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Tech-Review.de

  • Samstag, 28. November 2020
PowerOn DMG-04

PowerOn DMG-04: Nano-Stick für 2,4 und 5 GHz WLAN im Check!

Die in Lagenhagen ansässige Firma Inter-Tech ist auf dem deutschen Markt kein kleines Licht und verfügt inzwischen über ein prallgefülltes Portfolio im Bereich von PC-Hardware, von dessen Qualität wir uns bereits in den letzten Jahren durch zahlreiche Testberichte ein sehr gutes Bild machen konnten. Vor einiger Zeit startete der Hersteller quasi eine Markenoffensive und vertreibt seine unterschiedlichen Produktgruppen seither über eigene Brands. Dazu gehört auch die relativ neue Marke "PowerOn", hinter der sich eine Reihe von Netzwerk-Produkten versteckt und aus dessen Auswahl wir uns heute den DMG-04 Nano-WLAN-Stick mit einem Kaufpreis von unter 10,- Euro anschauen wollen.

Die Verpackung von vorne

Auch wenn aktuelle Geräte wie z.B. Laptops, erfahrungsgemäß bereits über moderne WLAN-Module verfügen, so gibt es noch immer eine sehr hohe Anzahl an im Umlauf befindlicher Hardware, die mit einem 5 GHz oder allgemein mit dem WLAN-AC-Standard nicht kompatibel sind. Dementsprechend sind die maximal möglichen Übertragungsgeschwindigkeiten, welche das heimische Netzwerk zur Verfügung stellen kann, in so einem Fall stark limitiert. Darüber hinaus werden Streaming-Dienste auf Basis des Video-on-Demand (z.B. Netflix oder Amazon Prime) auch gerade in Zeiten von Corona immer beliebter. Gleiches gilt beim Laden großer Spieleupdates über das Netz - stetig müssen mehr Daten in immer kürzerer Zeit übertragen werden. Wer also einen Film im hochauflösender 4K UHD-Qualität schauen möchte, der kommt nicht mehr umher auch entsprechend in seine Netzwerkinfrastruktur zu investieren. Gutes gibt es von der Router-Front zu berichten: so gut wie alle aktuell erhältlichen Router bieten bereits Marken-übergreifend die etablierte Dual-Band-Technik an, mit dessen Hilfe sich meist sogar parallel-laufend ein 2,4 GHz wie auch ein 5 GHz-WLAN-Netzwerk erzeugen lassen.

Wenn der Router als "Sender" also für schnelle Datenübertragung optimiert ist, so muss der Nutzer natürlich auch die damit eingebundene Peripherie mit entsprechend leistungsstarken Komponenten ausstatten, damit der sprichwörtliche "Flaschenhals" im eigenen Netzwerk verhindert wird - die Daten also möglichst schnell vom Router zum Laptop oder PC gelangen. An dieser Stelle treten Produkte wie die der PowerOn-Serie in den Fokus, lassen sich mit ihrer Hilfe doch eigentlich alle Geräte, die eine freie USB- oder PCI-Express-Schnittstelle vorweisen können, schnell und einfach mit moderner Technik upgraden – und das zu einem fairen Kurs.

Lieferumfang

Verpackt wird der Nano-Stick in einem kleinen und schmalen Karton in rot-grauem Farbschema samt praktischem Sichtfenster. Frontseitig informiert dieser durch entsprechende Aufdrucke, unter anderem über die AC-Kompatibilität mit einem maximalen Durchsatz von bis zu 650 MBit/s. Auf der Rückseite hat der Hersteller, neben weiteren technischen Daten, auch noch Kernfeatures in Deutsch und Englisch aufgelistet. Beurteilt man die Qualität eines Produktes bereits anhand seiner Verpackung, so kann diese auf jeden Fall schon mal deutlich punkten, denn anders als bei zahlreichen Mitbewerbern hat sich der Hersteller bei der Materialwahl und dem Druck echt Mühe gegeben. Es ist kein billiger Karton, sondern eine wertige Kartonage mit deutlich tastbarer Strukturoberfläche und glänzendem Druck - gefällt uns.

