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Tech-Review.de

  • Sonntag, 25. Oktober 2020
AOC D2757PH

AOC D2757PH: 27" großer 3D-LED-Monitor

Einleitung

Die Firma AOC mit Sitz in Amsterdam ist vielen Leuten sicher ein Begriff, schließlich gehört AOC zu Europas führenden Anbietern von Displayprodukten. Hierbei umfasst das Portfolio der Firma LCD-Displays für den PC in verschiedenen Ausführungen. In Europa vertreibt das Unternehmen nach eigenen Angaben pro Jahr deutlich mehr als eine Million Bildschirme, weltweit sind es sogar über 15 Millionen.

So ist es kein Wunder, dass viele Anwender ein ebensolches Gerät sein Eigen nennen können, oder man zum Beispiel im Büro mit den Modellen des Herstellers in Kontakt kommt. Unser heutiges Testobjekt hört auf den Namen "AOC D27557PH" und ist ein 27" großer LED-Monitor mit IPS-Panel und aktiver FPR-3D-Technologie. Nicht nur optisch kann sich das Gerät sehen lassen. Der Monitor bietet mit seinem edlen Aufbau, dem Aluminium-Ständer, großen Klavierlackelementen und einer sehr dünnen Bauweise für Design-Fans ein echtes Augen-Schmankerl. Auf der technischen Seite muss sich das Gerät nicht vor der Konkurrenz verstecken und bietet mit der Wahl zum IPS Panel den Vorteil, dass eine perfekte Farbwiedergabe ermöglicht werden soll - weswegen die IPS-Panele gerade bei Fotografen oder Grafikern so beliebt sind. Dadurch sollen Fotos und Filme farbechter angezeigt werden und den User zum Beispiel beim Anschauen einer Blu-Ray stimmungsmäßig in Hochgenuss bringen, was die Wiedergabequalität anbelangt. Getoppt wird das Darstellungserlebnis durch die 3D-Unterstüztung samt passenden Brillen, mit denen Filme wie Avatar o.ä. gleich noch realistischer werden. Auch 2D-Inhalte können spielend leicht in 3D-Bilder konvertiert werden.

Anschlusstechnisch wurde mitgedacht und so gibt es gleich zwei HDMI-Buchsen sowie einen VGA-Port. Damit lässt sich nicht nur der eigene PC anschließen, sondern zum Beispiel auch der Blu-Ray-Player oder die Spielekonsole. HDMI ist bekanntermaßen ja schon fast überall anzutreffen. Hierbei unterstützt der Full-HD-Monitor D2757PH eine native Auflösung von 1920 x 1080 Pixel. Mit einer geringen Reaktionszeit von gerade einmal fünf Millisekunden sowie dem statischen Kontrast von 1000:1 (dynamischer Kontrast: 20.000.000:1) ist der Monitor auch für Ego-Shooter interessant. Die stromsparende LED-Hintergrundbeleuchtung sorgt dann noch quasi als i-Tüpfelchen für ein gutes Gefühl in Bezug auf die Stromrechnung. Was der Monitor nun so genau unter der Haube zu bieten hat und wie er sich im Praxisalltag schlägt, erfahrt ihr auf den nächsten Seiten.

Der Lieferumfang

Dem Lieferumfang betreffend wurde nicht gespart, was bei einem Monitor mit einem aktuellen Kaufpreis von rund 300,- Euro auch erwartet werden kann. So liefert der Hersteller das Gerät sicher verpackt in einem handelsüblichen, bunt gestalteten Karton aus, welcher mit zwei Styropor-Schalen sowohl den Monitor als auch das Zubehör beherbergt und gegen Beschädigungen von Außen schützt. Auf dem Karton sind neben einer Abbildung des Produktes an sich noch diverse technische Informationen sowie die Hervorhebung der Kern-Features wie zum Beispiel die IPS-Technik oder die 3D-Untersützung aufgedruckt.

Hat man den Karton erstmal geöffnet, fallen einem direkt mehrere Tüten mit Kabel entgegen. Im Detail erhält der Käufer ein zwei Meter langes HDMI-Anschlusskabel, ein VGA-Kabel sowie das Netzteil inklusive Netzkabel. Für die Audiowiedergabe ist dann noch ein 3,5"-Klinkenkabel enthalten. Darüber hinaus ist eine CD mitsamt der Monitor-Treiber und weiteren Tools mit dabei. Auch ein AOC-Reinigungstuch ist mit im Paket.

