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Tech-Review.de

  • Freitag, 17. September 2021
Gigabyte GA-890GPA-UD3H

Gigabyte GA-890GPA-UD3H: Im Test!

Einleitung

Unser heutiges Testexemplar der Firma Gigabyte soll neueste Technik mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis vereinen. Diese Theorie scheint alt, denn oft muss man an irgendeiner Stelle Abstriche machen. Wie groß diese sind, hängt aber natürlich stark von den Ansprüchen des jeweiligen Nutzers ab. Lukrativ scheint das Mainboard auf den ersten Blick mit seinem Preis knapp oberhalb der 100 Euro auf jeden Fall zu sein. In Verbindung mit den AM3-CPUs und DDR3-RAM ließe sich hier nicht nur zukünftig ein Sechskernsystem bauen, ein einfaches Office-System wäre auch denkbar.

Das Mainboard beherbergt trotz der Titelbezeichnung "UD3", was das kleinste Modell in Gigabyte‘s Schema ist, neueste Anschlüsse. Realisierbar sind 14 USB-Anschlüsse, wobei auch USB 3.0 mit an Bord ist. Zudem wird für die Festplattenansteuerung das neue SATA 3 verbaut. Besonders in Augenschein nehmen werden wir in diesem Review den neuen 890GX-Chipsatz, der eine integrierte Grafik in Form einer ATI Radeon HD 4290 mitbringt und interessante Änderungen zum Vorgänger verspricht.

Features

Features, die manche User als überflüssig empfinden, lässt Gigabyte weg. Durch Fehlen von LEDs oder einem Powerschalter wird Strom gespart. Durch diese fehlenden Features wirkt das Board ein wenig minimalistisch. Die wahren Werte eines Mainboards wie Anschlüsse und Unterstützung des Arbeitsspeichers sind allerdings vom Feinsten. Die Phasenversorgung, welche mit 4+1 Phasen etwas zu gering scheint, sollte nicht als Negativpunkt abgewertet werden, solange man sie nicht getestet hat. Wir berichten hierüber im Overclockingteil.

Hauptfeatures:

  • Unterstützung aller aktuell erhältlichen AM3-Prozessoren
  • Dual Channel DDR3 1866+ Unterstützung
  • Sechskernunterstützung für kommende Prozessoren
  • Crossfire-Unterstützung mit 8 Lanes auf beiden PCIe 2.0-Kanälen
  • 6 * SATA 6 GB/s mit RAID 0, 1, 5, 10 und JBOD
  • 2 * SATA 3 GB/s mit RAID 0, 1 und JBOD
  • 7.1 HD Sound Dolby Home Theater über Realtek ALC889 Codec, Analog oder Digital
  • Doppeltes Kupfer PCB
  • 5 Phasen Stromversorgung
  • Firewire-Unterstützung
  • Radeon HD4290

Das neue Chipsatzduo: 890GX und SB850

Auf dem Gigabyte-Board wird die Chipsatzkombination von der Northbridge 890GX und der Southbridge SB850 verbaut. Die Northbridge integriert die GPU HD4290, deren Features auf der vorangegangenen Seite aufgeführt worden sind. Wer nicht auf diese setzen möchte, kann 26 PCIe-Lanes nutzen. Natürlich unterstützt das Board Crossfire. Abgesehen von der höher getakteten GPU könnte man den 890GX auch 785G rufen. Der andere Teil des Chipsatzes ist hauptsächlich interessant, da er die sechs SATA 3-Ports verwaltet.

Der Lieferumfang

Der Lieferumfang:

  • Gigabyte GA 890GPA-UD3H
  • Handbuch inkl. Treiber CD
  • 4 SATA-Kabel
  • IDE-Kabel
  • I/O-Panel
  • Sticker "Gigabyte", "Dolby Home Theater"

Naben diesem überschaubaren Standard-Lieferumfang kann man bei Gigabyte gegen den Kaufbeleg optionale Teile gratis anfordern. Gigabyte muss somit keine Kabel an den Endkunden liefern, wenn er diese nicht benötigt. Dies schadet eigentlich keinem, gut für die Umwelt ist es zudem auch. Wir empfinden das als richtigen Weg von Gigabyte, die umwelt zu unterstützen.

Die Optik

Die Optik des Boards ist im Gegensatz zur Verpackung Ton-in-Ton gehalten. Durch die Grundfarbe Blau ist es nicht im Schwarz-Trend und nicht weit weg davon. Optisch ist das sehr ansprechend. Manch einem mag an der Optik auch gefallen, dass es nicht beleuchtet ist und so einfach kein unnötiges Licht erzeugt, welches stören könnte.

