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  • Sonntag, 31. Mai 2020
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SilverStone Raven Z-02

SilverStone Raven Z-02: Kleiner Rabe ganz groß

Einleitung

Die Raven-Serie von Silverstone zeichnet sich vor allem durch ein außergewöhnliches Design aus, welches von Kanten sowie Dreiecken und Trapezen in der Formgebung dominiert wird. Innerhalb dieser Design-Serie hat Silverstone einige Unterkategorien entwickelt, welche sich je nach Anwendungsbereich unterscheiden.

Die Z-Serie wurde im Jahr 2014 mit dem Raven Z-01 geschaffen und stellt dabei die HTPC- und Wohnzimmer-Gaming-Serie dar. Mit dem Raven Z-02, von 2015, hat der Hersteller ein nochmals kleineres Gehäuse im Slim-Formfaktor (SFF) herausgebracht, welches vom inneren Aufbau her mit dem Milo 08B identisch ist. Rein auf das Design bezogen ist das Milo den HTPC´s und das Raven Z-02 den SFF-Gaming-PCs zuzuordnen.

Silverstone hat das RVZ-02 für kleine Spiele-PC´s konzipiert, welche mit leistungsstarker Hardware auf engstem Raum zurecht kommen sollen. Mit einem Endkundenpreis von rund 90€, einer guten Ausstattung, sehr kompakten Maßen, einem modernen, fast schon futuristischen Design und der Möglichkeit es Horizontal sowie Vertikal zu positionieren, möchte man beim Kunden Punkten. Neben der Unterstützung von 33 cm großen Dual-Slot-Grafikkarten und Netzteilen im SFX-L-Format macht uns auch das Belüftungskonzept der einzelnen Komponenten mehr als nur neugierig. Es scheint so, als wäre das Silverstone Raven Z-02 prädestiniert dafür, sich selbst seinen eigenen kleinen Konsolenersatz zusammen zu bauen. Wir haben von Silverstone das Raven Z-02 in der Version ohne Fenster erhalten und werden es im folgenden Test genauer unter die Lupe nehmen und ein durchschnittliches, Spiele-taugliches System montieren, welches so in einigen Wohnzimmern zum Einsatz kommen könnte.

Verpackung

Bevor wir uns mit dem Gehäuse selbst und dem Einbau von Komponenten beschäftigen, schauen wir uns erst einmal das Datenblatt an. Mit einem Volumen von knapp 12 Litern und den Abmessungen von gerade einmal 380 mm Breite, 87 mm Höhe und 370 mm Tiefe ist das Gehäuse als Slim-Formfaktor-Case bzw. HTPC einzuordnen. Stellt man es senkrecht auf, könnte man es auch als Mini-ITX-Tower bezeichnen.

Das Gerüst sowie die Seitenwände bestehen aus schwarz lackiertem Stahlblech, lediglich die Front sowie die aufgesetzten Luftfilter bestehen aus Kunststoff. Letztere sind zur Erfüllung ihres Dienstes mit einem feinen Kunststoffgewebe versehen. Aufgrund der Bauform sowie der Größe des Gehäuses, verzichtet Silverstone gänzlich auf die Möglichkeit Gehäuselüfter zu installieren. Alle aktiv gekühlten Komponenten beziehen ihre Frischluft direkt von außerhalb des Gehäuses. Für optische Laufwerke ist ein einzelner Slim-Slot vorhanden, welcher Laufwerke mit einer Höhe von maximal 12,7 mm aufnimmt. Intern stehen für Datenträger insgesamt drei Montageplätze zur Verfügung. Zwei 2,5“-Plätze befinden sich dabei direkt hinter dem optischen Laufwerk. Eine weitere 2,5“ oder sogar 3,5“ Festplatte findet bei der Grafikkarte ihren Platz. Die Festplattengröße und ob überhaupt dort eine verbaut werden kann, ist abhängig von der Länge der verbauten Grafikkarte. Diese dürfen im Raven Z-02 maximal 330 mm lang und 121 mm breit sein. Auf der Rückseite stehen dafür zwei Slots für die Erweiterungskarten der PCI(e)-Steckplätze zur Verfügung, welche per mitgelieferter Risercard neben dem Mainboard in einer abgetrennten „Kammer“ verbaut werden. Das I/O-Panel besitzt die Standardausstattung, welche den Power- und Resetbutton, zwei USB-3.0-Buchsen, zwei 3,5-mm-Klinke für HD-Audio (Mikrofon und Stereoausgang) sowie die roten und orangenen Status-LED´s für die Laufwerke und den Betriebszustand umfasst. Die orangen Power-LED´s beleuchten im eingeschalteten Zustand die milchig transparente Fläche der Schiebetür, welche die USB- und Klinkebuchsen verdeckt.

