Willkommen

Passwort vergessen? Noch kein Mitglied? Jetzt registrieren

Tech-Review.de

  • Mittwoch, 28. Oktober 2020
Zotac GTX 980 AMP! Omega

Zotac GTX 980 AMP! Omega: Im TRV-Test!

Einleitung

Nachdem wir bereits die GeForce GTX 970 mit dem Customdesign von Galax getestet haben, wird es Zeit nun auch das Topmodell von Nvidia unter die Lupe zu nehmen. Schon die GTX 970 überzeugte uns durch eine hervorragende Performance bei einer sehr guten Effizienz und war zudem recht preiswert. Die GeForce GTX 980 setzt hier nochmals nach und soll über eine noch höhere Performance verfügen.

Auch Zotac blieb angesichts der neuen Topmodelle nicht untätig und bietet neben drei GTX 970-Versionen auch satte fünf Variationen mit GeForce GTX 980-Grafikchip an. Neben zwei Modellen mit dem Referenzkühler von Nvidia, gibt es auch drei AMP!-Versionen. Zusammen mit der normalen AMP! Edition bietet Zotac dazu noch eine AMP! Omega Edition sowie eine AMP! Extreme Edition mit jeweils unterschiedlichen Taktraten und Kühlern an. Während die normale AMP! und die AMP! Extreme über einen langen und flachen Kühlkörper mit jeweils drei Lüftern verfügen, ist die AMP! Omega mit einem kürzeren, aber satten drei Slots hohen Kühler bestückt. Genau dieses Modell möchten wir uns heute einmal genauer anschauen.

Während die meisten GeForce GTX 970-Modelle aktuell zwischen 300 und 350 Euro angeboten werden, liegt der Preis für das größere Modell weit darüber. Mindestens 500 Euro müssten Kaufinteressenten für Nvidias neues Topmodell anlegen, die getestete Version von Zotac liegt sogar bei knappen 550 Euro. Der Aufpreis gegenüber den günstigeren Modellen ist unter anderem durch leicht erhöhte Taktraten gegenüber der Basis von Nvidia begründet. Der Chiptakt wurde von 1127 MHz Basistakt auf 1202 MHz angehoben, entsprechend erhöht sich auch die Boost-Taktrate von 1216 MHz auf 1304 MHz. Zugleich wurde der Speichertakt leicht von 1753 MHz auf 1761 MHz angehoben. Zudem verfügt die AMP! Omega über ein deutlich leistungsstärkeres PCB und einen massiven Kühlkörper, der gleich drei Slots belegt. Ob der Aufpreis gerechtfertigt ist und ob die GTX 980 den Erfolg des kleineren Modells wiederholen kann, klären wir in diesem Test.

Die Zotac GeForce GTX 980 AMP! Omega Edition im Detail

Unser heutiger Testkandidat wird in einer großen Produktverpackung ausgeliefert, welche unter anderem in der für Zotac typischen Signalfarbe Orange bedruckt ist. Schon auf der Vorderseite der Verpackung wird auf die "Extended Warranty" hingewiesen. Die Herstellergarantie der Grafikkarte verlängert sich auf satte fünf Jahre, vorausgesetzt man registriert sich 28 Tage nach dem Kauf.

Der Lieferumfang fällt üppig aus, es gibt zwei Adapterkabel für die Stromanschlüsse, eine Treiber-CD in der sich auch ein Aufkleber für das Gehäuse befindet und einige Bedienungsanleitungen. Ein USB-Kabel befindet sich ebenfalls im Lieferumfang, darauf kommen wir später noch einmal zurück.

Mit einem Wert von etwa 27 Zentimetern besitzt die Grafikkarte eine ordentliche Länge, ohne wie einige der Konkurrenzprodukte mit Längen jenseits von 30 Zentimetern aus dem Rahmen zu fallen. Dafür belegt der massive Kühlkörper gleich drei Slots auf dem Mainboard, was der Grafikkarte ein wuchtiges Aussehen verleiht.

