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  Inter-Tech KC-3001 - Preisbewusste Gaming-Peripherie im Test!
Inter-Tech KC-3001 - Preisbewusste Gaming-Peripherie im Test!
18.11.2019 von Daniel Figiel





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Maus im Detail

Auch wenn sich das Bundle an möglichst viele Anwender richtet, ist die Maus mit ihrer ergonomischen Form ausschließlich für Rechtshänder gedacht. Optisch bietet der Nager alles was man sich als Gamer wünscht: Hauptsächlich in Schwarz gehalten, fällt einem sofort der transluzente Kunststoff der unteren Hälfte auf. Dieser gehört zu einer 3-Zonen-Beleuchtung, welche durch das Herstellerlogo auf dem Mausrücken und dem Scrollrad komplettiert wird. Neben zwei mit glänzendem Plastik versehenen Zierstreifen folgen die zwei Daumentasten sowie die DPI-Taste der gleichen Philosophie. So bringt Inter-Tech erfolgreich etwas Abwechslung in das Design, ohne aufdringlich werden zu müssen. Beim Thema Komfort setzt man auf eine Daumenauflage, welche neben einem besseren Halt auch die Griffigkeit erhöhen soll.


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Mit 115 Gramm gehört der Nager nicht zu den leichtesten Vertretern. Um dem entgegenzuwirken, setzt der Hersteller bei der Unterseite auf eine Aluminiumplatte. Diese soll dabei helfen, das Gewicht der Maus gleichmäßig zu verteilen. Mit insgesamt vier Teflon-Pads ausgestattet, werden wohl auch die Gleiteigenschaften trotz der höheren Masse nicht zu kurz kommen. Hauptsächlich für den Palm-Grip konzipiert, macht die Maus auch bei der Claw Griffhaltung eine wirklich gute Figur. Am wohlsten fühlt sie sich ohne Zweifel mit mittleren und großen Händen.

Über die verbauten Klickschalter und dessen Lebensdauer schweigt sich Inter-Tech leider aus. Auch weitere technische Spezifikationen lassen sich nicht dem Datenblatt entnehmen. Unser Eindruck der Maus fällt bisher jedoch positiv aus. Die Spaltmaße verlaufen gleichmäßig und das zweifarbige Design ist Dank des transluzenten Kunststoffes eine willkommene Abwechslung. Auch ein hochwertiger Kabelsleeve ist zu unserer Überraschung mit von der Partie. Einzig die Länge des USB-Kabels fällt mit 1,55 Meter ziemlich kurz aus. Sicher muss man sich im Klaren darüber sein, dass man als Nutzer bei einem Kaufpreis von 20 Euro für ein ganzes Set nicht allzu hohe Erwartungen an die einzelnen Komponenten haben darf. Vom ersten Eindruck jedoch würden wir selbst für den Nager den zu entrichtenden Betrag investieren. Wir hoffen sehr, dass unsere neu geschürten Erwartungen dem Praxistest standhalten werden.


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Software



Durch die Software realisiert Inter-Tech den nötigen Komfort, welcher ein Spieler bei einer Gaming-Maus gewöhnt ist. Das Design sowie das Layout sind klar und deutlich strukturiert, optisch ist man jedoch nicht mehr auf Höhe der Zeit. Aufgebaut ist das Programm durch drei Reiter, mit denen der Anwender die Maus seinen individuellen Präferenzen entsprechend besser anpassen kann.

Unter Grundeinstellung stehen dem Nutzer ganze fünf Profile zur Auswahl. So kann für jeden Anwendungszweck ganz einfach ein eigenes erstellt werden. Das hat den Vorteil, dass die Umstellung nur einen Mausklick im Treiber benötigt, anstatt alles immer wieder neu anpassen zu müssen. Neben der Funktion des Mausrads lässt sich hier ebenfalls die DPI-Ebene in vier ganzen Stufen anpassen. Wie dem Menü zu entnehmen ist, sind diese bereits ab Werk vordefiniert und leuchten je nach ausgewähltem Wert in der entsprechenden Farbe auf. Leider wirkt der Detailgrad etwas willkürlich, da die Werte anfangs in 200er, später nur noch in 400er Schritten angepasst werden können. Als kleines Highlight lassen sich sämtliche Funktionen der Tasten umprogrammieren. Ob man die eigentlichen Zuweisungen einfach nur vertauscht, oder Medien- und Makro-Funktionen sowie Schnellzugriffe verwendet werden, obliegt einzig und allein dem stolzen Besitzer.