Für den 3D-Genuss benötigt man natürlich auch noch geeignete Brillen, welche selbstverständlich im Lieferumfang zu finden sind. Gerade Brillenträger wird’s freuen zu lesen, dass hier nicht nur eine normale Polarisationsbrille enthalten ist. AOC hat dem Zubehörpaket auch noch eine Clip-Variante der 3D-Brille beigefügt, welche einfach an der eigenen Brille befestigt werden kann.

Die technischen Daten

Der Monitor kommt mit gut sechs Kilogramm daher und ist damit also eher eine Feder mit Bleigewicht am Fuße. Dieses Gewicht relativiert sich aber schnell, wenn man die Abmaße von 62,2 cm in der Breite und 44,9 cm in der Höhe betrachtet. Dem Anwender steht eine stolze Bildschirmdiagonale von 27" oder besser gesagt 68,6 Zentimetern zur Verfügung, was auf dem Schreibtisch schon sehr mächtig wirkt.

Mit der IPS-Wahl ist der Monitor nicht nur im Bereich von Farben und Kontrasten sehr leistungsstark unterwegs, sondern diese Art des Panels ist bekanntlich sehr Blickwinkelstabil, was einen Einsatz auch als TV-Monitor möglich macht. Die reduzierte Reaktionszeit von aktuell ca. 5 Millisekunden helfen bei schnellen und bewegten Bildern eine Schattenbildung zu vermeiden. Die 3D-Technik mit separaten Polarisationsbrillen ist zwar im Vergleich zu Monitoren mit integrierter Shuttertechnik ein kleiner Nachteil und für einige Anwender bestimmt auch lästig, dennoch stellt es eine kostengünstige Lösung dar; sind entsprechende Modelle mit integrierter 3D-Funktion ohne Brille doch im Anschaffungspreis noch immer im oberen Preissegment anzutreffen. Die Brillen sind zudem, anders als bei Shutterbrillen anderer Hersteller, batteriefrei und damit angenehm zu tragen. In Puncto Auflösung kommt der D2757PH mit der Full-HD-Unterstützung (1920x1080p / 60 Hertz) gut weg und bietet mit zwei HDMI-Ports sowie einer VGA-Schnittstelle ausreichend Anschlussmöglichkeiten. Gerne hätten wir hier aber noch einen DVI-Port vorgefunden, der eben nach unserer Ansicht häufiger als VGA zum Einsatz kommt und noch eher ins technische Zeitgefüge passt.

Beim OSD-Menü setzt man auf Touch; Hier wird über eine Touch-Bedienung am gebürsteten Aluminiumrand nicht nur das vielsprachige und intuitive geöffnet, es lässt sich darüber hinaus sehr angenehm bedienen, ist durch große Symbole sehr übersichtlich strukturiert und auch sehr kontrastreich dargestellt. Natürlich bietet AOC mit einer auf der CD befindlichen Software noch die Möglichkeit die Einstellungen über eine der HDMI-Schnittstellen direkt am PC zu verrichten.

Modellbezeichnung: AOC d2757Ph
EAN 4038986181358
Monitor-Linie: Style
Monitorgröße: 27"
Sichtbare Bildschirmgröße: 68,6 cm
Seitenverhältnis: 16:9
Helligkeit: 250 (typ) cd/m² (typ)
Dynamischer Kontrast: 20.000.000:1
Typischer Kontrast: 1.000:1
Blickwinkel: 178°/178° (CR 10)
Reaktionszeit: 5 ms GTG (BW)
Scanfrequenz: H: 30 ~ 83 KHz, V: 50 ~ 75 Hz
Pixelfrequenz: 170MHz
Maximale Auflösung: 1920 x 1080@60 Hz
Empfohlene Auflösung: 1920 x 1080@60 Hz
Farben: 16.7 M
HDCP-kompatibel: Ja
Anschlüsse: 2x HDMI, 1x D-Sub, Kopfhörer (out), Audio (In)
Spannungsversorgung: 90 ~ 240 VAC, 50/60 Hz
Stromverbrauch: An: 29 W, Standby: 0.5 W, Aus: 0.5 W
Bedienung: Touch Key
Zertifizierung: CE, Energy Star 5.0, EuP, FCC, GOST, ISO 9241-307, NRTL, RoHS, TCO 5.0, TÜV-Bauart
Weitere Merkmale: -5/15° Neigung, e-Saver, Eco Mode, i-Menu, Kensington Security Lock, screen+
Abmessungen (BxHxT) 622 × 449 × 130 mm
Gewicht: 5,7 kg ohne Verpackung / 7,98 kg mit Verpackung
Preis: ~ 300 €
Garantie: 3 Jahre
Hersteller AOC International (Europe) B.V.
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* Herstellerangabe

