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  Liquid Freezer II 240 - Arctics Frostschocker im TRV-Check!
Liquid Freezer II 240 - Arctics Frostschocker im TRV-Check!
05.01.2020 von Daniel Figiel





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Kompaktwasserkühlung im Detail

Wie für die Preisklasse üblich liefert Arctic eine ordentliche Verarbeitung der Komponenten ab, wenn auch diese nicht gänzlich ohne kleinere Schönheitsmakel daherkommen. Da wären zum einen die wie so oft vereinzelt auftretenden, minimalen Lamellen-Biegungen und zum anderen ein wirklich stimmiger Kabelsleeve der stattlichen 45 Zentimeter langen Schläuche, dessen Schrumpfschlauch nicht gänzlich perfekt verarbeitet worden ist. Sicher ist mängelfrei immer besser als kleine optische Unstimmigkeiten, auf die Funktion haben sie allerdings absolut keinen Einfluss. Daher wollen wir uns schnell den wesentlicheren und interessanteren Dingen widmen, denn die Verarbeitungsqualität geht für uns - so wie sie ist – absolut in Ordnung.

Der 38 Millimeter dicke Radiator der Freezer Liquid II 240 präsentiert sich in einem ansehnlichen matten Schwarz und ist zu unserer Freude zusätzlich mit dem Herstellerlogo ausgestattet worden. Das sieht nicht nur gut aus, sondern wirkt durch die größeren Abmessungen wirklich stimmig. Als Nachteil muss der Anwender darauf achten, ob sein Gehäuse für eine erfolgreiche Montage auch wirklich groß genug ist, denn mit Lüftern bestückt beträgt der Wert insgesamt stolze 63 Zentimeter. In der Regel kommen Kompaktwasserkühlungen auf 53 cm, eine Differenz, die es nicht zu unterschätzen gilt. Die Vorkammern hingegen weisen eine normale Größe auf, sind jedoch aufgrund der größeren Proportionen entsprechend voluminöser. Daher sollte vor dem Kauf eindringlich geprüft werden, ob der vorhandene Platz im Gehäuse auch ausreichend ist. Bei unserem Fractal Design Arc Midi R2 gelang die Installation bei einem Platzangebot für einen 280-Millimeter-Radiator problemlos.


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Eine weitere Besonderheit offenbarte sich direkt nach dem Auspacken. Arctic hat die Lüfter bereits ab Werk installiert und sauber verkabelt. Dadurch spart der Anwender etwas Zeit, der eigentliche Grund dafür dürfte unserer Meinung nach allerdings die cleane Optik sein. Da die Kabel der Ventilatoren über keinen hochwertigen Sleeve verfügen, sollte der Nutzer in seinem Interesse ebenfalls auf eine Demontage verzichten. Das Design der Pumpeneinheit folgt einem futuristischen Stil und eignet sich perfekt für die Implementierung eines besonderen Highlights. Die Rede ist von einem kleinen 40-Millimeter-Lüfter, der die VRM-Chips des Mainboards übertrieben gesagt auf Eis legt. Wir finden diese Idee ziemlich genial, da je nach Airflow im Gehäuse die Luft nun von zwei anstatt einer Seite zugeführt wird. Anders als erwartet hat dieses großartige Gimmick – so viel wollen wir an dieser Stelle einmal vorab verraten - keinen negativen Einfluss auf die Lautstärke, einfach klasse! Als optische Ergänzung findet hier ebenfalls das Herstellerlogo in einer dezenteren Form Anwendung. Die Kühlfläche auf der Unterseite besteht vollständig aus Kupfer und wurde insgesamt durch vier Schrauben fest mit der Pumpeneinheit verbunden.


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Bei den Lüftern setzt der Hersteller auf den hauseigenen und auch separat erhältlichen P120 PWM 120-Millimeter-Lüfter. Laut Datenblatt erstreckt sich der Drehzahlbereich von 800 bis 2000 Umdrehungen pro Minute bei einem Volumenstrom von moderaten 95,65 m³/h. Durch den dickeren Radiator wird das Maximum bewusst nicht ausgereizt. Damit erreicht man zumindest in der Theorie eine hohe Kühlleistung bei einer gemäßigten Lautstärke. Wir sind gespannt, ob dieser Umstand in der Praxis zutreffend ist, da Kompaktwasserkühlungen in der Regel lauter als gleichwertige Luftkühler agieren.