Mainboards werden nur im mITX-Format unterstützt wohingegen bei den Netzteilen neben normalen SFX- auch die größeren SFX-L-Netzteile verbaut werden können. Dieser Umstand freut uns, da dadurch Netzteile mit größerem Lüfter verbaut werden können, welche generell leiser arbeiten, als Standard SFX-Netzteile. Für die Kühlung des Prozessors stehen 58 mm in der Höhe zur Verfügung. Silverstone empfiehlt dabei den Hauseigenen Kühler mit der Bezeichnung AR06, welcher der Argon-Reihe angehört.

Ohne installierte Hardware bringt das Case zarte 3338 Gramm auf die Waage, was generell als wenig einzustufen ist.

Hier noch einmal die technischen Daten im Überblick:
Modellbezeichnung Silverstone Raven Z-02 (SST-RVZ02B)
Modellnummer (SKU) -/-
Gehäusetyp HTPC, Slim-Formfactor
Maße (HxBxT) 87 x 380 x 370 mm
Material Stahl, Kunststoff
Farbe Schwarz
Laufwerke 5,25" ext. 1 (Slim, 12,7 oder 9,5 mm Höhe)
3,5" ext. -/-
3,5" int. 1 (bei maximal 200 mm Grafikkartenlänge)
2,5" int. 2 (hinter ODD), 1 (optional zu 3,5"-Laufwerk)
Erweiterungs-Slots 2
M/B Mini ITX
I/O 2x USB 3.0 / HD Audio
Lüfter Front -/-
Oben -/-
Hinten -/-
Seite -/-
Boden - /-
Wasser-
kühlungs-
Kompatibilität
Front -/-
Oben -/-
Hinten - /-
Boden - /-
Max. GraKa-Länge 330 mm - ohne dritten Datenträger
200 mm - mit drittem Datenträger
Max. CPU-Kühler-Höhe 58 mm 
Max. NT-Länge (Tiefe) 130 mm
Netto-Leergewicht ~ 3,3 Kg
Preis ~ 89,50 €
Garantie Standart
Hersteller Silverstone
Preisvergleich Geizhals Deutschland

Um euch einen besseren Vergleich der kompatiblen Prozessorkühler und Grafikkarten bei verschiedenen Gehäusen zu ermöglichen, haben wir entsprechende Diagramme angefertigt.

Nachdem wir euch nun mit den Spezifikationen zugeworfen haben, kommen wir so langsam zum interessanten Teil.

Die Verpackung des RVZ-02

Als erstes widmen wir uns der Verpackung, die grundlegend aus einem schwarzen Karton mit weißen und orangen Details besteht. Die Front ist hauptsächlich in einem tiefen schwarz gehalten. Lediglich in der linken oberen Ecke befindet sich das weiße Raven-Logo. Rechts unten finden wir eine kleine Abbildung des Gehäuses sowie den Namen des Cases. Die Rückseite der Umverpackung ist gänzlich schwarz, weswegen wir hiervon auch kein Extrabild gemacht haben.

Eine Spezifikationstabelle ist auch zu finden

Auf der rechten Seite des Kartons finden sich die ganzen Spezifikationen des Gehäuses wieder. Diese sind sehr übersichtlich aufgelistet und in Englisch gehalten, was wir aber nicht als Negativpunkt betrachten, da vieles in der IT-Branche aus dem Englischen stammt. Weiterhin entdeckt man hier einen Aufkleber mit der Seriennummer und den Gewichtsangaben, sowie allerlei verschiedener Symbole bezüglich der Entsorgung und Umweltfreundlichkeit.

