xiaomi Mi Robot 9,6 cm 34,5 cm
Roborock S4 9,7 cm 35,0 cm
Roborock S5 (S50/S55) 9,7 cm 35,0 cm
Roborock S5 Max 9,7 cm 35,0 cm
Roborock S6 9,7 cm 35,0 cm
Samsung Powerbot VR7000 9,7 cm 34,0 cm
DreameBot L10s Ultra 9,7 cm 35,0 cm
Moneual MBOT 900 9,9 cm 34,5 cm
Neato Botvac D3 Connected 10 cm 33,6 cm
Qihoo 360 S5 10,0 cm 35,0 cm
Ecovacs Deebot Ozmo 900 10,2 cm 33,7 cm
Samsung Powerbot VR9200 13,5 cm 37,8 cm
Makita DRC200Z 18,4 cm 46,5 cm

Im Falle des Dreame L10s Ultra ist die Größe einfach notwendig, damit auch alles an Funktionen untergebracht werden kann, die der kleiner Sauberling nunmal bereithält.

Die Navigation: Laser, Sensoren und intelligente Bildtechnik

Der vordere Bereich des Saugroboters enthält eine KI-gesteuerte RGB-Kamera und Linienlaser in den Ausbuchtungen links und rechts. Die futuristische Bedruckung der Querstreifen sieht echt gut aus und passt sich optisch wunderbar in das Designkonzept ein. Über dem Kameramodul befindet sich der Schriftzug AI Action, der auf die intelligente Form der Hindernisvermeidung hinweist. Diese Methode erkennt automatisch Hindernisse im Raum und ermöglicht dem Bot, selbstständig zu entscheiden, wie er sie umfährt oder ob es sich vielleicht bei der zu befahrenden Fläche um einen Teppichboden handelt.

Im Deckel des Saugroboters befindet sich ein Turm mit einer rotierenden Lasereinheit, dem LiDAR-System. Diese bewährte Technologie wird in vielen hochpreisigen Saugrobotern als Standardausstattung verwendet. Der LiDAR-Sensor ermöglicht es dem Roboter, seine Umgebung zu erkennen und darin zu navigieren. Der Sensor sendet dabei einen Laserstrahl aus, der von Objekten und Wänden im Raum reflektiert wird. Die reflektierten Daten werden von einem Detektor oder einer optischen Linse wieder aufgefangen und an einen Prozessor gesendet, der die Informationen verarbeitet. Während der Roboter durch den Raum fährt, misst der Sensor kontinuierlich die Zeit, die das reflektierte Laserlicht benötigt, um zurückzukehren. Basierend auf diesen Messungen berechnet der Prozessor die genauen Entfernungen zu den erfassten Objekten. Das System ermöglicht es dem Roboter, seine Position in der Umgebung zu bestimmen, zu wissen, wo er bereits gereinigt hat und wohin er noch fahren muss. Es gewährleistet zudem eine präzise und geplante Bewegung des Roboters in geraden Bahnen.

Eine Schwäche dieses Systems ist, dass der Sensor nur Gegenstände oder Hindernisse in einer Entfernung von rund 10 Metern erkennt, die sich zudem auf der Höhe des Laserstrahls befinden müssen und für die Navigation relevant sind. Sehr flache Gegenstände am Boden, wie Spielzeuge oder Kabel, werden nicht erfasst. Um dieses Problem zu umgehen, verwendet der L10s Ultra die RGB-Kamera und kombiniert die Laserinformationen mit den Kameradaten zu einem Gesamtbild. Die KI-Software verarbeitet die Ergebnisse genauer und kann beispielsweise die Art des Hindernisses erkennen.

Seitlich besitzt der Robot noch zwei weitere Kantensensoren, darüber hinaus ist der äußere Ring gleichzeitig als Stoßdetektor konzipiert. Fährt der Bot damit gegen ein Hindernis, so wird dieser Ring eingedrückt und gibt entsprechend eine Rückmeldung an den Prozessor, dass es hier nicht weitergeht. Das Gerät stoppt daraufhin augenblicklich und orientiert sich neu.

Seitliche Kantensensoren und der Stoßdetektor

Auf der Rückseite befinden sich dann noch die Ladekontakte und auch der Eingang für das automatische Wassernachfüllen über die Station. Mit Hilfe der beiden Mulden mit den schwarzen Punkten unterhalb der Ladekontakte bringt sich der Bot beim Andocken in der Basisstation in die genaue Position, indem zwei Bolzen beim Ranfahren an diesen Stellen als Führung verwendet und in die beiden Löcher eingesteckt werden. Erst mit diesem Docking werden die Wartungsfunktionen wie Auffüllen, Laden und Absaugen überhaupt gestartet.

Rückwertige Sensoren, Ladekontakte und Positionierungshilfen

Auf dem Deckel besitzt der Roboter drei Taster: Mit der Ein/Aus bzw. Reinigungstaste kann der Bot an- oder ausgeschaltet werden oder aber er startet das vordefinierte Reinigungsprogramm. Über die Schaltfläche zum Andocken kehrt das Gerät vollautomatisch zur Basisstation zurück. Wird diese Taste länger als drei Sekunden gedrückt, aktiviert sich eine Kindersicherung und sperrt die Tasten für weiteren Eingaben. Beim Drücken der Spot-Reinigung reinigt der Roboter einen quadratischen Bereich von 1,5 × 1,5 Metern um ihn herum und kehrt anschließend zu seinem Ausgangspunkt zurück.

