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Tech-Review.de

  • Freitag, 10. Juli 2020
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Jonsbo HP-625 (blue)

Jonsbo HP-625 (blue): Im Test

Einleitung

Der Kühlermarkt bleibt in Bewegung: Auch Jonsbo erweitert sein Kühlerportfolio und bietet mit dem HP-625 einen TopBlower samt umfassender Sockel-Kompatibilität an. Der seit Juli bei uns im Handel erhältliche Kühler ist ab Werk zudem mit einem LED beleuchteten Lüfter ausgerüstet, welchen es in drei verschiedenen Farbvarianten zur Auswahl gibt. Trotz seines breiten, massiven Auftretens ist er mit seiner Höhe von lediglich 77 Millimetern ideal für flache Gehäuse designt. Sechs Heatpipes mit jeweils sechs Millimetern Durchmesser und einem großen Lamellenblock sollen hierbei für ein gutes Klima sorgen. Da aber bekanntermaßen Aussehen nicht alles ist und gerade bei CPU-Kühlern die Kühlleistung als wichtiger Kauf-Faktor mit entscheidet, schicken wir ihn heute für euch durch unseren TopBlower-Testparcours und sehen uns an, was er wirklich leisten kann. Ob der HP-625 am Ende auch mit guten Ergebnissen aufwarten kann und welche Besonderheiten er für den Käufer bereithält, könnt ihr auf den nächsten Seiten erfahren.

Die Verpackung

Die Verpackung des HP-625 besteht aus fester, stabiler Pappe und kommt in ihrer unauffälligen Grundfarbe daher. Auf der Oberseite stehen deutlich lesbar der Name „HP-625“ sowie der Hinweis, dass es sich um einen Kühler für kleine Gehäuse handelt. Ebenso sind alle kompatiblen Sockel aufgelistet - auch AMDs neuer AM4 ist hier vermerkt.

Die Oberseite der Verpackung

So schlicht wie die Oberseite sind auch die umliegenden Seiten gehalten. Die Schrift ist überwiegend auf Chinesisch, was aber kein großes Problem ist. Ein Blick auf die Tabelle, die man auf der linken Seite findet, lässt einen alle wichtigen Daten leicht und verständlich herauslesen.

Die Verpackung ist sehr robust und schützt das Innere problemlos vor äußeren Einwirkungen oder groben Umgang.

Der Lieferumfang

Wird die Kartonage geöffnet, findet man als erstes das Zubehör, welches in einer separaten Verpackung untergebracht wurde. Darunter sitzt der Kühler selbst, der durch eine weitere Polsterung gut gegen äußere Einflüsse geschützt ist. Ab Werk ist auf der Kühlfläche eine Schutzfolie angebracht, welche diese vor Kratzern schützen soll. Neben dem Lüfter, der schon montiert wurde, sind auch die Schrauben der Montagehalterungen bereits an ihrer Position, was dem Nutzer bei der späteren Montage etwas Arbeit abnimmt. Eine Backplate ist nicht enthalten, denn trotz seines stolzen Gewichts von 735 Gramm (laut Hersteller) erzeugt er durch seine geringe Bauhöhe nicht so viel Hebelwirkung, dass eine Backplate für die Montage erforderlich wäre.

Die gedruckte Anleitung war bei uns leider nur in chinesischer Schrift enthalten, allerdings versicherte uns der Hersteller auf direkte Nachfrage, dass bei den im Handel befindlichen Versionen eine mehrsprachige Version beiliegt. Zudem bekommt man auf der deutschen Produktseite selbstverständlich auch eine deutschsprachige Version als PDF angeboten.

Anzumerken ist, dass neben der umfangreichen Kompatibilität der gängigsten CPU-Sockel auch AMDs neue AM4-Plattform unterstützt wird. Das Montagezubehör wird durch eine kleine, wiederverschließbare Spritze Wärmeleitpaste und einen Schraubaufsatz für die Montagemuttern abgerundet. Einen Hinweis auf den Gewährleistungszeitraum haben wir weder auf der Verpackung noch in der Anleitung finden können. PC-Cooling bestätigte uns auf Anfrage aber einen Zeitraum von zwei Jahren.