Hat man den Karton erstmal geöffnet, so umfasst der Lieferumfang lediglich den kleinen USB-Stick in einer Plastik-Verschalung, ein gedrucktes und zweisprachig ausgeführtes Booklet (Deutsch, Englisch) als Bedienungsanleitung sowie eine Mini-CD mit der Treibersoftware für Windows und Linux basierte Systeme. Gerade im Hinblick auf den Einsatzzweck und auch der Preisklasse, in der wir uns hierbei befinden, ist nun wirklich alles Notwendige an Bord was zum Betrieb nötig ist.

Der Lieferumfang: Nur das Nötigste mit an Board!

Technische Daten

Als eine der größten Vorteile vom DMG-04 gegenüber anderen Mitbewerber-Sticks oder auch PCIe-Kartenversionen ist mit ziemlicher Sicherheit seine extreme Kompaktheit zu nennen, denn die gerade einmal 7 x 15 x 20 mm (HxBxT) Baugröße sind so winzig bemessen, dass der Stick mit seinen rund fünf Gramm Gewicht praktisch überall Platz finden sollte. Natürlich ist klar, dass bei dieser kompakten Bauform rein schon aus technischer Sicht ganz klare Abstriche in Sachen Reichweite gemacht werden müssen, da an dieser Stelle lediglich eine winzige Einzel-Antenne integriert ist. Solch eine Hardware sollte aus diesem Grund auch eher in Bereichen zum Einsatz kommen, wo das vorherrschende WLAN über ausreichend Signalstärke verfügt, um alle gewünschten Nutzungsbereiche abzudecken.

Der DMG-04 unterstützt mit Hilfe seines intern verbauten Realtek RTL-8811CU-Chips alle gängigen Übertragungsstandards IEEE 802.11 a/g/n und eben auch 802.11ac (WiFi 5), im 2,4 GHz sowie auch im 5 GHz-Netz. Damit ist er mit allen aktuellen Routern kompatibel. Der Hersteller wirbt auf dem Karton und gleichermaßen auf seiner Webseite mit einer maximalen Datenrate von 650 MBit/s, was leider einen üblichen Marketing-Wert darstellt. In Kern werden hierbei lediglich die auf dem Frequenzband theoretisch möglichen Datenraten vom 2,4 und vom 5 GHz-Band miteinander addiert angegeben - was dem Kunden mehr Leistung suggerieren soll. Da der WLAN-Stick jedoch technisch und bauart-bedingt nur in der Lage ist, mit einem sogenannten 1x1 Stream (1x Senden, 1x Empfangen bei maximal 80 MHz Kanalbandbreite) aufzuwarten, sind theoretisch nur maximal 72 MBit/s beim 2,4 GHz und 433 MBit/s für das 5 GHz-Band drin - zumindest unter optimalen Laborbedingungen. In der realen Anwendung lässt sich mit rund der Hälfte dieser Leistung als maximalen Durchsatz rechnen, da etwaige Störfaktoren wie die Entfernung, dicke Wände oder auch Fremdnetze einen sehr großen Einfluss auf die letztendlich erreichbare Geschwindigkeit haben. Hinzu kommt, dass durch den 1x1 Stream lediglich die Single- und eben nicht die Multiuser-MIMO Technologie (Multiple Input, Multiple Output) unterstützt wird. Unter Single- bzw. Multiuser-MIMO versteht man die Fähigkeit der gleichzeitigen Kommunikation mehrerer Geräte mit dem Router, was die Geschwindigkeit im Netzwerk insgesamt deutlich erhöht.

Nicht zu vergessen ist auch der Fakt, dass der Stick lediglich über USB 2.0 angebunden ist. Diese Spezifikation erlaubt nur eine Datenrate von 480 MBit/s bzw. 60 MByte/s. Die aufgedruckten 650 MBit/s ergeben jedoch umgerechnet 81,25 MByte/s, was über USB 2.0 einfach nicht möglich ist. An dieser Stelle trifft die Werbung auf die Realität. Von daher wäre eine Angabe der technisch realistischen Durchsatzleistung für den Kunden auf jeden Fall besser gewesen - unser Meinung nach.