Die Bedienschaltflächen

Öffnet man die im Deckel befindliche Klappe, findet sich der 350 ml große Staubtank mit integriertem Hepa-Filter darunter. Rechts daneben sind nochmal zwei QR-Codes abgebildet, über die man sich per Smartphone die App herunterladen kann. Des Weiteren gibt es hier auch noch die WLAN-Status-LED und einen Taster, um das Gespann in die Werkseinstellung zu versetzen.

Die Unterseite des Bots ist mit mehreren Absturzsensoren bestückt, die dafür sorgen, dass der Saubermann nicht etwaige Treppenstufen herabstürzt. Registrieren diese Sensoren einen Abgrund oder wird der Bot angehoben, werden sofort alle Funktionen und der Antrieb deaktiviert.

Auf der Unterseite ist zentral die großzügige Hauptbürste zu sehen, die in einer leicht zu öffnenden Abdeckung, dem Montagerahmen, verbaut ist. Diese Bürste ist von ihrer gummierten Aufmachung so gestaltet, dass der Schmutz über die gesamte Breite aufgenommen werden kann. Im hinteren Bereich der Unterseite sind dann noch die Düsen und die magnetischen Aufnahmen für die Wischerteller zu finden.

Die beiden gut profilierten Antriebsräder haben ordentlich Gripp und lassen sich zudem eindrücken, zum Beispiel wenn ein flaches Hindernis (wie eine Kante) überfahren werden muss.

Hebefunktion des Bots über gefederte Räder

Legen wir nun aber auch mal los mit der Inbetriebname des Gespanns!

Vorbereiten der Station

Bei der Inbetriebnahme der Reinigungsstation ist neben dem Stromanschluss und das Auffüllen des internen Tanks mit Frischwasser noch die Entscheidung wichtig, ob man die im Lieferumfang befindliche Reinigungskartusche verwenden möchte. Grundsätzlich ist diese nicht notwendig, zur besseren Bodenreinigung und auch zur gründlicheren Reinigung der Wischermopps in der Station selbst macht es aber schon Sinn, auf das Konzentrat zu setzen. Eine dieser Kartuschen reicht grob geschätzt für 700 - 900qm Fläche, wobei der Verbrauch natürlich wieder abhängig davon ist, wie häufig gereinigt wird (entsprechend eben auch die Mopps in der Basis gespült werden) und welche Wassermenge man in der App definiert hat.

Im Handel gibt es von Dreame zum Beispiel über Amazon einen Dreierpack für rund 40 Euro und dieser sollte eigentlich für lange Zeit reichen. Alternativ kann man laut Internetrecherche auch auf die selbstdosierenden Kartuschen verzichten und zum Beispiel das Reinigungskonzentrat in Flaschenform von Dreame verwenden. Damit verzichtet man jedoch auf eine automatische Dosierfunktion und müsste das Konzentrat bei jeder Befüllung des Frischwassertanks entsprechend beimischen. Auf die Verwendung anderer Reinigungsmittel wird wegen der unabsehbaren Schaumbildung, die zum Ausfall des Systems führen kann, klar abgeraten - weiter neigen einige Produkte auch gerne dazu, Schlieren am Boden zu hinterlassen.

Reinigungskartusche

Bevor die Kartusche eingesetzt werden kann, müssen die beiden Tanks entnommen und ein Gummi-Stopfen am Boden mit der Aufschrift "Open" entfernt werden. Danach findet die Kartusche ihren Platz in der Führungsschiene und beide Tanks bekommen ihren Platz in der Station zurück.

Weiter geht es mit dem Staub- oder Kleinteilsammler, der auf der Unterseite einfach über ein Clip-System mit dem Bot verbunden wird. Die beiden Wischmopps sind bereits ab Werk über ein Klett-System auf den Wischertellern befestigt. Somit muss man beide Teller lediglich in die zwei schwarzen Aufnahmen einstecken, wo diese über einen Magnet arretiert werden.

Wie bei Saugrobotern üblich, stehen sowohl der Kleinteilsammler als auch die Wischerteller etwas über den Rand hinaus, sodass der Bot durch geeignete Fahrmanöver den Schmutz entfernen kann, ohne anzustoßen.

Als Nächstes muss man auf der Rückseite der Station den Stromschalter betätigen, den Bot einschalten und mit dem Heck voraus vor die Reinigungsstation platzieren. Dieser meldet über eine englischsprachige Sprachstatusmeldung, was er genau tut und fährt anschließend selbstständig in die Station ein. Anzumerken ist noch, dass sich die Sprachausgabe nachträglich in der App auch auf Deutsch umschalten lässt, was wir auf den späteren Seiten aber noch zeigen. Die Gummimanschetten der Basisabsaugung umschließen die Staubkammeröffnungen des Bots und alles Weitere findet ab jetzt erstmal über die App-Einrichtung statt.

Einrichtung über die App

Hat man die App erstmal installiert und gestartet, verlangt der Assistent sich zunächst einen kostenlosen Account bei Dreame einzurichten oder aber eine alternative Loginmethode auszuwählen. Am besten ist es, wenn man direkt neben der Station steht, denn dann wird diese automatisch erkannt und die weitere Konfiguration geht schneller von der Hand.