Im Detail

Optik und Mechanik:
Der D2757Ph ist ein Gerät aus der AOC-Style-Linie, bietet edle und reichhaltige Designelemente und ist mit gerade einmal 10,6 mm tiefe auch sehr dünn. Desweiteren verfügt er über einen sehr schmalen Rahmen von gerade ein Mal 5,8 mm –ist dadurch auch bestens geeignet mehrere Exemplare nebeneinander zustellen. Der vordere Bereich ist umzogen mit einem schwarzen Rand, welcher im unteren Teil in einer silbernen Frontleiste endet - dieses sieht wirklich toll aus. Mittig ist hierbei noch ein chromiertes AOC-Logo angebracht, ansonsten ist die dieser Randbereich ebenfalls eher clean. Die Rückseite besteht aus Klavierlack und hat im oberen Mittelteil nochmals ein eingelasertes AOC-Logo integriert. Das untere Drittel ist ein wenig hervorgestuft und beherbergt die Anschlussports.

Um das Gerät auf den Tisch aufstellen zu können - ein Aufhängen ist bei diesem Modell nicht möglich, da es keine VESA-Kompatibilität gibt - ist der Haltebügel an der Rückseite direkt ab Werk schon vormontiert. Das ganze Konstrukt wird dann auf den mitgelieferten und ebenfalls silbernen Fuß gesteckt. Dazu erhält die Bodenplatte zunächst ein mit schwarzem Klavierlack umzogenes Zwischenstück, welches über eine Flügelschraube werkzeuglos an der Bodenplatte befestigt wird. Anschließend wird der Monitor mit dem Haltebügel einfach in das Zwischenstück eingeführt und eingerastet. Der Verbund steht durch das hohe Eigengewicht und der guten Gewichtstarierung sehr stabil auf dem Tisch, die Bodenplatte ist darüber hinaus auf der Unterseite noch mit Gummi-Pads bestückt, welches ein ungewolltes verrutschen verhindert.

© Bilder by AOC

Was die Einstellwinkel anbelangt, so ist der D2757PH nur in der Vertikalen zu verstellen. Dabei stehen dem Anwender Winkelwerte von -5 bis zu +15° Neigung zur Verfügung. In der Horizontalen kann der Monitor nicht auf dem Sockel gedreht werden, auch eine Pivot-Funktion bei der man vom Querformat auf das Hochformat wechselt, ist nicht möglich. Ebenso eine Höhenanpassung geht nicht, oder nicht direkt. Der Monitor kann auch ohne Standfuss direkt auf eine Abstellfläche gesetzt werden, der Haken an der Rückseite dient dann als Stützfuß. Genau hierbei ist der sonst eigentlich tolle Monitor im klaren Nachteil, da man diesen eben ohne VESA-Halterung auch nicht an einem Monitorarm im Büro befestigen könnte. Der Abstellort sollte daher beim Kauf vorher schon bekannt sein und auch der Fakt, dass eine entsprechende Höhenanpassung der Ansicht nur über die Winkeleinstellung vollzogen werden kann, was bei erhöhter Aufstellung in Relation zur späteren Sitzposition mit -5° Neigung schon nicht mehr ausreichen könnte.

