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Tech-Review.de

  • Freitag, 23. Oktober 2020
Mit dem Zahn der Zeit

Mit dem Zahn der Zeit: Tech-Review rüstet auf

Einleitung

Heute gewähren wir unseren Lesern einen Blick hinter die Kulissen und stellen unser neues Testsystem für Arbeitsspeicher-, Mainboard- und Prozessor-Tests vor. Spätestens seit dem Erscheinen des Sockel LGA1151 und der sechsten Intel Core-i Prozessorgeneration, die auf den Namen Skylake-S hört, ist DDR4 zum massentauglichen Speicherstandard geworden. Grund genug für uns, auf diesen Gebieten tätig zu werden, da wir schon seit längerer Zeit vorhatten, unsere Leser viel häufiger als bisher mit aktuellen Rezensionen aus diesen Ressorts zu versorgen.

Neben einem motivierten Redakteur benötigt die Redaktion die entsprechende Hardware, welche ein zum Teil sehr hohes Budget verlangt. Dank unseren hilfsbereiten Partnern ASUS und Intel nutzen wir heute diese Gelegenheit, um in einem kurzen Artikel das ASUS ROG Maximus VIII Gene und den Intel Core i7-6700K genauer unter die Lupe zu nehmen, die uns für unsere zukünftigen Tests zur Verfügung gestellt wurden. Das Mainboard soll Spieler und Übertakter gleichermaßen ansprechen und neben einer modernen Ausstattung eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten für das Übertakten der Hardware im UEFI bereitstellen. In Kombination mit einem K-Suffix versehenen Prozessor, der sich durch einen frei wählbaren Multiplikator ideal zum erhöhen der Taktfrequenz eignet, erhält der Anwender das ideale Setup für das Overclocking. Wie auch bei den Generationen zuvor, verfügt die Core i7 CPU über Hyper-Threading, die dem Vierkerner vier weitere Threads für das Bewältigen der anstehenden Arbeiten zur Verfügung stellt. Daher bietet er sich für Enthusiasten an, die soviel Rechenleistung wie möglich benötigen. Ob die Komponenten die hohen Anforderungen erfüllen können klärt nachfolgend unser Review.

Viel Spaß beim Lesen!

ASUS ROG Maximus VIII Gene

Als Basis für unser neues Testsystem wird zukünftig das ASUS ROG Maximus VIII Gene dienen. Das Mainboard gehört der "Republic of Gamers" Serie an und ist einer der kleinsten Vertreter von ihnen, das im mATX-Layout daherkommt. Die Verpackung ist entsprechend in der roten ROG Farbgebung gehalten und klärt den Anwender vor allem im aufgeklappten Zustand und auf der Rückseite über die Eigenschaften und Funktionen des Mainboards auf. Die Ausstattung und der Lieferumfang richten sich wie zu erwarten war vor allem an Spieler und Übertakter. Das VIII Gene selbst ist sicher in einem Umkarton verpackt und zusätzlich mit einem Deckel vor Staub geschützt. Darunter befindet sich das Zubehörwelches sich als sehr umfangreich erweist:

  • Abgepolsterte und Nickelbeschichtete ATX-Blende
  • Mehrsprachige Bedienungsanleitung
  • Software DVD
  • 4 SATA 6 Gb/s Kabel
  • Adapter für das Frontpanel
  • CPU Installationstool
  • 12 ROG-Kabelaufkleber
  • 3 ROG-Fanaufkleber
  • Türschild
Formfaktor: mATX
Sockel: LGA1151
Chipsatz: Intel Z170
CPU: 6th Generation Intel Core i7/i5/i3/Pentium/Celeron
Arbeitsspeicher: Dual Channel 2133 (2400 - 3733 OC) MHz
4 x DDR4 DIMM Slots (64 GB)
Audio: SupremeFX 2015 (Realtek ALC1150)
8 Multi-Channel HD/DTS Connect
LAN: Intel I219-V Gigabit LAN (10/100/1000 Mb/s)
Erweiterungsslots: 2 x PCI Express 3.0 x16 Slot (x16/x8)
1 x PCI Express 3.0 x4 Slot
Interne Anschlüsse: 2x USB 3.0
4x USB 2.0
6x SATA 6 Gb/s (Z170)
2x SATA Express
(SATA RAID-Level: 0/1/5/10)
1x M.2 x4
2x CPU-Lüfter 4-Pin PWM
4x Lüfter 4-Pin PWM
1x COM-Port
1x TPM
I/O-Panel: 1 x PS/2 Mouse/Keyboard
1 x DisplayPort 1.2
1 x HDMI 1.4b
2 x USB 3.1 (Typ A/C)
6 x USB 3.0
1 x RJ-45 LAN
5 x Audio Connector
1 x Optical SPDIF Out Port
1x BIOS/UEFI Flashback Button
1x CMOS Clear Button
Preis: 200 Euro
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Die Platine selbst kann sich derweil auch sehen lassen und hat keinerlei Grund sich zu verstecken. Die Ingenieure haben sich die größte Mühe gegeben um dem mATX-Layout des VIII Gene eine ATX konforme Ausstattung zu spendieren. Zwei PCIe 3.0 x16 Slots ermöglichen Multi-GPU Einsätze von AMDs CrossFireX oder NVIDIAs SLI und sorgen in Kombination mit dem SupremeFX 2015 Sound für eine perfekte Klangqualität in jeder Situation z.B. während einer Spiele-Session. Mit ganzen sechs SATA 6 Gb/s Anschlüssen und einem M.2 Slot findet der Anwender genügend Vielfalt um seine Festplatten und Laufwerke zeitgemäß zu verwalten. Aber nicht nur für Spieler scheint das VIII Gene ein wahr gewordener Traum sein, sondern auch für Übertakter. Die zehn Spannungsphasen die die CPU mit ausreichend Strom versorgen sowie der Southbridge Chipsatz wurden mit einem separaten Kühlkörper versehen. Zusätzlich mit hochwertigen Nichicon-Kondensatoren bestückt, soll ein stabiler Betrieb selbst bei starkem Übertakten realisiert werden. Auch das UEFI unterstreicht diesen Eindruck. Anders als noch beim letzten Mainboard-Test, welcher über ein H97 Chipsatz verfügte, ist das BIOS des Z170 vordergründig auf die Veränderungen von Taktraten und das Anpassen der Lüfterkurven konzipiert worden. Die allgemeinen Einstellungen lassen sich zwar wie gewohnt konfigurieren, nehmen jedoch eine untergeordnete Rolle ein.