Benutzeraccount anlegen und verbinden

Als nächster Schritt wird die WiFi-Verbindung konfiguriert und an den Saugroboter übertragen. Sollte es hier mal haken, kann man dies auch manuell mit einer Direct-Wifi-Verbindung mit dem Bot nachholen. Dabei verbindet sich das Smartphone direkt mit dem Saugroboter und die WLAN-Daten werden diesem dann vom Handy aus übermitteln. Anschließend ist der Bot selbstständig im Netzwerk. Die erfolgreiche Verbindung quittiert der Dreame zusätzlich mit einer Audiomeldung.

WLAN Netzwerk verbinden und Daten übertragen

Sind diese Schritte erledigt, erhält man quasi das Dashboard der App. Es ist nämlich nicht nur möglich, ein einziges smartes Gerät damit zu steuern, sondern eine kleine Armee. Über "Gehen Sie zum Gerät" geht es dann auch schon weiter.

Das Dashboard der App

Der Assistent informiert einen dann noch, dass es sinnvoll ist, den Robot nur in Räumen zu verwenden, wo beispielsweise nicht alle 10 cm ein Hindernis auf ihn wartet und damit die Reinigung zum Spießrutenlauf mutiert. Das Kinderzimmer mit der aufgebauten und verteilten Lego-Welt ist also nicht so Bot-geeignet. Gleichermaßen erhalten wir hier die Information, dass man einen sogenannten Haustiermodus aktivieren kann. Dieser beinhaltet, dass der Robot bei der Erkennung von Hinterlassenschaften diese nicht in der ganzen Wohnung verteilt, sondern umgeht.

Rauminformation und Haustierfunktion

Der nächste Schritt ist natürlich die Kartierung unserer Wohnung. Dazu erstellt die App im Schnelldurchgang eine grobe Karte, indem der Roboter alle Räume einmal abfährt. Detaillierter werden die Karten erst, wenn der Saugroboter die Reinigungsarbeiten durchführt, da er sich dabei ers viele Ecken im Detail anschaut und in der Karte hinterlegt.

Schnelle Kartierung der Wohnung

Die nun erstellte Karte kann anschließend noch über vielfältige Funktionen editiert werden. Darunter fällt zum Beispiel das Einziehen von verbotenen Zonen, also Bereiche die der Robot definitiv meiden soll. Mit der Einrichtung einer virtuellen Wand kann man somit beispielsweise verhindern, dass der Saubermann ungewollt über die offene Terrassentür das Weite sucht. Sind mehrere Etagen im Haus vorhanden, kann an dieser Stelle auch direkt eine weitere Karte angelegt oder eine 3D-Ansicht der Wohnung generiert werden. Zudem lassen sich die Räume drehen, Hindernisse vormerken oder gar die Reinigungspräferenz für einen bestimmten Raum festlegen.

Karten bearbeiten

In unserem Fall hat der Bot alle Räume zunächst zusammenhängend erkannt und das Mapping mit einer „Erfolgreich“-Sprachmeldung quittiert. Da der Roboter ja nun mal nicht wissen kann, wann genau ein Raum endet und der andere beginnt, gibt es die praktische Funktion des nachträglichen Aufteilens, mit deren Hilfe sich Räume voneinander trennen und einzeln benennen lassen. Zudem lässt sich der jeweilige Raum mit einem geeigneten Piktogramm hinterlegen.

Räume aufteilen und umbenennen

Unser Wohnzimmer der Testwohnung besitzt an einer Stelle einen bodentiefen Spiegel, was dazu führte, dass der Bot einen weiteren, nicht vorhanden Raum detektiert hat. Damit wir diesen nicht existenten, aber eben in der App erkannten Raum kategorisch von einer Reinigung ausschließen können, haben wir über die Virtuelle Wand-Funktion eine Mauer eingezogen, die den Bereich abtrennt.

Raum durch Spiegel falsch erkannt - Virtuelle Wand eingezogen

Der Assistent erklärt nun noch, was der Unterschied zwischen einer Zone oder einem Raum ist. Warum sollte man dies nun aber machen? Ganz einfach: Ein Raum kann verschiedene Bereiche enthalten, die unterschiedliche Reinigungsbedürfnisse besitzen. So kann man zum Beispiel eine offene Küche mit Anschluss ans Wohn- oder Esszimmer haben und gerade bei der Küche ist es dann natürlich von Vorteil, wenn man diese Zone beispielsweise häufiger oder mit mehr Wasser reinigen ließe.

Zonen und Räume
Einstellen der Reinigungsoptionen

Je nach Boden, oder auch der Grad der zu erwartenden Verschmutzung, lässt sich im Reinigungsmodus als Grundeinstellung wählen, welche Präferenzen man vorzieht. Besitzt ein Raum einen sehr empfindlichen, unversiegelten Parkettboden, so darf hier natürlich nicht, bzw. nicht mit viel Wasser gewischt werden. Anders sieht es in hochfrequentierten Bereichen aus, die sollte man eben häufiger und mit mehr Wasser reinigen. Genau für solche Fälle betrachten wir die Option Benutzerdefinierte Reinigung als sehr praktisch, denn hierbei kann eingestellt werden, welcher Raum wie oft und mit welchen Putz-Optionen einzeln für sich gesäubert wird. Ebenso hilft die Reinigungssequenz eine geeignete Reihenfolge festzulegen. Man möchte ja schließlich nicht, dass der Bot im Badezimmer beginnt und danach ohne Zwischenreinigung den Boden des Kinderzimmers wischt. Allein aus Keimbedenken ist die Festlegung einer Sequenz sehr sinnvoll.