Display:
Das Display ist im Formfaktor 16:9 und bietet eine maximale Auflösung von 1920 x 1080, damit Full-HD und ein Kontrastverhältnis von 1.000:1 (dynamischer Kontrast: 20.000.000:1). Als Beleuchtungstechnik kommen LEDs zum Einsatz, welche nicht nur für eine gleichmäßige und kräftige Beleuchtung sorgen sollen, sondern auch einen geringeren Stromverbrauch erzeugen als konventioneller Beleuchtungsmethoden. Dadurch erreicht der Monitor eine Helligkeit von bis zu 250 cd/m². Für Gamer die gerne mal einen actionreichen Ego-Shooter spielen ist die Reaktionszeit ein entscheidender Faktor, da diese - je geringer sie ist - eine saubere Bilddarstellung von sich schnell bewegenden Szenen ermöglicht. Hier gab es lange Zeit gerade im IPS-Bereich jedoch Probleme, sodass viele Modelle gerade ein Mal um die acht Millisekunden Reaktionszeit schafften, während Geräte mit TN Panel mit Werten von zwei Millisekunden hantierten. Inzwischen ist die Technik aber fortgeschrittener und der Monitor schafft eine Pixel-Reaktionszeit von fünf Millisekunden, was mehr als ausreicht um ein verwischen oder schlieren der Grafiken im Spiel oder des Videos zu verhindern. Nur für Profi-Spieler sollte selbst dieser Wert noch nicht ausreichend schnell sein um 100% gegen ebengenannte Faktoren gefeilt zu sein - für den Heim- oder Büroanwender ist die Performance aber mehr als ausreichend. Ob dies aber wirklich so funktioniert wie vom Hersteller angepriesen wird unser Test im Praxisteil zeigen.

Der Hersteller hat bei seinem Display auf eine Glarebeschichtung gesetzt, die zwar Vorteile in der Farbwiedergabe bietet, aber eben auch gerne mal zum vermehrten Spiegeln bzw. zu Reflexionen auf dem Bildschirm neigt - gerade wenn der Monitor in sehr hellen Räumen oder Plätzen mit Gegenlicht verwendet wird. Sichtbar wird dies dann besonders bei dunkleren Bildern.

Für das Dreidimensionale:
AOC setzt auf die FPR-3D-Technologie, welche für flimmerfreie Darstellungen sowie brillante Bilder im 3D-Modus sorgen soll. Anders als bei der häufig verwendeten Shuttertechnik generiert nicht die Brille Teile des 3D-Effekts, sondern dies geschieht durch die Technik des Monitors. Die für die FPR-3D-Technologie benötigten Brillen funktionieren ohne Batterien und das daraus resultierende geringe Gewicht, sie sind damit sehr angenehm zu Tragen. Zudem kosten Polarisationsbrillen nur einen Bruchteil der batteriebetriebenen Shutterbrillen. Der Ärger mit leeren Batterien gerade beim Filmabend mit Freunden entfällt ebenfalls.

Die dazugehörigen 3D-Brillen

Was ist ein IPS-Panel?
Zunächst sollte man mal kurz Erklären, worum es sich bei einem IPS-Panel eigentlich handelt: IPS- oder In-Plane-Switching-Panele haben den Vorteil, dass sie mit einer sehr hohen Farbgenauigkeit- und Farbtreue bei Blickwinkeln bis zu 178° (vert./horiz.) aufwarten können. Darüber hinaus sind sie sehr kräftig in der Farbdarstellung. Aus diesem Grund sind die IPS-Geräte bei Fotografen oder Grafikern so beliebt sowie unabdingbar, denn gerade bei diesen Jobs ist es wichtig, dass die Farben auf dem Monitor genau denen entsprechen wie sie später zum Beispiel auf ein Poster gedruckt oder in einem Magazin abgebildet werden. Farbechtheit ist hier der springende Punkt. Hier helfen im Gerät gespeicherte Farbprofile, die mit dem sRGB-Farbraum übereinstimmen und so eine 1:1-Übertragung vom Bildschirm auf das Printwerk möglich ist.

Desweiteren sind die Monitor mit IPS-Technologie sehr Blinkwinkelstabil, sodass auch von der Seite betrachtet die Farben, Kontraste und Schärfe kaum bis garnicht abweichen. Anders sieht dies zum Beispiel bei den TFTs mit TN-Panel, bei denen von einer Seite betrachtet die Farben oder aber auch die Lesbarkeit der Inhalte sehr schnell nachlassen. Beim IPS bleiben die Kontrakte sowie auch die Farben nahezu gleich - egal von wo man schaut. Monitore mit IPS-Panele sind im Vergleich zu TN-Modellen zwar deutlich teurer, wer jedoch einmal auf soeinen Typ gewechselt hat wird ihn zu schätzen wissen.

