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Tech-Review.de

  • Mittwoch, 28. Oktober 2020
be quiet! Shadow Rock 3

be quiet! Shadow Rock 3: Aus dem Schatten des Midrange-Segment?

Einleitung

Keine Sparte bei den CPU-Kühlern hat es so schwer, der Balance zwischen hoher Leistung und niedrigem Preis gerecht zu werden. Doch warum ist das überhaupt so? Jeder kennt sie, die berühmt-berüchtigten Preis-Leistungs-Wunder, die in der Anschaffung immer noch eine moderate Investition darstellen und zugleich fast so viel zu leisten imstande sind wie die viel teureren High End Pendants. Um dieses Ziel zu erreichen, verfolgen die Hersteller ganz verschiedene Ansätze. Oftmals versucht man sich über die Optik zu definieren, denn der aktuelle Trend erweist sich gerne als starkes Verkaufsargument. Andere wiederum kommen spartanisch daher, die alten und besonders erprobten Tugenden zu pflegen kann auch heute noch ein Erfolgsrezept sein. Doch der Markt ist übersättigt, besonders von Kühlern die sich rein äußerlich lediglich vom Namen und Schriftzug von ihren Mitbewerbern unterscheiden.

Der deutsche Hersteller be quiet! konnte sich in der Vergangenheit vor allem mit ihren Netzteilen einen Namen machen, besonders da dieser in den allermeisten Produkten konsequent gelebt wird. Dieser Politik folgt auch der Shadow Rock Serie, welche in ihrer dritten Interpretation mit der üblichen Rezeption bricht. Neben der stets ruhigen Geräuschkulisse, soll nun eine zeitlose Optik den Anwender zusätzlich überzeugen. Garniert mit einer Kühlleistung von 190 Watt Thermal Design Power (TDP), fünf vernickelten Heatpipes aus Kupfer und der Kosten-reduzierenden HDT-Technologie (Heatpipe Direct Touch), platziert man sich knapp unterhalb der signifikanten 50 Euro Marke. Der Clou daran; Man bleibt in der Relation vergleichsweise günstig, verteilt dabei jedoch schon Seitenhiebe auf die Premium-Lösungen wie etwa Noctuas NH-U12S. Wir sind schon sehr gespannt, inwieweit die Moderne mit den Tugenden vergangener Tage harmoniert, ihr auch?

Verpackung und Lieferumfang

Auch wenn die schwarz gehaltene Verpackung sehr schmal und ziemlich kompakt daherkommt, hindert das be quiet! nicht wirklich daran auf der Vorderseite den nötigen Platz zu finden um mit den Kernkompetenzen des Shadow Rock 3 zu werben, der hohen Kühlleistung und dem leisen Betrieb. Ansonsten zeigt man sich mit Aussagen zurückhaltend, lediglich der Kühler selbst wird präsentiert. Ein silbergrauer Streifen im linken Bereich enthält das Wort Premium, der Gusto des Herstellers ist damit also klar und ohne Umschweife definiert. Rückseitig geht man explizit auf das asymmetrische Design und der damit verbundenen hohen RAM-Kompatibilität ein. Die fünf vernickelten Hetapipes, die HDT-Technologie und die TDP von 190 Watt (Thermal Design Power) runden den Infofluss minimalistisch ab. Weniger ist eben manchmal doch mehr!

Auf den Seiten findet sich eine Beschreibung der Firmenphilosophie, direkt darunter eine Tabelle welche über die technischen Spezifikationen des Shadow Rock 3 informiert. Um 180 Grad gedreht, findet sich ein QR-Code, der den Anwender auf die Produktseite weiterleitet.

Der Lieferumfang fällt sehr umfangreich ausIm Inneren befinden sich die einzelnen Komponenten sicher in teilweise zusätzlicher Kartonage verpackt. Um Transportschäden zu vermeiden, ist außen eine Hülle von Schaumstoff inkludiert worden. Viel interessanter als die einzelne Anordnung der Bauteile, definiert sich unserer Meinung nach das sehr umfangreich gehaltene Zubehör.