Die Verarbeitung ist angemessen, die Heatpipes scheinen ordentlich zu sitzen, die Logos "Gigabyte" und "Ultra Durable" befinden sich auf um die Heatpipe gebogenen Bleche. Somit kann ein Glanzeffekt zustande kommen, wie aus einem Guss wirkt die Heatpipe aber dadurch nicht mehr ganz. Dies ist aber kein wirklicher Kritikpunkt, sondern Geschmackssache. Die Heatpipe selbst wirkt definitiv schön.

Ansonsten gibt es in optischen oder verarbeitungstechnischen Belangen keine Kritiken.

Die Kühlung

Southbridge und Northbridge werden unter Betrieb recht warm, was sich aber nicht negativ auf die Performance auswirkt. Auch beim Übertakten limitierten die Temperaturen nicht. Ein wenig niedrigere Temperaturen wären dennoch wünschenswert, zumal unser Gehäuse gut gekühlt wird. Möglicherweise will man auch noch ein wenig an der Taktschraube drehen.

Das BIOS

Im BIOS lassen sich die Grundeinstellungen des Boards vornehmen. Das Award-BIOS auf dem Testobjekt ist üblich gegliedert und lässt feine Einstellungen zu.

Begrüßt wird man von der Startseite, die man beim Booten durch das Drücken der Entfernen-Taste erhält.

Unter dem ersten Menüpunkt sind gleich die Optionen fürs OCing anzuwählen.

Im ersten Unterpunkt gibt es zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten für die IGP.

Unter Standard CMOS Features lassen sich die wichtigsten Einstellungen wie Datum und Uhrzeit, sowie die groben Festplatteneinstellungen vornehmen.

Unter dem Menüpunkt Advanced BIOS Features ist es möglich, die Bootreihenfolge zu ändern und Stromsparfunktionen zu personifizieren.

Die Konfigurationen der Onboard-Anschlüsse für Peripheriegeräte ist unter Integrated Peripherals möglich.

Die Energieeinstellungen, die auch EuP umfassen, lassen sich unter Power Management Setup auswählen.

Für die Information über den Zustand des Computers (Temperaturen und Spannungsüberwachung) ist der Reiter PC Health Status zuständig.

Außerdem lässt sich über die Taste F12 beim Computerstart im Boot Menu direkt die Bootquelle wählen.

Somit gefällt uns das BIOS durch seine übersichtliche Aufteilung sehr gut. Auch komplexe Einstellungen sind schnell durchführbar.

Das Testsystem

Das Testsystem:

  • Mainboard:
    Gigabyte GA 890GPA-UD3H
  • CPU:
    AMD Phenom II 965 Black Edition C3
  • Arbeitsspeicher:
    2 * 2 GB Corsair Dominator DDR 3 (TW3X4G1600C9D)
  • Grafikkarte:
    ATI Radeon HD 3870 mit Xigmatek Bifrost & 2 * Noctua NF-B9
  • Kühlung:
    Noiseblocker XL1 Front und Deckel
    Noctua P12 Heck
    Noctua NH-D14 (CPU-Kühler)
  • Netzteil:
    Enermax Modu 82+ 625W
  • Festplatte:
    Seagate Baracuda 7200.11 ST31000340AS
  • Software:
    Windows 7 Home Premium 64bit
    Treiber
    3DMark 06
    3DMark Vantage
    CPU-Z v1.54
    Prime95 v25.11
    Everest Home 2.20

Der Praxistest

Für den Start wird alles an Treibern auf der CD mitgeliefert. Vor der Installation ist es allerdings trotzdem ratsam, die Aktualität der Treiber auf der Herstellerhomepage zu kontrollieren und gegebenenfalls eine neuere Version downzuloaden.

Nach dem Start kann man recht schnell im BIOS alle Einstellungen konkretisieren und das Board seinen persönlichen Wünschen und Vorlieben anpassen.

Begonnen wird der Test mit expliziten Benchmarks zur integrierten Grafikkarte, die den Unterschied zum Vorgängermodell deutlich machen.

Interessante Eigenschaften der Grafikkarte ließen sich während der Tests beobachten. Man hat im BIOS mehrere Auswahlmöglichkeiten für den Grafikkartenspeicher. Hier kommen entweder nur der Arbeitsspeicher, nur der im Board integrierte Sideportmemory oder beide zusammen zum Einsatz. Die Kombination aus beiden zeigte sich im 3D-Mark erheblich am stärksten. Wählten wir nur den Sideportmemory, fiel das Ergebnis rund 60% geringer aus. Beauftragten wir nur den Arbeitsspeicher, die GPU zu unterstützen, sank das Ergebnis um gut 10%. Dies ist erstaunlich. Der Grund hierfür ist aber, dass der Sideport-Momory nur 128MB umfasst.

