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Tech-Review.de

  • Mittwoch, 28. Oktober 2020
TP-LINK M7350

TP-LINK M7350: Mit LTE zum schnellsten, mobilen Internet?

Einleitung

In der modernen Welt will jeder überall online und für all seine Freunde und Kollegen verfügbar sein. Eine Neuheit ist in aller Munde und soll bis zu 150 MBit/s Downstream schaffen. Die Rede ist natürlich von LTE (Long Term Evolution). Der weltweite Marktführer TP-LINK nutzt diese Technik um in seinem neuen mobilen Router M7350 eine W-Lan-Netzwerkverbindung bereitzustellen, welche damit komplett unabhängig von einem stationären Telefonanschlusses funktioniert. Der sogenannte "MiFi" ist der direkte Nachfolger vom M5350 und bringt als hauptsächliche Neuerung die LTE-Unterstützung mit sich.

Da es ein Dual-Band-Gerät ist, haben wir auch auf den Support des neuesten W-Lan-Standards des Institute of Electrical and Electronics Engineers (kurz IEEE) 802.11ac gehofft, dies ist aber leider nicht der Fall. Die ältere 802.11n-Norm erreicht theoretisch bis zu 600 MBit/s. TP-LINK verspricht bei seinem Produkt immerhin 300 MBit/s innerhalb des W-Lan's. Klingt eigentlich nach genug Power, um die 150 MBit/s des LTEs zu bedienen. Ob sich der fehlende Standard im Gebrauch dennoch bemerkbar macht, sehen wir uns später noch genauer an.

Der Hersteller scheint sich allerdings etwas unsicher über die Maximalleistungen seines Produkts zu sein, was die Anbindung der Geräte anbelangt. Auf ihrer Homepage ist die Sprache von bis zu 15 Geräten, auf der Verpackung werden aber maximal 10 Clients angegeben. Im Rahmen dieser Review werden wir das natürlich selbst testen und sehen, was wirklich geht!

Das Gerät besitzt gerade mal zwei Knöpfe zur Bedienung und macht es daher spannend, wie einfach oder kompliziert sich dadurch der Umgang mit dem Gerät erweist. Die Vorderseite wird von einem kleinen Display geschmückt, wobei in der Vorschau auf der Verpackung zu erkennen ist, dass es eine Anzeige für SMS gibt. Dies lässt zumindest bei uns schon mal eine gute Stimmung für den erhofften Funktionsumfang aufkommen.

Die Zielgruppe sind eindeutig Nutzer, die viel Unterwegs sind und dabei nicht auf eine Internetanbindung verzichten wollen. Mit einem Preis von knapp über 90,- € (Stand 19. Sept. 2015, Quelle: geizhals.at/de) ist das Produkt durchaus in einem leistbaren Rahmen. Alles, was es dann noch braucht, ist nur eine freigeschaltete 4G/LTE-SIM-Karte bei einem frei wählbaren Mobilfunkanbieter. Nun aber zum Test. Viel Spaß beim Lesen!

Verpackung

Bei den mobilen Routern mag es TP-LINK wohl eher schlicht und zugleich auch modern. Die komplette Verpackung wurde deswegen wohl auch in reinem Weiß gehalten, was wohl etwas an den Web-Design-Trend anlehnt. Seit geraumer Zeit kann man ja beobachten, dass Weiß und schlicht wieder Einzug auf Webseiten hält. Die Produktbezeichnung ist dabei als Kontrastpaket in einem sehr stimmigen und ansprechenden Blau aufgedruckt - direkt über einer, proportional gesehen, großen Produktabbildung. Am unteren Ende der Vorderseite erläutern fünf Symbole die wichtigsten Eigenschaften des M7350. Dies sind 4G-Unterstützung, Dual-Band-W-Lan, Batterielaufzeit (10 Stunden unter Last, 600 Stunden im Standby), MicroSD-Karten-Slot und tpMiFi-App für iOS.

An der rechten Seite wird, neben einem QR-Code (mit Link zur Produktseite), der Inhalt des Pakets aufgelistet. Die linke Seite befasst sich nochmal genauer mit den technischen Spezifikationen des Geräts. In der oberen Hälfte der Rückseite wird einem sehr übersichtlich erklärt, was die Symbole auf dem Bildschirm bedeuten. Der Rest wird von vier Bildern geschmückt, welche die Einsatzgebiete des mobilen Routers aufzeigen. Da es eine innere Box zum Herausziehen gibt, bleibt die Unterseite unbedruckt und an der Oberseite ist dann auch nur noch das Firmenlogo zu finden.