Abbildung des Gehäuses mit QR-Code

Auf der Oberseite sind neben Logo, Gehäusenamen und einigen kurzen Werbesätzen, zwei Abbildungen des Gehäuses aufgedruckt. Einmal die des Modells mit Fenster und rechts daneben die des Modells ohne Blick in den Innenraum.

Featureliste ind verschiedenen Sprachen

Neben einer verhältnismäßig langen Einleitung zu der Entstehung der Raven-Z-Serie von Silverstone, befinden sich auf der dritten Seite noch einmal die Hauptfeatures, welche hier in neun verschiedenen Sprachen abgedruckt sind. Zu diesen Hauptfeatures gehören unter anderem der extrem kleine Formfaktor, die Unterstützung von 330-mm-Grafikkarten, die Verlegung der Erweiterungskartenslots, sowie die werkzeuglose Montage von Laufwerken. Die vierte und letzte Seite der Verpackung ist genauso interessant wie die Rückseite. Deshalb sparen wir uns hier auch ausschweifende Beschreibungen der schwarzen Fläche und kommen direkt zum nächsten Teil.

Wie sieht es nun aber im Inneren des Kartons aus?

Der erste Blick auf das Raven-Gehäuse

Durchtrennt man das, sehr großzügig aufgebrachte, Klebeband auf der Oberseite und öffnet den Karton, sieht man, dass das Gehäuse sicher in zwei massiven Styroporschalen eingebettet ist. Es kann in keinster Weise verrutschen und sitzt sehr fest. Vor kleineren Schäden und Schmutz schützt zudem eine schwarze Tüte, vermutlich aus Zellstoff, welche das Gehäuse komplett umgibt.

In dem weißen Karton befindet sich das Zubehör

Lieferumfang

Den Lieferumfang finden wir in einem einfachen weißen Karton im Inneren des Gehäuses. Genauer gesagt befindet er sich an der Stelle, wo die Grafikkarte montiert wird. Gesichert wird der Karton durch grün-transparentes Klebeband, welches keinerlei Rückstände auf dem Gehäuseinneren hinterlässt. Öffnen wir den Karton, finden wir Folgendes vor.

Das Zubehör

Der Umfang des mitgelieferten Zubehörs ist überschaubar, aber vollständig. Neben zwei massiven Kunststofffüßen für die vertikale Positionierung, liegen vier selbstklebende Gummihalbkugeln für die horizontale Positionierung des Gehäuses bei. Besonders interessant für uns, aber auch für das Gehäuse notwendig, ist das Zubehör für die Grafikkarte. Aufgrund der Einbauposition der selbigen liegt eine zweiteilige PCIe-Risercard bei, welche die Montage parallel zum Mainboard erlaubt. Damit große Grafikkarten nicht durchhängen, wurde an dieser Stelle auch an einen optional installierbaren Halter gedacht, welcher den Pixelschubser auf Position hält. Schrauben sind bei dem Silverstone Raven Z-02 in abgezählter Menge vorhanden, Kabelbinder liegen lediglich drei bei. Mehr sind auch garnicht notwendig, da man sie eh nirgends fest machen könnte. Bleiben noch zwei Teile übrig. Zum einen wäre da die Halterung für das Netzteil, welche lediglich der Stabilisierung dient aber keine tragende Rolle spielt, und die Adapterblende für das Slim-Laufwerk, welche aus dem 12,7-mm-Schacht einen mit 9,5 mm Bauhöhe macht.

Die Verpackung ist in unseren Augen in allen Punkten gelungen. Design, Zweckmäßigkeit und vor allem Transportsicherung sind sehr gut umgesetzt. Der Lieferumfang ist passend zugeschnitten und ist für uns weder zu umfangreich noch zu gering ausgefallen.

Das Raven Z-02

Für unseren Test haben wir von Silverstone das Raven Z-02 in der Version ohne Fenster bekommen. Das RVZ-02 ist grundlegend ein Mini-Tower, welcher aber auch dank der aufklebbaren Gummifüße horizontal, also als HTPC in der Schrankwand, aufgestellt werden kann. Die Formgebung des RVZ-02 hält sich an kantige Grundelemente, welche in der gesamten Raven-Serie zu finden sind, und wirkt damit leicht futuristisch. Auffällig sind die beiden Staubfilter, welche aus einem Kunststoffgitter samt eingeklebtem Nylongewebe bestehen und einfach von außen auf das Gehäuse geklickt werden.

