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Tech-Review.de

  • Montag, 23. November 2020
Cooler Master GeminII M5 LED

Cooler Master GeminII M5 LED: Im Test

Einleitung

Zu unserer Top-Blower Testreihe gesellt sich heute der Kühler GeminII M5 LED aus dem Hause Cooler Master. Dem ein oder anderen kommt der Titel GeminII bekannt vor? Das verwundert nicht, im Laufe der Zeit gab es schon vereinzelte, teils sehr unterschiedliche Vorgängermodelle. Der GeminII M5 LED ist der direkte Nachfolger des GeminII M4 aus dem Jahre 2011. Auffällige Neuerungen sind direkt erkennbar: Die CPU-Auflagefläche sitzt nicht mehr zentriert in der Mitte, der aus Aluminiumfinnen bestehende Kühlblock ist geschlossener und eine zusätzliche Heatpipe (nun fünf Stück) soll die Kühlung weiter optimieren. Auch der Lüfter hat ein Upgrade erhalten und wird nun durch ein Modell mit roter LED ersetzt. Aber da Optik bei einem Kühler nun mal nicht alles ist, wollen wir uns heute den GeminII M5 LED, welcher bereits seit August 2017 im Handel erhältlich ist, für euch genauer anschauen.

Die Verpackung

Cooler Master setzt bei der Verpackung auf einen Kontrast von Schwarz und Weiß; sie wirkt dadurch dezent, aber ansprechend. Die Pappe ist zudem sehr robust, wodurch der Inhalt optimal vor äußeren Einflüssen geschützt wird. Neben dem Logo und Herstellerschriftzug findet man auf der vorderen und rechten Seite eine große Abbildung des Kühlers, der diesen von schräg oben und von der Unterseite zeigt.

Während auf der Rückseite nur ein paar Features, wie die flache Bauweise, LED-Beleuchtung und Heatpipes, in acht Sprachen hervorgehoben werden, fällt die linke Verpackungsseite bedeutend umfangreicher aus. In der technischen Tabelle hat man einen direkten und schnellen Überblick über alle wichtigen Informationen, unter denen man auch die kompatiblen CPU-Sockel und die Außenmaße des GeminII findet. Auch an eine kleine, technische Zeichnung des Kühlers wurde gedacht, mit dessen Hilfe sich erweiterte Maßangaben finden lassen. Die für einige Nutzer wichtige Information zu einer Sockel AM4-Kompatibilität ist nicht vorhanden, worauf wir aber in der nächsten Seite noch einmal eingehen werden.

Der Lieferumfang

Im Inneren der Verpackung sitzt der Kühler stabil in seiner Position und lässt sich einfach herausnehmen. Das Zubehör liegt hingegen in einem Zwischenraum der unteren Pappstütze, auf der die Kühlfläche des M5 aufsitzt. Dort befindet sich auch die Anleitung für die Montage des Kühlers. Jene versteht es gekonnt, ohne Text und allein durch große sowie leicht verständliche Abbildungen, die einzelnen Montageschritte auf den verschiedenen Sockeln zu erklären. Dies gefällt uns sehr gut, weil es dadurch gerade für Anfänger sehr einstiegsfreundlich ist. Eine PDF-Version der Anleitung kann man sich zudem unter dem Menüpunkt „Download“ auf der Produktseite des Herstellers herunterladen.

Der Lüfter ist schon bereits ab Werk vormontiert auf dem GeminII – dennoch empfehlen wir es die Schrauben dahingehend zu überprüfen, dass sie sich nicht eventuell durch Versanderschütterungen gelockert haben. Da der GeminII später auf der Rückseite des Boards mit Sechskantmuttern verschraubt wird, hat der Hersteller extra einen Schraubaufsatz beigelegt. Damit kann man diese auch mit einem normalen Kreuzschraubendreher festziehen und benötigt so keinen zusätzlichen Maul-/Ringschlüssel. Zur Garantie und Gewährleistung haben wir leider keine Informationen finden können, Cooler Master bestätigte uns aber einen standardmäßigen Gewährleistungszeitraum von zwei Jahren (über den Händler). Natürlich wurde auch auf den Schutz der Kühlfläche geachtet und eine feste Folie auf diese aufgeklebt. Eine kleine wiederverschließbare Spritze Wärmeleitpaste rundet den Inhalt ab.