Bei den erweiterten Einstellungen lassen sich Anpassungen vornehmen, die man im Grunde auch im Betriebssystem selbst konfiguriert. Neben der Geschwindigkeit des Mauszeigers kann ebenso die Reichweite des Scrollrads variiert werden. In der Praxis konnten wir leider jedoch keinen Unterschied bei verschiedenen Einstellungen feststellen. Die Feuer Geschwindigkeit definiert die Verzögerung, mit welcher die Maustasten auslösen. Einen wirklichen Unterschied können wir an dieser Stelle aus subjektiver Sicht jedoch nicht einmal erahnen.

Die Makro-Funktion konnten wir leider ebenfalls nicht nutzen. Nach Betätigen des Aufnahme-Buttons wurden keine Eingaben registriert. Auch die Betriebsanleitung gibt keinerlei Auskunft über die Funktion. Wir gehen daher davon aus, dass die Software in ähnlicher Form auch bei anderen Eingabegeräten Verwendung findet, bei denen diese Funktion dementsprechend zu nutzen ist.




Bei den LED Einstellungen wird klar, dass die Funktionsweise der Beleuchtung sehr stark in ihren Möglichkeiten beschränkt wurde. Von den vier Farben ist jede an eine DPI-Ebene gebunden. Einen ersten Hinweis darauf findet man bereits in den Grundeinstellungen, da dort die Balken über die entsprechende Farbe verfügen. Hier kann also lediglich eingestellt werden, ob der Farbwechsel langsam oder schnell vonstattengehen soll. Bei der statischen Ausleuchtung müsste man also die entsprechende DPI-Stufe(n) verwenden, welche die favorisierten Farben hinterlegt haben. Beim Ändern leuchtet die entsprechende Farbe im Modus Farbwechsel kurz auf. Bei Bedarf lässt sich der LED Farbraum aber auch deaktivieren.


Praxistest

Kaum ein Produkt ist so schwierig zu bewerten wie eine Maus. Denn jeder hat andere Prioritäten, die er persönlich favorisiert. Ausstattung, Form, Sensor oder etwa doch die Software? Ganz egal welches Kriterium einem am Wichtigsten ist, ein Richtig oder Falsch gibt es in dieser Hinsicht nicht. Ob ein Nager gut oder schlecht ist, kann man wirklich nur beurteilen, wenn man das Einsatzgebiet genauestens bestimmen kann. Da diese Grenzen aber immer mehr ineinander übergehen, ist es für die Hersteller schlichtweg unmöglich geworden das perfekte Produkt gleichermaßen für alle Nutzer auf den Schreibtisch zu zaubern.

Anmerkung: Bevor man darüber nachdenkt welche Maus man sich anschafft, sollte man individuell feststellen, für welche Griffhaltungen diese geeignet sein sollte. Viele Anwender mischen sogar unbewusst verschiedene Varianten und nutzen beim Gaming unter Umständen einen anderen Mausgriff als beim einfachen Surfen im Internet. Achtet einfach mal darauf, welche Haltung ihr instinktiv einnehmt, und macht davon eure Kaufentscheidung abhängig. Denn besser oder schlechter gibt es hier definitiv nicht: Ein Nager kann vom Datenblatt oder der Optik noch so überzeugend sein, wenn man sich nicht wohl fühlt, war es definitiv ein Fehlkauf.