Als Übertragungs-Verschlüsselung stehen einem 64/128-bits WEP, WPA/WPA2, TKIP und AES zur Verfügung, was die Verwendung selbst mit älteren Netzwerk-Umgebungen problemlos möglich macht, wobei wir unterhalb vom WPA(1)-Standard aus Sicherheitsgründen von einer Nutzung eher abraten würden. Der im Juni 2018 von der Wi-Fi-Alliance eingeführte WLAN-Verschlüsselungsstandard WPA3 (Wi-Fi Protected Access 3), der als Ergänzung zum bestehenden Standard WPA2 verstanden werden sollte, wird vom Stick aber noch nicht unterstützt, was jedoch auch nicht verwundert, da es selbst bei Routern noch einige Zeit dauern wird, bis sich WPA3 verbreitet.

Technische Daten in der Übersicht
Hersteller Inter-Tech/PowerOn
Modell DMG-04
WLAN Standards IEEE 802.11n, IEEE 802.11g, IEEE 802.11b, 802.11ac (WiFi 5)
Datenrate 200 MBit/s 802.11n / 433 MBit/s 802.11ac
Frequenzbereich 2,4 Ghz + 5 GHz
Bandbreite 20/40/80 MHz
Datensicherheit 64/128-bits WEP, WPA/WPA2, TKIP, AES
Protokolle QoS-WMM, WMM-PS, WPS, PIN, PBC
Schnittstelle USB 2.0
Chipsatz Realtek RTL-8811CU Single Chipset
Betriebssysteme Windows 7/8/8.1/10, Linux ab Kernel 2.2.18
Abmessungen 7 x 15 x 20 mm (H/B/T)
Gewährleistung
Garantie
24 Monate
12 Monate
Lieferumfang DMG-04 Wireless-Adapter
Treiber-CD
Bedienungsanleitung (Englisch, Deutsch)
Gewicht 5 Gramm (Netto)
Preis
(05.11.2020)
~ 8 €
Hersteller Inter-Tech/PowerOn
Preisvergleich Geizhals Deutschland

Im Detail

Betrachtet man den WLAN-Stick unter dem neugierigen Auge, so besteht der DMG-04 vorwiegend aus einer Elektronikeinheit, die sich unter der schwarzen Klavierlack-Abdeckung samt stylischen PowerOn-Logo verbirgt und dem USB-Stecker als mechanisches Bauteil selbst. Vergleicht man diesen nun vom Größenverhältnis mit einer 1-Euromünze, werden einem die echt winzigen Dimensionen noch einmal deutlich. Und weil PowerOn bzw. Inter-Tech mitgedacht und das Produkt mit einer zusätzlichen Schutzkappe ausgeliefert hat, kann der Adapter bequem und staubgeschützt auch mal in der Hosentasche verschwinden – ohne Schaden zu nehmen.

Gerade bei der Verwendung derartiger Produkte im mobilen Einsatz, zum Beispiel an einem am Laptop, gibt es neben störendem Kabelsalat doch kaum etwas Nervigeres als seitlich ausladende USB-Geräte. Darüber hinaus ist bei weit hervorstehenden Produkten die Gefahr eines versehentlichen Abbrechens und Beschädigen der USB-Buchse stets hoch. Es wäre schließlich nicht das erste Mal, dass man seinen Lappy mal unsanft aufs Bett ablegt – was durch das einsinken und seitliche Verbiegen von eingesteckten Komponenten je nach Gewicht vom Laptop schon zu einem Bruch an den feinen Leiterbahnen am USB-Stick, sowie auch gerne mal an der USB-Buchse selbst führen kann.

Die winzige Bauart des DMG-04 lässt einem solche Sorgen vergessen, steht er durch die geringen Abmessungen doch nur wenige Millimeter heraus. Auch beim benachbarten USB-Port besteht keine Gefahr, dass es platzmäßig eng werden könnte. Reinweg vom Handling und der Nutzungssicherheit ist so ein Produkt wirklich "laiensicher" konstruiert.