Zum Lieferumfang gehören:

  • 1x Kühler GeminII M5 LED inkl. Lüfter
  • 1x Satz Montage-Schienen für Intel-Sockel 775 / 1150 / 1151 / 1155 / 1156 / 1366
  • 1x Satz Montage-Schienen für AMD-Sockel FM1 / FM2(+) / AM2(+) / AM3(+)
  • 4x Sechskantmuttern
  • 4x Abstandshalter (AMD-Sockel)
  • 4x Montageschrauben für die Montageschienen
  • 1x Schraubendreheraufsatz für Sechskantmuttern
  • 1x Backplate
  • 1x Spritze Wärmeleitpaste
Der Lieferumfang

Die technischen Details

Mit seinem Kühlfinnenblock und den Heatpipes kommt der GeminII M5 LED auf ein Außenmaß von 123 x 132 Millimeter, was nicht schmal, aber selbst für mITX-Mainboards problemlos ist. Inklusive des montierten Lüfters kommt er auf eine Bauhöhe von lediglich 62,7 mm und übersteigt den Intel-Boxed nur um knappe 17,7 mm. Bei Gehäusen mit geringer Bauhöhe ist hierdurch eine große Kompatibilität gewährleistet. Der Rahmen des vormontierten Lüfters ist aus schwarzem, leicht spiegelnden Kunststoff; die dreizehn Rotorblätter sind hingegen leicht transparent gestaltet und sollen mit ihrer geschwungenen Form für weniger Luftreibung sorgen, wodurch ein leiser Betrieb angestrebt wird. Der PWM-gesteuerte Lüfter hat die Produktbezeichnung DF1202012RFMN, ist derzeit nicht im freien Handel zu finden und vermutlich nur diesem Kühler beiliegend. Beleuchtet wird der Lüfter mittels roter LEDs, welche aber nicht steuerbar sind und somit nur eine Leuchtstufe besitzen.

Mittels der vier Schrauben lässt sich der 120-mm-Lüfter einfach für Reinigungszwecke oder zum Austausch demontieren. Befestigt ist er auf einem Rahmen aus Stahlblech, der den oberen Teil der Aluminiumfinnen umrandet und diesen zugleich einen stabilen Schutz bietet.

Die Kühlfläche wurde nicht mittig unter dem Kühler platziert, wodurch er mit einem Versatz auf dem Prozessor aufsitzt. Welche Auswirkungen dies auf die Kompatibilität von RAM und GPU hat, sprechen wir nochmal auf der „Montage“-Seite an. Die Heatpipes sind gut in die CPU-Auflage eingearbeitet, welche fast plan und nur einen Hauch konvex geschliffen wurde. Cooler Master setzt bei dem M5 auf Direct-Touch, sodass die Heatpipes mit direktem Kontakt auf dem Prozessor aufliegen. Diese haben einen leichten Abstand von höchstens einen Millimeter zueinander, womit sie zwar eine leicht größere Fläche abdecken, aber keine durchgehende Kupferfläche bieten. Ab Werk werden viele Prozessor-Sockel unterstützt. Eine Ausnahme ist allerdings der noch recht neue AMD-Sockel AM4, der leider keine Kompatibilität mit dem Kühler erhalten hat. Laut Cooler Master ist bisher auch kein Umrüst-Kit für AM4 geplant.