  • 1x Backplate
  • 2x Montagehalterungen für Intel LGA 1150/1151/1155/2011-0/2011-3/2066
  • 2x Montagehalterungen für AMD AM3/AM3+/AM4
  • 1x Montagehalterung für den Kühlkörper
  • 4x Abstandshalter für Intel LGA 2011-0/2011-3/2066
  • 4x Abstandshalter für Intel LGA 1150/1151/1155
  • 4x Abstandshalter für AMD AM3/AM3+/AM4
  • 12x Schrauben für die Befestigung der Montagehalterungen mit der Backplate
  • 2x Schrauben für die Verbindung der Montagehalterung mit dem Kühlkörper
  • 4x O-Ringe (Intel LGA 1150/1151/1155)
  • 4x Unterlegscheiben (AMD AM3/AM3+)
  • 1x Shadow Wings 2 PWM 120-Millimeter-Lüfter
  • 2x Paar Lüfterklammern
  • 1x Kreuzschlitz-Schraubendreher
  • 1x Spritze Wärmeleitpaste

Technische Daten

Modell be quiet! Shadow Rock 3
Kompatibilität Intel LGA 1150/1151/1155/2011-0/2011-3/2066

AMD AM3/AM3+/AM4
Abmessungen (H x B x T) 163 mm x 130 mm x 121 mm
Thermal Design Power 190 W
Garantie 3 Jahre
Preis 50 Euro
Preisvergleich Geizhals Deutschland
Hersteller be quiet!

CPU-Kühler im Detail

Der erste Blick in die Verpackung hat es uns bereits gezeigt: Der Shadow Rock 3 definiert sich vornehmlich über sein zeitloses Design, das unter anderem durch die 30 weit voneinander angeordneten Aluminiumlamellen verstärkt wird. Da neben einer besonders hohen Kühlleistung vor allem die geringe Lautstärke in den Vordergrund gestellt wird, sind wir etwas verwundert, wie genau man diese beiden doch zum Teil sehr gegensätzlichen Eigenschaften lüfterseitig zu lösen vermag. Im Vergleich zu seinen Vorgängern wartet die dritte Inkarnation mit fünf vernickelten Heatpipes zur Abführung der entstehenden Abwärme auf. An deren Verlauf erkennt man außerdem den stark asymmetrischen Aufbau, der dem Kühlkörper für die Produktfotografie keinen allzu festen Stand auf der Kühlfläche gewährt, sich dafür jedoch für eine großzügige RAM-Kompatibilität geradezu prädestiniert.

Als besonderes Schmankerl präsentiert sich ein zweifarbiges Top-Cover aus gebürstetem Aluminium, welches zusätzlich mit dem Herstellerlogo den hohen Qualitätsanspruch des Unternehmens suggeriert. Dafür hat man es sogar in Kauf genommen, die magische Höhe 160 Millimetern, um drei Millimeter zu verpassen. Obwohl der Kühler über eine zeitgemäße, optische Erscheinung verfügt, erinnert das Aluminium der Finnen an Produkten vergangener Tage. Das stellt keine Kritik im Sinne einer schlechten Verarbeitung dar, denn diese ist unserem Urteil nach gut gelungen. Es ist schwer zu beschreiben, doch gefühlt passt das metallische Material besser in die frühen 2000er Jahren, statt in unsere moderne Zeit. Bei der Kühlfläche wird wie für die Mittelklasse üblich auf die HDT-Technologie (Heatpipe Direct Touch) gesetzt. Der Grund hierfür ist, einen möglichst effizienten Übergang zwischen dem Kühlkörper und der Wärmequelle selbst zu ermöglichen (CPU).

Bei den Lüftern bietet das Datenblatt wenig Informationsgehalt. Zwar gibt es von dem Shadow Wings 2 PWM 120-Millimeter-Lüfter eine Verkaufsversion, diese unterscheidet sich jedoch relativ stark von den angegebenen Werten. Statt 1600 Umdrehungen pro Minute, möchte die im Handel erhältliche Variante mit maximal 1100 U/Min. ihre Kreise drehen. Auch die Lautstärke fällt mit 24,4- zu 15,9 Dezibel (laut Herstellerangaben) signifikant höher aus. Allerdings sind die Ventilatoren von be quiet! serienübergreifend für ihre geringe Geräuschkulisse bekannt, welche nicht zuletzt dank der luftstromoptimierten Oberflächenstruktur der Lüfterblätter einhergeht, wenngleich auch nur ein einfaches Rifle-Lager für den Antrieb sorgt.