Der Nano-Stick im Einsatz - kleine Abmessungen für sichere Verwendung

Installation

Um den DMG-04 zu verwenden ist zumindest unter Windows 10, abgesehen vom simplen Einstecken in eine freie USB-Buchse, nichts weiter zu tun. Windows bringt an dieser Stelle für den Stick bereits von Haus aus die passenden Treiber mit und das Gerät wird auch sofort als Netzwerkadapter erkannt. Gleiches wird wohl bei Windows 8/8.1 der Fall sein. Für noch ältere Betriebssysteme ist auf der beiliegenden CD ein entsprechender Treiber zu finden, den man über die integrierte Setupdatei bequem installieren kann.

Messaufbau:

Für unseren Messaufbau haben wir eine typische Apartmentwohnung mit drei voneinander getrennten Räumen genutzt. Der Abstand zwischen dem eingesetzten Router und dem zweiten Raum beträgt rund acht Meter - beides wird dabei durch eine dicke Betonwand voneinander getrennt. Darüber hinaus ist dieses Zimmer auch gleichzeitig das Bad, dementsprechend sind die Wände vollflächig verfliest und es gibt zusätzliche Störeinflüsse wie Wasserleitungen etc. Unser drittes Zimmer ist vom Router gute zwölf Meter entfernt, das WLAN-Signal muss also neben der reinen Distanz an sich auch noch insgesamt zwei dicke Betonmauern mitsamt diverser Fliesenschichten und Stahlarmierungen durchdringen, für so einen kleinen Stick durchaus eine harte Aufgabe.

Unser Messaufbau

Unsere Messungen werden zwischen einem per Cat6 LAN-Kabel mit dem Router (AVM Fritzbox 7590) angebundenen PC (W10, Gigabit-fähig) und einem Laptop (W10, DMG-04 Stick) durchgeführt. Der USB-Stick von PowerOn arbeitet im sogenannten 1x1-Stream und schafft damit theoretische Geschwindigkeiten von bis zu 433 Mbit/s im 5 GHz-Netz. Damit haben wir ein solides Testfeld.

Der Testablauf ist folgender: Auf beiden Systemen ist eine Software installiert, die innerhalb einer Messzeit von je 5 Minuten (jeweils drei Durchgänge) kontinuierlich Datenpakete zwischen Client und Server hin- und her schickt. Dabei wird der entstandene Durchsatz gemessen und aus allen geloggten Werten die Mitte gebildet. Für alle drei Räume haben wir somit eine Messaufzeichnung von 45 Minuten, einmal für das 2,4 und auch für das 5 GHz-Netz. Interessanter für uns als Nutzer sind nämlich die durchschnittlichen Leistungen, welche überwiegend erreicht werden und nicht etwaige, eher kurzweilige Leistungs-Spitzen.

Um Messprobleme zu vermeiden, werden beide Tests (Up- und Download) jeweils drei Mal wiederholt und in folgenden Konfigurationen durchgeführt:

W10 PC (Server) ⇒ LAN ⇒ Router AVM Fritzbox 7590 ⇒ WLAN ⇒ W10 Laptop (Client)
W10 PC (Client) ⇐ LAN ⇐ Router AVM Fritzbox 7590 ⇐ WLAN ⇐ W10 Laptop (Server)

Bevor wir nun unseren Testparcours einleiten, möchten wir erklären, warum wir die verschiedenen Protokolle abbilden und nicht nur die schnellste Leistung angeben: Im Gegenteil zu TCP/IP-Verbindungen, bei denen jedes in der Übertragung verloren-gegangene Datenpaket automatisch nochmal nachgesendet wird, verfügen die UDP-Protokolle nicht über eine derartige Packet-Loss-Prüfung, was deren Durchsatz entsprechend erhöht. UDP-Verbindungen finden besonders im Download von Dateien oder beim Streaming ihren Einsatzzweck, bei dem es in Summe betrachtet nicht wichtig ist ob auch wirklich jedes einzelne Datenpaket korrekt übermittelt wurde - schließlich fällt einem ein fehlendes Pixel im Film nicht auf. Möchte man jedoch eine E-Mail versenden, ist es wichtig das auch wirklich alle gesendeten Daten erfolgreich transportiert werden, sonst ist jene für das Mailprogramm eventuell nicht lesbar. Aus diesem Grund sind im TCP-Protokoll entsprechende Packet-Loss-Mechanismen integriert, die fehlerhafte Pakete nochmal überträgt.