Betrachtet man das Gehäuse als Mini-Tower, befindet sich der Filter auf der rechten Seite in der unteren und auf der linken Seite in der oberen Hälfte. Dieser Umstand hat das Zwei-Kammer-Design als Hintergrund, welches wir im nächsten Abschnitt dann auch näher beleuchten wollen. Durch ihre sehr einfache Befestigung und die Nase zum hereingreifen, lassen sich die Staubfilter zur Reinigung sehr einfach abnehmen. Hat man diese als Einzelteile in der Hand, wirken sie sehr stabil und man hat keinerlei Angst sie kaputt zu machen.

Unter dem Adler-Emblem sind Anschlüsse versteckt

Mittig auf der Kunststofffront sitzt dezent erhaben das Raven-Logo auf einer Schiebetür, welche am unteren Rand einen transparenten Bereich aufweist. Dieser wird von zwei orangenen LED´s beleuchtet, wenn der PC an ist und durch eine dritte rote, wenn die Festplatte genutzt wird. Im Vergleich auf das Raven Z-01 finden wir es an dieser Stelle etwas schade, dass man das Logo wegen der möglichen Horizontalausrichtung des Gehäuses nicht drehen kann oder ein Austauschemblem im Lieferumfang enthalten ist. Dadurch verliert der Raven-Schriftzug etwas an Präsenz, wenn man das Gehäuse liegend positioniert.

Zwei USB3.0-Buchsen sowie ein Mikrofoneingang und Soundausgang

Schiebt man das Logo nach unten, kommen die Frontanschlüsse zum Vorschein. Hier ist das Raven Z-02 mit zwei USB-Anschlüssen aus dem 3.0-Standard sowie einem Mikrofoneingang und Soundausgang bestückt. Diese Ausstattung entspricht inzwischen der aktuellen Grundbestückung und weniger dürfte ein gutes Gehäuse auch nicht bieten. Selbst im geöffneten Zustand sind die Status-LED´s des Computers zu sehen. Zwar sind diese nicht mehr so hell wie wenn die Klappe geschlossen ist, aber dennoch sehr gut zu erkennen.

An der Unterseite hat Silverstone den Power- und den Resetknopf positioniert. Diese Platzierung sorgt für eine sehr aufgeräumte Front, geschlossene Schiebetür vorausgesetzt, aber auch dafür, dass sie sehr schwer zu erreichen sind, wenn der PC unter dem Schreibtisch sein Zuhause findet. Im liegenden Zustand sind die Taster wunderbar zu erreichen und fügen sich sehr gut in das Gesamtbild ein. Dazu trägt auch der sehr unauffällige Resettaster bei, da bei diesem quasi nur ein kleines Löchlein sichtbar ist. Daraus folgt aber auch, dass man Hilfsmittel in Form von Büroklammern oder dergleichen benötigt um diesen zu betätigen. Für die Benutzung als Testsystem wäre dieser Umstand nicht akzeptabel. Für ein PC-Gehäuse, welches aber nur den alltäglichen Strapazen ausgesetzt ist, ist diese Lösung vertretbar, wenn auch nicht ganz optimal, da man die Resetfunktion schon ab und zu mal gebrauchen könnte und dann nicht erst nach einer Büroklammer suchen möchte.

Die Rückseite des Gehäuses

Die Rückseite hält wenige Überraschungen für uns parat. Neben dem Ausschnitt für die I/O-Blende des mITX-Mainboards finden wir noch zwei Full-Size-Erweiterungsslots sowie den Anschluss für das Kaltgerätekabel zur Stromversorgung. Die Rückseite ist zum größten Teil mit Sechsecken gelocht, was der Thermik im Inneren zu Gute kommt und trägt nebenbei noch zwei Aufkleber. Einer bildet das CE-Zeichen ab und der andere trägt einen Herstellereigenen Strichcode sowie die Seriennummer des Gehäuses. Die Seitenteile werden am Heck mit insgesamt sechs Schrauben gehalten. Im Gegensatz zu anderen hochpreisigen Gehäusen sind diese hier nur in der Standardvariante vorhanden und dementsprechend nicht ohne Werkzeug zu lösen - wie es zum Beispiel bei Rändelschrauben der Fall ist.