Montage

Bei der Installation auf dem AM4 Sockel setzt be quiet! beim Grundgerüst auf die Backplate des Retention Moduls, welche durch vier Abstandshalter arretiert wird. Anschließend müssen beide Montagehalterungen auf ihnen verschraubt werden. Diese Methode hat sich bei AMD Systemen inzwischen mehr als bewährt, und auch wir finden diese Lösung ideal, da man so überflüssige Materialien einspart. Nachdem der Heatspreader der CPU mit Wärmeleitpaste versehen wurde, beginnt das hauseigene Befestigungssystem des Herstellers zu greifen. Hierfür wird eine lose Montagehalterung auf den Kühlsockel gelegt und mit zwei Schrauben befestigt. Da die rechte Schraube sehr gut erreichbar ist, wird das Anziehen zur reinen Formsache. Die Linke hingegen muss mit dem Kreuzschlitz-Schraubendreher durch die Öffnung im Kühlkörper befestigt werden.

An sich ist das keine große Sache, doch durch das starke asymmetrische Design kippt der Heatsink sofort und muss daher vom Nutzer festgehalten werden. Zusätzlich ist der Durchmesser der Schraube zu groß für die Öffnung, sodass diese nicht von oben zur Montagehalterung geführt werden kann. Entweder legt der Anwender diese auf die entsprechende Schiene, in der Hoffnung, dass jene nicht kippt, oder aber er versucht sie nachträglich dort zu platzieren. Dieser Weg kann jedoch aufgrund von geringen Platzverhältnissen sehr umständlich sein. Am Ende ist die Montage kein Hexenwerk, sollte unserer Auffassung nach aber deutlich unter be quiets! eigenem Anspruch an ein hochwertiges Produkt liegen. Wichtig ist, sobald beide Schrauben im Gewinde sitzen, sollten diese schrittweise abwechseln angezogen werden, um dem möglichen Kippen des Kühlkörpers vorzubeugen.

Testsystem

CPU: AMD Ryzen 5 1600
CPU-Kühler: be quiet! Shadow Rock 3
Lüfter: 1x 120 mm
Statischer Druck: -
Luftdurchsatz: -
Lüftergeschwindigkeit: 1600 U/min*
Lautstärke: 24,4 dB*
Mainboard: Gigabyte GA-AB350-Gaming 3
Arbeitsspeicher: 4x 4 GB ADATA XPG Z1 Gold Edition CL 16 DDR4-3333 MHz @ 2133 MHz
Grafikkarte: XFX Radeon R5 230 1 GB DDR3
HDD / SSD: Samsung SSD 830 128 GB
Gehäuse: Fractal Design Arc Midi R2
Gehäuselüfter: -
Netzteil: Cougar GX-S450
Wärmeleitpaste: Arctic MX-4

* Herstellerangabe

Um das volle Potenzial aus unseren Testkandidaten herausholen zu können, setzen wir bei unserem Testsystem auf den Zeppelin-Die basierenden AMD Ryzen R5 1600. Im Jahr 2017 kam endlich die lang erwartete Zen-Architektur aus dem Hause Advanced Micro Devices (AMD) in den Handel und ebnete so den Weg für Sechskern- und Achtkern-Prozessoren im Mainstream-Segment. Durch ihre sehr hohe Rechenleistung, beispielsweise für Foto- und Videobearbeitung, sowie einer guten Spiele-Performance, etablierte sich die CPU in Windeseile zum absoluten Sweet Spot im Massenmarkt. Natürlich muss sich der be quiet! Shadow Rock 3 in unserem Testparcours gegen eine Vielzahl verschiedenster leistungsstarker Kühllösungen behaupten. Doch gerade im Mittelfeld tummeln sich besonders interessante Mitbewerber, die es auf dem Weg zurück zur Spitze zu schlagen gilt. Insbesondere Noctuas NH-U12S, der als Premium-Produkt selbstverständlich ein großer Herausforderer ambitionierter Midrange-Lösungen ist.

AMD Ryzen 5 1600

Testverfahren

Damit wir die Drehzahlen, die Kühlleistung und die Lautstärke des Shadow Rock 3 besser bewerten können, haben wir insgesamt drei verschiedene Testszenarien durchgeführt, in denen unseren Testprobanden ihr vollständiges Potenzial abverlangt wird. Um sehr viel Abwärme zu erzeugen, verwenden wir im Testparcours das Stress-Test-Tool "Core Damage", welches unseren AMD Ryzen 5 1600 kräftig ins Schwitzen bringt. Anschließend führen wir jeweils eine Testsession bei 50-, 75- und 100 Prozent PWM-Drehzahl durch, womit wir die Leistung aller im Testparcours befindlichen Modelle korrekt miteinander vergleichen können.