Die Heatpipes wurden sauber in einer C-Form gebogen, welche die Kühlfläche und den Finnenblock verbindet. Dabei ziehen sie sich komplett durch die Aluminiumfinnen und ragen auf der gegenüberliegenden Seite leicht heraus, wo die Enden präzise abgerundet wurden.

Die abgerundeten Enden der Heatpipes

Der um die Finnen liegende Edelstahlrahmen, welcher auch als Montagefläche für den Lüfter dient, ist nicht die einzige Stabilisierung des Kühlers. Damit die Kühlfläche immer einen gleichbleibenden Winkel zu den Aluminiumfinnen bildet und die gebogenen Heatpipes nicht verbogen werden können, wurde sie mit einem entsprechend kleinen Halter verschraubt und bieten so mehr Sicherheit für die Struktur.

Der kleine, verschraubte Halter gibt Sicherheit und Festigkeit für die Struktur

Allgemein ist die Verarbeitung des Kühlers und seine robuste Bauform als durchgehend von hoher Qualität zu betrachten, scharfe Schnittkanten oder ähnliches waren ebenfalls nicht vorhanden.

Hersteller Cooler Master
Modellname
GeminII M5 LED
Modell-Nr. RR-T520-16PK
Sockel-Kompatibilität Intel-Sockel: 775 / 1366 / 1150 / 1151 /1155 / 1156 / 2011-0 / 2011-3 / 2066
AMD-Sockel: FM1 / FM2(+) / AM2(+) / AM3(+)
Gesamtmaße (Länge x Breite x Höhe) 132 x 123 x 62.7 mm
Gesamtgewicht (mit / ohne Lüfter) -/-
TDP -/-
Materialien Kupfer, Aluminium

Montage des Kühlers

Die Montage zeigt sich überaus benutzerfreundlich und einfach, was vor allem für Anfänger zu begrüßen ist. Als erstes wird die entsprechende Sockelhalterung an der Kühlfläche verschraubt (bei uns für Intel), die Durchgangsschrauben und entsprechenden Federungen sind ab Werk bereits vormontiert. Als nächstes sollte man sich überlegen, in welcher Ausrichtung der Kühler auf dem Mainboard platziert werden soll. Durch die breiten Außenmaße des M5 sollte man das aus Kompatibilitätsgründen mit RAM und GPU vorher ausprobieren, indem man den Kühler in ausgerichteter Montageposition an das Mainboard hält. Hierfür müssen vorher die Durchgangsschrauben der Halterungsschienen auf die korrekte Position des entsprechenden Sockels arretiert werden. Eine entsprechende Darstellung ist in der gut bebilderten Anleitung natürlich vorhanden. Nutzt man ein Mainboard mit naheliegenden RAM-Slots, sollte der Arbeitsspeicher schon vorher eingesetzt werden, da der Kühlkörper ein späteres Einsetzen von RAM-Riegeln blockieren könnte. Auf die Kompatibilität gehen wir weiter unten auf dieser Seite nochmal ein.

Die befestigte Montagehalterung am Kühler

Passt alles, wird der Kühler mit der Kühlfläche nach oben, in entsprechender Montageausrichtung, auf den Tisch gelegt und die Wärmeleitpaste auf dem Heatspreader der CPU aufgetragen. Nun muss man nur noch das Mainboard umdrehen und ausgerichtet auf den Kühler aufsetzen, wobei die Durchgangsschrauben der Kühlerhalterung durch die Montagelöcher des Boards geführt werden. Die Backplate kann man jeweils für eine Montage auf einem Intel- als auch auf einem AMD-Board nutzen; sie muss dann lediglich mit der richtigen Seite ausgerichtet werden. An den Auflageflächen wurde von Haus aus eine dunkelgrüne Schutzfolierung angebracht, um die Kontaktflächen des Mainboards zu isolieren und vor Kurzschlüssen zu schützen.