Zum Lieferumfang des Kühlers gehören:

  • 1x Der Kühler
  • 1x Intel-Halterung - Kompatibel für Sockel 775 / 1150 / 1151 / 1155 / 1156 / 1366
  • 1x AMD-Halterung - Kompatibel für Sockel FM1 / FM2(+) / AM2(+) / AM3(+) / AM4
  • 1x verbauter Lüfter
  • 4x Montageschrauben für die Sockel-Halterungen
  • 4x Montagemuttern
  • 1x Schraubaufsatz für Montagemuttern
  • 1x Satz selbstklebender Unterlegscheiben
  • 1x Spritze Wärmeleitpaste
  • 1x Anleitung
Der Lieferumfang

Die technischen Details

Mit seinen Außenmaßen von 138 x 123 Millimetern (Länge x Breite) ist der HP-625 gerade für den anvisierten Einsatzzweck nicht gerade klein, seine Größe sollte aber dennoch auch für kompakte mITX-Boards kein Problem darstellen. Die Bauhöhe von 77 mm liegt nur 32 mm über dem Intel-Boxed und bietet somit genug Kompatibilität für Gehäuse, die nur flache Kühlerhöhen unterstützen.

Sechs Heatpipes mit jeweils sechs Millimetern Durchmesser sollen die Wärme effektiv von dem Prozessor abtransportieren. Diese liegen dabei nicht direkt auf der CPU auf, sondern sind als Kühlfläche extra mit einer dünnen Kupferplatte verlötet, um die abzuführende Wärme der CPU besser auf die komplette Fläche zu verteilen. Des Weiteren zeigt sich die Kühlfläche nach Außen hin leicht konvex und ist insgesamt sehr sauber geschliffen. Auf der Oberseite des stabilen Kühlsockels befinden sich zudem weitere, eingefräste Kühlrippen.

Die Heatpipes wurden sauber gebogen und verlaufen vom Kühlsockel nach oben, quer durch den großen Lamellenblock, wobei ihre Enden auf der gegenüberliegenden Seite, sorgfältig abgerundet, leicht herausragen. Mit diesem Aufbau soll der HP-625 bis zu 150 Watt TDP bewältigen können. Um das Gesamtbild des Kühlers zu vereinheitlichen, hat der Hersteller alle aus Kupfer bestehenden Bauteile vollständig vernickelt.

Der große Lamellenblock besteht aus 50 einzelnen Aluminiumfinnen und wurden sauber verarbeitet. Zur weiteren optischen Veredelung hat Jonsbo zudem auf beiden Seiten eine Zierblende mit dem „Jonsbo“-Schriftzug montiert, deren umgelegte Kanten auch die Montagelöcher des Lüfters enthalten und diesem einen festen Montagepunkt geben. Die Lamellen haben nicht nur auf der Unterseite eine besondere Form – auch auf der Oberseite, vom Lüfter verdeckt, findet sich diese Kontur wieder. Der HP-625 sieht nicht nur massiv aus - er ist auch sehr robust und gut verarbeitet. Scharfe Schnittkanten konnten wir am Kühler nicht feststellen.

Der Lüfter mit 120 mm Rahmenbreite und 25 mm Höhe stammt aus der FR-401 Serie, ist ab Werk mit schwarzen Schrauben vormontiert und kann bei Bedarf schnell gewechselt werden. Neben der uns vorliegenden Version ist der Kühler auch in den Lüftervarianten weiß und rot erhältlich. Die Lüfter selbst wird man voraussichtlich dieses Jahr noch separat im Handel finden können, hier kommt dann noch ein grünes Farbmodell dazu. An allen vier Ecken (auf Vorder- und Rückseite) ist eine Gummierung angebracht, um eine entkoppelte Auflage des Lüfters zu gewährleisten. Gesleevt wurde das Kabel nicht, allerdings macht das Flachbandkabel auf uns dennoch einen wertigen Eindruck.