Leider ist das Logo überall mit einer reflektierenden Beschichtung aufgedruckt. Dies wirkt sehr schön, ist aber fotografier-technisch fies und deshalb auf den folgenden Bildern leider etwas schwer zu erkennen, was uns verziehen sei.

Lieferumfang

Wird diese Innenbox herausgezogen, sieht man das stolze LTE-Gerät in einer dünnen Plastikfolie vor sich, die vor Staub oder leichten Kratzern schützen soll. Unter dem M7350 selbst findet man dann auch das Zubehör, welches sich als doch sehr umfangreich erwies:

  • 2550 mAh Akku
  • Micro USB-Kabel
  • Nano zu Standard-SIM-Karten-, sowie Micro zu Standard-SIM-Karten-Adapter
  • Netzteil
  • Schnellinstallations-Guide

Die SIM-Karten-Adapter zeigten sich in unserem Test als sehr nützliche Beigabe. Sobald man mit dem etwas kniffligen Anbringen der mitgelieferten Klebestreifen fertig ist, halten diese die eingelegte SIM-Karte optimal an ihrem Platz. Das Micro USB-Kabel fällt mit ca. 50 cm etwas kurz aus, kann aber bei Bedarf ganz einfach ersetzt werden, ohne den kompletten Adapter tauschen zu müssen.

Im Gegensatz zum Archer C9 gibt es beim M7350 die Anleitung nur in Englisch. Durch die Symbole erkennt der Anwender aber auch hier, worum es geht. Bedenkt man das ganze Papier, was dadurch gespart wird, ist dies eigentlich ein sehr schöner, da umweltschonender Nebeneffekt.

Der Lieferumfang
Technische Daten
Abmessungen (B x H x T): 106 mm x 66 mm x 16 mm
Schnittstellen: 1 Micro-USB-Port zur Spannungsversorgung
SIM-Karten-Slot
Micro-SD-Karten-Slot
Netzwerk-Typen: FDD-LTE Cat4 (800/900/1800/2100/2600MHz)
DC-HSPA+/HSPA/UMTS (900/2100MHz)
EDGE/GPRS/GSM (850/900/1800/1900MHz)
Tasten: Power, Menü
Gewicht : ~ 160 g (inkl. Akku)
Datenrate: Download: bis zu 150 MBit/s
Upload: bis zu 50 MBit/s
Frequenzen: 2.4 GHz und 5 GHz
W-LAN-Standards: IEEE802.11a
IEEE802.11b
IEEE802.11g
IEEE802.11n
EIRP ( equivalent isotropically radiated power ): 5 GHz: bis zu 1300 MBit/s
2.4 GHz: bis zu 600 MBit/s
W-LAN-Sicherheit: WPA-PSK/WPA2-PSK,
MAC-Adressfilterung
SSID-Aussendung deaktivierbar
Micro SD-Karten-Leser: bis zu 32 GB
Software-Features: DHCP-Server, DHCP-Clientliste
Akku: 2550 mAh (ca. 7 Stunden unter Volllast; Leerlauf: bis zu 600 Stunden (laut Herstellerangaben)
Umgebung: Betriebstemperatur: 0°C..40°C
Lagertemperatur: -40°C..70°C
Betriebsfeuchtigkeit: 10%..90%, nicht kondensierend
Lagerfeuchtigkeit: 5%..90%, nicht kondensierend
Garantie: - / -
Preis: ~95 € (Stand 19. September 2015)
Preisvergleich: Geizhals Deutschland

In unserem Test können wir die Down- und Upload-Geschwindigkeit über LTE leider nicht testen, da dies auch stark vom jeweiligen Netzbetreiber, der Testumgebung und weiteren Aspekten abhängig ist und daher die gemessenen Werte nichts über das Produkt selbst aussagen würden. Aus diesem Grund testen wir nur die Übertragungsrate innerhalb des WLAN-Netzwerks, da hier weniger Störfaktoren mitspielen.

Steht gerade kein LTE zur Verfügung, kann natürlich auch das GSM- oder UMTS-Netz in den gängigsten Frequenzbereichen zwischen 900 und 2.100 MHz genutzt werden. Die Wahl des Netztyps kann dabei sowohl als automatische Wahl, sowie auch als fixe Vorgabe in den Einstellungen definiert werden.

Der

Das Innere des MiFi ähnelt stark dem eines günstigem Smartphones, wobei die SD- und die SIM-Karte unter dem Akku angebracht sind. Dies ermöglicht leider kein Wechseln der Speicherkarte im laufenden Betrieb.