Die Backplate

Wurde die Backplate korrekt aufgesetzt, sodass die Durchgangsschrauben durch diese ragen, werden die Sechskantmuttern zur Fixierung einfach mit den Fingern draufgeschraubt, bis sie auf der Fläche aufliegen. Anschließend werden die Muttern mit dem Schraubaufsatz abwechselnd über Kreuz angezogen bis die Endposition der Gewinde erreicht ist.

Unsere Beschreibung bezieht sich auf eine Montage außerhalb eines Gehäuses. Durch die sockelabhängig arretierbaren Durchgangsschrauben ist aber auch eine Befestigung an einem aufrecht montierten Mainboard problemlos möglich.

Die rote LED-Beleuchtung des Lüfters leuchtet im Betrieb konstant, ist bei sehr hellem Umgebungslicht aber nur dezent und unauffällig sichtbar. Bei einem leicht abgedunkelten Raum, oder einem schwach ausgeleuchteten Gehäuse, entfaltet das rote Leuchten seine Wirkung. Steuerbar ist die Beleuchtung wie bereits erwähnt allerdings nicht, wodurch es nur eine einzige Helligkeitsstufe gibt.

Die Kompatibilität

Werfen wir einen kurzen Blick auf die schon vorher angesprochene Kompatibilität, wobei wir uns speziell auf unser Review-Mainboard beziehen. Diese sollte aber auch bei anderen Boards beachtet werden.

Arbeitsspeicher:
Bei naheliegenden RAM-Slots, so wie bei unserem mITX-Board, sollte man bei diesem Kühler stets auf eine niedrige Bauart des Arbeitsspeichers achten. Die äußeren Heatspreader-Kanten unseres Testspeichers sind 3 - 3,2 Millimeter über der regulären Höhe eines RAM-Riegels. Somit passt der Kühler bei uns nur in der hier gewählten Ausrichtung, da die Aluminiumfinnen genau an der Stelle, wo der RAM sitzt, nach oben abgerundet aufgebaut sind. Hätten wir den Kühler nun um 90° nach links drehen wollen, würden die Finnen direkt auf den hohen Heatspreadern unseres Testspeichers aufliegen und eine Montage wäre bei dieser Art von RAM nicht möglich. Bei normal hohen Speicherriegeln gibt es natürlich keinerlei bauartbedingte Einschränkungen.

Grafikkarte:
Je nach Systemkonfiguration und Position des CPU-Sockels sollte man bei der Kühlerausrichtung auch die Grafikkarte beachten. Denn bei dem von uns gewählten Mainboard (dessen CPU-Sockel sehr mittig sitzt) und der Montagerichtung, also mit den Heatpipe-Enden nach unten zeigend, hat der M5 LED leicht über den PCIe-Slot geragt, wodurch eine Grafikkarte ganz knapp nicht mehr eingesetzt werden konnte. Bei einer reinen Office- oder APU-Konfiguration, die keine dedizierte GPU benötigt, würde dies kein Problem darstellen. Wer allerdings einen mittig sitzenden CPU-Sockel hat und auf eine GPU nicht verzichten möchte, kann den Kühler, so wie oben erwähnt, einfach um 90° drehen (Enden der Heatpipes nach rechts zeigend). Dies würde dann sogar den Vorteil bringen, dass die Aluminiumfinnen weiter über dem Arbeitsspeicher ragen und diesen zusätzlich mit einem kühlenden Luftstrom versorgen können.

Grundlegende Information und Philosophie bezüglich des Testsystems

Auf diesem i5-System werden wir uns überwiegend mit Kühlern beschäftigen, die für HTPCs (Home Theater Personal Computer) und kleine Gaming-Cubes von Interesse sind und sich somit speziell für kleinere Gehäuse eignen. Darunter gehören überwiegend Kühler, die eine Höhe von 100 mm zumeist nicht überschreiten.