Für einen möglichst hohen Komfort wurde dem PCB ein Start- und Reset Button spendiert, sowie eine LED Anzeige um auftretende Fehler leichter zu diagnostizieren. Auf dem I/O Panel finden sich mit zwei USB 3.1, vier USB 3.0 Anschlüssen, einem kombinierten PS/2-Port, einem Displayport und HDMI Ausgang, einem LAN Anschluss und fünf Audio-Konnektoren inklusive einem SPDIF Out-Port gleich zwei besondere Features Platz. Durch den BIOS Flashback Button bekommt der Anwender die Möglichkeit ein BIOS Update durchzuführen, ohne das der Desktop-PC dafür in den Betrieb genommen werden muss. Fehlgeschlagene Übertaktungsversuche können ganz einfach mit dem CMOS Clear Button korrigiert werden, der das Mainboard auf seine Werkseinstellungen zurücksetzt. Als "Bonbon" erhält der Nutzer eine Vielzahl von Software, die sich von hauseigenen Lösungen bis hin zu kostenpflichtigen Anwendungen von Drittanbietern - welche sich über einem Zeitraum von einem Jahr kostenfrei nutzen lässt - erstreckt.

Intel Core i7-6700K

Als Herzstück für unser neues Testsystem kommt das aktuelle Topmodell von Intels sechsten Core i Generation zum Einsatz, der i7-6700K. Im direkten Vergleich zu seinem Vorgänger, dem i7-4790K, setzt der Hersteller bei dem Skylake-S Pendant auf das 14-nm-Fertigungsverfahren und eine stark verbesserte IGP, die DirectX 12 unterstützt. Die TDP steigt von 88 auf 91 Watt bei identischer Taktfrequenz. Der Turbomodus wurde von 4.4 GHz auf 4.2 GHz reduziert. Wie bei den Generationen zuvor, kommen bei den Core i7 Prozessoren weiterhin vier Kerne sowie acht Threads zum Einsatz, die durch die Nutzung der Hyper-Threading Technologie realisiert werden. Neben den Veränderungen bei der CPU wird beim Einsatz des neuen LGA1151 Sockels auf DDR4 Arbeitsspeicher gesetzt, der diesen damit zugleich als neuen Standard definiert und sich daher zusätzlich als neues Testsystem empfiehlt. Alle mit dem K-Suffix versehenen CPUs verfügen weiterhin über einen frei wählbaren Multiplikator und eignen sich dadurch besonders für das Übertakten. Voraussetzung hierfür ist wie bei den vorherigen Generationen der Betrieb auf einem mit Z Chipsatz ausgestattetem Mainboard. Eine weitere Neuerung betrifft auch die Boxed Version der Prozessoren. Anders als gewohnt befindet sich kein CPU-Kühler mehr im Lieferumfang, dieser muss bei Bedarf separat erworben werden. Für alle neugierigen Leser haben wir bereits einen Test des Intel TS15A im November 2015 veröffentlicht.

Codename: Skylake-S
Sockel: LGA1151
Kerne/Threads: 4/8
Taktrate (Turbo): 4 GHz (4.2 GHz)
L2-Cache: 4x 256 kB
L3-Cache: 8 MB
Leistungsaufnahme (TDP): 91 W
Grafikeinheit: Intel HD Graphics 530
Speichercontroller: DDR4-1866/2133 MHz
DDR3L-1333/1600 MHz @ 1.35 V
Preis: 350 US-Dollar (ca. 320 Euro)
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Benchmarks

Bevor wir uns nun dem Testparcours widmen, werfen wir noch einen Blick auf unser restliches Testsystem, das ausführlich auf der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst ist und damit unsere aktuelle Konfiguration für Arbeitsspeicher-, Mainboard- und Prozessor-Tests komplettiert.