Durchsatzmessung

Beurteilung: Bei der Messung im 2,4-GHz-Netz zeigt sich, dass die örtlichen Gegebenheiten einen sehr großen Einfluss auf die letztendlich verfügbaren WLAN-Geschwindigkeiten haben. Technisch möglich sind durch den 1x1 Stream nur maximal 72 MBit/s, dessen Werte zumindest beim UDP Up&Down-Protokoll auch annähernd erreicht werden. Im Falle unserer Messung zwischen dem Router und dem Test-Laptop im zwölf Meter entfernten dritten Raum wird es schon eng, wenn auch eine Nutzung etwaiger Dienste wie Netflix gerade noch so mit einiger Pufferzeit möglich ist.

Beurteilung: Wie man erkennt, ist selbst im schnellen 5 GHz-Band von den versprochenen 433 MBit in einer realen Anwendung nicht mehr so viel übriggeblieben, kommen erstmal örtliche Einflüsse als Störfaktoren hinzu. Und obwohl das 2,4 GHz-Netz durch seine geringere Frequenz bezüglich Reichweite eigentlich im Vorteil sein müsste, kann unser Netzwerk unter 5 GHz an dieser Stelle doch sehr gut mithalten. Interessant ist darüber hinaus, dass einige Protokolle in ihrer Durchsatzleistung offenbar weniger Probleme haben als andere. Von der reinen WLAN-Geschwindigkeit betrachtet, gab es im Test keinen Punkt an dem der gemessene Wert unterhalb einer bestimmten Schwelle landete, die bei einem 4K-Streaming problematisch geworden wären - sehr gut!

Einordnung der Leistung

Je nachdem, was man am letztlich mit seinem Endgerät machen möchte, setzt dies notwendiger Weise eine gewisse Datenrate bzw. einen gewissen Durchsatz voraus. Um eine E-Mail zu versenden oder auch nur im Internet zu surfen bedarf es keiner superschnellen WLAN-Leistung, anders jedoch sobald man große Datenmengen von A nach B transportieren will. Zum besseren Verständnis darüber, welche Nutzung an das eigene Netzwerk inwieweit Ansprüche an die Durchsatzleistung stellen, soll die nachfolgende Auflistung weiterhelfen.

  • Video-Streaming - Je nach Art der Videokomprimierung benötigt man durchschnittlich 3 Mbit/s für Standardvideos, 5 Mbit/s für HD-Videos und über 25 Mbit/s für Filme in 4K Ultra HD.
  • Musik-Streaming - Das Streamen von Musik ist weniger Durchsatz-hungrig, es sollte deswegen eine Geschwindigkeit von 2 Mbit/s mehr als ausreichend sein.
  • Gaming - Für den störungsfreien Spielgenuss gerade bei Multiplayergames sollten die Verbindung eine Leistung mindestens 10 Mbit/s haben, wobei hier auch die Datenpaket-Latenzen mitentscheidend sind.
  • Internet surfen/Durchsuchen von E-Mails - Beim Zugriff auf seine Mails z.B. bei Gmail´s Webplattform oder auch beim Surfen auf einer Facebook-Seite, benötigt man Geschwindigkeiten von lediglich 0,5 bis 5 Mbit/s.
  • Skype- oder Videoanrufe - Durch die gute Komprimierung der Videostreams werden für Anrufe in Standardqualität 0,5 Mbit/s und 1,5 Mbit/s für HD-Anrufe notwendig.
  • Herunterladen großer Dateien - Wer über den normalen Download oder auch im Torrent-Netzwerk große Dateien in einer kurzen Zeit herunterladen möchte, bedarf einer Geschwindigkeit von 25 Mbit/s, besser jedoch mehr.