Das eigentliche Highlight des Lüfters ist aber seine Beleuchtung, die, passend zur Farbe des Lüfterrades, als Leuchtring in dem Lüfterkorpus eingebaut wurde. Auf der Außenseite ist der Leuchtstreifen durchgängig - auf der Innenseite ist die Beleuchtung hingegen mit Abständen umgesetzt. Was bei hellem Tageslicht sehr dezent zu sehen ist, wird bei Dunkelheit zu einer satten Ausleuchtung. Zur Demonstration zeigen wir euch drei Beispielbilder - bei Tageslicht, im leicht abgedunkelten Raum und bei kompletter Dunkelheit:

Eine erweiterte Stromversorgung ist für die Beleuchtung nicht nötig, die erforderliche Leistung bezieht sich der Lüfter über den PWM-Anschluss des Mainboards. Ein Abschalten oder Regulieren der Leuchtstärke ist nicht vorgesehen.

technische Daten

Hersteller Jonsbo
Modellname
HP-625 Blue
Modell-Nr. 200400515
Sockel-Kompatibilität Intel-Sockel: 775 / 1150 / 1151 /1155 / 1156
AMD-Sockel: FM1 / FM2 / FM2+ / AM2 / AM2+ / AM3 / AM3+ / AM4
Gesamtmaße 138 x 123 x 77 mm
Gesamtgewicht 735 g
TDP bis 150 W
Materialien Kupfer (vernickelt)
Alu-Kühllamellen

Die Montage des Kühlers

Die Installation des Kühlers ist recht einfach, zumal dem Nutzer durch die vormontierten Durchgangsschrauben etwas Arbeit erspart bleibt. Zuerst wird die gewünschte Sockelhalterung mit den entsprechenden Schrauben an dem Kühler befestigt. Dann wird überprüft, in welcher Ausrichtung der HP-625 auf dem Board aufgesetzt soll. Standardmäßig sollte er mit den Heatpipe-Enden in Richtung des PCIe-Slots zeigend passen. Nun wird der Kühler mit entsprechender Ausrichtung mit der Kühlfläche nach oben auf den Tisch gelegt. Das Mainboard wird dann später umgedreht und darauf aufgesetzt.

Die montierte Halterung für Intel-Sockel

Als nächstes werden die Befestigungsmuttern vorbereitet. Hierzu wird an jeder eine selbstklebende Unterlegscheibe angebracht - diese schützen das Mainboard vor Kratzern und isolieren die Auflageflächen der Muttern. Die Durchgangsschrauben der Intel-Montageschienen sind in einem Langloch leichtgängig beweglich und können, je nach Sockel, in die gewünschte Position geschoben werden. Da die Kühllamellen etwas breiter sind, wird es eventuell notwendig sein, dass ihr den Arbeitsspeicher schon im Voraus montiert. Dies ist wichtig, da man später kaum noch eine Möglichkeit dafür hat. Auf diese Thematik kommen wir aber weiter unten im Text nochmal zu sprechen.

Nachdem die Wärmeleitpaste auf dem Prozessor aufgetragen wurde, beginnt die restliche Montage. Hierzu wird das Board (wie oben angemerkt) umgedreht und auf die Kühlfläche des HP-625 aufgesetzt - ein Blick durch die Durchgangslöcher hilft dabei, die richtige Position der Befestigungsschrauben zu finden. Sind die Durchgangsschrauben dann nicht hundertprozentig ausgerichtet, ist dies kein Problem: Da sie sich sehr leichtgängig verschieben lassen, reicht es, wenn man das Board vorsichtig in die entsprechende Richtung bewegt und somit die Schraube mit den Durchgangslöchern „einfängt“.

Anschließend werden die Montagemuttern (die aufgeklebten Unterlegscheiben zeigen zum Mainboard) mit den Fingern auf die Schrauben gedreht, damit der Kühler fixiert ist. Als Abschluss werden die Muttern abwechselnd über Kreuz gleichmäßig festgezogen. Hier behilft man sich mit dem im Zubehör beiliegenden Schraubaufsatz, den man einfach auf die Muttern aufsetzt und diese dann mit einem Kreuzschlitzschraubendreher festziehen kann. Ein zu festes Anziehen wird dabei durch eine Endposition der Gewinde verhindert. Sobald das Lüfterkabel angeschlossen wurde, ist der HP-625 einsatzbereit.