Einstellen der Grundparameter

Über Zonen lassen sich bestimmte Bereiche innerhalb eines Raumes definieren und als Shortcut abspeichern, die vom Saugroboter separat und mit frei wählbaren Reinigungsoptionen dann bearbeitet werden.

Zonenerstellung

Unter Einstellungen der Selbstreinigung ist es möglich festzulegen, ab wieviel Quadratmeter abgearbeiteter Fläche der Roboter zurück in die Basisstation fährt und die Wischer dann zwischengereinigt werden. Hier kann der Nutzer zwischen einer Flächenangabe wählen, oder nutzt die Unterscheidung in Zonen. Sinnvoll ist sowas zum Beispiel, wenn der Bot rund um das Katzenklo sauber macht und anschließend den Rest der Wohnung angehen soll. Weil hier oft viele Krümel vom Katzenstreu anfallen, ist eine Zwischenreinigung eben angeraten. Gleiches gilt bei Wassernäpfen von Hunden, welche ja gerne mal damit ordentlich herumspritzen. Wie gründlich der Wischmopp nun in der Station gespült wird, kann ebenfalls über die Wahl der Wassermenge festgelegt werden.

Einstellung der Selbstreinigungsoptionen

Weil gerade das Absaugen des Staubtanks vom Robot in die Basisstation mit einer ordentlichen Geräuschkulisse verbunden ist, bietet die App an, einen sogenannten DND-Modus (Do not Disturb / Nicht stören) zu konfigurieren. In dieser einstellbaren Zeitspanne würde der Bot zum Beispiel eine durch Zwischenaufladen verzögerte Fertigstellung der Reinigungsarbeit nicht automatisch wieder aufnehmen. Auch eine Entleerung des Tanks für den groben Schmutz nach dem Zurückkehren in die Station findet nicht statt. Geplante Reinigungsarbeiten, die noch nicht begonnen waren, werden aber durchgeführt. Ist der Endzeitpunkt des DND erreicht, so holt der Saugroboter alle Arbeiten nach, die durch den DND unerledigt blieben.

Der Nicht-stören oder DND-Modus

Die Intervalle der Reinigung von Sensoren und Filter, der Wechsel der Reinigungskartusche oder allgemein auch die Lebensdauer (errechnet anhand von Betriebsstunden) von Bauteilen kann die App ebenfalls aufzeichnen und als Statistik wiedergeben.

Restzeitbewertung

In English please! Do you understand what I mean?

Ab Werk ist der Bot zunächst mit einer englischen Sprachausgabe vorkonfiguriert und erst ein Umschalten zur deutschen Sprachdatei in der App sorgt dafür, dass alle Meldungen nun auch in Deutsch erzeugt werden. An dieser Stelle hätten wir es besser gefunden, wenn die App zu Beginn bereits eine Sprachauswahl verlangt und anhand dieser während der Ersteinrichtung auch gleich die richtige Ausgabesprache festgelegt wird.

Sprachansage und ihre Lautstärke

Natürlich bietet die Anwendung noch jede Menge weitere Optionen, ein paar behandeln wir auf der nächsten Seite in unserem Praxistest auch noch, aber jede einzelne Funktion zu beschreiben würde wohl den Rahmen dieses Testberichtes um Weiten sprengen.

Auf den vorherigen Seiten haben wir jede Menge Informationen über den Robot vermittelt und auch erste Arbeitsschritte durchführen lassen. Nun wollen wir aber auch mal schauen ob die Reinigungsleistung passt und wie sich das kleine Gerät in der Navigation schlägt.

Abfahren von Räumen

Wenn der Dream L10s Ultra einen Raum reinigt, so fährt er diesen Raum in einem festen Schema ab. Zunächst sind die Randbereiche dran und anschließend arbeitet sich der Kleine in Schleifenform weiter durch den Raum oder die jeweilige Zone. Dabei kartiert er die in der App gespeicherte Karte noch detaillierter und passt etwaige Hindernisse neu an.

Ablauf einer Raumdurchfahrt

Wir haben Euch dazu mal ein kurzes Video erstellt, dass den Ablauf veranschaulichen soll. Hindernisse umschifft der Bot natürlich auch hierbei, weswegen es an den Rändern des Raumes eben nicht immer in einer geraden Linie zugeht.