Eine große Anschlussvielfalt herrscht an der Slotblende: Neben einem DVI-Ausgang befinden sich dort noch ein HDMI-Ausgang und gleich drei Displayports. Für ältere Bildschirme mit VGA-Ausgang hat Zotac zudem einen passenden Adapter dem Lieferumfang beigepackt. Gleich zwei externe 8 Pin-Stromanschlüsse sind angesichts von 165 Watt TDP üppig, die Grafikkarte kann so maximal 375 Watt aufnehmen.

Bei der Analyse der Grafikkarte sind uns einige Besonderheiten aufgefallen. Die Platine der AMP! Omega Edition eignet sich auch hervorragend für LN2-Übertakter, denn es gibt neben einem Schalter auch mehrere Spannungsmesspunkte und LEDs auf der Platine. Leider nerven besonders die sehr hellen LEDs, welche teilweise im Betrieb blinken. Für Besitzer offener Gehäuse oder Gehäuse mit Seitenfenster könnte dies störend sein, hier wären weniger helle oder komplett abschaltbare LEDs sinnvoll gewesen. Neben den Spannungsmesspunkten finden wir das passende Gegenstück für das im Lieferumfang enthaltene USB-Kabel.

Hier wird die Grafikkarte mit dem Mainboard verbunden und es lassen sich im mitgelieferten Übertaktungsprogramm Zotac Firestorm einige zusätzliche Optionen freischalten. Diese Funktionen haben wir uns auf der Seite "Taktraten und Overclocking" einmal genauer angesehen. Eine weitere Besonderheit sind die besonders großen Kondensatoren auf der Rückseite der Platine, welche sogar ohne Kühlung auskommen. Diese sollen insbesondere bei extremer Übertaktung für einen stabileren Betrieb sorgen.

Trennt man Platine und Kühlkörper voneinander, so kommt ein besonders starkes PCB zum Vorschein. Satte 11+2 Phasen kümmern sich um die Versorgung von Grafikchip und Speicher. Letzterer besitzt zudem eigene Kühlkörper. Um für die Bauteile Platz zu schaffen, ist das PCB um zwei Zentimeter verbreitert worden. Für die große Platine und den schweren Kühlkörper ist eine Backplate Pflicht, diese findet sich auch auf der Grafikkarte von Zotac wieder.

Die Abwärme des Grafikchips wird über eine stabile Grundplatte auf sechs Heatpipes verteilt, auch der Kühler für einige Spannungswandler wurde in das System integriert. Erstaunlicher Weise ist es gar nicht der Kühlkörper der für die Belegung von drei Slots verantwortlich ist, die verbauten Lüfter sind mit einer Breite von 15 Millimetern deutlich massiver ausgelegt als auf den meisten anderen Grafikkarten.

Der Vorteil hierbei ist, dass mehr Luft bei gleicher Drehzahl transportiert werden kann, diesen Vorteil könnte man durch geringere Drehzahlen bei gleichzeitig geringerer Lautstärke nutzen.

Modellbezeichnung: NVIDIA GeForce GTX 780 NVIDIA GeForce GTX 780 Ti NVIDIA GeForce GTX 970 NVIDIA GeForce GTX 980 Zotac GeForce GTX 980 AMP! Omega Edition
Chipbezeichnung*: GK110-300-A1 GK110-425-B1 GM204-200-A1 GM204-400-A1 GM204-400-A1
Shadereinheiten /TMUs
/ ROPs*:
2304 / 192 / 48 2880 / 240 / 48 1664 / 104 / 64 2048 / 128 / 64 2048 / 128 / 64
Transistoren/ Die-Größe*: 7,080 Mio. / 561 mm² 7,080 Mio. / 561 mm² 5,200 Mio. / 398 mm² 5,200 Mio. / 398 mm² 5,200 Mio. / 398 mm²
Herstellungsprozess*: 28 nm 28 nm 28 nm 28 nm 28 nm
Speichergröße/-art*: 3 GB GDDR5 3 GB GDDR5 4 GB GDDR5 4 GB GDDR5 4 GB GDDR5
Speicherinterface*: 384 bit 384 bit 256 bit 256 bit 256 bit
Chiptakt(Boost)/
Speichertakt (MHz)*:
863 (902) / 1502 875 (928) / 1750 1050 (1178) / 1753 1127 (1216) / 1753 1202 (1304) / 1761
Leistungsaufnahme (TDP)*: 250 W 250 W 148 W 165 W > 165 W
DirectX*: 11.0 11.0 12.0 12.0 12.0
Abmessungen(LxBxH): ca. 267 mm Länge ca. 267 mm Länge ca. 267 mm Länge ca. 267 mm Länge 271 x 56 x 120
Preis: ab ca. 279 € ab ca. 380 € ab ca. 300 € ab ca. 500 € ca. 545 €
Preisvergleich: Geizhals Geizhals Geizhals Geizhals Geizhals
* Herstellerangabe