Als wir unser Testsample geliefert bekamen, lag der Akkustand bei 60%. Im Laufe unseres mehrtägigen Tests hielt der 2550 mAh-starke Akku ohne Probleme durch, wobei es nicht dauerhaft unter Last war. Dies entspricht in etwa einem durchschnittlichen Alltagsgebrauch des Geräts. Unter Volllast war das Gerät allerdings nach ca. 7 Stunden leer, erreicht also leider nicht die angegebenen 10 Stunden. Daraus lässt sich schließen, dass die Energieeffizienz im idle (Leerlauf) sehr hoch ist, der Akku unter Volllast aber nicht ganz die Versprechen hält.

Design und Haptik

Das Gerät ist komplett in Schwarz gehalten. Die zwei Materialien schaffen ein sehr schönes Zusammenspiel zwischen matt und glänzend. Wir finden, dass das moderne Design sehr gut geglückt ist und einen hochwertigen Eindruck vermittelt. Die glänzenden Flächen sind allerdings sehr anfällig für Fingerabdrücke. Mit einem Mikrofasertuch, oder auch einfach dem T-Shirt, sind die Rückstände aber schnell und einfach beseitigt.

Das TFT-Display (thin film transitor; Dünnschichttransistor) zeigt alle wichtigen Information (Signalstärke, Netzwerktyp, Daten-Roaming, SMS, W-Lan-Status und verbundene Geräte, Batterie-Status, Download-Speed, verbrauchtes Datenvolumen und monatliches Maximaldatenvolumen) sehr geordnet und übersichtlich an.

Der M7350 kommt energiesparend mit einem herkömmlichen ~230V->5VDC-USB-Adapter und einem Ausgabestrom von 1 Ampere aus. Das mitgelieferte Micro-USB/USB-Kabel ist zwar mit ca. 50 cm etwas kurz geraten, kann aber problemlos ausgetauscht werden, ohne das komplette Ladegerät wechseln zu müssen.

Direkt am Gerät

Wie der Name schon sagt, kommt man mit der "Menü"-Taste in das Menü. Dieses besteht aus einer Auflistung aller Optionen (Geräteinfo, W-Lan, Daten-Roaming, Netzwerkmodus, App QR-Code). Die Auswahl gestaltet sich erstaunlich einfach. Die "Menü"-Taste setzt die Auswahl auf den nächsten Menüpunkt. Mit der "Power"-Taste bestätigt man dies und gelangt in ein Untermenü. Auf diese einfache Art kann man alle grundlegenden Einstellungen bearbeiten, jedoch keine Passwörter oder Ähnliches setzen.

Im Browser

Im Browser präsentiert sich die komplette Kraft des M7350. Wir haben uns bewusst für Screenshots auf dem Mobiltelefon entschieden, da es ein Outdoor-Gerät ist und dazu hier das Smartphone als Plattform auch am besten passt.

Allgemein zum Webinterface ist zu sagen, dass es sehr gut auf mobile Geräte angestimmt ist. Der Text und alle Symbole haben eine angenehm lesbare Größe. Ein Manko ist, dass die "Zurück"-Funktion des Browsers nicht funktioniert. Man muss immer auf den eigens angezeigten Pfeil drücken. Gerade die Android-Nutzer sind es ja gewöhnt, dass man einen Button dafür hat, der eben nicht im schwer erreichbaren, linken, oberen Eck des Bildschirmes ist. Hier besteht also noch Bedarf zur Nachbesserung.

Nach erfolgreicher Herstellung einer W-Lan-Verbindung kommt man über den Netz-internen Link „http://tplinkmifi.net“ erstmal zu einer Anmeldemaske. Die Standardanmeldedaten sind „admin:admin“ (Benutzername:Passwort) und auch im Handbuch nachzulesen. Wir empfehlen aber dringend diese schnellstmöglich zu ändern, da Standardzugänge ein hohes Sicherheitsrisiko darstellen. Nach erfolgreichem Login wird einem eine sehr übersichtlich gestaltete Statusseite präsentiert.

Auf der Statusseite findet man alle Informationen, die auch direkt auf dem Gerät angezeigt werden (Verbindungsstatus bzw. verwendetes Netz, verbrauchtes Datenvolumen, Anzahl verbundener Nutzer, SIM-Karten Status, Batterie-Stand, verwendete W-Lan-Frequenz, Daten Roaming (an/aus) und die SSID (W-Lan-Name). Über das Menü am unteren Rand gelangt man zu den weiteren Funktionen. Mit dem Web-Interface ist sogar das Lesen und Schreiben von SMS möglich. Dies kann zum Beispiel sehr praktisch sein, wenn man nur mit einem Laptop oder Tablet reist.