Video abspielenKurzvideo der Raumbefahrung

Der Kameramodus

Ein tolles Feature ist der Live-Kameramodus, den man jederzeit in der App mit Pincode-Eingabe aktivieren kann und mit dessen Spielerein sich eine praktische Überwachungskamera im Smarthome-Verbund etablieren lässt. Wählt man also den Button Kamera in Echtzeit, so erhält man einen Livefeed der Frontkamera und kann den Bot zum Beispiel während seiner Reinigungsarbeit videotechnisch begleiten, manuell Videosequenzen mit einer Länge von 10 Sekunden aufnehmen oder Screenshots erzeugen. Aber heimliches Zuschauen gibt es hier nicht: bei der Nutzung des Livefeeds wird alle drei Minuten per Sprachausgabe direkt am Bot darauf hingewiesen, dass die Kamera aktiv ist. Über die drei Buttons unten rechts im Bild ist es machbar, auf der Karte einen oder eben mehrere Punkte zu bestimmen, die der Bot anfahren soll. Über den Blitz-Button kehrt das Gerät dann selbstständig wieder zur Basisstation zurück. Zudem ist es möglich über die Joystick-Funktion (links-unten) den Robot aber auch manuell durch die Wohnung bewegen und somit die Kamerafahrt entsprechend zu genießen. Mit dem Mikrofonsymbol gibt es die Option dem Hund direkt zu sagen, er soll aufhören die Hausschuhe zu zerkauen - also eine Art Gegensprechanlage mit Livebildübertragung.

Die Kameraqualität ist leider nicht so prall, vor allem wirkt das Bild trotz guter Beleuchtung des Raumes oftmals sehr dunkel und man erkennt nicht immer alles. Letztlich ist dieses Feature aber auch nur eine nette Spielerei und bestimmt nicht DAS Kaufkriterium, weswegen wir hier auch nicht so kritisch sein wollen. Wer in puncto Sicherheit bedenken hat, dem sei gesagt, dass das Gerät intensiv vom TÜV Nord zertifiziert wurde und es auch alle Cybersicherheitsstandards nach
ETSI EN 303 645 für IoT-Geräte erfüllt.

Live-Feed mit Fernsteuerung

Anheben der Mopps beim Überfahren von Teppichen

Der Dreame L10S Ultra besitzt die Möglichkeit, beim Übergang vom Hartboden auf einen Teppich vollautomatisch die beiden Wischerteller mit den nassen Mopps am Heck des Robots bis zu einer Teppichkantenhöhe von 0,7cm anzuheben. Ein wichtiges Feature - wie wir finden - denn auch bei aller Gründlichkeit werden diese Wischer nun mal beim Reinigungsprozess schmutzig und damit der schöne weiße Teppich nicht mit dreckigen und zudem nassen Wischern versaut wird, registriert der Bot den Untergrundwechsel und hebt beide Teller entsprechend so lange an, wie er sich auf dem Teppich befindet. Das Gleiche passiert ebenfalls, wenn der Saugroboter seine komplette Wischerarbeit fertiggestellt hat und sich wieder auf den Rückweg zur Basisstation begibt. Auch in diesem Fall werden die Wischer angehoben, um die bereits gesäuberten Oberflächen nicht wieder zu verunreinigen.

Video abspielenKurzvideo vom Anheben der Wischermopps

Test der Saugleistung

Zur Bewertung der Saugfunktion haben wir einen abgegrenzten Bereich mit sehr feinen Basmati-Reis bestückt und damit zu testen, ob der Roboter es schafft, diese besonders leichten Körner allesamt aufzunehmen. Zunächst kartierten wir dazu den Bereich in der App, damit die Orientierungsphase des Bots im Test schneller vonstattengeht. Anschließend musste der Roboter den Test in zwei Durchgängen mit unterschiedlicher Saugleistungseinstellung und Intervallauswahl durchlaufen.

Video abspielenTest der Saugleistung

Das Ergebnis war leider nicht perfekt, was aber nicht wirklich am Bot selbst lag, sondern an der Schwierigkeitsstufe unseres Parcours. Dieser extrem feinkörnige und zudem vom Gewicht her sehr leichte Reis wurde durch den Kleinteilsammler des Saugers des öfterenin die Ecken geschleudert, statt überhaupt die Chance zu bekommen, zur Mitte hin mit eingesaugt zu werden. Dementsprechend blieben einige wenige Körner leider liegen, auch wenn locker 95% erfolgreich aufgesaugt wurden.

Die Wischleistung

Bei der Bewertung des Wischergebnisses haben wir uns anfänglich überlegt, einen Testparcours mit verschiedenen, eingetrockneten Flüssigkeiten aufzubauen. Wenn wir aber Tests von anderen Saugrobotern-Herstellern machen, stehen wir vor einem Problem: die Reproduzierbarkeit. Selbst wenn wir dieselben Flüssigkeiten eintrocknen ließen, um die Reinigungsleistung zu bewerten, wäre es letztlich nicht korrekt umsetzbar, weil man außerhalb des Labors eben keine identische Flüssigkeit, Temperatur, das Trocknungsverhalten des Untergrundes und viele weiteren Faktoren realisieren kann.

Aber wie zufrieden sind wir denn nun mit der Wischleistung? Kurzum: sehr zufrieden! Der DreameBot schafft es durch die doch recht hochflorigen Wischerbezüge, die 180 Umdrehungen pro Minute und mit dem erzeugten Druck durch das Eigengewicht, alle Böden wirklich streifenfrei sauberzumachen. Und wenn eine Fläche mal nicht in einem Durchgang perfekt war, ließ sich über die App ganz bequem ein weiterer Durchgang einplanen oder dieser eben auch per Knopfdruck sofort starten.