Der AOC D2757PH im Detail

Anschlüsse:
Neben einem analogen VGA(D-Sub)-Eingang verfügt der D2757PH über gleich zwei HDMI-1.4-Anschlüsse mit denen sich zum Beispiel der PC samt Blu-Ray-Player an den Monitor anschließen lassen, hierbei kann beim Anschalten die Eingangsquelle vordefiniert oder aber im Auto-Modus belassen werden. Darüber hinaus ist das Gerät HDCP-Kompatibel, ein von Intel im Jahre 2003 entwickeltes Verschlüsselungssystem, das für die Schnittstellen DVI, HDMI und DisplayPort zur geschützten Übertragung von Audio- und Video-Daten vorgesehen ist. Mit dabei ist auch ein Audio-Eingang über 3,5mm Klinkenanschluss sowie dazu passend einen gleichgroßen Klinken-Ausgang zum Anschließen z.B. eines Kopfhörers.

Die Rückseite © Bild by AOC

OSD/Bedienung:
Bedient wird der Monitor D2757PH von AOC über eine Touch-Key-Funktion. Dazu gibt es rechtsunten fünf Touch-Buttons die unterschiedliche Funktionen auslösen. Beim ersten Symbol legt man die Signal-Eingangsquelle fest. Das zweite Symbol mit der nach links zeigenden Spitzklammer definiert den 2D/3D Modus. Hierbei kann man zwischen einem "Auto (2D/3D"-Modus, "2D-3D", "3D (SBS)" und der Option "3D (T/B)" wählen. Möglich ist also den 2D Inhalt auch als 3D konvertieren zu lassen oder direkt den 3D-Content (z.B. einen hochauflösenden 3D-Film im Blu-Ray-Player) zu betrachten. Bei der nach rechts zeigenden Spitzklammer aktiviert man die Lautstärkeregelung für die integrierten Lautsprecher. Mit dem Button daneben aktiviert man das eigentliche OSD-Menü (On-Screen-Menü), mit dem noch eine Vielzahl weiterer Optionen zur Verfügung steht.

Die ebengenannten Buttons dienen in diesem Fall als Navigationsknöpfe, um die Einstellungen zu editieren. Zu guter Letzt gibt es dann noch die Status-LED (Aktiv blau | Stand-by rot) und den Power-Button. Das OSD-Menü ist vielfältig und einfach aufgebaut. Einige Features sind allerdings grau hinterlegt - dies ist allerdings vom Hersteller auch so gewollt. Es sind nur die anschlussspezifischen Funktionen aktiv. So kann man zum Beispiel die automatische Einstellung oder das Seitenverhältnis nur auswählen und bearbeiten, wenn man als Eingangsquelle einen analogen VGA-Anschluss verwendet. Bei den digitalen Anschlüssen ist diese Option nicht mehr notwendig und deswegen ausgegraut.

Der Praxistest

Bildqualität:
Bei der Bewertung der Bildqualität fällt das doch relativ schnell spiegelnde Display ein wenig negativ auf. So reichen bereits kleine Lichter um für Reflexionen auf dem Bildschirm zu sorgen, welche beim Anschauen von dunklen Content sehr störend sein können. Es ist zwar nicht so schlimm, dass man keine Inhalte mehr sehen kann, aber nervig ist es hin und wieder doch. Für eine Ausrichtung im Büro zum Fenster hin, sei an dieser Stelle also eher abgeraten. Dazu kommt, dass man nicht zu nahe am Gerät sitzen sollte. Aufgrund des hohen Formfaktors werden bei nicht ausreichendem Abstand die Bildzeilen sichtbar. Dies kann gerade beim Lesen von Webseiten oder Dokumenten, aber auch bei der Grafikbearbeitung mehr als störend sein.

Helligkeit, Kontrast, Ausleuchtung:
AOC verspricht hier eine Leuchtdichte von bis 250 cd/m². In unserem Test mit Werkseinstellungen haben wir einen maximalen Wert von 236 cd/m² gemessen, was sich dem Versprochenen sehr annähert aber nicht gleichmäßig verteilt erreicht wird und gerade zum rechten Rand hin in seiner Intensität leicht nachlässt. Da sich die Intensität natürlich im OSD-Menü zwischen 0-100% einstellen lässt, haben wir an dieser Stelle natürlich auch nochmal nachgemessen und erreichten bei der geringsten Einstellung gute 95 cd/m², was jedoch für das Auge und der Darstellung dunkler Flächen eher noch ein wenig zu hell ist und ein bisschen geringer hätte sein dürfen. Je nach OSD-Einstellung erhöht sich der Wert der Leuchtdichte linear. Was den Schwarzwert anbelangt, so erreichten wir im Test Messwerte die zwischen 0,09 und 0,19 cd/m² lagen und sich damit ein Kontrastverhältnis von 1200:1 ergibt. Sehr positive Werte und eine ordentliche Leistung.