Aber nicht nur neue Kühler werden getestet! Auch auf diverse ältere Produkte, die eventuell in Vergessenheit geraten sind, werden wir den einen oder anderen Blick werfen. Somit entdeckt man vielleicht ein Modell erneut, der für das eigene, neue Multimedia- oder Gaming-System interessant sein könnte.

Testverfahren

Als Testverfahren zur Temperaturmessung haben wir uns zwei Lastszenarien ausgesucht:
Szenario 1: Konvertieren eines Films mit "xMedia Recode" in ein anderes Format. Dies ist ein Szenario, welches einem PC mit hoher, aber realistischer CPU-Auslastung entspricht. Dabei werden ebenfalls realistische Temperaturen unter starker Last erreicht, die der Kühler bewältigen muss.

Szenario 2: CPU-Auslastung mit Prime95 (Small FFTs). Hierbei wird eine eher unrealistische, sehr hohe Temperatur erreicht, die bei einer normalen Nutzung des Systems nicht zustande kommt.

Alle Kühler werden mit der selben Wärmeleitpaste (Noctua NT-H1) betrieben. Die umgebende Raumtemperatur des nicht schalldichten Raums beträgt ~23°C.

Die Lautstärke des Kühlers wird mit einem Schallpegel-Messgerät ermittelt. Hierbei messen wir die Lautstärke bei 100%, 75%, 50% sowie bei der minimal möglichen Drehzahl des Lüfters. Die Messung erfolgt in einem Abstand von 50 cm über dem Kühler. Um möglichst alle Geräuschquellen bei den Lautstärke-Messungen zu vermeiden, nutzen wir ein passives Netzteil und eine SSD-Festplatte.
Bei allen Messungen liegt das Mainboard mit Gummi-Abstandhaltern entkoppelt frei auf dem Tisch, ohne weiteren Nebenlüfter. Die Ergebnisse der Lautstärkemessungen kann sich von Redakteur zu Redakteur unterscheiden. Wie kommt es zu den unterschiedlichen Messabständen bei den Redakteuren? Dies erläutern wir hier:

Da unser Team geografisch weit verstreut ist, haben wir kein gemeinsames Redaktionsbüro, weshalb die Redakteure in ihren eigenen Räumlichkeiten arbeiten. Aufgrund der stark abweichenden Raumgrößen und Einrichtungen kann es bei jedem zu anderen Ergebnissen kommen, genauso wie bei dem Leser daheim.
Kahle Wände reflektieren mehr Schall, wodurch Geräuschmessungen lauter ausfallen. Sind die Wände durch Schränke oder Regale mit Büchern abgedeckt, absorbieren sie mehr Schall, wodurch bei den Geräuschmessungen leisere Werte zustande kommen.
Deshalb gibt jeder Redakteur die Gegebenheiten seiner Räumlichkeit an, in dem der Test stattfindet. Als reproduzierbarer Referenzwert, der von jedem Nutzer daheim nachgestellt werden kann, wird der Intel-Standardkühler genutzt. Somit sieht er in den Diagrammen, um wieviel lauter oder leiser die anderen Kühler sind. Als zusätzlicher Orientierungswert wird der Messwert angegeben, den der Redakteur in seiner Räumlichkeit bei absoluter Stille misst.

Wie ist die Räumlichkeit zu diesem Testsystem?
Der Redakteur testet seine Komponenten in einem kleinen Büroraum, welcher die Maße von ca. 3.9 x 2.5 x 2.5 Meter (L x B x H) besitzt. Bis auf ein kleines Hochregal sind die Wände frei, wodurch Schall vermehrt reflektiert wird. Der absolute Stille-Messwert liegt bei 32.8 db(A).