Es gibt jedoch einen bauartbedingten Wermutstropfen bei der Qualität des Wischens allgemein, für die der DreameBot unserer Meinung nach selbst aber nichts kann und was wir auch zu Hauf bei der Konkurrenz mit gleicher Bauform sehen. Ein runder Saugroboter kommt einfach nicht bis in die Ecke hinein, was sowohl das Saugen als auch das Wischen betrifft. Dazu kommt, dass die Teller am Heck montiert sind und daher "nachgezogen" werden. Beim Wischergebnis bleibt damit am Rand immer ein Streifen von circa 6 cm ungewienert. Allerdings wird hier dennoch gesaugt, indem der Bot dieselbe Fläche nochmal so befährt, dass der Kleinteil- und Staubsammler alles aus dem Randbereich in die Mitte des Saugers befördert und damit aufnehmen kann.

Am Rand bleibt ein Streifen von ca. 6 cm frei

Die Hinderniserkennung

Der Robot fuhr in unserer Wohnung nun zahlreiche Stunden umher, immer wieder mit anderen Gegebenheiten was umgestellte Möbel oder im Weg stehende Teile betrifft und hatte abgesehen von zwei Malen mit der Hinderniserkennung keinerlei Probleme. Werden zum Beispiel Kabel oder auch Tischbeine detektiert, so zeigt er dies in der Map über ein blaues Hinweis-Icon an. Sogar ein dazu automatisch aufgenommenes Bild kann angesehen werden und der Bot umfährt diesen Bereich im Reinigungsprozess zielsicher. Was er aber gar nicht mochte, sind heraushängende Schnürsenkel von Schuhen. Zweimal hatte sich der Bot die Bänder bei seiner Tour durch die Wohnung eingefangen, sie umwickelten die Bodenwalze und sorgten für ein komplettes Einstellen der Arbeit. Auch Blätter, also wirklich extrem flache Objekte, können noch immer nicht sicher als Hindernis erkannt werden. Wer also gerne auf dem Boden seine Hausaufgaben macht oder fürs Studium lernt, sollte seine Unterlagen dort auf keinen Fall liegenlassen.

Etwas, das uns aber doch gestört hat, war die simple Pushmeldung in der App, dass der Robot ein Problem hat. Ist das Handy mal auf lautlos gestellt oder aber man ist selber gar nicht zu Hause, bekommt niemand im Haushalt überhaupt mit, dass sich der Robot festgefahren hat. Da wünschen wir uns doch lieber zusätzlich noch einen akustischen Ton am Gerät, der vielleicht alle paar Minuten wiederholt wird, aber in Kombination mit dem DND-Modus auch stummgeschaltet sein kann. Wir jedenfalls haben uns geärgert, als man nach ein paar Stunden das Zimmer wechselte und erst dann bemerkte, dass der Bot sich wiedermal in Not gebracht hat. Ein Hinweiston wäre uns mit Sicherheit früher aufgefallen - muss ja auch nichts Penetrantes sein, aber komplett ohne Hinweis neben der Pushmeldung ist eben doch leider ... naja, zumindest unglücklich. Dies wäre aber nichts, was sich nicht über ein Firmware-Update nachrüsten lassen würde, weshalb wir die Idee dem Hersteller auch zukommen lassen.

Kabel wurden erkannt

Die Akkuleistung - geht dem Robot zu schnell der Saft aus?

Die enthaltene Akkuladung mit einer Kapazität von 5.200 mAh reicht selbst bei einer großen Wohnung und vielen Hindernissen aus, um den L10s Ultra gute 2,5 Stunden im Dauerbetrieb zu beschäftigen (auch hier wieder abhängig von der eingestellten Saugleistung).

Erreicht der Akkustand jedoch die magische Marke von 15 %, fährt der Robot selbstständig wieder an das Ladedock der Basisstation und erst nachdem die Batterie vollständig gefüllt ist, führt er den unterbrochenen Reinigungsauftrag selbstständig weiter fort. Ein kompletter Ladevorgang dauert dabei rund 5,5 Stunden.

Reinigung der Basis

Mit der Zeit sammelt sich auch in der Basisstation jede Menge Dreck von den zahlreichen Reinigungsdurchgängen an, der hin und wieder entfernt werden muss. Der Noppenrahmen am Boden lässt sich ganz einfach entnehmen und wird dann zum Beispiel unter fließenden Wasser abgespült. Möchte man dann die Auffangschale mit Wasser füllen, reicht es den ganz linken Taster der Bedieneinheit für einige Sekunden gedrückt zu halten. Es wird dann aus dem Frischwassertank eine geeignete Menge in die Schale befördert und mithilfe der Bürste aus dem Lieferumfang kann nun die Schrupparbeit losgehen. Sind alle Verschmutzungen hier gelöst, genügt ein nochmaliger Tastvorgang, um das Wasser wieder abpumpen zu lassen.

Der Noppenrahmen lässt sich zur Reinigung bequem entfernen

Der im Robot verbaute Staubsammeltank ist ebenso demontierbar und kann genau wie die Filtereinheit unter fließendem Wasser gereinigt werden. Wichtig ist jedoch, dass man den Filter erst wieder einsetzt, wenn dieser komplett durchgetrocknet ist, ansonsten besteht die Gefahr, dass der Saugmotor vom Robot die Feuchtigkeit abbekommt - was nicht gut wäre.