Wie schon beim vorherigen Review zur Galax GeForce GTX 970, vergleichen wir unseren Testkandidaten einmal mit der Basis von Nvidia und einigen anderen Grafikchips. Gegenüber der kleineren GTX 970 verfügt die GTX 980 über zusätzliche Shadereinheiten, zudem wurden die Taktraten leicht angehoben. Dies schlägt sich jedoch in der Leistungsaufnahme nieder, die GTX 980 liegt mit einer TDP von 165 Watt trotzdem noch weit unter der Vorgängergeneration.

Die Speicherausstattung ist identisch, leider limitierte schon bei der GTX 970 das recht schmale Speicherinterface. Die zusätzlichen Shader lässt sich Nvidia sehr gut bezahlen, denn mit einem Preis von satten 500 Euro liegt die GTX 980 etwa 67% über der GTX 970, welche selbst über ein ordentliches Preis-/Leistungsverhältnis verfügt. Ob die GTX 980 ebenfalls ihr Geld wert ist, klären wir in den Spielebenchmarks.

Die Zotac GTX 980 AMP! Omega verfügt gegenüber der Basis über leicht erhöhte Taktraten. So wurde der Grafikchip schon von Werk aus um 6,7% übertaktet, beim Grafikspeicher sind es vernachlässigbare 0,5%. Der schon angesprochene Tripleslot-Kühlkörper besitzt zusammen mit der Backplate eine Breite von 5,6 Zentimetern - Kaufinteressenten sollten daher vorab einmal ihr Gehäuse ausmessen. Auch Zotac lässt sich die Grafikkarte gut bezahlen, mit einem Preis von 545 Euro liegt diese nochmals deutlich über dem günstigsten aktuell erhältlichen Modell.

Die Testumgebung und Overclocking

Alle Grafikkarten werden in einem offenen Testaufbau auf Performance, Leistungsaufnahme, Temperaturen sowie Lautstärke getestet. Als Grafiktreiber nutzten wir den Forceware 344.60 von Nvidia und den Catalyst 14.9 von AMD.

Das Testsystem:
CPU: Intel Core i5-3470 @ 4,0 GHz
CPU-Kühler: Scythe Mugen 4 PCGH-Edition
Mainboard: Asrock Z77 Extreme4
Arbeitsspeicher: 2x 4GB G.Skill Sniper DDR3-1600 CL9-9-9-24
Grafikkarte: Siehe Test
SSD / Festplatte: Samsung 840 Evo 500GB
Netzteil: Seasonic X850
Bildschirm: BenQ G2220HD
Sonstige Hardware: Asus Xonar DGX

Die CPU konnte mit Hilfe des Z77-Mainboards moderat übertaktet werden, das Mainboard unterstützt sowohl SLI als auch Crossfire, sodass wir diese - falls möglich - nutzen werden. Für die Messung des Schalldrucks verwenden wir das Schallpegel-Messgerät Voltcraft SL-100, welches den Schalldruck ab 30 dB(A) misst. Die Messung findet dabei aus einer Entfernung von 50 cm zur Quelle statt. Als Energiekosten-Messgerät kommt ein Profitec KD302 zum Einsatz, die angegebenen Werte werden an der Steckdose gemessen. Die Temperaturmessungen wurden bei einer Raumtemperatur von 21 Grad Celsius durchgeführt.

