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Vorgestellt: Cooler Master MasterLiquid 120 für Vergleichsmessungen

Vorgestellt: Cooler Master MasterLiquid 120 für Vergleichsmessungen
29.12.2017 - 08:00 von Simon Sternbauer

Für Vergleichsmessungen im Bereich Kompaktwasserkühlungen braucht es natürlich auch eine gewisse Anzahl an Modellen, um eine kleine Basis aufbauen zu können. Cooler Master war an dieser Stelle so freundlich und hat uns, auch um hardwaretechnisch aktuell zu bleiben, ein Exemplar ihrer neuesten Produktlinie mit einem Radiator im 120mm-Format und zwei Lüftern zukommen lassen.

Geliefert wird die MasterLiquid 120, der Zahlenzusatz deutet schon auf die erwähnte Radiator- und Lüftergröße hin, in einer grauen Verpackung, welche in der letzten Zeit bei sehr vielen Produkten des Herstellers zum Einsatz kommt und sich nahtlos in das einheitliches Auftreten eingliedert. Auf der Vorderseite sieht man die Kühlung samt Namen, das Cooler Master Logo und Motto sowie einen Hinweis auf die Kompatibilität mit den neuesten Mainstream-Sockeln von AMD und Intel. Sämtliche Seitenflächen sind mit dem Schriftzug "MasterLiquid 120" versehen, dazu kommen entweder eine erneute Grafik oder, auf der linken Fläche, die Tabelle mit den technischen Daten. Auf der Rückseite werden die wichtigsten Eigenschaften der Wasserkühlung in acht Sprachen aufgezählt, dazu gehören eine einfache Montage und der leise Betrieb von Pumpe und Lüfter. Außerdem steht für technisch versierte Anwender eine kurze Beschreibung der Wärmeleitung zur Verfügung und warum jene so effizient sein soll.
Sobald man die Verpackung öffnet, hat man nach dem Entfernen einer schützenden Schaumstoff-Einlage sofort sämtlichen Inhalt griff- und damit einsatzbereit. Dazu gehören natürlich die Kühleinheit selbst, Lüfter, Montagematerial, Anleitung und Garantiehinweis. Alles - abgesehen natürlich von den beiden letztgenannten Gegenständen - ist in jeweils eine eigene Plastik-Hülle eingepackt, um kleinere Schäden daran zu vermeiden.


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Beginnen wir doch mit den beiden beigelegten Lüftern. Jene hören auf den Namen „MasterFan 120 AB (Air Balance)“, welche von Cooler Master speziell auf den Betrieb von Radiatoren, Luftkühler oder für die Front-Einlässe im Gehäuse konzipiert sind, daher eine passende Wahl. Die PWM-gesteuerten Lüfter dürfen im Bereich von 650 bis 2000 U/Min. geregelt werden, 12 Volt Betriebsspannung natürlich vorausgesetzt. Vom Design orientiert man sich ebenfalls an einem dunklen Aussehen, wobei Schwarz und Grau die dominierenden Akzente sind. Auffällig ist, dass die Halterungen im Lochabstand von 120 Millimetern nicht direkt im Rahmen eingebaut sind, sondern rund um den Lüfter herum als eigene Kunststoff-Elemente herausragen. Das lässt zudem das Ganze etwas kleiner aussehen, als es eigentlich ist. Bei den Rotorblättern setzt Cooler Master auf dunkle, milchig wirkende Kunststoffelemente, insgesamt neun an der Zahl. Alle sind dabei in Laufrichtung etwas nach hinten gezogen. Optisch ist das Ganze auf jeden Fall sehr gut gelungen, erfahrungsgemäß wirkt sich diese Anordnung und Anzahl bei Radiatoren oder Lamellen positiv auf die Kühlleistung aus. LEDs oder gar ein RGB-Spektakel wurde zumindest bei den Lüftern nicht verbaut. Allerdings gibt es auch eine Wasserkühlung aus der MasterLiquid-Reihe, welche genau diese Eigenschaft aufweist und damit gegebenenfalls eher für Fans von RGB-Funktionen geeignet sein könnte.