Das Testsystem

Als Testsystem kommen folgende Komponenten zum Einsatz:

Netzteil Fortron Aurum Xilenser 500 W (passiv)
Mainboard Asus Z170I Pro Gaming
Prozessor Intel i5-6600 (4x 3.9 GHz)*
Grafikkarte iGPU
Arbeitsspeicher Kingston HyperX Savage 8 GB (2800 MHz)
Festplatte / SSD M.2 SanDisk Z400s 128 GB
Betriebssystem Windows 10 Pro. (64 bit)
Asus-Software zur Lüftersteuerung AI Suite 3
Schallpegel-Messgerät Voltcraft SL100
* Hinweis zur CPU: Unser i5-6600 weist unter Volllast bei Prime95 eine Vcore-Spannung von durchschnittlich 1.120 bis 1.140 Volt auf. Allerdings haben wir diesen, vom Mainboard selbst bestimmten Wert, zu Gunsten der Transparenz unverändert gelassen.

Die Drehzahlen

Wie gewohnt starten wir mit den Drehzahlen und der Geräuschentwicklung des mitgelieferten Lüfters. Hierfür ließen wir den GeminII M5 LED gegen die vorherig getesteten Kontrahenten unserer Testreihe antreten. Die Kühler wurden im "PWM-Mode" betrieben, wobei wir die Lüfterdrehzahlen mit der "AI Suite 3"-Software von Asus ermittelt und steuerten. Somit haben wir die Kühler mit verschiedenen Drehzahlen laufen lassen und die Lautstärken sowie die Temperaturen in den zwei Belastungs-Szenarien gemessen.
Allgemeiner Hinweis: Im normalen Nutzungsbetrieb erreichen die Lüfter von CPU-Kühlern nie den Drehzahlbereich von 100%.

Die Drehzahlen des Lüfters lagen generell in einem recht niedrigen Bereich, was sich besonders in den niedrigen Einstellungen positiv auf die Geräuschentwicklung auswirkte. Auch wenn, im Vergleich zu den Kontrahenten, die Steigerung der Umdrehungen bei 50% auf 75% sehr gering aussieht, vernahmen wir hier aber schon einen merkbaren Unterschied. Ob und wie stark sich dies letztlich auf die gemessene Lautstärke auswirkte, seht ihr weiter unten auf dieser Seite.

Die Lautstärke

Als nächstes betrachten wir die Lautstärke des Lüfters. Diese haben wir mit einem Schallpegel-Messgerät gemessen, wobei der Messpunkt in einer Entfernung von 50 cm über dem offen liegenden Mainboard lag.

Bei den höheren Drehzahlen lag der M5 LED unauffällig im mittleren Bereich unserer getesteten Kühler. Bei voller Leistung war er, wie praktisch der Großteil der Kühler auch, klar hörbar - aus einem Gehäuse aber nicht zu aufdringlich. Interessanter ist hier natürlich aber der Bereich, in dem sich der Kühler im normalen Betrieb bei hoher Last aufhält. Und genau hier kommen wir wieder zu dem oben angesprochenen Punkt – der merkbare Unterschied zwischen 50% und 75% seiner Drehleistung – denn während er bei ersterem selbst im offenen Aufbau kaum wahrnehmbar war, wäre er bei 75% schon aus einem geschlossenen Gehäuse hörbar gewesen. Allerdings muss man auch erwähnen, dass hier das Lüfterrauschen keinesfalls aufdringlich wirkte. Ob man mit den Drehzahlen überhaupt so hoch gehen muss, wird der Temperaturtest auf der folgenden Seite zeigen. Auf jeden Fall war er, zumindest bei 50%, einer der leisesten Kühler, die wir bis jetzt bei der Testreihe verzeichnen konnten. Nebenbei: Auch bei 60% seiner Leistung lag die Geräuschentwicklung noch immer bei angenehmen und unbedenklich niedrigen 34,8 dB(A).

Temperaturen unter Last - Szenario 1

Nun kommen wir zu den interessantesten Teilen unseres Tests, die Temperaturen unter Auslastungen der CPU. Wir starten als erstes mit Szenario 1, die Temperaturentwicklung beim Konvertieren von Medien.