Staubkammer mit waschbarem Hepa-Filter

Allgemein lassen sich die Bodenwalze samt Halterahmen, die Wischer und auch der Kleinteilsammler ganz problemlos entfernen und können auch hier unter fließendem Wasser gereinigt werden. Wir empfehlen bei den Wischer-Pads zudem noch, diese alle 14 Tage mal für 40 °C im Schonwaschgang in die Waschmaschine zu schmeißen - dies schützt vor Gerüchen und Keimen. Aber auch diese Pads gehören zu den sogenannten Verschleißteilen und es wird empfohlen, diese von Zeit zu Zeit durch neue Wischer zu ersetzen. Dreame oder auch andere Anbieter über Amazon bietet für alle Teile entsprechende Kaufmöglichkeiten, einzeln oder zusammengefasst als Wartungsset, an. So kostet ein Set bestehend aus vier Pads, zwei Kleinteilsammlern, drei Staubfiltern und eine neue Bodenwalze original von Dreame rund 50,- Euro, was durchaus fair ist. Es gibt aber auch Anbieter, die kompatible Sets anbieten - wie deren Qualität ist, können wir jedoch nicht beurteilen.

Während unserer Recherche im Netz trafen wir immer wieder auf Meldungen von Kunden, die sich über ein Problem mit der Pumpeneinheit beschwerten. Entweder wurde kein Frischwasser in den Bot gepumpt oder aber das Schmutzwasser aus der Auffangschale nicht abgesaugt. Der Grund war hier so gut wie immer noch vorhandene Luft im System. Andere Nutzer gaben dann den Tipp, mit einer leeren Spritze die Luft quasi am Stutzen für den Robot abzusaugen. Der Hersteller versucht hier über einen Trick in der App das Problem durch einen langen Pumpendurchgang zu beheben. Dazu muss man in der App unter "Einstellungen" > "Zusätzliche Einstellungen" solange auf die Plugin-Versionsnummer tippen, bis der Button Automatische Reparatur der Basisstation erscheint. Ob sich damit der Fehler tatsächlich vollends beheben lässt, konnten wir mangels vorhandenen Problems leider nicht überprüfen.

Automatische Reparatur der Basisstation

Die Geräuschkulisse

Die Arbeit des Bots geht eigentlich kaum hörbar vonstatten. Nur in den stärkeren Leistungsstufen beim Saugen wird der Winzling etwas lauter und natürlich auch wahrnehmbarer - wird aber abgesehen vom Turbo-Modus von uns in keiner Situation als störend empfunden. Anders sieht es bei der Basisstation aus: Gerade beim automatischen Entleeren des Staubbehälters vom Robot dreht der interne Sauger für wenige Sekunden ordentlich auf - und ist mit knapp 68 dB(A) dabei auch nicht gerade dezent. Allein schon aus diesem Grund raten wir bei zeitgesteuerten Reinigungsplänen zur Nacht hin, auf jeden Fall den DND-Modus aktiviert zu haben - andernfalls steht man irgendwann mal selbst, oder die Nachbarn, unsanft und vor Schreck geweckt senkrecht im Bett.

Ebenso nicht geräuschlos ist der Abpumpvorgang nach der Reinigung der Wischer, also beim Absaugen vom Schmutzwasser aus der Auffangschale. Jedes Mal ist dabei ein deutlich hörbares und stets begleitendes Blubbern oder Gluckern im Vorgang zu hören. Dies dauert zwar nur wenige Sekunden bzw. Minuten, aber es bleibt deutlich wahrnehmbar.

Anbei haben wir zur Veranschaulichung mal zwei Soundfiles im Abstand von 50 cm zur Basisstation erstellt:

Absaugung des Staubtankes aus 50 cm Entfernung
Abpumpvorgang bei der Wischerreinigung aus 50 cm Entfernung
© duesseldorf.de

Wir haben dann auch mal das Schallpegelmessgerät gezückt, um alle Geräuschzustände, die im Betrieb vorkommen, etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Abgesehen vom schon erwähnten Absaugvorgang, dem wohl selten verwendeten Turbo-Modus des Saugroboters und dem doch eher als störend empfundenen Blubbern bei der Absaugung des Schmutzwassers, findet die sonstige Arbeit des Bots und auch der Basisstation selbst in wirklich sehr leisen, hin und wieder aber wahrnehmbaren Lautstärkebereichen statt – sehr gut!

Auf der rechten Seite könnt ihr eine Skala sehen, die zur besseren Einordnung der nachfolgenden Werte bestimmt hilfreich ist.

In Summe gesehen ist die Lautstärke absolut in Ordnung, da die störenden Arbeitsschritte nur für wenige Sekunden ablaufen.

  • Saugsleistung des Roboters auf der Stude *Turbo”: 62 dB (A).
  • Saugsleistung des Roboters auf Stufe *Stark”: 56 dB (A).
  • Saugsleistung des Roboters auf Stufe *Standard”: 50 dB (A).
  • Wischer-Trocknung an der Basisstation: 32 dB (A) mit sanftem Luftströmungsgeräusch
  • Wischer-Reinigung an der Basisstation: 43 dB (A) mit deutlich wahrnehmbarem Gluckern
  • Absaugvorgang/Entleerung an der Basisstation 68 dB(A)

Nach den ganzen Informationen und den Tests wird es mit der nächsten Seite aber auch mal Zeit, ein Fazit aus dem Ganzen zu ziehen. Zudem gibt es dort auch noch eine tolle Ankündigung, die ihr auf keinen Fall verpassen solltet.