Taktraten und Overclocking:
Bevor wir zu den Spielebenchmarks kommen, schauen wir uns noch einmal die im Test erreichten Taktraten an. Die Amp! Omega Edition ist mit einem Boost von 1304 MHz angegeben:

GPU-Taktraten Zotac GeForce GTX 980 AMP! Omega Edition
3DMark Firestrike 1316 MHz
Thief 1316 MHz
Battlefield 4 1316 MHz
Hitman: Absolution 1316 MHz
Far Cry 3 1316 MHz
Metro: Last Light 1316 MHz
Batman: Arkham City 1316 MHz
Bioshock Infinite 1316 MHz
Furmark 1152 MHz

Positiv fällt auf, dass die Grafikkarte den Boost-Takt durchgehend hält, einzig im alltagsfernen Furmark wird die Grafikkarte etwas gedrosselt. Der reale Boost-Takt liegt mit 1316 MHz sogar etwas über der angegebenen Taktrate, aber weit höhere Werte wie wir sie zuletzt bei der GTX 970 von Galax hatten, sehen wir dieses Mal nicht.

Overclocking:

Wie schon angesprochen, besitzt Zotac das hauseigene Übertaktungsprogramm Firestorm. Zusätzlich lässt sich die Grafikkarte mit Hilfe eines USB-Kabels mit dem Mainboard koppeln, so werden weitere Einstellungen freigeschaltet. Tatsächlich ließ sich nach Anstecken des Kabels die Voltage für Grafikchip und Grafikspeicher anpassen, wenn auch nur in einem sehr geringen Maße. Eine nette Anzeige ist der Momentanverbrauch der Grafikkarte, dieser lag übrigens über der von Nvidia vorgegeben TDP von 165 Watt, auch wenn wir nicht genau wissen wie genau die Anzeige von Zotac arbeitet.

Viel Schlimmer ist jedoch, dass sich abgesehen von der Verbrauchsanzeige alle Einstellungen auch im MSI Afterburner tätigen lassen - ohne vorher das USB-Kabel zur Hilfe zu nehmen. Insgesamt handelt es sich um einen interessanten Ansatz, der leider keine exklusiven Funktionen bietet. In unserem Übertaktungstest ließ sich der Grafikchip um 160 MHz (+ 13,3%) gegenüber der Ausgangsbasis von Zotac übertakten, gegenüber der Basis von Nvidia entspricht das einer Übertaktung von guten 20,9%. Der Grafikspeicher lief auch noch mit 2012 MHz (+ 14,8% gegenüber GTX 980 Basis).

Die GeForce GTX 980 bietet damit ein geringeres Übertaktungspotential als der kleine Bruder, für sich gesehen geht dieses jedoch in Ordnung.

GPU-Taktraten Zotac GeForce GTX 980 AMP! Omega Edition
3DMark Firestrike 1476 MHz
Thief 1476 MHz
Battlefield 4 1476 MHz
Hitman: Absolution 1476 MHz
Far Cry 3 1476 MHz
Metro: Last Light 1476 MHz
Batman: Arkham City 1476 MHz
Bioshock Infinite 1476 MHz
Furmark 1278 MHz

Auch nach der Übertaktung kann die Grafikkarte die Taktraten durchgehend halten, einzig im Furmark wird diese gedrosselt.

Die Benchmarks

3DMark Firestrike
Wir beginnen nun mit dem Spielebenchmarks: Den 3DMark Firestrike haben wir mit den Standardeinstellungen getestet. Schon die GTX 970 zeigte allen bisher getesteten Grafikkarten die Rücklichter, die GTX 980 setzt hier noch einen drauf. Die Werksübertaktung von Zotac ist durchaus messbar, aber erst mit einer bis zum Anschlag übertakteten GTX 980 gibt es nochmals einen ordentlichen Schub.

