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Gamescom 2017 - Ein kurzer Messe-Rückblick

Gamescom 2017 - Ein kurzer Messe-Rückblick
28.08.2017 - 08:00 von Redaktion

Fünf Tage lang - vom 22. bis zum 26. August - schlug das „Heart of Gaming“ für Hunderttausende in Köln. Unter dem Motto „Einfach zusammen spielen“ eröffnete Angela Merkel die Gamescom 2017 - ein Novum oder gar ein Ritterschlag für die Videospielkultur als Ganze in Deutschland. Somit stand die Messe zum ersten Mal im „Fadenkreuz“ der Politik, womöglich primär aufgrund der anstehenden Bundestagswahl und nicht wegen den Spielen an sich.


Und dennoch: Die Kanzlerin strich explizit die Bedeutung digitaler Spiele heraus, denn sie seien ein Kulturgut, Innovationsmotor und Wirtschaftsfaktor von allergrößter Bedeutung. Die dahinterstehende Branche sei ein starker Pfeiler der deutschen Wirtschaft, weshalb sie nach Köln gekommen sei, um ihre Reverenz zu erweisen. Man witterte durchaus Morgenluft, als die Wünsche, die an die Bundeskanzlerin herangetragen wurden, auf offene Ohren stießen. Das Thema der Förderprogramme wurde im Besonderen herausgehoben: Man sei noch kein Spitzenreiter in diesem Bereich und werde deshalb Vorreiter wie Kanada, Frankreich oder auch Polen zum Vorbild nehmen, aber, so die Kanzlerin: "Es gebe bereits eine ganze Reihe von Förderprogrammen, die Spieleentwickler nutzen könnten." Dass Videospiele Kultur seien und auf einer Ebene zu Filmen und so weiter stehen, wurde eher nur implizit ausgedrückt. Ministerpräsident Laschet von der CDU hingegen äußerte sich klar und deutlich: Videospiele seien auch Kultur und nach dem Besuch der Bundeskanzlerin würden nun viele denken, dass Videospiele doch was Seriöses seien.

Politik und Videospielpräsentation wurde abseits des inszenierten Besuchs der Kanzlerin eher strikt getrennt. „Mordor: Schatten des Krieges“, „FIFA 18“, „Star Wars: Battlefront II“, „Anno 1800“, „Assassin’s Creed Origins“ und andere Titel wurden von den geschätzten 350 000 Besuchern angespielt, begutachtet und interpretiert. Wie üblich war dies verbunden mit langen Warteschlangen vor den verschiedenen Ständen.

Wer etwa Microsofts neues Konsolen-Flaggschiff namens „Xbox One X“ antesten wollte, musste mehrere Stunden Wartezeit in Kauf nehmen. Die Kundschaft scheint von der neuen Xbox bereits überzeugt zu sein. Nicht nur die langen Warteschlangen deuteten darauf hin, sondern auch das erste Kontingent der sogenannten „Scorpio Edition“ ist laut Microsoft bereits vergriffen.

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© by XBOX

Spiele-Highlights

Mit „Super Mario Odyssey“ präsentierte Nintendo ein neues Mario Spiel, ein „Open World Jump’n’Run“, das im Geiste des populären „Super Mario 64“ ein fast vergessenes Genre neu aufleben lassen soll. Im Zuge der sich gut verkaufenden Konsole „Switch“ versuchen die Japaner das Momentum weiterhin für sich zu nutzen, nachdem „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“ zusammen mit „Splatoon 2“ ein gutes Fundament gelegt haben. Das Spiel besticht durch bunt gestaltete Levels, durch die sich Mario mit Hilfe einer ungewöhnlichen Mütze zu kämpfen hat. Für die Experten und Journalisten war das Konzept das Überzeugendste, weshalb es sowohl den Titel „bestes Spiel der Gamescom“, „bestes Familienspiel“ wie auch „bestes Spiel für die Nintendo Switch“ abstauben konnte.


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© by Nintendo


Die grafischen Highlights bildeten die bereits erwähnten Titel von Warner und Ubisoft. Ein neues „Assassin’s Creed“ im alten Ägypten soll frischen Wind in eine langsam verblassende Videospielreihe bringen, was den Entwicklern des Spiels auf den ersten Blick zu gelingen scheint.

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© by UBISOFT

Mittelerde: Schatten des Krieges“ lässt uns abermals in die Rolle des Geistes eines toten Waldläufers im Tolkien-Universum schlüpfen, wobei das Schlecht-Metzel-Konzept des Vorgängers um die strategische Komponenten erweitert wurde. EA spielt hingegen mit „FIFA 18“ und „Star Wars: Battlefront II“ die Karte des Altbewährten aus.


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© by Warner Bros.
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© by Electronic Art

Imageproblem der VR-Technologie?

Überraschenderweise erschien der Andrang auf VR Brillen von Sony (Playstation VR), HTC (HTC Vive) oder Facebook (Ocolus Rift) im Verhältnis zum vergangenen Jahr deutlich geringer. Wahrscheinlich aufgrund der spärlichen Auswahl an Blockbuster-Titeln in diesem Segment gehört die VR-Brille längst noch nicht zum Standard-Zubehör eines Spielenden. Die Problematik der „Motion Sickness“ und die nur zögerlichen Schritte der Branche mit „Fallout 4“, „Skyrim“ oder „Doom“ scheinen den Griff zum gewöhnlichen Controller immer noch zu favorisieren.

Was gab es sonst noch?

Trotz allem hatte die Messe ihren Besuchern jede Menge Neues zu bieten, darüber hinaus gab es neben der Präsentation von neuen Spielen innerhalb als auch außerhalb der Messehallen attraktive Angebote zu entdecken. Darunter viel zum Beispiel die "Outdoor-Area" beim Parkplatz P8, auf der man in aller Ruhe Musik hören und den Sommer genießen konnte. Die Firma Red Bull veranstaltete dort unter anderem auch Motorrad- und Fahrrad-Shows. Selbst für Skater bat die Messe mit dem COS-Cup die Möglichkeit sich direkt für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren.

Besucherrekord: Mit rund 355.000 Besuchern zählte die diesjährige Gamescom ohne Zweifel zur Erfolgreichsten in ihrer eigenen Messe-Geschichte. Wir vermuten, das lag weniger am politischem Drumherum, als an den verschiedenen Genre's und Attraktionen, die man dem Besucher in diesem Jahr bieten konnte. Wir freuen uns auf 2018!




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Quelle: TRV-Redaktion und Alexander Bartocha
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