Mario Kramer meint …

Mario Kramer

Wir hatten nun über sechs Wochen Zeit uns mit den vielfältigen Funktionen des Dreame L10s Ultra Saugroboters sowie den praktischen Nutzen seiner Basisstation vertraut zu machen und sind, von kleineren Schwächen abgesehen, doch wirklich begeistert, was aus technischer Sicht inzwischen alles möglich ist.

Wirklich zu loben ist die extrem einfache und leicht verständliche Inbetriebnahme mit der tollen App. Hier wird ein kundenfreundlicher Einstieg großgeschrieben. Man bekommt alle relevanten Informationen in gut verständlicher Sprache vermittelt, darüber hinaus ist sie absolut Spitze bei der Kartierung und Verwaltung der erstellten Karten und punktet dazu auch noch mit einer Vielzahl an individuell einstellbaren Optionen. Genauso sind wir vom Leistungsergebnis des Bots beeindruckt, er ist wirklich smart in der Orientierung, umgeht zielsicher Hindernisse und erkennt sofort, wenn es an einer Stelle mal eng werden könnte. Er hinterlässt einen absolut sauberen Boden und macht den manuellen Einsatz eines herkömmlichen Staubsaugers überflüssig.

Die Basisstation mach auch einen guten Job, wir hätten uns allerdings etwas größere Tanks und eine leisere Geräuschkulisse beim Entleeren gewünscht. Größere Tanks zwingen einen nicht dazu, alle paar Tage nachzufüllen. "Nachfüllen" ist auch ein Stichwort, welches wir gerne aufgreifen wollen: Auf einer Messe in China wurde vor kurzem eine Upgrade-Variante des L10S Ultra-Gespanns vorgestellt. Diese Version ist eigentlich bis auf wenige Details nahezu identisch, wird jedoch über entsprechende Anschlüsse direkt mit einer Wasserzuleitung und einem Abflussschlauch verbunden, sodass ein manuelles Nachfüllen oder Leeren der Schmutzwassertanks entfällt - echt klasse. Ob es dieses Modell aber in Deutschland geben wird, ist noch unklar.

Back to Topic: Neben all den Features, die super ihre Aufgaben erfüllen, haben wir aber auch ein paar Punkte für Verbesserungen. Zum einen wäre es gut, wenn Dreame für das Blubber-Geräusch bei der Absaugung eine technische Lösung findet, sodass die Pumpe nicht immer Luft mit ansaugt. Darüber hinaus braucht die Firmware eine Erweiterung, damit der Bot im Falle eines Hängenbleibens in regelmäßigen Intervallen einen akustischen Hinweis vom Gerät wiedergibt, sodass man auch ohne Smartphone mitbekommt, wenn es irgendwo hängt.

Der Kauf des Saugers fordert in weiterer Folge zur regelmäßigen Anschaffung von Verschleißmaterialien wie Staubsaugerbeutel, Filter und Wischerbezüge, was zusätzliche Kosten verursacht. Es ist jedoch möglich, sofern es eben nicht immer das Original vom Hersteller sein muss, auch kompatible Angebote auf dem Markt zu finden und bares Geld zu sparen. Was zumindest bei den Wischern hilf deren Haltbarkeit zu verlängern, ist es, sie alle paar Wochen mit in die Waschmaschine zu stecken und bei nicht mehr als 40 °C zu waschen.

Alle gemachten Erfahrungen zusammen addiert hinterlässt der Saugroboter einen sehr guten Eindruck bei uns, wenn auch der Preis für den Normalsterblichen sicherlich ziemlich weit oben angesetzt ist. Verglichen mit den Anschaffungspreisen anderer Hersteller im selben Segment ist der DreameBot zwar noch immer nicht "günstig", aber speziell mit den vielen Angeboten zurzeit doch noch im Rahmen - wie wir finden. Technik und Innovation kostet leider Geld. Dreame hat mit dem Bot und der Station ein echt cooles Gespann gezaubert, dass eigentlich alles macht, was man von so einem Gerät auch erwartet . . . und dieses dazu noch ziemlich gut.


In Zusammenarbeit mit Dreame werden wir in paar Tagen auf unserer Seite einen dieser genialen Saugroboter unter allen Teilnehmern verlosen. Wie ihr mitmachen könnt, erfahrt ihr dann in dem jeweiligen Gewinnspielartikel - also Augen aufhalten!

  • Positiv
  • Tolles Design
  • Einfache Inbetriebnahme
  • Tolle App mit vielen Funktionen
  • Sehr gute Wisch- und Saugleistung
  • Praktische Reinigungsstation
  • Sehr gute Orientierung und Hinderniserkennung
  • Kompatibel mit Sprachassistenten
  • Wischerbezüge waschbar (max. 40 °C)
  • Tolle Kamerafunktion
  • Neutral
  • Staubsaugerbeutel nicht wiederverwendbar
  • Weitere Kosten für Verschleißmaterialen
  • Bauartbedingte Schwäche in Ecken und beim Wischen
  • Negativ
  • Absaugung und Entleerung laut
  • Mitteilung beim Festfahren könnte deutlicher umgesetzt sein
  • Relativ teuer

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