Thief
Bei Thief nutzten wir den im Spiel integrierten Benchmark. Die AMD-Grafikkarten werden nun auch mit Mantle getestet. Die Grafikschnittstelle ist auf Grafikkarten mit Nvidia-Chip nicht lauffähig, da diese Technik bis jetzt AMD-exklusiv ist. In Thief kann sich die GTX 980 ebenfalls deutlich von der GTX 970 absetzen. Schon bei dem kleineren Modell limitierte die geringe Speicherbandbreite, auch die GTX 980 kann von einem höheren Speichertakt deutlich profitieren.

Battlefield 4 DX11
Battlefield 4 haben wir mit DirectX 11 gebencht, auch hier ist Mantle natürlich nicht mit Nvidia-Grafikkarten lauffähig. Als Testumgebung nutzen wir eine größere Map am Anfang der Kampagne. In Battlefield 4 liegt die GTX 980 knappe 16% vor der GTX 970, das restliche Feld wird deutlich geschlagen.

Hitman: Absolution
Für Hitman: Absolution nutzten wir den im Spiel integrierten Benchmark. Hitman: Absolution profitiert besonders von einem hohen Speichertakt, eine übertaktete GTX 980 liegt dann satte 32,5% vor einer GTX 970.

Far Cry 3
Für Far Cry 3 nutzten wir einen weitläufigen Bereich im Dschungel. Mit 17% mehr Performance ist der Unterschied der beiden Maxwell-Grafikchips in Far Cry 3 besonders groß. Wie immer profitiert die GTX 980 von einem höheren Speichertakt.

Metro: Last Light
Für die Benchmarkwerte von Metro: Last Light nutzten wir den im Spiel integrierten Benchmark. Keine Überraschungen gibt es in Metro: Last Light, auch wenn die GTX 980 recht wenig von zusätzlicher Übertaktung profitiert.

Batman: Arkham City
An dieser Stelle nutzen wir ebenfalls in Batman: Arkham City den im Spiel integrierten Benchmark. In Batman: Arkham City limitiert erstmals der Prozessor unseres Testsystems, denn der Unterschied zwischen einer normalen GTX 970 und einer voll übertakteten GTX 980 ist verschwindend gering.

Bioshock Infinite
In Bioshock Infinite nutzten wir den im Spiel integrierten Benchmark. Auch im letzten Benchmark gibt es keine Überraschungen, die GTX 980 führt das Feld weiterhin konsequent an.

Performance-Index und Preis/Leistungs-Index

Nachdem nun eine größere Anzahl an aktuellen Spielen und Benchmarks getestet wurde, ist es nun an der Zeit diese Ergebnisse in unseren Indizes zusammenzufassen.

Der Performance-Index stellt die Leistung aller Benchmarks und Spiele dar, dazu wurde die HIS R9 270 in allen Benchmarks mit 100 % gewichtet.

Der Preis-Leistungsindex verdeutlicht, welche Grafikkarten aktuell das beste Preis-Leistungsverhältnis haben. Hierbei nehmen wir die zum Test aktuellen Preise auf geizhals.de und teilen diese durch die erreichte Prozentzahl aus dem Performance-Index. Je kleiner das Ergebnis ist, desto besser ist das Preis-Leistungsverhältnis.

Performance-Index:

Wenig überraschend kann sich die GTX 980 im Durchschnitt aller Benchmarks souverän an die Spitze des Testfeldes setzen, allerdings ist der Unterschied zu einer GTX 970 mit 12,7 % nicht besonders groß. Stark übertaktete Customdesigns wie die zuletzt getestete Galax GTX 970 Black Edition erreichen sogar fast das Leistungsniveau der GTX 980. Erst mit eigener Übertaktung kann sich die GTX 980 deutlich absetzen, dann liegt diese etwa 27 % vor dem kleineren Modell.