Zum Thema Ausleuchtung haben wir noch mal ein Foto angefertigt, welches eine längere Belichtungszeit hatte und somit die flächenmäßige Beleuchtung aufzeigt. Hierbei ist sehr schön zu erkennen, dass einige Bereiche mehr und andere weniger Licht bekommen - gerade unten links ist dies gut zu sehen. Auch wenn sich diese ungleichmäßige Beleuchtung im Alltag kaum wahrnehmen lässt, fällt sie bei gleichmäßigen und dunklen Grafiken auch mit bloßen Auge auf - stören tut sie aber nicht.

Die Panelausleuchtung

Interpolation:
Um die bestmögliche Schärfe zu erreichen, sollte man den Monitor natürlich mit voller nativer Auflösung von 1920x1080 Pixel betreiben, hierbei wird alles auf das Monitorformat 16:9 skaliert. Hat man nun Grafiken mit anderen Abmessungen, so werden diese entsprechend seitengerecht dargestellt.

Als Interpolation bezeichnet man, wenn der Monitor eine Grafik für dessen Anzeige neu berechnen muss. Dies hat man immer dann, wenn die Grafik z.B. stark vergrößert wird und der Monitor dann weitere Pixel hinzurechnen muss. Dabei entsteht oftmals ein sogenannter Koronaeffekt, da diese Interpolation eben nicht immer gelingt, der Test dadurch zum Beispiel sehr schwammig und ggf. auch nicht mehr lesbar wird.

Beim AOC D2757PH haben wir unsere Testgrafik in einer Auflösung von 1280 x 720 Pixel getestet, was dem 720p Standard entspricht. Hierbei ist festzuhalten, dass wir noch alle Texte fehlerfrei erkennen und lesen konnten, sie sich aber gerade in den kleineren Textgrößen schon sehr unscharf darstellten und der Schatten zum Teil zu komprimiert wurde, dass die Schrift fett wirkte. Andere Auflösungen wie 1650 x 1050, 1280 x 1024 oder 1024 x 786 indes bildeten das Testbild zwar sehr komprimiert, aber besser lesbar ab. Weshalb es gerade beim auch bei Videoportalen beliebten 720p-Standard so zur Schatten- bzw. Koronabildung kam, ist uns leider nicht bekannt. Lesen konnten wir alle Texte jedoch zu jeder Zeit. Dennoch erreichten wir die besten Schärfegrade bei voller nativer Full-HD-Auflösung mit 1920x1080p - wie vom Hersteller auch empfohlen.

Stromverbrauch:
Der Hersteller lässt sich mit der Angabe von gut 40 Watt als maximaler Verbrauch jede Menge Spielraum. In unserem Test mit dem Energy-Logger 4000 von Voltcraft konnten wir jede Angabe unterbieten. Seit die EU im Jahre 2010 für den Stand-By- und Aus-Betrieb feste Richtwerte gesetzt hat, wurden auch die Geräte immer sparsamer. AOC unterbietet alle Vorgaben mit Leichtigkeit. Selbst beim Anschauen einer Blu-Ray in 3D klettert das Messgerät nicht über 32 Watt, ist damit also durchaus als sehr sparsam zu betiteln, bravo!