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Allgemein ist der Aufbau der MasterLiquid natürlich sehr klassisch gehalten, nämlich Kühleinheit inklusive Pumpe und, über zwei Schläuche angebunden, der Radiator, an welchem bis zu zwei Lüfter angebracht werden dürfen. Dabei gefällt uns - subjektiv betrachtet – auch die Kühlfläche ganz gut. Alle Lamellen sind ohne große Abweichungen zueinander angeordnet, die Kanten wurden sauber entgratet. Natürlich gibt es an der ein oder anderen Stelle etwas „zusammengedrückte“ Kühl-Elemente, aber dies sind zum Glück nur Ausnahmen. Farblich ist die Kühlung sehr schlicht gehalten, schwarz ist also eindeutig dominierend. Allerdings gibt es ein nettes Detail in Form des Herstellerlogos samt Produktnamen auf einer Längsseite des Radiators. Dies sieht auf jeden Fall sehr gut aus, wenn man den entsprechenden Einbau bewerkstelligen kann. Die Einbautiefe ist mit 27 Millimeter - ohne Lüfter - auch ansprechend kompakt gehalten. Generell sollte man aber (je nach Ausrichtung) an der Montagestelle im Gehäuse etwas mehr Platz haben, denn die Schlauchanschlüsse machen den Radiator länger als die Lüfter-Rahmenbreite von 120 Millimeter.


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Die Kühleinheit besteht, wie bereits vorher erwähnt, aus einer Kombination von Kupfer-Bodenplatte und der Pumpeneinheit, welche das Wasser durch das System zirkulieren lässt. Rein äußerlich ist natürlich auch wieder Schwarz dominierend in der Erscheinung, wenngleich sich das Hersteller-Logo oben drauf befindet. Jenes leuchtet bei eingeschaltetem System in Weiß. Angeschlossen wird die Pumpe, welche durch ein spezielles Doppelkammer-System leistungsfähiger und leiser sein soll, über einen 4-Pin Anschluss und kann daher auch per PWM-Signal gesteuert werden. Die Bodenplatte selbst ist aus Kupfer gefertigt, unserer Meinung nach ordentlich glatt-geschliffen und mit zehn Schrauben befestigt. Um die Wärme von dem Prozessor auch vernüftig an das Wasser abgeben zu können, sind auf der Innenseite, welche wir ohne unwiderrufliche Beschädigung des Systems leider nicht vorzeigen können, feine Finnen verbaut, durch welche das Wasser durchfließt. Von dort wandert das Wasser nun durch die blickdicht gesleevten Schläuche. Positiv fällt bei Letzteren sofort die optische sowie haptische Wertigkeit und Biegsamkeit auf, welche natürlich auch der Optik und dem Einbau zu Gute kommen. Zudem kann der Sleeve um den Schlauch herum jenen auch vor Beschädigungen schützen, wie sie zum Beispiel durch scharfen Kanten im Gehäuse auftreten können.


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Die Montage geht vergleichsweise einfach von der Hand. Zuerst wird die Backplate vorbereitet, wobei die Haltestifte angebracht und mittels schwarzen Halter fixiert werden. Nun muss die Platte von hinten auf das Mainboard gesteckt sowie von der Vorderseite mit den Abstandshaltern festgehalten werden. Auf der Seite der Kühlung selbst ist noch die passende Halteschiene für den jeweiligen Sockel anzubringen, hierfür sind vier Schrauben notwendig. An dieser Stelle wird die Schutzfolie entfernt und die Wärmeleitpaste auf dem CPU-Heatspreader auftragen. Anschließend kann dann der Kühlblock auf die CPU gesetzt werden, ersterer wird mit vier Rändelschrauben fixiert, welche am besten über Kreuz angezogen werden. Der Radiator samt Lüfter sollte natürlich noch seinen entsprechenden Platz im Gehäuse finden. Alle Lüfter werden mit vier länglichen Schrauben, wobei nur an den vorderen Enden Gewinde sind, am Radiator befestigt. Um die Wasserkühlung trotz vollzähliger Lüfter-Bestückung noch im Gehäuse verbauen zu können, hat der Hersteller die Schrauben der Lüfter an ihren Köpfer so groß hergestellt, dass jene in sich selbst noch über ein Innengewinde verfügen. Dort schraubt man nun kürzere Schrauben von außen durch die 120 Millimeter-Bohrungen im Gehäuse hinein, um den Radiator anzubringen. Kling zuerst komplizierter, als es ist, denn es geht locker von der Hand. Das ist auch in der Anleitung gut zu sehen, jene zeigt in passenden, bebilderten Arbeitsschritten die Montage und lässt auch Einsteiger im PC-Bau eine gute Chance, die MasterLiquid 120 ohne große Probleme selbstständig zu verbauen.