Preis/Leistungs-Index

Der relativ geringen Mehrleistung zur GTX 970 steht ein happiger Aufpreis von etwa 200 Euro gegenüber. Dementsprechend kann das Preis-/Leistungsverhältnis nicht überzeugen, einzig die GeForce GT 730 mit DDR3-Speicher ist aus Preis-/Leistungssicht ein noch schlechterer Kauf. Die Zotac Amp! Omega kostet noch einmal knappe 50 Euro Aufpreis gegenüber dem günstigsten Modell mit GTX 980-Grafikchip, dies kann auch nicht die geringe Werksübertaktung auffangen.

Das aufwendigere Kühldesign findet in diesem Index allerdings auch keine Bedeutung. Insgesamt ist die GeForce GTX 970 das deutlich bessere Angebot, die GTX 980 ist nur etwas für absolute Enthusiasten.

Temperaturen

Alle Temperaturwerte wurden im offenen Aufbau vorgenommen. In Gehäusen mit einem guten Airflow können daher noch bessere Werte zustande kommen, Gehäuse mit wenigen Gehäuselüftern dürften die getesteten Werte aber eher nicht erreichen. Die Temperaturmessungen wurden bei einer Raumtemperatur von 21 Grad Celsius durchgeführt.

Keinen Kummer machen uns die erreichten Temperaturwerte im Test, sowohl im Idle als auch unter Spielelast kann das Kühldesign der Zotac GeForce GTX 980 AMP! Omega Edition überzeugen. Einzig im Stresstest liegen die Temperaturen etwas höher, auch wenn der kritische Bereich noch weit entfernt liegt.

Die Lautstärke

Die Lautstärke wurde im offenen Testaufbau aus einer Entfernung von 50 cm zur Schallquelle gemessen, im geschlossenen Gehäuse sollten die Grafikkarten noch etwas leiser sein. Um die Werte besser interpretieren zu können haben wir eine tabellarische Einordnung der Geräuschkulisse vorgenommen. So sollten die ermittelten Werte besser nachvollziehbar sein.

Bis 32,9 db(A) Unhörbar leise bis sehr leise
Von 33,0 bis 34,9 db(A) Leise bis leicht hörbar
Von 35,0 bis 39,9 db(A) Hörbar bis deutlich hörbar, die Komponente sollte aus einem geschlossenen Gehäuse herauszuhören sein
Ab 40 db(A) Störend laut

Im Gegensatz zu vielen anderen Boardpartnern laufen bei der Grafikkarte von Zotac auch im Idle beide Lüfter. Trotzdem können diese durch einen sehr leisen Betrieb überzeugen, die Grafikkarte ist kaum hörbar. Unter Spielelast drehen die Lüfter zwar etwas auf, von einem lauten Betrieb sind diese jedoch weit entfernt. Aus einem geschlossenen Gehäuse dürfte die GTX 980 nur minimal heraus zu hören sein.

Einzig im Furmark drehen die Lüfter hörbar auf, aber dieser stellt auch keine alltägliche Situation dar. Insgesamt kann die Lautstärke durchaus überzeugen, das massive Kühldesign zeigt hier seine Wirkung. Wir haben die Lautstärke einmal mit unserer Kamera aufgenommen:

Video abspielenZotac GeForce GTX 980 Amp! Omega Edition Lautstärke

Der Stromverbrauch

Die nachfolgenden Angaben wurden einem Energiekosten-Messgerät an der Steckdose entnommen. Der reale Wert dürfte demnach noch etwas niedriger sein.

Schon die GTX 970 konnte an dieser Stelle überzeugen, die GeForce GTX 980 von Zotac setzt hier sogar noch einen drauf und unterbietet den kleineren Bruder bei Spielelast um etwa 20 Watt. Selbst AMDs Radeon R9 280 und 280X werden locker geschlagen. Rein von der Energieeffizienz ist die GTX 980 hervorragend aufgestellt.

Hendrik Engelbertz meint …

Hendrik Engelbertz

Nach unserem ausführlichen Test schauen wir nun, wie sich die GeForce GTX 980 und die Zotac GeForce GTX 980 AMP! Omega Edition geschlagen haben. Wir waren im Vorfeld gespannt ob der Erfolg der kleineren GTX 970 wiederholt werden konnte.