Stromverbrauch:
Eigene Messung Herstellerangabe EU 2010
Richtwert
Ausgeschaltet: 0,2 Watt < 0,5 Watt 1,0 Watt
Stand-By: 0,3 Watt < 0,5 Watt 0,5 Watt
Normalbetrieb:
Helligkeit 0%
17,5 Watt k. A. -
Normalbetrieb:
Helligkeit 90%,
(Werkseinstellung)
30,1 Watt k. A. -
Normalbetrieb
Helligkeit 100%
32,3 Watt < 40 Watt -
Video 2D Full-HD:
Helligkeit 100%
~ 32 Watt k. A. -
Video 3D Full-HD:
Helligkeit 100%
~ 33 Watt k. A. -
Gaming 2D Full-HD:
Einstellung Hoch
Helligkeit 100%
~ 32 Watt k. A. -

Gaming:
Wie vorher schon angekündigt hat sich der Monitor neben den anderen Tests auch einer ausgiebigen Gaming-Session im Ego-Shooter Battlefield 4, sowie dem Spiel Anno 2070 zu stellen - alles natürlich in voller Auflösung und mit Werten auf MAX. Dabei überprüften wir, ob ein Schlieren bei schnelleren Bewegungen auftrat, oder sich sogar unerwünschte Artefakte bildeten. All diese Szenarien können wir jedoch getrost in die Schublade stecken, der D2757PH meisterte die etlichen Spielstunden mit Bravour und ohne dass jemals das Gefühl eines verschwommenen Bildes aufkam. Darüber hinaus waren die extrem klaren Farben gerade bei Spezialeffekten wie dem Wasser oder ähnlichem sehr beeindruckend in ihrer Darstellung.

3D-Video:
Mit der Blu-Ray des Kinoblockbusters "Avatar" haben wir die 3D-Tauglichkeit des Gerätes unter die Lupe genommen. Dabei mussten wir feststellen, dass die ausreichende Entfernung zum Gerät essentiell wichtig ist. Sitzt man zu nahe am Monitor, so bekommt man relativ schnell ein verschwommenes Bild - was meist mit Kopfschmerzen einhergeht. Passt die Entfernung ist das 3D-Erlebnis wirklich toll, zwar kommt es noch lange nicht an eine Kino-Technik ran, aber für den Privatgebrauch liefert AOC mit dem Gerät ein tolles Ergebnis ab. Auch das Tragen der Brillen ist angenehm - durch die Clip-Variante auch für die Brillenträger unter uns.

Software:
Zum Schluss musste sich die Software unserer Beurteilung unterziehen, welche vom Hersteller neben dem obligatorischen Benutzerhandbuch, der Garantiebestimmungen oder des Gerätetreibers auf der CD mitgeliefert wird. Übrigens kann der Treiber sowie die Software auch jederzeit über die Produkt- oder Supportseite von AOC in der jeweils aktuellsten Version bezogen werden.

Die Software

i-Menü:
Hinter dem Programm steckt eine Desktop-Version des OSD-Menüs, mit dem sich der Monitor und dessen Einstellungen direkt über Windows konfigurieren lassen. Kurioserweise konnte man beim Setup die Interface-Sprache auf Englisch wählen, landete dennoch bei einer Asiatischen Sprache. Erst nach der Installation ließ sich die Programmoberfläche auf "Deutsch" umstellen. Neben einer Vielfalt an Einstellmöglichkeiten entdeckten wir auch die Pivot-Option, mit dessen Hilfe sich die komplette Bildschirmdarstellung drehen lässt. Für den D2757PH ist diese tollte Funktion jedoch nicht geeignet, da sich der Monitor eben nicht drehen lässt und auch keine VESA-Montage machbar wäre.

e-Saver:
Das Tool e-Saver ist eigentlich nichts weiter als eine Energie-Verwaltung für den PC. Den wirklichen Nutzen dessen konnten wir im Vergleich zur windowseigenen Oberfläche nicht feststellen.

Screen+
Mit dem Screen+-Tool lässt sich die Anzeige in verschiedene Teilbereiche splitten, was gerade bei mehreren Anzeigegeräten sinnvoll ist.

Mario Kramer meint …

Mario Kramer

Der D2757PH von AOC hat sich in unserem ausführlichen Testparcours wacker geschlagen und konnte mit einer Fülle an positiven Aspekten aufwarten. Zunächst einmal sei das leistungsstarke IPS-Panel erwähnt, welches nicht nur für sehr gute Lichtwerte sorgt, sondern auch die Farben sehr kräftig und farbgetreu abbilden kann. Selbst bei intensiven Gaming-Session oder bei der Videowiedergabe zeigt sich, dass sich ein Monitor mit IPS-Panel samt 27"-Format mit einer Reaktionszeit von gut 5 Millisekunden nicht gegenüber den TN-Modellen verstecken muss. Zu keiner Zeit trat der unerwünschte Effekt des Schlierens oder sogar der Artefaktbildung auf - die Bilder waren ständig gestochen-scharf und farbecht. Lediglich das Display hat mit seiner Neigung zum leichten Spiegeln hin und wieder zu "Jalousie runter"-Aktionen geführt. Jedenfalls wenn man den Monitor in Richtung einer Lichtquelle wie z.B. einem Fenster stehen hat.