Wir empfehlen den Schritt, des Auflegens vom umgedrehten Mainboard auf den Kühler vorher einmal ohne aufgetragene Wärmeleitpaste zu probieren, damit man direkt sieht, wo man die Durchgangsschrauben im Voraus in ihren Langlöchern positionieren sollte. Allerdings empfinden wir es angenehmer, wenn die Durchgangsschrauben in einer festen Position sitzen, so wie man es von einigen anderen Herstellern kennt. Bei der von uns beschriebenen Montage, wo das umgedrehte Board auf die Kühlfläche des liegenden Kühlers gesetzt wird, gibt es normal keine Probleme.

Eine Montage an einem aufrecht stehenden Mainboard könnte hier aber schwierig werden und eventuell eine Demontage des Boards voraussetzen um den Kühler dann nach unserem Schema zu anzubringen. Hält man den Kühler nämlich aufrecht, rutschen die Schrauben in den Langlöchern nach unten, wodurch die benötigten Abstände für die Durchgangslöcher nicht mehr einstellbar sind. Eine Positionskorrektur ist durch den großen Lamellenblock nur schwer möglich. So war zumindest die Erfahrung mit unserem Sockel 1151-Mainboard. Die Montage auf einem AMD-Mainboard konnten wir hingegen nicht ausprobieren.

Wie wir weiter oben im Text einmal anmerkten, muss auf die Art des Arbeitsspeichers geachtet werden, der bereits vor der Montage des Kühlers schon eingesetzt werden sollte. Je nachdem, welches Mainboard genutzt wird, hat man eventuell leichte Einschränkungen in der Höhe der RAM-Heatspreader. Nutzt man ein kleines mITX-Board, so wie bei unserem Review, sollte auf eine niedrige Bauhöhe gesetzt werden, um die Kompatibilität zu gewährleisten. Bei größeren Mainboards, bei denen die RAM-Slots etwas mehr Abstand zum Prozessor-Sockel haben, ist auch höherer RAM möglich. Im Falle unseres verbauten Speichers hatten wir an der engsten Stelle zwischen Kühler und Heatspreader nur noch rund 1-2 Millimeter Luft.

Besonders auf unserem kleinen m-ITX Mainboard wirkt der Kühler enorm wuchtig. Dennoch hatten wir keine Probleme alle Anschlüsse zu erreichen. Selbst der PCIe-Slot wäre für eine Grafikkarte zwar knapp, aber dennoch problemlos nutzbar gewesen.

Das Resultat kann sich durchaus sehen lassen!

Grundlegende Information und Philosophie bezüglich des Testsystems

Auf diesem i5-System werden wir uns überwiegend mit Kühlern beschäftigen, die für HTPCs (Home Theater Personal Computer) und kleine Gaming-Cubes von Interesse sind und sich somit speziell für kleinere Gehäuse eignen. Darunter gehören überwiegend Kühler, die eine Höhe von 100 mm zumeist nicht überschreiten.

Aber nicht nur neue Kühler werden getestet! Auch auf diverse ältere Produkte, die eventuell in Vergessenheit geraten sind, werden wir den einen oder anderen Blick werfen. Somit entdeckt man vielleicht ein Modell erneut, der für das eigene, neue Multimedia- oder Gaming-System interessant sein könnte.

Testverfahren

Als Testverfahren zur Temperaturmessung haben wir uns zwei Lastszenarien ausgesucht:
Szenario 1: Konvertieren eines Films mit "xMedia Recode" in ein anderes Format. Dies ist ein Szenario, welches einem PC mit hoher, aber realistischer CPU-Auslastung entspricht. Dabei werden ebenfalls realistische Temperaturen unter starker Last erreicht, die der Kühler bewältigen muss.

Szenario 2: CPU-Auslastung mit Prime95 (Small FFTs). Hierbei wird eine eher unrealistische, sehr hohe Temperatur erreicht, die bei einer normalen Nutzung des Systems nicht zustande kommt.

Alle Kühler werden mit der selben Wärmeleitpaste (Noctua NT-H1) betrieben. Die umgebende Raumtemperatur des nicht schalldichten Raums beträgt ~23°C.