Unter der dauerhaften Vollauslastung des Prozessors während einer Videokonvertierung zeigte sich der M5 LED durchweg im mittleren Bereich seiner Kontrahenten. Im genauen Vergleich liegt er nur minimal hinter ähnlichen Modellen – kann aber, im kaum hörbaren Bereich von 50% seiner Drehleistung, durch seine geringere Geräuschentwicklung wieder punkten. Die Temperaturen sind jederzeit gut, sodass eine unnötig hohe Drehzahl des Lüfters, zu Gunsten der Lautstärke, problemlos vermieden werden kann. Unseren i5-6600 (65 Watt TDP) konnten wir damit also auch unter Vollauslastung mit Leichtigkeit und nahezu lautlos kühlen.

Temperaturen unter Last - Szenario 2

Kommen wir nun zum Szenario 2, die Temperaturentwicklung beim Prime95-Small FFTs, was somit einen der härtesten (wenn auch unrealistischen) Tests für einen Kühler darstellt.

Hier zeigt sich praktisch das selbe Bild erneut: Auch in dieser unrealistischen, extremen Auslastung platziert sich der Kühler unauffällig in der Mitte seiner Kontrahenten.

Johannes Wehner meint …

Johannes Wehner

Nach sieben Jahren erhält der GeminII M4 einen offiziellen Nachfolger: den GeminII M5 LED. Das Design wurde von Cooler Master überarbeitet und modernisiert: Die Anzahl der Heatpipes wurde auf fünf Stück erhöht und die Kühlfläche sitzt nicht mehr zentriert in der Mitte, wodurch die Kompatibilität bei kleinen mITX-Boards, deren Prozessor-Sockel nicht mittig, sondern weiter am Rand platziert wurden, nochmals erhöht wird. Auch der Lüfter hat ein Upgrade erhalten und wird nun durch ein Modell mit roten LEDs ersetzt, welche das Gehäuse in einem tiefroten Farbton ausleuchten. Der PWM-gesteuerte Lüfter überzeugte in unserem Test mit einer angenehmen Laufruhe – unterhalb der 60% seiner Drehleistung ist das Luftrauschen nur dezent wahrnehmbar, bei 50% war er hingegen selbst im offenen Aufbau nahezu lautlos. Ebenso positiv waren auch die Temperaturen unseres i5-6600 (65 Watt TDP) im Bezug zur Lautstärke, die selbst im nicht hörbaren Drehzahlbereich des Lüfters überzeugen konnten.

Die Bauform des GeminII M5 LED ist nicht nur robust, auch die Verarbeitung ist durchgehend von hoher Qualität und weiß als Kühleralternative im Gesamtpaket durchaus zu gefallen. Durch die gute Anleitung ist die Montage zudem selbst für Anfänger keine Herausforderung. Mit ~22,- € (Stand 23.05.2018) liegt er auch preislich in einem guten wie auch attraktiven Bereich. Zur Kompatibilität gibt es nur kleinere Anmerkungen: Je nach Mainboard, Board-Layout und Platzierung des CPU-Sockels ist, wie bei den meisten Top-Blowern, natürlich die Bauhöhe des Arbeitsspeichers zu berücksichtigen. Auch auf die Ausrichtung des Kühlers zur Grafikkarte hin sollte man achten, wenn der CPU-Sockel nahe am PCIe-Slot liegt (siehe auf der Seite „Montage des Kühlers“). Letztlich vermissen wir nur eine Kompatibilität zu AMDs neuester AM4-Plattform, was uns etwas überraschte.

  • Positiv
  • Gute Kühlleistung bei sehr leisem Betrieb
  • Gute Verarbeitung
  • Sockel-Kompatibilität
  • Sehr einfache Montage
  • Lieferumfang
  • Preis
  • Neutral
  • Negativ
  • Nicht mit AMDs Sockel AM4 kompatibel (Stand 23.05.2018)

Weiterführende Links

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