Bevor wir zum Innenleben des Silverstone Raven Z-02 übergehen, müssen wir natürlich erst einmal die Seitenwände entfernen. Diese weisen eine kleine Besonderheit auf, welche wir in dieser (wortwörtlichen) Form noch nicht gesehen haben. Als erstes sind beide Seitenteile komplett identisch, was ein Verwechseln einfach unmöglich macht. Was aber so besonders ist, ist der zweite Punkt. Die Seitenteile des RVZ-02 sind so gebogen, dass sie bis auf wenige Zentimeter auch die gegenüberliegende Seite umfassen. Das hat den Vorteil, dass man lediglich sechs Schrauben und zwei Teile entfernen muss, um das komplette innere des Gehäuses freizulegen und ungehindert die Hardware montieren zu können. Das Abnehmen der Seitenteile erfolgt sehr einfach, das Montieren hingegen ist schon etwas trickreicher, da man dafür sorgen muss, dass an zwei Kanten die Haltenasen entsprechend einrasten. Ansonsten finden wir diese Lösung sehr gut umgesetzt, sie hält dazu auch noch erstaunlich fest. Das Material ist gut gewählt und stabil genug für diesen Einsatzzweck. Dennoch sollte man nicht mit zu viel Kraft auf die beiden Bleche einwirken. Die schwarze Lackierung ist makellos und gibt uns keinen Grund zu klagen.

Bei der äußeren Gestaltung hat Silverstone, beziehungsweise das Raven-Designteam, vieles richtig gemacht. Die gewählten Formen sind modern, aber nicht unbedingt zeitlos. Dennoch wirkt das Gehäuse in sich stimmig und nicht unnötig mit Details überladen. Und trotzdem vermissen wir an der Front ein kleines optisches oder farbiges Highlight, welches die strenge Liniengestaltung etwas auffrischt.

Innencheck

Im wiederverschließbaren Beutel ist die Anleitung

Entfernt man das rechte Seitenteil des Gehäuses, wird man von einem sehr aufgeräumten und strukturierten Inneren überrascht. Dort wo das Mainboard später seinen Platz findet, liegt im Lieferzustand ein wiederverschließbarer Beutel, worin sich die Bedienungsanleitung sowie die Garantiekarte befinden. Schauen wir von vorne auf das horizontale Gehäuse, werden rechts das Mainboard als auch das Netzteil und links die Laufwerke montiert. In der zweiten Kammer auf der linken Seite befindet sich der Platz für die Grafikkarte. Dieser ist aber nur von „unten“ zu erreichen, daher später mehr dazu.

Montage der Datenträger und des Laufwerks

Schauen wir uns die Datenträger-Sektion näher an, stehen uns zwei Käfige für 2,5“-HDD´s oder SSD´s und ein Montageplatz für ein optischen Laufwerk zur Verfügung. Die Festplattenkäfige nehmen Datenträger mit bis zu 9,5 mm auf. Dicke 11-mm-Modelle werden nicht unterstützt. Bis auf wenige Ausnahmen mit hohen Speicherkapazitäten sind diese auch nicht mehr auf dem Markt zu finden. Optische Laufwerke werden nur im Slim-Format unterstützt. Hier hat man die Wahl zwischen 9,5 und 12,7 mm dicker Hardware. Für Laufwerke des 9,5-mm-Formates liegt sogar eine Adapterblende dem Lieferumfang bei, um die saubere Optik der Front zu erhalten. Sowohl das optische Laufwerk, als auch die Festplatten werden über Schnellverschlüsse gesichert und benötigen dadurch keinerlei Werkzeug für die Montage. Neben den Aufnahmevorrichtungen für die Laufwerke gibt es noch einige Löcher in dem Trägerblecht. Diese sind für die Halterung der Grafikkarte gedacht, damit jene sich nicht durchbiegt oder beim Transport beschädigt wird.