CPU: Intel Core i7-6700K
CPU-Kühler: Thermalright True Spirit 140 Power
Mainboard: ASUS ROG Maximus VIII Gene
Arbeitsspeicher: ADATA XPG Z1 Gold Edition 16 GB DDR4-3333 MHz
Grafikkarte: Sapphire Radeon HD 6950 2GB GDDR5
HDD / SSD: OCZ Agility 3 120GB
Samsung Spinpoint F3 1TB
Netzteil: Cougar S550
Betriebssystem: Windows 10 Pro 64 Bit

Um die Leistung des Z170 Chipsatzes besser beurteilen zu können, musste sich dieser in einigen Benchmarks mit unserem bisherigen Testsystem messen. Eine unmittelbare Vergleichbarkeit ist jedoch nur bedingt gegeben, da im Test ein Dual-Core Prozessor auf einen Quad-Core-Kontrahenten trifft, der zudem Hyper-Threading beherrscht. Außerdem müssen sich 8 GB DDR3 Arbeitsspeicher gegen 16 GB des neuen DDR4 Standards behaupten, daher haben wir uns dazu entschlossen den RAM während des Tests JEDEC konform mit 2133 MHz zu betreiben.

Wie zu erwarten stellt das Setup des alten Testsystems keine Konkurrenz zu unserem aktualisierten Komponenten dar, die dem Dual-Core System auf Haswell Basis in keinem Testszenario den Hauch einer Chance ließ. Umso erfreulicher ist der Umkehrschluss, der unserer neuen Hardware eine enorme Leistungssteigerung attestiert, und uns nachhaltig in der Entscheidung für das erneuern der Komponenten bestätigt.

Overcklocking

Beim Übertakten haben wir uns dazu entschlossen ein authentisches und nachvollziehbares Ergebnis zu erzielen, da es durchaus eine Vielzahl von Anwendern gibt, die nicht das letzte Megahertz aus den Komponenten herausholen möchten, um hierbei eben nicht die Lebensdauer exorbitant zu gefährden. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, den Spannungswert des Prozessors von 1.30 V nicht zu überschreiten und konnten einen stabilen Betrieb von 4.5 GHz bei 1.26 V erreichen. Mit einem Prozessortakt von 4.9 GHz bei 1.50 V haben wir bei unserem Exemplar die Taktgrenze bei Nutzung des XMP-Profil ermittelt, dieses Ergebnis jedoch nicht auf Stabilität getestet. Durch das Anheben der Taktfrequenz und das Verändern der Spannungen ist kein zuverlässiger Betrieb des Systems mehr gewährleistet. Daher muss jedes neu konfigurierte Setup zwingend auf mögliche Fehler getestet werden. Mit dem Stresstest Prime95 haben wir unsere eingestellten Werte erfolgreich geprüft und haben so unseren neuen Referenztakt für unsere zukünftigen Tests ermittelt.

Fazit zum ASUS ROG Maximus VIII Gene

Daniel Figiel

ASUS hat mit dem Maximus VIII Gene ein Mainboard im Programm, das die Herzen von Technikinteressierten höher schlagen lässt. Enthusiasten können auf ausreichend USB- und SATA-Anschlüsse sowie einen M.2-Slot zurückgreifen, die alle den aktuellen Standards entsprechen. Das mATX-Layout ist sehr sorgfältig durchdacht und optimal angelegt, um selbst vier DRAM-Slots zu realisieren. In Kombination mit den umfangreichen Möglichkeiten, die dem Anwender für das Übertakten im UEFI bereitgestellt werden, empfiehlt es sich gleichermaßen für Spieler und Enthusiasten. Einziger Wermutstropfen ist lediglich der Preis, der mit rund 196 Euro keinerlei Preisvorteil gegenüber seinen ATX Brüdern der ROG-Serie bietet.

  • Positiv
  • Sehr gute Ausstattung
  • Ansprechendes Design
  • Innovatives Kühlkonzept
  • SupremeFX 2015 Sound
  • Sehr gute Overclocking-Funktionen
  • Solide Verarbeitung
  • Neutral
  • Negativ
  • Hoher Preis

Fazit zum Intel Core i7-6700K

Daniel Figiel

Der Intel Core i7-6700K sorgt mit vier Kernen und acht Threads für einen wahren Leistungsüberschuss. Die alltäglichen Arbeiten, die ein Prozessor zu bewältigen hat, meistert er spielend und auch für größere Aufgaben hat die CPU aktuell mehr als genügend Leistungsreserven. Durch den frei wählbaren Multiplikator kommen selbst Übertakter voll und ganz auf ihre Kosten. Einziges Manko - durch die derzeitigen Lieferengpässe ist der Core i7-6700K für rund 375 Euro zu erwerben, und das bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 350 US-Dollar.

  • Positiv
  • Verbesserte IGP mit DirectX 12 Unterstützung
  • Hohe Leistung
  • Niedriger Stromverbrauch
  • Hohes Übertaktungspotenzial
  • Neutral
  • Negativ
  • Hoher Preis

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