Wie auch von Smartphones bekannt, muss man ggf. vor dem Surfen APN (Access Point Name, zu Deutsch: Zugangspunkt)-Informationen angeben, damit das Gerät weiß, wie es ins Internet gelangt. In den Optionen zum W-Lan hat man die Möglichkeiten, die SSID (W-Lan-Name) und das Password zu ändern, den Access Point zu verstecken oder eine Region und das zu verwendende Frequenzband anzugeben. Die gesamte Eingabemaske ist sehr intuitiv und schlicht gehalten, was die Bedienung des Produktes auch für Laien sehr einfach macht.

Der letzte Punkt im Menü sind gerätbezogene Einstellungen. Dies umfasst Optionen zu Datenverbrauch, Benutzerkonten, Stromsparen, den mobilen Router auszuschalten, umschalten zur Desktop-Version des Webinterfaces, erweiterte Einstellungen, Informationen zum Gerät und sich Abzumelden.

Resümierend bleibt uns zu sagen, dass wir die Einstellungshomepage sehr geglückt finden. Alle Funktionen sind einfach und sehr übersichtlich aufbereitet. Der einzige Kritikpunkt ist eben die "Zurück"-Navigation.

tpMiFi App

Der Hersteller stellt auch eine App zur Verwaltung bereit. Leider beschränkt sich diese nur auf Apple-Geräte, wobei für uns nicht ganz ersichtlich ist warum. Immerhin ist Android immer noch das am weitesten verbreitete, mobile Betriebssystem. Wie zu erwarten, ist sie auch nur in englischer Sprache erhältlich. Ebenfalls haben wir erwartet, dass auch die App so sauber funktioniert, wie die restliche Software. Wir wurden nicht enttäuscht.

Beim ersten Start der App wird einem kurz und sehr schön aufbereitet erklärt, was man alles damit anstellen kann. Dies umfasst drei große Bereiche: den "Mifi" steuern, Zugriffe steuern und Medien teilen. Die Übersichtsseite ist ohne Login erreichbar, will man aber Änderungen vornehmen oder Funktionen nutzen, braucht man wieder die altbekannten Anmeldedaten. Alle Einstellungen sind genauso wie im Webinterface veränderbar, ebenso kann man SMS lesen und schreiben. Der Unterschied macht sich erst so wirklich bei den Medien bemerkbar. Alle Inhalte auf der SD-Karte können direkt in der App erreicht und wiedergegeben werden. Dies macht es sehr komfortabel, freigegebene Medien zu nutzen, ohne eine extra Anwendung installieren zu müssen.

File Sharing

Der integrierte Micro-SD-Karten-Leser kann bis zu 32 GB große Datenspeicher handeln. Dies dürfte mehr als genug sein, um Unterwegs Fotos und andere Dateien mit seinen Freunden zu teilen, oder einfach selbst zu verwenden. Man könnte zum Beispiel auch seine Musik auf die SD-Karte packen und dann bequem mit Tablet und / oder Handy darauf zugreifen.

Die Freigabe erfolgt über SAMBA (Server Message Block-Protokoll; kurz SMB), welches den Zugriff sowohl mit Windows-, Linux- und Mac-, aber auch mit Android- und iOS-Clients ermöglicht. Unter Windows scheint der freigegebene Ordner dann unter "Netzwerk" im Windows-Explorer auf. Unter Linux und Mac benötigt man das jeweilige Samba-Paket, dann läuft es aber auch über jeden Filebrowser ohne weitere Probleme. Die mobilen Betriebssysteme brauchen spezielle Apps. Für Android wird zum Beispiel der ES Datei-Explorer empfohlen.

Wie bereits auf der vorherigen Seite erwähnt, funktioniert der Abruf auf iOS-Geräten auch direkt in der tpMiFi-App, schnell und komfortabel.