Auf der rechten Seite werden das Mainboard und das Netzteil verbaut. Aufgrund der Größe des Gehäuses werden Mainboards nur im mITX-Format unterstützt. Bei den Netzteilen hat man zumindest die Wahl zwischen SFX- und SFX-L-Netzteilen, wobei eines im letzteren Formfaktor von Silverstone selber angeboten und natürlich auch empfohlen wird. Der Lüfter des Netzteils zeigt bei diesem Gehäuse nach oben und der Auslass samt Stromanschluss und Schalter nach rechts. Von dort aus führt auch ein fest verlegtes Verlängerungskabel mit abgewinkeltem Stecker zur Rückseite des Gehäuses. Drehen wir das Case jetzt aber endlich um.

Die Grafikkarte kann bis zu 330 mm lang sein

Nun haben wir die zweite Kammer vor uns, welche primär für die Grafikkarte gedacht ist. Da das Innenleben des Raven Z-02 aus einem einzigen, mehrfach gebogenen Stück Stahlblech besteht, verbindet die zwei Kammern nur ein paar Ausschnitte. Diese Aussparungen sind zum einen für die PCIe-Riser-Card, zum anderen für die Kabel der Stromversorgung von den Grafikkarten und die Anschlüsse für die optional montierbare Festplatte. Als Datenträger werden hier Festplatten im 2,5- sowie 3,5“-Format unterstützt. Sollte man sich an dieser Stelle für zusätzlichen Speicherplatz entscheiden, muss man bedenken, dass dann die Grafikkarte nicht länger als 200 mm sein darf. Verzichtet man auf das Datengrab, stehen einem 330 mm zur Verfügung. Die strickte Aufteilung in zwei voneinander getrennte Kammern weiß zu gefallen und lässt darauf hoffen, dass hitzköpfige Grafikkarten die Temperaturen von Prozessor und Netzteil nicht negativ beeinflussen.

Der innere Aufbau des Silverstone Raven Z-02 gefällt uns außerordentlich gut und auch das Platzangebot ist für ein Gehäuse dieser Größe verblüffend. Alles wirkt auf den ersten Blick sehr durchdacht und aufgeräumt. Wie es aber aussieht, wenn erst einmal Hardware montiert ist, könnt ihr auf der nächsten Seite lesen.

Praxis / Einbau

Kommen wir nun zu unserem Praxistest. Dieser umfasst einen Testaufbau und normalerweise auch die Messung der Lautstärke, wobei nur die beigelegten Lüfter getestet werden. Da das Silverstone Raven Z-02 aber keine eigene aktive Belüftung besitzt oder vorsieht, fällt dieser Test dieses Mal aus.

Das Testsystem besteht aus folgenden Komponenten:
Prozessor: Intel Core i3-4160
Mainboard:

ASRock H97m-ITX a/C

Arbeitsspeicher: 2x AMD R9 Gaming 4GB 2400mHz
Grafikkarte: Sapphire R9-270 Dual-X, Asus R9-280 DCIIT, Sapphire R9-390 Nitro
Festplatte: 1x Crucial BX100 500GB
Netzteil: Silverstone SX500-LG
Betriebssystem: Windows 7 Ultimate 64 Bit
Gehäuse: Silverstone Raven Z-02
CPU-Kühler Silverstone AR-06
Wärmeleitpaste: Gelid GC Extreme
Gehäuselüfter hinten: Nicht vorhanden
Gehäuselüfter vorne: Nicht vorhanden
Gehäuselüfter unten: Nicht vorhanden

Die Installation der einzelnen Komponenten erwies sich im Silverstone Raven Z-02, bis auf einige Kleinigkeiten, als sehr einfach. Dank der Dimensionierung des Innenraums sind keine besonderen Herangehensweisen notwendig. Begonnen haben wir mit dem Mainboard, gefolgt von CPU, Prozessorkühler, Arbeitsspeicher, Netzteil, der Festplatte und dem BluRay-Laufwerk. Die Verkabelung der einzelnen Komponenten sowie die Installation der Grafikkarte wurden als letztes vorgenommen.