Die Kühlleistung werden wir in einem geschlossenen System ermitteln, da normalerweise das Gehäuse bei den Anwendern ebenfalls geschlossen zum Einsatz kommt. Das hat den Vorteil, das reale Einsatzgebiet bestmöglich nachzustellen. Zur Feststellung der Lautstärke wurde eine Lautstärkemessung mit Hilfe eines PCE-MSM 2 durchgeführt. Das Schallpegelmessgerät wird dafür in einem Abstand von 50 Zentimeter vor dem Gehäuse positioniert. Die Ergebnisse der Lautstärkemessungen können sich von Redakteur zu Redakteur unterscheiden. Wie kommt es zu den unterschiedlichen Messungen bei den Redakteuren? Dies erläutern wir hier:

Aufklappen

Da unser Team geografisch weit verstreut ist, haben wir kein gemeinsames Redaktionsbüro, weshalb die Redakteure in ihren eigenen Räumlichkeiten arbeiten. Aufgrund der stark abweichenden Raumgrößen und Einrichtungen kann es bei jedem zu anderen Ergebnissen kommen, genauso wie bei dem Leser daheim. Kahle Wände reflektieren mehr Schall, wodurch Geräuschmessungen lauter ausfallen. Sind die Wände durch Schränke oder Regale mit Büchern abgedeckt, absorbieren sie mehr Schall, wodurch bei den Geräuschmessungen leisere Werte zustande kommen. Deshalb gibt jeder Redakteur die Gegebenheiten seiner Räumlichkeit an, in dem der Test stattfindet. Als reproduzierbarer Referenzwert, der von jedem Nutzer daheim nachgestellt werden kann, wird der AMD Wraith Spire Boxed-Kühler genutzt. Somit sieht er in den Diagrammen, um wie viel lauter oder leiser die anderen Kühler sind. Als zusätzlicher Orientierungswert wird der Messwert angegeben, den der Redakteur in seiner Räumlichkeit bei absoluter Stille misst.

Wie ist die Räumlichkeit zu diesem Testsystem? Der Redakteur testet seine Komponenten in einem 17,52 Quadratmeter großen Raum, welcher hauptsächlich als Schlafzimmer genutzt wird. Neben einem Schreibtisch befinden sich daher auch noch ein Bett, verschiedene Kommoden und ein Kleiderschrank. Der absolute Stille-Messwert liegt bei 32,8 Dezibel.

Um die ermittelten Werte unabhängig von äußeren Einflüssen wie etwa der Jahreszeit oder der Witterung vergleichbar zu machen, geben wir das Ergebnis als Differenz zur Raumtemperatur in Kelvin an. Das bedeutet, wenn die Temperatur um ein Grad steigt, ist das bei Celsius und Kelvin gleich viel. Lediglich der Punkt an dem null Grad ist unterscheidet sich. Daher sind die Messwerte immer als "X Grad mehr als die ermittelte Zimmertemperatur" zu lesen.

Ein Beispiel: Ein Testsample erreicht bei der Messung 25 Kelvin, die Raumtemperatur liegt hingegen bei 22 Grad Celsius. Die CPU wird letztendlich insgesamt 47 Grad heiß.

Folgende Software benutzen wir für unseren Test:

Drehzahl

Im Vorfeld haben wir zuerst die Drehzahlbereiche mit Hilfe der Gigabyte SIV Software ermittelt, um einen ersten Eindruck auf die mögliche Kühlleistung und die Geräuschentwicklung zu erhalten. Da ab Werk lediglich 1600 Umdrehungen pro Minute als Maximalwert angegeben wurden, konnte man vorab davon ausgehen, dass die Lautstärke wie von Anfang an suggeriert, einen enorm hohen Stellenwert zugesprochen wird. Zwar haben wir bei der Messung einen Wert von 1749 U/Min. ermittelt, dieser befindet sich jedoch noch haarscharf innerhalb der zehn Prozent Toleranzmarke. Leider hält sich be quiet! bei den technischen Spezifikationen weitestgehend bedeckt. Zwar finden sich auf der Website Angaben zu der Lüfter-Serie, die gehen aber nicht mit den bekannten Werten dieser Variante konform, sodass wir bewusst darauf verzichten diese Angaben zu übernehmen.