Der Praxistest soll nicht nur Aufschluss darüber geben, ob sich die Maus gut zum Spielen eignet, sondern auch, wie sie sich im alltäglichen Gebrauch schlägt. Wo liegen ihre Vor- und Nachteile, gibt es eventuell an einigen Stellen Nachholbedarf oder unter Umständen sogar Alleinstellungsmerkmale, welche zu einer klaren Empfehlung verhelfen können? Das erste Mal ausprobiert, lag der Nager aufgrund seiner ergonomischen Form und der bevorzugten Palm Grip Griffhaltung des Redakteurs gut in der Hand. Selbst bei längeren Tätigkeiten wie der Bildbearbeitung oder den täglichen Officearbeiten gestaltete sie sich komfortabel. Im direkten Vergleich zu der Xtrfy XG-M2 (112 Gramm) ist sie mit ihren 115 Gramm kaum schwerer. Bei den Gleiteigenschaften konnte uns die Kombination aus den vier unterschiedlich großen Teflon-Pads nicht ganz überzeugen, da der Widerstand leicht höher als gewöhnlich ausfällt. High-End Lösungen haben in dieser Hinsicht spürbar die Nase vorn. Das Coating (Beschichtung der Oberfläche) hingegen traf genau unseren Geschmack, wir empfanden es als sehr angenehm. Das voll-gummierte Scrollrad hat eine kaum spürbare Rasterung und ist akustisch nicht wahrnehmbar. Die Tasten verfolgen in dieser Hinsicht eine leicht veränderte Philosophie. Der Auslösung ist ein Klickgeräusch zu entnehmen, dieses fällt aber keinesfalls unangenehm auf. Der Druckpunkt selbst kann logischerweise nicht mit höherpreisigen Pendants mithalten und erscheint etwas schwammig. Nach einer gewissen Umgewöhnung verschwimmt der Effekt sicherlich noch zum Teil. Wie bereits bei der Software erwähnt, besteht die RGB-Beleuchtung lediglich aus vier Farben. Die Intensität lässt sich zwar nicht verstellen, die Farben sind von ihrer Leuchtkraft jedoch angenehm konfiguriert.


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Die Abtastrate lässt sich in vier Stufen über den DPI-Schalter konfigurieren. Dieses Prinzip ist sehr beliebt und hat sich im Laufe der Zeit in identischer oder ähnlicher Form bei vielen Anwendern bewährt. Schließlich kann es durchaus Situationen geben, in denen sich das Ändern der Einstellung positiv auf das Handling der Spielfigur oder der verwendeten Waffe im Game auswirkt. Um die Eigenschaften des Sensors möglichst objektiv bewerten zu können, haben wir im Vorfeld alle Beschleunigungen und Korrekturen bei unserer Referenz deaktiviert.

Im täglichen Betrieb konnten wir keine wirklichen Schwächen ausmachen, doch jeder Nutzer verhält sich anders und hat demnach unterschiedliche Prioritäten. Denn es arbeiten oder spielen längst nicht alle mit der identischen Abtastrate und da eine Maus am Ende nur so gut ist wie seine Sensorik, haben wir uns dazu entschlossen den Paint-Test durchzuführen. Dieser enthält keine synthetischen Ergebnisse, sondern greifbare Resultate, die für den normalen Betrieb sehr aussagekräftig sind.

Besonders bei den geraden Linien ist schön zu erkennen, dass dem Sensor eine künstliche Glättung implementiert wurde. Diese werden automatisch begradigt, was für das Zielen in Spielen sehr von Nachteil ist. Daher sollte man beim Kauf einer Gaming-Maus immer darauf achten, ob der Sensor "fehlerfrei" arbeitet, und eine eventuell implementierte Pfad- oder Zeigerbeschleunigung im Treiber deaktivierbar ist. Um eine hohe Präzision zu gewährleisten, ist es außerdem ratsam, möglichst auf eine sehr hohe Sensorauflösungen zu verzichten, da sich diese ebenfalls negativ auf die Präzision auswirken kann.


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Zum Abschluss haben wir noch einen Oberflächen-Test vorbereitet, um zu ermitteln, wie gut der Sensor auf den verschiedenen Untergründen funktioniert:
  • Cougar Speed-L Mauspad - Mittlere Gleiteigenschaft / Sehr hohe Präzision
  • LC Power mPAD RGB - Mittlere Gleiteigenschaft / Sehr hohe Präzision
  • Lackiertes Holz (IKEA Malm Eichenfurnier) - Schlechte Gleiteigenschaft / Hohe Präzision
  • Papier - Schlechte Gleiteigenschaft / Hohe Präzision




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