Das Testsystem im Aufbau

Nachdem wir die gesamte Hardware montiert und verkabelt hatten, gefiel uns das Endergebnis sehr gut. Trotz der dezenten Überlänge einiger Kabel, konnten wir alle Leitungen so verstauen, dass sie den sowieso schon sehr niedrigen Luftstrom im Gehäuse nicht behindern. Für die Kabel der Stromversorgung der Grafikkarte haben wir natürlich den extra dafür gedachten Kabeldurchlass in der Trennwand verwendet. Für das optische Laufwerk und die SSD mussten wir Adapter verwenden, da die SATA-Anschlüsse des entsprechenden Kabelstranges vom Netzteil zu ungünstig positioniert sind.

Das Netzteil wird wie bei (fast) allen anderen Gehäusen mit insgesamt vier Schrauben an der Gehäusewand gehalten. Das Verlängerungskabel, welches zur Rückseite des Gehäuses führt, ist schon vormontiert und muss nur noch eingesteckt werden. Bei unserem Silverstone-SFX-L-Netzteil mussten wir das Verlängerungskabel sehr stark biegen, um es einstecken zu können. Bevor man die Seitenwände wieder montiert, sollte man an dieser Stelle darauf achten, den Kippschalter der Stromversorgung umzuschalten, da man diesen mit einem geschlossenen Gehäuse nicht mehr erreichen kann. Um das Netzteil zusätzlich zu fixieren, liegt dem Lieferumfang noch eine Plastikhalterung bei. Diese ist unserer Meinung nach nicht zwingend notwendig, stabilisiert das Netzteil aber nochmal zusätzlich, wenn man den PC z.B. transportiert.

An die Schrauben des CPU-Kühlers kommt man schnell dran

Da wir für unser Testsystem einen relativ kleinen Prozessorkühler bekommen haben, haben wir uns dazu entschieden diesen erst zu montieren, wenn das Mainboard schon im Gehäuse sitzt. Die Installation des Mainboards war mehr als einfach. Die fest verbauten Abstandshalter sitzen perfekt und auch die Aussparung für die I/O-Blende in der Rückseite des Gehäuses ist absolut passgenau. Die offene Fläche im Mainboardträger haben wir genutzt um den Kühler montieren zu können, während das Mainboard sich bereits im Gehäuse befindet. Die Aussparung ist groß genug um die Konterschrauben unseres Testkühlers zu platzieren und auch festzuziehen. Auch die meisten Backplates von anderen Kühlkörpern dürften passen, wobei besonders große dann doch vorher dem Mainboard installiert werden sollten.

Das optische Laufwerk wird einfach von vorne in das Gehäuse hineingeschoben und wird automatisch durch den Schnellverschluss arretiert. So gefällt uns das. Es hat nichts geklemmt und auch das probeweise Entfernen des Laufwerks ging reibungslos vonstatten. Um die 2,5“-Festplatten - in unserem Fall eine SSD - in dem Gehäuse zu verstauen, ist es notwendig den entsprechenden Käfig mit Hilfe des vorhanden Mechanismus nach oben zu klappen und dann einfach die Festplatte von hinten hinein zu schieben. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass die Anschlüsse nicht verdeckt werden. Der Datenträger muss also auf dem Rücken liegend in die Halterung eingeführt werden. Zwei Kunststoff-Federplättchen halten die SSD letztendlich fest. Dies funktioniert erstaunlich gut und wir sind ein wenig angetan von diesem tollen Feature.