Allgemeiner Hinweis: Im normalen Nutzungsbetrieb erreichen die Lüfter von CPU-Kühlern nie den Drehzahlbereich von 100 Prozent.

Lautstärke

Die Geräuschkulisse des Shadow Rock 3 ist der reine Wahnsinn, da er die identischen Messergebnisse des NH-U12 erreicht. Diesem steht allerdings ein viel geringerer Drehzahlbereich zur Verfügung, und genau deswegen sind diese Werte so beeindruckend. Während die Differenz bei 50 Prozent PWM-Drehzahl 250 U/Min. beträgt, wächst diese stetig an. Am Ende liegt der Unterschied bei sogar unglaublichen 446 U/Min., dass diese unglaubliche Leistung entsprechend hervorhebt.

Kühlleistung

Obwohl eine geringe Lautstärke eine gute Ausgangslage für einen erfolgversprechenden CPU-Kühler ist, liegt das Hauptaugenmerk weitestgehend auf dem Anwendungsgebiet, dem effektivem Kühlen des Prozessors. Was sollen wir sagen, Zahlen lügen nicht, bei geringer Drehzahl wird der NH-U12S um unglaubliche fünf Kelvin geschlagen. Doch die Leistung skaliert nicht über den kompletten Leistungsbereich. Je öfter der Ventilator in der Minute seine Kreise dreht, desto geringer wird die Differenz. Während sich der Vorsprung bei 75 Prozent PWM-Drehzahl auf zwei Kelvin verringert, egalisiert sich der Unterschied am Ende sogar.

Die Argumente für den Shadow Rock 3 bleiben die zeitgemäßere Optik und ein 15 Euro günstiger Anschaffungspreis. Dass es im unteren Drehzahlbereich noch etwas kühler und ein paar Euro günstiger geht, zeigt hingegen Cooler Masters Hyper 212 RGB Black Edition. Dafür muss jedoch auch eine höhere Lautstärke bewusst in Kauf genommen werden. Das Aussehen und die vorhandene RGB-Beleuchtung hingegen bleibt die persönliche Präferenz des Anwenders.

Daniel Figiel meint …

Daniel Figiel

Wird der Shadow Rock 3 dem Premium-Anspruch denn nun am Ende gerecht? Nicht gänzlich wie wir finden, er macht seinen Job aber dennoch ziemlich gut. Wenn man das unzeitgemäße Montagesystem einmal bewusst ausklammert – da sich dieser Umstand durch sämtliche Baureihen zieht - fehlt es be quiets! Neuling lediglich an der stimmigen Materialanmutung. Diese erweckt, obwohl sie für das anvisierte Preissegment durchaus harmonisch gewählt wurde, haptisch einfach nicht das Gefühl oberste Güte in den Händen zu halten. Und obwohl der Kühler "nur" im oberen Mittelfeld angesiedelt ist, suggeriert der Hersteller selbst andere Anforderungen an sein Produkt.

Die übrigen Attribute hingegen erfüllen ihre Aufgaben ausgesprochen gut. Der Shadow Wings 2 PWM Lüfter verrichtet seine Arbeit sehr leise, lässt dafür jedoch die maximale Kühlleistung außen vor. Dennoch hat man es geschafft, Noctuas Branchenprimus gerade im unteren Drehzahlbereich zu deklassieren. Die Relation bei maximaler Leistung zeigt aber, dass viel Potenzial zugunsten der Geräuschkulisse verschenkt wurde. Drei Jahre Garantie runden das Gesamtpaket stimmig ab, ohne dabei exorbitant an der Preisschraube drehen zu müssen. Wer mehr Leistung aus dem gleichen Hause präferiert, kann für einen moderaten Aufpreis von 12 Euro mit dem Dark Rock 4 eine durchaus eine entsprechende Alternative finden.

  • Positiv
  • Zeitloses Design
  • Drei Jahre Garantie
  • Großer Lieferumfang
  • Leiser Betrieb
  • Neutral
  • -
  • Negativ
  • Materialanmutung wird nicht gänzlich dem eigenen Premium-Anspruch gerecht
  • Unzeitgemäßes Montagesystem

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