Wenig überraschend lag die Gesamtperformance der GTX 980 über der des GTX 970-Grafikchips. Nvidia spendierte dem größeren Modell einige zusätzliche Shadereinheiten und erhöhte die Taktraten, dies sorgte im Test für eine um 12,7 Prozent höhere Performance. Schon bei der GTX 970 limitierte in vielen Benchmarks das geringe Speicherinterface, bei der GTX 980 verschärfte sich das Problem und so konnten wir das Phänomen nun in fast jedem Benchmark feststellen. Zwar lässt sich die Performance noch einmal ordentlich mit zusätzlichen Overclockings erhöhen, allerdings bietet die GTX 970 auch hier mehr Potential. Insgesamt bietet die GTX 980 zu wenig Mehrwert um einen Aufpreis von 200 Euro zu rechtfertigen, auch wenn der Grafikchip für sich gesehen mit der bislang höchsten Gesamtperformance auftrumpfen kann. Enthusiasten werden hier auf jeden Fall glücklich, alle anderen sollten einmal einen Blick auf das kaum langsamere und deutlich preiswertere kleinere Modell werfen.

Schon der Blick auf unsere Wertungstabelle zeigt, dass die Zotac GeForce GTX 980 AMP! Omega Edition fast keine Kritikpunkte sammelte und durchaus überzeugen konnte. Bereits der Lieferumfang ließ keine Wünsche offen, neben einem hauseigenen Übertaktungsprogramm befanden sich auch einige Adapter und Kabel im Produktkarton. Die Grafikkarte ist für ein High-End Modell recht kurz, dafür macht sich die Platine mit 12 Zentimetern besonders breit. Der Kühlkörper sorgte mit seinen Ausmaßen über drei Slots für einen wuchtigen Eindruck, zumal dieser auch mit einem leisen Betrieb und niedrigen Temperaturen überzeugen konnte. Die Spielerei mit dem USB-Kabel und den freischaltbaren Übertaktungsoptionen sorgte kaum für einen Mehrwert, alle wichtigen Übertaktungsoptionen ließen sich auch mit dem MSI Afterburner abrufen.

Rein von der Performance gab es nichts zu meckern, auch wenn sich die Werksübertaktung eher weniger bemerkbar machte. Erst mit einer Übertaktung an das Leistungs-Limit ging in den Benchmarks noch einmal die Post ab und die übertaktete Zotac GeForce GTX 980 AMP! Omega Edition brannte die mit Abstand besten Testergebnisse in den (virtuellen) Asphalt. Insgesamt präsentierte uns Zotac eine fehlerfreie Grafikkarte, die wir uneingeschränkt empfehlen können - genug Platz im Gehäuse vorausgesetzt. Einziger Wehrmutstropfen bleibt der Preis, denn das schlechte Preis-/Leistungsverhältnis kann auch das Customdesign nicht wettmachen. Enthusiasten werden hier mit Sicherheit glücklich, alle anderen sollten sich vielleicht einmal die deutlich günstigere Zotac GeForce GTX 970 AMP! Omega Edition anschauen.

  • Positiv
  • Reichhaltiger Lieferumfang
  • 5 Jahre Garantie
  • Massive Kühlkonstruktion
  • Leichtes Werks-OC
  • Hervorragende Spieleperformance
  • 4GB GDDR5-Speicher
  • Sehr effizient für gebotene Leistung
  • Durchgehend leise
  • Gute Temperaturwerte
  • Ordentliches Potential bei Overclocking vorhanden
  • Leichter Spielraum bei Spannungsfreischaltung vorhanden
  • Powerlimit freischaltbar
  • Neutral
  • Negativ
  • Für erweiterte Garantie Registrierung erforderlich
  • Kühler belegt drei Slots, hohe Platine
  • Geringeres OC-Potential als GTX 970

Weiterführende Links

VG Wort
  • 0 Diskussionsbeiträge

  • Deine Meinung hinzufügen

  • Falsches oder unvollständiges Ergebnis

Cookies erleichtern uns die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Infos