Die Lautstärke des Kühlers wird mit einem Schallpegel-Messgerät ermittelt. Hierbei messen wir die Lautstärke bei 100%, 75%, 50% sowie bei der minimal möglichen Drehzahl des Lüfters. Die Messung erfolgt in einem Abstand von 50 cm über dem Kühler. Um möglichst alle Geräuschquellen bei den Lautstärke-Messungen zu vermeiden, nutzen wir ein passives Netzteil und eine SSD-Festplatte.
Bei allen Messungen liegt das Mainboard mit Gummi-Abstandhaltern entkoppelt frei auf dem Tisch, ohne weiteren Nebenlüfter. Die Ergebnisse der Lautstärkemessungen kann sich von Redakteur zu Redakteur unterscheiden. Wie kommt es zu den unterschiedlichen Messabständen bei den Redakteuren? Dies erläutern wir hier:

Da unser Team geografisch weit verstreut ist, haben wir kein gemeinsames Redaktionsbüro, weshalb die Redakteure in ihren eigenen Räumlichkeiten arbeiten. Aufgrund der stark abweichenden Raumgrößen und Einrichtungen kann es bei jedem zu anderen Ergebnissen kommen, genauso wie bei dem Leser daheim.
Kahle Wände reflektieren mehr Schall, wodurch Geräuschmessungen lauter ausfallen. Sind die Wände durch Schränke oder Regale mit Büchern abgedeckt, absorbieren sie mehr Schall, wodurch bei den Geräuschmessungen leisere Werte zustande kommen.
Deshalb gibt jeder Redakteur die Gegebenheiten seiner Räumlichkeit an, in dem der Test stattfindet. Als reproduzierbarer Referenzwert, der von jedem Nutzer daheim nachgestellt werden kann, wird der Intel-Standardkühler genutzt. Somit sieht er in den Diagrammen, um wieviel lauter oder leiser die anderen Kühler sind. Als zusätzlicher Orientierungswert wird der Messwert angegeben, den der Redakteur in seiner Räumlichkeit bei absoluter Stille misst.

Wie ist die Räumlichkeit zu diesem Testsystem?
Der Redakteur testet seine Komponenten in einem kleinen Büroraum, welcher die Maße von ca. 3.9 x 2.5 x 2.5 Meter (L x B x H) besitzt. Bis auf ein kleines Hochregal sind die Wände frei, wodurch Schall vermehrt reflektiert wird. Der absolute Stille-Messwert liegt bei 32.8 db(A).

Das Testsystem

Als Testsystem kommen folgende Komponenten zum Einsatz:

Netzteil Fortron Aurum Xilenser 500 W (passiv)
Mainboard Asus Z170I Pro Gaming
Prozessor Intel i5-6600 (4x 3.9 GHz)*
Grafikkarte iGPU
Arbeitsspeicher Kingston HyperX Savage 8 GB (2800 MHz)
Festplatte / SSD M.2 SanDisk Z400s 128 GB
Betriebssystem Windows 10 Pro. (64 bit)
Asus-Software zur Lüftersteuerung AI Suite 3
Schallpegel-Messgerät Voltcraft SL100
* Hinweis zur CPU: Unser i5-6600 weist unter Volllast bei Prime95 eine Vcore-Spannung von durchschnittlich 1.120 bis 1.140 Volt auf. Allerdings haben wir diesen, vom Mainboard selbst bestimmten Wert, zu Gunsten der Transparenz unverändert gelassen.

Die Drehzahlen

Als erstes starten wir mit den Drehzahlbereichen des vormontierten Lüfters sowie seiner Lautstärke. Der Kühler wurde im "PWM-Mode" betrieben, wobei die Lüfterdrehzahlen mit der "AI Suite 3"-Software von Asus ermittelt und gesteuert wurden. Dabei haben wir den Kühler mit verschiedenen Geschwindigkeiten laufen lassen und die Lautstärken sowie die Temperaturen in den zwei Belastungs-Szenarien gemessen.
Allgemeiner Hinweis: Im normalen Nutzungsbetrieb erreichen die Lüfter von CPU-Kühlern nie den Drehzahlbereich von 100%.

Wie gewohnt starteten wir unsere Testläufe mit den Drehzahlmessungen. In den Diagrammen sieht man direkt, dass der große Lüfter eine recht niedrigere Drehzahl aufweist. Ein positiver Effekt fiel uns hierbei auch direkt auf: Die Geräuschentwicklung war sehr zurückhaltend.