Maximale Anzahl an verbundenen Geräten

In der Einleitung haben wir bereits von den Unstimmigkeiten bei den Angaben berichtet. Auf der Produktwebseite werden bis zu 15 Endgeräte versprochen, auf der Verpackung hingegen sind es nur noch 10. Wir haben es für euch getestet und sind zu dem Ergebnis gekommen, das die Verpackung Recht behält. Nach dem 10. Gerät verhält sich der M7350 etwas undefiniert. Manchmal hat er einfach einen anderen Client aus dem W-Lan geworfen, um Platz für den neuen zu schaffen, manchmal bekamen wir eine "Authorisation failed" (Anmeldung fehlgeschlagen)-Fehlermeldung. Am häufigsten aber, konnten wir schlicht und ergreifend keine Verbindung herstellen.

Übertragungsgeschwindigkeit

Wie bei allen Netzwerkgeräten kommt es auch unterwegs auf die Geschwindigkeit an. Wir haben bereits erwähnt, dass wir die LTE-Geschwindigkeit nicht messen, da dies vom Netzbetreiber, Standort und Empfang abhängig ist. Was wir aber testen können, ist die Geschwindigkeit innerhalb des W-Lans. Hierzu haben wir zwei W-Lan-fähige Geräte mit dem mobilen Router von TP-LINK verbunden und unsere Software "NetBench", welche mittlerweile open-source ist, die Geschwindigkeit testen lassen. Theoretisch sollten laut Herstelle 300 MBit/s möglich sein, was man jedoch meistens als perfekte Werte unter Laborbedingungen verstehen muss. In unserem Praxistest erreichten wir bis zu 45 MBit/s. Unter Berücksichtigung gewisser Interferenzen ist dies ein sehr realistischer Wert und bietet mit Leichtigkeit genug Bandbreite für Ultra-HD-Streams. Mit einer Latenz zwischen 1 und 4 Millisekunden (gemessen mit ping) ist der MiFi auch sehr schnell im Antworten und somit sehr geeignet für real-time Online-Spiele. Wie oft man zum Zocken in die freie Wildbahn geht, sei hier mal dahingestellt.

Daniel Morawetz meint …

Daniel Morawetz

Der mobile Router von TP-LINK hat sich in unserem Test sehr gut behaupten können. Er besitzt ein modernes Design, dass gleichzeitig eine gute Bedienmöglichkeit bietet. Das integrierte Display ermöglicht einen schnellen Statuscheck, bei dem man auf einen Blick alle wichtigen Infos angezeigt bekommt. Zusätzlich erhält man mit den im Lieferumfang enthaltenen SIM-Karten-Adaptern eine angenehme Unterstützung zur Inbetriebnahme des Geräts. Hier hat der Hersteller zu unserer Freude an alles Wichtige gedacht. Dieses gute Zusammenspiel setzt sich auch im Menü am M7350 selbst, im Web-Interface und in der mobilen App fort. Negativ ist hier aber anzumerken, dass die Software nur in Englisch und die tpMiFi-App nur für iOS erhältlich ist. Die Dateifreigabe im Netzwerk gestaltet sich aber wieder sehr einfach. Da dieses Feature mit einem gemeinsamen Standard umgesetzt wurde, ist es auf allen Betriebssystemen schnell und einfach verwendbar.

Die fehlende Unterstützung der 802.11ac-Norm fällt im alltäglichen Gebrauch überhaupt nicht auf, da der n-Standard spielend mit den Anforderungen fertig wird. Mit den im Test erreichten 45 MBit/s wird der MiFi spielend mit alltäglichen Anforderungen fertig, liegt aber trotzdem weit unter den versprochenen Werten. Die geringe Latenzzeit macht aber sogar schnelle Online-Spiele unterwegs möglich. Ob einem die 90,- € für dieses Produkt wert sind, muss jeder für sich selbst entscheiden. Die meisten Smartphones unterstützen heutzutage eine "Hotspot"-Funktion, also die Möglichkeit ein mobiles W-Lan zu erstellen, ab Werk. Für all diejenigen, die jedoch größere Daten gemeinsam auf mehreren Geräten unterwegs nutzen, oder einfach einen extra Router für mobiles Internet haben möchten, ist der M7350 aber auf jeden Fall zu empfehlen.

Allgemein gesagt: der M7350 ist ein gut gelungenes und praktisches Gadget für reiselustige Benutzer.

  • Positiv
  • modernes Design
  • großer Lieferumfang
  • sehr gut gelungene Verwaltungssoftware
  • gute Übertragungsrate und kleine Latenz
  • Neutral
  • Negativ
  • Software und Anleitungen nur in Englisch verfügbar
  • tpMiFi-App nur für iOS erhältlich (Stand 19.10.2015)
  • "Zurück"-Navigation im Web-Interface
  • leider entspricht der tatsächliche Datendurchsatz nicht den Versprechungen

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