Die in der Southbridge implementierte GPU ist außerdem ein Wunder des Übertaktens: Wir konnten ohne Spannungserhöhung der Verbindungseinheit oder der GPU beachtliche 950MHz stabil erreichen. Dass das System bei 951MHz abstürzt, könnte Zufall sein, riecht aber ein wenig nach Limitierung seitens AMD. Dennoch ist der erreichte Takt absolut mustergültig.

Die HD-Wiedergabe mit der integrierten Grafikkarte stellte sich ebenfalls einfach dar. Die CPU-Auslastung liegt je nach Übertaktungszustand und BD zwischen 15 und knapp 30%.

Overclocking

Nach diesen aufschlussreichen Tests möchten wir uns in Richtung OCing begeben. Die Spannungen sind wie folgt einstellbar:

  • CPU PLL Voltage:
    2,22-3,1V in 0,04er Schritten
  • DRAM Voltage:
    1,275 - 2,445V in 0,075 bzw. 0,015er Schritten
  • NB Voltage:
    1,1 - 1,6V in 0,02er Schritten
  • SidePort Memory Voltage:
    1,37 - 1,8V in 0,05 bzw. 0,01er Schritten
  • NB/PCIe/PLL Voltage Control:
    1,45 - 2,1V in 0,05 bzw. 0,01er Schritten
  • CPU NBVID Control:
    0,025V
  • CPU Voltage:
    +0,6 bis -0,6V zur VID in 0,25er Schritten

Die Spannungsgliederung hat Gigabyte sehr fein gestaffelt. Hier sollte sich immer die passende Spannung finden lassen.

285MHz Referenztakt war bei unserem Board das Maximum. Natürlich kann dieser Wert von Board zu Board abweichen. Neben diesem mittelmäßigen Wert, dem bei den meisten Anwendern durch eine Black-Edition-CPU abgeholfen wird, ist auch der NB-Takt für die Gesamtleistung wichtig. Hier konnten wir bei einem Referenztakt von 238Mhz und dem Multiplikator 10 ganze 2380MHz erreichen. Die Spannung wurde entlang der Tests auf den Standardeinstellungen gehalten. Bei höherem Multiplikator der NB wollte diese schon sehr früh nicht mehr, bei einem niedrigeren Takt reichten wir nicht ganz an die 2380 MHz heran.

Zwar ist das Ergebnis der verbauten CPU ebenfalls stark von dieser abhängig. Der Gesamttakt von über 4GHz auf allen vier Kernen ist aber trotzdem nennenswert.

Insgesamt kann das Board mit zahlreichen Features zum OCing aufwarten und kann im Verhältnis zu seinem Kaufpreis auch im Übertaktungsbereich stark punkten. Die eingebaute Grafikkarte ist nicht zwangsweise spielegeeignet, kann aber HD-Videos problemlos meistern. Für den HTPC oder Officeeinsatz ist die HD 4290 folglich qualifiziert.

Wir testen uns am Overclocking

Gordian Hoffmann meint …

Gordian Hoffmann

Das Mainboard mit der integrierten Grafikeinheit konnte uns in den meisten Belangen erfreuen. Durch den Preis um die hundert Euro muss Gigabyte auf "Schnickschnack" verzichten, wer diesen aber nicht braucht, ist mit dem Board gut beraten. Denn es kann mit einer für die meisten Anwendungsgebiete gut geeignet Grafikkarte aufwarten und auch im Punkt Übertakten gute Ergebnisse liefern. Die zahlreichen SATA 3 und die beiden USB 3 Anschlüsse verleihen dem Board, das makellos verarbeitet ist, einen Hauch Luxus, auch wenn ansonsten nur wenig Anschlüsse verbaut wurden. Gigabyte liefert einem aber optionale Teile gegen den Nachweis des Kaufs kostenlos zu. Das ist einfach, denn man hat keine unbenötigten Kabel daheim rumliegen und der Umwelt kommt dies allemal zugute.

Mit Programmen zum Stromsparen und einem insgesamt stabilen Bild trotz Übertaktung sind wir durch das preiswerte Board überzeugt worden. Der neue Chipsatz kann ebenfalls ein wenig Geschwindigkeit gut machen. Beim Kauf muss natürlich klar sein, dass es beim Übertakten gewisse Abstriche gibt.

Durch den geringen Preis bei guter Gesamtleistung sind die beiden Awards für P/L und Qualität unserer Meinung nach angemessen.

  • Positiv
  • Verarbeitung
  • IGP
  • Preis
  • USB 3.0
  • SATA 3.0
  • Neutral
  • - / -
  • Negativ
  • Wärmeentwicklung der Chips

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