Was die Auflösung anbelangt ist auch bei kleineren Einstellungen ein Lesen von Texten etc. möglich, allerdings ist dieses von Schattenbildungen und Rauschen begleitet. Gerade auch bei der 720p-Einstellung wirkten unsere Testschriften sehr unscharf, fett und schwieriger lesbar als bei anderen Auflösungen. Hierbei muss man also ganz klar sagen, dass die empfohlene Full-HD-Auflösung von 1920x 1080p angebracht ist um eine scharfe Darstellung zu erreichen. Störend, auch bei Full-HD, waren die teils doch gerade auf hellen Flächen sichtbaren Bildzeilen, welche vor-allem bei geringeren Auflösungen oder einer nicht ausreichenden Entfernung zum Monitor sichtbar waren. Diese Zeilen wirken auf das Auge nicht angenehm und verhagelten das ansonsten homogene Bild schon sehr.

Die Eingangsquelle mit Doppel-HDMI kommt dem Anwender sehr zu gute, so lässt sich ohne Aufwand eine Spielekonsole oder aber ein Blu-Ray-Play mit dem Monitor verbinden. Anstelle oder zusätzlich zum analogen VGA-Anschluss hätten wir uns allerdings noch eine DVI-Schnittstelle gewünscht, da nicht jeder Anwender über einen entsprechenden HDMI Ausgang verfügt und so nur die analoge Anschlussvariante übrigbliebe.

Die integrierten Lautsprecher sind praktisch und für die normale Nutzung vollkommen in Ordnung, reichen aber leistungstechnisch selbstverständlich nicht an externe Varianten heran. Das Design des Monitors ist sehr toll und mit den silbernen Rahmenelementen und dem Fuß, welche sehr hochwertig verarbeitet wurden, wirkt der D2757PH außerordentlich edel. Negativ an diesem Aufbau ist allerdings, dass der Bildschirm nur in der vertikalen Neigung bewegt werden kann und eine Höhenverstellung am Gerät (abgesehen von der Benutzung ohne Standfuß), Pivotfunktion, horizontale Drehung oder gar eine Montage an einen VESA-kompatiblen Monitorarm wegfallen. Der Käufer muss sich also über die blickgerechte Standposition des Monitors bewusst sein - ausreichend Abstand wird auf jeden Fall für eine klare Bilddarstellung empfohlen.

Das OSD-Menü samt der dazu passenden Software i-Menü sind praktisch und intuitiv bedienbar. Screen+ ist eher was für Multi-View-Ideen und e-Saver für unseren Geschmack ein Tool zuviel und ohne wirklichen Nutzen für den Anwender.

Preislich rangiert der D2757PH im Vergleich zur Konkurrenz mit zurzeit rund 280 Euro im unteren Mittelfeld mit IPS-Panel, ist damit durchaus als günstig zu bezeichnen. Der Preis ist allerdings weder zu hoch noch zu tief gegriffen und entspricht unserer Ansicht nach auch dem, was man für die erbrachte Leistung als Hersteller ansetzen kann und sollte. Interessierten können wir den Monitor wärmstens empfehlen, auch wenn die Konkurrenz in diesem Gebiet stetig mehr wird.

  • Positiv
  • Sehr gute Licht- und Farbwiedergabe
  • Sehr gutes Kontrastverhalten
  • Gestochenscharfe Bilder+Texte bei Full-HD
  • Tolle 3D-Funktion
  • Spieletaugliche Reaktionszeiten von unter 5 Millisekunden
  • Optisch sehr ansprechend
  • Praktische Anschlussoptionen
  • Fester Standfuß
  • Praktische Desktop-Software
  • Umfangreiches Zubehör
  • Akzeptabler bis günstiger Preis
  • Ohne Standfuß nutzbar
  • Neutral
  • Negativ
  • Ausrichtung des Monitors eingeschränkt - nur vertikale Neigung möglich
  • Leicht spiegelndes Display
  • Keine VESA-Kompatibilität

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