Signalstärke/Reichweite

Damit der Router die Datenpakete auch fehlerfrei von einem zum anderen Gerät übertragen kann, muss die vorherrschende Signalstärke beim Einsatz von WLAN-Netzwerkkomponenten ebenfalls große Beachtung finden. Was bringt es einem Anwender, wenn er zwar eine Verbindung zum Gerät herstellen kann, diese aber mangels ausreichender Signalstärke und -Qualität ständig wieder abbricht? Nichts! Aus diesem Grund haben wir diesen Part mit aufgenommen. Gemessen haben wir die Signalstärke mit der unter Windows 10 verfügbaren App WiFi-Analyzer.
Hinweis: Die Signalstärke bzw. der Leistungspegel wird in dBm gemessen, je kleiner die Zahl nach dem Minuszeichen, desto stärker und besser ist das Signal.

Grobe Signal-Einordnung:

  • unter -40 dBm = perfekt
  • -41 bis -70 dBm = gut
  • -71 bis -80 dBm = ausreichend
  • -81 bis -100 dBm = schlecht

Beurteilung: Die Signalstärke ist trotz der kleinen Antenne und dem 1x1 Stream an den meisten Messpunkten gut, im letzten Raum jedoch nur noch ausreichend. Eine gute Signalabdeckung über einen Leistungsstarken Router oder den Einsatz von im Haus verteilten Repeatern ist also Voraussetzung für eine schnelle und stabile Verbindung.

Mario Kramer meint …

Mario Kramer

Bekommt ein Winzling aufgrund seiner Größe und dem geringen Preis von unter 10 Euro auch nur einen winzigen Test? Nicht bei uns! Wir haben den kleinen Nano-USB-Stick von PowerOn über die letzten Wochen hinweg ausgiebig getestet und konnten mit unserem Review aufzeigen, dass fehlende Größe für viele Antennen auch im WLAN-Bereich nicht automatisch ein Zeichen für Schwäche ist. Der DMG-04 ist durch seine Abmessungen und das verschwindend geringe Gewicht quasi überall dort einsetzbar, wo es einen freien USB-Steckplatz gibt. Und weil er im Einsatz nur wenige Millimeter aus seinem Slot heraussteht, ist das Handling sehr angenehm - man muss sich keine Sorgen darüber machen ob er bei unsachgemäßer Handhabung evtl. abbricht. Das PowerOn-Logo ist darüber hinaus sehr stylisch und wertet den Kollegen optisch auf.

Kommen wir aber nun zum wichtigen Teil, der Leistung: Aufgrund seiner Einschränkung mit nur einer verbauten Antenne, kann der Nano-Stick schon allein aus technischer Sicht keine neuen Rekorde brechen, liefert im gesamten Testparcours jedoch gute bis ausreichende Ergebnisse ab - zumindest ist beim Thema Datendurchsatz für die allermeisten Anwendungen selbst durch zwei massive Wände getrennt noch genug Leistung vorhanden, um die gewünschten Dienste problemlos nutzen zu können. Nur das Streamen von hochauflösenden 4K-Inhalten kann bei nicht ausreichender Signalabdeckung oder zu vielen Störreinflüssen ein längeres Puffern notwendig machen – oder auch scheitern.

Bei einem Preis von unter 10 Euro für den DMG-04 von PowerOn kann man nichts falsch machen, zumindest wenn die eigenen Ansprüche an die Nutzung nicht allzu komplex sind und beispielsweise mehrere zeitgleiche Daten-Streams benötigt werden. In diesem Fall sollte sich der Nutzer bei den anderen Produkten des Herstellers umsehen, das Portfolio bietet auch für diese Szenarien passende Geräte an. Gleichzeitig muss man auf eine gute Signalabdeckung durch den Router achten, oder dabei auf den zusätzlichen Einsatz von WLAN-Repeatern setzen. Alle Eindrücke zusammengefasst können wir den Nano-Stick bedenkenlos weiterempfehlen.

  • Positiv
  • Stabile und schnelle Leistungswerte (im 1x1 Stream)
  • Problemlose Installation und Einbindung ins System
  • Geringe Bauform, damit bequemes Handling
  • Super günstiger Preis
  • Neutral
  • Kein WPA3
  • Negativ
  • Mangels weiterer Antennen nur abgespekte 5-GHz-Leistung
  • Nicht Multiuser-MIMO fähig

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