Widmen wir uns nun endlich der Grafikkarte. Um diese funktionstüchtig zu montieren ist es notwendig sich noch einmal Kammer Nummer eins mit dem Mainboard zu widmen. Hier wird der erste Teil der PCIe-Risercard in den Slot auf dem Mainboard gesteckt und mit zwei Schrauben am Gehäuse befestigt. Gehen wir nun wieder zurück an den Platz der Grafikeinheit, ist der jetzt vorhandene PCIe-Slot viel zu weit entfernt, als dass die Platine der Grafikkarte dort hinein reichen würde. Dafür ist der Extender gedacht. Dieser wird auf die Kontaktfläche der Grafikkarte geschoben und verlängert diese so weit, dass sie nun genau in den Abgewinkelten PCIe-Slot passt. Da Silverstone eine Längenunterstützung von bis zu 330 mm im Bereich der Pixelschubser bewirbt, haben wir unseren Testaufbau mit drei Grafikkarten verschiedener Größe ausgestattet. Als taugliche HTPC-Karte dient dabei die R9-270 von Sapphire, als Mid-End-Gerät die R9-280 DCIIT von Asus und als Vertreter der Oberklasse haben wir die R9-390 Nitro, ebenfalls von Sapphire, verwendet. Da die Modelle von Sapphire schmaler sind als die R9-280 von Asus, bereiteten diese keine Probleme beim Einbau. Die R9-390 ist aber ein klein wenig dicker als die R9-270, weshalb nur bei der letzteren auch die Halterung montiert werden. Diese mussten wir letztendlich auch bei der überbreiten Asus weglassen, da sie damit einfach zu breit ist. Weiterhin mussten wir bei der R9-280 auf die Eckversteifung des Gehäuses verzichten, was aber in der Aufbauanleitung des Raven Z-02 auch genau so beschrieben ist. Zusammengefasst konnte also nur die R9-270 ohne „Verluste“ montiert werden. Wer nun denkt, die fehlende Halterung beeinträchtigt den festen Sitz der Grafikkarte, dem müssen wir widersprechen. Alle Grafikkarten saßen fest an ihrem Platz und haben die Gehäusewand nicht berührt. Allgemein sollte man beim Transport von Hardware vorsichtig sein, aber davon gehen wir einfach mal aus.

Der Zusammenbau unseres HTPC-Testsystem erwies sich als sehr einfach. Wir sind sogar fast der Meinung, dass kein Gehäuse - ausgenommen von unserem Benchtable - so einfach mit Hardware zu bestücken war wie das Raven Z-02. Der Hersteller Silverstone hat bei der Konstruktion und der Komponentenplatzierung einen sehr guten Job gemacht. Mehr müssen und können wir dazu nicht sagen.

Christian Gäbler meint …

Christian Gäbler

Wie sieht unser Fazit zu dem Silverstone Raven Z-02 aus? Wir sind sehr angetan von dem Gehäuse und überrascht, dass man sehr potente Hardware in so einem Case unterbringen kann. Vor allem in Sachen Grafikkarten macht der Hersteller hier seiner Konkurrenz etwas vor, indem er ganz einfach eine passende Adapterplatine mitliefert, um die Grafikeinheit zu positionieren und somit ganze 330 mm in der Länge zu unterstützen. Generell sehen wir die Zuordnung des RVZ-02 eher im Bereich der HTPC´s und Steam-Machines statt im Büro als Minitower. Auf Grund des modernen Designs und der Unterstützung von leistungsstarker Hardware, dürfen sich vor allem Couchgamer von dem Gehäuse angesprochen fühlen. Aber auch die Sicherung und somit die Transportierbarkeit der Hardware kommt nicht zu kurz, was den kleinen Raaben für den Einsatz unterwegs und auf LAN-Parties brauchbar macht.

Am meisten gefällt uns das Zwei-Kammern-Design des Innenraums, welches in ähnlicher Art und Weise sonst nur in größeren ATX- und mATX-Cubes zu finden ist. Alle Komponenten beziehen direkt Frischluft um sich zu kühlen und heizen sich nicht sinnlos gegenseitig auf. Die Verarbeitung ist für ein Case dieser Klasse sehr gut und auch die Materialien sind ihrem Einsatzgebiet entsprechend gewählt. Silverstone und vor allem das Raven-Designteam haben bei diesem Gehäuse sehr gute Arbeit geleistet und lassen keine Wünsche offen. Wer sich also einen Kleinst-PC als Konsolenersatz oder Heimtheater in das Wohnzimmer stellen will, ist mit dem rund 90,- € teuren Gehäuse bestens bedient.

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  • Sehr hohe Anwenderfreundlichkeit
  • Geräumig trotz geringer Außenmaße
  • Hochwertig verarbeitet
  • Aktuelles Design
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