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Montage

Vor der eigentlichen Montage muss der Nutzer sich zunächst die entsprechende Montageanleitung organisieren. Hierfür reicht es aus, den QR-Code auf der Umverpackung oder der beigelegten Karte zu scannen. Alternativ kann auch die Webseite von Arctic besucht werden. Zusätzlich stellt Arctic ein Video zur Verfügung, in dem jeder Arbeitsschritt nochmal genau dokumentiert ist.




Da die Lüfter der Liquid Freezer II 240 bereits ab Werk montiert und verkabelt worden sind sparen wir einen Arbeitsschritt und starten direkt mit der Montage des Radiators, den wir mit Hilfe der Unterlegscheiben und acht Schrauben mit dem Gehäuse verbinden. In unserem Fall haben wir uns dazu entschieden, diesen am Deckel zu befestigen. So kann die warme Luft einfach nach oben entweichen. Je nach verfügbaren Platz und Art des eingesetzten Gehäuses bieten sich unter Umständen auch andere Installations-Varianten an.


In der Theorie verspricht das Montagesystem durch die Verwendung weniger Bauteile ein geringes Frust-Potenzial. Die Praxis lehrt uns leider allzu oft, dass diese beiden Welten nur selten kompatibel miteinander sind. Durch die Unterstützung der neuen Sockel werden viele Bauteile gespart, doch das muss nicht immer zwingend ein Optimum sein. Im Falle von AM4 hätten wir uns durchaus eine stabilere Rahmenkonstruktion gewünscht. Für die Installation benötigt man lediglich die Backplate des auf dem Mainboard vorinstallierten AMD Retention Moduls, der überschüssige Rest wird also entfernt. Anschließend werden die Montage-Halterungen an der Pumpeneinheit fixiert. Damit die Hitze der CPU auch optimal abgeführt werden kann, ist es bereits an der Zeit, die Wärmeleitpaste auf dem Heatspreader (IHS) des Prozessors zu verteilen. Anschließend muss die Schutzfolie auf der Kontaktfläche entfernt werden, um die entstehende Abwärme auch weiterleiten zu können.


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Nun beginnt der Fauxpas der Montage, die Pumpeneinheit soll nun mit der Backplate verschraubt werden. Diese ist aber bauartbedingt nicht von allein fixiert. Das Mainboard muss für die Installation demnach auf dem Tisch liegen damit sie in der korrekten Position verbleibt. Sofern das Motherboard bereits im Gehäuse verweilt, muss zwingend eine zweite Person aushelfen, oder aber im eigenen Haushalt ein entsprechender Widerstand zum Gegenlehnen gefunden werden, der alles optimal in Position hält. Der Umstand ist für das Jahr 2019 unserer Meinung nach ein absolutes No-Go und dürfte für ein renommiertes Unternehmen wie Arctic selbst bei hohem Umweltbewusstsein konsequent vermieden werden. Als Lösung könnten zumindest beim AM4-Sockel hierbei kleine Gummiringe hilfreich sein, welche man nach dem Durchstecken über die vier kleinen Gewindestangen der Backplate stülpt und somit ein selbstständiges Herausrutschen aus den Mainboardlöchern nach hinten hin verhindert – ohne selbst bei der Installation zu stören. Gerade da es enorm umständlich ist die Hauptplatine inklusive dem 240-Millimeter-Radiator nun nachträglich in den Tower zu verfrachten. Abschließend muss noch die Stromversorgung der Pumpe sichergestellt werden. Da die Drehzahl über das PWM-Signal geregelt wird, verfügt sie - genau wie die Lüfter - über einen 4-Pin Anschluss. Jetzt kann die AiO-Wasserkühlung endlich zeigen, was wirklich in ihr steckt!

Anmerkung: Nach dem Einschalten waren - auch bei einigen Gegenproben - für ein paar Sekunden Fließgeräusche zu hören. Diese verstummten sofort, nachdem sich die Luft nicht mehr direkt im Kühlkreislauf befand. Wir gehen davon aus, dass dieses Phänomen sich im normalen Betrieb sehr schnell reguliert.


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