Montiert werden kann die Kompaktwasserkühlung auf den AMD-Sockeln AM2(+), AM3(+), AM4, FM1 und FM2(+), Umrüstkits für TR4 (Threadripper) sind direkt bei Cooler Master erhältlich, sofern sie nicht einer neueren Produkt-Charge schon beiliegt. Intel-Benutzer dürfen sich über die Kompatibilität zu 1150, 1151, 1155, 1156, 1366, 755 und 2011(-v3) freuen.


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Natürlich wollen wir zum Abschluss noch einige Messwerte abliefern, wie gut sich die MasterLiquid 120 im Vergleich zu zwei Mitbewerber-Produkten schlägt. Beim Testsystem handelt es sich um eine Intel Core i7 6700K, welcher auf einem MSI Z270M Mortar Mainboard läuft. 16 Gigabyte RAM aus der Crucial Ballistix-Reihe sind als schneller Zwischenspeicher verbaut, als Massenspeicher kommt die ebenfalls sehr schnelle M.2-SSD Samsung 960 Evo zum Einsatz. Zusammen mit einem Seasonic Platinum Fanless 400 Watt können wir, abgesehen von der verbauten Kühlung, ein komplett lautloses System erreichen, womit die dargestellten Lautstärke-Werte nur durch die stille, wenn auch nicht lautlose Umgebung beeinflusst wird.
Damit auch viel und konstant anliegende Last produziert wird, kommt die Software "Core Damage" zum Einsatz. Gemessen wird die Temperatur mittels "HWMonitor" und "CoreTemp" zweifach, um eventuelle Abweichungen durch ein Programm ausschließen zu können. Um unabhängig von der Umgebungsluft zu werden, geben wir das Ergebnis in Differenz zur Raumtemperatur in Kelvin an. Eine kurze Erklärung für Laien: Wenn es um ein Grad wärmer wird, sind das bei Celsius und Kelvin gleich viel, lediglich der Punkt, wo null Grad sind, unterscheiden sich. Um auch den Physikern gerecht zu werden, werden wir Temperatur-Differenzen in Kelvin angeben, da dies der korrekte Weg ist. Daher sind die Messwerte immer "x Grad mehr als der Raum" zu lesen. Ein Beispiel: Ein Kühler erreicht 40 Grad Kelvin, die Raumtemperatur liegt bei gemütlichen 22 Grad Celsius. Daher wird die CPU letztendlich 62 Grad heiß.
Für die Lautstärke kommt das Schallmessgerät "Voltcraft SL-100" zum Einsatz, wobei jenes in einem Abstand von 50 Zentimeter zum ersten Lüfter platziert ist.






Bei den Temperaturen können wir nicht meckern, maximal 30 Grad Differenz zur Umgebungsluft lassen selbst an heißen Sommertagen noch viel Spielraum und natürlich sind allgemein solche Werte als sehr gut zu interpretieren. Überraschend ist außerdem, dass die MasterLiquid 120 sich auf Augenhöhe mit einem 240mm Radiator – der H2O 1250 - positionieren kann.






Während man bei den höheren Drehzahlwerten noch von einem lauten Produkt sprechen muss, kann sich bei halber Drehzahl das Cooler Master Produkt hervorragend einreihen, knapp 37 dB(A) sind noch als angenehm zu bezeichnen, wenn auch nicht mehr leise. Positiv können wir auch die Pumpe erwähnen, trotz maximalen Umdrehungen blieb sie, subjektiv gesehen, auch im Vergleich zu den Lüftern, im Hintergrund und war faktisch nicht zu hören.






Wenig überraschend drehen auch die Lüfter der Wasserkühlung langsamer als die der Mitbewerber, was sich bereits in der Lautstärke widergespiegelt hat. Kleiner Tipp: Selbst bei 50% PWM-Drehzahl erhält man noch ausgezeichnete Temperaturwerte, daher reicht bei einem Mainstream Intel Core i7 auch diese Geschwindigkeit mehr als aus, um jenen kühl zu halten und nicht gleichzeitig taub zu werden. Man kann z.B. eine solche Obergrenze in Form einer Lüfterkurve in den meisten BIOS/UEFI festlegen. Weniger Drehzahl geht natürlich auch immer, am besten probiert man es für sich selbst aus, wo der optimale Punkt ist.

Erhältlich ist die Cooler Master MasterLiquid 120 auch schon bereits. Der Verkaufspreis hat sich bei knapp unter 70,- Euro eingependelt, wie auf Geizhals zu sehen ist. Die Garantie seitens des Herstellers beläuft sich auf zwei Jahre.


Danksagung

Wir danken Cooler Master für die schnelle und unkomplizierte Bereitstellung des Vergleichsmodells.






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