Die Lautstärke

Im nächsten Schritt betrachten wir die Geräuschentwicklung des Lüfters. Diese wurde von uns mit einem Schallpegel-Messgerät gemessen, wobei der Messpunkt in einer Entfernung von 50 cm über dem offen liegenden Mainboard lag.

Die Geräuschentwicklung des HP-625 fiel durch die langsamen Lüfterdrehzahlen sehr positiv aus. Selbst bei 50% seiner Drehleistung würde man ihn in einem leisen Raum kaum oder gar nicht aus einem Gehäuse heraushören. Auch bei 75% blieb es bei einem leisen Luftrauschen, das man nur leicht, aber nicht störend aus einem Gehäuse vernehmen würde. Bei seiner niedrigsten Drehzahl arbeitete er praktisch lautlos und war auch - hoch bis zur Drehstufe von 50% - im offenen Aufbau kaum wahrnehmbar.

Temperaturen unter Last - Szenario 1

Zum Schluss kommen wir zu den interessantesten Teilen unseres Tests, die Temperaturen unter Auslastungen des Prozessors. Wir starten als erstes mit Szenario 1, der Temperaturentwicklung beim Konvertieren von Medien.

Der Belastungstest stellte für den HP-625 keine nennenswerte Herausforderung dar und er überzeugte durchgehend mit guten Messwerten. Problemlos hielt er die Temperatur stets im niedrigen Bereich und zeigte, dass er noch eine große Leistungsreserve für stärkere CPUs bereithält. Auch bei niedrigen Lüfterdrehzahlen, in denen er fast lautlos arbeitete, zeigte er keine Schwäche.

Temperaturen unter Last - Szenario 2

Kommen wir nun zum Szenario 2, der Temperaturentwicklung beim Prime95-Small FFTs, was somit einen der härtesten (wenn auch unrealistischen) Tests für einen Kühler darstellt.

Selbst bei dieser unrealistischen, extremen Auslastung, setzte sich der Kühler problemlos in den oberen Bereichen der Diagramme und demonstrierte seine wirklich gute Kühlleistung.

Johannes Wehner meint …

Johannes Wehner

Mit dem HP-625 hat Jonsbo einen leistungsstarken TopBlower auf dem Markt, der nicht nur durch seine massive Optik und die LED-Beleuchtung des verbauten Lüfters auffällt, sondern im Test auch durchgehend mit seiner Leistung überzeugen konnte. Hohe Dauerauslastungen bewältigte der Kühler problemlos mit guten Temperaturwerten und zeigte, dass er noch große Leistungsreserven für stärkere CPUs bereithält. Der montierte, sehr laufruhige Lüfter stammt aus Jonsbos FR-401 Serie und sorgt, neben der Beleuchtung, für den Luftstrom zwischen den Kühlfinnen des großen Lamellenblocks.

Die Kombination aus leisem Lüfterbetrieb und guter Kühlleistung ist dem Hersteller hier sehr gut gelungen. Selbst in Verbindung mit niedrigen und mittleren Lüfterdrehzahlen, in denen er nahezu lautlos bis kaum hörbar arbeitete, zeigte der HP-625 bei den Temperaturen keine Schwächen. Der Kühler sieht mit seiner Bauweise nicht nur massiv aus, er ist auch sehr robust und mit durchgehend hoher Qualität gefertigt. Nur die Montageschienen (bezogen auf die Langlöcher) könnten leicht optimiert werden um die Montage an aufrecht stehenden Mainboards zu erleichtern. Auch auf die Höhe des Arbeitsspeichers sollte geachtet werden; je nach Mainboard-Formfaktor kann man mit dem Kühler nur Speicher mit niedrigen Bauhöhen verwenden. Dies ist aber bei TopBlower mit einem breiten Lamellenblock oft üblich.

Derzeit findet man den leistungsstarken Jonsbo HP-625 ab 33,- € im Handel, welche für die gebotene Leistung und Qualität bedenkenlos gut investiert sind.

  • Positiv
  • Gute Verarbeitung
  • Gute Kühlleistung bei leisem Betrieb
  • Auch bei höheren Drehzahlen sehr laufruhiger Lüfter
  • Sockel-Kompatibilität
  • Einfache Montage (bei demontiertem Mainboard)
  • Neutral
  • Negativ
  • -/-

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